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Bücher zur Webseite: "Falsch globalisiert (Mai 2006) und "Deutschland global" (2005)


(748) Immer wieder China: Industrieproduktion +17,4 %, Bilanzüberschuß +75 %

(747) Weiter deutsches Lohndumping

(746) Europäische Heuschrecken im Aufwind

(745) Produktivitätsentwicklung schwächt sich ab

(744) Geöffnete Schleusen für den deutschen Waffenexport

(743) Internationaler Rentenvergleich: Deutschland fast am Ende

(742) Deutscher Export stagniert seit Oktober 2006

(741) Neues von China und Indien

(740) Von der deutschen Arbeitskostenentwicklung zur Lage der Industrie und den Verbraucherinsolvenzen - schwaches Bild

(739) Die EU-Kommission macht das Antidumping-Instrument stumpf

(738) Produktklau: China vorn

(737) Immer mehr unsoziale Zeitarbeit statt regulärer Arbeit - ein Skandal

(736) Auch die Einkommen akademisch Ausgebildeter fallen in USA hinter die Produktivitätsentwicklung zurück

(735) Einmalig hohe Profitrate der Unternehmen in der Eurozone

(734) Das Ozon-Loch: Es gibt es noch und es wird größer

(733) Zur langfristigen Entwicklung der deutschen Lohnquote

(732) Vor dem G8-Gipfel: Haltung der Deutschen zur Globalisierung wird skeptischer

(731) Mal eine bessere Nachricht: Einzelhandelsumsatz im April 0,6 % über Vorjahr

(730) US-Wirtschaftswachstum geht in die Knie

(729) Der Arbeitsmarkt im Mai

(728) Die Kapitalistenklassen von China und Indien übernehmen

(727) Globalisierung kommt zu einem Preis: Handelsliberalisierung und soziale Ungleichheit

(726) Das skandinavische Modell: Ein Unterschied wie Tag und Nacht

(725) Deutsche Direktinvestitionen im Ausland: USA und China an der Spitze




global news 748 16-06-07: Immer wieder China: Industrieproduktion +17,4 %, Bilanzüberschuß +75 %

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Die Meldungen über den unglaublichen Aufstieg Chinas reißen nicht ab. Vor wenigen Tagen noch wurde die Explosion des Exportüberschusses im Mai mit einem Plus von 75 % gegenüber Vorjahr bekannt. In diesem Jahr kann der Exportüberschuß auf mehr als 350 Milliarden Dollar hochschnellen (siehe Abb. 08105), allein bei der EU wird jetzt mit ca. 230 Mrd Dollar gerechnet.


Heute nun meldet China für die ersten 5 Monate dieses Jahres einen Anstieg der Industrieproduktion um 17,4 % (Abb. 08109). Das Buttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal um 11 % gestiegen (Abb. 08017). Alles Traumwerte, die jedoch für die Handelspartner und die Umwelt gefährlich werden. Selbst der chinesische Ministerpräsident beklagte sich, die zunehmende Umweltverschmutzung und der Energieverbrauch seien bei solcher Entwicklung äußert schwierig zu kontrollieren.



Die Europäische Union liegt nun weit vor den USA als Hauptziel der chinesischen Exporte. Es ist ein Wettbewerb, bei dem China auf der Basis einer staatlich gelenkten Wirtschaft seinen eigenen Markt abschottet, die Währung nach unten manipuliert (siehe Abb. 13257), mit Streikverbot die Löhne auf niedrigstem Niveau hält, Exportindustrien mit Billigkrediten der staatlichen Banken hochpäppelt, die Weltmeisterschaft in Produktfälschung duldet und dabei noch die eigene und die Welt-Umwelt ausschlachtet. Und alles, um die Arbeitsplätze ins Land zu holen oder besser gesagt zu ködern.


Im US Senat haben sich jetzt beide Parteien auf einen Gesetzesentwurf geeinigt, der die manipulative Unterbewertung des Renmimbi zu einer unerlaubten Subvention erklärt und der amerikanischen Regierung aufgibt, dagegen in der Welthandelsorganisation vorzugehen. Es wird ernst zwischen China und den USA. Vielleicht werden die Chinesen demnächst noch mehr nach Europa umleiten.

Der SPIEGEL brachte gestern einen drastischen Bericht über das Schicksal der 200 Millionen Wanderarbeitnehmer, auf deren Rücken der Wettbewerb um die Weltmärkte ausgetragen wird. Das sind fast die Hälfte mehr an Arbeitskräften, als in der ganzen Eurozone beschäftigt sind. Allein im Exportzentrum Shenzhen arbeiten 10 Millionen Wanderarbeiter. Der Chef des taiwanischen PC-Herstellers Acer wird mit der Bemerkung zitiert: „man könne in China sehr schnell Tausende Arbeiter in einer Woche anheuern - oder sie auch ohne jegliche Probleme wieder entlassen. Arme junge Männer warten immer vor der Tür, um in den Industriezentren um Shenzhen und Shanghai zu arbeiten".

Amnesty-China-Experte Dirk Pleiter nennt solche Arbeitsbedingungen „modernen Formen der Sklaverei". Allein im vergangenen Jahr sollen in der Provinz Guangdong - zu der Shenzhen gehört - 1023 Arbeiter bei Unfällen in den Fabriken ums Leben gekommen sein. Sogar in Fabriken, wo Briefpapier und Taschen für die Olympischen Spiele hergestellt wurden, traf eine internationale Menschenrechtsorganisation jetzt Kinder an, die teils 13 Stunden arbeiten mussten und dafür gerade einmal die Hälfte des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns bekamen; das jüngste war 12. Die strengen Regeln gegen Kinderarbeit bestehen fast nur auf dem Papier - denn die meisten Wanderarbeiter sind illegal beschäftigt. Das sogenannte Haushaltsregistrierungsgesetz bindet Chinesen weitgehend an ihren Wohnort. Die Genehmigung, woanders zu arbeiten, ist schwer zu bekommen - und teuer. Rund 60 Prozent der Wanderarbeiter haben deshalb noch nicht einmal einen Arbeitsvertrag, schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Sie sind der Willkür ihrer Arbeitgeber ausgeliefert, weder kranken- noch unfallversichert, ihre Kinder dürfen nicht in die öffentlichen Schulen gehen.

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global news 747 15-06-07: Weiter deutsches Lohndumping

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Mit absoluter Stagnation selbst der nominalen Lohnkosten, hat Deutschland seinen Lohndumping-Wettbewerb gegen die Eurozonenpartner, die nicht mehr abwerten können, und gegen andere EU-Partner im 1. Quartal 2007 fortgesetzt (Abb. 12500). Frankreich und Spanien z.B. verzeichneten eine Steigerung um 4 %.


