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Wie recht Sie, Herr Jahnke, wiedereinmal haben. So langsam überrascht mich in Deutschland so gar nichts mehr. Auch die Unverfrorenheit mit der solche Insitute Ihre Prognosen abgeben.
Noch vor
einiger Zeit haben die gleichen Institute etwas ganz anderes erzählt, zumindest was die Arbeitslosenzahlen angeht. Wie war das doch gleich damals, mir klingt es noch in den Ohren. Da haben die
gleichen Institute gefordert die Arbeitsmarktreformen voranzutreiben, was dann ja auch gemacht wurde, als Begründung wurde uns damals folgendes klargemacht, wohl um die Betroffenen
weichzuklopfen.
Wir brauchen die Reformen, die Einschränkungen, um den Unternehmern wieder mehr Luft zu verschaffen, damit diese Wirtschaftswachstum generieren können, und jetzt kommt das
entscheidende: DENN UNTER 2% WACHSTUM KÖNNEN KEINE ARBEITSPLÄTZE ENTSTEHEN, ERST JENSEITS DER 2%MARKE WERDEN NEUE ARBEITSPLÄTZE GESCHAFFEN.# Und heute, ist ein Wunder geschehen, die
Unternehmer zu Verschwender geworden?? Heute sollen neue Arbeitsplätze ungebremst geschaffen werden bei gerade mal 1,8 % Wachstum, was zu bezweifeln ist ich sehe eher die Zahl des IWF (1,4%) als
realistisch. Dank der robusten Wirtschaft, uns geht die Krise ja gar nix an, soll das dann in 2009 fortgesetzt werden und die Arbeitslosenzahl bei noch weniger Wachstum dann 1,4% lt IWF sogar nur 1%.
Ich glaub ich versteh nix mehr, oder was mehr anzunehmen ist, die Oberklugen Wissenschaftler gehen sicher davon aus, das sich keiner mehr an die vergangen Argumente erinnert. Irgendwann erzählt
ihr uns wohl auch, das selbst in der Rezession Arbeitsplätze geschaffen werden oder wie, dann arbeiten alle umsonst und schon haben wir Vollbeschäftigung im Niedergang JUHU. Mir kommen
diese "Wissenschaftler" vor wie mittelalteriche Alchemisten, die auch aus NICHTS Gold machen wollten, und zum Schluß auf dem Scheiterhaufen gelandet sind. (Ist hier zufällig eine
Ähnlichkeit ??)
Ach ja und fast hätt ich es vergessen, um dann doch etwas glaubwürdiger zu erscheinen, erzählen die uns heute auch noch, das uns das ungebremste Wachstum in den
Schwellenländern wie China, Indien über die Krise hinweghelfen, ohne das das Wachstum leidet. ÄHHHH ihr studierten Herren, wisst ihr überhaupt wieviel Waren in diese Länder
exportiert werden ?????? Auf jeden Fall zu wenig um unser Wachstum zu retten, das erkennt jeder sogar ohne Studium, die Handelsbilanz ist schließlich für uns negativ.
Auch die
"wissenschaftlich" festgestelle Inflationsrate, von 3,1% scheint eher eine wohlwollende Schätzung zu sein. Ein N24-Reporter brachte es heute morgen auf den Punkt: Die Inflationsrate stellt den
Durchschnitt dar, bei Bezieher geringer Einkommen, Niedriglöhner, Rentner und Familien mit Kleinkindern etc. wird die Inflationsrate sicherlich 20-30% erreichen, da diese
Bevölkerungsschicht fast ihr gesammtes Einkommen, für Lebensmittel und Energie aufwenden müssen. (Respekt wie ich finde, endlich einer der ausspricht was diese Leute mit geringen
Einkommen schon längst wissen)
Mich habt ihr noch nicht besoffengequatscht, ich erinnere mich noch sehrwohl an den Spruch nur bei mehr als 2% Wachstum entstehen neue Arbeitsplätze. Also
für mich, rein wissenschaftlich bedrachtet, die große Volksvera........... , Deutschland hat wohl in erhöhter Dosis "Beruhigungsmittel" nötig. Wielange wollen wir uns eigentlich
noch veräppeln lassen???
"Sind die Deutschen mehrheitlich etwa nur dümmer als andere Nationen, wo solches Gerede längst nicht mehr verfängt?"
Ja es ist so. Ich habe schon lange darauf gewartet ob mal Einer
wagt es zu fragen.
Ich komme gerade von einem drei monatigem USA Aufenthalt zurück. Dort funktioniert die Mainstream Propaganda noch unterschwelliger als bei uns, da oft auch noch an
Patriotismus (eigentlich Jingoismus) appelliert wird. Dennoch wissen dort die Menschen über Lobbyismus, politische Korruption, NAFTA, und die fortschreitende Deindustrialisierung des Landes
Bescheid. Das amerikanische Zweiparteien System erhöht noch die Frustration und es erklärt auch, warum weniger als die Hälfte der Bevölkerung zur Wahl geht. Ein unbekannter
Senator aus Illinois, ein Schwarzer noch dazu, wird möglicherweise zum Präsidentschafts Kanditaten der Demokratischen Partei in den Vorwahlen gewählt, nur weil er Change fordert und
versucht sich von der vergangenen Politik beider US Parteien zu distanzieren. Einsichten die bei uns noch lange fehlen werden.
die "TINA-Leute", also diejenigen neoliberalen Globalisierer, die keine andere Möglichkeit sehen, als sich dem unregulierten weltweiten Konkurrenzkampf der offenen Märkte bedingungslos zu
unterwerfen, machen es den von dieser "Freiheits"-Ideologie noch nicht besoffenen Zeitgenossen, die dazu um vernünftiges Nachdenken bemüht sind, in der öffentlichen Diskussion nicht
leicht. Wie soll - wo kein Meinungswettstreit mehr zugelassen wird - noch um den besten Weg zur Lösung drängender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme gerungen werden?
Daher denke ich, daß das klare Bekenntnis - man könnte vielleicht auch sagen: Wahlempfehlung - von Ihnen, Herr Jahnke, für die Linkspartei gerechtfertigt ist. Man muß nämlich
strikt zwischen bloßer (unverantwortlicher) Protestwahl und taktischem Wählen unterscheiden. Ob man nun in allen Punkten mit der Programmatik dieser Partei einverstanden ist oder nicht,
spielt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur eine zweitrangige Rolle. Wichtiger ist es, die "Ganz große Koalition" der anderen im Deutschen Bundestag und in den Länderparlamenten
vertretenen Parteien mit weitgehender neoliberaler Reformentschlossenheit (oder sollte man sagen Verbohrtheit?) auf demokratischem Wege Einhalt zu gebieten. Eine lediglich praktizierte
Wahlenthaltung, wie von (zu) vielen enttäuschten und desillusionierten Menschen ausgeübt, reicht mitterweile offenkundig nicht mehr aus, um die "Volksvertreter" an ihre gemachten
Wahlversprechungen den Wahlbürgern gegenüber zu erinnern: TINA ("There is no alternative") einmal anders in Form von taktischem Wählen bleibt so vorläufig nur als wirksame
Alternative übrig.
Es gibt einen guten Lackmustest für Demokratie: die Anzahl der Alternativen. Demokratie ist nur dort, wo es auch Alternativen gibt.
Gerhard Schröder: "Man darf ja nicht darüber
hinwegsehen, dass die Globalisierung uns zu bestimmten Maßnahmen zwingt". Erhard Eppler: "Die Gestaltungsmöglichkeiten für Politik haben sich durch die Globalisierung der Märkte
dramatisch verringert und Politiker können gar nicht mehr das leisten könnten, was die Bürger von ihnen erwarten." Kurz gesagt: TINA (There is no alternative, Dazu gibt es keine
Alternative).
Nicht-demokratische Strukturen wie China oder Dubai kommen mit diesen einschränkenden Faktoren recht gut zurecht. Immer öfter hört man hierzulande Bemerkungen mit denen
die "Einschränkungen" der Demokratie im globalen Wettbewerb angeprangert werden. Soziale Errungenschaften werden schon auf dem Altar der Wettbewerbsfähigkeit geopfert. Sind Unternehmen und
ihre Politiker bereit auch noch die Demokratie als Hemmnis über Bord werfen? Wer genau hinhört, findet Bemerkungen in diese Richtung.
Ich fürchte, viele Deutsche durchschauen schon, was läuft, allerdings fehlt momentan die politische Alternative. Da gehen Sie lieber nicht wählen (ist ja auch eine Art Protest, wenn
auch bestimmt nicht die beste).
Schon bei der letzten Bundestagswahl habe ich in meinem Bekannten- und Freundeskreis den Eindruck gehabt, dass viele bis zum Schluss gar nicht wussten, welche Partei
sie wählen sollen, da ihnen klar war, dass der "Agenda-Kurs" weiter geführt bzw. sogar noch verschärft wird.
Wie man an der Bahhnprivatisierung sieht, werden innerparteiliche
Abweichler (soweit es die überhaupt noch gibt) ignoriert bzw. werden eindeutige Parteitagsbeschlüsse nicht umgesetzt. Wer soll da noch Lust haben, sich in unseren "staatstragenden "
Parteien zu engagieren ?
Momentan gibt es ja nur die LINKE, die Alternativen bietet, aber die ist ja auch nicht für alle wählbar. Ich finde es allerdings bemerkenswert, dass diese Partei
so problemlos und schnell in die Landtage einzieht. Das sollte doch den etablierten Parteien zu denken geben. Tut es aber nicht, leider.
Es gibt natürlich auch noch viele kleine Parteien (z.B.
die oedp), allerdings haben die keine Chancen in absehbarer Zeit politisches Gewicht zu erreichen. Eigentlich schade, denn das würde bestimmt unsere etablierten Parteien auf Trab bringen.
Der
Aufbau einer kritischen Gegenöffentlichkeit, wie Sie und andere es versuchen ist sicherlich gut, allerdings dauert es auch sehr lange, bis evtl. Erfolge zu sehen sind. Da ist es schon schwer,
nicht zu resignieren (was ich ausdrücklich nicht will).
Ich bin da gar nicht so pessimistisch. Wenn immer mehr Deutsche begreifen, daß sie auch mal taktisch wählen müssen, d.h.
die Linkspartei, kommt die deutsche Parteienlandschaft sehr schnell ins Rutschen, und viel schneller als durch Wahlenthaltung. Ich bin kein Anhänger dieser Partei, aber für eine taktische
Wahl ist sie immer noch gut genug.
