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(03) Und nun die nächste Migrations-Welle über die Türkei?

(02) Deutschland mit höchstem Anteil von geringqualifizierten Flüchtlingsfrauen

(01) Die Süddeutsche Zeitung und der Totschlag von Augsburg





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"In times of universal deceit, speaking the truth is a revolutionary act." "If liberty means anything at all, it means the right to tell people what they do not want to hear" George Orwell

global news 03 23-12-19: Und nun die nächste Migrations-Welle über die Türkei?

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) kamen bis zum 15. Dezember 71.368 Migranten aus der Türkei nach Griechenland. Das waren 41 % mehr als im Jahr zuvor. Griechenland rechnet im kommenden Jahr mit weiteren 100.000 Migranten, die aus der Türkei übersetzen.

Nun warnt Erdogan angesichts der schweren Luftangriffe in Nordsyrien und Zehntausender fliehender Menschen vor einer "neuen Migrationswelle" in Richtung Europa. Schon mehr als 80.000 Menschen seien durch die Bombardements aus der syrischen Provinz Idlib vertrieben worden und auf dem Weg zur türkischen Grenze. Sein Land werde diesen Zustrom nicht alleine schultern können, und alle europäischen Länder, insbesondere Griechenland, würden die negativen Folgen zu spüren bekommen. Es werde unvermeidlich zu Szenen wie vor dem 2016 geschlossen Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei kommen. Erdogan verlangt unter Verweis auf die hohe Zahl mehr Unterstützung von der EU und hat jetzt erneut damit gedroht, andernfalls die Grenzen Richtung Europa zu öffnen. Er fordert von der EU unter anderem mehr Geld sowie Hilfe bei der Einrichtung einer Zone in Nordsyrien, um dort Millionen syrischer Flüchtlinge anzusiedeln. Eigentlich kommen ihm die Menschen aus Syrien durchaus zu passe, denn er will mit ihnen die bisher kurdischen Gebiete umwandeln.

Türkische Sicherheitskräfte sollen nach offiziellen Angaben innerhalb einer Woche rund 3.000 Migranten aufgegriffen haben. Allein in der nordwesttürkischen Provinz Edirne, die an Griechenland und Bulgarien grenzt, hätten sie rund 1.600 Menschen festgehalten. Weitere Migranten seien unter anderem in westtürkischen Städten wie Mugla, Canakkale oder Izmir aufgegriffen worden. Unter ihnen seien Syrer, Afghanen, Iraker, Iraner und Menschen aus verschiedenen afrikanischen Staaten.

Nach jüngsten UN-Angaben wurden bisher etwa 235.000 Zivilisten durch die Bombardements aus der syrischen Provinz Idlib in die Flucht getrieben. Ein Ende ist nicht in Sicht. Russland, Iran und das Regime von Syriens Diktator Baschar al-Assad treiben ihre Offensive auf die Provinz Idlib, die letzte verbliebene Rebellenhochburg im Nordwesten Syriens, unterdessen gnadenlos voran. Der syrische Bürgerkrieg geht in eine womöglich letzte, grausame Runde.

Genau in dieser ohnehin schon prekären Situation fordert nun der Grünen-Chef Habeck von der Bundesregierung, bis zu 4.000 Kinder von den griechischen Inseln zu holen - auch ohne europäischen Konsens. Mit maximaler Emotionalität argumentiert er: "Auf den griechischen Inseln drängen sich rund 4.000 Kinder. Viele Mädchen, viele zerbrechliche kleine Menschen. Es ist ein Gebot der Humanität, da schnell zu helfen." Dabei verschweigt Habeck listig, daß dann auch ganze Familien nach Deutschland geholt werden müßten, weil man die Kinder nicht von ihnen trennen kann (Habeck spricht von "Kindern" und "kleinen Menschen"). Die EU-Kommission plädiert ebenfalls für die Aufnahme von Jugendlichen aus den Lagern. Doch beschränkt sie ihren Vorschlag auf "Unbegleitete", also eine viel kleinere Zahl.

Ähnlich sprach sich Außenstaatsminister Michael Roth (SPD) für die Aufnahme von Flüchtlingskindern aus: "Zeigen wir endlich mehr Humanität und Solidarität, nicht nur zur Weihnachtszeit". Auch das LINKE-geführte Thüringen will minderjährige Flüchtlinge (allerdings ohne Angehörige) aus griechischen Aufnahmelagern notfalls im Alleingang aufnehmen.