Noch deutlicher wird die deutsche Situation, wenn die Lohnkosten real nach Abzug der Verbraucherpreisinflation gerechnet werden (Abb. 12501).


Nicht zuletzt Dank dieser verhaltenen Arbeitskostenentwicklung konnte Deutschland seinen Export in die EU, einschließlich Eurozone, in den ersten 4 Monaten dieses Jahres um fast 14 % gegenüber Vorjahr steigern und hier 69,4 % des gesamten Exportüberschusses erzielen.

Ein erster Reflex der importbehindernden jedoch exportneutralen deutschen Mehrwertsteuererhöhung und der stark gebremsten deutschen Lohnkosten zeigt sich jetzt in Frankreich. Die neue Regierung hat angekündigt, daß sie an eine Erhöhung der MWSt nach deutschem Muster, allerdings gleich um 5 % denkt, um aus dem Aufkommen die französischen Arbeitkosten zu senken und gleichzeitig die Bremswirkung auf die Importe zu erreichen. Deutschland hat also auch hier einen am Ende sehr schädlichen Wettlauf gestartet.

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global news 746 14-06-07: Europäische Heuschrecken im Aufwind

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Nach dem heute vorgelegten Jahresbericht der European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) haben die europäischen Private Equity Unternehmen im vergangenen Jahr alle Rekorde gebrochen. Sie erzielten einen Jahresprofit von 10,8 %, das obere Viertel sogar 23,1 %. Mit 112 Milliarden Euro konnten sie 56 % mehr Kapital aufnehmen als im Vorjahr. Die meisten Mittel kamen aus USA und gingen in dieser Reihenfolge nach Großbritannien, Frankreich und Deutschland (Abb. 03498).


Die Investitionen wurden um mehr als die Hälfte auf 71 Milliarden Euro gesteigert. Zielobjekte waren mehr als 7.100 Unternehmen.

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global news 745 13-06-07: Produktivitätsentwicklung schwächt sich ab

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Längerfristig kann die deutsche Wirtschaft nur so viel wachsen, wie es die Entwicklung der Arbeitsproduktivität erlaubt. Die allerdings hat sich im 1. Quartal dieses Jahres zum ersten Mal seit 2004 mit minus 0,8 % gegen Vorquartal ins Negative gedreht (Abb. 04894 und 04895).



Manche Beobachter erwarten nun ein eher schwaches Ergebnis für die Wirtschaftsentwicklung im gerade zu Ende gegangenen 2. Quartal 2007, nachdem schon das 1. Quartal schwach ausfiel. So sagte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Montag ein Wachstum von nur noch 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal voraus.

Für eine schwierigere Gangart der Konjunktur sprechen auch die zuletzt negative Entwicklung von Aufträgen, Produktion und Umsatz der gewerblichen Wirtschaft. Die neuesten Umsatzzahlen zeigen für April einen Rückgang gegenüber März von 3,1 % an (Abb. 04725). Auch wenn ein Teil auf das Konto von Brücken-Urlaubstagen gehen mag, so dürfte der April-Wert das ganze 2. Quartal belasten.


Auch die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnbauten ist deutlich zurückgegangen (Abb. 04642).


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extra global news 744 12-06-07: Geöffnete Schleusen für den deutschen Waffenexport

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Unter den ersten 10 Waffenexporteure haben China (+153 %) und Deutschland (+151 %) ihren Waffenexport im vergangenen Jahr bei weitem am stärksten gesteigert. Deutschland belegte mit einem Anteil von 14,4 % am weltweiten Export den dritten Platz nach den USA und Rußland (Abb. 13301). Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1996-2005 hat Deutschland seinen Anteil mehr als verdoppelt (Abb. 13302). Auch ein geschätzter Beitrag zum Wirtschaftswachstum?



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global news 743 12-06-07: Internationaler Rentenvergleich: Deutschland fast am Ende

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Der neue Rentenbericht der OECD „Pensions at a glance" bringt für Deutschland einige unerfreuliche Wahrheiten im internationalen Vergleich. Mit nur 39,9 % des letzten Arbeitseinkommens liegen die deutschen Renten für durchschnittliche Einkommen so ziemlich am Ende des Vergleichsfeldes. Unter vergleichbaren Ländern sind nur die Werte in Japan, Irland und Großbritannien noch niedriger (Abb. 12477). Bei denen, deren Arbeitseinkommen beim doppelten Durchschnittswert liegen, ist die Rentenhöhe mit 30 % noch immer im unteren Bereich, allerdings vor 6 weiteren Ländern (Abb. 12479).



Die meisten anderen Ländern haben für niedrigere Einkommensbezieher (halbes Durchschnittseinkommen) günstigere Rentensätze. Dagegen liegt bei Deutschland auch hier die Rentenhöhe bei 39,9 % des letzten Arbeitseinkommens. Dies bringt Deutschland auf den allerletzten Platz des Vergleichsfeldes (Abb. 12480). Die OECD warnt daher, Deutschland müsse darauf achten, einen Anstieg der Altersarmut zu vermeiden.


Die OECD zeigt auch, wie sich bei den Ländern, die Reformen betrieben haben, die Rentenwerte abgesenkt haben. Deutschland hat einen der größten Abstiege von 48,7 % auf nur noch 39,9 % (Abb. 12478). Praktisch wurden die Renten in Deutschland zusätzlich erheblich gekürzt, weil Deutschland zu den 3 nur Ländern gehört, die mit der Reform das Renteneintrittsalter angehoben haben. Bis auf 6 Länder halten alles OECD-Länder an 65 Jahren fest, bei Frankreich sind es sogar 60 Jahre.


Siehe auch neuen Schwerpunkt „Deutsche Renten am Ende" und Gedanken zur Zeit Nr. 213. (bitte auch Startseite besuchen)



extra global news 742 11-06-07: Deutscher Export stagniert seit Oktober 2006

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Preisbereinigt sowie kalender- und saisonbereinigt stagniert der deutsche Export mit wenig Auf und Ab nun bereits seit Oktober 2006 (Abb. 04783).


Auch der Auslandsumsatz der gewerblichen Wirtschaft ist im April um 2,4 % gegen Vormonat zurückgefallen, wie auch der Umsatz insgesamt (-3,1 %) und besonders der Inlandsumsatz (-3,5 %), während im Vorjahresvergleich der Auslandsumsatz um 6,9 % und der Inlandsumsatz um 3,4 % höher lagen (Abb. 04725).


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global news 741 11-06-07: Neues von China und Indien

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Die starke Wirtschaftsentwicklung von China und Indien hat nun die Experten von Goldman Sachs veranlaßt, das Überholdatum, an dem beide die USA als weltstärkste Wirtschaftsmacht hinter sich lassen werden, vorzurücken. War das für China bisher um das Jahr 2035 erwartet worden (Abb. 08019), so soll es nun schon um 2027 passieren, also in nur zwanzig Jahren. Bei Indien wird das um 2050 erwartet und schon um 2025 soll das Land alle G8-Länder bis auf die USA und Japan hinter sich lassen.


