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Stand: Aktualisiert 31.10.09

Hier stelle ich Ihnen zum beliebigen Nachschlagen eine immer wieder aktualisierte Übersicht in zwei Teilen zur Verfügung. Teil 1 ist die auch als Rundbrief häufiger erscheinende Darstellung der Fieberkurven der Finanzmarktkrise, wobei auch die USA, Japan und China angeleuchtet werden. Teil 2 enthält die Krisenzeichen aus der Realwirtschaft.

Teil 1 Fieberkurven der Finanzmarktkrise

1. Zentralbankzins

Die Absenkungen des Zentralbankzinses zeigt, wie die Notenbanken die Krise nachvollziehen (Abb. 03774).


2. Börsenkurse

Ein anderes Barometer sind die Kurse der Börsen, vor allem in USA, Japan und Deutschland (Abb. 03712). Vor allem die amerikanische und chinesische Währung haben in 2009 mit bereits 16 % erheblich gegenüber dem Euro abgewertet (Abb. 03781)..



3. Devisenkurse

Ein weiteres Krisensymptom sind wild ausschlagende Kurse von Dollar, Pfund, Yen, Renmimbi und Rubel gegenüber dem Euro (Abb. 03811).


4. Itraxx

Der Itraxx zeichnet die Versicherungsprämie für Unternehmensbonds unterhalb des Investmentgrades AAA nach. Er liegt mit 5,2 % gegenüber knapp 2 % vor der Krise noch immer in einer Höhe, die die Unternehmensfinanzierung am Kapitalmarkt behindert und die Erwartung einer Welle von Unternehmenspleiten andeutet (Abb. 03636).


5. USA

Da die Krise aus den USA, der bei weitem weltgrößten Volkswirtschaft kommt, sind auch einige Indikatoren von dort zu verfolgen. Die Wirtschaftsleistung hat sich nach vier negativen Quartalen im 3. Quartal 09 wieder in positives Terrain bewegt (Abb. 05085), wobei es wegen der vielen staatlichen Stützmaßnahmen allerdings unsicher ist, ob dies anhält. Die Hauspreise haben sich zuletzt ebenfalls ein bißchen erholt, dies allerdings im Schatten staatlicher Steuernachlässe (Abb. 03714). Das Volumen der ausstehenden Bonds, die mit Vermögenswerten unterlegt sind (ABS) ist enorm gefallen und zeigt die Probleme mit der Unternehmensfinanzierung in USA auf (Abb. 03715). Die nach Ausbruch der Krise extrem hohe Differenz im Zins zwischen Bonds mit und ohne Investmentgrad, die eine hohe Pleitequote bei den Unternehmen erwarten ließ, hat sich allerdings normalisiert (Abb. 03794).





Ein weiteres Krisenzeichen aus USA ist die hochschnellende Arbeitslosigkeit, seit 2007 schon 8,4 Millionen Arbeitslose mehr (Abb. 05097).


Der private Verbrauch ist nach einer positiven Entwicklung im September erstmals wieder gefallen und gegenüber dem Vormonat gleich mit einer aufs Jahr gerechneten Rate von fast 6 %, bei langlebigen Wirtschafsgütern sogar 50 % (Abb. 05117). Der Einzelhandelsumsatz stagniert auf stark abgesenktem Niveau (Abb. 05095). Die Verkäufe bestehende Häuser sind nach einer steuergestützten Erholung zuletzt wieder gefallen (Abb. 05074).




Die Fed und die US-Regierung versuchen, mit einer gigantischen Geldschöpfung gegenzusteuern. Das zeigt sich auch, in den von der Fed ausgewiesenen Bar-Reserven.


6. Japan

Die japanischen Exporte stürzten im Dezember um fast 35 % gegenüber Vorjahr ab. Es war der tiefste Fall, seit die Statistik vor 27 Jahren aufgelegt wurde (Abb. 03833). Unter dem Druck der Krise gab auch die Industrieproduktion nach. Seitdem ist es zu einer begrenzten Erholung gekommen.



7. China

Die exportorientierte chinesische Wirtschaft ist vom weltweiten Einbruch der Nachfrage stark betroffen. Der Export, der noch in den vorangegangenen Monaten hohe zweistellige Wachstumsraten erreichte, hat in steilem Absturz seit November 2008 auf Schrumpfung geschaltet (Abb. 08160).