Würde man, Habeck folgend, jetzt tausende "kleine Menschen" mit ihren Familien nach Deutschland holen, so wäre das ein starkes Signal an abertausende noch in der Türkei ausharrende Familien mit Kindern, sich an die Überfahrt nach Griechenland zu machen, um dann nach Deutschland ohne die Probleme auf der Balkanroute zu kommen. Soweit es sich bei den Migranten aus Syrien, Afghanistan, Irak, Iran und verschiedenen afrikanischen Staaten um Wirtschaftsflüchtlinge handelt, könnte man sie nicht mehr abschieben, obwohl sie die Asylvoraussetzungen nicht erfüllen. Unbegleitete Jugendliche hätten Anspruch auf Familiennachzug. Und nicht unberechtigt stellt FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki die rhetorische Frage: "Was ist mit den Kindern in türkischen, jordanischen oder libyschen Lagern?", wobei die Lage von Kindern in libyschen Lagern weit schlimmer als in Griechenland ist. Dabei sollte nicht vergessen werden: Allein in der Türkei leben nach offiziellen Angaben bereits rund 3,7 Millionen vertriebene Syrer. Die meisten von ihnen würden wahrscheinlich gern nach Deutschland kommen, und viele haben hier schon Verwandte und Freunde.

Deutschland hat alle notwendigen finanziellen und technischen Mittel, um Griechenland bei der Errichtung adäquater Lager schnell zu helfen. Nach der Vereinbarung mit der Türkei können Migranten ohne Asylrecht dorthin abgeschoben werden. Die Türkei ist ein sicheres Land, so daß die wenigsten Migranten ein Asylrecht haben dürften.

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P.S.: Bitte Rundbrief hier bewerten (eine für mich wichtige Orientierungshilfe). Dies ist allerdings kein Blog, bei dem in aller Breite Diskussionen geführt werden können. Ich gehe daher nur auf Fragen und außerdem auf besonders kritische Beurteilungen ein, wenn meinerseits Richtigstellungen nötig werden. Auf anonyme Zuschriften oder solche von außerhalb des Bestellkreises der Rundbriefe gehe ich nicht ein.

Zu den schon gestellten Fragen und meinen Antworten hier.


"In times of universal deceit, speaking the truth is a revolutionary act." "If liberty means anything at all, it means the right to tell people what they do not want to hear" George Orwell

global news 02 12-12-19: Deutschland mit höchstem Anteil von geringqualifizierten Flüchtlingsfrauen

Nach einer neueren OECD-Studie sind Flüchtlingsfrauen in Deutschland besonders häufig geringqualifiziert (maximal Grundschule). Ihr Anteil liegt bei etwa einem Drittel und damit über den Anteilen in anderen Ländern (Abb. 20541). Das dürfte die Integration erheblich erschweren und auch die Entwicklung ihrer Kinder benachteiligen.


Nach der Studie lassen die vorliegenden Daten darauf schließen, daß weibliche Flüchtlinge ein niedrigeres Bildungsniveau aufweisen, unabhängig davon, mit welcher Gruppe sie verglichen werden (männliche Flüchtlinge, sonstige Migrantinnen, im Inland geborene Frauen). Da Flüchtlinge tendenziell ein niedrigeres Bildungsniveau haben als andere Migrantengruppen, die wiederum ein geringeres Bildungsniveau aufweisen als die im Inland Geborenen, läßt die Evidenz somit auf eine "dreifache Benachteiligung" von Flüchtlingsfrauen im Bildungsbereich schließen. Dies ist insofern erstaunlich, als das Bildungsniveau der Frauen sowohl unter den im Inland Geborenen als auch unter den Migranten etwas höher ist als das der Männer.

