Kommentare zum Brief an meine BesucherIinnen hier
Hinweis: Jetzt auch ausgewählte Gastbeiträge:
Karl Mai: Neuere Projektionen für Perspektiven Ostdeutschlands - hier
Jens Wernicke: Schattenkabinett aus Gütersloh - hier
Kommentare zu "Volkswirtschaftslehre für "Nicht-ganz-Dumme" - hier
Kommentare zu Diskussion mit einem Unternehmer jetzt hier
Dann war es wieder einmal ein Fall von "schlecht recherchiert aber umso reisserischer aufgemacht". Selbst wenn die Angabe zum Fleisch bis 2006 gestimmt hat, ist es natürlich unseriös, nur
auf ein bestimmtes Lebensmittel abzuheben, zumal, wie Sie ja ausgeführt haben, gerade im Falle des Fleischs viele Änderungen einzelner Warenströme möglich sind, ohne dass sich
dadurch an der Tatsache etwas ändert, dass das Land in summa in ganz erheblicher Menge Nahrungsmittel importiert. Ich frage mich dann wirklich, ob der Journalist es nicht besser gewollt oder
halt nicht gekonnt hat (die Daten richtig zu interpretieren) und weiss auch gar nicht, welche Antwort mir lieber wäre. Keinem unserer naturwissenschaftlichen Studenten -ich bin an einer Uni in
der Lehre tätig- würde ich so ein schlampiges Verwerten von Daten und Fakten durchgehen lassen, sei er auch erst im Grundstudium, und deren Arbeiten sind dann grösstenteils noch nicht
für die Öffentlichkeit bestimmt.
Nun gibt es leider in Deutschland eine parteiübergreifende Schule, die alle Probleme mit China immer wieder verstecken möchte. Das kommt wohl
einerseits aus den in Deutschland so starken Exportinteressen, aber auf der linken Seite (z.B. Flassbeck, Nachdenkseiten, die LINKE) auch aus einer Mischung von eingebildetem Dritte-Welt-Humanismus
oder gar der klammheimlichen Freude, hier ein Gegengewicht gegen die böse USA zu finden, bei den alten Kommunisten mag auch die Maobibel noch im Spiel sein. Selbst bei Tibet und den
Menschenrechten wird da kurz getreten oder gar polemisch mit den USA verglichen. Das ist schon alles ziemlich komisch. Ähnliche Beobachtungen konnte ich in dieser Form weder in Frankreich noch
Irland/Grossbritannien machen. Warum wohl? Hätten wir nicht auch aus unserer eigenen Geschichte der 36er Olympiade lernen müssen? Oder wird das hier ebenfalls gleich mitverdrängt?
das sind auch heute wieder nicht allzu erfreuliche Nachrichten und Mitteilungen aus der "neoliberalen Hexenküche", die über das Infoportal an die interessierte Öffentlichkeit
verbreitet werden (müssen). Ein ganz "normaler Wahnsinnstag" eben.
Das fängt bei der Positivpropaganda der Deutschen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zur angeblich
ausgebrochenen Kauflaue in Deutschland an, was vom SPIEGEL dankbar aufgenommen wird, geht über die unsägliche Kampagne gegen den Mindestlohn durch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos,
den "Bäckermeister der kleinen Brötchen" für die Bevölkerung, zu den die Armen so liebenden christlichen Kirchen, die deshalb auch ihre eigenen Mitarbeiter durch schlechte
Bezahlung fast arm werden läßt, und endet bei Jean Zieglers (UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Ernäherung) Anklage gegen diese Machart der neoliberalen Globalisierung.
Dabei kann sich einem halbwegs kritischen Betrachter die Frage stellen, ob es etwa an einer deutschen Eigenart liegt, sich durch billige "Hurra"-Propaganda einreden zu lassen, daß die
große Kauflaune hierzulande endlich ausgebrochen sei (was schon häufig genug behauptet wurde, obwohl es nachweislich nicht zutraf), und ob man in anderen europäischen Ländern
auch so naiv ist, ähnliches für wahr zu halten. Für einen "deutschen Sonderweg" in der massenmedialen Präsentation und öffentlichen Meinungsbildung könnte das Faktum
sprechen, daß es in Deutschland immer noch keinen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn gibt, da mit fadenscheinigen Argumenten aus Politiker- und Wirtschaftskreisen sowie aus
Wissenschaft und Medien die politische Beschlußfassung für einen Mindestlohn weiterhin be- und verhindert wird.
Ob es da tröstlich wirkt, daß es in Emden eine Firma (Petrotec
AG) gibt, die aus altem Frittenfett aus Imbißbuden "neuen" Biotreibstoff herstellen kann, wie die ARD-Sendung "markt" im NDR-Fernsehen heute berichtet hat?
Die Globalisierung dürfte aktueller sein denn je: Die politischen Machtblöcke sind zerfallen und die damit einhergehende Freizügigkeit der Geldströme und Waren in noch nie
dagewesenem Ausmaß angewachsen. Die Fortschritte in der Verkehrs- und Kommunikationstechnologie tun ein übriges, um den Eindruck "einer Welt" zu verstärken. Durch den Zwang der
kapitalistischen Produktionsweise, Produkte dort zu produzieren, wo es am "günstigsten" geht und dort zu verkaufen, wo sich der höchste Profit abschöpfen lässt, stehen die
Gesellschaften global in einem stärkeren Wettbewerb als früher. Der freie Kapital- und Warenverkehr sind unabdingbare Voraussetzungen dafür.
Was mich wundert, ist die Tatsache, dass
seit der "club of rome" 1972 seine Binsenweisheit von den Grenzen des Wachstums veröffentlichte, die Wirtschaftliche Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung des zu erwartenden geht: Die
endlichen Ressourcen dieses Planeten werden in noch nie dagewesenem Tempo verschleudert, frei nach dem Motto: "Wenn wir es tun, kann es kein anderer mehr tun."
Das Verschieben von Warenkontingenten
geschieht zurzeit vor allem nach dem Kriterium der günstigsten Arbeitskraft an einem Ort und der Kaufkraft der Märkte an anderen Orten. Die Frage ist, wie hoch muss der Energiepreis werden,
damit sich das nicht mehr rechnet? Wie sehr die Welt zusammenwächst, spüren bald alle an dem sich verändernden Klima: Vielleicht können die Staaten sich dann endlich mal darauf
einigen, nicht nur die scheinbar ökonomische Vernunft walten zu lassen, sondern auch die ökologische Komponente stärker zu gewichten (scheinbar deshalb, weil niemand ermessen kann, wie
hoch die volkswirtschaftlichen Kosten durch den Klimawandel werden).
Allerdings: Was soll man von einem Land erwarten, das bereit ist, die Gesundheit von hunderten Millionen seiner Bewohner zu
riskieren, um wirtschaftlich zu wachsen? Wohl kaum, Rücksicht auf die ökologischen Bedürfnisse der Nachbar- oder irgendwelcher Staaten zu nehmen.
