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Inhalt (zum Anklicken)


(132) Treibhauseffekt immer sicherer und immer schlimmer

(131) Verlust an Kaufkraft von 24 Milliarden Euro

(130) Fast 2/3 der importierten Digitalkameras sind chinesische Schnäppchen

(129) Goldene Eier im Nest der amerikanischen Finanzwirtschaft

(128) China am deutschen Weihnachtsbaum

(127) EU-Kommission will in bilateralen Handelsabkommen minimale Arbeitstandards als Schutz gegen unfairen Wettbewerb

(126) Es klingelt weniger unter dem Weihnachtsbaum: Wo bleibt die deutsche Konjunktur?

(125) Volkswagen: "Produktionskapazitäten den Rahmenbedingungen anpassen"

(111) China baut "eigene" Magnetschwebebahn

(110) US Mindestlohn bleibt auf 1997-Niveau

(109) Schwarz-rot-goldene BILD-Kampagne

(108) Kündigungsliste deutscher Firmen (85.000 Stellen)

(107) Schon jeder 12. Deutsche (8,2 %) schwerbehindert

(106) Ifo-Index und die Realitäte

(105) Neue Software der Bundesanstalt für Arbeit verschönt Statistik

(104) Kündigungsliste deutscher Firmen (85.000 Stellen)

(103) Höchste Teuerungsrate der deutschen Erzeugerpreise seit 1982

(102) Nur jeder Dritte traut der Großen Koalition die Lösung der drängenden Probleme zu

(101) US-Wirtschaftsentwicklung immer unsozialer

(100) Immer wieder dieselben EU-Erweiterungsversprechen: Jetzt bei Bulgarien/Rumänien

(99) Verbraucherkonkurse weiter in starkem Anstieg

(98) Globalisierung im Spiegel der Telekommunikation

(97) Deutsche Gewerkschaften verlieren immer mehr Mitglieder in die Arbeitslosigkeit und Frustration

(96) Krankenstand auf Minus-Rekord

(95) „BILD" setzt Verunsicherung der Rentner fort

(94) Nach dem italienischen Wahlergebnis: Weniger Neoliberalismus in Europa?

(93) Schulz (SPD und Vorsitzender der Sozialistischen Gruppe im Europa-Parlament für baldige EU-Erweiterung

(92) Ende des Gründerbooms

(91) Abwärtstrend bei Ausbildungsverträgen setzt sich fort

(90) Jedes achte Kind in Deutschland auf Sozialhilfeniveau

(89) 1 - 3 Millionen auf den Straßen in Frankreich

(88) Märklin unter den Heuschrecken

(87) Was soll die Entwicklungshilfe für den Konkurrenten China?

(86) Exportindustrie will mehr Dienstleistungsimporte aus Beitrittsländern

(85) Osteuropäer bestehen auf mehr Marktöffnung für ihre Dienstleistungen

(84) China - Rekordhalter im Plagiat

(83) China bootet ausländische Konzerne aus

(82) Müntefering sägt an Betriebsrente

(81) Chefvolkswirt der Deutschen Bank Norbert Walter fordert Lohnkürzungen bei älteren Arbeitnehmern

(80) 10 weitere Jahre ohne Rentensteigerung

(79) Ein Drittel der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellenangebote existiert nicht

(78) Schließung befürchtet

(77) Mehr Rentner zahlen Steuer

(76) Zur unseligen Mehrwertsteuererhöhung

(75) China entwickelt in Konkurrenz eigenen Transrapid

(74) Müntefering will Hartz IV-Leistungen für junge Arbeitslose stärker einschränken

(73) Oberster Wirtschaftsweise Bert Rürup für Möglichkeit von Rentenkürzungen

(72) Produktion im Produzierenden Gewerbe auch im Dezember zurückgegangen

(71) Auftragseingänge in der Industrie Dezember: minus 1,6 %

(70) Erzheuschrecke macht Kasse

(69) Rente mit 67 noch früher?

(68) Realer Einkommensverlust von fast 1 %

(67) Bundesregierung gegen Auswüchse der Globalisierung?

(66) Europäisches Parlament gegen Sozialdumping in den Häfen

(65) Durchschnittliche Bonuszahlungen von $126.000 an Wallstreet

(64) Jeder neunte Deutsche ist zahlungsunfähig

(63) Kabinettsbeschluss zur steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten unsozial

(62) Arbeitgeber warnen vor (drohen mit?) Jobverlagerung

(61) Was 2006 die Menschen in Deutschland alles zusätzlich belasten wird

(60) Abbau von Industrie-Jobs in Berlin setzt sich fort

(59) EU-Haushaltskompromiß teuer erkauft

(58) Ein Viertel weniger Netto-Gewerbezuwachs

(57) Industrieproduktion in der EurozoneIndustrieproduktion in der Eurozone

(56) Hilft das Weihnachtsgeschäft den Arbeitslosen?

(55) EU-Haushalt zum Schaden der neuen Bundesländer?

(54) Sprudelnde Unternehmensgewinne bringen stark steigende Dividenden

(53) US-Fund greift nach VW-Aufsichtsratschef Piëch

(52) Besserverdiener betrachten Nettoeinkommen nach Steuerbelastung überwiegend als angemessen

(51) Private Equity Unternehmen im Aufwind

(50) Europäische Dienstleistungsrichtlinie: Konservative setzen sich durch

(49) Internationale Energieagentur befürchtet Engpässe in der Ölversorgung falls die Ölländer des Mittleren Ostens und Nordafrikas nicht ausreichend investieren

(48) EU-Kommissar lehnt Steuerharmonisierung ab

(47) USA lehnen UNESCO-Pakt über kulturelle Diversität ab

(46) Amazonaswälder schrumpfen doppelt so stark als bisher angenommen

(45) "Heuschrecken" auf der Jagd nach der Berliner Zeitung

(44) Zahl der deutschen Milliardäre im Anstieg

(43) Kein Rückgang der Nachfrage und damit der Preise für Öl

(42) Biodiversität im Rückzug

(41) Deutsche Business Schulen ohne Rang

(40) Anstieg der Verbraucherinsolvenzen

(39) Weitere Ausfälle bei der Sozialversicherung

(38) Trend: Niedergang der Klein- und Ich-Betriebe

(37) Zum wachsenden US-Handelsdefizit

(36) Neue Forschungsergebnisse in "Nature": Hitzewelle löst CO2 aus der Vegetation

(35) Wirtschaftsminister Clement nach der Wahl (alles wie gehabt)

(34) Samuelsen über Globalisierung

(33) "The tragic costs of Bush's Iraq obession"

(32) Schlechte Werte für die angelsächsischen Gesundheitssysteme, gute für das deutsche

(31) Stagnation am Binnenmarkt

(30) Unterschiedliches Vorgehen von EU und US gegenüber Textilimporte aus China

(29) Neuer Heuschrecken-Einsatz

(28) Niedriglohnfalle in Deutschland

(27) Besonders wenig Vertrauen der Deutschen in ihre Führungskräfte in Politik und Wirtschaft

(26) Private Equty Unternehmen Carlyle "macht Kasse"

(25) Wochenend- und Nachtschichtarbeit im Vormarsch

(24) EU-Fruchbarkeitsvergleich

(23) Personal-Service-Agenturen schließen

(22) Für bessere Kontrolle der Hedge Funds

(21) Wirtschaftsweiser Bert Rürup warnt vor Loch in Rentenkassen

(20) US-Hauspreisblase setzt sich fort

(19) Chinesische Renmimbi-Aufwertung zu gering

(18) Rating-Agentur warnt vor steigendem Hedge Fund Risiko

(17) Mehrheit der EU-Büger gegen EU-Beitritt der Türkei

(16) SAP bringt neue Stellen vor allem nach Asien

(15) Weiterer Rückgang der Beschäftigung in der gewerblicher Wirtschaft

(14) Unternehmen sparen statt zu investieren

(13) Hohes Defizit der britischen Pensionsfonds

(12) Rückgang der Unternehmensinsolvenzen, jedoch hohe Zuwachsraten bei den Insol­venzen von Verbrauchern

(11) Saudi-Arabien warnt vor Öl-Lücke

(10) Antarktische Gletscher fließen immer schneller ins Meer

(09) Guardian" 30. Juni: China's cheap textiles devastating for small developing countries, especially in Africa

(08) Edmonds und Glyn in Financial Times über das angebliche britische "Jobwunder"

(07) Türkei: Ja zur EU, aber Nein zur Aufgabe von Souveränität

(06) De Villepin: Über die Verteidigung europäischer Interessen, Kommentar in FT

(05) World Watch Institute: "Firing up the Barbie"

(04) Bank for International Settlements (75th Annual Report) über US-Defizit

(03) Chinesische Billigautos für deutschen Markt

(02) Statistisches Bundesamt: Entwicklung des Auftragseingangs im April 2005

(01) Vorsichtige Verbraucher geben Kaufkraft zurück

Aus dem Zettelkasten:

132 - 31-01-07: Treibhauseffekt immer sicherer und immer schlimmer

Scientists who advise the United Nations about climate change will issue a report in Paris on Friday, the first of four this year outlining the risks from global warming. Following is a calendar for the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), set up in 1988 by the United Nations to guide governments. It draws on work by about 2,500 specialists from more than 130 nations and last issued reports in 2001.

The first report will give evidence linking human activities, led by use of fossil fuels, to a warming in the past 50 years. It will also project likely climate changes to 2100. A draft of the report, "The Physical Science Basis of Climate Change", says there is at least a 90 percent chance that human activities are the main cause of global warming since 1950, scientific sources say. The previous report in 2001 said the link was "likely", or at least a 66 percent chance. It will also project a "best estimate" of a temperature rise of 3 Celsius (5.4 Fahrenheit) above pre-industrial levels. The 2001 report projected a rise of between 1.4 and 5.8 Celsius, without saying which end of the scale was most likely.

The second report will detail the likely impacts of climate change around the globe and ways to adapt to warming. Australian newpaper The Age said a draft of the report, entitled "Impacts, Adaptation and Vulnerability", projects that between 200 and 700 million more people could face food shortages by 2080 and that 1.1 to 3.2 billion more people could suffer water shortages.


131 - 24-12-06: 2007 - Verlust an Kaufkraft von 24 Milliarden Euro

Mit den Steuererhöhungen 2007 droht den Bundesbürgern im nach Berechnungen von Verbraucherschützern ein massiver Verlust an Kaufkraft. 24 Milliarden Euro sollen in den Geldbeuteln der Deutschen für den ersehnten Konsum fehlen. "2007 wird für die Verbraucher teuer", sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Edda Müller. Es gehe dabei gehe es um die Erhöhung der Versicherungssteuer, die Streichung der Pendlerpauschale, die Beitragserhöhungen bei der Renten- und Krankenversicherung und die höhere Mehrwertsteuer.


130 - 19-12-06: Fast 2/3 der importierten Digitalkameras sind chinesische Schnäppchen

Im Jahr 2005 wurden 15,3 Millionen Digitalkameras im Gesamtwert von 1,9 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Mengenmäßig lag China mit 61% oder 9,4 Millionen Stück an der Spitze der Lieferländer, gefolgt von Japan mit 19% oder 2,9 Millionen Stück. Während Digitalkameras aus China zu einem Durchschnittswert von knapp 100 Euro eingeführt wurden, kostete eine solche Kamera aus Japan im Schnitt etwa 230 Euro.