In beiden Ländern, vor allem in Indien, spielen Private Equity Unternehmen, eine wachsende Rolle. In China verdoppelten sich deren Investitionen im vergangen Jahr auf 7,3 Milliarden Dollar. Jetzt aber hat China mit einem neuen Gesetz den roten Heuschrecken-Teppich für ausländische Unternehmen ausgerollt. Dabei wurden auch die Steuerregeln vereinfacht. Sie dürfen nun eine ähnliche Struktur mit Sitz auf den Cayman Inseln benutzen, wie sie sonst weltweit von den Heuschrecken angewandt wird.

Indien widersetzt sich, wie China, internationalen Klimaauflagen und versteckt sich dabei hinter seiner mehrheitlich sehr armen und daher wenig treibhausgas-intensiven Bevölkerung, die den Landesdurchschnitt in 2004 auf nur 1,1 Tonnen hielt (USA 20 Tonnen). Allerdings wird dabei gern übersehen, daß es eine große 60 Millionen starke wohlhabende Oberschicht gibt, die auch die meisten Milliardäre Asiens umfaßt und entsprechend energiereich lebt. Diese Klasse soll sich über die nächsten 25 Jahren nach Prognosen von McKinsey noch auf 600 Millionen verzehnfachen. Hinzu kommt bei Indien, daß 70 % der Energieproduktion auf ungewaschener Kohle beruht, was besonders emissionsträchtig ist und Indiens Emissionen bis 2030 auf das 2,5-Fache bringen wird. Indiens Wohlhabende hätten durchaus die Mittel, für weniger Treibhausgas-Emissionen in Indien zu sorgen.

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global news 740 09-06-07: Von der deutschen Arbeitskostenentwicklung zur Lage der Industrie und den Verbraucherinsolvenzen - schwaches Bild

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Die Bekanntgaben des Statistischen Bundesamts zur Entwicklung der Arbeitskosten, der Industrieproduktion und der Verbraucherinsolvenzen von gestern und heute spiegeln sehr deutlich wider, wie die gespaltene Konjunktur mit gebremsten Arbeitseinkommen und Arbeitskosten bei stark steigenden Unternehmensprofiten zu eine schwachen Binnenkonjunktur und zunehmenden Verbraucherinsolvenzen führt.

Die deutschen Arbeitskosten sind im 1. Quartal nur um 0,4 % gegenüber Vorjahr gestiegen (Abb. 04803).


Unter den Alt-EU-Ländern liegen die deutschen Arbeitskosten im Mittelfeld (Abb. 12375) und hatten im vergangenen Jahr den niedrigsten Zuwachs (Abb. 12252).



Allerdings stagniert die deutsche Konsumgüterindustrie sowohl in der Produktion (Abb. 04306) als auch bei den Inlandsaufträgen (Abb. 04569) seit vielen Monaten und kann die derzeitige Abschwächung in den anderen Industriebereichen nicht auffangen. Insgesamt ging die Industrieproduktion im April um 2,4 % gegen März zurück; auch die Auftragseingänge nahmen um 1,2 % ab.



Unter der schlechten Entwicklung der Arbeitseinkommen litten auch die Finanzen der Verbraucher. Die Insolvenzen nahmen im 1. Quartal 2007 um 22 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter zu (Abb. 04028), eine Entwicklung, die nun schon seit vielen Jahren anhält.


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global news 739 08-06-07: Die EU-Kommission macht das Antidumping-Instrument stumpf

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Nach einer Meldung in der heutigen Financial Times haben sich zehn europäische Wirtschaftsverbände bei EU-Kommissionschef Barroso schriftlich beklagt und dabei dem britischen Handelskommissar Mandelson, ein besonderes neoliberales Gemüt in der Kommission, vorgeworfen, sie nicht mehr vor unfairen Wettbewerbspraktiken ausländischer Konkurrenten zu schützen. Die EU-Kommission habe inzwischen "eine klare Anti-Industrie-Haltung" und habe einen "unzweifelhaften politischen Hang gegen das Durchsetzen oder Aufrechterhalten von Maßnahmen" zum Schutz der europäischen Industrie mittels des so genannten Anti-Dumping-Verfahrens." Mit ihrer Abneigung gegen Strafmaßnahmen verstoße die EU-Kommission „gegen ihre Verpflichtung, Europäisches Recht anzuwenden. Sie beugt existierendes Recht und beleidigt das Recht auf Verteidigung. Diese Situation ist beispiellos."

Zu den Beschwerdeführern gehören Verbände von Branchen, die zunehmendem Wettbewerb vor allem aus Fernost ausgesetzt sind, wie der Verband der europäischen Chemieindustrie, der Europäische Baumwoll- und Textilverband, der europäische Metallverband, die europäische Bergbauvereinigung, die Drahtseilindustrie und der Kohle- und Graphitverband.

EU-Handelskommissar Peter Mandelson hatte im Dezember eine Überarbeitung der EU-Anti-Dumping-Politik angekündigt. Vorgeschobene Begründung: Die Maßnahmen verfehlten oft ihre Wirkung und schädigten die Konsumenten mehr, als dass die der Industrie nützen. Tatsächlich hatten sich Regierungen von Mitgliedsstaaten, wie Großbritannien und Schweden, die in diesen Industriebereichen bereits weitgehend industriefrei sind und wo große Handelsfirmen auf Zulassung gedumpter Importe dringen, für eine Schwächung der Schutzvorschriften stark gemacht. Die Länder, die hier noch eine Menge Industrie aufweisen, wie Italien, Spanien und Portugal, hatten dagegengehalten.

Seit Jahresbeginn hat Mandelson in der Tat nicht ein einziges Anti-Dumping-Verfahren eingeleitet. Im gesamten vergangenen Jahr waren es hingegen noch mehr als 36 neue Verfahren gewesen, z.B. gegen chinesische Schuhe, Plastiktaschen und Fahrradteile. Nach Meinung der Verbände wird auch die Verlängerung auslaufender Maßnahmen durch „exzessive Anforderungen" erschwert. Die Prozeduren zeigen nach Ansicht der Verbände „definitive Versuche, Maßnahmen unter dem einen oder anderen Vorwand zu beenden". Die Verbände beklagen außerdem eine Diskrepanz zwischen den Ergebnissen von Untersuchungen und den Schlussfolgerungen, die Mandelsons Behörde daraus ziehe. So gebe es dabei sogar eine „totale Missachtung von Betrug und Fälschungen durch Exporteure" im Ausland.