Wenn ich an Neoliberalität denke, fallen mir sofort die Hilfsorganisationen der USA, IWF und Weltbank ein, die wissenschaftlich zur Genüge bewiesen, nicht nur Abermillionen Hungertote und
Landflüchtige , sondern auch Kriege "produziert" haben und die durch ihre Programme wesentlichen Anteil an den Klimakatastrophen haben (auch wissenschaftlich bewiesen).
Wenn ich an
Neoliberalität denke, fällt mir sofort das trojanische Falschgeld Weltwährung Dollar ein, mit dem die USA/Fed ihr Schmarotzerdasein bis heute auf Kosten von 96% der
Weltbevölkerung finanziert haben (also 64 Jahre bisher seit Bretton Woods). Dass bis heute nicht einmal die Profis gemerkt haben, dass der Goldstandard auf Betrug basierte erschüttert mich
schon (ein großer Teil der Goldreserven der USA ist altes Südstaatengold etc und entspricht nicht dem verkaufbaren Goldstandard, deshalb werden die USA auch einen Teufel tun, ihre
Vorräte zum Verkauf anzubieten).
Wenn ich an Neoliberalität denke, fallen mir natürlich auch sofort die Derivate der USA ein, in der Tat wie Warren Buffet zutreffend formuliert,
ökonomische Massenvernichtungswaffen sind. Ihre Zerstörungskraft werden sie noch im zweiten Quartal 2008 dokumentieren.
Wenn ich an Neoliberalität denke, fallen mir sofort die
überwiegend einäugigen Hofberichtertsatter der 4. Gewalt (Medien) ein, und ich kann bei der Erwähnung der Zeitung BILD und des Namens Springer nicht so viel saufen wie ich ..
möchte. In diesem Zusammenhang vermisse ich so sehr einen aktuellen Kurt Tucholsky (alias Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel) oder einen rasendenden Reporter Egon Erwin
Kisch.
Wenn ich an die aktuelle Neoliberalität denke, habe ich die Vision Trio Infernale und denke an Poltik, Kapital und Religionen und an die Endzeit und die endgültige Endabrechnung.
Neoliberalität hat ganz viel mit Neandertalbewusstsein , Machwahn und Habgier, Autoritätshörigkeit, Machiavelli und Zukunftsvernichtung zu tun.
Meine absolute Gewissheit als Cassandra
ist, dass der Neoliberalismus sich jetzt sehr schnell selbst wie Strahlenkrebs ausbreiten und vernichten wird. Ich habe leider noch nicht meine Arche Z gefunden.
heute muss ich Ihnen von meinen Erfahrungen als Rentner berichten.
Ich bin leider auf Grund einer Erkrankung aus dem Berufsleben ausgeschieden und beziehe daher eine kleine bescheidene Rente, die
zu gegebener Masen knapp unter 1000 Euro liegt und damit sehr klein ist. Ich komme mit dieser Rente gerade eben so hin. Diese Rente beziehe ich seit ca. einem 3/4 Jahr.
Bisher war alles wie
gewohnt, bis gestern. Ich erhielt von meiner Bank die mein Girokonto bereitstellt eine Nachricht ich solle bei dem Mitarbeit xy vorstellig werden, da wichtige Dinge zu klären seien. Also sprach
ich heute vormittag vor und der nette junge Mann mit Schlips und Anzug teilte mir folgende Änderungen mit die absofort für mein Girokonto gelten.
1.) Man könne kein kostenfreies
Konto mehr anbieten, da das Einkommen zu gering ist. Es werden ab sofort Kontoführungsgebühren fällig. Als da wären, Gebühren für Überweisungen, Gebühren
für Kontobewegungen, Gebühren für denAbschluss etc.
2.) Meine EC-Karte wird in eine Kundenkarte umgewandelt. Das bedeutet die Karte kann nicht mehr zum bezahlen eingesetzt werden.
Vor jedem Einkauf muss ich nun Bargeld am Automaten holen. Auch bei Reisen ins Ausland muss nun Bargeld in Deutschland abgehoben werden. Halt nicht nur in Deutschland, die Kundenkarte gilt ja nur im
Geschäftsbereich der Kontoführenden Filiale, 30 km weiter kann ich nun schon nix mehr abheben.
3.) Der Dispokredit wird absofort auf 0 gesetzten. Juckt mich wenig da ich den noch nie
genutzt habe. Das Konto wird in ein sogenanntes "Guthabenkonto" umgewandelt. Das ist die niedrigste Stufe des Girokontos das auch jedem hartz IV Empfänger zusteht.
So sieht man, wie aus einem
gebührenfreien normalen Girokonto ein "Sozialkonto" wird und das nicht weil man Schulden etc. hat, sondern einzig und allein deshalb, weil man Rentner geworden ist und nur eine kleine Rente
bezieht. Statt dem Rentner der wenig Geld hat etwas, na wie soll ich sagen soziale Gerechtigkeit entgegenzubringen, wird von jetzt auf gleich richtig abgezockt. Ein Gebührenfreies Konto erhalten
scheinbar nur Leute die oberhalb der 1500 Euro einkommensmarke liegen, der Rentner mit kleiner Rente muss für jeden Handgriff des Bankers zahlen und wohl die gebührenfreien Konten
subventionieren.
Na danke, wenn ich kein Konto bräuchte um meine Rente zu bekommen hätte ich es gleich aufgelöst und mir meine Rente in bar auszahlen lassen.
Danke Deutschland so
wird mit uns umgegangen. Oder sind das wohlmöglich die Auswirkungen der Finanzkrise ?? die den kleinen Mann gar nix angehen soll ??
Da kommen also die Brandstifter her (IWF, Weltbank) und rufen nach Hilfe angesichts der unvorstellbaren Hungersnöte, die sie eindeutig zu verantworten haben. Globalisierung steht synonym
für Weltwirtschaft und Weltfinanzmacht. Hat denn verdammt noch mal niemand eine der wichtigstens Bibeln des US-Imperialismus gelesen: Brezinski: Die einzige Weltmacht, ein Buch, dass in IWF und
Weltbankkreisen und bei den Chicagoboys Pflichtlektüre ist.
Dort steht drin, dass die USA einen weltweiten Herrschaftsanspruch haben und unter anderem wir Deutschen für ihn eurasische
Vasallen sind und dass die Rohstoffe dieser Welt geostrategischen Interessen der USA zu dienen haben.
Im Hinblick auf die unvorstellbaren Hungersnöte, die ich persönlich auf den
Philippinen und in Ägypten erlebe , fällt mir ein Satz von Peter Ustinov ein: Krieg ist Terror der Reichen, Terror ist Krieg der Armen. Und der Terror, ausgelöst durch die Kreatur
Globalisierung, wird sich ab jetzt überproportional erhöhen.
das hochentwickelte reiche Deutschland scheint nach der Ansicht des Theologen und Soziologen Reimer Gronemeyer im humanitären Bereich auf eine "neue Kultur des Helfens" angewiesen zu sein.
Hilfebedürftigen älteren Menschen auch emotional beizustehen ist besser, als durch Pflegedienstkräfte nur Checklisten abarbeiten zu lassen. Wo aber sind die Angehörigen der
gebrechlichen Alten der Zukunft? Warum wird die künftige Generation ärmer sein? Darüber hat sich der Soziologe Gronemeyer offenbar keine weiteren Gedanken gemacht. Und der Theologe
Gronemeyer stellt diese gesellschaftliche Entwicklung als unabänderliches Schicksal hin.
Wenn die Angehörigen selbst die Pflege ihrer alten Verwandten nicht übernehmen können
(weil es sie nicht gibt), sollte zumindest für "gute" Dienstleistungsjobs im Pflegebereich gesorgt werden. Für solche also, die angemessen bezahlt werden und nicht durch Dumpinglöhne
(verursacht durch Billigpflegekräfte aus Osteuropa oder Asien) ausbeuterisch werden. Damit diese "teure" Dienstleistung (die im übrigen viele Arbeitsplätze schaffen könnte) auch
jedem zugänglich ist, der sie denn benötigt, bedarf es bei dieser originären staatlichen Aufgabe einer dem Gemeinwohl verpflichteten Politik, die auch etwa durch billige ehrenamtliche
Lückenbüßer nicht zu leisten ist. Noch besser wäre freilich eine Sozial- und Wirtschaftspolitik, die es erst gar nicht zu einem Pflegenotstand verarmter Alter kommen
läßt.
da haben Sie aber losgewettert, das Welt und Bildleser Dumm und Dümmer wären. War das ein Test um zu bestimmen, ob und wieviel dieser "Dummen" sich auf ihre Seite verirren?
Manchmal juckt
es mich und ich geh auf deren Onlinepräsenz und geb hie und da einen Kommentar ab, wobei grob die Hälfte nie auftaucht. Ich finde die Kommentare dort haben sich ziemlich gewandelt, vor
einiger Zeit waren die Arbeitslosen-/Rentnerhetzer und Permaoptimisten doch einigermaßen laut, was scheinbar etwas zurückgegangen ist und die vielen Artikel dort werden oft und deutlich in
Frage gestellt. Sicher wird dies auch oft in der Sprache der Strasse getan, aber lieber die, als Politsprech.
Bildleser sind allerdings unrettbar verloren, als ich noch Drucker war, vor 20 Jahren,
hab ich die manchmal gekauft, damit ich den Gesprächen der Kollegen folgen konnte, aber die Bild ist eigentlich gar keine Zeitung, sondern ein im Zeitgunsformat erscheinender softerotischer
Tagesroman, der teilweise auf wahren Begebenheiten basiert.
Ihre Formulierung "Ist Deutschland noch zu retten? Ich fange an, dies zum ersten Mal seit drei Jahren ernsthaft zu bezweifeln." hat mich ziemlich hart getroffen. Mich und anscheinend auch viele Leser
Iher Seiten (Wut im Bauch der Verlierer der Globalisierung) beschleicht dieses Gefühl schon längere Zeit, aber es eine andere Sache, dies bei einem so unermüdliche Kämpfer und
Aufklärer gegen die Entsolidarisierung unsere Gesellschaft zu lesen. Deshalb wieder einmal ein Extra -Danke für Ihre Bemühungen, und weiterhin viel Kraft und Mut.
Vielen Dank. Nun ist
selbst ernster Zweifel noch keine Gewißheit! Aber auch Aufklärer müssen gelegentlich etwas emontionaler aufrütteln. Und dies war der Augenblick, bei diesem unseligen
Rentnerkrieg, an dem sich auch noch ein Alt-Bundespräsident beteiligen muß.