129 - 18-12-06: Goldene Eier im Nest der amerikanischen Finanzwirtschaft

Nach einer in diesem Herbst veröffentlichten Statistik konnten die Beschäftigten der amerikanischen Finanzindustrie ihr wöchentliches Durchschnittseinkommen allein in den vergangenen drei Jahren im erstaunlichen Ausmaß steigern. Im Schnitt verdienten die Mitarbeiter der Banken, Hedgefonds und Börsenmaklerbüros nunmehr 8500 Dollar pro Woche, 55 % mehr als noch 2003.


128 - 12-12-06: China am deutschen Weihnachtsbaum

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurde im Jahr 2005 Weihnachtsschmuck im Wert von 122 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt, davon kam allein 76 % aus China.


127 - 06-12-06: EU-Kommission will in bilateralen Handelsabkommen minimale Arbeitstandards als Schutz gegen unfairen Wettbewerb

EU-Handelskommissar Mandelson plant nach Informationen aus Brüssel angemessene Arbeitsstandards in künftige Handelsabkommen mit Entwicklungsländern einzuarbeiten. Damit sollen die Sorgen in vielen EU-Ländern vor einem Wettlauf nach unten gedämpft werden. Zusammen mit der Internationalen Arbeitsorganisation will er neue Methoden zur Messung der wirtschaftlichen Auswirkungen angemessen bezahlter und regulierter Beschäftigung ausarbeiten. Möglicherweise ist das allerdings auch nur ein Schachzug von Mandelson, um die Zustimmung von Ländern wie Frankreich und Italien für eine Verwässerung des Antiduping-Schutzes zu erreichen, worauf die skandinavischen Länder und Großbritannien bestehen. Dabei wissen wir, dass die produzierenden Unternehmen in Deutschland Wert legen auf ein effizientes und wirksames handelspolitisches Schutzinstrument zur Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs.


126 - 22-11-06: Es klingelt weniger unter dem Weihnachtsbaum: Wo bleibt die deutsche Konjunktur?

Nach einer heute veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" rechnet knapp die Hälfte aller Deutschen mit einem kleineren Budget für die Weihnachtseinkäufe. 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in diesem Jahr weniger oder sogar gar kein Weihnachtsgeld erhalten würden. 27 Prozent erklärten, sie würden leer ausgehen. Zwölf Prozent sagten, sie würden zwar etwas bekommen, aber weniger als im Vorjahr. Der Umfrage zufolge erwarten nur acht Prozent, mehr Geld als im vergangenen Jahr von ihrem Arbeitgeber zu erhalten. 38 Prozent gehen davon aus, dass es beim Weihnachtsgeld keine Veränderungen gibt. Befragt wurden insgesamt 1001 Bundesbürger.


125 - 21-11-06: Volkswagen: "Produktionskapazitäten den Rahmenbedingungen anpassen"

Die westeuropäischen Werke von Volkswagen sind nach Ansicht der Unternehmensleitung trotz gestiegener Marktanteile nicht ausgelastet, auch die Exportmöglichkeiten aus Westeuropa angesichts des Wechselkurses zum Dollar und angesichts von Zollbestimmungen in Wachstumsmärkten nicht wesentlich erweiterbar. „Die Wachstumsmärkte der Zukunft sind vor allem Russland, Indien und China", steht in der VW-Mitteilung. Daher hat Volkswagen auch an deutschen Standorten eine tief greifende Restrukturierung eingeleitet. Wesentlicher Bestandteil ist ein Abbau von bis zu 20.000 Mitarbeitern in Deutschland.

Die neoliberale Globalisierung erreicht immer mehr mit Beschäftigungsabbau auch Deutschland. Statt gegen den unangebrachten Zollschutz in China vorzugehen, wird gleich dort produziert und dabei natürlich die billige Arbeitskraft ausgenützt. Export ex Deutschland oder Westeuropa ist offensichtlich auf dem absteigenden Ast.


01-08-06: China baut "eigene" Magnetschwebebahn

Nach einem Bericht in der amtlichen Zeitung "China Daily" baut China in der nordchinesischen Hafenstadt Dalian noch in diesem Jahr die erste Strecke für eine chinesische Magnetschwebebahn; eine weitere Linie von Shanghai nach Hangzhou soll 2009 gebaut werden. Chefingenieur Li Lingqun erklärte, seine Entwicklung koste etwa die Hälfte von dem eines ausländischen Systems.


22-07-06 US Mindestlohn bleibt auf 1997-Niveau

Der US-Kongress hat, wie jedes Jahr seit 1997, die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns für die ärmsten Amerikaner verweigert. Im Repräsentantenhaus weigerte sich die republikanische Führung schlicht, einen entsprechenden Entwurf zur Abstimmung zu stellen. Obwohl die Kaufkraft der Konsumenten seit 1997 um 25 Prozent gefallen ist, bleibt er damit unverändert bei 5,15 Dollar und stagniert so inflationsbereinigt auf dem tiefsten Stand seit 1955. Ein Mindestlohnarbeiter verdient 10.700 Dollar im Jahr, die Armutsschwelle für eine dreiköpfige Familie liegt bei knapp 15.000 Dollar. Rund acht Millionen Arbeitnehmer oder fast 13 Prozent aller Verdienenden zählen zu den Mindestlohnarbeitern. Nach den aktuellsten Daten von 2004 lebten rund 37 Millionen Amerikaner in Armut (über eine Million mehr als 2003), darunter 13 Millionen Kinder. Die Republikaner betrachten den Mindestlohn als Job-Killer oder Anreiz, sich auf die faule Haut zu legen.


15-07-06 Schwarz-rot-goldene BILD-Kampagne

BILD vom 15.7.: "Schwarz-rot-brumm! Schumi, jetzt mach' DU uns zum Weltmeister! Klinsis Jungs haben ganz Deutschland schwarz-rot-geil gemacht. Am Ende fehlte den Herz-Meistern nur der Titel zum Endlos-Glück. Schwarz-rot-brumm! Schumi, jetzt mach‘ bitte Du uns zum Weltmeister!"

BILD v. 17.7: "Sollen wir uns alle DUzen? Wer DU sagt, lächelt. BILD will das Glücks-Gefühl der WM in unseren Alltag retten: Lachender Optimismus! Ansteckende Aufbruchsstimmung! Dieses Wir-sind-wir-Gefühl. Es lächelt ein Ruck des Duzens durchs Land – auf der Fanmeile, im Zug, in der Kneipe, im Miteinander. Unsere Gesichter strahlen. Die WM hat eine zweite Mauer zwischen uns eingerissen. Wir duzen „Klinsi“ – und er duzt Deutschland. Wir duzen unsere Kinder, unsere Hunde und wildfremde Fans: „YOU can say YOU to me!“ Wir sagen DU zu Freundschaft, Toleranz – und unserem Land. Ein DU kann unsere verkrustete Welt aufsprengen. Das Tollste: Wir Deutschen haben endlich gelernt, zu uns selbst DU zu sagen – DU zu Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und Freiheit. Wir sollten bei jedem Menschen, dem wir in die Augen blicken, DU denken und fühlen! Denn ein DU signalisiert menschlichen Respekt und Nächstenliebe – egal, ob arm oder reich, Chef oder Arbeitsloser, Fremder oder Freund. Sagen wir mit dem Herzen DU – das ist eine Chance für DU-Land!"


26-06-06 Kündigungsliste deutscher Firmen (85.000 Stellen)

Allianz: minus 7.500 Stellen (bis 2008 im Versicherungsgeschäft 5.000 Jobs , bei der Tochter Dresdner Bank 2 500)

DaimlerChrysler: minus 8.500 Stellen (von 93.000 Arbeitsplätzen bei Mercedes; Unternehmen strebt Vertragsauflösungen an)

Dt. Telekom: minus 32.000 Stellen

Siemens: minus 11.000 Stellen (Netzwerk-Sparte fusioniert mit der finnischen Firma Nokia; bis zu 9.000 Stellen in Deutschland weniger; IT-Tochter SBS entlässt 2.400 Mitarbeiter)

Schering: minus 6.000 Stellen (vor allem in Berlin, Fusion mit Chemiekonzern Bayer)

Volkswagen: minus 20.000 Stellen


11-07-06 Schon jeder 12. Deutsche (8,2 %) schwerbehindert

Nach Feststellungen des Statistischen Bundesamtes lebten zum Jahresende 2005 in Deutschland 6,7 Millionen schwerbehinderte Menschen; das waren 1,3% mehr als am Jahresende 2003. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt wurde. Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war gut die Hälfte (53%) der schwerbehinderten Menschen 65 Jahre und älter; knapp über ein Fünftel (21%) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren an. Überwiegend (83%) wurde die Behinderung durch eine Krankheit verursacht; 5% der Behinderungen waren angeboren, 2% auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen.



27-06-06 Ifo-Index und die Realitäten

Die Diskrepanz zwischen dem umfragegestützten ifo-Index des Geschäftsklimas und den Realitäten des Bruttoinlandsprodukts scheint immer größer zu werden. Leider sind die Juni-Zahlen des BIPs noch nicht vorhanden, so daß nur bis März verglichen werden kann (Abb. 04193).





26-06-06 Neue Software der Bundesanstalt für Arbeit verschönt Statistik

Im Mai 2006 haben weit weniger Menschen einen neuen Job gefunden, als von der Bundesagentur für Arbeit (BA) suggeriert. Diese gab vor knapp drei Wochen bekannt, dass im Mai 255.000 Menschen weniger arbeitslos waren als noch im April. Dies sei der stärkste Rückgang in einem Mai seit der Wiedervereinigung gewesen, gab die Nürnberger Behörde bekannt. Tatsächlich gehen nach einem Bericht in "DEr Spiegel" von den 255.000 weniger Arbeitslosen im Mai womöglich mehr als die Hälfte auf eine interne Software-Umstellung zurück, nach der sie nicht mehr als "arbeitslos", sondern lediglich als "arbeitssuchend" gezählt werden. Es handelt sich dabei um ein neues EDV-System, bei dem krank gemeldete Arbeitslose erstmals flächendeckend und korrekt registriert werden und deshalb aus der Statistik fallen.



26-06-06 Kündigungsliste deutscher Firmen (85.000 Stellen)

Allianz: minus 7.500 Stellen (bis 2008 im Versicherungsgeschäft 5.000 Jobs , bei der Tochter Dresdner Bank 2 500)

DaimlerChrysler: minus 8.500 Stellen (von 93.000 Arbeitsplätzen bei Mercedes; Unternehmen strebt Vertragsauflösungen an)

Dt. Telekom: minus 32.000 Stellen

Siemens: minus 11.000 Stellen (Netzwerk-Sparte fusioniert mit der finnischen Firma Nokia; bis zu 9.000 Stellen in Deutschland weniger; IT-Tochter SBS entlässt 2.400 Mitarbeiter)

Schering: minus 6.000 Stellen (vor allem in Berlin, Fusion mit Chemiekonzern Bayer)

Volkswagen: minus 20.000 Stellen



21-06-06 Höchste Teuerungsrate der deutschen Erzeugerpreise seit 1982

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Mai 2006 um 6,2% höher als im Mai 2005. Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit Juni 1982 Abb. 04332). Ohne Berücksichtigung von Energie wären die Erzeugerpreise nur um 2,3% gestiegen.