Ein Sprecher Mandelsons bestritt, daß sich die Politik der EU-Kommission geändert habe. Mit einem Verzicht auf die Einleitung von Anti-Dumping-Maßnahmen hat es Mandelson in der Hand, das Instrument stumpf werden zu lassen. Die Regierungen der Mitgliedstaaten können ihn nicht zur Eröffnung solcher Verfahren zwingen. Dabei hat das GATT, die multilaterale Bibel der Handelsbeziehungen, im Artikel 6 eine klare Vorschrift, die ausdrücklich Dumping verurteilt und das Recht zur Abwehr einräumt. Aber im Zeichen neoliberaler Globalisierung stehen solche Rechte immer mehr nur auf dem Papier. Wie wird wohl die deutsche Automobilindustrie schreien, wenn Mandelson, dessen Heimatland kaum noch über eigene Automobilfirmen verfügt und eine davon sogar schon China gehört, eines Tages den Schutz vor China-Schnäppchen in diesem Bereich ablehnen wird? Dies ist einer der Bereiche, in denen sich die Regierungen der Mitgliedsstaaten gern machtlos zeigen. Dabei gäbe es genügend politische Möglichkeiten, um Mandelson oder dem ebenfalls neoliberalen Barroso die rote Karte zu zeigen.


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global news 738 07-06-07: Produktklau: China vorn

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Nach einem neuen Bericht der OECD „The Economic Impact of Counterfeiting and Piracy" wird der Verlust durch Produktfälschungen auf bis zu 200 Mrd Dollar geschätzt. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt von 150 Volkswirtschaften um den Globus herum oder etwa 17 % des deutschen Exports pro Jahr. Auf Herkunft aus Asien entfällt rund 70 % dieser Ware. China war die größte einzelne Herkunftsquelle (Abb. 07174).


Der Produktklau in China ist sehr schwer zu bremsen, weil die Provinzfürsten oft die Hand über den betreffenen chinesischen Unternehmen halten. Selbst beim Transrapid wird das Kopieren von Elementen befürchtet. Dort ist die Entwicklung inzwischen bis zur Testreife durchgezogen worden (Abb. 07175).


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global news 737 06-06-07: Immer mehr unsoziale Zeitarbeit statt regulärer Arbeit - ein Skandal

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Viele deutsche Unternehmen stellen nur noch Zeitarbeiter ein. Das ist viel billiger, gewerkschaftlich nicht organisiert und bei jeder kleinsten Konjunkturbewegung zurückzudrehen: „hire and fire" ist das Leitmotiv des deutschen Arbeitsmarktes geworden. Deutschland hat sich sozialpolitisch auf den langen Marsch nach China gemacht, wo es keine unabhängigen Gewerkschaften gibt und Streiks verboten sind. Wenn etwas am deutschen Arbeitsmarkt boomt, ist es die Arbeitnehmerüberlassungs-Industrie. Seit der Schröder'schen „Reform" von 2003 können Leiharbeitsverhältnisse praktisch beliebig lang fortgeführt werden und damit an die Stelle regulärer Arbeitsverhältnisse treten. Der zum Ausgleich gedachte Gleichbehandlungsgrundsatz, der das Recht auf gleichen Lohn und gleiche Arbeitsbedingungen wie die Kernmanschaft im Entleihbetrieb gewährt, kann von den Zeitarbeitsfirmen bequem umgangen werden, weil ihnen erlaubt wurde, ihre eigenen Tarifverträge abzuschließen. Seitdem boom die Branche noch mehr, wie an der Entwicklung deutlich ablesbar ist (Abb. 04800); das gilt auch für Zeitarbeit insgesamt (Abb. 12447). Die Zunahme an Zeitarbeit in 2006 entsprach fast 2/3 des Rückgangs an Arbeitslosigkeit. Diese prekäre Situation dürfte sich nun in 2007 noch verstärken. Deutschland hat nach Italien und den Niederlanden den stärksten Zuwachs an Zeitarbeit.



Nach Feststellungen der IAB im Kurzbericht vom September 2006 hat seit der „Reform" von 2003 der Anteil der Leiharbeiter, die auch schon vorher bei einem Verleiher tätig waren, sprunghaft zugenommen. Kettenarbeitsverträge, die zu meinen juristischen Studienzeiten in den 60er Jahren noch aus sozialpolitischen Gründen verboten waren, gewinnen immer mehr an Boden. Nur noch ein Fünftel der Leiharbeiter wechselt in eine andersweitige Beschäftigung über (Abb. 04801). Die Beschäftigungsdauer in Leiharbeitsverträgen hat engegen den Erwartungen der Reformer nicht zugenommen, d.h. die Unsicherheiten sind geblieben.


Seit ich den Schwerpunkt zur Zeitarbeit auf meine Webseite gesetzt habe, haben mich eine Reihe von Zuschriften erreicht. Heute kam wieder eine, die ich hier anomym und auszugsweise wiedergeben möchte, weil sie exemplarisch für viele andere steht. Nehmen Sie sich bitte die Zeit, dies zu lesen:

Bitte entschuldigen Sie meine direkte Art und Weise der Kontaktaufnahme zu Ihnen - es ist der Mut der Verzweifelung. Denn meiner Meinung nach darf die Zeitarbeit nicht zur Standardeinstellung werden, sondern sollte nur zur Überbrückung auftragsstarker Zeiten dienen. Auch ich musste im Dezember 2006 eine Leiharbeit annehmen und bekomme nun die gesamte Härte unserer angeblich "sozialen" Marktwirtschaft zu spüren. Es war die einzigste Möglichkeit für mich (ich bin 26 Jahre jung) überhaupt wieder in meinem Beruf arbeiten zu können (IT), nachdem ich 1 Jahr lang arbeitslos war und zwischenzeitlich sogar berufsfremd arbeiten musste. Ich habe meine Schul- und Berufsabschlüsse überdurchschnittlich gut gemacht und habe gute Referenzen und mich stets bemüht, aber es hat alles nichts geholfen. Es macht mich unglaublich traurig zu spüren, wie man als Mensch 2. Klasse behandelt wird. Ich arbeite in einem sehr großem, global ausgerichteten IT-Unternehmen als Zeitarbeiter und gehöre damit nicht zum Kernpersonal. Eingestellt wird sowieso nicht mehr... Überall nur Zeitarbeit. Diese Form des "Kapitalismus" hat nun freie Bahn, leider.

Nachdem 2004 die Gesetze für Zeitarbeit von der Bundesregierung gelockert wurden (z.B. auf einen unbegrenzten Zeitraum des Verleihens), wird nur noch über Zeitarbeit hier beschäftigt. Von der Sekretärin bis zum Administrator, das ist das Einzigste was boomt- alle neuen Mitarbeiter sind geliehen. Eingestellt wird über sogenannte "BZA-Tarifverträge", die aber viel niedriger sind als ein normaler Lohn eines Angestellten. Die Verpflichtung, einen ähnlichen Lohn zu zahlen wie der von Festangestellten besteht also nicht mehr bzw. wird so umgangen. Wo soll das noch hinführen? Welchen Anreiz hat das Unternehmen die Zeitarbeiter einzustellen? Keinen, denn die Arbeit wird auch so billiger für Unternehmen gemacht - und obwohl die Unternehmen schon starke Gewinne machen.

