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.. wenn man den Unfug hört, das jeder Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Verdienst nun 400 Euro mehr hätte, nach der Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge, dann wundert es einen
nicht, das nun der 74-Cent-Aufschwung propagiert wird.
Der Herr Rafelhüschen äussert sich zum deutschen Gejammer auf hohem Niveau. Mit den Loosern hat er
immerhin einmal recht, das Problem ist vielleicht, das die "Hohe Gesellschaft" die Zahl der Looser unterschätzt, keine Ahnung hat, was das Leben für die Gering- und Mittelverdiener kostet.
Wenn man von der Gehaltsschere immer nur die Gewinner als Maßstab nimmt, dann kommt eben sowas heraus und mit Blick auf die Klimaveränderungen in der Wirtschaft wird das Wahljahr 2009 mehr
als interessant - ehrlich gesagt glaube ich, das es den etablierten Parteien noch am Besten ginge, wenn in den nächsten 3 bis 6 Monaten Bundestagswahl wäre.
Naja, wenn das Angebot nur aus
unterschiedlichen Zitronen besteht gewinnt immer Zitrone...
.. ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Kommentar zur Äußerung der Kanzlerin zur Umsatzerhöhung des Einzelhandels wirklich ernst gemeint sein kann. Wohl eher nicht, vermute ich mal.
Natürlich hat die Kanzlerin Recht, wenn sie sagt, „dass wir Konsumenten in unserem Lande haben, die in der Lage sind, Geld auszugeben, um damit den Umsatz des Einzelhandels zu
erhöhen". Man muss sich fragen, warum diese angesprochenen Konsumenten dem Einzelhandel denn nicht zu ihrem Glück verhilft und ihr Geld mit vollen Händen ausgeben, so dass
wirtschaftlich betrachtet auch tatsächlich von einem Kaufrausch oder zumindest von einer Umsatzerhöhung gesprochen werden kann? So wie ich die Aussage der Kanzlerin interpretiere, beklagt
sie auch indirekt, dass die Ober- und die Mittelschicht ihr Geld nicht in den Einzelhandel pulvern
In der Oberschicht wird die Interessenlage eine andere sein. Sie müssen sich vermutlich eher
Gedanken darüber machen, wie ihr Geld schnellstmöglich wächst. Vielleicht werden sie ja zukünftig auch tatsächlich mehr Geld als im Vorjahr ausgeben. Ich persönlich
hätte dagegen keine Einwände. Sollen sie mächtig viel Geld ausgeben. Nur in Deutschland sollte es sein, und nicht im Fürstentum Monaco oder in St. Moritz.
Bei der Mittelschicht,
die inzwischen in Deutschland immer dünner zu werden scheint, habe ich schon Probleme. Sind es nicht gerade auch diese Menschen, denen man einiges abverlangt hat und zukünftig auch
abverlangen wird? Ich kann mir beileibe nicht vorstellen, dass sie ihr Geld ungebremst und unüberlegt mit vollen Händen ausgeben werden? Denn schlechtere Zeiten werden kommen. Sie werden
zum Teil nach dem Motto: „Spare in der Zeit so hast du in der Not" vorgehen. Aber meinetwegen sollen auch sie einen Teil ihres Geldes mehr im Vergleich zum Vorjahr ausgeben. Das wird mit
Sicherheit allerdings kein „Raketenumsatz" für den Einzelhandel werden. Bleibt also noch die Unterschicht als den ersehnten Konsumenten, der den Einzelhandel zum Glück verhelfen
könnte. Hier muss man sich aber ernsthaft die Frage stellen, ob diese Menschen dazu tatsächlich in der Lage sind? Ist es nicht eher so, dass sie ihr Geld sofort wieder ausgeben müssen
und das schon über das ganze Jahr? Ist dort Geld überhaupt noch so reichlich vorhanden, dass die Kanzlerin Wort halten kann? Ich glaube es nicht. Ihre Ausgaben werden sehr, sehr
eingeschränkt sein. Viele werden überhaupt keine Möglichkeiten haben, mehr Geld auszugeben, auch wenn ihnen bald eine „Wahnsinnseinsparwelle" aufgrund der „massiven
Beitragsenkung" bevorstehen wird.
Zum Schluss muss aber auch noch an die Menschen gedacht werden, die ganz oder teilweise auf Hartz IV angewiesen sind. Wo sollen die das Geld zum
„Freudenfeuer" des Einzelhandels hernehmen?
Noch eine Schlussbemerkung: Es mag ja Menschen geben, die gegenüber der Kanzlerin uneingeschränkt loyal sind. Ich gehöre mit
Sicherheit nicht dazu.
.. natürlich gibt das ein Kaufrausch denn: ich habe mal gerechnet mit folgender Angabe
Durchschnittsverdiener eine Entlastung von 270 Euro im Jahr das sind 22,50 pro Monat und der Senkung um 0.9 % bei der AV also Senkung um 45 € incl. Arbeitgeberanteil. Daraus ergibt sich lt. Dreisatz ein Durchschnittsverdienst von 5000 €. Und damit lässt sich prima einkaufen!!!!!!!
und wenn die Kanzlerin sagt, dass das der Durchschnittsverdienst ist , dann wird das wohl richtig sein!!!
Zitat: „Wenn deutsche Chefs in den letzten Jahren gute Gewinne gemacht haben, war es weiß Gott nicht in erster Linie Dank ihrer einmaligen Qualifikation, sondern Dank der hervorragenden
Entwicklung der Auslandsmärkte für deutsche Waren, zu der diese Chefs ganz und gar nichts beigetragen haben, oder Dank der erzwungenen Lohnverzichte der Arbeitnehmer, die ein deutsches
Lohndumping auf wichtigen Auslandsmärkten,“ und vor allem der Zuarbeit der ach so neidischen Mitarbeiter dieser Chefs. Wer bereitet denn Entscheidungen vor? Wer setzt denn letztendlich die
Entscheidungen in Büros und Werkshallen um?
Auch ich treffe Entscheidungen. In der Regel aber erst nach Einholung von Informationen bei meinen Mitarbeitern. Im Übrigen muß ich als
Selbstständiger auch einmal betonen: arbeiten meine Mitarbeiter schlecht, so tragen diese, wie auch ich, das Risiko einer Firmenpleite und riskieren somit ihre soziale Sicherheit und Existenz.
Ich bin auf meine Mitarbeiter angewiesen, da ich einerseits nicht alle notwendigen Qualifikationen und Kenntnisse, sowie die entsprechende persönliche Kapazität zur Aufrechterhaltung des
täglichen Geschäftes habe. Ohne diese „neidischen“ Menschen, die Mitarbeiter wäre ich nicht in der Position in der ich jetzt bin.
.. ich habe das Juwel Ihrer Webseite durch den Hinweis eines Leserkommentars im Forum der ZEIT-Online entdeckt. Ihre Arbeit ist bewundernswert und für mich sehr aufschlussreich. Ich teile Ihre
Hoffnung, dass eine wachsende Zahl der Brüger dieses Landes realisiert, was sich tatsächlich hinter den Kulissen unserer korrumpierten demokratischen Institutionen abspielt.
Ihr
aufklärerisches Anliegen haben Sie mit den Autoren der NachDenkSeiten, die ich ebenfalls sehr schätze, gemein. Als aufmerksamer Leser beider Blogs glaube ich zu erkennen, dass die
Differenzen in den Auffassungen vor allem in der Beurteilung der Risiken der sich beschleunigenden Globalisierung liegen. Mit Ihrer Arbeit verfolgen Sie allerdings ebenfalls den Aufbau einer
Gegenöffentlichkeit. Daher kann ich die in beiden Blogs wahrzunehmenden Animositäten gegen die jeweils andere Webseite nicht ganz nachvollziehen. Natürlich muss in der Sache gestritten
werden, aber insgesamt betrachtet sollten die Kräfte doch zum Wohle des Anliegens gebündelt werden.
Vielen Dank für Ihren freundlichen Kommentar zu meiner Webseite.
Nachdenkseiten
und meine Arbeit ergänzen sich sicher. Leider haben NDS schon vor Monaten die Zusammenarbeit abgebrochen, wobei sie Kritik an ihrer meiner Meinung nach verharmlosenden Beurteilung der
neoliberalen Globalisierung (siehe z.B. Einschätzung der Rolle Chinas und des deutschen Exports) nicht vertragen konnten. Ich meinerseits konnte einfach nicht den Eindruck aufkommen lassen, als
seien wir auch hier einer Meinung. Dafür ist das Thema in meiner Einschätzung zu wichtig. Viele auf der deutschen Linken haben in ihrem traditionellen Internationalismus leider noch immer
nicht begriffen, was hier anrollt, während die Konservativen inzwischen schon aufgewacht sind.
.. ich muß wirklich ein ernstes Wort mit Ihnen reden.
Wie können sie nur so hanebüchene Meldungen verbreiten, wie diese, das Deutsche an Weihnachten sparen. In der
Welt steht dies doch
ganz anders (plus 22% für Geschenke) und die Welt wird doch nicht lügen? Es können
höchstens solche Miesmacher wie Sie, den Leuten eine Angst einreden, das am Ende noch das ganze Geld, was die Leute im Überfluß zu Hause horten, weiter zurückgehalten wird und
unsere arme deutsche Wirtschaft weiter zuwenig verdient. Wollen Sie, das die Verkäuferin weiter für 7,50 arbeitet? Sollen weiter Vollzeitjobs in Minibilligstellen umgewandelt werden? Soll
unserer Arbeitslosenstatistik weiter über 3 Millionen bleiben? Wer das nicht will, kann ein billiges Weihnachten nicht wollen und ich rufe alle Deutschen auf, holt das Geld unter dem Sofa her
und kauft euren Lieben endlich mal was teures und haltet diese Wirtschaft in Schwung, denn ist die Wirtschaft in Schwung kommt für jeden was rum!
Ein Wort noch zu diesen Lokführern, was
bilden die sich ein wer die denn sind, der Reizle hat ganz recht, wer was im Hirn hat kann auch Geld machen, alle anderen werden Lokführer, einmal die Minute nen Knopf drücken kann ja nun
wirklich jeder und jeder ist ersetzbar! Abgesehn vom Schaden für Deutschland, das die Gerichte sowas zulassen ist unerträglich. Wenn die mal Hartz 4 bekommen, dann wissen die erst, wie gut
es denen geht. Wenn sowas um sich greift, dann kommt das Proletenvolk auch noch mit ganz anderen Sachen durch und das wollen wir doch nun wirklich nicht, oder? Wenn Mehdorn jetzt kippt, dann kippt
ganz Deutschland, das sollte man sich immer vor Augen halten!
So, nach dieser ernsten Ermahnung vor mir will ich es gut sein lassen und wünsche Ihnen das Beste - und immer schön auf der
Linie bleiben, das hilft doch jedem.
P.S. Sorry, war ich jetzt Sarkastisch?
nun ist es doch passiert, was eigentlich nicht hätte passieren dürfen: Der Springerkonzern hat der Bundeskanzlerin und der CDU/CSU aufgezeigt wer die Zukunft Deutschlands in der Hand hat:
Weder das Deutsche Volk selbst noch die Politik. Die Bundeskanzlerin hat durch ihre Weigerung, den Mindestlohn für Postzusteller mit Hilfe des Entsendegesetzes bindend vorzuschreiben,
überdeutlich aufgezeigt, zu wessen Nutzen in Deutschland Politik zu gestalten ist. Nicht für die immer mehr verarmende Bevölkerung, sondern für ...
Konzerne wie dem Springerkonzern. Der Springerkonzern hat die Bundeskanzlerin und die CDU/CSU in die Knie gezwungen. Damit ist die CDU/CSU zu einer Lobbyistenpartei verkommen. Mit ihrer Ablehnung
haben die „Christdemokraten“ sichtbar werden lassen, dass ihnen das Kapital näher ist als die Existenzsorgen ausgebeuteter Menschen, die trotz einer Vollzeitbeschäftigung
ihre Familien nicht mit eigener Arbeit ernähren können und deshalb auf Hilfe angewiesen sind. Hilfe, die von den Betroffenen nicht gewollt ist, sondern politisch aufgezwungen wird, weil die
Bundeskanzlerin und ihre Lobbyistenpartei nicht in der Lage sind, ihr christliches Menschenbild auch politisch umzusetzen. Das „merkelsche und das CDU-Menschenbild“ ist ohnehin nicht so
sehr christlich ausgeprägt wie es die Christdemokraten ihrer Wählerklientel gerne einreden wollen. Das christliche Menschenbild ist längst aus ihrem Focus und damit auch weitestgehend
aus der Politik gerückt. Sie tragen nur noch das „C“ in ihrem Parteinamen. Für die „Christdemokraten“ist nicht mehr der Mensch im Vordergrund wie einst noch unter
dem „Sozialdemokraten“ Johannes Rau als Minister- und später als Bundespräsident, der durch christliche Kreativität und durch sein Vorleben, die Würde, den Respekt,
die Achtung vor dem Menschen, immer mit in seinem politischen Handeln einbezogen hat. Ihm haben die Menschen den christlichen Glauben und ein Handeln danach abgenommen. Einer Angela Merkel wohl eher
nicht mehr. Ein Menschenbild, dass durch Lobbyarbeit geprägt ist und wird, kann auf keinem „christlichem Fundament“ aufgebaut sein, so jedenfalls mein Verständnis vom
christlichen Menschenbild als Lutheraner. Die christliche Menschenwürde fordert geradezu die Achtung der Menschenwürde. Sie kann und darf niemals interessengeleitet aufgebrochen werden, und
dadurch die Menschen in Not oder in Lebensbedrängnis bringen. Leider scheren sich die Parteien mit dem „C“ im Namen nur noch wenig darum.