20-06-06 Nur jeder Dritte traut der Großen Koalition die Lösung der drängenden Probleme zu

Bei einer repräsentativen Infratest-Dimap-Umfrage für die "Welt" sahen nur 32 Prozent der Befragten in einem Bündnis der beiden großen Volksparteien CDU/CSU und SPD den besten Garanten für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben in den Gebieten Arbeitsmarkt und Gesundheitspolitik. Einem vorzeitigen Ende der Großen Koalition sehen die Deutschen laut der Umfrage gelassen entgegen. 61 Prozent befürchten keinen nachhaltigen Schaden für die Zukunft der Demokratie, wenn die Große Koalition vor Ablauf der Legislaturperiode auseinander brechen würde. Lediglich 27 Prozent waren der Meinung, die Demokratie könnte Schaden nehmen, wenn Schwarz-Rot nicht bis zur nächsten Bundestagswahl hält.

12-06-06 US-Wirtschaftsentwicklung immer unsozialer

Seit Beginn des derzeitigen Konjunkturzyklus Mitte 2001 ist der Anteil der Unternehmensgewinne am amerikanischen BIP von 7 % auf jetzt 12,2 % gestiegen. Doch das Durchschnittseinkommen der Haushalte liegt 3% unter dem von 2000. Der größte Teil aller Einkommenszuwächse blieb beim obersten Zehntel der Einkommen hängen, vor allem sogar beim obersten 1%. Auch der Arbeitsmarkt ist bei Weitem nicht so stark, wie es sich in der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenrate von 4,6% ausdrückt, denn die Zahl der gearbeiteten Stunden liegt weiterhin unter dem Wert des letzten Quartals von 2001.






11-06-06 Immer wieder dieselben EU-Erweiterungsversprechen: Jetzt bei Bulgarien/Rumänien

Bei jeder EU-Erweiterung stellt die Bundesregierung die Vorteile für den deutschen Export heraus und verschweigt die Nachteile aus der Jobverlagerung in Billigstländer. So betonte jetzt Bundeswirtschaftsminister Michael Glos in seiner Presseerklärung vom 17. Mai 2006 die zunehmende Bedeutung Bulgariens und Rumäniens für die deutsche Wirtschaft. So hätten sich die deutschen Exporte in den Jahren 2000 bis 2005 in beide Länder mehr als verdoppelt (+110 Prozent und +113 Prozent).




11-06-06 Verbraucherkonkurse weiter in starkem Anstieg
Die Zahl der Verbraucherkonkurse ist im 1. Quartal 2006 gegenüber Vorjahr erneut um mehr als 50 % gestiegen, was auf das Jahr hochgerechnet einen Wert von mehr als 100.000 ergibt (Abb. 040278).





28-05-06 Globalisierung im Spiegel der Telekommunikation

Die Zahl der Auslandsferngespräche aus USA hat sich seit 1980 bis 2003 von 200 Millionen auf 7,4 Milliarden fast vervierzigfacht. Gibt es einen besseren Beweis für das Tempo der Globalisierung?

28-05-06 Deutsche Gewerkschaften verlieren immer mehr Mitglieder in die Arbeitslosigkeit und Frustration

Seit 1990 bis Ende vergangenen Jahres ist die Mitgliedschaft in den Gewerkschaften um 40 % auf 6,8 Millionen gefallen.




Aus dem Zettelkasten:

18-04-06 Krankenstand auf Minus-Rekord

Durchschnittlich 12,7 Tage fehlte jeder Beschäftigte im letzten Jahr aus gesundheitlichen Gründen nach Informationen aus dem Bundesverband der Betriebskrankenkassen. Mit 3,5 Prozent erreichte der Krankenstand damit ein Rekordtief, seitdem der Wert 1976 zum ersten Mal erhoben wurde - und das trotz der Grippewelle, die im Februar und März durch Deutschland fegte.




18-04-06 „BILD" setzt Verunsicherung der Rentner fort

Die Bild-Zeitung hat sich zum Renten-Schocker entwickelt. Mit Schlagzeilen wie „Schrumpfrente" oder der heutigen Behauptung, die deutsche Altersversorgung sei endgültig zur Lotterie verkommen, werden Schon- oder Noch-Nicht-Rentner in Angst gehalten. Was total und bewußt fehlt, ist jeder Versuch, Auswege aufzuzeigen. Die passen natürlich nicht in die Bild-Perspektive , weil sie zu Lasten entweder der hohen Profitraten der Unternehmen oder - bei mehr Ausgleich über Steuern - zu Lasten der Besserverdiener gehen. So wird in Frankreich ein besonderer Beitrag der Unternehmen zur Sozialversicherung eingeführt, der sich nach der Wertschöpfung bemißt und nicht von den gezahlten Löhnen abhängt und damit auch nicht die Arbeit verteuert.

11-04-06 Nach dem (wenn auch knappen) italienischen Wahlergebnis: Weniger Neoliberalismus in Europa?

Mit dem italienischen Wahlergebnis haben nun (nach den Wahlen in Spanien und Deutschland und der Volksbefragung in Frankreich zum Europäischen Verfassungsentwurf) die Bevölkerungen alle größeren kontinentaleuropäischen Volkswirtschaften mehrheitlich gegen die Umwandlung ihrer Gesellschaftsformen in ein neoliberales Experiment gestimmt. Ob die Europäische Kommission das registriert, dürfte allerdings ebenso zweifelhaft sein, wie, ob die Regierungen der erwähnten Länder aufhören, sich hinter Brüsseler Kompromissen zu verstecken, indem sie den neoliberalen Kurs - wenn überhaupt - nur sehr verhalten abbremsen.




05-04-06 Schulz (SPD und Vorsitzender der Sozialistischen Gruppe im Europa-Parlament) für baldige EU-Erweiterung

Schulz (SPD und Vorsitzender der Sozialistischen Gruppe im Europäischen Parlament) drängt auf Aufnahme von Bulgarien und Rumänien in die EU bereits zum Beginn des kommenden Jahres. Sein Argument ist die sonst angeblich drohende Instablilität in beiden Ländern. Die EU-Kommission wird am 16. Mai vorschlagen, ob der Beitritt zum 1. Januar 2007 oder erst 2008 stattfinden soll.

Damit würden zwei weitere Niedrigst-Lohn- und -Steuerländer der EU beitreten. Beide haben zusammen mit Lettland die niedrigsten in Euro ausgedrückten Bruttojahresverdienste aller Beitritts- oder Beitrittskandidatenländer (außer Türkei) von einem Zwölftel bzw. einem Sechstel der deutschen (Abb. 1003).





31-03-06 Ende des Gründerbooms

Im Jahr 2005 hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl der gewerblichen Neugründungen von Unternehmen und Kleinbetrieben gegenüber 2004 um rund 8 % abgenommen. Um 9 % und damit überdurchschnittlich zurückgegangen sind die Gründungen von Nebenerwerbs- und Kleinbetrieben, zu denen auch die Ich-AGs zählen. Die Zahl der Gründungen von Unternehmen, bei denen aufgrund ihrer Rechtsform oder Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung geschlossen werden kann, verringerte sich um 3 %. Den fallenden Gewerbeanmeldungen standen zugleich rund 5 % mehr Abmeldungen gegenüber Praktisch ist der Gründerboom damit im vergangenen Jahr zum Erliegen gekommen.




28-03-06 Abwärtstrend bei Ausbildungsverträgen setzt sich fort

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes haben nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2005 rund 559 200 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Systems abgeschlossen, das sind 2,2% (– 12 800) weniger als im Vorjahr. Damit setzt sich der seit dem Jahr 2000 anhaltende Abwärtstrend fort. Die Zunahme im Jahr 2004 von 1,3% führte nicht zu einem anhaltenden Richtungswechsel. Gegenüber dem Jahr 2000 gab es 2005 rund 10% weniger Neuabschlüsse aber rund 3% mehr Schulabgänger an allgemein bildenden Schulen. Standen im Jahr 2000 rein rechnerisch 100 Schulabgängern noch 66 Ausbildungsanfänger im dualen System gegenüber, so waren es 2005 noch 58. Für das kommende Jahr wird mit einem weiteren Ansteigen der Schulabgängerzahlen gerechnet.

29-03-06 Jedes achte Kind in Deutschland auf Sozialhilfeniveau

Jedes achte Kind in Deutschland lebt mittlerweile auf Sozialhilfeniveau. Die Nationale Armutskonferenz macht in ihrer heute vorgestellten sozialpolitischen Bilanz die Arbeitsmarktreform Hartz IV als Ursache für die wachsende Armut aus. Allein die Anzahl der Kinder unter 15 Jahren, die auf Sozialhilfeniveau leben, habe sich 2005 von einer Million auf 1,5 Millionen erhöht, sagte Hans-Jürgen Marcus, Sprecher der Nationalen Armutskonferenz, heute in Berlin. Die Dunkelziffer schätzt er auf rund 200.000 Kinder. Als Grund für die steigende Zahl armer Menschen nannte er die Arbeitsmarktreform Hartz IV. "Wo ein Kinderwagen als Darlehen gewährt oder mit Krediten finanziert werden muss, werden Kinder bereits mit Schulden geboren", betonte Marcus. Der Hartz-IV-Regelbetrag reiche vielen Betroffenen nicht aus, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. "Als Reaktion auf diese Not hat sich die Zahl der Tafelangebote bundesweit explosionsartig von 350 auf 580 erhöht", gab Marcus zu bedenken. Auch die erhoffte Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt gelinge durch Hartz IV nicht. Grund seien fehlende Arbeitsplätze und die Fixierung auf Ein-Euro-Jobs.




28-03-06 1 - 3 Millionen auf den Straßen in Frankreich

Nach Angaben des französischen Innenministeriums, haben heute mehr als 1 Million Menschen in Frankreich gegen die Lockerung des Kündigungsschutzes auf den Straßen protestiert. Die Gewerkschaften gehen von 3 Millionen aus. "Denn was in Frankreich bekämpft wird, ist auch hier geplant", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes heute dem "Hamburger Abendblatt". Der DGB werde sich bei der nächsten Bundesvorstandssitzung auf weitere Schritte verständigen, wenn die Regierung nicht darauf verzichte, den Menschen den Kündigungsschutz zu nehmen.



28-03-06 Märklin unter den Heuschrecken

Seit Jahren leidet Märklin unter billiger Konkurrenz (vor allem aus China) - nun wird Märklin wohl an einen britischen Fonds verkauft. Es geht um die britische Private-Equity-Firma Kingsbridge Capital Advisors. Sie verhandele derzeit mit den Märklin-Eigentümern über einen Einstieg, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, und zitiert eine informierte Person mit den Worten: "Es scheint auf eine Einigung hinauszulaufen."




27-03-06 Was soll die Entwicklungshilfe für den Konkurrenten China?

China bekommt aus dem Bundesetat dieses Jahr 68 Millionen Euro Hilfe und ist damit eines der am meisten geförderten Empfängerländer. Dabei wird China wahrscheinlich noch in diesem Jahr Deutschland den Rang als weltstärkstes Exportland ablaufen. Die deutschen Zollbehörden registrieren inzwischen China als größtes Risiko für geistiges Eigentum. 2005 hat China seinen Spitzenplatz als Herkunftsland von wegen Produktpiraterie beschlagnahmten Waren weiter ausgebaut und seinen Anteil seit 2003 auf 36 % verdreifacht.