Ich bekomme im Vergleich zu meinem Kollegen ein Drittel weniger Lohn, 5 Tage weniger Urlaub, keine Boni, halb so hohe Zuschläge, keine Essenszuschläge, keine Altersvorsorge, keine vermögenswirksame Leistungen, keine Lohnerhöhungen, keinen Parkplatz und darf nicht an firmeninternen Feiern (Sommerfest) teilnehmen - und das bei teilweise besserer Qualifikation. Von der psychischen Belastung will ich gar nicht sprechen, diese ist furchtbar, denn man fühlt sich als Mensch 2. Klasse - man hat ja auch allen Grund dazu.

Wohin soll diese Entwicklung denn noch führen? Welchen Ausweg sollte ich denn finden?

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extra global news 736 05-06-07: Auch die Einkommen akademisch Ausgebildeter fallen in USA hinter die Produktivitätsentwicklung zurück

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Frank Levy und Peter Temin vom MIT haben heute der New America Foundation ihre neue Studie "Inequality and Institutions" vorgestellt, die den Mechanismen der Einkommensungleichheit nachgeht. Sie haben dabei gefunden, daß auch das Einkommen der akademisch Ausgebildeten in USA nicht mit der Produktivitätsentwicklung schritt hält, wenn auch der Abstand nicht so groß wie bei den Arbeitskräften ohne Studium ist. Damit ist ein alter Traum widerlegt, eine bessere Ausbildung könne das Problem der zunehmenden Einkommensungleichheit zwischen Kapital und Arbeit überwinden.

In Deutschland öffnet sich die generelle Schere zwischen Arbeitseinkommen einerseits und Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen besonders stark (Abb. 04802). Die jetzt in USA entdeckte Entwicklung dürfte daher auch für Deutschland zutreffen.


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global news 735 05-06-07: Einmalig hohe Profitrate der Unternehmen in der Eurozone

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Nach der heutigen Mitteilung von Eurostat ist die Profitrate von unter 37 % Ende 1999 auf fast 40 % im vergangenen Jahr stark angestiegen (Abb. 12475).


Allerdings haben die Unternehmen die Investionen als Anteil an den Profiten trotz der besseren Ertragslage nicht hochgefahren (12476). Die höheren Profite gehen also in spekulative Anlagen an den Finanzmärkten.


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global news 734 04-06-07: Das Ozon-Loch: Es gibt es noch und es wird größer

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Das Ozon-Loch in der Antarktis war im letzten antarktischen Winter wieder 2,5-mal größer als die USA oder dreimal größer als Europa. Es war das größte jemals gemessene mit einer Ausdehnung von 29,5 Millionen Quadratkilometern. Es war zugleich dasjenige mit dem größten inneren Defizit an Ozon (Abb. 07171). Nur darf man dabei nicht vergessen, daß auch in den mittleren am meisten bevölkerten Breiten des Globus die Ausdünnung des Ozons in der Troposphäre ständig zunimmt. Seit 1979 sind die Werte jedes Jahrzehnt um etwa 5 % gefallen, wenn die Ausdünnung jeweil mit Jahresdurchschnitten berechnet wird.


Wie ist das möglich, nachdem uns ständig die frohen Botschaften vom Erfolg des Montreal-Protokolls zur Beendigung der Produktion von Chlorfluorkohlenwasserstoffen (CFKW) erreichen? Drei Umstände berauben das Protokoll derzeit noch der vollen Wirkung:

» Erstens kam das Protokoll zu spät, um den massiven Aufbau von weltweiter CFKW-Produktion bis Ende der 80er Jahr zu verhindern. Das Ozonloch war schon in den 70er Jahren entdeckt worden, aber das Protokoll trat erst Ende der 80er Jahre in Kraft und hat Übergangsfristen bis 2011. Besonders den Entwicklungsländern ist viel Zeit zugestanden worden. So stieg Chinas Verbrauch an CFKW zwischen 1986 und 1994 jedes Jahr um mehr als 12 %. Mit dem Stop der Produktion in den entwickelten Ländern Ende 1995 wurde China mit 86 Tausend Tonnen weltweit der größte Produzent; seitdem ist die Produktion bis auf 52 Tausend Tonnen in 2004 gefallen. Obwohl der Abbau der Produktion weltweit sehr erfolgreich verlaufen ist (Abb. 07168) ist damit viel zu viel dieser Substanzen produziert worden.


» Zweitens entweichen nun die Ozon-zerstörenden Substanzen überall aus Müllkippen, auf denen z.B. Schaumstoffe abgelagert sind, aus alten Feuerlöschern oder wo, wie in den meisten Entwicklungsländern, Kühlschränke auch heute noch nicht entsorgt werden.

» Drittens erfaßt das Protokoll nicht die Ozon-zerstörenden Holone, deren Konzentration ständig zunimmt.

» Viertens erfolgt der chemische Abbau von Ozon-zerstörenden Substanzen nur in sehr langen Zeiträumen von 20 bis 100 Jahren.

Die Konzentration von Chlorinen in der Troposphäre ist daher erst um etwa 3 % seit dem Gipfel Mitte der 90er Jahre gesunken (Abb. 07170). Gleichzeitig hat sich jedoch die Konzentration einiger Halone noch verstärkt; insgesamt ist die Konzentration von Halonen zwischen 1992 und 2004 um 40 % gestiegen (Abb. 07169).



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global news 733 03-06-07: Zur langfristigen Entwicklung der deutschen Lohnquote

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Meine Abbildung 04054 gefällt vielen konservativen Betrachtern nicht. Sie versuchen sie dann auf Blogs, wo sie oft erscheint, zu entwerten. Hier ein Beispiel: „Der Rückgang der Lohnquote in den letzten Jahren war tatsächlich beachtlich. Allerdings betreibt Jahnke zum Teil das, was er anderen vorwirft, wenn er wie hier z.B. sein Diagramm am relativen Extrempunkt beginnen lässt. So lag die Lohnquote 2000 auf dem höchsten Stand seit 1987."