Mich erinnert das ganze an den
großen Sprung, nur dieses Mal in größerem und kapitalistischem Umfang: China hat erkannt, dass es durch seinen "KZ-Kapitalismus" die liberalen Demokratien und ihre Wirtschaftsweise
dort treffen kann, wo es wirklich wehtut und die Terms of Trade langfristig zu seinen Gunsten verändern kann. Und das sollte den Westen doch auch freuen, wenn ein ehemaliges Dritte Welt Land
sich seiner Stärken bewusst wird und die Entwicklung in die eigenen Hände nimmt, um auf dem Weltmarkt anzubieten, was es am besten kann
bei der aktuellen weltweiten Versorgungskrise mit Grundnahrungsmitteln kommt man sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt vor. Zeiten also, in denen es die produktionstechnischen
Möglichkeiten noch nicht hergaben, alle Menschen angemessen mit Nahrung zu versorgen. Hunger und Durst, Leid und Tod waren lange Zeit schreckliche Begleiter der Menschheit. Zwar haben gewisse
Untergangspropheten der Menschheit immer wieder vorausgesagt, daß es unmöglich sei, eine größer werdende Weltbevölkerung auf Dauer am Leben erhalten zu können. Die
Erfahrung hat anderes gelehrt. Von einer Mangelwirtschaft haben es die Menschen mit "Glück und Geschick" zu einer Überflußgesellschaft (im hoch industrialisierten Westen) gebracht,
die eher Schwierigkeiten hat, genügend Abnehmer für ihre hergestellte Warenflut zu finden und im Gefolge davon sich zu einer von den Finanzmärkten abhängigen
Spekulationsökonomie gewandelt hat (mit erheblichen negativen sozialen Folgen).
Wie ist es aber zu den Preisexplosionen der letzten Zeit gekommen? Sind die Biotreibstoffe oder die
Finanzheuschrecken die eigentlichen Verursacher der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe? Welche Rolle spielen zudem die sog. "Strukturanpassungsprogramme" von Weltbank und IWF zur
schnellen Integration der Entwicklungsländer in den Weltmarkt? Kann es gut sein, daß Entwicklungsländer auf den Export ihrer in Monokulturen angebauten agrarischen Waren eingeschworen
werden und dazu noch ihre heimischen Märkte für die subventionierten landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus dem Norden öffnen müssen?
Nach meiner Einschätzung sind die
Strukturanpassungsprogramme das Hauptübel, das zur Spekulation bei entsprechender Weltwirtschaftslage einlädt, und dann erst kommen die Biotreibstoffe als Verursacher für die
drastischen Preiserhöhungen mit der Folge von Hunger in der Welt ins Spiel.
im FREITAG 16 vom 18.04.2008 habe ich den Abdruck Ihrer Debatte mit dem "Unternehmer" gelesen und möchte aus meinen aktuellen Erfahrungen dazu etwas beitragen. Ich bin zur Zeit als
Arbeitsvermittler und Bewerber-Coach in einer gemeinnützigen GmbH beschäftigt, habe also täglich mit den "Leistungsschwachen oder sogar Leistungsunwilligen" zu tun, die Ihrem
Diskussionspartner ein rechter Gräuel zu sein scheinen. In der Tat gibt es unter den Hartz-IV-Betroffenen viele, die bereits in der zweiten oder dritten Generation arbeitslos sind und weder in
der Herkunftsfamilie noch im sozialen Umfeld gelernt haben, für ihr eigenes Leben und das ihrer Familien Verantwortung zu übernehmen. Vielmehr haben diese Menschen die Erfahrung gemacht,
dass für sie mittels Bezug von Transferleistungen und hin und wieder einem 1--Job gesorgt wird. Und je nach familiärer Situation (z.B. Paar mit einem Kind oder mehreren) lohnt es sich weder
materiell noch aus anderen Gründen für diese Menschen, einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachzugehen, denn der Lohn, den sie dort erlangen können fällt allemal niedriger
aus als die Hartz-IV-Entgelte. Zuzahlungen durch die ARGE sind also notwendig, ein Anreiz zur Aufnahme einer Arbeit ist nicht gegeben, denn sie bekommen ja das gleiche Geld auch ohne einer geregelten
Arbeit nachzugehen. Hinzu kommt, dass wir in einem Landkreis tätig sind, der seit dem Niedergang der Stahlindustrie und dem danach einsetzenden Strukturwandel immer noch zu denen mit den
größten sozialen Problemen im Saarland zählt.
Nichts desto trotz gibt es aber auch unter unseren Maßnahmeteilnehmern viele hoch motivierte und leistungswillige Männer und
Frauen, die unter den Einschränkungen, denen sie finanziell und sozial unterworfen sind, leiden und nichts sehnlicher wünschen, als eine Gelegenheit zu bekommen, einer geregelten,
sozialversicherungs-pflichtigen Arbeit nachgehen zu können. Da es sich aber in der Regel auch bei dieser Personengruppe um Ungelernte handelt, bleiben zumeist auch nur Arbeitsplätze im
Niedrigstlohnsektor, die auf Zuzahlungen der ARGE angewiesen bleiben. Diese Menschen in einen Arbeitsplatz zu vermitteln scheitert allerdings oft, trotz guten Willens der Betroffenen, am Mangel von
genügend Arbeitsangeboten in der Region und dem Überangebot an Arbeitsuchenden.
Meine Erfahrung ist diese: gelingt es, einen dieser arbeitswilligen Maßnahmeteilnehmer in ein
langfristiges Arbeitsverhältnis zu vermitteln, sind die meisten in der Lage und willens, eine Arbeit zu leisten, die mindestens dem gezahlten - niedrigen - Lohn entspricht, meiner Erfahrung nach
aber deren Leistungserbringung in der Regel deutlich darüber hinaus geht. Dass dieser Mensch dennoch für ein zu niedriges Gehalt arbeiten muss, liegt nicht zuletzt daran, dass
Helfertätigkeiten zunehmend von Zeitarbeitsfirmen besetzt werden, für die ein Unternehmen weit weniger pro Arbeitsstunde zahlen muss als für die direkt angestellten Kräfte. Dies
zu ignorieren zieht sich m.E. wie ein roter Faden durch die Argumentation Ihres Diskussionspartners. Darüber hinaus braucht der Herr Unternehmer keineswegs leistungsschwache oder -unwillige
Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Das bundesdeutsche Arbeits- und Kündigungsschutzrecht gibt ihm jederzeit die Möglichkeit, sich von solchen Mitarbeitern zu trennen; auf dem
Arbeitsmarkt gibt es - leider - genug Auswahl, um danach leistungsstärkere Mitarbeiter zu finden. Außerdem zeigt mir meine Erfahrung, wenn gutes Geld für gute Arbeit gezahlt wird,
wächst auch die Arbeitszufriedenheit bei den ungelernten Helfern und die Unternehmen können auch mithilfe dieser Gruppe Mehrwert anhäufen.
Mir scheint zuzutreffen, wenn Sie, Herr Dr.
Jahnke, im Debattenbeitrag im Freitag schreiben, dass es dem Herren Unternehmer wohl eher darum zu gehen scheint, die leistungsstarken 30 - 40 % der Bevölkerung auszubeuten und den Rest
wegzuschmeißen. Leider scheinen wir uns seit den neunziger Jahren immer stärker einer Wirtschaftsweise anzunähern, die der des Manchesterkapitalismus nur allzu sehr ähnelt. Die
nunmehr verabschiedete EU-Vereinbarung wird uns weiter in diese Richtung treiben, manifestiert dieses undemokratische Machwerk doch den Vorrang der EU-weiten Bewegungsfreiheit von Kapital vor den
sozialen Rechten der Menschen in der Gemeinschaft.
Mit dieser Schlussbemerkung will ich meinen Beitrag, geschrieben aus der Sicht eines mit den Folgen der Hartz-IV-Misere täglich befassten
Arbeitsvermittlers, der selbst nur mit einem zeitlich befristeten Arbeitsvertrag ausgestattet ist, dessen Verlängerung nicht von seiner guten Arbeit abhängt, schließen (dieser Hinweis
sei dem Herren Unternehmer von einem leistungsstarken und leistungswilligen Mitarbeiter einmal vorgehalten, vielleicht verleitet ihn dies zu einem klein wenig Umdenken).