22-03-06 Exportindustrie will mehr Dienstleistungsimporte aus Beitrittsländern

Innerhalb der nächsten drei Jahre müsse die Bundesregierung zumindest schrittweise mehr Freizügigkeit für Bürger und Unternehmen der neuen EU-Mitgliedstaaten ermöglichen, erklärte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun heute in Berlin. Er wandte sich damit gegen die Pläne der Großen Koalition, die den deutschen Arbeitsmarkt auch in den kommenden Jahren gegen Arbeiter aus Osteuropa abschotten will. "Deutschland verspielt damit Chancen auf den Märkten Mittel- und Osteuropas", unterstrich Braun. Die betroffenen Staaten hätten das Recht, genauso restriktiv gegenüber Deutschland zu verfahren. Polen mache davon bereits Gebrauch.

Hier sieht man wieder einmal, wie die Interessen der Exportindustrie den deutschen Arbeitsmarkt (meist negativ) beherrschen.




13-03-06 Osteuropäer bestehen auf mehr Marktöffnung für ihre Dienstleistungen

Regierungen aus den EU-Beitrittsländern verlangen, die vom EU-Parlament vorgenommenen Abschwächungen der Dienstleistungsrichtlinie wieder rückgängig zu machen. So stoßen sie sich an der Möglichkeit, Mindestlöhne und Mindeststandards für ausländische Arbeiter zu setzen und dafür zu bestimmen, daß Dienstleistungen anbietende Unternehmen einen Vertreter für das Gastland benennen. Die Osteuropäer werden nun versuchen, zusammen mit Großbritannien, Spanien und den Niederlanden eine Sperrminorität im EU-Ministerrat aufzubauen und damit die notwendige Zustimmung des EU-Ministerrats zur Richtlinie zu verhindern.

Letztlich zeigt diese Situation Versäumnisse der Alt-EU-Regierungen in den Verhandlungen der Beitrittsbedingungen an, ebenso wie bei dem Niedrigsteuerwettlauf, den die Beitrittsländer bei den Unternehmenssteuern vom Zaun brechen konnten. Auch mit strikteren Beitrittsbedingungen wäre der EU-Beitritt für die Osteuropäer ohne Alternative gewesen.



13-03-06 China - Rekordhalter im Plagiat

Nach Mitteilung des Bundesfinanzministeriums hat China seinen Spitzenplatz als Herkunftsland von wegen Produktpiraterie beschlagnahmten Waren weiter ausgebaut und seinen Anteil seit 2003 auf 36 % verdreifacht. Einschließlich Hongkong, Malaysia und Thailand und einiger anderer asiatischer Länder, wo chinesische Geschäftsleute einen starken Einfluß ausüben, ergab sich ein Anteil von weit mehr als der Hälfte aller Plagiate.

2005 stieg der Wert aller vom Zoll beschlagnahmter Produktfälschungen um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr auf 213 Mio Euro. Schätzungen zufolge bedroht die Produktpiraterie in Deutschland bis zu 50.000 Arbeitsplätze.




07-03-06 China bootet ausländische Konzerne aus

Bei der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Shanghai will China heimische Technik einsetzen. Er sei zuversichtlich, dass die Strecke "mit den Bemühungen unserer eigenen Ingenieure und Techniker" fertig gestellt werden könne, zitierte die englischsprachigen Zeitung "China Daily" heute den chinesischen Bahnminister Liu Zhijun. Die Ankündigung ist ein herber Rückschlag für westliche Unternehmen. Um eine Beteiligung an dem Prestige-Projekt haben sich Konzerne aus Deutschland, Frankreich und Japan beworben. Unter anderem hatten sich laut Agenturberichten der französische TGV sowie der japanische Shinkansen-Zug für die Trasse ins Spiel gebracht. Auch dem deutschen ICE wurden Chancen zugerechnet. Das deutsche Transrapid-Konsortium galt mit seiner Magnetschwebebahn ebenfalls als möglicher Partner. Der Hinweis von Bahnminister Liu, ausländische Technik bei dem Hochgeschwindigkeitsstrecke integrieren zu wollen, wird einmal mehr die Debatte um unkontrollierten Technologietransfer anheizen.




07-03-06 Müntefering sägt an Betriebsrente

Immer mehr Arbeitnehmer sparen mit einer Betriebsrente zusätzlich für den Ruhestand. Doch, wie die Süddeutsche Zeitung aus dem Alterssicherungsbericht der Bundesregierung berichtet, plant Bundesarbeitsminister Franz Müntefering die Förderregeln für die so genannte Entgeltumwandlung nach 2008 zu stoppen. Der SPD-Minister begründet den Schritt demnach mit den Kosten für die Sozialkassen. Einem weiteren Ausbau der staatlichen Förderung seien Grenzen gesetzt, zitierte das Blatt aus dem Bericht. Die Entgeltumwandlung ist eine beliebte Form der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei legen Beschäftigte einen Teil ihres Bruttogehalts zurück und zahlen in einen Vorsorgevertrag ein, ohne dass dafür Steuern und Sozialabgaben fällig werden.

Arbeitgeber und Versicherer fordern seit längerem, die Regeln für die Entgeltumwandlung zu verlängern, auch der Vorsitzende des Sachverständigenrats Bert Rürup befürwortet dies. Doch Müntefering verweist laut Süddeutsche Zeitung darauf, dass die Regeln zur Entgeltumwandlung die Sozialkassen viel Geld kosteten. Allein dadurch hätten der Sozialversicherung 2004 gut 800 Millionen Euro gefehlt. Außerdem seien Betriebsrenten inzwischen verbreitet, fast 20 Millionen Beschäftigte hätten einen Anspruch.




07-03-06 Chefvolkswirt der Deutschen Bank Norbert Walter fordert Lohnkürzungen bei älteren Arbeitnehmern

"Die Löhne müssen für die Älteren sinken können, anstatt nach dem Senioritätsprinzip immer weiter zu steigen", sagte Walter dem Bremer Kurier am Sonntag. Die Lebenseinkommenskurve müsse deutlich vor 60 Jahren ihren Höhepunkt überschritten haben. Dazu müssten Tarifverträge und die Sozialgesetzgebung ebenso geändert werden wie die betrieblichen Usancen. "Nur wenn die Löhne älterer Mitarbeiter ihrer Produktivität entsprächen, werden wir ihre Chancen auf Verbleib im Betrieb und auf neue Jobs für Ältere steigern". Das Prinzip niedrigerer Löhne bei höherem Alter gelte in erster Linie für Arbeiten, bei denen es auf präzises Sehen, gutes Hören oder starke Muskelbelastung ankommt. In Berufen hingegen, wo Erfahrung und Netzwerkwissen entscheidend seien, könne es durchaus sein, dass die Beschäftigten am Ende ihres Arbeitslebens zu recht das höchste Einkommen erzielen.



01-03-06 10 weitere Jahre ohne Rentensteigerung

Die 20 Millionen Rentner müssen sich darauf einstellen, dass ihre Renten bis zum Jahr 2016 nicht mehr spürbar erhöht werden. Das soll sich aus dem neuen Rentenversicherungsbericht von Sozialminister Franz Müntefering ergeben.



28-02-06 Ein Drittel der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellenangebote existiert nicht

Eine beim Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur in Auftrag gegebene Studie bestätigte den Verdacht, den John-Philip Hammersen, Sprecher der BA, inzwischen bestätigte: Insgesamt rund ein Drittel der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellenangebote existiert in Wirklichkeit gar nicht. In manchen Gebieten sind bis zu 60 Prozent der Stellen nicht verfügbar. Bei Angeboten, die bereits über zwölf Monate alt waren, seien durchschnittlich nur noch 20 Prozent der Jobs verfügbar. In Zukunft werden die Politiker wohl nicht mehr die Zahl der offenen Stellen der Arbeitslosenquote gegenüberstellen können, um von dem trüben Bild abzulenken.



27-02-06 Schließung befürchtet

Nach dem Schließungsbeschluss für das Nürnberger AEG-Werk befürchtet die IG Metall für die AEG-Fabrik in Rothenburg ein ähnliches Schicksal. Dort stellen 1.300 Beschäftigte Herde und Kochmulden her. Der Mutterkonzern Electrolux habe bereits mit dem Bau eines neuen Herdwerks in Polen begonnen, berichtete die IG Metall. (dpa)

27-02-06 Mehr Rentner zahlen Steuer

Laut Bundesfinanzministerium müssen jetzt rund 3,3 Millionen Rentner-Haushalte Steuern zahlen. 1,3 Millionen davon müssen erstmals eine Steuererklärung machen. Auch bisher mußten Rentner Steuern zahlen, aber nur auf den sogenannten Ertragsanteil oder Zinsanteil der Renten. Seit 2005 sind 50 statt bisher rund 30 Prozent der gesetzlichen Rente zu versteuern. Dadurch hat sich die Zahl der steuerpflichtigen Rentner deutlich erhöht. Betroffen sind vorerst nur hohe Renten (mehr als 1583 Euro/Monat, bei Ehepaaren mehr als 3166 Euro). Bei Senioren mit Zusatzeinkünften (z. B. Betriebsrente, Miete, Zinsen) setzt die Steuerpflicht allerdings schon bei geringeren Renten ein.

25-02-06 Zur unseligen Mehrwertsteuererhöhung

Die von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte zum 1. 1. 2007 ist nicht nur eine Konjunkturbremse, sondern entpuppt sich auch noch als ein „rechte-Tasche - linke-Tasche" Manöver. Der Finanzminister überweist zwar bis 2009 insgesamt 21,8 Milliarden Euro an die Arbeitslosenversicherung zur Senkung der Lohnnebenkosten. Aber gleichzeitig zieht er 22,2 Milliarden Euro Steuerzuschüsse aus der Renten- und Krankenversicherung heraus.



16-02-06 China entwickelt in Konkurrenz eigenen Transrapid

Überraschende Mitteilung aus China: In wenigen Monaten wollen die Ingenieure des Luft- und Raumfahrtkonzern CAC den Testbetrieb für eine eigene Magnetschwebebahn aufnehmen - das Pendant zum deutschen Transrapid. Informationen der "Welt" zufolge soll die Teststrecke der bestehenden Verbindung zwischen dem Stadtzentrum von Shanghai und dem Flughafen Poudong - die bislang einzige Transrapid-Strecke der Welt - aber in allen Einzelheiten gleichen. Das gelte für die Betonkonstruktion ebenso wie für die Elektronik. Ein Vorgeschmack für das, was deutscher Spitzentechnik an chinesischer Konkurrenz ins Haus steht!