Ich bin nun der Gesamtentwicklung seit 1960 nachgegangen. Abb. 04799 zeigt, daß der Rückgang bereits seit Ende der 70er Jahre mit einigem Auf und Ab kontinuierlich anhält. Gegenüber dem Gipfel von 1979 haben die Arbeitnehmer bereits fast 7 Prozentpunkte verloren. Nicht das Jahr 2000 ist willkürlich, sondern das von diesem Kritiker herausgepickte Jahr 1987. Die beiden Diagramme sind außerdem unterschiedlich aufgebaut, weil Abbildung 04054 die inflationsbereinigte Entwicklung der beiden Größen zeigt, während die Lohnquote am nominalen Volkseinkommen gemessen wird. Noch eine Anmerkung: Natürlich hatten wir in den 50er und 60er Jahren eine sehr niedrige Lohnquote, weil damals noch die für den Wiederaufbau notwendigen Vermögen gebildet werden mußten.


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global news 732 02-06-07: Vor dem G8-Gipfel: Haltung der Deutschen zur Globalisierung wird skeptischer

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Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern, die am 23. und 24. Mai 2007 unter 1005 repräsentativ ausgesuchten Bundesbürgern durchgeführt wurde, wird die Haltung der Deutschen zur Globalisierung deutlich skeptischer - ein Ergebnis, das auch viele andere Umfragen gezeigt haben. Mehr als jeder Dritte sieht die Nachteile überwiegen und nur noch 40 % die Vorteile (Abb. 03596). Bei einer identischen Umfrage im Jahr 2000 lag der Anteil der Kritiker noch bei 19 %.


Besondere Sorgen gelten einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich (67 %) und dem Abbau von Arbeitsplätzen als Folge der Globalisierung (39 %, im Jahr 2000 noch 28 %, Abb. 03597).


Die Kluft zwischen Arm und Reich verstärkt sich nach allen Erkenntnissen mit hohem Tempo in Deutschland. Die Globalisierung benachteiligt aber auch die besonders armen Länder. Unter den 10 % der Weltbevölkerung, die als Spitzenverdiener allein 60 % des Konsumzuwachs zwischen 1993 und 2001 auf sich ziehen konnten, dürften sehr wenige in Afrika leben. Schwarz-Afrika leidet unter der Globalisierung ganz besonders. So hat die Welthandelsorganisation auf Drängen der von den USA unterstützten großen Latifundien-Besitzer in Lateiamerika entschieden, daß die Bananen und der Zucker aus sehr armen afrikanischen Ländern (wie auch aus der Karibik) nicht mehr in den Genuß der Einfuhrpräferenzen der Europäischen Union kommen können.

Wo früher sehr arme afrikanische Produzenten ihre Textil- , Leder- und Korbwaren-Produkte nach Deutschland lieferten, werden sie nun zunehmend von chinesischer Billigstware verdrängt. Die deutschen Importe aus Schwarz-Afrika bei diesen traditionellen afrikanischen Produkten fielen nominal zwischen 2000 und 2006 um 16 %, die aus China stiegen um 106 % (Abb. 12474). Deutschland und andere primär an ihren China-Exporten interessierte Länder haben dies mit der vorbehaltlosen Aufnahme der Staatswirtschaft Chinas in die WTO möglich gemacht, ein Trend der auch auf den Märkten der anderen Industrieländer zu beobachten ist. Gegen die staatlichen Subventionen und die Währungsmanipulation sowie die riesigen westlichen Investitionen in China haben die Schwarz-Afrikaner nicht die geringste Chance.


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Extra global news 731 01-06-07: Mal eine bessere Nachricht: Einzelhandelsumsatz im April 0,6 % über Vorjahr

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Der Einzelhandelsumsatz scheint sein Tief zu Beginn dieses Jahres erst einmal überwunden zu haben. Zwar ging er unbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % weiter zurück, nach Bereinigung um Saison- und Kalendereffekte errechnet das Statistische Bundesamt jedoch ein kleines Plus von 0,6 %. Dies ist zwar nicht gerade der angekündigte Kosnumrausch, praktisch liegt der Einzelhandelsumsatz damit aber wieder da, wo er zur Mitte des vergangenen Jahres gelegen hatte Allerdings lag er fü die ersten 4 Monate zusammen um 3 % unter dem Vorjahresergebnis (Abb. 04214).


Allerdings sind diese Daten mit großer Vorsicht zu behandeln, da es dabei oft zu Nachkorrekturen in nicht unwesentlichem Umfang kommt.

Positiv entwickelte sich nach den unbereinigten Zahlen eigentlich nur der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren sowie mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten. Weiterhin besonders rückläufig war der Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren.

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global news 730 01-06-07: US-Wirtschaftswachstum geht in die Knie

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Das amerikanische Wirtschaftswachstum, das noch im 1. Quartal 2006 bei einer Jahresrate von 5,6 % lag ist ein Jahr später auf nur noch 0,6 % zurückgefallen (Abb. 05004). Das ist die niedrigste Rate seit fünf Jahren.


Einer der Gründe ist die anhaltende Immobilienkrise, die die Bauwirtschaft belastet, wenn auch bisher noch nicht das allgemeine Konsumklima der Verbraucher. Hinzu kommt das irrsinnige Handelsbilanzdefizit, das die Volkswirtschaften vor allem in China, Japan und Europa antreibt, nicht aber die amerikanische (Abb. 0302). Im März lag der Wert mit rund 64 Mrd Dollar wieder so hoch, daß er noch den Durchschnittsmonatswert von 2006 übertraf.


Man wird damit rechnen müssen, daß sich Europa nicht völlig aus dem Sog einer nachlassenden US-Konjunktur heraushalten kann.

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global news 729 31-05-07: Der Arbeitsmarkt im Mai

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Wiederanstieg der saisonal bereinigten Arbeitslosenzahl im Mai, sehr geringer Aufbau versicherungspflichtiger Beschäftigung gegen Vormonat, immer mehr unsichere Zeitverträge, höchste Langzeitarbeitslosenrate im internationalen Vergleich (nach Griechenland)

Natürlich fällt mir als erstes beim Betrachten des Mai-Berichtes wieder auf, daß die Bundesagentur erneut mit der Nullachse des Titelbildes gespielt hat, was der ahnungslose Betrachter nicht erkennen kann, um einen stärkeren Rückgang der Arbeitslosigkeit optisch vorzutäuschen. Abb. 04750 stellt dem die wirkliche Entwicklung gegenüber. Das sind immer wiederholte Tricks, die einer staatlichen Stelle unwürdig sein sollten (Abb. 04750).


Saisonbereinigt errechnet sich erstmals wieder ein Anstieg der Arbeitslosen um 6.000, nach einem immer geringer werdenden Minus von 9.000 im April , -52.000 im März und -75.000 im Februar (Abb. 04772). Die immer wieder bejubelte Tendenz ist damit umgekippt. Das verschweigt natürlich BILD mit der Erfolgsmeldung: „Arbeitslosenzahl sinkt im Mai um 161.000; das waren 732 000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit". Spiegel-online bringt auch nur die frohe Botschaft: „ Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Mai auf den tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren gefallen." Und alles übertrifft mal wieder der Bundesarbeitsminster, der in seiner Presseerklärung die saisonal bereinigten Zahlen und deren Rückgang total verschweigt, dann aber - indem er das Wetter erwähnt - den Eindruck vermittelt, als sei die saisonal bereinigte Zahl gesunken statt gestiegen: „Trotz mildem Winter und warmem April hat der Arbeitsmarkt im Mai einen weiteren deutlichen Schritt nach vorn gebracht."


