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global news 08-08-05: Astronauten sehen globale Umweltschäden
Orginaltext auf Englisch: The commander of the International Space Station (ISS) Frank Culbertson has expressed his concern at the impact mankind is having on the Earth's environment. He told the
BBC, he and fellow astronauts had witnessed signs of climatic change. "We see storms, we see droughts, we saw a dust storm a couple of days ago, in Turkey I think it was, and we have seen hurricanes.
At night you see cities well lit up in populated parts of the world. It's quite amazing to see how many people actually live down there and how much effect they are having on the environment and the
land we live on. It is a cause for concern. Since my first flight in 1990 and this flight, I have seen changes in what comes out of some of the rivers, in land usage. We see areas of the world that
are being burned to clear land, so we are losing lots of trees. There is smoke and dust in wider spread areas than we have seen before, particularly as areas like Africa dry up in certain regions. We
have to be very careful how we treat this good Earth we live on."
Klaus Töpfer, executive director of the United Nations Environment Programme, told the BBC that climate change was a worrying
reality: "We have really dramatic change on a global level. We are losing yearly something like fifteen million hectares of forest, mostly in developing countries. It is time to take stock and ask
what we have to do to stop these developments." 15 Mio ha ist etwa die halbe Fläche Deutschlands. Abb. 07024 und 07025
zeigen den Rückgang der Erdbewaldung.
Abb. 0711 und 07022 geben einen Eindruck von der NO2-Konzentration of Basis
Satelliten-Spektrometermessung nach einer Darstellung des Instituts für Umweltphysik an der Universität Heidelberg (eingekreist die drei grossem Emissions-Zentren in China/Japan, USA und
Europa).




global news 06-08-05: Probleme der deutschen Rentenversicherung heute und morgen
Die deutsche Rentenversicherung leidet unter einer sich zunehmend öffnenden Schere zwischen Beiträgen und Kosten (04052) wegen Rückgangs der versicherungspflichtigen
Vollzeitarbeitsplätze und unzureichender Lohnentwicklung – beides mit negativer Auswirkung auf die Beiträge; hinzu kommt die Belastung aus den neuen Bundesländern. In
längerer Sicht drückt die im internationalen Vergleich sehr niedrige Fruchtbarkeitsrate (Kinder pro Frau) auf die demographische Entwicklung; die Rate ist z.B. in Frankreich mehr als 40 %
höher als in Deutschland (04047). Dennoch wächst die Abhängkeitsrate – zumal unter Berücksichtigung der geringeren Kinderzahl – weniger schnell als die
Produktivität. Die Probleme sollten bei einem Politikwechsel lösbar sein und stellen sich in Deutschland nicht wesentlich anders als in vielen anderen Industrieländern. Zur Gesamtsituation
siehe neuen Schwerpunkt „Die deutsche Rentenmisere", bitte hier anklicken.


global news 05-08-05: Weiterer Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden im ersten Quartal 2005, verhaltene Entwicklung der Inlandsaufträge
Die kalender- und saisonmäßig bereinigten Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen weitere Rückgänge bei den in
2004 geleisteten Arbeitsstunden um 0,8 % bei den Arbeitnehmern und 0,05 % bei allen Beschäftigten (die Differenz erklärt sich
durch den Selbständigeneffekt). Noch ungünstiger: Die Zahlen des ersten Quartals 2005 zeigen bei beiden Werten einen
Rückgang gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 1.3 % an. Die gesamte Entwicklung für die Arbeitnehmer ist in
dem beigefügten Schaubild 04048 enthalten. Diese Angaben weichen von der Pressemitteilung des Bundesministers für Wirtschaft
und Arbeit in der Pressemitteilung vom 4. August, die auf nicht-bereinigten Zahlen aufbaut, ab. Auch der vielbeachtete Index
der Inlandsauftrags-Werte zeigt bisher mit viel Auf und Ab noch keinen festen Aufwärtstrend (04049), zumal es sich um nominale
Werte ohne Berücksichtigung von Preissteigerungen handelt.


global news 04-08-05: "produce now, live later" - China kann Deutschland in drei Jahren an Wirtschaftsleistung überholen
Nach Projektionen von Goldman Sachs bis zum Jahr 2050 können bei unverändert günstigen Bedingungen China im Jahre 2007 und Indien im Jahre 2023 an Deutschlands Wirtschaftskraft
vorbeiziehen (Abb. 08019). Noch erstaunlicher ist die Projektion des Pro-Kopf-BIP, bei der China im Zeitraum bis 2050 bereits etwa 2/3 des deutschen Wertes erreichen soll (Abb. 08020). Natuerlich
sind das nur Projektionen und mit Einschraenkungen, wenn auch mit einiger Sorgfalt erstellt. Mehr zu China ("produce now, live later") auf aktualisierter Webseite hier .