Ich habe die Artikel der vergangenen Tage, insbesondere Ihren Dialog mit einem besonders frustrierten Leser, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Zu meiner eigenen großen Überraschung
muß ich gestehen, daß ich die schlimmen Befürchtungen dieses Mannes teile. Anders als dieser Mann bin ich aber nicht der Meinung, daß Sie, Herr Dr. Jahnke, im Rahmen des
Info-Portals eine schnelle Lösung - quasi eine Heilsbotschaft - propagieren könnten oder sollten. Ich persönlich glaube nicht an eine schnelle Lösung. Aber ich glaube daran,
daß es eine Lösung gibt, die viel mit Beharrlichkeit, Entschlossenheit und Solidarität zu tun hat. Das letzte dieser Stichwörter führt micht zu Ihrer Rubrik "Wochenbuch".
Sie haben mit dem Beitrag "Die Entsolidarisierung einer Gesellschaft" einen ganz entscheidenden Schritt getan, denn nun verdichten Sie die vielen einzelnen Eindrücke zu etwas, das wie eine
Methode aussieht. Wo aber eine Methode erkennbar ist, da gibt es auch eine Absicht. Das führt zu der Frage, wer das beabsichtigt und wo das eigentlich hinführt. Ist die Entsolidarisierung
schon das ziel oder nur ein Zwischenschritt zu welchem eigentlichen Ziel? Ist Solidarität nicht immer eng gekoppelt an den Gedanken der Gleichheit? Ist nicht Gleichheit ein Grundprinzip von
Demokratie? Stellt nicht jemand auch die Demokratie in Frage, wenn er die Gleichheit in Frage stellt? Ist also nicht die Entsolidarisierung schon ein wichtiger Schritt zur Entdemokratisierung der
Gesellschaft?
Klingt ein wenig nach Verschwörungstheorie, stimmt's? Aber hat man nicht das Recht, die Vorgänge auf eine Verschwörung hin zu überprüfen, wenn man immer
öfter beobachtet, wie die Wenigen etwas gegen die Vielen zu ihrem eigenen Vorteil durchsetzen? Hat man nicht das Recht, an den demokratischen Grundprinzipien Konsens und Transparenz zu zweifeln,
wenn man erlebt, wie diese immer öfter von politischen Akteuren in den Boden gestampft werden? Führt es nicht die Demokratie als solche ad absurdum, wenn ganz geschickt demokratische
Mechanismen so interpretiert oder verändert werden, daß sie sich gegen Demokratie wenden?
Zunehmend gefallen sich politische Redakteure oder Kolumnisten in der Rolle von Scharfmachern.
Oft genug verkaufen Sie reine Glaubenssätze als gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis. Sie stützen sich dabei auf Aussagen von Wissenschaftlern, die sich hinter hochgestochenen
Institutsnamen verstecken, und die in Wirklichkeit von der Privatwirtschaft finanziert werden. Diese Privatwirtschaft möchte vor Allem etwas verkaufen. Irgendetwas verkaufen - was auch immer.
Wenn es etwas einbringt, verkauft man auch schon mal Bibeln in Spiegelschrift. Zahlreiche Politiker betätigen sich als Erfüllungsgehilfen der Privatwirtschaft, indem sie die Menschen per
Gesetzgebung zu einem Konsum zwingen, welcher vor allem der Privatwirtschaft große Gewinne einbringt. Anschließend wechseln diese Politiker die Pferde und nehmen einen lukrativen Job bei
den von ihrer Politik begünstigten Unternehmen an. Auch hier läßt sich wegen der Vielzahl ähnlicher Vorgänge eine Methode erkennen.
Wir erleben, wie einzelne Politiker
Stellungen beziehen, die sich eigentlich nicht mit den Grundüberzeugungen der eigenen Partei vertragen. Das Ausmaß der Ohnmacht kommt aber erst dann richtig zum Ausdruck, wenn sich diese
Partei dann in pure Dialektik verstrickt, um diese unschöne Tatsache zu verschleiern. Hier wird munter diejenige Politik sabotiert, die von der Bevölkerung eigentlich gewünscht wurde.
Wie soll man das eigentlich verstehen? Ist das eine Krise der Demokratie oder eine Krise der Demokraten?
Wieviele gänzlich divergierende Grundüberzeugungen kann eine einzelne Partei
eigentlich vertreten, ohne daß sie ihre Glaubwürdigkeit verliert? Was muß eigentlich geschehen, um wieder Treu und Glauben zu rechtfertigen? Müssen nicht wir einfache Menschen
langsam von der Tribüne runter auf's Spielfeld um dieses Chaos zu stoppen? Und wie kann das geschehen, ohne daß dem Stadion dabei Schaden zugefügt wird? Immerhin ist es unser Stadion.
Es ist unser einziges Stadion.
Es gibt in der Gesamtschau aller politischen Vorgänge einfach sehr, sehr viele offene Fragen und nur sehr wenige akzeptable Antworten. Ist das oft beschworene
Ende des Rheinischen Kapitalismus auch gleichzeitig das Ende aller vertrauten demokratischen Kultur? Und wollen wir das? Stimmt es eigentlich, daß die Privatisierung öffentlicher Aufgaben
eine natürliche Folge der Globalisierung ist? Wird demnächst auch die Politik privatisiert oder ist sie es vielleicht schon? Dies sollte einmal geklärt werden. Hierbei wird die
öffentliche Sache, die res publica, wieder klar von dem privaten Interesse zu trennen sein. Selbst wenn es gelegentlich Überschneidungen gibt, sollte es doch nicht miteinander verwechselt
werden. Darüber hinaus sollten wir überlegen, ob Politiker, die niemals einen Wahlkreis gewonnen haben, für ein politisches Amt bestimmt werden können. Sind Listenplätze
eigentlich tatsächlich ein geeignetes Mittel zur Sicherung der politischen Qualität? Oder sind sie nur ein beliebtes Vehikel für solche Politiker, die eigentlich niemand wollte, die
aber trotzdem ständig an den Hebeln der Macht spielen?
Was ist der eigentliche Sinn unserer Nation? Werden Menschen nur noch über ihre ökonomische Effizienz, ihren Bildungsstand oder
ihr Vermögen definiert? Gibt es auch ein Ranking für Hilfsbereitschaft, Friedfertigkeit oder Treue? Welches Ranking benotet eigentlich den Nutzen und die Stichhaltigkeit der diversen
Rankings?
Fragen über Fragen. Wenig Antworten. Es ist eine Zeit mit vielen verwirrenden Aspekten und noch viel mehr Verwirrten, die ihre Ahnungslosigkeit hinter modernen Schlagworten zu
verstecken suchen. Fast jeder spricht von Globalisierung wie von einem Naturgesetz. Dabei ist es nur ein gesellschafts.- und wirtschaftspolitischer Entwicklungsprozess, dessen Regeln von Menschen
gemacht und von Menschen gewollt sind. Sie selbst, Herr Jahnke, haben das mit bestechender Klarheit beschrieben.
Wenn wir die Wirkungen der Globalisierung so nicht wollen, dann können wir das
durch entsprechende Gesetze ändern. Und wenn wir diese Politik nicht wollen, dann können wir das durch Wahlen ändern. Hierbei sollten wir Wähler unsere Stimme so teuer wie
möglich verkaufen. Lassen Sie uns anstrengend werden für diejenigen, die bisher mit flotten Parolen von unklarer Bedeutung Karriere machen konnten. Lassen Sie uns ganz öffentlich
Partei.- und Wahlprogramme sowie Slogans analysieren. Trennen wir doch mal das rhetorisch dekorative Wortgeklingel von der eigentlichen Kernaussage. Je öffentlicher, desto besser. Der "Dialog
mit einem Politiker" hat gezeigt, wie abgebrüht und verächtlich mit einem kritischen und kompetenten Bürger umgegangen wird. Lassen Sie uns diese Gaukler und Scharlatane quer durch's
Internet jagen. Die meinungsbildende Macht der vielen verschiedenen politischen Weblogs und Foren wird hierzulande noch weitgehend unterschätzt. Sie können aber zu einem entscheidenden
Gegengewicht werden zu verlogenen und infiltrierten Medien. Die Politik muß wieder zurück zu den Menschen. Kommt sie nicht freiwillig, dann müssen wir sie uns holen. Gute Jagd!
wenn der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog von einer "Rentner-Demokratie" warnt und den Älteren vorhält, die Jüngeren "auszuplündern", - hat der einstige "Ruck-Redner"
recht! Aber nur in dem Punkt, daß er selbst ein alter Mann ist, der dem Volk seine schrägen Ansichten aufdrängen will. Dieser "Ruck" des "Überzeugungstäters" Roman Herzog
ist voll und ganz nach hinten losgegangen.
Was für ein Ex-Bundespräsident muß das auch sein, der im unseriösen Boulevardblatt mit den vier Buchstaben seine Thesen an den Mann
und die Frau zu bringen versucht. Wäre er selbst nicht seinerzeit von Helmut Kohl zum Bundespräsidenten ausersehen worden, wäre Herzog heute nur als ein schrulliger und offenbar
überbezahlter (Wer plündert hier eigentlich wen aus?) pensionierter Verfassungsrichter (Herzogs Verfassungstreue sollte vielleicht einmal genauer untersucht werden) zu bezeichnen. So aber
kann Herzog unverdrossen mit dem Renommee eines Alt-Bundespräsidenten versehen sein ungutes politisches Süppchen für die neoliberale Bewegung kochen.
Der jetzige Bundespräsident
und sich gern als "Bürgerpräsident" bezeichnen lassende Horst Köhler sollte zu den skandalösen Äußerungen seines Amtsvorgängers Roman Herzog Stellung beziehen,
denn das Ansehen dieses überparteilichen Amtes ist durch Herzog noch nachträglich beschädigt worden.
was der Alt-Bundespräsident Roman Herzog mit seinen Äußerungen: „Ich fürchte, wir sehen gerade die Vorboten einer Rentner-Demokratie: Die Älteren werden immer mehr,
und alle Parteien nehmen überproportional Rücksicht auf sie. Das könnte am Ende in die Richtung gehen, dass die Älteren die Jüngeren ausplündern.", anrichtet, ist ihm
mit Sicherheit bewusst. Er richtet das Wort für eine regelrechte Hetzjagd auf Rentner. Ich kann nur hoffen, dass sich "Juristen" finden, die dies zur Anzeige bringen. Allein die Wortwahl
"ausplündern" ist schockierend, und erinnert mich an das dritte Reich mit seinem Propaganda-Minister, der auch zur Jagd auf Teile der damaligen Bevölkerung aufstachellte. Mit
diesen Äußerungen verdient Herzog keinen Respekt mehr, eher Verachtung.
ich bin absolut kein BILD-Zeitungsleser und während meines 45-jährigen Lebens gab es kaum Konfrontationen mit diesem Blatt. Die BILD und ich lebten in friedlicher Koexistenz, ohne uns zu
nahe zu treten.