Selbst etwas besser bezahlte und ausgebildete chinesische Arbeitnehmer sind ihrem Arbeitgeber gegenüber weitgehend ausgeliefert. Z.B. ist es üblich, bei Kündigungen des Arbeitnehmers
vom Arbeitnehmer eine Ablösesumme zu verlangen- wenn er jemand gehen will, muss er sich quasi freikaufen. Begründet wird dies von den Unternehmen damit, dass sie in den Arbeitnehmer
investiert hätten und dieses Geld dann zurück wollen. Arbeiten mehrere Mitglieder einer Familie bei derselben Firma, bekommen sie praktisch nie gemeinsam Urlaub- damit beugt man vor, dass
evtl. alle einfach verschwinden, wenn sie beispielsweise den Arbeitgeber wechseln wollen. Bei diesen und anderen Arten von Menschenrechtsdumping schauen die neoliberalen Lobbies wohl einfach nicht
hin.
wenngleich für mich außer Zweifel steht, dass es sich bei China, um eine politische Macht handelt, die Menschenrechte offensichtlich nicht gewährleisten will. So weiß ich leider
nicht, was tatsächlich bei den Unruhen in Tibet vorgefallen ist und ob sie denn von interessierter Seite angefacht worden sind. Auf die Berichte der Nachrichtenagenturen dieser Welt kann man
nicht vollends vertrauen, da sie keineswegs durch und durch unabhängig sind.
Es ist durchaus vorstellbar, dass es interessierte Kräfte gibt, die ein für China gelungenes Olympia
vereiteln wollen.
Wenn man sich hierzulande moralisch empört, muss man sich immer auch vor Augen halten, dass wir Teil einer westlichen Welt sind, deren Führungsmacht foltert und foltern
lässt und Lager unterhält - die unsere Regierung passiv unterstützt - in denen von der Straße weggefangene Menschen ohne Verhandlung jahrelang willkürlich interniert sind.
Wo sind, bzw. waren die großen medialen Kampagnen dagegen? Wäre ich Chinese würde ich die Empörung der westlichen Welt auch dreimal hinterfragen.
China ist gefährlich,
keine Frage, ich stimme mit Ihrer Sicht der Dinge insofern völlig überein, aber eine Legitimation zur moralischen Empörung hat die westliche Welt meiner Ansicht nach nicht.
Was China
angeht, frage ich mich eigentlich in erster Linie, was die chinesische KP mit der Umstellung auf die Marktwirtschaft damals im Sinn gehabt hat. Diejenigen, die diese Entscheidung getroffen haben,
waren bereits maßlos mächtig. Die Erlangung banalen Reichtums wäre daher ein wenig überzeugendes Motiv.
Der Untergang des real existierenden Kommunismus sowjetischer
Prägung hat hingegen als wirtschaftlicher Bankrott stattgefunden. Vernünftig mag es der chinesischen Führung da erschienen haben, das eigene Wirtschaftssystem vorerst auf Kapitalismus
umzustellen, weil man in direkter Konkurrenz zum Kapitalismus über kurz oder lang das Schicksal der Sowjetunion geteilt hätte.
Hätte sich die Kp als vollends gescheitert gesehen,
hätte ein gleichzeitiger Prozess der Demokratisierung in China doch eigentlich denkbar sein müssen. Die Absage der KP an einen solchen Prozess erfolgte dann blutig und Menschen verachtend
mit dem Massaker auf dem Tianmen-Platz, weil die politische Führung sich offensichtlich die Zügel keinen Millimeter aus der Hand nehmen lassen wollte.
Betreibt China also etwa die
Herbeiführung eines Kollaps des Kapitalismus, in dem es absichtsvoll die zerstörerischen Tendenzen dieser Wirtschaftsform verstärkt und beschleunigt?
Diese Fragen liegen eigentlich
auf der Hand, so dass man sich andererseits fragt, wie die Strategie der westlichen Welt hierfür konkret aussieht-den Freihandel mit China nutzen, solange er nützt und dann
protektionistische Maßnahmen ergreifen? Oder glaubt man jeglichen Rest von Kommunismus durch die Wirkung des Kapitalismus in China tilgen zu können?
Den politisch dominanten
konservativen Kräften der westlichen Welt hat der Eintritt Chinas in die kapitalistische Weltwirtschaft jedenfalls enorm geholfen, die eigenen Gesellschaften nach ihren Vorstellungen zu
transformieren. Die positiven Effekte dürften für diese Interessenkreise zum Nachteil von uns allen noch etwas länger überwiegen. Die eingeschlagene Entwicklung wird sich also
wohl erst einmal fortsetzen, wenn es nicht doch noch zu einem Aufstand des Anstandes in der westlichen Welt kommt.
Wer als Deutscher China wegen der Mißachtung der kulturellen und
wirtschaftlichen Interessen der Tibeter kritisiert, muß sich nicht für die USA und deren Verhalten verantwortlich fühlen. Wir sind sicher nicht mit den USA in einer mulitpolaren Welt
verheiratet. Als Deutsche müssen wir uns wohl eher an die Olympiade von 1936 erinnern, mit der Adolf Hitler Respektabilität suchte.
Ich denke nicht, daß die Chinesen auf Kapitalismus
umgestellt haben, weil sie das Schicksal der UdSSR vermeiden wollten. Deng Xiaoping hat immerhin schon Mitte der 70er Jahre erklärt: "Laßt erst mal einige Leute reich werden." Es liegt
wohl in der chinesischen Mentalität (anders als in der russischen), den Kommerz und die Profite zu entwickeln und sich einem hohen Arbeitspensum zu verschreiben, wie es die gesamte chinesische
Diaspora in Asien vorführt.
Seit geraumer Zeit wird ein Feindbild China aufgebaut und so getan, als ob die Bedrohung mal wieder von außen kommt. Meiner Meinung nach kommt die Bedrohung hauptsächlich von innen.
Deutschland ist Exportweltmeister. Schaut man genauer hin, ergibt sich folgende Situation: Deutsche Konzerne exportieren hauptsächlich hochpreisige Artikel (Beispiel: Autos).
Schaut man genauer hin, wo gefertigt und an wen verkauft wird, ergibt sich folgendes Bild: Gefertigt wird in Ländern mit nierigen Lohnkosten ohne Sozialabgaben. Verkauft werden diese Produkte hauptsächlich an
Diktatoren, Funktionäre, Oligarchen und ähnliche Personenkreise (China, Dubai, Russland). Diese Personenkreise kaufen gerne Luxusartikel und Statussymbole. ("Made in Germany" ist in den
Kreisen sehr gefragt und ein Argument für Konzerne in Deutschland ihren Standpunkt zu halten.)
Die Länder mit den niedrigen Lohnkosten mit geringen Sozialstandards sind die gleichen
Länder in denen man obige Kundenkreise findet. Unschwer erkennt man ein Demokratiedefizit als verbindendes Kriterium.# Ganz überraschend ist das nicht, da es eine strukturelle
Übereinstimmung von Konzernstrukturen mit nichtdemokratischen Regierungen gibt. Diese Länder bieten paradiesische Verhältnisse aus Sicht der Konzerne. Einziger Schwachpunkt ist die
rechtliche Absicherung der Vermögensverhältnisse. Daher wird auch der Schwerpunkt auf WTO, GATS, TRIPS und MAI gelegt und weniger auf Menschenrechte und soziale Standards.
Der Militärhistoriker Martin van Crefeld beschreibt was passiert, wenn konventionelles Militär mit Guerillastrukturen konfrontiert wird. Das Militär passt sich diesen Strukturen an und
beginnt vergleichbar zu agieren.
Wie verhalten sich Konzerne die mit obigen Ländern Geschäfte machen? Die Konzerne müssen solange sie in Deutschland ihr Standbein haben mit zwei
unterschiedlichen politischen Kulturen zurechtkommen. Aktiv wird das Geschäft in den nicht oder kaum demokratischen Ländern durch Korruption unterstützt in Europa mit der
zivilisierteren Methode Lobbyismus.