global news 04-08-05: Armut in Deutschland
Die wachsende Zahl der Empfänger
von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt (04042) und die Zahlungen von Wohngeld (04043) sind Indikatoren für die zunehmende Armut in
Deutschland. Siehe dazu auch neuer Schwerpunkt "Armut in Deutschland" hier .


global news 03-08-05: Schlimmste Dürre in Spanien und Portugal
Spanien und Portugal leiden derzeit unter ihrer schlimmsten Dürre seit dem Beginn von Aufzeichnungen in den 40er Jahren; in West-Frankreich sind die Wasserstände auf dem niedrigsten Niveau
seit der großen Dürre von 1976. Bis zum Jahr 2100 erwartet die Internationale Convention für Klimaschutz in ihren Scenarien noch einen Anstieg der Erdoberflächentemperatur um
durchschnittlich bis fast 5 Grad (siehe 07004). Mehr zum Thema "Globalisierung und Umwelt" unter dem neu aufgelegten Schwerpunkt hier.

global news 02-08-05: Anstieg der Verbraucherinsolvenzen
Anstieg der Verbraucherinsolvenzen in Januar - April von über 40 % gegenüber Vorjahr (StaBuA), siehe Schaubild 04028.

global news 01-08-05: 13 % Rückgang der Beschäftigung in der deutschen Konsumgüterindustrie seit 2000
Die schwache Binnenkonjunktur mit langjähriger Kaufzurückhaltung der Verbraucher hat zu dem erheblichen Beschäftigungsrückgang in der deutschen Konsumgüterindustrie um 13 %
seit 2000 hauptsächlich beigetragen (Abb. 04034), zumal sie vom Außenhandelssaldo her keinen Auftrieb erfahren hat (Abb. 04036 und 08018). Bei der Bewertung des Außenhandels ist außerdem
zu berücksichtigen, daß die Importe von Konsumgütern zwischen 2000 und 2004 um 9 % gestiegen sind, was bei einem Rückgang der Preise um 13 % (Durchschnittswerte alle
Warenbereiche, einschließlich Energie) einem starken Mengenwachstum gleichkam. Die Investitionsgüterindustrie hat trotz stark wachsenden Außenhandelsüberschusses ihre
Beschäftigung seit dem Jahr 2000 ebenfalls - wenn auch nur um 6 % - abgebaut und damit keinen Ausgleich am Arbeitsmarkt für den Rücklauf bei der Konsumgüterindustrie geschaffen.
Man kann vermuten, daß ein erheblicher Teil der Investitionsgüterexporte an Niedriglohnstandorte in China und Osteuropa zu mehr Importen von Konsumgütern führt und die Lage der
deutschen Konsumgüterindustrie noch erschwert. Der Anteil der Importe aus China und Osteuropa am deutschen Gesamtimport ist von 2000 bis 2004 von 13 % auf 18 % hochgesprungen.
Siehe auch neues Schwerpunkthema: "Arbeitslosigkeit und kein Ende?", hier.


global news 31-07-05: Stagnation in der Arbeitsproduktivität seit Anfang 2004
Mangels Investitionen in Deutschland (siehe Abb. 04029) und wegen des Rückgangs der Vollzeitarbeitsplätze stagniert die Entwicklung der Arbeitsproduktivität pro
Erwerbstätigenstunde preisbereinigt seit Anfang 2004 (Abb. 03008). Siehe auch neues Schwerpunkthema: "Arbeitslosigkeit und kein Ende?" hier.


global news 30-07-05: Deutschland - "Weltmeister" im Sparen und bei den Langzeitarbeitslosen
Deutschland war im vergangenen Jahr internationaler Spitzenreiter in der Sparquote der Haushalte
gemessen am BIP (Abb. 12041) und auch bei den Langzeitarbeitslosen (Abb. 04022); zu einigen Zusammenhängen von Binnenkonjunktur und
Weltmeisterschaft im Export siehe hier.