Aber seit ungefähr Mitte der Schröder-Regierung ist mir aufgefallen, dass die BILD-Zeitung unerträglich häufig in unseren Medien erwähnt wird. "Den
Verlautbarungen der BILD-Zeitung zufolge......" Komisch, früher war es stets DER SPIEGEL, der zitiert wurde. Die Schröder-Ära hat die BILD-Zeitung in allen Medien hoffähig gemacht
und selbst DER SPIEGEL tingelt immer mal wieder Hand in Hand mit BILD, indem er sich in seinen neoliberalistischen Berichterstattungen auf die BILD beruft.
In unserem Dorf gibt es rund 5.000
Einwohner, einen Metzger, zwei Bäcker, ein paar Kneipen, meinen Arbeitgeber und einen LIDL. Wenn ich von der Arbeit komme, kehre ich gern bei LIDL ein, weil der Laden auf meinem Fußweg
liegt, ich also auf ein Auto verzichten kann. Und bumms kommt es fast täglich an der Kasse zur Konfrontation mit der BILD-Schlagzeile, weil dieses Blatt nämlich direkt im Kassenbereich zum
Verkauf ausgelegt ist. Geschickt gemacht! An der Schlagzeile kommt kein Kunde vorbei, ohne nicht zwangsläufig einen Blick auf sie geworfen zu haben.
Können Sie sich vorstellen, wie
peinlich es ist, wenn vor und hinter mir Senioren stehen und die BILD gerade mal wieder gegen Senioren oder Arbeitslose hetzt?! Da wird mir heiß und kalt zugleich und ich schäme mich
abgrundtief, denn alle Augen starren auf diese asozialen Schlagzeilen. Selbstredend fühlen sich die Senioren in ihrer Ehre gekränkt, so mancher, der arbeitslos dazwischen steht,
natürlich auch und manche Menschen fangen mächtig an zu schimpfen. Die meisten schweigen jedoch und ich verlasse so rasch wie möglich den Laden.
Es ist beklemmend, was die
BILD-Zeitung in den Seelen der Menschen anrichtet. Und es soll mir keiner erzählen, dass hinter all diesen menschenverachtenden Schlagzeilen kein System stecken würde. Die Journalisten
wählen die Themen und die reißerischen Vokabeln ihrer Schlagzeilen nicht zufällig.
Als wäre das nicht genug der täglichen BILD-Konfrontation, liegen in allen
Pausenräumen meines Arbeitgebers jeden Tag BILD-Zeitungen auf den Tischen, natürlich ziemlich zerfleddert, weil die Dinger ja von vielen Menschen gelesen werden. Der Betrieb hat rund 350
Mitarbeiter. Zwar reden die Kollegen/innen nicht über die Inhalte des Gelesenen, aber ich möchte nicht wissen, was sich in so manchem Köpfchen zusammenbraut. Wie die Dinger auf die
Tische kommen? Die Arbeiter/innen bringen sie mit, vermutlich weil sie immer noch glauben, BILD sei der Anwalt des kleinen Mannes und dabei merken sie nicht, wie sie von BILD durch den Kakao gezogen
werden, den sie letztlich vermutlich auch noch trinken.
Sie sehen, es gibt für mich und vermutlich einer großen Zahl meiner Mitbürger keine Möglichkeit, der BILD-Zeitung
auszuweichen. Die tägliche Schlagzeile kriegen wir garantiert vor den Kopf geknallt und mancher wundert sich, warum die BILD so häufig in den Nachrichtensendungen erwähnt wird.
Ich
empfinde diese permanente BILD-Präsens als unzumutbare Aufdringlichkeit des Springer-Verlages. Ein Narr, wer da nicht absichtlich versuchte Volks-Manipulation wittert.
es drängt mich sehr, Ihnen unverzüglich meine Komplimente für Ihre Gedanken zur Zeit 808 und 809 bezüglich der großkapitalistisch fixierten Professoren Straubhaar und Herzog
zu übermitteln.
Aus meiner Sicht könnte man durchaus ernsthaft darüber sprechen, schon 17jährige zur Europa- und zur Bundestagswahl sowie 17- und 16jährige zu Landtags- und
Kommunalvoten zuzulassen - aber eben nicht auf Grund der konzernkapitalistisch geprägten Spielereien eines Schweizer Stehpult-"Gelehrten", der zudem überwiegend von deutschem Steuergeld
bezahlt wird.
Was den "Ruck"-Professor betrifft (wie war das noch mit seiner Kommentatorenrolle in Sachen Maunz usw. und mit seiner Super-Karriere als Günstling von Kohl?), so
begrüße ich ausdrücklich, daß Sie so weit gingen, den Bogen mit der Formulierung "Wieder lebensunwertes Leben in Deutschland?" gezielt in die besagte Richtung zu spannen. Genau
diese Gefahr wird zunehmend akut.
Fürwahr: "Das Gespentische an der deutschen Diskussion ist, daß ..."
Fürwahr auch: Noch gibt es zum Glück ein paar mutige publizierende
Menschen mit klarem Durchblick wie Sie, lieber Herr Jahnke, die ZDF-Frontal-Truppe um Theo Koll, Christiane Oppermann, Peter Bofinger, Heiner Flassbeck, Albrecht Müller, Wolfgang Lieb, Volker
Pispers, Urban Priol, Georg Schramm, Hagen Rether, Heinrich Pachl, Robert von Heusinger - um nur einige Namen zu nennen. Machen Sie bitte weiter wie bisher.
Ich habe die ganze Diskussion vor den Hintergrund der deutschen Vergangenheit gestellt und das in Frageform, nicht aber einzelne der genannten Personen in der Vergangenheit angesiedelt.
Sie haben mit Ihren Gedanken vollkommen Recht, aber ich möchte noch etwas hinzu fügen:
1. Die Interessen derjenigen Alten, die ich kenne, richten sich nicht gegen die Jungen!
Die
Senioren wollen, dass es den Jungen gut geht und in gleicher Weise wollen sie, dass es ihnen selbst gut geht und sie würdig noch älter und eines Tages in Würde sterben dürfen. Die
Senioren, die ich kenne, sind allesamt sehr bescheiden, denn sie mussten während des 2. Weltkriegs zwangsläufig lernen, geringe Ansprüche an das Leben zu stellen. Eine solche Erfahrung
sitzt gewöhnlich ein Leben lang!
2. Wenn Eltern ein Wahlrecht für ihre Kinder erhalten würden, würden sie doch in ihrem eigenen Sinne wählen und nicht im Sinne des Kindes,
denn was das Kind wählen würde, ist doch völlig unbekannt.
Das heißt also, den Jungen würden mehrere Wahl-Stimmen zur Verfügung stehen, die sie in ihrem eigenen Sinne
nutzen würden. Das ergäbe vermutlich ein ziemliches Ungleichgewicht zwischen Senioren und jüngeren Mitgliedern unserer Gesellschaft.
3. Aber auch wenn es eines Tages zu einem solchen
Ungleichgewicht der Stimmen zwischen Alt und Jung käme, glaube ich nicht daran, dass die Menschen mehrheitlich im Sinne der Neoliberalisten, also unmenschliche Parteien bzw. Parteiprogramme
wählen würden. Ich glaube nicht daran, dass die Jungen sich mehrheitlich ein "sozialverträgliches Ableben" wünschen bzw. dagegen wären, einem alten Menschen medizinische
Hilfe zu versagen.
Alle Umfragen, die zur aktuellen Rentenerhöhung gemacht wurden, zeigen, dass die Jüngeren den Alten die läppischen 1,1 Prozent gönnen.
4. Die
menschenverachtende BILD-Hetze in allen ihren asozialen Schattierungen trägt dazu bei, DIE LINKE immer populärer zu machen. In meinem Umfeld nehme ich staunend zur Kenntnis, dass selbst
eingefleischte CDU-Wähler bei der nächsten Bundestagswahl DIE LINKE wählen werden. Diejenigen, die bisher SPD wählten, wollten von dieser Partei eh nix mehr wissen. Der Frust der
Bürger dieses Landes sitzt tief - auch in mir.
dass sich Roman Herzog, der mit Sicherheit eine stattliche Pension bezieht und der es doch eigentlich besser wissen müsste, nun auch gegen
Senioren hetzt, schlägt dem Fass den Boden aus. Dass sich Miegel und Metzger in die Hetze einschalten, ist hingegen nicht erstaunlich.
Wenn man diesen Bericht gelesen hat, beneidet man die
Neandertaler. Die haben kranke und verletzte Stammesmitglieder unter den widrigsten Umständen durchgefüttert und ihre Toten anständig begraben.
Es war, seit es zivilisierte Menschen
gibt, immer eine Selbstverständlichkeit, das Alter, also die Lebenserfahrung und die Lebensleistungen älterer Menschen, zu würdigen. OK, im Mittelalter, als die Menschen bettelarm
waren, kam es durchaus vor, dass eine Bauersfamilie ihre Senioren verhungern ließ, weil sie nicht mehr arbeiten konnten, also eine wirtschaftliche Belastung darstellten. Aber das war nicht die
Regel und es war verabscheuungswüdig, weil gottlos.
Mir scheint, die Neoliberalisten wollen, dass wir uns kulturell zurück entwickeln in vor-neanderliche Zeiten. Die sehen uns ja jetzt
schon als vollkommen egoistisches, raffgieriges Humankapital. Das Wort "Mensch" kommt in diesem Artikel kein einziges Mal vor, dafür aber so Knaller wie "Verteilungskampf", "Altenrepublik",
"Kasse machen", "anschaffen", "Generationenkrieg" etc.
ich komme gerade vom Einkauf und habe dort zufällig, weil an der Kasse plaziert die heutige Schlagzeile der Bild gesehen. Deshalb musste ich Ihnen sofort meine Gedanken hierzu schreiben, da ich
mehr als entsetzt bin.