13-02-06 Müntefering will Hartz IV-Leistungen für junge Arbeitslose stärker einschränken

Franz Müntefering will Hartz IV-Leistungen für junge Arbeitslose stärker einschränken als bisher bekannt. Einem Zeitungsbericht zufolge will der Bundesarbeitsminister dieser Gruppe nur noch 80 Prozent zahlen. Ziel der Aktion: Die Eltern sollen wieder ran. Laut "Bild"-Zeitung hat Franz Müntefering einen entsprechenden Gesetzentwurf verfasst. Demnach sollen Arbeitslose zwischen 18 und 25 Jahren nur noch 80 Prozent des Arbeitslosengeldes II bekommen. Die Leistungen würden dann von bisher 345 (Ost: 331) Euro auf 276 (Ost: 265) Euro gekürzt. Bisher galten alle volljährigen Arbeitslosen als "eigenständige Bedarfsgemeinschaft" mit Anspruch auf den vollen Hartz IV-Regelsatz sowie die Übernahme von Unterkunfts- und Heizkosten. Dem Gesetzentwurf zufolge sollen den 18- bis 25-Jährigen künftig auch nur noch dann die Kosten für eine eigene Wohnung bezahlt werden, wenn sie aus "schwerwiegenden sozialen Gründen" bei den Eltern ausziehen müssen. Gezahlt wird nur, wenn die Behörde den Umzug vorher genehmigt hat.

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08-02-06 Produktion im Produzierenden Gewerbe auch im Dezember zurückgegangen

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist Angaben des StaBuA zufolge im Dezember saisonbereinigt um 0,5 % zurückgegangen, nach -0,4 % im November. Dabei schwächte sich die Industrieproduktion um 0,8 % ab, davon Hersteller von Investitionsgütern -2,4 %, von Konsumgütern -0,2 %.



07-02-06 Auftragseingänge in der Industrie Dezember: minus 1,6 %

Das Volumen der Auftragseingänge in der Industrie hat sich von November auf Dezember vorläufigen Angaben des StaBuA zu Folge preis- und saisonbereinigt um 1,6 % verringert. Spürbare Nachfragerückgänge innerhalb der industriellen Hauptgruppen verzeichneten vor allem die Hersteller von Investitions- und Konsumgütern ( 2,8 % bzw. 1,8 %). Die Bestellungen aus dem Ausland verringerten sich etwas stärker ( 1,8 %) als die Inlandsnachfrage ( 1,4 %).



01-02-06 Erzheuschrecke macht Kasse

KKR hat den Einsatz seiner Geldgeber, vornehmlich US-Pensionskassen, bei dem Münchner Zulieferer für Flugzeugturbinen in zwei Jahren mit dem Faktor 3,4 vervielfacht. Am Dienstag besiegelte Huth mit einem Verkauf der Restanteile von 29 Prozent den Ausstieg aus MTU. Eine Rendite von 110 Prozent wirft auch beim erfolgsverwöhnten US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) nicht jedes Investment ab.



30-01-06 Rente mit 67 noch früher?

SPD-Mann Müntefering plädierte dafür, schon im Jahr 2029 oder sogar 2023 vollständig auf die Rente mit 67 umzustellen. Er könne sich für das Erreichen dieses Ziels statt 24 Jahre auch 18 oder 12 vorstellen, sagte der Ressortchef. Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, das Rentenalter von 67 Jahren ab 2012 schrittweise bis spätestens 2035 einzuführen. Mit dem neuen Vorstoß würde die Rente mit 67 dagegen schon für die heute 48jährigen eingeführt. Seehofer sagte dagegen, die Lebensarbeitszeit solle langfristig nur verlängert werden, wenn sich die Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer verbesserten. Der Sozialverband VdK attackierte die Planungen des Vizekanzlers ebenfalls: Mit solchen Ankündigungen verunsichert Franz Müntefering die Menschen. Die Koalition sollte stattdessen ihre Hausaufgaben machen und ein Konzept vorlegen, um für Menschen über 50 Jahre mehr Jobs zu schaffen.

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28-01-06

Realer Einkommensverlust von fast 1 %

Statistisches Bundesamt im Klartext: "Der Index der tariflichen Monatsgehälter der Angestellten lag in der gewerblichen Wirtschaft und bei den Gebietskörperschaften im Jahr 2005 insgesamt um 1,3% höher als im Vorjahr. Die tariflichen Stundenlöhne der Arbeiter stiegen im gleichen Zeitraum um 1,2%. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes waren dies die geringsten tariflichen Gehalts- und Lohnsteigerungen seit der erstmaligen Berechnung des Indexes für Gesamtdeutschland 1995.Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2005 gegenüber 2004 um 2,0%." Im Ergebnis ein realer Einkommensverlust von fast 1 %.



25-01-06

Bundesregierung gegen Auswüchse der Globalisierung?

„Die gegenwärtigen Förderregeln sind Bürgern, Steuerzahlern und betroffenen Arbeitnehmern kaum vermittelbar", schreibt Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in einem Brief an den EU-Ratsvorsitzenden und österreichischen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, berichtet die „Berliner Zeitung" heute. „Die künftige Förderung muss deshalb diesem Aspekt besser Rechnung tragen und Verlagerungen grundsätzlich von der Förderung ausschließen", heißt es in dem zweiseitigen Schreiben. Auslöser ist die Besorgnis, daß Electrolux bei der Produktionsverlagerung aus Nürnberg beim Bau der neuen Betriebsstätte im Ausland von EU-Fördermitteln profitieren könnte, die auch aus deutschen Steuergeldern stammen. Der Vorschlag dürfte angesichts der neoliberalen Brüsseler Haltung wenig Chancen haben, zumal die eigentliche und von Electrolux wahrscheinlich befürchtete Konkurrenz in diesem Bereich aus China kommen wird - einem Handelspartner, mit dem sich die Bundesregierung kaum wird anlegen wollen.



19-01-06

Europäisches Parlament gegen Sozialdumping in den Häfen

Eine deutliche Mehrheit von 532 der 677 Abgeordneten wies den Richtlinienentwurf der EU-Kommission am Mittag zurück. 120 Abgeordnete votierten dafür und 25 enthielten sich. Das sogenannte Port Package II sah die Abschaffung von Monopolen etwa bei Lotsendiensten und Ladearbeiten in den Häfen vor. Die Abgeordneten bezeichneten den Vorschlag als unnötig und schlecht. Er gefährde Arbeitsplätze und führe zu Sozialdumping.



17-01-06

Durchschnittliche Bonuszahlungen von $126.000 an Wallstreet

Rund 17.000 Banker an Wallstreet haben jetzt für das vergangene Jahr zusätzlich zu ihren normal schon hohen Gehältern eine durchschnittliche Bonuszahlung erhalten, die dem entspricht, wofür 6 Millionen deutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt einen Monat lang arbeiten müssen. Dies zeigt, wie die internationale Finanzwelt im Zeichen der Globalisierung aus dem Ruder läuft.



15-01-06

Jeder neunte Deutsche ist zahlungsunfähig

2005 habe bereits jeder neunte erwachsene Bundesbürger fällige Kredite und Rechnungen nicht mehr bedienen können, berichtet die "Sächsische Zeitung" unter Berufung auf die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Das waren 11,3 Prozent der Deutschen gegenüber noch 10,6 Prozent in 2004. 98.400 Verbraucher beantragten Insolvenz - ein Viertel mehr als 2004.



11-01-06

Kabinettsbeschluss zur steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten unsozial

Elternverbände kritisierten den Kabinettsbeschluss zur steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten als sozial ungerecht. "Arme Familien, die gar keine Steuern zahlen, werden benachteiligt, wenn die einzige Förderung der Kinderbetreuung in der Möglichkeit besteht, die Kosten von der Steuer abzusetzen", sagte der Vorsitzende des Bundeselternrates, Wilfried Steinert, der "Berliner Zeitung".



02-01-05

Arbeitgeber warnen vor (drohen mit?) Jobverlagerung

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat bei der Bundesregierung dringende Reformen angemahnt. Täglich gingen Arbeitsplätze nach Osteuropa verloren, sagte Hundt der "Süddeutschen Zeitung". Eine Senkung der Lohnzusatzkosten sei zwingend erforderlich.



30-12-05

Was 2006 die Menschen in Deutschland alles zusätzlich belasten wird:

... höheres Briefporto, Abschied von der Eigenheimzulage, höhere Strompreise, dritte Nullrunde bei den Rentnern, Arbeitslosengeld nur noch bis 18 (bisher 32) Monate, Studiengebühren, etc. Die Großversorger E.on und RWE wollen ihre Tarife um bis zu sechs Prozent anheben. Ab 2006 werden die ersten Bundesländer, darunter Bayern und Nordrhein-Westfalen, Studiengebühren erheben (in Nordrhein-Westfalen z.B. bis zu 500 Euro pro Semester). Nach 2004 und 2005 droht den deutschen Rentnern die dritte Nullrunde, wobei die endgültige Entscheidung allerdings erst im kommenden Jahr fällt, sobald Daten für die Lohnentwicklung vorliegen. Arbeitnehmer werden nicht mehr mit 60 Jahren nach Altersteilzeit oder Arbeitslosigkeit in den Ruhestand gehen können. Ab Anfang 2006 wird der frühestmögliche Renteneintritt für die Jahrgänge 1946 bis 1951 allmählich auf das vollendete 63. Lebensjahr angehoben. Arbeitslose, die 55 Jahre oder älter sind, bekommen ab dem nächsten Jahr nur noch maximal 18 Monate lang Arbeitslosengeld I.



25-12-05

Abbau von Industrie-Jobs in Berlin setzt sich fort

Der Abbau von Industrie-Jobs in Berlin setzt sich fort. In den nächsten Monaten verlieren 1500 Fabrikarbeiter ihren Job. Viele der Betriebe, die jetzt dicht machen, haben Millionen an Fördergeldern erhalten. Opfer sind z.B. 750 Mitarbeiter der Bildröhren-Fertigung von Samsung, 235 Beschäftigten der JVC-Video Manufacturing und 500 Beschäftgite der CNH Baumaschinen, ehemals Orenstein und Koppel. Der Verlust von fast 2000 Arbeitsplätzen bei knapp 18 Prozent Arbeitslosigkeit sei eine Katastrophe für Berlin, betont IG-Metall-Sekretär Wosilowsky. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohn-Länder nach Ablaufen der Frist für Förderungen sei ein "Tiefschlag gegen alle Steuerzahler", kritisiert Parlamentspräsident Momper.

23-12-05

EU-Haushaltskompromiß teuer erkauft

Nach deutschen Schätzungen, die der Berliner Zeitung vorliegen, wird der deutsche Nettobeitrag um knapp zwei Milliarden Euro auf 10,4 Milliarden Euro jährlich steigen. Deutschland wird zudem nicht nur absolut (wie bisher) sonden nun auch im Verhältnis zu seiner Wirtschaftskraft größter Nettozahler der Union.

Deutschland war mit netto 7,1 Mrd Euro auch 2004 Hauptgeber für den Haushalt der Europäischen Union. Abb. 06026 zeigt die Nettobeträge der Hauptgeber und –nehmer, Abb. 06027 das gleiche in Anteilen am jeweiligen Nationaleinkommen.







23-12-05

Ein Viertel weniger Netto-Gewerbezuwachs

Der Zuwachs an neuen Gewerbeanzeigen (Anmeldungen minus Abmeldungen von Unternehmen) ist in 9 Monaten 2005 um etwa ein Viertel gegenüber Vorjahreszeitraum drastisch gefallen (Abb. 04112).




21-12-05

Industrieproduktion in der Eurozone

Industrieproduktion in der Eurozone im Abwärtstrend (Abb. 06031).





19-12-05

Hilft das Weihnachtsgeschäft den Arbeitslosen?