Die Bundeskanzlerin und die CDU/CSU wird
nun mit dem Vorwurf leben müssen, dass sie vor den Lobbyisten eingeknickt sind.
wenn Linde-Chef Wolfgang Reitzel (wahrscheinlich nicht im Gegensatz zu seinen Top-Management-Kollegen) behauptet, daß diejenigen, die mehr als andere leisten, auch entsprechend bezahlt werden
müßten, ist diesem Allgemeinplatz zwar nicht zu widersprechen. Aber wo leisten die Manager der großen Konzerne im Kasino-Kapitalismus heutiger Zeiten denn wirklich soviel mehr als
ihre "kleinen" und "mittleren" Arbeitnehmer? Und welcher um seinen Arbeitsplatz - vielleicht auch durch Mißmanagement - gebrachte Arbeitnehmer wird schon mit einem "goldenen Handschlag" in
Millionenhöhe verabschiedet? Für diese Menschen gibt es eher einen "Tritt" und die Angst vor dem sozialen und wirtschaftlichen Absturz nimmt konkrete Formen an. Nein, die wahren Neidhammel
und Privilegienbesitzer sind auf den weichen Chefsesseln zu finden und nicht auf der harten und unsicher gewordenen Arbeitnehmerbank.
Danke Ihnen sehr; was sich ließt als seien es reine Fleißaufgaben des Zusammentragens von Fakten gewesen, ist viel mehr. Es ist in meinen Augen die Bankrotterklärung eines sich so
siegessicher gebenden Systems der freien, sozialen Marktwirtschaft demokratischer Provenienz. Keinen Punkt Ihrer Ausführungen könnte man als ehrlicher Kaufmann in seinem Businessplan
anführen ohne stante pede vor die Tür zum Beispiel seiner Hausbank gesetzt zu werden. Auch ist leicht abzusehen, ab wann das "System" sich in seiner Beschleunigung selbst verspeisen wird.
Passend dazu die Meldung von heute, quasi am anderen Ende der Argumentationskette; danach haben sich die diesjährigen Berichte des IPCC zur globalen Veränderung des Klimas bereits erledigt,
sie sind überholt. Auf die in einem zyklischen Abstand von vier Jahren erscheinenden Nachfolgeberichte zu warten erscheint angesichts eines sich selbst nährenden Dramas völlig sinnlos.
In der gottgegebenen Funktion des Dramaturgen erachten wir Menschen uns für absolut; bis heute aber haben wir nur versagt, nie gewonnen und nicht einmal etwas dazu gelernt.
Daß das anders
werden sollte, zumal in kürzester Zeit, daran kann keiner glauben. Es bedürfte des vollständigen Umdenkens und der totalen Umformung menschlichen Handelns und Seins. Nur ein banales
Beispiel: anstatt existierende Fahrzeuge ob ihrer Emissionen hoch zu besteuern müßte man die Gesamtkosten individueller Mobilität einfordern und die Herstellung neuer, ja nur
unwesentlich sauberer Autos dringend verbieten bis die Hersteller solches Material auf die Straßen stellen könnten, das sowohl emissions- als auch herstellungstechnisch nachhaltig
umweltverträglich wäre. Ich weiß, angesichts extrem konsumorientierter und wachstumsfanatischer Ausrichtung konkurrierender Wirtschaften eine völlig abstruse Vorstellung. Da dem
aber so ist, ist lernbar, daß eine Wende nicht vom Menschen ausgehen kann sondern er diese erfahren muß. Das kann dauern und wird schmerzhaft. Mit anderen Worten, das Leben ist hart,
unerbittlich und grausam; aber einmalig.
ich frage mich langsam wie lange kann das noch gut gehen ???? 10% der Bevölkerung verfügen über 70% des gesamten Vermögens, was bleibt den restlichen 90% denn noch. Im Moment
scheint es noch so zu sein das die restlichen 90% sich noch ernähren können, auch den rasant ansteigenden Zahl der Armen wird von der Politik unterstellt, das es noch für die
Ernährung reicht. Ich bin mal gespannt wann die erste Zahl von Hungertoten in Europa bekannt gegeben wird.
Vor allem erschreckend ist, das von 2004 bis 2007 das sind gerade mal 36 Monate die
Oberschicht sich weitere 20% des Vermögens angeeignet hat und seinen Anteil am Gesamtvermögen von 47 auf 66% gesteigert hat. Und dieser Trend wird sich nach meiner Meinung weiter
beschleunigen. (Denn mehr Geld auf der Hohen Kante bedeuten mehr Zinsen, je mehr Geld ich anlege desto mehr Zinsen erhalte ich und vervielfache mein Geld mit dem Zinseszinseffekt immer schneller.
Dieses Geld muss irgendwo her kommen. Endweder wird es einem anderen wegenommen oder die Regierung muss neues Geld drucken. Geld drucken bedeutet aber auch immer eine Inflation, die mit der
zusätzlich gedruckten Geldmenge mitsteigt. Man erinnere sich an die galoppierende Inflation in der 20igern Jahren Deutschlands.)
Wieviel Volksvermögen eigenen sich die oberen 10% noch
an?????? Wann wird hier der Reset-Knipf gedrückt denn eines ist sicher eine solche Umverteilung die immer schneller vor sich geht wird auf Dauer den sozialen Frieden und die Demokratie in Frage
stellen. Über kurz oder lang muss sich, da bei den letzten 90% nichts mehr zu holen ist, die Umverteilung bei den oberen 10% fortsetzen. Wollen wir warten bis 1% der Bevölkerung über
90% des Volksvermögens verfügen??? (Naja es lebe der Sonnenkönig)
Solangsam fühle ich mich in der Zeitgeschichte um mehere 100 Jahre zurückversetzt. Eine solche ungerechte
Vermögensverteilung war in der Vergangenheit schon mehrfach Realität, Realität war in diesen Abschnitten der Weltgeschichte aber auch, das die Reichen das niedere Volk nur mit Gewalt
niederhalten konnten.,
hier haben Sie wieder mal völlig richtig den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich selbst frage mich schon seit einiger Zeit wielange sich die Weltwirtschaft angesichts dieser Spekulationsblasen
noch über Wasser halten kann.
Aus meiner Sicht und das hat ja nun anhand Ihrer Zahlen bestätigt sind die Spekulationen in keinster Weise mit realen Werten gedeckt. Sollte in diesem System
sich ein umfangreicher Crash ereignen sehe ich nicht nur schwarz sondern schwärzer als schwarz. Bisher weiss keiner so recht wie sich ein solcher Crash auswirken wird, aber ich habe die
Befürchtung das weltweit die Banken sehr stark an diesen Spekulationen von Hedge Fonds und Privat EQ verstrickt sind und dann letztendlich mit in den Sumpf gezogen werden. Aus meiner Sicht wird
die Weltwirschaftskrise in den 20igern des letzten Jahrhundert im Vergleich dazu wie ein Kindergeburtstag aussehen.
Desweiteren befürchte ich das die Spekulanten hier mit einen sehr heissem
Feuer spielen und nimmt mal nur einmal den Ölpreis hier auch den Weltfrieden aufs Spiel setzten. Das Öl ist der Antriebsmotor unserer modernen Gesellschaft und Industrie. Welchen Preis
vertragen die großen Lander, Industrien und Verbraucher? Ich habe hierzu mein eigener Szenario im Kopf das von vielen gar nicht ernst genommen wird.
10.000 Besucher pro Woche sind eine sehr gute Bilanz; dieser Verbreitungsweg wird sich weiter entwickeln. Verstärken kann man das durch den selektiven Aufbau gegenseitiger Links; Google u.a.
robots heben dann das "Gewicht" der Seite(n) an, das ranking verbessert sich weil eben auch ein noch so winziges "Netz" im Ocean des webs und der Masse der Einzelkämpfer besser erkennbar wird.
Wer dann die Themen sucht bekommt Sie "früher" angeboten. Übrigens ist es schon schwierig, das nur in deutscher Sprache zu beschreiben.
Im Grunde ist es aber ein sich Verbinden
ähnlich Denkender, egal ob man hier oder dort sitzt, das oder jenes macht, es macht Sinn; durch einen disclaimer geschützt erzielt es neben der web technischen auch eine human
psychologische Wirkung: man fühlt sich verbunden. Dem kann natürlich die Angst vor Herrn Schäuble im Wege stehen. Kann diese - so gut vernetzt - dann nicht auch kleiner werden?
ich habe gerade etwas verwundert Ihren Bericht über die Reaktionen von Abonnenten gelesen, deren mail Adresse aus Versehen mit versendet worden war. Das habe ich übrigens selbst schon bei
einem Newsletter des Auswärtigen Amtes aus Tel Aviv erlebt (also Profis) - und will daher nur zum Ausdruck bringen, dass diese Reaktionen völlig überzogen sind. Mail Adressen sind kein
Geheimnis - das waren die guten alten Postadressen bekanntlich auch nicht. Warum bekommt man wohl sonst jeden Tag diesen ganzen Müll? Weil Rechner unsicher sind - und deren Adressbücher
abgegrast werden. Unter Umständen auch bei den Leuten, die sich heute über Ihre Panne aufregen. Die Aufregung ist völlig überzogen - und Sie sollten sich über diese
Kleinkariertheit, die hier zum Ausdruck kommt, auch nicht zu sehr ärgern. Das sagt Ihnen ein sogenannter "Betroffener", der in Wirklichkeit gar nicht betroffen ist.
als Empfänger Ihrer Rundbriefe und regelmäßiger Leser Ihrer Homepage will ich mich - anlässlich des für mich nicht verständlichen "Datenschutz-Aufschreis" bei der cc/
bcc -Verwechslung (wir alle hinterlassen bekanntlich im Internet zwangsweise eine breite Datenspur und E-Mailadressen sind sowieso beliebte Handelsware) - nur kurz für Ihr Engagement / Ihren
unermüdlichen Kampf gegen die ständige politisch offenbar gewollte Volksverdummung bedanken:
Früher überkam mich bei Tagesschaumeldungen / Meldungen in der Tagespresse
/Stern/Spiegel das nicht wirklich immer mit Fakten zu begründende Gefühl "da stimmt doch irgendetwas nicht in der Logik", hatte aber den Eindruck, dass nur mir das so geht. Auch auf
kritische Beiträge der Sendungen "Wiso" / "Monitor" usw. habe ich am folgenden Tag eigentlich öfters einen Aufschrei in der Bevölkerung sowie politische Konsequenzen erwartet. Bis
heute warte ich stets vergeblich darauf - die Bevölkerung scheint glücklich mit den offiziellen Versionen unserer Politiker, welche mit den Tatsachen m.E. immer seltener in Einklang zu
bringen sind ("Wer glaubt, lebt seelisch friedlicher und muss weniger selbst nachdenken.")
Umso wohltuender ist es, über Ihre fundierten und nachvollziehbaren Berichte die Bestätigung zu
erhalten, die offiziellen Meldungen nur noch mit großer Vorsicht zu genießen und quasi parallel abzugleichen mit den von Ihnen gelieferten Analysen - da wird einem dann so manches
verständlicher, wenn auch nicht so, wie von unseren Politikern gewünscht..
Bitte machen Sie noch lange weiter so..
ich lese Ihre Kommentare seit Monaten. Ich habe großen Respekt vor Ihrer Arbeit, vor den Veröffentlichungen auf Ihrer homepage, vor Ihrem Engagement, ihrer Motivation und Ihrem
Sachverstand. Sie machen was Gutes. Was Edles. Menschlich. Ich bewundere Ihre Ausdauer, aber bedenken sie immer die Natur der Menschen. Sie ist nicht zu ändern. Ich werde es Ihnen kurz
darstellen:
Sie sind sehr sachlich und analytisch in Ihren Kommentaren und sie verstehen auch die Zusammenhänge von der ganzen Show, die in Medien, Politik und Wirtschaft vor sich gehen. SHOW:
hier liegt der Knackpunkt. Genau hier. Dem Großteil der Menschheit wird ein dummdreistes Theater vorgespielt, mit wechselnden, mit gleichen Akteuren usw. Bla, bla, bla. Im ENDEFFEKT: soll nur
Verwirrung und Angst unter den "Normalos" gestiftet werden. Die Massen gefügig machen ist das Motto. Eine kleine Schicht von Priviligierten baut ihre Macht und übertriebenen Luxus auf dem
Blut, Schweiß und Tränen der Mehrheit auf. SO war es IMMER,zu allen Zeiten, aber was kann man dagegen tun??? Sie werden niemals auf ihre Privilegien verzichten. Also: WAS tun???? WIE
dagegen angehen????