Bald ist jeder 2te über 50. Keine Partei kann Wahlen ohne die Alten gewinnen. Änderung des Wahlrechts unumgänglich.
Ohne den Artikel gelesen zu haben wird mir bei der Überschrift schon schlecht, und ich kann mir denken was die, man verzeihe mir den Ausdruck, die BILD-SCHMIERFINKEN wieder dort abgezogen haben.
Für mich eine ungeheuer erschreckende Meinungsmache, ja es erweckt in mir den Eindruck das aus dem Generationenvertrag ein Generationenkrieg gemacht werden soll.
Was glauben die Bildschreiber
denn wer Sie sind, haben die keinen Respekt mehr vor den Alten, denen wir die jetzt unter 60 sind so ziehmlich alles zu verdanken haben. Wo bleibt die Achtung vor dem Lebenswerk dieser Generation??
und die Dankbarkeit, das wir nach 1945 in einem friedlichen Land bisher unser Leben verbringen durften ??.
Wo beibt die Achtung vor dem ALTER dem LEBENSWERK dieser Generation?? In Länder wie
Italien, Frankreich wäre so eine Hetze unvorstellbar, dort achtet man das Alter noch.
Für solche Meinungsmache und Respektlosigkeit dieser Bild-Schmierfinken habe ich kein
Verständnis und distanziere mich entschieden von solchen Schlagzeilen. Auch die Bild-Schreiber haben den Alten viel zu verdanken, denn diese Generation hat schließlich eine kostenlose
Schulbildung , ein kostenloses Studium sowie soziale Sicherheit zum Nulltarif erhalten. Die meisten dieser Journalisten haben eh erst mit 30 Jahren das Arbeiten angefangen und wollen aber mit 65/67
trotzdem Ihre volle Rente haben. Andere, Handwerker z.b. haben schon 15 Jahre eher den Hammer geschwungen und in die Sozialkasse eingezahlt.
Und dann noch der RUF nach der Änderung des
Wahlrechts. Auf welchen Weg sind wir hier eigentlich. Wenn 50% der Bevölkerung über 50 sind und damit lt. Bild ALT, dann hilft auch ein anderes Wahlrecht sehr wenig. Was will Bild hier
denn. Vielleicht wieder einem wildgewordenen Österreicher zum Ermächtigungsgesetz verhelfen oder vielleicht alle über 50 für unmündig erklären am besten wäre wohl
aus Bild-Sicht allen über 50 das Wahlrecht abzuerkennen, dann wählen nur noch Jungen. Kommt dann anschließend ein "Einschläferungsgesetz" damit alle über 50 aus dem Weg
geräumt werden können, dann wäre auch die Rentenkasse saniert. Rosige Aussichten für alle, da wir alle irgendwann ALT geworden sind.
Leider vergessen die Bild-Schmierfinken, die
ich mal alle Anfang/Mitte 40 schätze, das auch Sie in 10 Jahren zu den "Senioren" gehören, gegen die Sie heute Stimmung machen. Und freuen würde es mich wenn es diese Kanditaten dann
richtig hart trifft, solche Meinungsmache und Hetze gegen Rentner und jetzt schon gegen die 50jährigen gehört bestraft.
Solangsam habe ich Eindruck wir werden nicht durch Terroristen
bedroht, sondern eher das Politik und Medien-Schreiberlinge die Totale Macht anstreben.
Bleibt nur, PFUII TEUFEL IHR BILD-SCHMIERFINKEN
Verzeihen mir bitte die Wortwahl, aber was anderes
fällt mir dazu nicht mehr ein.
OH MEIN DEUTSCHLAND - ES IST JA SCHON ZUM VERZWEIFELN oder IST ES GAR SCHON HOFFNUNGSLOS
Steht es schon schlimm in unserem Land, das das Stat. Bundesamt solche Zahlen präsentieren muss?? Wenn
es so schlimm steht, und das scheint ja offensichtlich der Fall zu sein, dann wird Deutschland wohl kaum mehr geholfen werden können.
Was bewegt das Stat. Bundesamt sich zu so einer Meldung
hinreisen zu lassen. Die vorgestellten Zahlen entsprechen, wenn man es richtig besieht, ja dem normalen Kaufverhalten von den Bürgern. Saatgut, Fahrräder und Fahrradteile auch Schuhe
verkaufen sich nun mal im Winter sehr schlecht, jedoch mit dem Frühling sehr viel besser. Also ganz normal. Sie hätten auch schreiben können, der Umsatz von Eiskugeln in der Eisdiele
legt erfahrungsgemäß im April und Mai um 99% zu, denn 99% der Eisdielen haben in den Wintermonaten geschlossen. Diese Meldung hätte wenigstens von den Zahlen noch ein bisschen mehr
her gemacht und manch verwirrter Zeitgenosse würde darin bestimmt einen Wirtschaftsboom erkennen können.
Aus meiner Sicht wäre es besser gewesen, statt auf den Saisonbedingten
Anstieg dieser Einzelhandelsumsätze, denn um nichts anderes handelt es sich hier, gar keine Meldung herauszugeben. So hat man den Eindruck das Deutschland wirklich bereits ganz unten angekommen
ist. Hmm vielleicht sollte Herr Hartz nach Hartz IV den Ministern und der Regierung Hartz V auf gleichem Niveau von Hartz IV verordnen.
Meine Lebensgefährtin ist Philippinin, deshalb mal ganz konkret aktuelle Daten von dort: Der Preis pro Kilogramm Reis ist innerhalb der letzten Wochen von umgerechnet 25 Cent auf 1 Euro
gestiegen.
Immer mehr chinesische Firmen übernehmen auf den Philippinen Fabriken und drücken den Lohn. Aktuell liegt das Durchschnittseinkommen bei ca. 200 Euro im Monat, wobei oft noch
Medikamente und Arztbesuche von den 200,- Euro bezahlt werden müssen. Wenn das so weitergeht wird es auch auf den Philippinen bald haitanische Verhältnisse geben. Das Elend dort wächst
täglich. Die Philippinen haben im übrigen mit 87 Millionen EinwohnerInnen mehr Bevölkerung als Deutschland und sind zu 95% Christen.
Schade, dass niemand den Mut hat, die
ökonomischen Kriegsverbrechen, die unter dem Deckmantel der Globalisierung und Neoliberalisierung tagtäglich 2008 begangen werden, mal konkret aufzulisten. Und dann bitte auch mal die
ganzen Strategien von IWF, Fed darzulegen einschließlich der Chicago-Schule, zu der auch Horst Köhler gehört, der in seiner Zeit als IWF-Chef für ganz viel Elend die
Verantwortung trägt.
Wirtschaftsexperten trotz Finanzkrise optimistisch
ZDF unter Berufung auf BILD:
Michael Heise, Chefvolkswirt von Allianz und Dresdner Bank, sagte der Zeitung: "Nach dem starken Job-Aufbau auch
Anfang 2008 ist es möglich, dass die Arbeitslosigkeit - früher als erwartet - schon im Oktober unter drei Millionen absinkt." Es gebe derzeit wegen der Finanzmarktkrise starke Belastungen,
die Deutschland bisher aber gut verkraftet habe. "Wenn jetzt die Politik die Reformen nicht zurückdreht und keine Beschäftigungshemmnisse aufbaut, werden wir uns wundern, wie stark die
Arbeitslosigkeit noch sinkt," sagte Heise.
Die Moral von der Geschicht: Rühr an den Reformen nicht! (... dann werden wir alsbald in
der schönen neuen Welt leben). Man wundert sich: Wie schaffen es z.B. die skandinavischen Länder, ohne "Reformen" im Vergleich zu Deutschland bessere Wirtschaftsdaten mit einer sozial
wesentlich ausgewogeneren Gesellschaft zu verbinden?
in letzter Zeit haben sie so viel Lob bekommen, das es mir schon beinah etwas unangenehm ist, darin einzustimmen ;-)
Ich muß es aber tun:. Sie sind ein Leuchtturm unter den unabhängigen
Informationsseiten und ich hoffe, das dieser unabhängige Leuchtturm uns noch lange erhalten bleibt. Es gibt viele Blogger, Newsposter, Kommentatoren, vermutlich aber wenige haben die
Lebenserfahrung und das Fachwissen in so hohem Maße!
Zur Rentnerhetze der Bild: Warum lassen die Rentner sich das gefallen und warum kaufen manche sogar weiterhin dieses schlimme Stück
deutsche Pressekultur? Besonders peinlich ist ja, das grade auch junge, gut gebildete, sich selbst für zukünftige "Leistungsträger" haltende in die Rentnerhetze mit einstimmen. Ich
schäme mich, das es ein solches Produkt auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt gibt, aber der Verfall der Sitten und die zunehmende "Parteilichkeit" hat ja noch ganz andere "Blätter"
getroffen. Wenn ich daran denke, das ich einige Zeit recht regelmässig den Spiegel gekauft habe, ich meine es gibt noch schlimmere, aber das ist die Enttäuschung am größten.
Und erinnert es nicht ungemein an die letzten Jahre der DDR, das in allen Zeitungen potemkinsche Dörfer zum Beweis des wirtschaftlichen Erfolgs der Reformen und des Brummens der Konjunktur aufgebaut
werden und das in den Parteien eigentlich das "Einstimmige" immer so betont wird und die Entscheidungen von "alten Herren in exklusiven, linientreuen Zirkeln" vorbereitet werden? Der
übererfüllte 5-Jahresplan kommt nicht direkt vom Staat, sondern wird in den Konzernen entworfen, der Verfall der Infrastruktur schreitet voran und die Entkoppelung der
Durchschnittsbevölkerung von den Führungszirkeln ist so hoch wie nie, der Überwachungsstaat wird ausgebaut.
2009 und 2013 sind (glaub ich) die letzten Wahlen, wo man als Wahlvieh noch
wirklich einen Umschwung an der Urne, über die Urne in die Wege leiten kann, wenn danach die gleichen Prämissen wie heute in der Politk gelten ist die Demokratie sinnlos geworden, dann sind
wir über einen Wahlentscheid nicht mehr zu retten. Dabei fällt mir ein, ich hab nur die Bildüberschrift gelesen, wird darin nicht gefordert, das Alte kein volles Wahlrecht mehr haben?
Vielleicht bleibt gar nicht soviel Zeit...
Mit sehr verärgerten Grüssen (Nicht wegen Ihnen)
es ist wirklich unerträglich, was da in den letzten Tagen in den Medien zu der kleinen Rentenerhöhung zu lesen und zu hören war. Und natürlich bekamen auch die Ansichten von
Professor Meinhard Miegel zu diesem Thema den ersten Platz in den Radionachrichten!