global news 29-07-05: Langzeitarbeitslose im Anstieg, Vollzeitarbeitsplätze verharren auf um 1,1 Mio abgesenktem Niveau
Nach der Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 27. Juli ist die besonders bedrückende Langzeitarbeitslosigkeit um 61.000 gegenüber Vormonat gestiegen (04033), während die
Vollzeitarbeitsplätze auf dem seit September 2003 um 1,1 Mio abgesenkten Niveau verharren (04008), was für die Sozialversicherung erhebliche Einnahmeausfälle bringt.
Diese Zahlen sind nicht so wie die Arbeitslosenstatitik von Hartz IV beeiflußt.


global news 28-07-05: Die USA und das Öl
Der amerikanische Ölverbrauch steigt nach offiziellen amerikanischen Vorausberechnungen in den kommenden 20 Jahren um mehr als ein Drittel, wobei die USA immer mehr von Ölimporten
abhängig werden und immer mehr zu steigenden Ölpreisen und der CO2-Umweltbelastung beitragen. Mehr zu USA und Öl siehe neues Schwerpunktthema:
hier.


global news 27-07-05: Diskussion um die Mehrwertsteuer (internationaler Vergleich)
Die Mehrwertsteuer hat in Deutschland einen niedrigeren Satz als in den meisten Vergleichsländern (Abb. 04032). Sie ist ein relativ probates Mittel, um die Steuereinnahmen in Ländern zu
erhöhen, die sich nicht so sehr um die soziale Komponente dieser Steuer kümmern, bzw. wegen weniger ungleicher Einkommensstrukturen (z.B. in Skandinavien) zu kümmern brauchen und eine
gute Binnenkonjunktur haben. Als Konjunkturinstrument ist eine Mehrwertsteuererhöhung, wie sie jetzt wieder in Deutschland diskutiert wird, allerdings wegen der negativen Auswirkungen auf die
Preise und den Binnenkonsum denkbar kontraproduktiv. Nach der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003 des Statistischen Bundesamts über die Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte geben
Haushalte in den höheren Einkommensklassen einen wesentlich kleineren Anteil ihrer Einkommen aus und sparen entsprechend mehr (siehe Abb. 04026). Eine Mehrwertsteuererhöhung trifft daher
konzentriert den Massenkonsum der weniger Verdienenden, während sie an den Mehrverdienern wegen deren relativ kleinen Verbrauchs- und hohen Sparquoten zu einem großen Teil vorbeigeht.
Darin liegt auch ein Unterschied zu den meisten Vergleichsländern mit im Durchschnitt weit weniger ausgeprägter Sparneigung. Mehr zu Steuern
hier.


global news 26-07-05: Italienische Handelsbilanz unter deutschem Druck: Gefahr für die Eurozone
Die italienische Handelsbilanz mit dem Ausland ist nach den Ergebnissen für die ersten 5 Monate 2005 (saisonbereinigt) in ein erhebliches Defizit umgeschlagen. Dabei spielen die steigenden
Defizite mit dem Haupthandelspartner Deutschland eine wesentliche Rolle, die weitgehend auf der viel niedrigeren deutschen Lohnstückkostenentwicklung und Inflationsrate - bei Ausschluß
einer italienischen Abwertung im Eurosystem - aufbauen (Abb. 06012). In den Jahren 1999 bis 2004 stieg das Defizit mit Deutschland um 133 % auf rund 18 Mrd Euro, was auf steigende Importe aus
Deutschland - trotz schwacher italienischer Binnenkonjunktur - bei stagnierenden Exporten nach Deutschland zurückzuführen ist (Abb. 0610). Viele der traditionellen italienischen
Importprodukte (wie Bekleidung, Schuhe, Lederwaren, Sonnenbrillen, etc.) sind in Deutschland offensichtlich durch "Schnäppchen" aus China ersetzt worden.
Nicht weniger als fast 2/3 des gesamten
deutschen Handelsbilanzueberschusses mit aller Welt wurde in den ersten 5 Monaten 2005 mit 7 Eurozonenlaendern erzielt, denen gegenueber Deutschland seine Eurozonen-Vorteile, wie bei Italien,
ausspielt (Abb. 06013). Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, so kann sie leicht zu einer Gefahr fuer den Zusammenhalt der Eurozone werden.Nicht weniger als fast 2/3 des gesamten
deutschen Handelsbilanzüberschusses mit aller Welt wurde in den ersten 5 Monaten 2005 mit 7 Eurozonenländern erzielt, denen gegenüber
Deutschland seine Eurozonen-Vorteile, wie bei Italien,
ausspielt (Abb. 06013). Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, so kann sie leicht zu einer Gefahr für den Zusammenhalt der Eurozone
werden. Mehr zur Eurozonen-Situation und der deutschen Rolle. Mehr zur Eurozonen-Situation und der deutschen Rolle
hier.