Sie, Herr Jahnke, erreichen mit Ihrer homepage und Ihren sonstigen Veröffentlichungen nur eine kleine Gruppe von klar denkenden und sozial eingestellen Menschen. ABER das
ist zu wenig, um was zu ändern. Zu wenig. Die "Elite" kennt kein Gewissen, keine Skrupel, jedenfalls die meisten. Die große Masse der Bevölkerung ist träge und zudem schlecht
informiert. DAS EINZIGE, was wirklich dagen angehen kann, sind neutrale Medien. NEUTRALE. Da reichen ein paar homepages nicht. Das reicht nicht. Nur die kleine Zielgruppe wird erreicht, die sowieso
weiß, daß etwas mächtig nicht stimmt. Man braucht Fernsehsender, die neutral in ihrer Berichterstattung sind. Man braucht neutrale Zeitungen, Veranstaltungen, die einem großen
Bevölkerungsteil die Augen öffnen. Sonst werden BILD, RTL und Co so weitermachen und niemand wird sie in ihren menschenverachtenden Handlungen und Berichterstattungen hindern. NIEMAND. Man
müßte diese neutralen Medien auf kollektiver Basis finanzieren und zu einem sehr günstigen Preis anbieten, am besten zu dem Preis 0.
Dies lag mir heute auf der Seele und ich
mußte es Ihnen mitteilen. Trotz allem, lassen Sie sich nicht entmutigen und machen Sei mit Ihrer sinnvollen Arbeit weiter. Aber bedenken sie immer: Es reicht nicht.
Nein, so schnell lasse ich
mich nicht entmutigen. Warum auch? Ich erreiche zwar pro Woche derzeit durchschnittlich nur 10.000 Besucher registiert, was bei der Unsicherheit der Registierung vielleicht 20.000 bedeutet, und
weitere 500 erhalten den Rundbrief. Aber darunter sind eine Menge Mulitplikatoren aus der Politik, den Gewerkschaften, der Wirtschaftsforschung und den Medien (nicht nur den kritischen). Es ist auch
kein Inzuchtbetrieb, weil jeden Tag sehr viele über Suchmaschinen kommen, da das Infoportal z.b. bei Google sehr gut plaziert ist, und über Blogs und Internetforen, dal dort Links angezeigt
werden. Auch ist der Besuch der Webseit deutlich im Aufwind. Ebenso hat mein letztes Buch eine gute Verbreitung erfahren. Die 10 Schaubilder sind jetzt fast 10.000 mal nachgeschlagen worden.
Und vergessen Sie bitte nicht, auch die Sie als kleine Gruppe von sozial Eingestellte qualifizieren, brauchen immer wieder gute Argumente, um in ihren Kreisen mit solchen anderer Meinung weiter zu
diskutieren. Gerade deswegen bekomme ich viele dankbare Zuschriften. Ich will meinen Beitrag nicht überschätzen, doch unterschätzen sollte man ihn auch nicht. Es geht nur so mit einer
Gegenöffentlichkeit auf dem Internet, die sich immer weiter multiplizieren wird. Ich sehe aus den Links, wie die Blogs und Foren sprudeln. Das macht in USA und Frankreich, aber auch anderen
Ländern, schon den Politikern Angst, die nun ihre eigenen Webseiten auflegen müssen. Mit weiteren Zeitungen, und links gibt es ja schon eine ganze Menge, ist das nicht getan. Da ist Ihr
Vorschlag unrealistisch.
Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat ohnehin eine immer kritischere Meinung zur sozialen Entwicklung in Deutschland und zur neoliberalen Globalisierung, wie alle
Umfragen immer wieder zeigen. Das macht Hoffnung. Also, seien Sie etwas zuversichtlicher. Diskutieren Sie in Ihrer Umgebung mit guten Argumenten.
Ich hatte mir schon gedacht, dass Sie den SPIEGEL-Online Artikel [über die Geburtsfehler]
nutzen werden, um auf die Umweltsituation in China kritisch hinzuweisen. In China sind das also zwischen vier und sechs Prozent! Das sind meiner Meinung nach vier bis sechs Prozent zu viel, so wie
mir auch die drei bis fünf Prozent weltweit zuviel sind. Wie hoch mag eigentlich der Prozentsatz in Indien sein? Ob das die Wirtschaftdelegation in Begleitung von Frau Merkel beschäftigt
hat? Ich hatte eigentlich auf einen Kommentar und eine Einschätzung der wirtschafts- und sozialpolitischen Wirklichkeit in Indien von Ihnen erhofft. Ich weiß der Vorwurf der China Phobie
ist nicht leicht zu verdauen. Aber Sie bestätigen ihn fast täglich mit Ihren Gedanken zur Zeit. Schade eigentlich, ich finde Ihre Kommentare und Statistischen Auswertungen zu
innenpolitischen Fragen sehr informativ und NachDenkensWert.
Sie werden sich daran gewöhnen müssen, daß ich auch an "Ihren Genossen" in China Kritik übe, auch wenn Sie sich dann
jedesmal bei mir aufgebracht melden und per Kopie an Albrecht Müller von Nachdenkseiten Ihr Eintreten für China dokumentieren. Wenn selbst Jiang Fan von der Nationalen Bevölkerungs-
und Familienplanungskommission bei der Präsentation der Daten laut der Agentur "United Press International" klagte: "Alle 30 Sekunden wird in China ein Kind mit Geburtsfehlern geboren, und
die Situation wird von Jahr zu Jahr schlimmer" und die Rate der Fehlbildungen viermal höher als in Deutschland ist, dann verstehe ich Ihre Verharmlosung mit Hinweisen auf Indien nicht mehr. Zu Indien habe ich mich immer wieder kritisch geäußert, sowohl zur
Umwelt wie auch und gerade zur Armut und dem Kinderelend mit der entsetzlichen Unterernährung gerade erst gesten in einem Rundbrief und vor einer Woche in einem anderen.
Außerdem gibt es eine ganze Schwerpunktseite zu Indien. Sie scheinen das Infoportal sehr selektiv zu lesen.
gedanken15.html#weltUnter Umständen sollten wir alle den Medien im Allgemeinen, Bild, Welt, Focus und Spiegel im Besonderen einmal Lob zollen: da eilen sämtliche Commodities, Rohstoffe, von Rekord zu Rekord,
sei es ein solcher monetärer Spitze, hier Öl und Gold, oder auch nur statistischer peaks wie Energieverbrauch, CO2-Ausstoß, Temperaturentwicklung, Eisschmelze und
Währungsrelationen - und es kommt trotzdem zu keinen wilden panikschürenden Meinungsäußerungen; nicht einmal wirklich mahnende Stimmen sind zu vernehmen, business as usual; im
Gegenteil, glücklicherweise kaum eine Stunde, in der nicht irgendeine Erfolgsmeldung durch den Parcours gejagt wird. Doppelte Rentenerhöhung, über 40 Millionen in Brot und Butter,
Arbeitslosigkeit besiegt, Wachstum, Erfolg, freie Fahrt und success wo man hinschaut. Seien wir doch dankbar.
am Sonntag konnte man wieder sehr deutlich erleben wie die Irreführung der Menschen durch die "bekannten Lautsprecher" funktioniert. Der neue CSU-Vorsitzende, Erwin Huber, konnte bei Anne Will
(vor einem Millionenpublikum!) sagen: "Wir haben jetzt die höchsten Lohnsteigerungen seit 11 Jahren. Das kommt den Menschen zugute." Donnerwetter, dachte ich im Stillen, hast du irgendetwas
verpasst? Oder etwas nicht richtig verstanden?
Woher hat denn der Erwin Huber diese Meldung? Ich habe nun in der Zwischenzeit herausgefunden, woher er diese Meldung haben könnte.
Spiegel-Online berichtete nämlich am 26.10.2007 mit einer dicken Überschrift: "AUFSCHWUNG Tariflöhne steigen wie seit Jahren nicht mehr, mehr Gehalt dank Wirtschaftsboom". Im Text
selber bezog man sich auf eine Meldung des Statistischen Bundesamtes. "Nach Tarif bezahlte Angestellte konnten sich im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat durchschnittlich über 2,5 Prozent mehr
Lohn freuen. Das sei der höchste Zuwachs seit April 2004 gewesen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Tariflöhne der Arbeiter hätten im gleichen Zeitraum mit einer Steigerung um
drei Prozent sogar das höchste Plus seit Juli 1996 aufgewiesen."
Hier kommen also die 11 Jahre her, die Erwin Huber dem Publikum und dem Fernsehzuschauer mit einem Lächeln mitteilte. Die
Multiplikation ist also gelungen. Die Botschaft beim Menschen angekommen. Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit diese Meldung des Statistischen Bundesamtes zu überprüfen.
Daher muss man sich jetzt fragen, warum das Bundesamt mit immer neuen "verquerten Meldungen" in die Öffentlichkeit kommt? Worin besteht eigentlich das Allgemeininteresse an einer solchen
Meldung? Ehrlich gesagt, kann ich kein Allgemeininteresse erkennen, wenn ich nüchtern betrachte, was die Menschen in den letzten Jahren an Kaufkraftverlusten hinnehmen mussten und wie sich
demgegenüber die Löhne und Gehälter im Verhältnis zu den Unternehmens- und Vermögenseinkommen entwickelt haben, und Unternehmen wohl eher die wahren Gewinner (sicherlich
nicht alle Unternehmen) innerhalb des "Globalisierungsprozesses" sind. Letztendlich kommt es den meisten Menschen darauf an, was sie im Portemonnaie haben und was sie ausgeben können. Und das
ist für Millionen Menschen wirklich nicht viel. Was interessiert daher die oben zitierte Meldung, wenn sie das richtige Leben nicht widerspiegelt? Deshalb muss man sich fragen, ob das
Statistische Bundesamt nicht fahrlässig die meisten Menschen in die Irre führt?
sie habe hier unter anderm folgendes geschrieben: Japanische Autos werden weit mehr exportiert, obwohl in Japan wie in allen zivilisierten Nationen Geschwindigkeitsbegrenzung gilt. Dazu meine Frage:
Halten sie eine Geschwindigkeitsbeschränkung wirklich für ein zivilisatorisches Merkmal?
Meines Wissens sind die meisten Länder mit der Motorisierung durch eine Phase der blinden
Liebe für das Auto und einer wenig disziplinierten Fahrweise gegangen. Deutschland ist aus dieser Phase offensichtlich noch nicht ganz rausgekommen, und leider gehört in Deutschland das
Phänomen des "eng Auffahrens" bei hoher Geschwindigkeit auf den Autobahnen auch noch dazu. Gerade die hohe Belastung der Autobahnen spräche für eine vorsichtigere Fahrweise mit
gleichbleibender Geschwindigkeit und weniger Springen zwischen den Fahrspuren als in Deutschland üblich. Das sind letztlich auch Zivilisationsfragen. Mein zivilisatorischer Freiheitsbegriff
beschränkt sich jedenfalls nicht auf die Autobahn, wie BILD und der ADAC das uns einreden will.
Die Liebe für die Umwelt, die für eine Geschwindigkeitsbeschränkung spricht,
gehört meiner Meinung ebenfalls notwendig zu einer Zivilisation, die ihr Überleben sichern will.
da gibt es den Kabarettisten Urban Priol, der in seinem laufenden Programm "Türe zu" das Thema Löhne auf den Punkt gebracht hat. Die Unternehmen baden in Geld, der Staat badet in Geld,
Nürnberg badet in Geld. Jetzt komme ich und möchte auch baden. Da rammt mir s´Angela und andere das Schild vor die Füße in den Sand: "Für dich baden verboten!".
Ich
wünsche Ihnen viel Vergnügen und jede Menge Anregungen für "VWL für Dummies".
Vielen Dank für Ihre aufmunternden Worte und die schöne Geschichte, die ich eingefügt
habe. Ich fürchte, es wird mehr Anregungen geben, als mir lieb ist.