Ich glaube ja wirklich gerne, dass es diese Erhöhung nur gegeben hat, weil demnächst Wahlen anstehen,
aber die Schlammschlacht, die dann folgte, ist wirklich unglaublich. Man hat das Gefühl, Deutschland steht kurz vor dem Untergang, nur weil die Rentner nach Jahren eine Erhöhung bekommen,
die noch nicht einmal die Inflation ausgleicht. Und warum sollen eigentlich die Beiträge zur Rentenversicherung gekürzt werden, wenn wir uns keine anständigen Renten leisten
können? Der einzelne Arbeitnehmer spürt die paar Euro nicht, aber bei den Arbeitgebern summiert es sich.
Mit Grausen denke ich daran, wenn wir das nächste Mal wählen sollen. Wer
bleibt uns denn noch übrig?
die BILD-Zeitung kann es nicht lassen, gegen unsere Senioren in der übelsten Weise zu hetzen.
Ich schäme mich sehr für diesen menschenverachtenden Populismus. Hier wird absichtlich
Scham und Hass gesät.
Ich empfinde mittlerweile ein sehr schlechtes Gewissen, wenn ich Senioren begegne und versichere ihnen unentwegt, dass die Jungen Weißgott nicht mehrheitlich
negativ über Senioren denken, schließlich waren sie es, die Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut und uns somit ein erträgliches Leben möglich gemacht haben. Im Grunde ist
es so, dass die Jungen von der Hände Arbeit der Alten leben.
Es ist unerträglich!!!!
Mit traurigen Grüßen
selbst die Zahl von 1,1 Mio. angeblich offenen Stellen relativiert sich, wenn man berücksichtigt, daß es stets einen gewissen Grundsockel an offenen Stellen gab und es diesen auch in
Zukunft geben wird (genauso, wie jedes produzierende Unternehmen selbst bei bestmöglicher Abstimmung von Einkauf, Produktion und Absatz einen "eisernen" Bestand an Halb- und Fertigfabrikaten
aufweist). Dieser Grundsockel wird insbesondere bestimmt von der Zeitspanne, die ein Unternehmen benötigt, um nach der Kündigung oder sonstigen Austrittsursache eines Mitarbeiters den
unternehmensinternen Prozeß der Auswahl eines neuen Mitarbeiters abzuschließen. Es ist unredlich, die Zahl der als offen gemeldeten Stellen gegen die Zahl der Arbeitslosen zu saldieren
und somit den Eindruck zu erwecken, die tatsächliche Arbeitslosigkeit sei geringer als die offiziell gemeldete Arbeits- losigkeit. Tatsächlich ist das genaue Gegenteil der Fall, da in den
offiziell gemeldeten Arbeitslosenzahlen die hohe verdeckte Arbeitslosigkeit ("Stille Reserve") unterschlagen wird.
der große Ökonom Schumpeter hat nicht nur von der "kreativen Destruktivität des Kapitalismus" gesprochen, sondern auch von der "schöpferischen Zerstörung" durch den
innovativen Unternehmer.
Was sich heute besonders im internationalen Finanzwesen tut, ist aber weder als kreativ noch als schöpferisch zu bezeichnen, auch wenn die Schaffung von exorbitant
aufgeblähten Spekulationsblasen in Wirtschaftskreisen offenbar als "innovatives Geschäftsmodell" anerkannt werden. Diese unproduktiven "Luftnummern" sind bei Lichte besehen als
ökonomische "Mißgeburten" und gesellschaftliches Übel zu betrachten.
Und wenn Schumpeter von Unternehmern sprach, dann meinte er einen geradezu heroischen Unternehmertyp, der mit
seinem Unternehmen durch aller Höhen und Tiefen geht und dabei auch das wirtschaftliche Unternehmerrisiko trägt. Die Unternehmen unserer Tage werden aber längst nicht mehr von
Eigentümer-Unternehmern geführt, sondern von angestellten Managern, die das unternehmerische Risiko scheuen, wenn sie dafür selbst Verantwortung zu tragen hätten, und daher nur
dann auf Risiko gehen, wenn der "Vater Staat" für die entstandenen Verluste aufkommt.
Daß unter der Führung von Managern, die selbst bei eklatantem beruflichen Versagen noch mit
einem "goldenen Handschlag" verabschiedet werden, auch nicht allzu viel Innovatives und Produktives herausspringt, dürfte nur wenig überraschen. Der ansonsten wegen seines elitären
Denkens selbst kritikwürdige Schumpeter würde für solche (Fonds-)Manager wohl nur Verachtung übrig haben.
Derzeit gibt es keinen Liquiditätsengpass für die Realwirtschaft. Die Innenfinanzierungsquote der großen Kapitalgesellschaften liegt bei nahezu 100%, auch der Mittelstand hat keine
Probleme, Geld zu Bekommen. Erstaunt bin ich, dass ich nach Ihrer Einschätzung mit meiner Erkenntnis, dass die Finanzwirtschaft sich mit dem Horten von Kapital ein eigenes von der Realwirtschaft
losgelöstes Spielfeld geschaffen hat, einer neoliberalen Lebenslüge verfallen bin. Offenbar haben wir unterschiedliche Auffassungen von Neoliberalismus und Marktwirtschaft. Noch habe ich
nicht verstanden, was Glücksspiel mit Marktwirtschaft oder Marktfundamentalismus zu tun hat.
Einen Liquiditätsengpaß gibt es auch dann, wenn Liquidität nur zu anormal hohem
Zins zu haben ist. Die Banken recovern derzeit international, indem Sie mit höheren Kreditzinsen arbeiten, wenn Sie überhaupt Kredit einräumen (3-Monats-Euribor für den
Interbankenkredit ist kein schlechter Indikator). Unternehmen müssen für die Ausgabe von Bonds erheblich höhere Zinsen leisten. Die großen Kapitalgesellschaften sind für
Deutschland nicht so entscheidend, wie die Situation mittlerer und kleinerer Unternehmen (da liegt in Deutschland 60 % der Beschäftigung) und der Start-ups (die Neugründung von Unternehmen
ist in Deutschland derzeit rückläufig). Risikokapital ist schwerer zu bekommen. Wenn Sie meinen, wir hätten wegen der hohen Innenfinanzierung kein Problem, brauchten wir eigentlich gar
keine Banken.
Außerdem ist die deutsche Situation m.E. nicht losgelöst von der der Eurozone und der großen Industrienländer insgesamt zu sehen, zumal wenn wir in die Zukunft
blicken.
Wer das Kasino immer fein von der Realwirtschaft abtrennt, unterschlägt, wo eigentlich das Spielgeld im Casino herkommt, nämlich vor allem aus den zu Lasten der
Arbeitnehmereinkommen besonders in den letzten 7 bis 8 Jahren sehr stark gestiegenen Unternehmens- und Vermoegenseinkommen und den Arbeitseinkommen einer duennen Schicht der Besserverdiener, von den
sogenannten leitenden Angestellten und anderen angefangen, und aehnlichen Entwicklungen in anderen Laendern (das ganze plus künstlicher Kreditschöpfung). Schon deshalb findet das Kasino
nicht im luftleeren Raum statt. Ohne die neoliberale Globalisierung mit dem Druck auf die Arbeitseinkommen gäbe es das Kasino längst nicht in diesem Umfang und in dieser
Gefährlichkeit. Auch lassen sich die Folgen des Spiels im Kasino nicht von der Realwirtschaft trennen. Wenn die Kasinospieler in USA eine Rezession auslösen, läßt uns das nicht
unberührt. Außerdem vergessen Sie bitte nicht, daß unter den allergrößten Spielern die Pensionsfonds mit den Altersgelder oft kleiner Leute aus ihren Berufsrenten
operieren.
Es ist schon mehr als peinlich für Steinbrück, dass seine rechte Hand Asmussen, der im Aufsichtsrat der IKB sitzt, schon vor der jetzt stattfindenden Sonderprüfung des Vorstandes und
des Aufsichtsrates (beschlossen auf der Hauptversammlung am 27.3. in Düsseldorf) jetzt einen Persilschein bekommt, indem Steinbrück davon ausgeht, dass der Aufsichtsrat seinen Pflichten
nachgekommen ist.
Dumm nur, dass auf der Hauptversammlung publik wurde, dass die Bankenzeitschrift Risk bereits im Februar 2004 über die Zockermethoden der IKB berichtetete.# Viel schlimmer
für mich ist noch, dass auf der Hauptversammlung der IKB niemand wusste oder nicht öffentlich sagen wollte, dass Dr. Alexander von Tippelskirch von 1990 bis September 2004 Vorstandssprecher
der IKB und danach bis zur Hauptversammlung am 27.3.2008 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war.
Vielleicht liegt das daran, dass von Tippelskirch Ehrenmitglied der IHK Düsseldorf ist
und im September 2005 (also nach Erscheinen des kritischen Beitrages in der Bankenzeitschrift Risk) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekam.
Hat man nicht Zumwinkel auch so einen komischen Orden gegeben?
Nachtrag: In der gestrigen Zeit (Die Zeit, Nr. 15 vom 3.4.2008, Seite 23) schreibt Rüdiger Jungbluth in seinem Beitrag: Rundum sorglos, dass die IKB für 2006 ausgewiesen hat, dass die Kreditzusagen
aus außerbilanziellen Geschäften zehnmal so hoch waren wie das Eigenkapital. Zitiert wird in diesem Zusammenhang der Würzburger Wirtschaftsprofessor Ekkehard Wenger mit den Worten::"
Ich kenne keine andere Bank, wo so etwas passiert ist." Interessant ist auch die Meldung von heute im Bundestag vom 3.4.2008, dass die KfW Ende 2001 zwei Aktienpakete von der Allianz und der
Münchener Rückgruppe in Höhe von 19,8% und 13,4% gekauft hat und dafür rund 548 Millionen Euro gezahlt hat. Zur Erinnerung: Der damalige Finanzminister hieß Hans Eichel, ein
gelernter Studienrat!!! Er sitzt nach wie vor im Bundestag und könnte befragt werden. Im übrigen ist die geplante Kapitalerhöhung bei der IKB noch lange nicht durch. Auf der
Hauptversammlung waren Vertreter mehrerer Anwaltskanzleien vetreten, die angekündigt haben, im Interesse von Kleinaktionären gegen die Erhöhung zu klagen. In dem erwähnten
Zeit-Beitrag wird auch der Rechtsanwalt Franz Enderle erwähnt (Partner der Münchener Kanzlei des CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler, der erfolgreich Leo Kirch gegen die Deutsche
Bank vertritt), der schweres Geschütz gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit dem IKB Desaster auffährt. Er will erfahren haben, dass die Deutsche Bank auch auf Kursverluste der IKB
spekuliert hat. Spannend ist, was auch im Zeit-Artikel erwähnt wird, dass die Deutsche Bank am 27.7.2007 der IKB die Kreditlinie kündigte und von sich aus die Bankenaufsicht informiert hat.