global news 25-07-05: Britische Industrieproduktion in der Rezession
Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse des 1. Halbjahres zeigen, dass die britische Industrieproduktion ihre seit einem Jahr andauernde Rezession fortsetzt und das BIP auf schwachem Wachstum verharrt. Mehr zu Großbritannien hier.

global news 23-07-05: Auswirkungen der chinesischen Aufwertung?
Chinas Aufwertung um 2,1% wird wenig tun, um die aussenwirtschaftlichen Ungleichgewichte auszutarieren und etwa den Druck auf europäische Produzenten zu vermindern. Die Veränderung
muß an der Abwertung des chinesischen Renmimbi gegenüber dem Euro seit 2001 um etwa 30 % gemessen werden, die durch die feste Bindung an den US $ bedingt war (Schaubild). Der chinesische
Export erreichte im 1. Halbjahr einen Monatsdurchschnitt, der ¾ des deutschen (auf Basis von 5 Monaten 05) entspricht (Schaubild). Der chinesische Handelsbüberschuß im 1. Halbjahr
2005 von 40 Mrd US$ ist bereits mehr als der gesamte Überschuß des vergangenen Jahres. Die chinesische Wirtschaft stürmt weiter mit einer jährlichen Zuwachsrate des BIP von fast
10 % voran (Schaubild). China ist auf dem besten Weg, innerhalb weniger Monate Deutschland vom "Weltmeisterplatz" im Export abzulösen. Mehr zu China hier.



global news 22-07-05: F&E-Ausgabenvergleich international
Bei Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen schneidet Deutschland im Vergleich zu dem meisten EU-Partnern (nicht jedoch den skandinavischen, und zu Japan) relativ gut ab und liegt auch nur wenig hinter USA.

global news 21-07-05: Neue Studie der OECD über Outsourcing von Dienstleistungen erwartet, daß 20 % der Arbeitsplätze in der Alt-EU betroffen sein können
Studie der OECD über Outsourcing/Offshoring von Dienstleistungen (Potential offshoring of ICT-intensive using occupations) vom 5. April 2005: "Results from the analysis of occupational
employment data suggests that close to 20% of total employment in the EU-15, the U.S., Canada and Australia could potentially be affected by the international sourcing of services activities. The
adjustment process may be costly though, especially for those who have lost their jobs. With some 20% of total employment potentially affected, active labour market adjustment policies are called
for." Die Studie zeigt auch das starke Dienstleistungs-Exportwachstum einiger Länder, besonders in Osteuropa und Asien im Bereich von Computern und IT (Daten fuer Indien, dem größten
Zentrum in den Entwicklungsländern für derartige Dienste, lagen nicht vor). - Dazu paßt die Information von SAP, dem größten deutschen Softwareunternehmen, daß in
Zukunft nur etwa jede fünfte neue Stelle auf Deutschland entfallen werde; es sei klar, daß die Entwicklungszentren in Bangalore und China schneller wachsen würden als die in
Deutschland.

global news 21-07-05: Türkei-Beitritt mehrheitlich in EU abgelehnt
Eine neue Umfrage im Auftrag der EU Kommission unter 30.000 EU-Bürgern hat eine Ablehnung des Türkei-Beitritts durch 52 % bei nur 35 % Zustimmung ergeben. In Österreich mit 80 % und
Frankreich mit 70 % war der Widerstand besonders groß. Beigefügte Schaubilder zeigen, daß die türkischen Löhne und Gehälter im Durchschnitt 4,5-mal niedriger sind als
die deutschen und daß der Beschäftigungsgrad der türkischen Bevölkerung erheblich unter dem der deutschen liegt.


global news 20-07-05: Tony Blair's Wirtschafts-Modell auf dem Weg in die Stagnation? ("Join the club!)"
Die Aussichten der britischen Wirtschaft trüben sich derzeit ein. Die Profitwarnungen der britischen Unternehmen haben im 2. Quartal um die Hälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum
zugenommen. Der Absatz des Einzelhandels hat im Mai mit einem Zuwachs von nur 1,3 % gegenüber Vorjahr den niedrigsten Zuwachs seit etwa 40 Jahren erreicht. Die Hauspreise sinken. Der nominale
Zuwachs des Bruttoinlandprodukts geht schon seit 2003 zurück und lag im 1. Quartal bei einem Wert, der auf das Jahr übertragen nur noch knapp 1,5 % Zuwachs bedeutet (siehe Schaubild).
Allgemein wird wegen der sich deutlich eintrübenden Konjunkturaussichten mit Zinssenkung der Bank of England gerechnet, was die Abschwächung des Pfundes gegenüber dem Euro
erklärt.