Was passiert mit den Demokratien die durch Konzerninteressen mit Nichtdemokratien in engeren Kontakt kommen?
Ist es ein Zufall, dass die Exportnation Deutschland
deren Konzerne hochpreisige Produkte in Billiglohnländern fertigen lässt, diese an Diktatoren, Funktionäre, Oligarchen, und ähnliche Personenkreise verkauft gleichzeitig die
Nation ist, in der in den letzten Jahren die Rechte und Entlohnung der Arbeitnehmer am meisten beschnitten wurde, die Lohnsteigerungen am geringsten waren, die Entdemokratisierung (PPP) am
schnellsten fortschreitet und der Mittelstand am schnellste zerfällt?
Es ist ein frommer Wunsch, dass Länder durch Kapitalismus (Marktwirtschaft) zu Demokratien im vollen Umfang werden.
Der schon beschriebene Part der Eigentumssicherung gepaart mit einer Mediendemokratie (Vorbild Italien) liegt Konzernstrukturen wesentlich näher.
Die Konsequenz für "alte" Demokratien ohne
wehrhafte Politik ist eine weitere Angleichung ihrer inneren Strukturen an Länder wie China, Dubai, Russland oder Entsprechende.
Leider kommt die unfaire Konkurrenz auch von draußen.
Denn die Ausbeutung z.B. der chinesischen Arbeitskraft ist nicht nur das Werk deutscher Konzerne, sondern auch ihrer chinesischen Partnern. Da muß man kein Feinbild haben, um das
festzustellen.
Daß in den letzten Jahren die Rechte und Entlohnung der Arbeitnehmer in Deutschland am meisten beschnitten wurden, die Lohnsteigerungen am geringsten waren, die
Entdemokratisierung (PPP) am schnellsten fortschreitet und der Mittelstand am schnellste zerfällt, kommt nicht nur aus dem Kontakt mit Diktaturen, sondern ist der neoliberalen Lehre zu
verdanken, die in ihrer neueren Form von Reagan und Thatcher eingeführt wurde, also in Demokratien entstanden ist. Das ist eher die Folge des Verschwindens des kommunistischen und dann auch des
sozialistischen Gegenmodells, an daß der Kapitalismus seit Bismarcks Zeiten Konzessionen machen mußte, um die Wähler nicht zu verlieren. Die Ausbeutung war nicht primäre ein
Eigenschaft von Diktaturen. Schlimm wird sie allerdings wenn Unternehmen aus demokratischen Ländern mit diktatorischen Strukturen gemeinsame Sache machen.
Ludwig von Mises hat einmal die Chicago Boys um Milton Friedman und August von Hayek als "sozialistisches Pack" bezeichnet. Es geht also auch immer noch schlimmer. Die allgemeine wirtschafts- und
gesellschaftspolitische Entwicklung könnte im ungünstigen Fall auch noch in diese Richtung gehen, wenn sich nämlich die bisherige Globalisierungspolitik als unfähig erwiesen hat,
die ökonomischen, sozialen und ökologischen Großprobleme halbwegs in den Griff zu bekommen. Auf Einsicht in die Notwendigkeit zu einer Kursänderung sollte man bei den
neoliberalen Ideologen eher nicht hoffen.
Nach den "Verschärfern" der falschen Globalisierung nun zu den "Verharmlosern" der Globalisierung. Auch wenn es einsichtig ist, daß man die
negativen Folgen der wirtschaftlichen Globalisierung in ihrer jetzigen marktgläubigen Ausprägung besser schon bei der Handelspolitik und den Finanzmärkten auf inter- bzw.
supranationaler Ebene anpacken sollte, anstatt mit Hilfe der nationalen Sozial- und Steuerpolitiken erst im nachhinein gegenzusteuern, bleibt doch die Frage, wie es z.B. unsere nördlichen
Nachbarn in Skandinavien bereits heutzutage (wo geeignete Maßnahmen der Staatengemeinschaft zur Eindämmung unfairer Handelspraktiken noch weitgehend fehlen) schaffen, ihre "nationalen
Läden" wirtschaftlich und sozial einigermaßen zusammenzuhalten?
Die Skandinavier haben erstens ihre Industrie weitgehend abgeräumt dort, wo sich bisher China und andere
Niedrigstlöhner ausgebreitet haben (Nokia verlagert jetzt auch immer stärker). Deutschland, Frankreich und Südeuropa sitzen dagegen auf hohen klassischen Industrieanteilen. Zweitens,
ist die Mentalität in Skandinavien offensichtlich doch etwas anders. Dort werden jedenfalls viel höhere Steuern akzeptiert, ohne gleich nach Liechtenstein zu flüchten. Die
Wirtschaftsleistung wird vor allem von einer hohen Frauenquote getragen und einem viel besseren Schulsystem (beides scheint in Deutschland schwer zu kopieren zu sein). Schließlich, auch die
skandinavischen Länder begeben sich unter dem Globalisierungsdruck nun immer mehr auf den unglücklichen Weg von Sozialreformen wie bei uns! In Schweden hat das der Regierungswechsel
eingeläutet, in Dänemark ist das schon länger unter einer konservativen Regierung unterwegs. Norwegen ist einfach zu reich. Finnland kommt noch von hinten mit niedrigeren Löhnen.
Trotzdem würde es uns in der Globalisierung helfen, wenn wir einiges vom skandinavischen System übernehmen würden.
Und wenn man aus der Arbeitslosenstatistik zusätzlich diejenigen heraus rechnet, die Linkshänder sind und die, die humpeln oder Diabetes haben, kommen unsere Eliten garantiert auf unter 2
Millionen Arbeitslose. Sorry, war ein kleiner Scherz!
Leider kann ich mit meinen Bekannten/innen nicht über die Politik unserer Eliten diskutieren. Die einen vertreten eine radikale Ansicht:
"Wer arbeiten will, findet auch Arbeit, basta!", andere sagen: "Politik ist ein schmutziges Geschäft, da kümmert man sich am besten gar nicht drum, die machen ja eh, was sie wollen." Eine
weitere Gruppe, meist Frauen, meint: "Dafür habe ich keine Zeit. Was soll ich mir Gedanken über irgendwelche Politik machen, mir geht es ja relativ gut."
Das von Ihnen beschriebene "dritte
Hebelchen", die vielen guten Meldungen zur angeblich guten Konjunktur, ist meines Erachtens das gemeinste und gefährlichste von allen!
Es ist erst seit wenigen Wochen einer breiten deutschen
Öffentlichkeit bekannt, dass der Aufschwung wohl nur ein Schwüngchen war und keinesfalls überall angekommen ist.
Aber bevor diese Tatsache bekannt war, haben die vielen
Aufschwungjubelrufe bei meinen Bekannten/innen nur Frust und große Selbstzweifel erzeugt, sofern sie es nicht verstanden haben, sich im Internet auf alternativen Webseiten, wie z.B. der Ihren,
schlau zu machen.
Meine Bekannten dachten: Wie kann es sein, dass ganz Deutschland aufschwingt, ich aber nicht? Liegt es an mir persönlich, an meiner Leistungskraft, an meinem geizigen
Arbeitgeber, gar am Betriebsrat?! Habe ich etwas falsch gemacht, wenn es den anderen jetzt besser geht, mir aber nicht?!?!?!?
Als die BILD-Zeitung, vor allen Dingen letztes Jahr, immer heftiger
behauptete, dass wir einen Aufschwung hätten, desto größer wurde der Frust meiner Bekannten. Aber sie redeten nur selten über ihre Gedanken. Wer outet sich schon gerne als
Versager?