Ich bin mir sicher, dass auf uns einer der spannendsten Prozesse der Nachkriegsgeschichte zukommen wird.
an den internationalen Börsen geht es mal wieder hoch her. Zu dem sonst üblich gewordenen Mechanismus: "Arbeitsplatzabbau führt zu Börsenkurssteigerung" gesellt sich nun noch das
Phänomen: "Börsenverluste werden vom Staat gedeckt und heizen Spekulation an".
Ob man die Börsianer deshalb gleich für verrückt erklären oder gar als pervers bezeichnen
kann, ist eine andere Frage. Sicher ist aber, daß es nicht so viele "gescheiterte Existenzen" gäbe, wenn man die Spekulationsgeschäfte als Übel betrachten würde. Und dabei
käme man dann unverhofft bei dem vielfach als überholt bezeichneten und als "hausbacken" sozialdemokratisch angesehenen Problem der Verteilung der Einkommen und Vermögen an. Nur ist es
doch merkwürdig, daß in der Öffentlichkeit gegen Umverteilung polemisiert wird, wenn es um eine solche von "oben nach unten" geht, aber nicht gegen eine solche von "unten nach oben".
Wenn die Armen die Reichen reicher machen, ist das eine Reform (und führt u.a. zu Spekulationsblasen des anlagesuchenden, überschüssigen Geldkapitals an den Börsen). Wenn die
Reichen die Armen etwas weniger arm machen sollen, ist das aber eine Katastrophe (und würde die Realwirtschaft zugunsten der Finanzökonomie stärken).
ergänzend zu Ihrem Artikel möchte ich Sie auf den Artikel "Auf DU und DU mit Kriegsverbrechen" meines Kollegen Hajo Freese auf la-bora hinweisen. Insbesondere auf den am Ende stehenden
Media-Link, der nichts für schwache Nerven ist.
"Lügen haben kurze Beine" lautet ein Sprichwort. Wie kurz müssen da die Beine von Arbeitsminister Scholz und seiner Vorgänger sein! Manipulierte und getürckte Arbeitslosenzahlen
Monat für Monat machen die Gesamtlage nicht besser und die Zahlen nicht wahrer.
Was nicht eintreten sollte, ist: daß diesem regierungsamtlich verbreiteten "Stuß" durch die
ständige Wiederholung doch noch bzw. wieder Glauben geschenkt wird, obwohl die Arbeits-Wirklichkeit anders aussieht. Was aber eintreten könnte, ist: daß die Betroffenen zur
Resignation neigen, da sie wissen, wie die Arbeitslosen-Wirklichkeit aussieht.
Sie stellen viele sehr berechtigte Fragen nach Gründen oder Absichten. Betrachte ich alles unter dem Einfluß meiner humanistisch geprägten Weltanschauung und mit der Annahme,
daß meine Mitmenschen eine ebensolche besitzen, so möchte ich angesichts der vielen offenen Fragen verzweifeln. Insbesondere die Frage nach dem Warum kann so wohl nicht befriedigend
beantwortet werden. Spiele ich allerdings den Advocatus diaboli, so ergeben sich ganz andere Fragen und womöglich sogar ganz plausible Antworten.
Wäre ich z.B. ein Vertreter der
Waffenindustrie, dann würde ich jeden Krieg, der nicht in meinem Land stattfindet, begrüßen. Jeder Kriegsschauplatz wäre zugleich auch eine Waffenschau - ein Riesenspektakel,
welches meine wunderhübschen neuen Waffen im Echtbetrieb zeigt. Das bringt in der Folge lukrative Geschäfte. Wäre ich ein Vertreter der Medien oder Nachrichtenagenturen, dann
würde ich auf z.B. höhere Einschaltquoten und damit höhere Gewinne spekulieren. Praktisch die gesamte Industrie, sogar die nur indirekt beteiligte, erzielt in Kriegszeiten
zusätzliche Gewinne. Hier jubeln besonders die Anteilseigner dieser Unternehmen. Sogar die in den Unternehmen beschäftigten Arbeiter werden nur wenig darüber nachdenken, daß jede
einträgliche Überstunde und der Jahresbonus gewissermaßen mit Blut bezahlt wird, das in einem anderen Teil der Welt vergossen wird.
Wenn wir uns also fragen, warum selbst unter
jämmerlich fadenscheinigen Begründungen Krieg geführt wird, der unter der Zivilbevölkerung in letzter Konsequenz größeren Schaden anrichtet als unter den Militärs,
dann doch wohl deshalb, weil wir es so wollen oder doch billigend in Kauf nehmen. Es ist der technokratische Geist in uns allen, der den humanistischen verdrängt hat. Mit Humanismus lassen sich
eben nicht oft hohe Renditen erzielen.
mir gingen ähnliche Fragen durch den Kopf- daher habe ich einmal recherchiert. Das sog. abgereicherte Uran, das ja bei der Produktion von kettenreaktionsfähigem Uran für die Energie-
und Waffenproduktion als Abfallprodukt anfällt, ist billig und hat für den vorgesehenen Verwendungszweck (panzerbrechende Geschosse) geradezu ideale mechanische Eigenschaften, um die geht
es in erster Linie: Hohe Dichte, damit verbunden ein hoher Impuls des Geschosses, darüberhinaus ist es selbstschärfend.
Die Auswirkungen des Materials auf die Gesundheit sind durchaus
bekannt, meist wird allerdings "nur" auf die toxischen Wirkungen (vergleichbar anderen Schwermetallen wie Blei, Quecksilber) abgehoben, hier kommt noch der Aspekt der Radioaktivität hinzu, da
davon auszugehen ist dass sich fein zerstäubtes Material im Körper einlagern kann und dann über einen längeren Zeitraum seine schädlichen Aktivitäten entfaltet
(Alphastrahler).
Man kann wohl auch hier davon ausgehen, dass an gesundheitlichen Auswirkungen mehr bekannt ist, auch im Vorhinein bekannt gewesen ist, als offiziell eingeräumt wird.
Alternativen gibt es, z.B. Wolframcarbid, das aber auch im Verdacht steht möglicherweise Krebs auszulösen. Bisher ist Uranmunition jedenfalls immer noch im Einsatz. Siehe dazu
http://www.geowiss.uni-hamburg.de/i-boden/umunitio.htm und eine hervorragende Übersicht mit vielen weiteren Links unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition#cite_note-0.
leider ist es so, dass diese Waffen wissentlich eingesetzt wurden und die Folgen dieser Waffen dem Militär sehr wohl bekannt waren - nur hat man diese Wirkungen gegenüber den
„normalen" Soldaten (zunächst) verschwiegen.
Diese mit Atommüll (um das Kind beim Namen zu nennen) angereicherte Munition wurde auch bei den NATO Einsätzen im Kosovo verwendet
und hat dort große Landstriche kontaminiert. Dies geschah mit Wissen und anscheinend auch Billigung unserer Regierung (Herr Scharping hat seinerzeit die Folgen und Tatsachen versucht zu
vertuschen).
„Nach NATO-Angaben wurde Uran-Munition im Golfkrieg und auf dem Balkan eingesetzt. Informationen des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums zufolge wurde im Golfkrieg von
verschiedenen Waffensystemen eine Uran-Menge von insgesamt etwa 330 Tonnen verschossen. Der größte Teil davon stammte aus der „GAU-8" Bordkanone (Kaliber 30 mm) des US-Kampfflugzeugs
„A-10": ca. 784.000 Geschosse mit insgesamt ca. 230 Tonnen Uran" (Quelle mit umfangreichen Material zum Thema: http://www.physik.uni-oldenburg.de/Docs/puma/radio/Uran_Munition.html).
Nach Angaben aus dem deutschen Verteidigungsministerium wurden von demselben Kampfflugzeug im Kosovo 31.000 Uran-Geschosse und
in Bosnien/Herzegowina 10.800 Uran-Geschosse abgefeuert. Dies entspricht einer Uran-Menge von ca. 11,5 Tonnen."
Es gibt bzw. gab verschiedentlich Fernsehbeiträge und Artikel (auch im Internet)
zu diesem Thema.
Mir ist nicht bekannt, dass sich unsere Regierung zu einer Ächtung dieser Waffen aufraffen konnte.
Von den Geschossen selber scheint keine allzu große Gefahr
auszugehen. Kritiker aber sagen, dass durch die bei einem Aufprall der Explosion dieser Waffen das radioaktive Material so fein zerstäubt wird, dass es sich leicht im Körper anreichern kann
und aufgrund der sehr viel größeren, abstrahlenden Oberfläche auf kurze Distanz Schädigungen am Erbgut mit sehr großer Wahrscheinlichkeit erzielt (ich bin kein Physiker -
aber im Film wird meiner Erinnerung nach etwas hierzu berichtet).
Die USA warnen immer vor dem terroristischen Einsatz einer „schmutzigen Bombe" - diese Waffen sind ein „schönes"
Beispiel einer solchen!! (wahrscheinlich ist der Einsatz schmutziger Bomben durch die NATO kein „Terror" und daher auch nicht zu ächten).
„Staatlicher Großmut"?
Ein Bericht in der „Mitteldeutschen Zeitung" vom 29.3.2008
Die anvisierte Rentenerhöhung ist den rechtsorientierten Zeitungen ein „Dorn im Auge",
so auch der „Mitteldeutschen Zeitung", die gegen die „staatliche Großmut" vom Leder zieht. Die Preisinflation der Lebenshaltungskosten für Rentnerhaushalte ist offenbar
für manche kein störendes soziales Problem - wohl aber die angekündigten Rentenerhöhungen um 1,1 Prozent für 2008 und 2,0 Prozent für 2009, die noch keineswegs einen
vollen Inflationsausgleich erreichen. Diese Erhöhungen sind vorgeblich „unsozial", denn es wird befürchtet: sie „gefährden die Altersversorgung künftiger
Generationen". Das wirkt wie Verhöhung der Altengenerationen, die ihre Rentenansprüche durch Arbeit erworden haben und denen der Staat jetzt eine inflationäre Entwertung der Renten in
fortgesetzter und unbegrenzter Weise zumutet.