Daten aus Deutschland über etwa 200 000 Erwachsene, die im ersten Halbjahr 2016 einen Asylantrag stellten, bestätigen den Befund, daß weibliche Flüchtlinge einen niedrigeren Bildungsstand aufweisen als männliche: Mehr als 16% der Frauen verfügten über keinerlei formale Schulbildung, gegenüber 7% der Männer. Die Daten aus dem Ad-hoc-Modul der Europäischen Arbeitskräfteerhebung zur Migration von 2014 zeigen ebenfalls, daß weibliche Flüchtlinge unter den Geringqualifizierten überrepräsentiert sind und daß der Unterschied gegenüber den im Inland geborenen Personen gleichen Geschlechts größer ist als bei anderen Migrantengruppen.

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Migration 01 10-12-19: Die Süddeutsche Zeitung und der Totschlag von Augsburg

Eine Gruppe von sieben Jugendlichen hat in Augsburg eine Schägerei mit einem 49-jährigen Feuerwehrmann ausgelöst, in deren Verlauf dieser zu Boden geschlagen wurde und starb. Soweit die Herkunft der Täter bisher bekannt wurde, handelt es sich zwar um Menschen mit meist deutschem Paß, doch haben nach Angaben der Polizei einige auch die türkische Staatsangehörigkeit und der vermutete Haupttäter außerdem die libanesische. Da meldet sich nun sofort die Süddeutsche und wehrt sich gegen den erneut aufkommenden Eindruck, Migranten seien durchschnittlich krimineller als Einheimische, neigten eher zur Gewalt und seien in den polizeilichen Statistiken überrepräsentiert. Das sei zwar von Kriminologen bestätigt, doch - so meint die Süddeutsche -:

"ob Jugendliche kriminell werden oder nicht, entscheidet nicht der genetische, sondern der soziale Hintergrund. Das Risiko, auf die schiefe Bahn zu geraten, ist höher bei Jugendlichen, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Jugendliche mit Migrationshintergrund wachsen besonders oft in solchen schwierigen Verhältnissen auf. Das entschuldigt nichts, aber es erklärt die Statistik."

Wenn es mal so wäre, daß nur beklagenswerte "schwierige Verhältnisse" zur übermäßigen Gewaltkriminalität eines Teils der Migranten führten. Tatsächlich kommen viele dieser Jugendlichen aus Ländern, wo schon kulturell ein ganz anderes Verhältnis zur Gewalt besteht als in Deutschland, wo beispielsweise Geringschätzung und Gewalt gegenüber Frauen zur Kultur gehören, wo, wie in Afghanistan, selbst Mord mit einer Geldleistung ausgeglichen werden kann, wo selbst die schreckliche Form von Gruppenvergewaltigung vorkommt, wo das Messer immer lockersitzt. Warum wird das in der Süddeutschen verschwiegen? Warum wird auch verschwiegen, daß es seit den Zuwanderern von 2015 aus dem Nahen Osten bis Afghanistan meist Menschen mit sehr wenig oder ohne jede Bildung sind, die sich auf die Reise nach Deutschland gemacht haben und die deshalb meist besser zu Hause geblieben wären, statt sich nach Deutschland locken zu lassen? Mit über 60% ist der größte Teil der Migranten aus sogenannten Asylherkunftsländern auch Jahre nach der Ankunft in Deutschland noch immer auf öffentliche Leistungen angewiesen, und das obwohl der deutsche Arbeitsmarkt bisher noch günstig ist (Abb. 20192).


Es sind in dieser Täter- oder Mittätergruppe übrigens vor allem Menschen mit deutschem Paß aber türkischem Migrationshintergrund der zweiten Generation. Das zeigt, welche Integrationsprobleme selbst bei einem Teil der in Deutschland Aufwachsenden bestehenden. Auch hier schweigt sich die Süddeutsche aus.

Die Gesamtzahl der unter schwierigen sozialen Verhältnissen Aufwachsenden ist für Deutsche weit größer als für Migranten. Und dennoch werden anteilig wesentlich weniger dieser sozial benachteiligten deutschen Jugendlichen schwerstkriminell als der aus dem Nahen Osten bis Afghanistan zugewanderten. Die "schwierigen Verhältnisse" sind jedenfalls keine ausreichende Erklärung und schon gar nicht ein Alibi für schlimme Gewalt. Das sollte auch ein Blatt der deutschen Leitkultur begreifen. Verständlich mag sein, daß die Süddeutsche einer befürchteten Ausschlachtung der Tat von Augsburg durch die AfD entgegenwirken will. Aber bitte nicht so dümmlich!

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