Erst nachdem öffentlich bekannt wurde, es auch die BILD-Zeitung nicht mehr verschweigen konnte, dass der Aufschwung nur in einer kleinen Schicht unseres Volkes angekommen ist, atmeten
meine Bekannten/innen erleichtert auf. Lag es also doch nicht an ihnen selbst, sondern es lag daran, dass der Aufschwung wirkungslos an ihnen vorbeigezogen ist und dafür kann man ja
schließlich nichts. Und nun sprachen sie offen darüber, dass sie immer schlechter Monat für Monat mit ihren paar Euro über die Runden kommen und kaum noch wissen, wo sie noch
sparen sollen.
Aber das Schlimmste: Die durch unsere Eliten erzeugten Selbstzweifel, schlagen, wenn die Lüge aufgedeckt wird, ganz rasch in Zorn um, der sich gegen unsere Eliten richtet. Jetzt
noch inform von Politikverdrossenheit, getragen von dem festen Vorhaben, bei der nächsten Bundestagswahl Die Linke oder die NPD zu wählen.
Wo sind Unterschiede und unzutreffende Gemeinsamkeiten?
Schon in der ersten Runde wurde dem Satz "Indem die Firmen diese Menschen trotzdem einstellen, und mehr bezahlen, als die Arbeit eigentlich
wert ist." nicht widersprochen. Der Satz unterstellt zwei Prämissen, die unzutreffend sind:
1.) Jede Arbeit hätte einen bestimmten Wert.
2.) Der Preis eines Produktes ist
unveränderlich.
zu 1.): Der Wert einer Arbeit ist nur bei vergleichbaren Arbeiten zu bestimmen. Bei zwei Drehern leistet derjenige mehr, der mehr Teile dreht - aber selbst da wird es
problematisch wenn die Produkte der beiden unterschiedliche Qualität aufweisen. Aber wie sieht es beim Leistungsvergleich Dreher, Krankenschwester, Friseuse aus?# zu 2.): Wenn alle Unternehmer
einer Branche höhere Löhne zahlen müssen, und das Produkt wird gebraucht, dann wird auch der höhere Preis akzeptiert. Wird das Produkt nicht gebraucht, nützen auch ganz
niedrige Löhne nicht (Heizer auf einer Diesellok).
Der Unternehmer schreibt "Und weil ja bekanntlich alle Kosten letztendlich Personalkosten sind, muss der Rest (neben den Zinsen) ja an die
Arbeitnehmer geflossen sein. Wohin sonst?", denkt aber diesen Ansatz nicht zu Ende: "Natürlich benötigt jedes Wirtschaftsunternehmen Kunden. Und ein gesundes Unternehmen wird diese Kunden
auch finden.". Wenn aber alle Kosten Personalkosten sind, wo kommen dann die Gelder her, wenn nicht aus den Personalkosten? Also sind die Einkommen die Kaufkraft.
Und wenn die Kunden ihr Einkommen
nicht vollständig für den Kauf ausgeben, sondern sparen, dann ist letztendlich der Kreislauf nicht geschlossen, sondern es wird nur für einen Teil der investierten Arbeitszeit
(Personalkosten) Geld zurück geliefert. Es wird also nur ein Teil der aufgewendeten Arbeitszeitzeit gekauft, d.h. das bezahlte Arbeitsvolumen ist kürzer als das aufgewendete Arbeitsvolumen.
Die Folge ist eine laufende Verkürzung des Arbeitsvolumens - und das wird auch beobachtet.
Nun kann auf die Verkürzung des durchschnittlichen Arbeitsvolumens verschieden geschehen: Extrem
wäre entweder die weiter Beschäftigten arbeiten unverändert lange (damit der Durchschnitt sinkt, sind Arbeitslose erforderlich) oder alle arbeiten entsprechend kürzer. Zur Zeit
wird der Mittelweg gefahren: gering verkürzte Arbeitszeit und steigende Arbeitslosenzahlen.
Und die Arbeitslosigkeit hat noch weitere negative Effekte: 1.) Die hohen Abgaben der
Beschäftigten für die Alimentierung der Arbeitslosen und die geringe Kaufkraft die das Arbeitsvolumen weiter senkt.
2.) Die Erpressung der noch Beschäftigten zu Niedriglöhnen,
die die Lohnspreizung erhöht - und zwar nicht nur zwischen Unternehmern und Beschäftigten, sondern auch innerhalb der Beschäftigten.
Zur Erklärung der gegenwärtigen
Erscheinungen sind weder Globalisierung noch Zusammenbruch des Ostblocks erforderlich (die Arbeitslosigkeit steigt schon seit 1960), wenngleich dadurch die Kraft der Gewerkschaften gesunken ist, so
daß Arbeitszeitverkürzungen schlechter durchsetzbar waren.
Aber selbst die Gewerkschaften vergessen oft die Makroökonomie: Bei Berechnungen zur Arbeitszeitverkürzungen mit
Lohnausgleich wird die makroökonomische Komponente vergessen, indem von unveränderten staatlichen Rahmenbedingungen ausgegangen wird. Wenn es aber mehr Arbeitslose gibt,
vergrößern sich die Staatsausgaben für die Arbeitslosigkeit und es gibt weniger Abgabenzahler. Die Folge ist, daß die Abgaben erhöht werden müssen. Also kommt
letztendlich die Unternehmen die Nichtverkürzung der Arbeitszeit teurer zu stehen als die Verkürzung der Arbeitszeit. Damit aber die Verkürzung der Arbeitszeit den Unternehmen wirklich
billiger kommt, müssen die staatlichen Rahmenbedingungen der Zunahme der Produktivität angepaßt werden.
d`accord zu dem heutigen Kommentar eines Lesers zum Unternehmergespräch, bis auf einen m.E. wichtigen Punkt. Wenn es in dem Kommentar heißt, daß Neid und Hetze gegen die hohen
Managergehälter nicht angebracht sei, ist das natürlich richtig. Aber es geht ja gar nicht um Neid oder Hetze, sondern um eine soziale Schieflage und um die Folgen für die
Gesellschaft.
Die unschöne Kehrseite des überbordenden Reichtums der Managerkaste und der "Shareholder" ist die unsoziale und z.T. auch inhumane Armut der anderen, obwohl wir eigentlich
nicht mehr in einem vom Mangel geplagten Land leben, sondern in einer hoch entwickelten westlichen Industriegesellschaft. Es gibt nicht nur den einen Ackermann, es gibt viele reiche Ackermänner,
die mehr Geld haben, als sie beim besten Willen für den Konsum und manchen Luxus ausgeben können. Wo verbleibt aber das nicht ausgegebene Geld, das dem produktiven Wirtschaftskreislauf
vorenthalten wird? Es wandert zum Spekulieren als "Spielgeld" an die Börsen dieser Welt. Davon hat aber weder der Niedriglöhner etwas noch die reale Wirtschaft. Ackermann ist also bestimmt
kein "armer Schlucker" und die "Knete" bekommt er und die anderen "Leistungsträger" auch durch die sog. Reformpolitik zugeschanzt.
Wenn der Mann mit weniger arbeiten reich werden will, kann er doch seinen Job aufgeben und einen Job als Arbeitnehmer in meiner Einkommensklasse annehmen, ich hab gehört, Pin sucht noch Boten
(Da könnte er mit noch weniger Geld im Monat noch reicher werden).