Das Weihnachtsgeschäft im deutschen Einzelhandel soll gut gelaufen sein. Hoch im Kurs waren Spielzeuge (die meist aus China kommen), Winterkleidung (ebenfalls zu einem großen Teil aus dem Hauptlieferland China) sowie ebenfalls größtenteils aus Fernost importierte Unterhaltungselektronik wie Flachbildschirme, Fotobedarf und Computer. Ob die deutsche Produktion und der deutsche Arbeitsmarkt viel davon haben, kann man bezweifeln.

19-12-05

EU-Haushalt zum Schaden der neuen Bundesländer?

EU-Haushaltskompromiß: Polen erhält dank deutscher Vermittlerrolle 100 Mio Euro mehr und zeigt sich zufrieden, aber davon sollen 75 Mio laut Bericht in der Süddeutschen Zeitung aus den ursprünglich für Ostdeutschland vorgesehenen Mitteln kommen.

05-12-05

Sprudelnde Unternehmensgewinne bringen stark steigende Dividenden

Nach Analysen des Handelsblatts und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wird die bisherige Dividenden-Rekordmarke des Geschäftsjahres 2000 auf der Basis sprudelnder Gewinne um 16 Prozent übertroffen werden. Gemessen am aktuellen Kursniveau des Dax von gut 5 300 Punkten, ergibt sich für die Aktionäre damit - zusätzlich zu den Kurssteigerungen- eine Dividendenrendite von 2,7 Prozent.

03-12-05

US-Fund greift nach VW-Aufsichtsratschef Piëch

In einem weiteren Beispiel, wie Hedge Funds und Private Equity Funds die deutschen Unternehmensführungen verändern wollen, verlangt der amerikanische Fundmanager Tweedy Browne den Rücktritt des VW-Aufsichtsratsvorsitzen Piëch. Außerdem will er den Einstieg von Porsche-Managern in den VW-Aufsichtsrat verhindern. Tweedy Brown ist eines der größeren Private Equity Unternehmen mit einem Fundsvermögen von 13 Mrd US$, dessen Global Value Fund für das vergangene Jahr über 20 % Gewinn auswies. Zum Vergleich: 13 Mrd US$ entspricht etwa dem Jahresentgelt von einer halben Million Arbeitnehmer in Deutschland.# Der Fund gehört mit einem Anteil von nur 1 % zu den sechs größten VW-Anteilseignern und versucht, nun - wie in früheren deratigen Vorgängen – andere Anteilseigner hinter sich zu bringen. Dabei arbeitet er auch mit der offenen Drohung, seine Investitionen in Deutschland (bisher etwa US$ 700 in 9 Unternehmen) generell abzubauen. Für mehr zu Hedge-Funds und Private Equity Unternehmen, einschl. einer vorläufigen "Heuschrecken"-Liste, bitte hier anklicken.

02-12-05

Besserverdiener betrachten Nettoeinkommen nach Steuerbelastung überwiegend als angemessen

In der aktuellen Reformdebatte wird immer wieder die Forderung erhoben, Leistungsträger weniger stark mit Steuern zu belasten. In der Fallstudie auf Basis einer Befragung von knapp 3400 Erwerbstätigen kam das DIW nun zu dem Schluß, daß insgesamt sich etwa zwei Drittel der Erwerbstätigen netto als angemessen entlohnt betrachten. Bei eine Nettoeinkommen zwischen 771 und 1200 Euro ist der Anteil derjenigen, die sich unzureichend entlohnt fühlen, mit 46 % wesentlich größer als in den höheren Einkommensklassen: Je höher das Einkommen, umso geringer ist dieser Anteil. Bei den Beziehern von Netto-Einkommen über 2301 Euro lag der Anteil sogar nur bei gut zehn Prozent. Zwischen der Abgabenhöhe und der wahrgenommenen Einkommensungerechtigkeit gibt es wider Erwarten keinen Zusammenhang.

23-11-05

Private Equity Unternehmen im Aufwind

Private Equity Unternehmen haben in jüngerer Zeit eine ähnlich stürmische Entwicklung wie Hedge Funds genommen, wenn auch auf erheblich niedrigerem Gesamtniveau. Es wird erwartet, daß Private Equity Unternehmen im Jahr 2005 etwa $250 Mrd aufnehmen und damit den bisherigen Rekord von 2000, dem Jahr des dotcom-Booms noch übertreffen.





23-11-05

Europäische Dienstleistungsrichtlinie: Konservative setzen sich durch

Nach dem Willen des Binnenmarktausschusses des Europäischen Parlaments soll das umstrittene Herkunftslandprinzip, wonach in der EU ansässige Anbieter von Dienstleistungen auch im Ausland den Vorschriften ihres Heimatlandes unterliegen, für die Gründung eines Gewerbebetriebs gelten. Bei der Berufsausübung dagegen soll das Herkunftslandprinzip eingeschränkt gelten: Die Mitgliedstaaten dürfen in begründeten Ausnahmen, wenn dies durch Gründe des Allgemeinwohls, des Gesundheits- oder Umweltschutzes gerechtfertigt ist, den ausländischen Dienstleistern vorschreiben, dass sie die Regeln des Gastlandes etwa bezüglich Qualitätsstandards und Buchführungsprinzipien einhalten müssen. Damit setzten sich die Christdemokraten gegen die Sozialisten durch, die bei der Berufsausübung generell die Vorschriften des Ziellands beibehalten und damit das Herkunftslandprinzip komplett kippen wollten. Merkel begrüßte den EU-Vorstoß zum Dienstleistungsmarkt und schloß sich dem Lob der Wirtschaftsverbände an. Die Gewerkschaften würden eine härtere Haltung in der Debatte über die nach dem früheren EU-Kommissar Frits Bolkestein benannte Dienstleistungsrichtlinie annehmen, kündigte der ETUC an. Die Gewerkschafter warnten vor einem unfairen Wettbewerb zwischen Dienstleistern, falls das besonders umstrittene Herkunftslandprinzip nicht fällt. Dieses sieht vor, dass ein Dienstleister etwa aus Polen in Deutschland zu den polnischen Regeln seine Dienstleistung anbieten kann.



14-11-05

Internationale Energieagentur befürchtet Engpässe in der Ölversorgung falls die Ölländer des Mittleren Ostens und Nordafrikas nicht ausreichend investieren

In ihrem neuesten Energie-Ausblick erwartet die Internationale Energieagentur einen Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Energie bis 2030 um mehr als 50 % auf 16,3 Mrd töe. 60 % des Zuwachses sollen auf Öl und Gas entfallen, und bei Öl 2/3 in den Verkehrssektor gehen.

Sollten allerdings die Ölländer des Mittleren Ostens und Nordafrikas die notwendige Verdoppelung der Investitionen in die Ölförderung verzögern und statt dessen den bisherigen Anteil an ihrem Bruttoinlandsprodukt halten, würde sich der Ölpreis kontinuierlich erhöhen und im Jahr 2030 bei über $52 in 2004-US$ liegen, d.h. etwa 1/3 höher als mit den notwendigen Investitionen.


14-11-05

EU-Kommissar lehnt Steuerharmonisierung ab

EU-Kommissar für den Binnenmarkt McCreevy (Irland) hält es für "gesund", wenn EU-Regierungen mit niedrigen Unternehmenssteuern um Auslandsinvestitionen kämpfen und lehnt daher eine Steuerharmonisierung ab. Er kritisierte in einer Rede in Brüssel am 10. November 2005 auch alle Versuche, wenigstens die Erfassungsbasis für Unternehmenssteuern zu harmonisieren. Man muß sich daran erinnern, daß Irland einen äußerst unfairen Wettbewerb mit Niedrigststeuern innerhalb der EU betreibt und auf diese Weise die Finanzzentren vieler europäischer Unternehmen nach Dublin gezogen hat, die dorthin große Teile der Profite ihrer Mutterunternehmen verlagern.


22-10-05

USA lehnen UNESCO-Pakt über kulturelle Diversität ab

Am 21. Oktober beschloß die UNESCO mit 148 gegen nur 1 Stimme, nämlich die der USA, eine Konvention, die traditionelle ethnische Kulturen und Sprachen unterstützen und vor den negativen Folgen der Globalisierung und englisch-sprachigen Standardisierung schützen soll. Die USA fürchten eine Erschwernis ihres boomenden Exports von Kulturgütern, wie Filmen und Pop-Musik, konnten aber keinen ihrer nicht weniger als 28 Änderungsvorschläge durchsetzen.

22-10-05

Amazonaswälder schrumpfen doppelt so stark als bisher angenommen

Wie ein internationales Forscherteam jetzt bei der Auswertung von Satellitenfotos der Amazonasregion herausgefunden hat, schrumpfen die Amazonaswälder schrumpfen doppelt so stark als bisher angenommen. Schuld sind bislang nicht berücksichtigte Fällungen einzelner Bäume, die immer mehr Löcher in die Wälder reißen - mit fatalen Folgen für kleinere Pflanzen und Jungbäume und fürs Klima. Bislang galten großflächige Rodungen als größte Bedrohung für die tropischen Regenwälder. Doch sie sind nur ein Teil des Problems. Etwa genauso groß sind die Schäden, die durch selektiven Holzschlag entstehen. "Der Wald sieht wie ein Schweizer Käse aus", beklagt einer der Autoren. Eine neuartige Auswertung von Satellitenaufnahmen habe es ermöglicht, erstmals auch ausgedünnte Waldflächen zu erfassen und damit die Folgen des selektiven Holzeinschlages zu messen. Beim selektiven Einschlag geht es um ausgewählte, wirtschaftlich interessante Bäume. Dabei fällen oder zerstören Forstarbeiter häufig weitere Bäume, die im Weg stehen. Etwa 20 bis 30 Prozent des Blätterdaches des Regenwaldes gingen verloren. In der Folge werde der Regenwald durch die Sonneneinstrahlung wärmer, trockener und wesentlich anfälliger für verheerende Waldbrände. Auch die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt werde viel stärker als notwendig in Mitleidenschaft gezogen.

Nach Berechnungen des Wissenschaftlerteams ist die Größe der vollständig gerodeten und durch Holzeinschlag schwer geschädigten Flächen im Zeitraum von 1999 bis 2002 um 60 bis 128 Prozent größer gewesen als bisher bekannt. Dadurch werde die Atmosphäre auch mit 25 Prozent mehr Treibhausgas Kohlendioxid belastet als angenommen, schreiben die Forscher. Jährlich gehen weltweit schätzungsweise 16 Millionen Hektar tropischer Regenwald verloren - das entspricht etwa der halben Fläche Deutschlands. Das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Welt liegt im etwa sieben Millionen Quadratkilometer großen Tiefland des Amazonas. Die Wälder gelten als grüne Lunge des Planeten, weil sie bei der Photosynthese der Atmosphäre gigantische Mengen Kohlendioxid entziehen und in Kohlenstoff umwandeln. Erst im Mai hatten neue Erkenntnisse über den rapiden Rückgang der Regenwälder die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Das brasilianische Umweltministerium hatte damals mitgeteilt, dass von August 2003 bis August 2004 mindestens 26.130 Quadratkilometer Urwald vernichtet worden seien. Berücksichtigt wurden hier aber nur die nach einem Kahlschlag vollständig gerodeten Waldflächen..