Für „Großmut" ist kein Staat zuständig - eher sollten die jetzigen Rentner verarmen als die künftigen, so die Logik des
Berichts. Dabei ist vorauszusehen, dass auch die künftigen Rentner verarmen würden, falls sie ihre privaten Zusatzrenten dereinst beziehen - denn diese reichen bekanntlich ebenfalls nicht
zur Erhaltung des derzeitigen realen Rentenniveaus unter den Bedingungen der fortgesetzten Preisinflation. Die Verarmten unterscheiden sich künftig bloß noch graduell.
Eine „zu
teuer" werdende Rentenerhöhung ist schon deswegen fraglich, weil noch niemand exakt voraussagen kann, wie sich die tatsächlichen Einnahmen und Überschüsse der staatlichen
Rentenversicherung künftig entwickeln. Darauf haben mehrere Faktoren einen recht unterschiedlichen Einfluß: 1. die Entwicklung der Beschäftigtenzahl und des Grades der
Erwerbsbeteiligung; 2. die Dynamik der durchschnittlichen Brutto-Stundenlöhne ; 3. die Dynamik der Lohnsteuern; 4. die Verschiebung der Lohnkostenstruktur durch Billiglohnjobs und
Teilzeitarbeit.
Die Finanzlage der Staatlichen Rentenversicherung würde nur schlechter, wenn bilanziert die Summe der höheren Rentenzahlungen die Summe der höheren neuen
Beitragszahlungen dauernd übersteigt. In diesem Falle wäre eine Ausgliederung von „versicherungsfremden Leistungen" aus dem SV-Haushalt und deren verstärkte Finanzierung durch
Steuern eine zusätzliche Möglichkeit das Rentenniveau zu sichern. Immerhin ist die deutsche Steuerquote am Bruttoinlandprodukt in der EU weit am unteren Ende der Skala.# Wer jede
höhere Mehrbelastung des Staates - in diesem Falle der Sozialversicherung - scheut, der sollte bedenken, dass es Ausgaben gibt, die im Interesse der Bevölkerung unabwendbar sind. Wie z. B.
die jährlich mindestens 16 Mrd. Euro für die Folgen der Klimaänderung, die künftig 50 Jahre zu tragen sein werden - gleichgültig, wie niedrig das deutsche Rentenniveau dann
ausfällt. Falls die Last der Klimafolgen abgetragen sein wird, werden die später lebenden Rentner mehrheitlich längst verarmt sein, und von dem gegenwärtig „unangebrachtem
Großmut" des Staates wird niemand mehr reden.
Unser lieber Wirtschaftsminister verdient (das ist meine tiefe Überzeugung) den internationalen Satirikerpreis. Würden wir alle spontan auf jegliche Einkommen verzichten, könnten wir
sogar schon in der nächsten Woche "auf dem besten Weg zur Vollbeschäftigung" sein. Unglücklicherweise würden wir alle uns dann aber auch um die wenigen Schlafplätze unter
Deutschlands Brücken prügeln müssen.
Nein, jetzt mal im Ernst: Hier wird versucht, mit Hilfe einer hoch spekulativen Heilsbotschaft die ganz reale Mindestlohndebatte in der breiten
Bevölkerung abzuwürgen. Es sollen die Verzagten gegen die Entschlossenen ausgespielt werden. Wieder einmal wird das alte Spiel "Divide et impera" gespielt. Wikipedia erläutert hierzu:
"Divide et impera (lat. für Teile und herrsche) ist eine Redewendung und steht für das Prinzip, unter Gegnern Zwietracht und Uneinigkeit zu säen, um so in der Machtausübung
ungestört zu bleiben. (...)"
Ähnliches erleben wir z.Z. bei dem Versuch, Junge (Rentenbeitragszahler) gegen Alte (Rentner) aufzuwiegeln. In der näheren Vergangenheit ist es schon
gelungen, die Arbeitenden gegen die Arbeitslosen ("Florida-Rolf") in Stellung zu bringen. Dieses Hätte, Würde und Könnte beim Thema Vollbeschäftigung erinnert mich an eine alte
Scherzfrage: Wußten Sie schon, daß der Elefant das kleinste Tier der Welt sein könnte,... wenn er nicht so groß wäre?
es muß also schon ziemlich schlecht stehen,
daß wieder von der "realistischen" Möglichkeit einer zukünftigen Vollbeschäftigung hierzulande in Politikerkreisen öffentlich gesprochen wird. Nur haben viele Deutsche in
Form der Hartz-Gesetze und der Agenda 2010-Reformpolitik am eigenen Leib zu spüren bekommen, was mit der damals von Kanzler Schröder und VW-Manager Hartz großspürig versprochenen
möglichen "Vollbeschäftigung" gemeint war: nämlich verbreitete soziale Unsicherheit und Angst vor Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichem Abstieg. Ach ja, mehr Arbeitsplätze, die
keine sind, und höchstens als "Schmuddeljobs" bezeichnet werden können, hat es auch massenhaft neu gegeben.
Freilich könnte man auch die überbordenden Einkommen und Vermögen
der Wenigen gleichmäßiger verteilen, was nicht nur manch einem reformgeschädigten Bürger zugute käme, sondern auch der Binnenwirtschaft insgesamt;
Natürlich
könnte man auch aus einem "schlanken Staat" und einem verarmten Gemeinwesen einen leistungsfähigen Staat und ein wirtschaftlich und sozial prosperierendes Gemeinwesen machen, wie dies die
skandinavischen Ländern recht erfolgreich vormachen;
Schließlich könnte man auch die Arbeitszeit deutlich verkürzen statt sie zu verlängern, was weniger anstatt mehr
Arbeitslosigkeit bedeuten würde;# Das alles würde aber "richtige" Vollbeschäftigung mit "echten" Arbeitsplätzen und mündige Bürger hervorbringen - Wer kann so was aber
wollen? Dann doch lieber nur über Vollbeschäftigung schwafeln.
Wenn ich mir das Gehabe der Banken, der Bankmanager und deren treuer Vasallen in den Redaktionen unserer auch so freien Medien so ansehe, dann denke ich, dass hier viel deutlichere Veraenderungen
nottun als eine wirkungsvollere Bankenaufsicht.
Diese Menschen haben doch den Bezug zur Realitaet voellig verloren! Zocken, sich die Taschen fuellen, und den Steuerzahler die Rechnung begleichen
lassen - geht's noch?
Und das Ganze dann der boesen "objektiv notwendigen und nicht aufzuhaltenden" Globalisierung zuschreiben und sich uns Faeustchen lachen - warum nur sind wir alle zu bloed, um
daran etwas Substanzielles zu aendern?
Hochinformativ Ihr Dialog mit dem "Unternehmer" zum Mindestlohn; leider beweist auch dieser Mann mit seinen Aussagen die Marx'sche These: "Das Sein bestimmt
das Bewusstsein". (oder als russisches Sprichwort: "Der Satte versteht den Hungrigen nicht.") Manchem zu Geldgeilen scheint die Denkfaehigkeit komplett abhanden zu kommen (oder: nach mir die
Sintflut?).
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zu: global news 1083 17-04-08: Da zahlen wir wieder für ein Wirtschaftsgutachten voller Ungereimtheiten, das nicht das Papier wert ist
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zu: Gedanken zur Zeit 823 16-04-08: Die Tricks der Agenda-Politik
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zu: Gedanken zur Zeit 811 11-04-08: Die Entsolidarisierung unserer Gesellschaft
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zu: Gedanken zur Zeit 818 15-04-08: Hunger und Rezession
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zu: Gedanken zur Zeit 814 15-04-08: Sterben in Deutschland
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zu: Gedanken zur Zeit 814 13-04-08: Das 2-Klassen Spinger-System: eine für die ganz Dummen - eine für die weniger Dummen
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zu: Gedanken zur Zeit 810 11-04-08: Ist Deutschland noch zu retten?
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zu: Gedanken zur Zeit 809 11-04-08: Wieder lebensunwertes Leben in Deutschland?
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zu: Gedanken zur Zeit 797 07-04-08: Gedanken zur Zeit 804 10-04-08: Jeden zweiten Tag: BILD-Kampf gegen die Rentner
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zu: Gedanken zur Zeit 808 11-04-08: Wie ein neoliberaler schweizer Professor mit seinem Vorschlag in BILD das gleiche Wahlrecht der Deutschen abschaffen will
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zu: Gedanken zur Zeit 797 07-04-08: Gedanken zur Zeit 804 10-04-08: Jeden zweiten Tag: BILD-Kampf gegen die Rentner
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zu: Gedanken zur Zeit 797 07-04-08: Gedanken zur Zeit 804 10-04-08: Jeden zweiten Tag: BILD-Kampf gegen die Rentner
DIE ALTEN ÜBERNEHMEN DIE MACHT!!!!!
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zu: Gedanken zur Zeit 806 10-04-08: Einzelhandelsumsatz: Es wird nun wirklich gespenstisch
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zu: Gedanken zur Zeit 807 10-04-08: Was haben die Globalisierer nun an Hunger angerichtet?
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zu: global news 1074 10-03-08: Der IWF sieht nun auch schwarz
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zu: Gedanken zur Zeit 797 07-04-08: Gedanken zur Zeit 804 09-04-08: Jeden zweiten Tag: BILD-Kampf gegen die Rentner
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07.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 797 07-04-08: Nun auch von BILD der Schwanensang der Vollbeschäftigung
05.04.08- Kommentar
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zu: Gedanken zur Zeit 789 03-04-08: IKB: Weiter „Haltet den Dieb!"?
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02.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 781 31-03-08: Ein (fremdes) Buch, das mich schlecht schlafen läßt
02.04.08- Kommentar
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02.04.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 781 31-03-08: Ein (fremdes) Buch, das mich schlecht schlafen läßt
31.03.08- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 778 30-03-08: Gedanken zur Zeit 779 31-03-08: Gedanken zur Zeit 781 31-03-08: Ein (fremdes) Buch, das mich schlecht schlafen läßt
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zu: Gedanken zur Zeit 778 30-03-08: Dümmer gehts nicht: Schon wieder das Geschwafel von der Vollbeschäftigung
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zu: global news 1058 26-03-08: Banken - Zu groß für die Pleite
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