Als ob es darum ginge goldene Löffel abzukassieren. Was ist das eigentlich für ein Problem, jemanden für 40
Stunden in der Woche soviel zu zahlen, das der wenigstens einigermaßen über die Runden kommt, bei dem nicht mehr am Ende des Geldes noch was Monat übrig ist. Oder wenn man in den
Kühlschrank guckt und außer Licht (falls der Strom bezahlt werden konnte) und Echo nichts mehr drin ist. Es gehört in der Zwischenzeit zum "guten Ton" von Unternehmen, den Leuten
sowenig zu Zahlen, dass sie "erweiterndes HARTZ IV" beantragen müssen.
Ich hab in den letzten zwei Jahren (in meinen jetzt über 30 Jahren im Berufsleben öfters) auch in der Woche
70-80 Stunden gearbeitet, hat sich aber nie besonders auf der Einkommensseite niedergeschlagen (wobei niedergeschlagen schon eine gute Bezeichnung dafür ist). Ganz im Gegenteil, im letzten Job
hab ich dafür mal gerade als gesamtes Monatseinkommen 700 bekommen, Brutto wohlgemerkt - da bin ich reich geworden, reich an Erfahrung.
Was wir mit/in unserer Freizeit machen? Mit Verlaub, aber
das geht ihn nichts an! Er bezahlt für die Zeit, in der wir im Betrieb arbeiten und hat da das Sagen. Aber ich schätze allein der Gedanke, wir könnten zu Hause sitzen, eine Tasse
Kaffee trinken und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und, Gott bewahre, nichts tun, bereiten ihm schon körperliche Schmerzen bis hin zum Herzinfarkt. Was mich zu der Frage bringt:
Warum heisst eigentlich die Zeit in der wir nicht im Betrieb arbeiten, "Freizeit"? Vielleicht sollten wir alle Tag und Nacht am Telefon sitzen und uns bereit halten, für den Fall das "ER"
anruft.
Ein Wort zu den Einkünften der sogenannten, ähm, Spitzenmanager. Mir ist es so ziemlich egal, was die "Mädels und Jungs" verdienen. Wenn sie das so wollen ist das ok.
Ansonsten, wie oben beschrieben, wenn sie mal "richtig" reich werden wollen, einfach Job kündigen und zu uns kommen.
Ich bin da nicht von Neid zerfressen und mach auch bei der Hetze nicht mit
und zwar aus folgen Gründen:
Es stimmt, dass in Zukunft immer weniger Menschen einen Job haben werden und dafür immer mehr arbeiten
"dürfen" und immer mehr Menschen überhaupt keinen Job mehr haben. Die Menschen, die dann noch einer Arbeit nachgehen, teilen sich in zwei Gruppen. In der kleineren werden sehr gut bezahlte
Arbeitnehmer 14/15 Stunden am Tag arbeiten, um sich des Einkommens würdig zu erweisen. In der größeren Gruppe sind dann die niedrig bezahlten Arbeitnehmer. Diese werden dann auch
14/15 Stunden am Tag arbeiten, weil sie 2-3 Jobs haben, um über die Runden zu kommen. Der Rest sind die Herausgefallenen, die haben dann leider Pech gehabt. Selbst Schuld. Das ist so im Groben
das neoliberale Credo. Er spricht von der Zukunft. Die seine geht ins neunzehnte Jahrhundert.
man könnte fast sagen, daß die Bild-Zeitung einen eigenen Staat im Staate aufmacht. Natürlich handelt es sich bei der zynischen Propagandamaschine von BILD nur um ein kapitalistisches
Machtinstrument zur Verhinderung des Aufkommens von kritischen Gedanken in der Gesellschfat, das dem Allgemeininteresse gerade nicht verbunden ist. Zwar kommt die Bild-Zeitung - aber längst
nicht nur diese - scheinbar unparteiisch daher, ist in Wahrheit aber höchst parteiisch, was die selbsternannte Fürsprecherin des kleinen Mannes zu einem Wolf im Schafspelz werden
läßt.
mWorum geht es diesem wirtschaftshörigem Kampfblatt aber bei den öfters gefahrenen Angriffen gegen den Staat? Der Staat könnte, wenn er demokratisch handeln und sich
nicht Einzelinteressen verschreiben würde, ein Verteidiger der Rechte der manipulierten Volksmassen und ein "Manager" der Interessen der vielen "Sprachlosen" sein. Davon kann allerdings schon
gegenwärtig kaum noch die Rede sein. Viel zu sehr haben sich die Verantwortlichen in Politik, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft dem neoliberalen Wirtschaftsdogmatismus
verschrieben und sind wahrscheinlich auch mit diesem auf die eine oder andere Weise verfilzt. Dennoch versucht BILD, auch mit z.T. haarsträubenden Behauptungen ("Der Staat macht die Inflation"),
bei der Bevölkerung die Vorstellung zu verankern, daß der demokratische und soziale Staat endgültig der Vergangenheit angehört, indem ein autoritärer Minimalstaat
installiert wird, der die Privilegien der Reichen und Einflußreichen absichert.
ich wollte ihnen kurz meine erfahrungen mit den medien mitteilen. (bezüglich ihrer artikel über die situation der medien in deutschland). ich bin mittlerweile dazu übergegangen die
zeitungen und fernsehsender anzuschreiben wenn ich mal wieder bestimmte artikel überhaupt gar nicht mehr verstehe. ein kürzliches beispiel ist eine geldanlagen kolumne in der hamburger
morgenpost, wo vor eingen tagen als tip des tages die spekulation mit agrarrohstoffen nahegelegt wurde. ich habe dann an die mopo geschrieben und gefragt, ob das nicht moralisch verwerflich ist,
jetzt diesen tip zu geben, weil das doch definitv die hungersituation auf der welt verstärken wird. die antwort fiel so aus, daß der redakteur mir absolut recht gab und das selber sehr
bedenklich findet, aber alle verantwortung von sich wies, da dies eine externe kolumne der hamburger sparkasse sei.
ich glaube diese antwort und dieses verantwortungsbewusstsein muss ich nicht
weiter kommentieren, allerdings ist diese reaktion bei nahzu allen journalisten mit denen ich in letzter zeit in kontakt gekommen bin die gleiche.. völlige zustimmung aber kein bewusstsein
dafür das es auch in ihrer verantwortung liegt diesem treiben nicht weiter eine plattform zu bieten... ich hoffe immer darauf bei diesen einzelnen redakteuren irgendwas zum klicken zu bringen,
so dass bei den einzelnen leuten vielleicht ein verantwortungsgefühl entsteht...
wie weit sind unsere "Gelehrten" von der Realität eigentlich entfernt? Da behauptet doch tatsächlich ein gebildeter cleverer Mensch, der gar im Verwaltungsrat der Bundesagentur für
Arbeit sitzt, dass der Niedriglohn nicht arm macht, sondern im Gegenteil eine soziale Absicherung bewirkt und dass 98% der Niedrigverdiener unqualifiziert sind. Ganz schön krass, welches Welt-
und Menschenbild von Vertretern öffentlicher und überwiegend durch Arbeitnehmer finanzierten Einrichtungen da zeigt. Als einer, der auch beruflich mit Menschen aus dem Niedriglohnbereich zu
tun hat, kann ich hier nur feststellen dass es sich bei diesen Äußerungen entweder um eine bewußte Verdrehung der Realität und Hetze handelt, oder um eine schon krankhafte Form
von Wirklichkeitswahrnehmung und/oder Dummheit.
Im Übrigen scheint Herr Clever seine Zahlen nicht zu kennen, spricht er doch von einem Anteil von 17% des Niedriglohnbereichs. Das IAQ
veröffentlichte jetzt Zahlen von 2006 wonach: "Unter allen abhängig Beschäftigten liegt der Anteil von Niedriglöhnen (unterhalb von zwei Dritteln des Medians) 2006 bei gut 22% -
d.h. mehr als jede/r Fünfte ist gering bezahlt. Der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung am Niedriglohnbereich ist von 58,6% (1995) auf 67,5% (2006) deutlich
gestiegen."