Am 28.10. wurde der Deutsche Umweltpreis des DBU vergeben. Wer dies live in 3Sat verfolgt und besonders beim Statement des couragierten Nobelpreisträgers Prof. Schellnhuber genau hingehört
hat, konnte vernehmen, dass die bereits jetzt in der Atmosphäre angereicherte Konzentration an klimaschädigenden Gasen ein Niveau erreicht hat, wie dies seit dem Auftauchen des Menschen auf
diesem Planeten noch nie der Fall war. Nur der Trägheit, des uns am Leben erhaltenden Ökosystems, ist es zu verdanken, dass zum Beispiel Hamburg nicht jetzt schon 60 Meter unterhalb des
Meeresspiegels liegt (so viel Wasser ist nämlich in dem Eis dieser Welt gebunden), oder die Temperaturen in Köln nicht um 5 Grad höher liegen. Fast täglich jedoch entdecken die
Wissenschaftler neues Beschleunigungspotenzial für den Klimawandel - sei es der Hinweis in Ihrem Bericht oder die drastisch gesunkene Bindungsfähigkeit der Ozeane für CO2.
Allein
schon das weitere Anwachsen der Bevölkerungszahlen auf ca. 9 Milliarden Erdenbürger und der damit in Verbindung stehende Energiehunger werden aufgrund der verantwortungslosen globalen
Umweltpolitik Garant dafür sein, dass uns mehr als schlechte Zeiten bevorstehen.
Hätten wir Menschen in einer großen Bandbreite die gefühlte Verbindung und somit die Gewissheit
unserer Abhängigkeit von einer unversehrten Natur nicht verloren, dann würde vieles ganz anders aussehen. Die Bürger dieser Welt würden sich dann nämlich von selbst so
ökologisch ausrichten, wie es der Erhaltung des gesamten Ökosystems dienlich wäre. Da wir jedoch in der breiten Masse schlichtweg vergessen haben, dass wir ein Teil dieses
Ökosystems sind, blieb uns die jetzige Situation nicht erspart.
Nun, wir könnten das Ruder theoretisch noch herumreißen und wären sogar technisch dazu in der Lage, aber die
Entscheidungsträger unserer Menschheit huldigen hauptsächlich nur einer Gottheit - und die heißt Kapitalorientierung. Das ökologische Gleichgewicht wird damit nichts anfangen
können, denn es richtet sich nicht nach Geld oder Macht. Es ist nur auf eine Harmonie all der beteiligten Faktoren ausgerichtet. Und weil wir dies nicht wahrhaben wollen, bzw. diesem Gesetz
nicht Folge leisten, wird sich wohl irgendwann in naher oder ferner Zukunft eine neue Harmonie einstellen - nur eben dann ohne diesen Zweibeiner namens Mensch, der meinte sich die Welt untertan
machen zu können.
So heroisch war die Rolle der SPD 1933 nicht. Ihr Spitzenkandiat und Ministerpräsident von Preußen Otto Braun fuhr wenige Tage vor der Wahl mit seinem Auto in die Schweiz, wo er eine Villa
im Tessin besaß. Obwohl menschlich verständlich, wurde das Abtauchen von Millionen SPD Anhängern, die nicht fliehen konnten, als Verrat empfunden. Dieses Verhalten schwächte die
Wahlposition der SPD in einer entscheidenden Phase, die Nazis wurden nicht einmal stärkste Partei , aber gewannen genug Stimmen , um mit Verfahrenstricks und Verhaftungen (KPD) das
Ermächtigungsgesetz zu beschließen. Im Mai 1933, einen Monat vor ihrer Auflösung, waren die Sozialdemokraten dann soweit, dass sie der Regierung Hitler geschlossen das Vertrauen
aussprachen und das Horst Wessel Lied sangen. Das Protokoll des Reichstags vermerkt: "Nicht enden wollender Beifall und Händeklatschen i m Haus und auf den Tribünen, auch der Reichskanzler
zu den Sozialdemokraten gewendet, klatscht" (aus: Sebastian Haffner Geschichte eines Deutschen dtv , sehr lesenswert).
Ja, wer ist in Deutschland schon heroisch gewesen, zumal die Nazis von der
Großindustrie unterstützt wurden und sogar die deutschen Universitäten für sich vereinnahmen konnten? Fritz Stern mit seinem Wort von der "deutschen Versuchung" liegt da sicher
richtig. Immerhin aber hat die SPD unter dem Hohn der Nazis die Ermächtigungsgesetze abgelehnt.Und selbst wenn die SPD nicht heroisch war, hätte ein Profalla mit seinem "in Deutschland
nichts zu suchen" nicht Adolf Hitler imitieren müssen.
Unbestritten ist, dass die VR China mit großen Umweltproblemen zu kämpfen hat. Das sehen auch viele fortschrittlich denkende Menschen in der BRD (Bundesrepublik Deutschland) so. Jedoch
bemühen sich diese immer wieder um eine differenzierte Herangehensweise an dieses Problem. Sie vergessen z.B. nicht, das China immer noch ein Entwicklungsland ist! Trotz aller Fortschritte im
industriellen Aufbau, Bildung und Forschung. Wir wünschen uns sicher alle, dass es der chinesischen Regierung bis in die untersten Gliederungen von Politik und den Wirtschaftsverantwortlichen
gelingt, möglichst schnell den Produktionsprozess auf ein modernes nachhaltiges Niveau zu heben.
Es sind nach meiner Information eine Vielzahl von Maßnahmen geplant und zum Teil auch
schon umgesetzt. Trotzdem wird es sicher noch viele Jahre dauern, bis der Anteil erneuerbarer Energien den CO2 Ausstoß spürbar verringern kann. Ich habe noch selbst erleben können,
wie in der Bundesrepublik die Luft und das Wasser in den 1960er verdreckt war. Meines Wissen war die Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt auch schon eine, wie Sie sagten "Marktwirtschaft"! Erst zu
diesem Zeitpunkt wurde das Thema Umwelt auf Druck der Bevölkerung durch die Politik entdeckt und die ersten wirksamen Maßnahmen wie Klärwerke und Filteranlagen für Kraftwerke
verbindlich gemacht. Ein jahrlanger dauernder Umbau der Produktionsanlagen war die Folge. Und mit den Ergebnissen sind wir zu Recht immer noch nicht zufrieden. Laut WHO sterben z.B. in der
Bundesrepublik jedes Jahr rund 75.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub. Politik und Wirtschaft in unserem Land tun jedoch kaum etwas um der Belastung etwas Wirksames entgegen zu setzten.
Leider
muss ich Ihnen wieder eine gewisse China Phobie vorwerfen, wenn sie sich für den Vorschlag des französischen Präsidenten für Produkte aus China eine CO2 Steuer zu erheben stark
machen. Wieso nur für Produkte aus China? Wieso nicht auch aus Indien, oder Thailand und Brasilien? Oder aus den USA und Russland und den Ölförderländern der Golfregion, die das
bei der Ölförderung mit geförderte Erdgas einfach abfackeln?
Nein Sie können sich gemeinsam mit Sarkozy nur eine CO2 Steuer auf Produkte aus China vorstellen. Sie können
sich auch einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking vorstellen. Sie plädieren auch dafür, doch bitte keine Entwicklungsgelder für Chinesische Projekte auszugeben. Die Chinesen
könnten davon am Ende noch Windkrafträder bauen. Und wenn die Chinesen 120 moderne Kraftwerke kaufen und aufbauen ist das alles nur ein Witz, wo doch alle 7 bis 10 Tage ein Kraftwerk ans
Netz geht. Nach meiner Rechnung wären das bei 300 chinesischen Arbeitstagen 30-40 Kraftwerke in Jahr! Da sind die 120 modernen Kraftwerke wirklich Peanuts für einen deutschen
Umweltschützer! Wenn es um Umweltschutz geht, sind auf meiner Weltkarte rund 190 Staaten zu finden. Sie haben wohl nur die chinesische Karte mit der gelben Gefahr gezogen.
Zuerst eine
Richtigstellung: Der von mir kommentierte Vorschlag des französischen Präsidenten zielt natürlich nicht nur auf China sondern auf Importe aus allen vergleichbaren Ländern mit
"Umweltdumping", wobei China sicher das dringendste Beispiel wäre. So habe ich das auch mit meinem "vor allem China" formuliert.
Nach berechtigter und weit verbreiteter Überzeugung bringt
ein neues internationales Umweltabkommen nichts, wenn sich China dem mit dem Argument "Entwicklungsland" entziehen kann. Ein Land, das inzwischen zur Werkbank der Welt geworden ist und schon im
vergangenen Jahr zum größten CO2-Emittenten aufgestiegen ist, gleichzeitig aber über die bei weitem größten Devisenreserven der Welt verfügt, ist nun wirklich kein
armes Entwicklungsland mehr und könnte sich ein besseres Umweltniveau durchaus leisten (auch ohne deutsche Entwicklungshilfe). Daß ein erheblicher Teil der Bevölkerung bettelarm ist,
liegt an den von der Regierung mindestens geduldeten äußerst unsozialen Verhältnisse bei einer ausgebeuteten Landbevölkerung, die das Gros der Wanderarbeitnehmer stellt, und
andererseits einer wachsenden städtischen Bourgoisie bis zu nicht nur ungezählten Millionären sondern nun schon über 100 Milliardären im Land.
Planungen für besseren Umweltschutz gibt es in China schon seit Langem. Doch
fehlt es an der Durchsetzung. Da nützen die besten Pläne sehr wenig. Bei der Verabschiedung des Fünf-Jahres-Plans für die Jahre 2006 bis 2010 im Staatsrat war vorgesehen, binnen
fünf Jahren, den Energieeinsatz gemessen an der Wirtschaftsleistung um 20 % zu senken. Die Realitäten sehen bisher freilich anders aus: So hat das National Bureau of Statistics Chinas
mitgeteilt, daß der ohnehin vergleichsweise hohe Energieverbrauch pro Produktionseinheit in 2006 um 0,8 % weiter zugenommen hat. So ist auch Zhou Dadi, der die vergangenen zwölf Jahre das
energiewissenschaftliche Institut des NDRC-Superministeriums geleitet hat, vorsichtig: Selbst im besten Fall, wenn alle Pläne aufgehen, werde Chinas Kohleverbrauch bis zum Jahr 2020 noch einmal
um mindestens 50 Prozent zunehmen und mit ihm der Ausstoß von Treibhausgasen.
Sie verharmlosen die chinesischen Umweltprobleme total, vor allem wenn Sie dann auch noch auf Deutschland
verweisen. Ich bin aber sicher: Sie werden lieber in einer deutschen als in einer chinesischen Großstand die Luft einzuatmen wollen. 16 der schlimmst verschmutzten Städte der Welt sind in
China. Die Schranke der Weltgesundheitsorganisation für Schwebestoffe in der Luft liegt bei 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, aber in China leben nur 1 % der städtischen Bevölkerung
mit weniger als 40. Für 58 % lagen 2003 die Werte über 100, das doppelte des jährlichen Durchschnittstandards in den USA.
Mit Verlaub, ich glaube nicht, daß ich die von Ihnen angebotene Nachhilfe aus "Junge Welt" nötig habe, und hoffe sehr, daß dies nicht Ihre einzige Informationsquelle zu China ist. Die "Junge
Welt" verteidigt laut Wikipedia eine historischen Legitimität der DDR (füher hieß sie einmal "Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend"); die Genossen in China standen sicher immer
hoch im Kurs. Ihre Abkürzung "BRD" gehört auch zu dieser DDR-Tradition.
.. vielleicht darf einer der "naiven" China-Freunde danach fragen, wie Sie den Tatbestand einschätzen, daß China nicht von den USA abhängig ist, ganz im Gegensatz etwa zu den
lateinamerikanischen Ländern im "Hinterhof Amerikas". Diese Länder spielen aus verständlichen Gründen in der Weltpolitik kein Rolle und können deshalb auch kein Gegengewicht
zur der Hegemonialmacht USA bilden, China aber umso mehr. Und die Lage der Menschenrechte und der Stand der wirtschaftlichen Entwicklung ist in den von den USA abhängigen Ländern auch nicht
besser.
Die Gedanken zur Zeit, auf die Sie sich offensichtlich beziehen, haben sich mit der von China ausgehenden Umweltgefahr befaßt. Mit dem amerikanischen "Hinterhof" in Lateinamerika, von dem Sie sprechen,
hat das eigentlich nichts zu tun. Viele lateinamerikanische Länder haben sich in den letzten Jahren immer stärker auf China und Europa hin orientiert, so daß ich auch
deshalb mit dem Begriff "Hinterhof" vorsichtig sein würde. In wirtschaftlicher Hinsicht verlieren übrigens einige der Nachbarländer der USA, vor allem Mexiko bei Lederwaren und
Bekleidung, durch chinesisches Dumping erheblich Weltmarktanteile an China.