Und die Bundesagentur selbst, die die Zahlen der letzten Monate trotz des milden Winterwetters immer als großen Erfolg gepriesen hat, merkt nun kleinlaut an: „Die Arbeitslosigkeit hat sich saisonbereinigt im Mai zwar nicht mehr verringert, vor dem Hintergrund einer vergleichsweise geringen Winterarbeitslosigkeit ist aber auch die aktuelle Veränderung als günstig zu bewerten - das Saisonbereinigungsverfahren kann solche außergewöhnlichen Witterungsverläufe nur zum Teil berücksichtigen." Merkt die Bundesagentur denn gar nicht, daß die negative Tendenz bereits seit Dezember 2006 besteht und nicht erst seit Ende des Winters und wie sie die Logik zu Tode reitet, erst den großen Durchbruch trotz milden Winters zu feiern und dann den Rückgang mit mildem Winter zu verbrämen?

Die unbereinigten Zahl der Arbeitslosen ist auf 3,8 Millionen gefallen (Abb. 04595). Auch hier läßt die Rate des Rückgangs gegenüber der Vorjahresperiode deutlich nach (Abb. 04751).



Man beachte auch diese erstaunliche Meldung, die noch mehr Zweifel in die ohnehin wenig zuverlässige Statistik säht: Die offiziellen Arbeitsmarktdaten der vergangenen Monate waren falsch. Knapp 40.000 Arbeitslose sind nicht in die Statistik eingeflossen, gab die Bundesagentur für Arbeit heute zu. Ein ganzer Datensatz war einfach verloren gegangen.

Eine vollständige Übersicht bringt der neue Schwerpunkt zum Arbeitsmarkt im Mai: Bitte hier anklicken.

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global news 728 31-05-07: Die Kapitalistenklassen von China und Indien übernehmen

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Die Zukunft der Welt wird vor allem von China und Indien abhängen. Beide werden zusammen um das Jahr 2020 etwa 37 % der Weltbevölkerung beherbergen. Beide wachsen derzeit mit mehr oder weniger zweistelligen Zuwachsraten und werden früher oder später die USA an Wirtschaftskraft überholen. Schon im kommenden Jahr wird China an den USA mit der Emission an Treibhausgasen vorbeiziehen.

Wie im letzten Rundbrief ausgeführt, entfielen von dem Anstieg des Weltkonsums zwischen 1993 und 2001 50 % bis 60 % auf die Spitzengruppe von nur 10 % der Weltbevölkerung (Abb. 08107). Die lebte zu vier Fünfteln in den Hocheinkommensländern der alten Industrieländer sowie die meisten übrigen in Latein-Amerika. Seitdem jedoch expandieren die neuen Kapitalistenklassen in China und Indien gewaltig und entwickeln zunehmend auch globale Interessen, wie im Falle Indiens die Familie Mittal durch Aufkauf von Stahlwerken rund um den Globus.


Die Financial Times vom 29. Mai 2007 bringt dazu zwei interessante Hinweise. Zu China: Die Zahl der Aktiendepots in China hat die 100 Millionen Marke überschritten. Das entspricht fast 8 % der Bevölkerung. Allein in der vergangenen Woche kamen 1,5 Millionen hinzu. Der Shanghai Aktienindex ist seit Beginn dieses Jahres um 62 % gestiegen (Abb. 08108). Hier wächst eine wohlhabende Klasse an Kapitaleignern hoch, die deutlicher als alles andere den kapitalistisch neoliberalen Kurs Chinas unterstreicht. Zum Vergleich: Deutschland zählt gerade mal knapp 8 Millionen Aktionäre oder weniger als 10 % der Bevölkerung. Das heißt: Selbst pro Bevölkerung wird China bald mehr Aktionäre als Deutschland haben.


Und nun zu Indien: Die Aktienwert der indischen Unternehmen stieg gestern zum ersten Mal über die 1 Billionen $ Marke und hat sich damit unter die führenden Marktwirtschaften der Welt eingereiht. Der Wert liegt nun bereits über der Hälfte des Aktienwertes aller deutscher Unternehmen. Wie sehr sich in Indien eine Klasse von Kapitaleignern entwickelt, zeigt sich an dem enormen Zuwachs der Einkommen im oberen aber auch noch im mittleren Management. Selbst Abteilungsleiter (divisional heads) verdienen in der Regel nicht unter umgerechnet 150.000 Euro pro Jahr. Die Gehälter liegen bereits so hoch, daß sich auch ausländische Top-Manager anwerben lassen, ohne auf Einkommen verzichten zu müssen. Dies ist die Situation in einem Land mit einem Armutsamteil von fast 30 %.

Und dann dies (aus Spiegel-online): „Die westindische Stadt Bombay will das größte Elendsviertel in Asien für 2,3 Milliarden US-Dollar verkaufen. Wo heute noch Blechhütten und Baracken stehen, sollen bald Appartements und Bürohäuser gebaut werden. Das geht aus Zeitungsanzeigen hervor, die heute in 20 Ländern erschienen sind. Der Verkauf wurde in den Anzeigen als "Chance des Jahrtausends" bezeichnet. Bei den Bewohnern stößt das Projekt auf Widerstand. Etwa 57.000 Dharavi-Familien, rund 300.000 Menschen, müssen kostenlos in Einzimmer-Wohnungen umgesiedelt werden.

Diese Entwicklung beschreibt sehr treffend die völlig neue Qualität der Globalisierung selbst in dem Teil der Welt, der früher die Dritte Welt genannt wurde. Die Grenzen zwischen Arm und Reich verlaufen immer weniger zwischen und immer mehr innerhalb von Ländern. Die Aktionärsklasse globalisiert sich. Sie übernimmt die Wirtschaftsherrschaft in ihren Ländern.

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global news 727 30-05-07: Globalisierung kommt zu einem Preis: Handelsliberalisierung und soziale Ungleichheit

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Ausgerechnet das Wallstreet Journal, Medium der Zentrale des Kapitalismus, kommt am 26. Mai 2007 mit einer Betrachtung zu der wachsenden sozialen Diskrepanz als Folge der Globalisierung. Hier einige Auszüge:

In dem Maße, wie Auslandsinvestitionen und Technologietransfer zugenommen haben, hat sich die Schere zwischen wirtschaftlichen Gewinnern und Verlierern sowohl in reichen Ländern, wie den USA, wie in ärmeren, wie Mexiko, geöffnet. Dies wird an der Entwicklung in Mexiko und China, die ihre Wirtschaften liberalisiert haben, vorgeführt (Abb. 03492).