Ich gehe davon aus, dass die Zahlen von 2007 höher liegen werden.
Und habe mich diesmal richtig über den "süddeutschen Unternehmer" in diesem Streitgespräch geärgert. Das ist ja eine echte Zierde seines Standes; soviel Kreide, wie der Mann
gefressen hat...
Gleich im Anfangsstatement versucht er einem zwei Falschheiten unterzujubeln (die er natürlich für seine Argumentation zwingend braucht):
1."Wie kann man erreichen, dass
diese Menschen trotzdem einen möglichst großen Beitrag zum Gemeinwohl leisten und anständig leben können?" Hier spricht also der Philantroph, nicht der an schnöder
Gewinnmaximierung interessierte Unternehmer....und da hat sich doch die Diskussion auch schon erledigt mit diesem Heuchler...
2."Indem die Firmen diese Menschen trotzdem einstellen und mehr
bezahlen, als die Arbeit eigentlich wert ist" . FALSCH! Den Wert der Arbeit legt in einer Marktwirtschaft doch nicht der Unternehmer fest. Wenn alle Unternehmer nach gleichen Regeln (wie z.B. einem
Mindestlohn) produzieren müssen, herrscht Chancengleichheit, egal auf welchem Lohnniveau. Und nur das zählt.
Im Ausland ist das ja auch dutzendfach bewiesen.
Und seine Frage nach der
Herkunft des - gefährdeten - Wohlstandes läßt sich viel leichter und richtiger mit "Produktivitätsfortschritt" beantworten. Der wurde damals noch wenigstens ansatzweise mit den
Arbeitnehmern geteilt.
Fazit: Dem Herren wäre ein Lernproze in Form einer ordentlichen Abreibung oder ein Zwangs-Rollentausch mit HartzIV zu verordnen...
im oben genannten Beitrag schreiben Sie: "Um das Lügenspiel mit dem Arbeitsmarkt dann noch vollkommen zu machen, haben die Institute einen dramatischen und nicht erklärten Rückgang des
Zuwachses an Arbeitsproduktivität von 0,8 % in 2007 auf nur noch 0,2 % in 2008 angenommen, was mehr Nachfrage nach Arbeit schaffen würde, wenn es zuträfe."
Kann es sein, daß die
niedrige Produktivität 2009 aus der im Vergleich zu 2008 geringeren Anzahl der Arbeitstage (29. Februar, Christi Himmelfahrt) resultiert? Und wie wäre dies bezüglich der Aussagekraft
der Produktivität in Bezug auf den Arbeitsmarkt zu werten?
Es geht hier um 2008 und da steigt die Zahl der Arbeitstage gegenüber 2007 um 0,9 %, was pro Beschäftigten mehr an
Produktivität bringen müßte.
Ich glaube nicht das wir es sind (Dümmer als andere), es ist eher die Ohnmacht der Menschen gegenüber dieser Propagandamaschine, denn diese ist nahezu perfekt, immer zu richtigen Stelle wen
's brenzlig wird. Und, zum anderen die Angst das wenige Geld das man noch verdient, durch Arbeitsplatzverlust zu verlieren (denn Arbeit ist in unseren Breiten ein Dogma schlecht hin. Wie heißt
es doch - Wer nicht Arbeitet bracht auch nicht zu essen - oder so). Es ist gewissermaßen eine Innerekündigung. Die Menschen suchen einem Weg um sich in dieser Gesellschaft zurecht zu
finden, also um einiger maßen zu Leben. Meiner Meinung nach, haben wir schlicht und einfach nicht gelernt die Dinge zu hinterfragen. Diesen Eindruck gewinne ich, wenn ich mit Menschen
darüber Diskutiere. Es bedarf schon sehr viel Überzeugungskraft und Fakten um den Hinterfragungsprozess zu starten.
PS: Vielleicht sollte man eine zweite Bild-Zeitung gründen, die
genau dagegen hält.
Ja, sie sind mit Sicherheit dümmer als alle anderen Völker! Man glaubt so langsam in einer Selbsthilfegruppe geistig Geschädigter seinen Wohnort gewählt
zu haben. Wohin man kommt dümmliches allgegenwärtiges Grinsen, wackelnde Kopfbewegungen und Gesichtszuckungen die deutlich die psychische Lage der Nation und des Einzelnen anzeigen. Dazu
eine unglaubliche Dummheit auf allen Gebieten, aufgetürmt wie Knüppelholz. Außerdem waren laut Statistik schon 50 % der Deutschen in psychiatrischer Behandlung - (der Rest hat noch
keinen Termin bekommen). Das sagt doch alles über das System. Ich kann mir nicht helfen, aber es scheint doch wohl erklärtes Ziel irgendwelcher Drahtzieher zu sein dies zu erreichen und zu
erhalten.
Da freut man sich doch riesig, wenn man mal auf Gleichgesinnte trifft! Aber ob man selber dieses System noch lange aushält bezweifele ich sehr. Von meinen ehemaligen Kollegen von der
Uni Jena sind von ehemals 31 inzwischen nur noch 4 hier im Lande geblieben. Der Rest ist mit Kind und Kegel ausgewandert. Bis jetzt ist, selbst nach 15 Jahren, nicht einer zurück gekommen. Nein,
auch immer mehr Bekannte aus anderen Fachrichtungen verlagern, angewidert von diesem System, ihren Wohnsitz ins Ausland.
Betrachtet man die Medien und das Fernsehen (was ich schon vor Jahren
abgemeldet habe, weil nicht mehr auszuhalten) sieht man den tiefen Verfall von Land, Kultur und Moral. Dafür übernehmen immer mehr kriminelle Strukturen in Wirtschaft und Politik die
Ruder.Das ist nicht mehr aufzuhalten, das hat bereits seine Eigendynamik nach unten!
Mich freut, dass Sie sich auch abgesetzt haben. Nur so bleibt ein Rest von Kultur und Bildung der Deutschen noch
erhalten.
in der Diskussion mit dem "Unternehmer" ist mit aufgefallen, dass er gegen seine Interessen handeln soll, um gesamtgesellschaftliche Probleme zu lösen. Das kann und wird er nicht tun - auch wenn
die geschickten Redner unter den Unternehmern uns das vermitteln wollen.
Der Mindestlohn im Ausland nivelliert die Wettbewerbsbedingungen innerhalb einer Branche nur auf höherem Niveau als vor
der Einführung des Mindestlohnes. Damit erfolgt die Selektion der Anbieter am Markt an Hand anderer Kriterien als dem Stundenlohn. Rationalisierung hat dann Vorrang und verdrängt u.U. mehr
lebendige Arbeit aus dem Produktionsprozess - die Arbeit wird einfach effektiver erledigt als vorher und weniger Menschen werden dazu gebraucht.
Eine andere Folge ist das Verschwinden von bestimmten
Leistungen aus dem nationalen Angebotskatalog, wie z.B. Schuhe produzieren (wandert ins Ausland) oder Schuhe putzen (wird selbst gemacht). Andere wichtige Leistungen mit geringer Produktivität
übernimmt der Staat freiwillig und finanziert sie über die Steuern der Unternehmen, die hoch produktiv arbeiten.
Nun weiß ich, dass sie das alles selbst wissen - aber sie haben es
nicht in der Diskussion gesagt, sondern statt dessen die Wahrnehmung einer Verantwortung angesprochen, die der Interessenlage des Unternehmers nur indirekt entspricht und die in Auseinandersetzung
mit ihm von den Arbeitnehmern abverlangt werden muss. Wenn die Arbeitnehmer dazu temporär zu schwach sind, springt die Politik unterstützend ein oder eben nicht. Letzteres ist aktuell der
Fall. Deshalb kann die Verantwortung aber nicht neu verteilt werden, sondern muss die Problemlösung den Regeln entsprechend neu erkämpft werden.