Immerhin sind die meisten der lateinamerikanischen Länder, wie Brasilien, Argentinien oder Chile (die drei
größten) im Unterschied zu China Demokratien, die nicht von einer Einheitspartei, wie der KPC, beherrscht werden. Auch deshalb verstehe ich Ihren Vergleich eigentlich nicht. Wenn man China
kritisiert, weil es die Welt mit Lohn-, Währungs- und Umweltdumping überzieht (was Lateinamerika nicht tut), muß man nicht gleich auch Kritik an Lateinamerika
üben, zumal wenn der Vergleich hinken würde. Das Infoportal unterliegt in
dieser Hinsicht keinem Gebot einer künstlichen Ausgewogenheit.
.. Ja, die Neoliberalen werden sich mit Haut und Haaren gegen alles, was ihre Pfründe belastete, wehren; zu sehen auch am Beispiel Gordon Browns, der gerne mit Mrs Merkel über die viel zu
toughen CO2 Ziele der EU spräche; er meint nämlich, daß die britische Wirtschaft darauf nicht vorbereitet sei. Hat er ja Recht! Mehr noch: hier zu erleben, wie Energie in welchen
gigantischen Mengen verschleudert wird bedeutet bei allem Wohlwollen - und das gründet schon reichlich in der freien Wahl eben hier zu leben - die Bankrotterklärung sämtlicher Ziele,
ob Kyoto, EU oder sonstiger Provenienz. Diese outen sich per se als hohle Phrasen.
Weder gibt es eine Zunft der Schornsteinfeger, gemeint ist natürlich deren Funktion als Kontrolleure und
Wächter dringender bestimmter Emissionsziele, auch thermischer Verluste (regelmäßige Schornstein-Abgastemperatur > 400°C! - NOx zu messen ist unbekannt!) noch interessiert sich
irgendjemand für wirklich effiziente Erzeugung und Distribution. Die Standards im Bau stehen im Vergleich zu Deutschland irgendwo zwischen 1975 und 1985; das 25 Liter Haus ist ganz normal und
dabei wirbt Mr Brown für "Zero Carbon Housing schon von 2016 an". Kein Handwerker weiß, was das sein soll oder gar wie es erreicht wird; auf Nachfrage erklärt der Premier es sollten
Häuser sein, die nicht weiter zur globalen Erwärmung beitragen und ein enger Mitarbeiter präzisiert es dann als "vergleichbar" mit den Passivhaus Standards Deutschlands, wobei das
letzte Wort nur leise gesprochen wird. Man wähnt sich versetzt in die Zeiten des Turmbaus zu Babel: jeder baut irgendwie, spricht mit Gewalt eine andere Sprache und orientiert sich bestenfalls
an anderswo Erprobtem, dem aber im Zweifel das falsche Lokaladverb voran steht. So wird das nie was!
Angesichts der noch zaghaft, nach Nobels Preis für Al Gore "glücklicherweise" immer
schneller durchsickernden Befürchtungen, vor einem Klimagau zu stehen, was im Grunde der Gau der Menschheit sein wird, bewegen sich diejenigen, die noch immer versuchen, die Diskussion und vor
allem die notwendigen Entscheidungsprozesse zu verhindern, auf kriminellem Terrain. Den Haag wird Beschäftigung finden wenn es denn nicht untergegangen sein wird.
.. ich stimme mit Ihnen überrein, der Optimismus unserer Politiker, Medien und den Finanzstrategen scheint zur Zeit keine Grenzen zu kennen.
Auch Herr Sinn von IFO gibt optimistische Interviews
und hält alles für nicht so schlimm. Auch er stellt sich vor die Presse und verkündet der Geschäftsindex ist zwar zum 6ten mal in Folge gefallen, ABER er wäre immer noch
historisch gesehen auf sehr hohem Nivoue. Tut mir leid Herr Sinn hier kann ich Ihnen nicht mehr folgen. Der Geschäftsindex ist auf dem tiefsten Stand seit 2 Jahren die Kurve zeigt unaufhaltsam
bergab und Sie halten das dann für ein hohes Niveau. Ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob Sie als Professor nicht gelernt haben, wie sich Trends entwickeln und wie man diese komentiert und
bewertet. 6x Minus in Folge ist meiner Ansicht nach schon mehr als ein TREND.
Gleichzeitig gibt Herr Sinn bekannt, daß der Export so langsam stagniert, die Inflation auf einen Wert von 2,1%
auswachsen wird (3% hält er für abwegig, ohwohl das Volk schon lange wesentlich mehr fühlt) und der Aufschwung sich abbremsen wird. Er sagt 2% für 2008 voraus und kommentiert dann
auf Grund der genannten Risiken auf N-TV:
"Ich halte Wachstumsraten von 2% für 2008 für realistisch und die werden zum größten Teil durch eine erhöhte Binnennachfrage
erreicht werden. Allerdings ist hier das Prinzip "Hoffnung" angesagt. Hoffnung darauf, daß sich die Binnennachfrage von derzeit -0,1 in ein +2,0 steigert, die Lohnabschlüsse waren ja 2007
überdurchschnittlich hoch und werden bei den Leuten ankommen."
Wie bitte Herr Sinn????????? Ich glaube Sie haben sich versprochen, als Sie das Prinzip Hoffnung angeführt haben. Hoffnung
kann doch keine Grundlage für eine seriöse Prognose sein, es zeigt vielmehr, daß Sie selbst an Ihre Prognose nicht glauben sondern nur hoffen. Die Leute können sich aber von
Hoffnung nichts kaufen. Wie kommen Sie darauf, daß die Lohnzuwächse, die die Gewerkschaften realisiert haben, bei den Leuten ankommen. Große Teile der Arbeitgeber haben sich aus dem
Tarifvertrag verabschiedet. Die Mehrzahl der Arbeitnehmer werden eben nicht nach Tariflohn entlohnt. Hier kommt zunächst erst mal gar nichts an. Die Preisstiegerung in diesem Jahr ist die
höchste seit 13 Jahren und frißt Lohnerhöhungen ebenfalls teilweise auf. Weiter werden die Verbraucher durch die steigenden Energiepreise belastet. Das große Heer der Rentner ,
ALG1- und ALG2-Empfänger sowie die Mini-Jober und Niedriglohnsklaven haben keinen Cent mehr der den Konsum ankurbeln könnte.
.. weil sich die SPD von den Arbeitnehmern immer mehr entfernt hat, bin ich aus der SPD ausgetreten. Seitdem befinde ich mich in einem neuen „politischen Findungsprozess“. Als Gewerkschafter
und Sozialdemokrat war das kein leichter und einfacher Schritt. Am Ende konnte ich mich aber nicht mehr mit der SPD identifizieren, und wollte die aus meiner Sicht „entsozialdemokratisierte
Politik “ der SPD einfach nicht mehr mittragen und genau so wenig mitfinanzieren. Die SPD hat für „Kehrwende von den Arbeitnehmern“ einen hohen Preis bezahlen müssen
(Auszug aus vielen Landesregierungen) und wird vermutlich auch zukünftig die Konsequenzen aus ihrem „politischen Richtungswandel“ ziehen müssen. Dies zumindest belegt die Forsa
/ Stern-Umfrage. Ich persönlich zweifele nur wenig daran, wenn ich mich in meinem Umfeld umhöre, so kann ich das nur bestätigen. Die SPD verliert immer mehr an Zuspruch bei den
Arbeitnehmern, aber auch innerhalb der eigenen Mitglieder, wie Ottmar Schreiner in der FAZ vom 10. September 2007 erläuterte: “Mehr als zwei Drittel der verbliebenen Parteimitglieder
lehnen wichtige Vorhaben der großen Koalition wie die Rente mit 67, die Gesundheitsreform, die Reform der Unternehmenssteuer, die Privatisierung der Bahn und den Einsatz in Afghanistan ab. Die
Politik der sozialen Demontage führt zur politischen Demontage der ältesten Partei Deutschlands.“
Wenn ich in der Süddeutschen lesen muss, dass von SPD-Politikern (G. Andres, M.
Caspers-Merk, G. Erler, S. Kastner, M. Müller und E.-D. ) in einem Grundsatzpapier (Titel: Die Agenda 2010 hat den Selbstbetrug beendet) für eine Weiterentwicklung des Reformprozesses, der
unter Gerhard Schröder begonnen wurde, plädieren, muss ich mich an den Kopf fassen und fragen, ob diese Genossen immer noch nichts verstanden haben. Einerseits plädieren sie für
eine Weiterentwicklung des Reformprozesses andererseits beklagen sie, „dass Sinn und Inhalt von Reformen entleert, ökonomischen Interessen untergeordnet oder populistisch missbraucht
wurden. Reform heißt nicht Anpassung oder Abgrenzung, sondern - wie der Duden definiert - die "planmäßige Neuordnung, Umgestaltung und Verbesserung des Bestehenden.“
.. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die fixen Nebenkosten für mein schuldenfreies Eigenheim für 4 Personen anhand der Kontoauszüge zusammengzählt: In 2006 fielen 650 EUR
pro Monat an. 2007 werden es mindestens 5% mehr werden - geschätzt. Das waren aber nur die reinen Kosten für Strom, Wasser, Abfall, Steuern, Heizöl... Eine Instandhaltungsrücklage
zu bilden war nicht möglich. Die Kinder sind in der Pupertät und essen für 2. Demnächst werden sie wohl studieren und dann - was dann? Plan B! Haus verkaufen und downsizen, wie es
die Engländer uns vormachen. Wenn es denn jemand haben möchte...
Was mich interessiert, ist die Zukunft. Und da stellen sich mir doch einige Fragen.:# Welchen Schaden kann das momentan in
Hülle und Fülle in Finanzanlagen gehortete Geld anrichten, wenn es explosionsartig den "Tresor" verlässt? Diese Summen, die um den Erdball kreisen sind doch nie und nimmer durch Waren
und Rohstoffe hinterlegt. Auch die Alterssparwütigkeit, die von der deutschen Politik befürwortet wird, geht nur in Finanzanlagen. Könnte es nicht sein, dass wir plötzich eine
Hyperinflation bekämen, wenn alles Geld aus diesem "Tresor" wieder in den Konsum eines Tages fließt?
Für mich habe ich die Fragen beantwortet: Jetzt konsumieren in Europa und nicht
sparen. Die Amis machen es uns vor. Jetzt Job kündigen und Vermögen verbrauchen. Jetzt ist das Geld noch etwas wert. Eine Hyperinflation wird die Vorsorge pünktlich zum Rentenbeginn
der Babyboomer aufgefressen haben - in 20-25 Jahren. Und dann wird nur der Rente bekommen, der nicht gespart hat. Wer so dumm war, "Eicheln und Nüsse zu sammeln" wird diese auf eine Grundrente
angerechnet bekommen.
.. heute hat das ARD in der Sendung Report wiederholt über dieses Problem [gemeint ist der Export von Lohndumping in die Schweiz]
berichtet. Die Schweizer Behörden sehen hier die schwerwiegende Beteiligung der Bundesanstalt für Arbeit. In der Sendung wurde gezeigt, wie deutsche Arbeitslose über
Vermittlungsgutscheine (Wert 2000 Euro die die BA an die Vermittler auszahlt) in die Schweiz vermittelt werden. Dort werden den deutschen Gastarbeitern Arbeitsverträge untergejubelt (da diese
die schweizer Gesetze nicht kenner) die bis zu 50% unter dem schweizer Mindestlohn liegen. Manche Vermittler vereinbaren mit den Arbeitslosen zusätzlich noch schriftlich das 5 Euro pro
geleisteter Arbeitsstunde als Vermittlungsprovision dauerhaft an den Vermittler abzuführen ist. (Ich dachte Sklavenhaltung gibt es in Europa nicht mehr). Die Schweizer Unternehmen nehmen dies
zum Anlass um wiederum Ihrerseits die einheimischen Arbeitskräfte unter Druck zu setzen um entsprechende Lohnkürzungen durchzusetzen.
Besonders brisant finde ich, das nach schweizer Recht
eine Vermittlung durch dritte von Deutschland in die Schweiz verboten ist und eine rechtswirdrige Handlung ist an der sich die Dt. BA trotz Kenntnis der schweizer Gesetze wissentlich beteiligt. Die
Ba stellt den "Vermitterln" sogar die Jobvermittlung zu Verfügung und versorgt die Vermittler mit entsprechenden Arbeitslosen. und zahlt dann obwohl rechtswidrig pro Person 2000 Euro aus. Ein
Verantwortlicher der BA wird in der Sendung interviewt und der meinte: Für die betroffenen Arbeitslosen wäre es besser in der Schweiz immer noch 50% des Mindestlohns zu verdienen als in
Deutschland arbeitslos zu sein. Da hört sich für mich so an als wenn die BA mit allen Mitteln, auch wenn diese rechtswidrig sind, dt. Arbeitslose in die Welt zu exportieren. Hauptsache die
Statistik stimmt. Es ist befremdlich mit welcher Selbstverständlichkeit dies stattfindet.