In den USA hat das obere Zehntel einen immer größeren Anteil des US-Einkommens gewonnen und damit die Periode größerer Gleichheit, die nach dem 2. Weltkrieg begann, umgekehrt (Abb. 03493).


In Latein-Amerika haben viele Länder einen Anstieg der Ungleichheit erlebt, seit sie ihre Wirtschaften liberalisiert haben (Abb. 03494).


Korea war lange Zeit als ein Modell an wirtschaftlicher Gleichheit angesehen worden. Seit die asiatische Finanzkrise von 1997 die koreanische Wirtschaft für ausländische Investitionen und Importe geöffnet hat, hat sich die Ungleichheit sehr verbreitet (Abb. 0395).


Hierzu paßt eine Diskussion im Economist's Forum der Financial Times, die schon Ende Oktober vergangen Jahres stattgefunden hat und ein Artikel von Robert Wade, Professor für politische Ökonomie an der London School of Economics, der in den 80er Jahren Chef-Ökonom der Weltbank war. Wade machte in der Diskussion und dann in seinem Artikel geltend, daß der Boom der Weltwirtschaft praktisch seit Mitte der 70er Jahre von dem Leistungsbilanzdefizit der USA angetrieben werde. Dieses Defizit würde einen schnellen Anstieg der internationalen Währungsreserven auslösen, weil ihm kein Verlust an Währungsreserven seitens der USA gegenüberstünde, da die USA einfach Dollar drucken könnten, um ihr Defizit zu finanzieren. Dieses Wachstum könnte in eine globale Depression umkippen, wenn die Kräfte, die in USA nach Schutz suchten, sich durchsetzten.

Das Wachstum dieses Booms sei aber sehr ungleich auf einige wenige Länder und eine kleine Oberschicht verteilt. Seit den 70er Jahren bis zum Jahr 2000 hätte sich die Gesamt-Wachstumsrate des Weltsozialprodukts von 2,7 % auf 1,5 % fast halbiert. Die Mehrheit der Länder (56 %) hätten nur noch ein Wachstum unterhalb ihres Bevölkerungswachstums verzeichnet. Auch in den reichen Industrieländern der OECD sei die Wachstumsrate allen beschleunigten Liberalisierungen zum Trotz Jahrzehnt auf Jahrzehnt gefallen. Die bessere Gesamtentwicklung in den allerletzten Jahren sei so nicht aufrecht zu erhalten, da sie auf einer künstlichen Blase in den Preisen von Immobilien und Aktien beruhe. Über die ganze Welt von NewYork bis Peking, London, Bombay und Lagos würde eine kleine Gruppe der Bevölkerungen riesige persönliche Vermögen zusammenraffen. Von dem Anstieg des Weltkonsums zwischen 1993 und 2001 seien 50 % bis 60 % allein auf die Spitzengruppe von nur 10 % der Weltbevölkerung entfallen. Davon lebten vier Fünftel in der Alten Welt. Das meiste an übrigem Anstieg sei auf die boomende Mittelklasse in China gekommen. Dagegen sei am armen Ende zwar die Zahl derer mit Einkommen unter 1 $/Tag gefallen, dafür aber die Zahl derer mit 1$ bis 2 $/Tag gestiegen, was keinen großen Unterschied ausmache.

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Globalisierung

global news 726 29-05-07: Das skandinavische Modell: Ein Unterschied wie Tag und Nacht

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Im Zeitraum 2000 bis 2006 ist das skandinavische Bruttoinlandsprodukt um nicht weniger als 15.4 % gestiegen (Abb. 12471 und 12472).



Das ist ein überzeugender Beweis für einen Wohlstandskurs der aufbaut auf: höheren Steuern, einem besseren Bildungssystem, mehr Aufwand in Forschung und Entwicklung, einer höheren Produktivität, höheren Arbeitseinkommen, einer besseren Integration der Frauen und Älteren sowie der Immigrantenkinder in den Arbeitsmarkt, mehr sozialer Gleichheit und einer durchschnittlich jüngeren Bevölkerung.

Eine neue ausführliche Analyse mit vielen Schaubildern finden Sie im neuen Schwerpunkt „Systemvergleich: Das Skandinavische Sozial- und Wirtschaftsmodell".

Die anschließende Tabelle enthält einen Überblick zu den Werten die in Skandinavien höher oder niedriger als in Deutschland sind; die Veränderungen sind in Prozent und nicht in Prozentpunkten angegeben (KKP = Kaufkraftparität).


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global news 725 28-05-07: Deutsche Direktinvestitionen im Ausland: USA und China an der Spitze

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Im vergangen Jahr erhöhten deutsche Unternehmen ihre Direktinvestitionen in den nicht EU-Raum von 11,2 Mrd Euro auf 31,1 Mrd Euro erheblich (Abb. 13297). An erster Stelle unter den Zielländern lagen die USA, wahrscheinlich um bei dem schwachen Dollar Kapazitäten für die Versorgung des amerikanischen Marktes aus USA statt aus Deutschland aufzubauen. Zweitwichtigste Adresse war China/Hongkong, ebenfalls ein klarer Indikator für die Verlagerung von Produktion. Unter den EU-Investoren in USA und China/Hongkong nahm Deutschland mit EU-Anteilen von 22 % bzw. 36 % jeweils den ersten Platz mit großem Vorsprung vor anderen EU-Ländern ein.


Netto der investitionen, die in der Gegenrichtung nach Deutschland flossen, lagen ebenfalls die USA an der Spitze, gefolgt von China/Hongkong (Abb. 13298).


Die deutschen und europäischen Auslandsinvestitionen sind allerdings ein Nichts gemessen an dem, was aus den asiatischen Überschuß- und den Ölländern zu erwarten ist, wenn die neuen amtlichen Investitionsfonds dort richtig in Portfolio- und Direktinvestitionen loslegen. Vor allem die asiatischen Entwicklungsländer haben, geführt von China, ihre Währungsreserven Dank anhaltend hoher Exportüberschüssen bei meist nach unten manipulierten Währungen auf fast 2,5 Billionen $ aufgebaut (Abb. 13299). Alle diese Investitionsfonds zusammen haben bereits ein Volumen von ebenfalls 2,5 Billionen $ (Abb. 13300). Zum Vergleich: Unter Berücksichtigung der Inflation hätte der Marshall Plan heute ein Volumen von nur etwas über 100 Mrd $. China hat bereits 3 Mrd $ seines Investitionsfonds in dem Private Equity Unternehmen Blockstone, der zweitgrößten „Heuschrecke" dieser Gattung in der Welt, investiert.



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