Dank eines riesigen kreditfinanzierten Stützprogramms, vor allem im Infrastrukturbereich haben die chinesische Industrieproduktion und Wirtschaftsentwicklung insgesamt die Krise trotz des Exporteinbruchs ziemlich gut überstanden (Abb. 08130, 08017). Allerdings gibt es Sorgen wegen einer eventuellen Blasenbildung durch das starke Kreditvolumen.



Teil 2: Krisenzeichen aus der deutschen Realwirtschaft

1. Privater Verbrauch und Einzelhandel

Am unmittelbarsten verrät sich die Krise in der negativen Entwicklung des privaten Verbrauchs (Abb. 14010) und vor allem des Einzelhandelsumsatzes (Abb. 04943, 12922).




Die Bauwirtschaft ist erheblich eingebrochen (Abb. 14605).


2. Gewerbliche Wirtschaft

Der negative Druck auf die Realwirtschaft zeigt sich gegenwärtig sehr deutlich in der Industrie durch eine stark negative Auftragsentwicklung mit nur sehr langsamer Erholung auf immer noch sehr tiefem Niveau (Abb. 04569). Das gilt aber auch für den Produktionsindex (Abb. 04306) und den Umsatzindex (Abb. 04910).





Die deutsche Vorzeigebranche Maschinenbau verzeichnet ebenfalls einen enormen Auftragseinbruch, von dem sie sich nur langsam erholt (Abb. 14647).


3. Außenhandel

Wegen der starken deutschen Exportabhängigkeit überträgt sich die Krise bei den meisten Handelspartnern inzwischen voll auf Deutschland und seinen Export mit einem Minus von mehr als 20 % im August 2009 (Abb. 14631).


4. Arbeitsmarkt

Die Kurzarbeit wächst dramatisch: Rechnet man aus den Anzeigen von Kurzarbeit die saisonal geprägten heraus und bildet damit den konjunkturell bedingten Arbeitsausfall ab, kommt man für Juni 2009 auf mehr als 1,4 Millionen (Abb. 14615). Nach Mitteilung der Bundesagentur lag die Arbeitskräftenachfrage Verglichen mit dem Oktober 2008, auch wenn sie sich zuletzt stabilisiert hat, deutlich im Minus und stagnierte zuletzt auf diesem Niveau (Abb. 14616). (Abb. 14616).



Der Beschäftigungsaufbau hat sich seit Beginn des Jahres 2008 Monat für Monat immer stärker abgeschwächt und ist entsprechend der noch nicht veränderten Statistik seit März erstmals negativ geworden und seitdem immer mehr. Auch die vom Statistischen Bundesamt nun veränderte Statistik (siehe unten Teil 8) rutscht ins Minus (Abb. 14041). Der Begriff "Beschäftigung" umfaßt dabei noch viele Minijobs, Trainingsmaßnahmen und andere Überbrückungen, die praktisch Arbeitslosigkeit bedeuten und nur unter "Unterbeschäftigung" ausgewiesen werden.


Ebenso schwächte sich schon seit Frühjahr 2007 der Abbau der Arbeitslosigkeit in der Tendenz von einer Jahresrate von 17,1 % immer mehr ab und geriet seit März in negatives Terrain, im Oktober fast 8 %, wobei allerdings die vom Dritten betreuten Jobsuchenden von der Bundesagentur total irreführend (siehe unten Teil 8) nicht mehr erfaßt werden, was die Statistik total entwertet (Abb. 04772). Die durch Dritte betreuten Arbeitslosen wurden einfach in die "Unterbeschäftigung" verschoben, die nach Schätzung der Agentur im Vergleich zum Vorjahr (ohne Kurzarbeit) um 363.000 oder 9 Prozent gestiegen ist.


Einschließlich des Beschäftigtenäquivalents Kurzarbeit betrug die Unterbeschäftigung im Juni 4,93 Mio, 676.000 oder 16 Prozent mehr als im Juni 2008 (für die Zeit nach Juni sind noch keine Kurzarbeiterzahlen vorhanden).

5. Insolvenzen

Seit Beginn dieses Jahres steigen die Unternehmensinsolvenzen bereits wieder, obwohl die Statistik bisher nur die Monate bis Juli 2009 freigibt (Abb. 14602).



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