19-10-05

"Heuschrecken" auf der Jagd nach der Berliner Zeitung

Der Berliner Verlag soll vom Stuttgarter Holtzbrinck-Verlag an die britische Beteiligungsgesellschaft Mecom, das Private-Equity-Unternehmen 3i und die britische Beteiligungsgesellschaft Veronis Suhler Stevenson (VSS), eine der größten in Europa, verkauft werden. Montgomery von Mecom gilt als harter Sanierer. Das Konsortium arbeitet nach dem Prinzip der "Private-Equity"-Unternehmen. Sie sammeln bei potenten Anlegern Kapital und investieren diese Mittel, ergänzt um hohe Bankkredite, in Unternehmen. Den Anlegern werden Renditen von 20 Prozent und mehr versprochen, die übernommenen Unternehmen haben diese Renditen zu erwirtschaften und zugleich die Bankschulden zu bedienen und zu tilgen. Dieses Geschäftsmodell ist mit dem der Berliner Zeitung kaum vereinbar. Finanzinvestoren agieren kurzfristig, die Berliner Zeitung verfolgt ihre Ziele mit langem Atem. Für mehr zum Thema Hedge Funds und Private Equity Unternehmen bitte hier anklicken.



12-10-05

Zahl der deutschen Milliardäre im Anstieg

Die Zahl der deutschen Milliardäre ist lt. Manager Magazin 2005 um 8 % auf 91 Personen bzw. Familien gestiegen. Der reichste Deutsche soll im vergangenen Jahr 400 Millionen dazugewonnen haben (entspricht dem Durchschnittseinkommen von etwa 12.000 Arbeitnehmern).



12-10-05

Kein Rückgang der Nachfrage und damit der Preise für Öl

Die OECD erwartet nicht mehr, daß die gestiegenen Ölpreise zu einem wesentlichen Rückgang der Nachfrage und damit der Preise führen. Für das 4. Quartal 2005 sieht sie lediglich einen minimalen Rückgang der Nachfrage um 0,1 % voraus. Die Hochpreisphase mit allen Belastungen der importierenden Volkswirtschaften, wie der deutschen, wird daher anhalten.



09-10-05

Biodiversität im Rückzug

Professor Peter Crane, director of the Royal Botanic Gardens, Kew and chairman of the Royal Society's report on Measuring Biodiversity for Conservation: "The living world is disappearing before our eyes. Around one in 10 of all the world's bird species and a quarter of its mammals are officially listed as threatened with extinction, while up to two-thirds of other animal species are also endangered. These losses have accelerated over the last 200 years as a direct and indirect consequence of the growth in human populations, wasteful use of natural resources and associated changes to the environment."



08-10-05

Deutsche Business Schulen ohne Rang

Im der vom "Economist" veröffentlichten Rangordnung der 100 besten Business Schulen tauchen deutsche überhaupt nicht auf.



05-10-05

Anstieg der Verbraucherinsolvenzen

Der starke Anstieg der Verbraucherinsolvenzen hält weiterhin an: Sie lagen im Juli 2005 um 38 % höher als im Juli 2004. Dagegen setzte sich der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen im Juli 2005 fort. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, meldeten die Gerichte für Juli 8,4 % Unternehmensinsolvenzen weniger als im Juli 2004.


02-09-05

Weitere Ausfälle bei der Sozialversicherung

Wegen des anhaltenden Abbaus von sozialversicherungspflichtigen Jobs drohen laut internen Prognosen des zuständigen Dachverbandes die vorgeschriebenen Reserven der gesetzlichen Rentenversicherung bereits im Jahr 2007 unter das Niveau von 20 Prozent einer Monatsausgabe zu fallen. Hält der Trend an, so prognostizieren Experten der Versicherungsträger, müßten die Rentenbeiträge bereits zum Jahresanfang 2007 erhöht werden.

29-09-05

Trend: Niedergang der Klein- und Ich-Betriebe

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im ersten Halbjahr 2005 in Deutschland rund 212 000 Klein- oder Nebenerwerbsbetriebe geschlossen, das waren 9,9% mehr als im ersten Halbjahr 2004. Zu diesen Kleinbetrieben gehören auch die so genannten Ich-AGs. Die Neugründungen von Kleinunternehmen gingen um 3,5% zurück. Im Jahr 2004 gab es bei Gründungen derartiger Betriebe noch einen Anstieg von 25%.

27-09-05

Zum wachsenden US-Handelsdefizit


22-09-05

Neue Forschungsergebnisse in "Nature": Hitzewelle löst CO2 aus der Vegetation

The heatwave that parched Europe in 2003 caused the continent's grasslands and forests to release huge amounts of carbon dioxide into the atmosphere, climate experts have found. Heatwaves are predicted to become more common as a result of climate change, so the discovery raises fears that forests in temperate regions will become significant emitters of this greenhouse gas. The stifling summer of 2003, which featured temperatures some 6 ºC above average and claimed thousands of lives, stunted plant growth through a combination of drought and extreme heat. Usually, Europe's crops and forests are thought to have the net effect of storing carbon as plants grow, rather than releasing it. The carbon dioxide released as a result of the heatwave was equivalent to the amount of carbon stored over the previous four years of normal growth. At the height of the summer of 2003, carbon was baking out of Europe's vegetation at a rate of half a billion tonnes per year. By comparison, UK industrial emissions totalled 150 million tonnes of carbon equivalents in 2003. Over the previous four years, carbon had been moving at roughly 125 million tonnes per year in the opposite direction, as it was taken up and used by plants to grow.

21-09-05

Wirtschaftsminister Clement nach der Wahl (alles wie gehabt):

Zunächst müssen die Ergebnisse des Jobgipfels umgesetzt werden, im Kern ein Paket von Steuererleichterungen für Unternehmen. Darüber hinaus muß es eine weitergehende Unternehmenssteuerreform geben. Drittens müssen die sozialen Sicherungssysteme erneuert werden, unter anderem ist mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem nötig. Der Staat investiert zuviel in Themen der Vergangenheit, nämlich Rente und Arbeitslosigkeit, und zu wenig in die Zukunft.

11-09-05

Samuelsen über Globalisierung

Ökonom und Nobelpreisträger im Spiegel-Interview über Globalisierung: Ich glaube, dass sich in der globalen Welt bei der Einkommensverteilung die Trennung zwischen der oberen Hälfte und der unteren verschärft. Die Globalisierung gibt uns zusätzlichen Wohlstand, aber sie bringt uns ebenso zusätzliche Unsicherheit, Spannungen und ein erhöhtes Maß an Ungleichheit. Vielleicht sollten wir den Prozess ein wenig bremsen, aber man kann ihn nicht stoppen, und man sollte das auch nicht tun. Was wir tun können: den Menschen helfen, die an den Folgen leiden. Wir können die Kraft des Steuersystems nutzen, um Geld von den reichen Menschen, wie mir, an die weniger reichen Menschen umzuverteilen. Und das würde unser Wachstum kaum bremsen.

China ist der 800 Pfund schwere Gorilla, der mitten im Wohnzimmer steht. Es ist unausweichlich - und ich hoffe, diesmal liege ich richtig -, dass China in nicht allzu ferner Zukunft Japan überholen wird.

11-09-05

"The tragic costs of Bush's Iraq obession"

Michael Lind (New American Foundation) in Financial Times v. 6. 9. 05: "If the Iraq war had not caused the Bush administration to raid money for the levees, New Orleans might not be a corpse-filled cesspool."

02-08-05

Schlechte Werte für die angelsächsischen Gesundheitssysteme, gute für das deutsche


31-08-05

Stagnation am Binnenmarkt

Mit einem Plus von nur 0,5 % im 1. Halbjahr 2005 gegenüber Vorjahreszeitraum im Einzelhandelsumsatz setzte sich die Stagnation auf dem deutschen Binnenmarkt auch in diesem Jahr fort.

30-08-05

Unterschiedliches Vorgehen von EU und US gegenüber Textilimporte aus China

Die EU hat versucht, sich mit einer Vereinbarung mit China gegen ein Übermaß an Textilimporten zum Schaden der Produzenten in Südeuropa zu wehren und ist in ein Debakel geraten, auch weil die chinesische Seite bei der Implementierung bisher wenig kooperativ ist. Dagegen haben die US von ihren Rechten nach den Bedingungen der Word Trade Organisation zum Beitritt Chinas gebrauch gemacht und bei 7 großen Textilkategorien einseitig Beschränkungen verhängt. In Verhandlungen mit China drohen sie jetzt mit weiteren Beschränkungen, wenn sich China nicht kooperativ zeigen sollte.

23-08-05

Neuer Heuschrecken-Einsatz

Das Vorgehen des neuen Mobilcom-Großaktionärs Texas Pacific Group könne nach Ansicht der IG Metall die Zukunft des Unternehmens und damit Tausende von Arbeitsplätzen gefährden. TPG wolle nach der Fusion von Mobilcom und Freenet zur Telunico AG, die in dieser Woche auf den Hauptversammlungen beider Unternehmen beschlossen werden soll, offenbar die Auszahlung einer hohen Sonderdividende von bis zu einer Milliarde Euro anstreben, vermutet die Gewerkschaft. Aus zwei gesunden und soliden Unternehmen könne eine Sanierungsfall gemacht werden. Ausschüttungen aus der Substanz seien extreme Auswüchse des Shareholderkapitalismus, die es zu verhindern gelte



20-08-05

Niedriglohnfalle in Deutschland - Nur 16 % gelingt der Ausbruch

Wirtschaftsminister Clement: Wir brauchen in Deutschland mehr Jobs im Niedriglohnsektor. Doch die Realität bringt meist die sogenannte "Niedriglohnfalle". Nach dem Kurzbericht Nr. 3/2005 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sind die Chancen aus dieser Falle zu kommen in Deutschland besonders schlecht; Deutschland ist hier in der EU das Schlußlicht. Im Vollzeitbereich war 2001 jeder 6. Beschäftigte ein Niedriglöhner (unter 1.700 Euro/Monat brutto). Dieser Anteil ist seit 1997 deutlich gestiegen. Der Frauenanteil ist deutlich höher als der der Männer. Nach 5 Jahren waren 2001 nur noch knapp weniger als die Hälfte (49,3 %) derer von 1996 in Vollzeitbeschäftigung, aber von denen war nur 32,5 % der Sprung in beser bezahlte Tätigkeiten gelungen, oder nur 16 % aller derer, die 1996 in niedrigbezahlter Vollzeitbeschäftigung tätig gewesen waren. Gegenüber einer Vergleichsgruppe von 1991 hatten sich die Aufstiegschancen damit deutlich verschlechtert.



18-08-05

Besonders wenig Vertrauen der Deutschen in ihre Führungskräfte in Politik und Wirtschaft

GfK-Studie zum Vertrauen der Bürger zu Berufsgruppen und Institutionen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft: Insgesamt haben 85 Prozent der Westeuropäer – allen voran Italiener und Deutsche – sowie Amerikaner kein Vertrauen in ihre politischen Führungskräfte. Am wenigsten gut bestellt ist es um deutsche Führungskräfte in der Wirtschaft: 87 Prozent der Deutschen – soviel wie in keinem anderen Land – stellen ihnen ein schlechtes Zeugnis aus. Das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Lediglich 12 Prozent der Deutschen haben etwas Vertrauen in ihre Führungskräfte, nur ein Prozent spricht großes Vertrauen aus. Damit rangieren die Spitzenmanager Deutschlands nur knapp vor dem Schlusslicht der Vertrauensskala, nämlich den Politikern, denen nur 8 Prozent Vertrauen schenken.