Die schweizer Behörden sehen sich hintergangen und mahnen an das Deutschland nichts gegen den
Lohn-Dumping-Export unternimmt obwohl schon mehrfach seitens der Schweiz interveniert wurde. Auch sehen die schweizer Behörden eine zunehmende "Fremdenfeindlichkeit" besonders gegen Deutsche die
gerade dabei sind mit Lohn-Dumping den innern Frieden der Schweiz zu gefährten.
Weiter habe ich die Befürchtung wenn dies bei der Schweiz der Fall, wird sich die BA auch für dem
Export der Arbeitslosen und Niedrigstlöhnen in die restliche Welt beteiligen. Die Dt. BA saniert sich allso auf Kosten anderer Staaten.
.. Ich denke, die gesamte OECD-Argumentationskette ist schlicht "zu kurz" gegriffen und erfasst in keiner Weise die Besonderheiten des deutschen Bildungssystems, die selbst von vielen Bildungsexperten
und -politikern (die "nur studiert", aber nie einen "richtigen Beruf" erlernt haben...) nicht gesehen werden. Von der OECD werden so die Maßstäbe der im "angelsächsischen
Bildungsraum" verschulten berufsvorbereitenden Bildung einfach auf Deutschland übertragen.
Aber:
- niemand erfasst dabei die hoch- und höchstqualifizierten Abschlüsse aus dem
Bereich der dualen beruflichen Bildung in Deutschland, die sich - nimmt man z.B. solche Berufe wie den Mechatroniker (der inzwischen in aller Welt kopiert wird!!!) - ohne weiteres mit Hochschul- oder
akademischen Abschlüssen vergleichen lassen können. (Endlich hat nun auch die deutsche Politik erkannt, dass die betonierten Schutzwälle zwischen der Berufs- und Hochschulbildung in
Deutschland abgerissen werden müssen... denn in aller Welt werden PRAXISERFAHRENE Fachleute mit hohem Bildungsabschluss nachgefragt, die auch die von der OECD hoch gelobten Bildungssystems NICHT
hervorbringen....)
- Niemand rechnet dabei so hoch qualifizierte Abschlüsse wie die des (nun endlich in Europa wenigstens formal anerkannten) deutschen Meisters in diese Bildungsstatistiken
ein...
- und niemand erfasst die nach wie vor immensen finanziellen Aufwendungen der deutschen Wirtschaft (vor allem des deutschen Mittelstandes, der damit seine führenden Positionen in der
Weltwirtschaft ständig untersetzt....) in der dualen Berufsaubildung, die - siehe oben - sich von ihrem qualitativen Anspruch in vielen Feldern durchaus mit Hochschulstandards anderer
Länder vergleichen lässt....
Soviel vielleicht als erster kurzer Kommentar...
Vielen Dank für den Kommentar. Allerdings glaube ich nicht,
daß Ihre sicher berechtigten Hinweise daran vorbeiführen können, daß in Deutschland die Bildung mehr als in den meisten anderen Ländern vom Geldbeutel der Eltern
abhängt, daß viel zu wenig in die Grundschulausbildung investiert wird und daß die Hochschulquote in Deutschland besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern stark
zurückhängt. Ein Vergleich mit den skandinavischen Ländern zeigt das überdeutlich. Auch finanzieren deutsche Unternehmen die Fortbildung viel zu wenig. Alles in allem tun wir viel
zu wenig, um uns für den ständig härter werdenden Wettbewerb, vor allem mit Asien vorzubereiten, wo sehr viel in die technische Bildung investiert wird.
.. Ich lese Ihre Seiten seit einer Weile, häufig mit viel Sympathie und Zustimmung. Ein Ärgernis ist jedoch Ihre Kommentierung von allem, was mit China zu tun hat. Sie mögen dies als
"chinophil" zurückweisen und wegwischen, mein Eindruck ist, aber, dass Ihre Berichterstattung und Kommentierung bezüglich Chinas sinophob und voreingenommen ist. In einer Reihe von Punkten
publizieren Sie unwahre Behauptungen.
Eine unwahre Behauptung ist z.B. die der "völkerrechtswidrigen Besetzung Tibets" durch China. Man kann an der chinesischen Tibetpolitik vor allem der
Vergangenheit gewiss mit Recht Kritik üben. Und auch heute gibt es Verstösse gegen Religionsfreiheit und Menschenrechte. Aber Tibet war stets Teil Chinas in seinen international
anerkannten Grenzen. Was die chinesische Regierung 1950 getan hat, war nichts als die Ersetzung einer weiteren lokalen Administration, wie sie das mit Warlords und Regionalfürsten anderswo (z.B.
in "Mandshuguo", dass im Unterschied zum Lamaregime in Lhasa von rund zwei Dutzend Staaten anerkannt war) auch getan hat. Nebenbei gesagt, war das Lamaregime mit seinen Verstümmelungsstrafen
(z.B. Zunge heraus- reissen für Meinungsdelikte) und seinen blutigen Palastfehden (informieren Sie sich mal, wie lange der Reting Rimpoche totgefoltert wurde, und was aus dem fast tausend Jahre
alten Reting-Kloster wurde - das waren keine Roten Garden) keinesfalls ein Hort der Menschenrechte.
Ebenso ärgerlich finde ich, dass Sie ignorieren, dass fast alles, was an
Armutsbekämpfung in den letzten 25 Jahren stattgefunden hat, in einem Land passiert ist, nämlich China. Dort sind in diesem Zeitraum laut UNDP ca. 520 Millionen Menschen aus dem Status der
absoluten Armut (weniger als 1$ PPP pro Tag) herausgekommen. Es ist gewiss richtig, auch auf die Schattenseiten des chinesischen Booms hinzuweisen, Sie sind aber nur feindselig und einseitig.
Dazu gehört auch die Behauptung, die Chinesen dürften nicht streiken. Haben Sie von dem grossen Streik in Xianyang 2004 nie gehört? Selbst bei China Daily und Hsinhua wurde schon gestreikt.
Lesen Sie nie die Berichte in Labournet, bei der IG Metall oder in den Zeitungen in Honkong (bes. The Standard), wo fast täglich Berichte über Streiks in China zu finden sind?
Tatsächlich durften Chinesen in Staatsbetrieben nicht streiken - getan haben sie es trotzdem nicht so selten. Ein generelles Streikverbot in Privatbetrieben gibt es nicht, im Unterschied etwa zu
Singapur. Man kann der chinesischen Diktatur viel vorwerfen, aber das Erfinden falscher Vorwürfe macht nicht glaubwürdig. Bei den Arbeitskonflikten greifen regionale und zentrale
Behörden oft zu Gunsten der Streikenden und Protestierenden ein, nicht selten kommt es zur Festnahme von Fabrikleitern, die schwere Verstösse zu verantworten haben.
Auch bezueglich der
Energiewirtschaft lese ich bei Ihnen Falschinformationen mit feindseligem Unterton. So trifft es zwar zu, dass China viele Kohlekraftwerke baut. Es stimmt aber nicht, dass dabei gezielt umwelt-
verschmutzende Technologien zum Einsatz kommen. Vielmehr hat China in Europa und den USA ca. 120 moderne Kohlekraftwerke mit höchsten Wirkungsgrad- und Immissionsschutzwerten gekauft und baut
sie gegenwärtig auf - sie ersetzen vorrangig alte Dreckschleudern mit niedrigem Wirkungsgrad. Davon abgesehen führt China - auch technologisch - bei der Solarthermie und der kleinen
Wasserkraft und baut derzeit Windkraft und andere erneuerbare Energien stark aus. Auch hier wäre also Mässigung und Differenzierung angebracht. Auch wenn ich die Besorgnisse über den
Anstieg der CO2- Emissionen in China teile, finde ich, Sie sollten den Blick auf das Wesentliche nicht verlieren. Das ist nämlich, dass heute über zwei Drittel der US-Industrieproduktion,
fast die Hälfte der japanischen und über ein Drittel der europäischen von vor 25 Jahren in China stattfinden. Dadurch sind die CO2-Emissionen in China gestiegen, aber wieso sind sie in
den USA, Japan und der EU nicht gesunken? Das ist meiner Meinung nach die Tür, vor der wir zu allererst zu kehren haben.
Natürlich erwarte ich nicht, daß die Besucher alle oder auch nur einen Teil meiner Meinungen teilen, vor allem nicht bei China, wo es in Deutschland nach meinem Urteil sehr viel
Blauäugigkeit gibt, zumal die offiziellen Stellen ständig die Exportchancen an die Wand malen. Und wenn Sie das mit emotionaler Verärgerung quitieren müssen, so brauchen Sie die
"Gedanken zur Zeit", die persönliche Meinungen ausdrücken und deutlich von den auf die Fakten orientierten Rundbriefen und Schwerpunktseiten abgesetzt sind, ja nicht aufzusuchen. Diesmal habe ich den sehr kritischen Kommentar des an
sich neoliberalen Handelskommissars Mandelson nicht vorenthalten wollen. Ich habe dann über die Gründe für die Chinophilie nachgedacht: "Der Handel mit der Ausbeutung der chinesischen
Unterklasse und dem Dumping-Druck auf deutsche Löhne kann es kaum sein. Die Ein-Kind-Familie mit der häufigen Abteibung von Mädchen wohl auch nicht. Das undemokratische chinesische
Regime hat eigentlich nie Anlaß für besondere Zuneigung geboten, weder in dem mit Nord-Korea gemeinsamen Angriff auf Südkorea, noch im Angriff auf Vietnam, noch mit der Millionen
Menschen in den Tod oder die mentale Vernichtung treibenden Kulturrevolution, noch in der Aneignung Tibets, noch mit der Niederschlagung der Aufstands auf dem Tienanmen-Platz in Peking, noch in der
Unterstützung menschenverachtender Regime von Burma bis Somalia, noch mit den jüngsten Schritten zur Militarisierung des Weltraums und erst recht nicht mit den nach Weltbankbericht 460.000
Umwelttoten pro Jahr."
Sie greifen jetzt den sehr kurzen Hinweis auf Tibet heraus. Darüber könnten wir lange diskutieren, was ich an dieser Stelle nicht tun möchte. Dagegen sagen Sie
nichts z.B. zu Tienanmen oder den 460.000 Umwelttoten. Auf dem China-Schwerpunkt finden Sie den ausdrücklichen Hinweis auf die Beseitigung des Hungers: "Daß gleichzeitig der
Hunger beseitigt und viele Grundbedürfnisse trotz noch weit verbreiteter Armut gedeckt werden konnte, war ein enormer Erfolg." Allerdings hat sich seitdem ein sehr neoliberaler Kurs
durchgesetzt, bei dem der Unterschied zwischen Arm und Reich immer größer wird. Das stellt auch die Weltbank fest. Auf die dunkle Seite des Booms, an der im übrigen auch Unternehmen
aus Deutschland beteiligt sind, aufmerksam zu machen, halte ich für dringend nötig, da es in den normalen Medien ziemlich wenig geschieht. Mit Feindseligkeit hat das meiner Meinung nach
nichts zu tun.
Der größte Teil der chinesischen Industrie ist immer noch staatlich, so daß das Streikverbot sehr breit greift. In der Privatwirtschaft gibt es häufig keine
Gewerkschaften, die Streiks ausrufen würden. Einige wilde Streiks sind in China in jüngster Zeit sehr gewalttätig von Schlägertrupps mit Kontakten zu amtlichen Stellen
unterdrückt worden, wenn man den Berichten Glauben schenken kann.
Wenn in China alle sieben bis zehn Tage ein neues großes Kohlekraftwerk ans Netz geht, dann machen die von Ihnen erwähnten im Ausland bestellten 120
modernen Kohlekraftwerke wenig Unterschied. Was in China umweltmäßig passiert, läßt sich meiner Meinung nach nicht so verharmlosen, wie Sie das tun. Davor stehen schon die
erwähnten enormen menschlichen Opfer, die das kommunistische Regime bisher in Kauf nimmt und vor allem der Umstand, daß die Emissionsintensität bisher keine Tendenz entwickelt hat,
auf das in Europa oder USA übliche Niveau zu sinken. Wenn über die nächsten 25 Jahre allein die Treibhausgase aus Chinas Kohlekraftwerken die Treibhausgas-Emissionen aller
Industrieländer zusammen übersteigen und fünfmal mehr an Belastung ergeben als alle die vom Kyotoprotokoll vorgesehenen Einschränkungen, dann besagt das schon was. Leider
trägt die Verlagerung großer Teile der energieintensiven Industrieproduktion aus USA und Europa nach China zu der ungünstigen und gefährlichen Entwicklung noch bei.
.. zum Lokführerstreik in den Medien
Der SPD-Chef hat den neuen Streik der Lokführergewerkschaft im Nachrichtensender N24 scharf angegriffen, und die Empfehlung von Prof. Sinn
übernommen, die er in der Fakt-Sendung vom 15.10.2007 gab, gegenüber der GDL hart zu bleiben, damit in Deutschland nicht ähnliche Verhältnisse wie in Großbritannien
entstehen, wo jede Kleingruppe eine Gewerkschaft gründete, um Sonderinteressen durchzusetzen.