Die Politiker und auch Teile der
Unternehmer haben unter den Bedingungen nach dem 2. Weltkrieg aus Angst viele Zugeständnisse an die Arbeiter gemacht. Sie fürchteten um ihre Macht respektive ihr Eigentum und ließen
sich deshalb auf Kompromisse ein, von denen wir heute träumen. Dahinter stehen keine ökonomischen Faktoren sondern machtpolitische Faktoren, die es zu erkennen und umzusetzen gilt.
Wenn
die Politiker wieder verstärkt die Interessen der Arbeitnehmer vertreten sollen, müssen sie vor dem Verlust der Wählerstimmen mehr Angst haben als vor dem Verlust der Zuwendungen von
der Unternehmerseite.
Darüber mit einem Unternehmer zu diskutieren, macht keinen Sinn. Ein vorrangig volkswirtschaftlich denkender Unternehmer geht im Wettbewerb mit seinen Konkurrenten Pleite.
Dem Unternehmer, der vorgibt mit Mindestlöhnen nicht überleben zu können, kann man nur die Flucht ins Ausland empfehlen, weil er hier nicht gebraucht wird. Er ist zu einfach zu
leistungsschwach.
Leider kann ich Ihnen nicht zustimmen. Zwar verstehe ich, daß ein einzelner Unternehmer nicht gegen seine eigenen Interessen handeln wird. Aber dieser hat sich generell
gegen einen Mindestlohn ausgesprochen und sogar behauptet, seine eigenen Arbeitnehmer gut zu bezahlen. Hier kommt eine generelle Unternehmereinstellung zum Ausdruck, die nicht im Interesse der
binnenwirtschaftlichen Entwicklung und damit auch der Unternehmer selbst liegt, denn gesamtwirtschaftlich sitzen wir alle im selben Boot, einschließlich der Unternehmer.
Schon gar nicht ist
der Ausspruch zu akzeptieren: "Aus Unternehmersicht gibt es ja immer häufiger Überlegungen, dass man mit weniger und mit besser qualifizierten Mitarbeitern auskommen sollte, weil die
weniger fähigen im Ende mehr Geld vernichten als sie erwirtschaften. Auf der Kundenseite sollte man versuchen, sich auf genau diesen Teil der Gesellschaft zu konzentrieren. Schätzungsweise
sind das ca 30 - 40 % der Bevölkerung. Der Rest des Marktes wird immer unattraktiver, weil sich hier immer weniger Erträge erwirtschaften lassen. Sie werden mit sicher nicht glauben, weil
es dazu keine passende Statistik gibt. Tun Sie es trotzdem: In diese Richtung denken immer mehr Unternehmer und Manager. Welcome to the real world."
Da ist der französische Industriellenverband
schon viel weiter. Dort ist der Mindestlohn (Smic) in 2006 und 2007 um insgesamt 5,1 % angehoben worden und wird jetzt zum 1. Mai für die 2,3 Millionen Betroffenen außer der Reihe um 2,3 %
erhöht, gefolgt von der normalen Erhöhung im Juli. Die Vorsitzende der Industriellenvereinigung Medef signalisierte ihr Einverständnis mit dem Smic sowie seiner Erhöhung und
verwies sogar darauf, daß er von einem Liberalen, nämlich Antoine Pinay, eingeführt worden sei.
Was Sie außerdem vergessen: Die Politik wird vom BDI und den Arbeitgebern
gesteuert. Man muß das deutsche Unternehmertum daher direkt angreifen. Wir haben in Deutschland zugelassen, daß die Gewerkschaften ständig an ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung
erinnert werden, die Unternehmer aber nicht. Das ist das typisch deutsche Problem, das die meisten anderen Länder, die ja auch alle neoliberal organisiert sind, nicht haben.
02.05.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 854 01-05-08: Die Fleischlüge?
Reaktion:
29.04.08- Kommentar
zu: Infoportal-Nachrichten
29.04.08- Kommentar
zu: Alter Hut
27.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 842 25-04-08: Wenn hungrige Finanzheuschrecken Hunger verbreiten
25.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 826 25-04-08: Wochenzeitschrift Freitag bringt Unternehmergespräch
24.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 840 23-04-08: 200 Millionen Wanderarbeiter
23.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 839 22-04-08: Wieviel Krückstöcke brauchen die politisch Blinden?
Reaktion:
22.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 839 22-04-08: Wieviel Krückstöcke brauchen die politisch Blinden?
Kommentar
22.04.08- Kommentar
zu: Die Illusionen der Verharmloser der Globalisierung
Reaktion:
20.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 835 21-04-08: Die Bundesregierung will die Arbeitslosigkeit im Wahljahr unter 3 Mio haben
21.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 826 17-04-08: Wochenzeitschrift Freitag bringt Unternehmergespräch
21.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 826 17-04-08: Wochenzeitschrift Freitag bringt Unternehmergespräch
20.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 826 17-04-08: Wochenzeitschrift Freitag bringt Unternehmergespräch
1. Ich denke, ich verdiene keinen müden Cent mehr, wenn z.B. Herr Ackermann nur 1/10 im Jahr von dem bekommt, was er jetzt hat.
2. Im Verhältnis zum
Umsatz der Deutschen Bank im Jahr, ist das Gehalt von Herrn Ackermann ziemlich dürftig und gegen einen mittelprächtigen Potentaten im ausgehenden Mittelalter ist er ein armer Schlucker.
3.
Wenn Herr Ackermann soviel Geld bekommt, muß ja auch einer gesagt haben, das ist ok so. Oder holt sich Herr Ackermann die Knete einfach aus der Kasse? Wohl kaum.
4. Geht meiner Ansicht nach
die Diskussion völlig am Problem vorbei. Das, was mich bei diesen Typen in Rage bringt, ist nicht ihr Einkommmen per Anno, sondern ihre bornierte, arrogante und herablassende Art unsereinem
gegenüber. Indem sie uns erklären, womit wir auszukommen haben. Das wird auf jeden Fall immer weniger, wenn die noch ein paar Jahre rechnen, müssen wir noch was drauflegen. (Es gibt
aber auch Hoffnung. Die neue Generation BWL'ler , die gerade aus dem Studium kommt, sind auch schon Pisa-Geschädigt.) Die sollen ihre Kohle holen, ist doch ok, und einfach die Klappe halten. Wir
brauchen Sie nicht. Denn wenns hart auf hart kommt, stehen wir eh alleine da.
19.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 828 17-04-08: Leute, es wird Zeit, den Dummverkäufern auch in Deutschland die rote Karte zu zeigen
19.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 828 17-04-08: Leute, es wird Zeit, den Dummverkäufern auch in Deutschland die rote Karte zu zeigen
19.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 831 19-04-08: Clever und die Geringverdiener
19.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 826 17-04-08: Wochenzeitschrift Freitag bringt Unternehmergespräch
18.04.08- Kommentar
zu: global news 1083 17-04-08: Da zahlen wir wieder für ein Wirtschaftsgutachten voller Ungereimtheiten, das nicht das Papier wert ist
Reaktion:
18.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 828 17-04-08: Leute, es wird Zeit, den Dummverkäufern auch in Deutschland die rote Karte zu zeigen
18.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 828 17-04-08: Leute, es wird Zeit, den Dummverkäufern auch in Deutschland die rote Karte zu zeigen
18.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 826 17-04-08: Wochenzeitschrift Freitag bringt Unternehmergespräch
Reaktion:
Zu früheren Kommentaren bitte hier anklicken.





