global news 19-07-05: Unternehmen sparen weltweit statt zu investieren
Nach einem Bericht im "Economist" vom 7. Juli sparen die Unternehmen weltweit, vor allem in USA und
Japan seit vier Jahren auf einem sehr hohen Niveau, nämlich etwa 3 % des jährlichen BIP. Statt die derzeit relativ hohen
Gewinne zu investieren, zahlen sie Schulden zurück, kaufen Aktien zurück oder bauen einfach Kassenbestände auf. Wenn
auch auf geringerem Niveau folgen die Unternehmen der Eurozone diesem Trend, allerdings nach dem berechtigten Urteil des "Economist" mit
einem weit stärkeren Negativeffekt auf das Wachstum, weil hier auch die Haushalte und Regierungen gleichzeitig sparen. Für die
deutschen Bruttoanlageninvestitionen siehe Schaubild.

global news 18-07-05: Hohes Pensionsdefizit unter britischen Spitzenunternehmen
In Groβbritannien, wo die Altersversorgung zum gröβten Teil über unternehmensinterne Pensionssysteme eingerichtet wurde, konnten diese im vergangenen Jahr ihre enorme Schieflage
nicht abbauen. Unter den Top 100 an der Börse gehandelten Unternehmen haben die 10 mit den gröβten Pensionsdefiziten ein Defizitvolumen von zusammen 115 Mrd. Pfund angesammelt. Das
entspricht dem 1,5-fachen der gesamten Marktkapitalisierung (Wert der Aktien an den Börsen) dieser Unternehmen. Darunter befinden sich Spitzenunternehmen, wie British Airways, ICI, British
Telecom, Rolls-Royce und Unilever.
global news 18-07-05: Steigende deutsche Exportabhängigkeit
Die deutsche Exportabhängigkeit als Anteil des Exports am BIP ist
im 1. Quartal 2005 weiter auf 39,4 % gestiegen (2004 noch 35.7 %); dies ist auch eine Folge der schlechten Binnenkonjunktur. Die
Abhängigkeit ist erheblich höher als die aller vergleichbarer größerer
Industrieländer (siehe Schaubild).

global news 16-07-05: Tagesschau-Fehlinformation: "Arbeitnehmer verdienen immer mehr"
"Die, die einen Arbeitsplatz haben, verdienen immer mehr", meldete die
"Tagesschau" am 15. Juli als frohe Botschaft unter Bezug auf das Statistische Bundesamt. Demzufolge waren
die Bruttojahresverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und
Versicherungsgewerbe im Jahr 2004 durchschnittlich 2,4% höher als 2003. Nach Abzug der
Preissteigerungsrate von 1,7 % (Verbraucherpreisindex des StaBuA) bleiben allerdings genau 0,7 %
übrig. Von "immer mehr verdienen" kann da nicht die Rede sein. Schon gar nicht, wenn - was unterschlagen
wird - die Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen im gleichen Zeitraum um satte 7
% gestiegen sind oder 5,3 % nach Abzug des Verbraucherpreisindex. Ebensowenig wird auch nur einer
Erwähnung für Wert befunden, daß viele aus den Vollzeitarbeitsplätzen herausgekippt
sind und dann zwar noch im Sinne der "Tageschau" einen Arbeitsplatz haben, aber in der Regel erheblich
schlechter bezahlt werden.

global news 16-07-05: Weiterer Rückgang der Beschäftigung in der gewerblicher Wirtschaft
Nach StaBuA vom 15. Juli weiterer Rückgang der Beschäftigung in der gewerblichen Wirtschaft um 1,4 Prozent (Jan-Mai gegenüber Vorjahr).
global news 13-07-05: Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer im internationalen Vergleich
Angesichts der durch das CDU/CSU Wahlprogramm ausgelösten erneuten Diskussion um den Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer hier
noch einmal das Schaubild für den internationalen Vergleich (Quelle: EU Kommission "Structures of the taxation systems in the EU",
S.44, mit dem Vergleich per 2004. Zusätzlich eingetragen sind für Deutschland die Endestufe der derzeitigen Steuerreform per
2005 und die Zielvorstellung von CDU/CSU).

global news 11-07-05: Jahresverdienste Neue Bundesländer im Vergleich zu Beitrittsländer
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