15-08-05

Private Equty Unternehmen Carlyle "macht Kasse"

Der Autozulieferer Edscha, mit Firmensitz in Remscheid, will in den nächsten Monaten 1.000 Arbeitsplätze abbauen. Grund dafür ist der Ausstieg der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Carlyle. Vier Auslandswerke werden geschlossen.



05-08-05

Wochenend- und Nachtschichtarbeit im Vormarsch

Nach einer Studie des DGB arbeiten inzwischen 47 % der männlichen und 40 % der weiblichen Arbeitnehmer auch am Samstag. 1991 seien es bei den Männern noch 39 % und bei den Frauen 32 % gewesen. Sonntags gingen mittlerweile 22 % der Arbeitnehmer zur Arbeit, nach 17 % im Jahr 1991. Jeder 10. Beschäftigte arbeite mittlerweile ausschließlich nachts.



04-08-05

EU-Fruchbarkeitsvergleich

Deutschland liegt in der EU-Fruchtbarkeitsstatistik (Kinder pro Frau) sehr deutlich mit Spanien und Italien am Ende; der Wert für Frankreich ist um mehr als 40 % besser (Abb. 04047).





30-07-05

Personal-Service-Agenturen schließen

Die Hälfte der 821 Personal-Service-Agenturen - Kernstück der Hartz-Reformen - haben aufgegeben. Sie sollten Zehntausende von Arbeitslosen in feste Jobs vermitteln. Bisher waren es jedoch nur 7000 und nur 2000 Arbeitslose fanden durch die Zeitarbeit feste Jobs.

29-07-05

Wallstreet Risk Management Policy Gruppe hält bessere Kontrolle der Hedge Funds für nötig

Im 1. Halbjahr 2005 hielt der Zuwachs der Hedge Funds mit Erhöhung ihrer Mittel um 28 Mrd $ auf 1.025 Mrd $ an. Wallstreet Risk Management Policy Gruppe der großen Wallstreet Banken hält bessere Kontrolle der Hedge Funds für nötig ("Policy Group also believes that if an effective system of large-exposure reporting could be created, the potential benefits of such a system could be significant").

27-07-05

Wirtschaftsweiser Bert Rürup warnt vor Loch in Rentenkassen

Wirtschaftsweiser Bert Rürup: Die staatliche Rentenkasse wird voraussichtlich ab Herbst nicht mehr ohne staatliche Zuschüsse auskommen; kräftige Lohnerhöhungen nötig, um die Finanzierungslücke zu schließen. Für die aktuellen Finanzprobleme sei die "miserable Arbeitsmarktpolitik" verantwortlich. Es seien mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse notwendig. Siehe Abb. 04008.





26-07-05

US-Hauspreisblase setzt sich fort

Die durchschnittlichen US-Hauspreise sind in den 12 Monaten bis Ende Juni 2005 um 17,8 % gestiegen, die höchste Hauspreissteigerung seit 1980.

22-07-05

Chinesische Renmimbi-Aufwertung zu gering

Die Aufwertung des chinesischen Renmimbi um 2,3 % gegenüber dem Euro (als Ergebnis der amtlichen 2,1 % Aufwertung gegenüber dem US-Dollar vom 21 Juli 2005) ist vor dem Hintergrund einer über 30 % Abwertung seit 2001 zu sehen. Sie gilt daher als sehr gering und ohne größere Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Chinas. Die italienische Schuhindustrie z.B. bräuchte nach Aussage des Verbandchefs eine Aufwertung um 30 %, um zu überleben.





21-07-05

Rating-Agentur warnt vor steigendem Hedge Fund Risiko

Steuern-intern.Vergleich / Die Rating-Agentur Finch warnt vor dem risikoerhöhenden Einfluß der Hedge Funds. Die Ausbreitung der Hedge Funds in alle Bereiche der Kreditmärkte sei ein neues Phänomen und schaffe ein neues Risikoelement; seit 2003 habe sich ihr Geschäft mit Festzins-Produkten (Bonds) verdreifacht. Die Warnung folgt der Unruhe an den Kreditmärkten als vor zwei Monaten Bonds von General Motors und Ford herabgestuft wurden und einige Hedge Funds in Schieflage gerieten.

20-07-05

Mehrheit der EU-Büger gegen EU-Beitritt der Türkei

(Aus FT v. 19.07) European Commission poll of almost 30,000 people: Only 35 per cent of respondents backed Turkish membership, while 52 per cent opposed it. In Austria, support was only 10 per cent, with 80 per cent opposition, while in France support was 21 per cent, with 70 per cent opposition. The Commission acknowledges the EU is suffering from "enlargement fatigue" after taking in 10 new countries last year, but argues that Turkish entry will be at least a decade in the future by which time it hopes the country will have carried out many more democratic reforms.

19-07-05

SAP bringt neue Stellen vor allem nach Asien

Der Walldorfer Software-Konzern SAP will in diesem Jahr bis zu 4000 neue Stellen schaffen, berichtet das "Handelsblatt". Allerdings soll nur etwa jede fünfte neue Stelle auf Deutschland entfallen; nach Auskunft des SAP-Sprechers sei klar, daß die Entwicklungszentren in Bangalore und China schneller wachsen würden als die in Deutschland.

16-07-05

Weiterer Rückgang der Beschäftigung in der gewerblicher Wirtschaft

Nach StaBuA vom 15. Juli weiterer Rückgang der Beschäftigung in der gewerblichen Wirtschaft um 1,4 Prozent (Jan-Mai gegenüber Vorjahr).

12-07-05

Unternehmen sparen statt zu investieren

For the past three years, while profits have surged around the globe, capital spending has remained relatively weak. As a result, since 2000 companies in aggregate have become net savers on a huge scale. Companies in the main developed economies have switched, as a group, from being big borrowers to being net savers: ie, their profits exceed their capital spending. The total increase in companies' net saving in the past four years has been more than $1 trillion, 3% of annual global GDP This is odd, because normally companies are net borrowers, investing to boost future output and incomes, while households as a group are net savers, providing firms with the capital to invest. Since 2002 American firms have had an average net financial surplus of 1.7% of GDP, compared with an average deficit of 1.2% of GDP in the previous two decades. Corporate Japan has run an average surplus over the past three years of no less than 6.2% of GDP, compared with an average deficit of 2.3% in the 1980s and 1990s. The recent increase in corporate saving in the euro area has been more modest than in America or Britain, but it has made a bigger dent in growth, because the single-currency zone, unlike the other two economies, has not been cushioned by either an increase in government borrowing or a fall in saving by households. (aus dem "Economist")

11-07-05

Hohes Defizit der britischen Pensionsfonds


10-07-05

Rückgang der Unternehmensinsolvenzen, jedoch hohe Zuwachsraten bei den Insol­venzen von Verbrauchern

StaBuA: Der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen, der schon in den ersten drei Monaten dieses Jahres zu beobachten war, hielt auch im April 2005 an. Die Gerichte meldeten 2,1% weniger als im April 2004 Unternehmens­insolvenzen. Weiterhin hohe Zuwachsraten werden jedoch bei den Insol­venzen von Verbrauchern verzeichnet. Sie lagen im April 2005 um 55,9% höher als im April 2004. Zusammen mit den Insolvenzen der übrigen privaten Schuldner und den Nachlassinsolvenzen summiert sich die Gesamtzahl der Insol­venzen auf insgesamt 11 656 Fälle (+ 21,7%).

07-07-05

Saudi-Arabien warnt vor Öl-Lücke

Saudi-Arabien warnt, daß die OPEC-Länder die erwartete westliche Nachfrage nach Öl in 15 bis 20 Jahren nicht mehr decken können. Nach Projektionen der International Energy Agency müßte die OPEC-Produktion bis 2020 von derzeit 30 Mio auf 50 Mio barrel/Tag hochgefahren werden. Saudi-Arabien als das praktisch einzige wesentliche Reserveland befürchtet in dieser Hinsicht ein Defizit von etwa 4,5 Mio barrel/Tag in seiner eigenen Produktion.

05-07-05

Antarktische Gletscher fließen immer schneller ins Meer


02-07-05

"Guardian" 30. Juni: China's cheap textiles devastating for small developing countries, especially in Africa

The South African textile industry says cheap imports from China are threatening to wipe out the local industry, where 75 000 jobs have been lost since 2002. China's emergence as major source of cheap textiles has been particularly devastating for small developing countries with less diversified economies, especially in Africa. The least-developed countries -- as defined by the United States in the African Growth and Opportunity Act (Agoa) -- could source inputs from anywhere to manufacture garments for duty-free export to the US, but this special concession expired at the end of 2004. A report released earlier this year by the US International Trade Commission identified Lesotho, Kenya and Mauritius as being particularly vulnerable after expiry of the concessions that had allowed large low-cost producers to set up companies in Agoa countries for competing in the key US and European markets. After the Agoa loophole closed in January 2005, six textile factories in Lesotho shut down, leaving 6 650 people jobless. In Malawi, 2 511 jobs were cut in the textile sector between January and March, and 30 000 jobs are at stake in Swaziland's textile industry, siehe auch hier.


30-06-05

Edmonds und Glyn in Financial Times über das angebliche britische "Jobwunder"



30-06-05

Türkei: Ja zur EU, aber Nein zur Aufgabe von Souveränität

75 % der Türken wollen in die EU, aber mehr als 80 % wären unglücklich, wenn das mit der Aufgabe von Souveränität verbunden wäre (Es lebe die große Freihandelszone!).


29-06-05

De Villepin: Über die Verteidigung europäischer Interessen, Kommentar in FT

"All around, states are organising to get the most out of globalisation. We must be able to defend our our political, economic and social interests, presenting a united front."


29-06-05

World Watch Institute: "Firing up the Barbie"

"By 2020, people in industrialized countries will consume 90 kilograms of meat a year—the equivalent of a side of beef, 50 chickens, and one pig. Since the 1970s, meat production has more than doubled because of higher demand and the introduction of large-scale production processes."


27-06-05

Bank for International Settlements (75th Annual Report) über US-Defizit



26-06-05

Chinesische Billigautos für deutschen Markt

Peking - Wie staatliche Medien in China berichteten, wurde eine Ladung mit 150 Pkw des Modells Jazz vom Hafen Guangzhou aus nach Deutschland verschifft. Honda will nach eigenen Angaben in diesem Jahr 10.000 Jazz nach Europa liefern. Bislang wurde das Modell in Japan gefertigt.


25-06-05

Statistisches Bundesamt: Entwicklung des Auftragseingangs im April 2005

"Das Volumen der Auftragseingänge insgesamt im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im April gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt um 2,6 % gefallen. Die Inlandsorders verzeichnen eine Abnahme um 0,5% . Die Auslandsorders sind um 4,6 % gefallen."


22-06-05

Vorsichtige Verbraucher geben Kaufkraft zurück ( folgt Auszug aus Bundesbank Monatsbericht Juni 2005)

"Wie bei den Unternehmen sind auch im Sektor private Haushalte Mittelverwendung und -aufkommen dem Volumen nach gesunken. Die gesamte Fin