Man muss sich einmal vor Augen führen wofür die GDL eigentlich streikt. Die Gründe
hierfür sind ähnlich die der kommunalen Ärzte im vergangenen Sommer. Die im Marburger Bund organisierten Ärzte haben sich schlicht und einfach nicht mehr ausreichend durch Ver.di
vertreten gesehen, was letztendlich zur Abspaltung des Marburger Bundes aus den gemeinsamen Tarifverhandlungen führte. Der Marburger Bund forderte daraufhin hohe Lohnabschlüsse und setzte
sich nach wochenlangen Streiks schließlich mit einem Ärztetarifvertrag und Lohnerhöhungen im zweistelligen Bereich durch, wenn auch nicht wie im geforderten Umfang.
Des Weiteren
sollte nicht vergessen werden, dass die Piloten der Lufthansa etwa Anfang des Jahres 2001 eine ähnliche Forderung (35% mehr Gehalt!) aufstellten. (Vor der Ver.di Gründung war die DAG
für die Piloten und die ÖTV für das Bodenpersonal bei der Lufthansa zuständig.) Auch in diesem Konflikt argumentierten die Piloten ähnlich wie der Marburger Bund im
Tarifverbund mit ver.di. Die Vereinigung Cockpit ist von vielen deutschen Fluggesellschaften als Gewerkschaft anerkannt. Sie vertritt die Interessen der Piloten.
Genau diese Argumente finden wir nun
erneut im Konflikt der Lokführer. Nur ist es diesmal nicht ver.di, sondern die GDL im Tarifverbund mit Transnet und der DB AG. Die Gründe hierfür liegen möglicherweise nahe. Die
GDL ist der Meinung, dass Transnet nicht ausreichend die Interessen der Lokführer vertritt. Die Arbeitsbedingungen der Lokführer sind meiner Meinung nach extrem schlecht. So müssen die
Lokführer Schichten mit maximaler Dauer von 14 Stunden hinnehmen und sich einem unregelmäßigen Schicht- und Wechseldienst zu jeder Tages- und Nachtzeit völlig unterwerfen,
wodurch das familien- und gesellschaftliche Leben so gut wie nicht stattfinden kann. Hinzu kommt noch die schlechte Bezahlung. Ein lediger Lokführer mit 2 Jahren Berufserfahrung erhält
netto 1.438,00 bei einer Wochenarbeitszeit von 41 Stunden unter den Bedingungen einer völligen Unterwerfung eines unregelmäßigen Schichtdienstplans. Die deutschen Lokführer sind
im Vergleich mit anderen europäischen Ländern die am schlechtesten bezahlten Lokführer.
Wenn Kurt Beck und der "Beste der Besten" (laut Bild) Prof. Sinn nun gemeinsam einseitig
für die Bahn Partei ergreifen und die GDL und ihre Mitglieder in die Ecke radikaler englischer Gewerkschaften der 70er / 80 er stellen und ihnen auch noch das Recht absprechen, ihre Interessen
eigenständig wahrzunehmen, wenn sie sich im Tarifverbund nicht vertreten sehen wie die Ärzte und Piloten, so kann ich das nur im Kontext der Privatisierung der Bahn verstehen, den beide mit
aller Macht wollen. Ich habe großes Verständnis für die Belange der GDL. Hoffentlich halten sie lange durch.
..auf Grund Ihres Satzes: "Ich habe nie verstanden, wo die Sympathie der Chinophilen, besonders auf der deutschen Linken (von Flassbeck bis Nachdenkseiten), eigentlich herkommt." habe ich auf den
Nachdenkseiten nach Beiträgen zu china gesucht, und ich muss sagen "chinophil" waren die meisten nicht. Also warum hauen Sie immer noch auf die Nachdenkseiten ein?
Ich halte es nun einmal
für chinophil, wenn man die chinesische Konkurrenz verharmlost und nicht immer wieder darstellt, mit welchen Ausbeutungsbedingungen in China sie verbunden ist. Flassbeck zeigt seine liebevolle
Haltung zu China permanent und ist in dieser Hinsicht zum Kronzeugen von Nachdenkseiten geworden, ebenso Wolfgang Müller mit seinen Artikeln im "Freitag", die dann gern von Nachdenkseiten
aufgegriffen werden. In deren Aufsätzen bis in die jüngste Zeit werden die Kritiker des chinesischen Dumping-Expansionismus als Protektionisten abgewertet. Ich selbst war mehrfach ein Ziel
dieser Kritik. So hat mir Albrecht Müller in einem öffentlichen Brief eindimensionalen Alarmismus zur Globalisierung und speziell zu den Gefahren, die aus China drohen,
vorgeworfen und meinen Hinweis auf die in China zu Dumpingbedingungen mobilisierten Arbeitskräfte als grotesk und einen Appell an archaische Ängste qualifiziert. Man muß auch mal
wieder zurückgeben dürfen, nachdem selbst der neoliberale Mandelson langsam begreift, was da läuft. Ich glaube nicht, daß ich gegenüber Nachdenkseiten da einen Maulkorb
tragen muß. Beim Thema Globalisierung und China tut öffentliche Diskussion einfach not, leider auch gerade im linken Spektrum in Deutschland.
.. ich habe Ihren neuesten Gedanken zur Zeit (Nr. 427) zu China und der wachsamer gewordenen EU-Kommission gelesen. Sachlich stimme ich Ihnen zu, dass Gegenmaßnahmen gegen chinesisches Dumping
angebracht sind. Es ist aber auch so, dass viele Importe aus China von amerikanischen, europäischen oder japanischen Unternehmen stammen. Sind diese nicht genauso schuld am unfairen Wettbewerb
wie das chinesische Regime selbst. Außerdem kann ich den Vorwurf der "Chinophilie" an die Nachdenkseiten nicht ganz nachvollziehen. Man mag dort China als wirtschaftliche Konkurrenz oder besser
gesagt ökonomische Dampfwalze unterschätzen. Der Diktatur und ihrer Form der Ausbeutung haben Müller und Lieb aber bisher keine Sympathie entgegenbracht.
Sie haben natürlich
recht und ich hebe das selbst immer wieder hervor: an der Ausbeutung sind die Konzerne aus USA, Europa, Japan, Taiwan und andere beteiligt. Doch ohne das Einverständnis der chinesischen
Regierung und der neuen chinesischen Kapitalistenklasse ginge das gar nicht. Nachdenkseiten haben sich meines Wissens nie gegen chinesisches Dumping gewandt und statt dessen mit Zitaten von Flassbeck
und anderen die Kritiker des Protektionismus beschuldigt. Ich selbst war mehrfach ein Ziel dieser Kritik. So hat mir Albrecht Müller in einem öffentlichen Brief eindimensionalen Alarmismus
zur Globalisierung und speziell zu den Gefahren, die aus Indien und China drohen, vorgeworfen und meinen Hinweis auf die in China zu Dumpingbedingungen mobilisierten Arbeitskräfte als grotesk
und einen Appell an archaische Ängste qualifiziert. Ich meinerseits habe Nachdenkseiten keine Sympathie für Diktatur unterstellt.
..ich vermisse die Wortmeldung aus München zu diesem Thema. Kennen Sie deren Worte schon?
Mir fiel gerade auf, dass das ifo Institut immer von Konjunkturklima spricht. Macht jetzt das ifo
"Klimaforschung", oder ist deren Aussage nur der Wetterbericht? Wetter und Klima sind zwei unterschiedliche Kategorien. Klimaforschung beginnt bei einem Zeitraum von rund 30 Jahren. Das Institut
spricht über das Wetter und nennt das Ganze Klima. Wenn man schon in fremden Wissenschaften klaut, dann sollten Profis ran.
Herrgott, lass endlich dem Wissenschaftsrat den Mut zu kommen, nicht
nur die wissenschaftliche Kompetenz des Institutes zu rügen, sondern ihm endlich die Kompetenz ab zu erkennen.
Das Ifo-Institut erwartet noch 2,6 % Wachstum bei einer Verdoppelung der
Zuwachsrate gegenüber Vorquartal im 3. Quartal auf 0,6 % (hier).
.. Nun, im Grunde hat mein Kommentar nicht direkt mit Frankreich zu tun. Wenn ich dieser Tage meinen Gehaltskontostand abgefragt habe für Monat September 07, - 879,67 Euro netto (7 Euro Stdlohn brutto) -, bei
einer 40 Stunden Woche, plus 25 Überstunden, die nicht bezahlt werden, sondern irgendwann einmal mit Freizeit abgegolten werden, ist mir wieder bewusst, welch trauriges Völkchen wir
Deutschen geworden sind oder immer noch sind. Man stelle sich vor, es gäbe solche Proteste, wie Sie jetzt aus Frankreich berichten, in unserem Lande? Kaum vorstellen, da wäre ja der Streik
der GDL eine Fastnachtsveranstaltung dagegegen.
Nun ja dieses einmal kurz geschrieben von mir. Ja, Spass macht es in unserem Lande keinen mehr Arbeiter zusein. Aber ich gebe nicht auf.
Nein, nicht
aufgeben. Auch die Deutschen kann man nicht ewig für doof verkaufen.
.. leider wird ja über die Entwicklung in Frankreich hierzulande kaum berichtet. Sie haben haben ja schon früh der Hoffnung Ausdruck verliehen, daß Sarkozy in Europa wohl ehesten
zuzutrauen ist, sich gegen die negativen Folgen der Globalisierung zu stemmen. Wissen Sie da Neues?
Ich habe Ihnen zwei Sarkozy -kritische Artikel beigelegt (von Attac-Frankreich und
"Junge Welt").
Ich kann die Entwicklung in Frankreich nicht beurteilen. Sie betonen in Gedanken zur Zeit 413 06-10-07 die Stärkung der Kaufkraft durch die Befreiung der Überstunden von Steuern und
Abgaben. Ich weiß nicht, wie Sie zu der 1997 von den Sozialisten eingeführte 35-Stunden-Woche stehen, aber wird diese durch diese Maßnahme nicht de facto praktisch ausgehebelt?
Ich lebe in diesen Wochen gerade in Frankreich. In der Tat, es ist traurig, wie wenig die meisten Deutschen Frankreich verstehen, wo die Uhren bekanntlich anders gehen. Sarkozy ist bei uns, besonders von
linker Seite, sehr schnell zu einem rechtsextremen Reaktionär aufgebaut worden. Das verrät eher Schwächen in der Analyse. Wenn die Linke in Deutschland nicht aufpaßt, wird sie
sich genauso auf längere Zeit ausmanövrieren, wie das in Frankreich leider geschehen ist. In Zeiten des neoliberalen Drucks aus der Globalisierung neigen die Menschen sowohl in Deutschland
wie in Frankreich eher dazu, den Bürgerlichen und ihren Versprechen eines Managements der Globalisierung Glauben zu schenken, als den zerstrittenen und internationalistischen Linken, die mit
Globalisierung noch den Dusel der Entwicklungshilfe verbinden.
In den nächsten Tagen wird es in Frankreich große Demonstrationen und Streiks gegen die Abschaffung der Sonder-Regime
für öffentliche Betriebe mit der Verrentung bei 55 zu voller Pension geben. Die große Mehrheit der Franzosen unterstützt allerdings diesmal Sarkozy und die Regierung.
Weder wird derzeit an der 35-Stunden-Woche, noch an dem amtlichen Rentenalter bei 60 direkt gerührt. Die Steuerfreiheit für Überstunden ist clever, weil sie Geld in die Taschen bringt und deshalb
wohl relativ wenig Widerstand finden wird. Wenn der Kommentator der "Jungen Welt" unter Berufung auf Gewerkschaftskreise einerseits meint, die Steuerfreiheit hätte wenig Wirkung, weil 50 %
ohnehin keine Einkommenssteuer zahlten (die Steuerbefreiung betrifft jedoch alle, auch Überstunden der Empfänger des Mindestlohns), andererseits aber ein Ende der 35-Stunden-Woche an die Wand malt, so ist dies jedenfalls ein offensichtlicher
Widerspruch.
Die Frage ist nur, wie mehr Überstunden auf die in Frankreich immer noch sehr hohe Arbeitslosigkeit zurückwirken. In Deutschland haben wir immerhin die 38- bis
40-Stunden-Woche plus sehr viel Überstunden (ohne Steuerfreiheit). Und Deutschland drückt bei festem Wechselkurs gewaltig auf Frankreich, was wir auf unserer Seite des Rheines nie vergessen
dürfen, wenn wir die Maßnahmen der französischen Regierung beurteilen. Im sozialen Bereich, will Sarkozy außerdem eine Sondersteuer für Aktien-Optionen der leitenden
Angestellten einführen, woran man in Deutschland nie denken würde. Hiermit und mit der Steuerfreiheit für Überstunden versucht Sarkozy, mindestens den Anschein einer sozialen
Balance zu den Steuergeschenken für die Wohlhabenden zu wahren. Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob dies so möglich ist.
Von einer angeblichen Konfrontationsstrategie, wie
Attac-Frankreich meint kann in Frankreich bisher keine Rede sein. Zu oft hat in der Vergangenheit die Straße gewonnen, so daß auch Sarkozy mit sozialen "Reformen" vorsichtig ist - dies
übrigens sehr zum Mißfallen seiner Anhänger von der UMP. Die Vermutung von Attac, das Haushaltsdefizit werde absichtlich herbeigeführt, um einen Vorwand für unsoziale
Maßnahmen zu finden, ist geradezu bösartig. Amtlich lautet die Begründung so wie seinerzeit in USA und Großbritannien, als mit Defiziten der Wirtschaftseinbruch keynesianisch
überwunden wurde, was die frühere französische (und deutsche) Regierung wegen des Stabilitätspaktes nicht wagte. Attac scheint vergessen zu haben, daß in Frankreich auch die
Egalité und Solidarité (anders als in Deutschland die soziale Marktwirtschaft) noch etwas bedeuten. Leider hat sich die Linke (und auch Attac) derzeit in politischer Hinsicht in
Frankreich ziemlich ausmanövriert, wie die letzten Präsidentschaftswahlen sehr deutlich gezeigt haben. Gerade Jospin, der von der "Jungen Welt" als Kronzeuge zitiert wird, ist sehr
unpopulär geworden (er hat sich auch gegen Ségolène Royal gestellt).
Für ein abschließendes Urteil in der Attac- oder Junge Welt-Art ist es sicher noch viel zu
früh. Ich würde jedenfalls da noch etwas abwarten wollen, auch wenn mir diese Haltung derzeit etwas Kritik von Anhängern der Linken, besonders mit dem PDS-Hintergrund, einbringt,
für die Sarkozy des Teufels ist (im Gegensatz übrigens zu Äußerungen von Lafontaine).
ob man es gleich China-Phobie nennen muß, ist eine andere Frage, aber beim Infoportal wird China vielfach als Negativbeispiel für eine staatlich gelenkte Wirtschaft dargestellt. So
heißt es z.B. auch zum Thema Umweltverschmutzung, daß Chinas Wirtschaft keine Marktwirtschaft sei, sondern durch massive Staatseingriffe gekennzeichnet sei und daher sich keine
marktwirtschaftlichen Lösungen des Umweltproblems bilden könnten. Ist damit aber der Kern des Problems erkannt und benannt?
Haben nicht auch Marktwirtschaften, und besonders die, die sich
"freie" nennen (Beispiel USA), erhebliche Schwierigkeiten, das Problem der Umweltverschmutzung mit seinen gravierenden Folgen überhaupt als solches ins System zu internalisieren anstatt wie
bisher üblich zu externalisieren, d.h. auf die Allgemeinheit abzuwälzen? Und wird nicht auch im Land des (selbsternannten) Umweltschutzvorreiters Deutschland viel getan, um nichts zu tun,
wenn es darum geht, den hehren Worten in Sachen Umwelt auch entsprechende Taten folgen zu lassen?
Schließlich könnte man anfügen, daß China durch das neoliberal-kapitalistische
Weltwirtschaftssystem geradezu zu einer Dumpingpolitik in vielen Bereichen eingeladen wird, um damit sukzessive für alle Teilnehmer am liberalisierten Weltmarkt die Standards abzusenken. Daher
wäre es vielleicht zielführender, auf der institutionellen Ebene mit Kritik anzusetzen, um nicht nur Umwelt- und Klimasündern die Handlungsmöglichkeiten einzuschränken, als
Einzelfallkritik zu üben.
Kein anderes Land, weder die USA noch gar Deutschland, verzeichnet auch nicht annähernd 460.000 Umwelttote pro Jahr, wie die Weltbank in ihrem Bericht
festgestellt hat. Kein Land der Welt produziert so viel auf einem so geringen Niveau an Energieeffizienz oder so viel Emissionsintensität pro BIP. Bei zweistelligen Zuwachsraten, die die
chinesische Führung offensichtlich beibehalten will, läßt sich leicht abschätzen, wo das hinführt. Alle sieben bis zehn Tage geht ein neues großes Kohlekraftwerk
irgendwo in China ans Netz. Dabei ziehen die chinesischen Kraftwerksbetreiber billige und umweltbelastende Technologie von mit ihnen verbundenen heimischen Herstellern dem Import teuerer moderner und
umweltfreundlicherer Ausrüstung vor. Über die nächsten 25 Jahre werden die Treibhausgase aus Chinas Kohlekraftwerken die Treibhausgas-Emissionen aller Industrieländer zusammen
übersteigen und fünfmal mehr an Belastung ergeben als die vom Kyotoprotokoll vorgesehenen Einschränkungen. Das World Watch Institute hat auf der Basis des Resourcenverbrauchs und der
Emissionen errechnet, daß China und Indien beim heutigen japanischen Pro-Kopf-Niveau bereits 2030 einen extra Planeten von der Größe der Erde brauchten, um ihre Bedürfnisse
abzudecken. China z.B. würde den heutigen japanischen Pro-Kopf-Emissionswert bereits mit einer jährlichen Zuwachsrate an Emission von nur 5 % bis 2030 erreichen.
Das China keine
Marktwirtschaft ist, kann ja nun wirklich kein Geheimnis sein. Weder die EU, noch die USA noch die meisten anderen alten Industrieländer erkennen China als Marktwirtschaft an. Ohne
Marktwirtschaft können Preiselemente zur Verhinderung mangelnder Energieeffizienz nicht richtig greifen. So werden z.B. die Benzinpreise staatlich gesteuert und wurden so niedrig gehalten,
daß die staatlichen Raffinerien seit über einem Jahr Verluste machen, siehe Bericht der BBC .
Vergleiche mit Deutschland, einem Land in der Spitzengruppe der
Energieeffizienz, hinken da erheblich. Natürlich wird China in seiner Dumpingpolitik von westlichen Unternehmen unterstützt und ausgenützt, was diese Webseite immer wieder ebenso
kritisiert. Weder geht es hier um China-Phobie noch um bloße Einzelfallkritik. Wer sich, wie diese Webseite, um die Umwelt sorgt, kann den Blick nicht vor China schließen.
... schön das die "Marktwirtschaft" in den USA umweltschädliche Produktion und Energieverbraucht seit Jahren zurückgefahren hat!!! Ein weiteres Beispiel für die "Chinaphobie" von
Ihnen. Denn 1.3 Mrd. Chinesen belasten die Umwelt wie 300 Mio. US-Amerikaner! Übrigens in "Marktwirtschaften", wie Indonesien, Malaysia, Thailand etc. scheren sich die in- und ausländischen
Firmen einen feuchten Kehricht um die Umweltfolgen ihres ökologischen Raubbaus! Shell in Nigeria wohl auch nicht so recht. Dass in diesen Ländern von den politisch Verantwortlichen
ernsthaft über die Folgen der umweltschädlichen Wirtschaftspolitik diskutiert wird und entsprechende Veränderungen eingefordert werden ist mir zumindest nicht bekannt. In China werden
auf dem Volkskongress dagegen ernsthafte Maßnahmen vorbereitet und hoffentlich auch umgesetzt. Da sich auch die BRD seit 1990 sich zu einer drastischen Reduzierung von Umweltbelastungen
verpflichtet hat, wäre von Ihnen mal nachzuprüfen wie weit es in unserem reichen Land mit der Umsetzung aussieht. Ich denke es gibt auch bei uns erhebliche Umsetzungsdefizite. Oder?
Schön, daß Sie so viele Entschuldigungen für die chinesischen Schäden an der Umwelt finden. Was Sie vergessen: China belastet per Bruttoinlandsprodukt weit mehr als die USA, und
dann lassen Sie mal Chinas BIP weiter zweistellig wachsen! Mit Phobie hat das nichts zu tun. Und 460.000 Umwelt-Tote in China pro Jahr scheinen Ihnen egal zu sein? Mit Deutschland, das Sie in der
DDR-Terminologie "BRD" nennen, zu vergleichen, ist schon komisch.
.. mich bewegt seit geraumer Zeit die Frage, wieso in Dänemark für vergleichbare Arbeiten doppelt so hohe Löhne gezahlt werden (können) als in Deutschland. Viele (qualifizierte)
Fachkräfte arbeiten deshalb auch aus der Arbeitslosigkeit heraus in Dänemark und immer mehr Personal wird dort gebraucht. Vielleicht wissen Sie eine schlüssige Antwort.
Die durchschnittlichen Löhne sind in Dänemark zwar höher, aber weit weniger, als Sie vermuten. Im gewerblichen Bereich für eine Familie mit zwei Verdienern (die Frau 2/3 des
Durschnittseinkommens) liegen in Dänemark die Bruttolöhne um 5,6 % und netto 3,2 % höher. Die Jahreslöhne und -gehälter in Kaufkrafteinheiten sind in Dänemark 9,5 %
höher. Vor allem sind auch die Renten gemessen am letzten Arbeitseinkommen wesentlich höher (87 %zu 58 %), vor allem für kleinere Arbeiteinkommen von der Hälfte des Durschnitts
(133 % zu 53 %), weil dort ein Mindestsockel gilt.
Zu den höheren Arbeitseinkommen und Renten tragen viele Faktoren bei, z.B. ein erheblich besseres Bildungssystem (für Volksschüler
50 % mehr als in Deutschland in Anteilen am Bruttoinlandsprodukt), Mindestlöhne und die sehr geringe Arbeitslosigkeit, die ihrerseits mit der guten Binnenkonjunktur zusammenhängt. Letztere
ist in der Abb. 12915 klar zu erkennen. Insgesamt haben die Dänen wesentlich weniger Zukunftsangst und haben daher eine normale Einkaufsentwicklung und auch eine normalere Familienentwicklung
mit 35 % mehr Kinder pro Frau als in Deutschland.# Mehr dazu finden Sie hier: http://www.jjahnke.net/skan.html
... ich stimme Ihnen bzgl. der gewissenlosen Politik Chinas (Birma, Simbabwe, Sudan) zu. Wir sollten allerdings nach meiner Meinung weniger die "deutschen Interessen" betonen und stattdessen stärker
die Interessen der meist unterhalb der Armutsgrenze lebendenden Menschen innerhalb dieser Länder mit berücksichtigen (nicht die Interessen der Eliten, die zudem häufig eng mit den
Eliten der westlichen Industrieländer verbandelt sind). Zudem ist auch die westliche Afrikapolitik nicht von dem hohen moralischen Pathos geprägt, welches oftmals von Politik und Medien
vermittelt wird.
Außerdem ist zumindest die us-amerikanische Irak- und Afghanistan- nicht von der "Verbreitung demokratischer Ideale" geprägt, wie auch hierzulande oftmals selbstredend
unterstellt wird, sondern von knallharten Wirtschaftsinteressen. Und dies mit enorm hohen "Kollateralschäden" für diese Gesellschaften (u.a. hunderttausende von Toten).
Mir geht es in
meinem Beitrag nicht so sehr um die deutschen Interessen, sondern den Lernprozeß der Bundesregierung, die nun auf einmal entdeckt, daß China nicht nahtlos zu den deutschen Interessen
paßt.
.. ich möchte mich heute einfach mal bei Ihnen bedanken für die unglaublich wichtige Arbeit, die Sie mit viel so viel persönlichem Einsatz leisten. Ihre Internetseite ist eine
unschätzbare Quelle für meinen Wirtschaftsunterricht am Abendgymnasium und hat meinen Schülern schon manche Aha-Erlebnisse vermitteln können. Machen Sie bitte unbedingt weiter!
.. man kann es eigentlich mmer wieder nur gebetsmühlenartig wiederholen: Prof. Sinn und der Springerkonzern und damit auch BILD vertreten nicht die Interessen der Mehrheit der Deutschen, schon gar
nicht wie BILD gerne behauptet wird, die Interessen ihrer Leser. BILD hält die Leser klein und für dumm, und führt sie ganz bewußt und gezielt in die Irre, da der Springerkonzern
- allen voran BILD und der konservative Hohepriester des neoliberalen Katechismus: Sozialsysteme zerschlagen und Löhne runter - durch die Einführung des Mindestlohns befürchten muss,
dass die Gewinne nicht mehr so reichlich sprudeln werden wie bisher. Um das Ziel der Gewinnmaximierung des Springerkonzerns aufrecht erhalten zu können, werden die Mitarbeiter in der PIN-Gruppe
ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und mit chinesen Dumpinglöhnen abgespeist. BILD kämpft also nicht für mehr Kaufkraft ihrer Leser, sondern hat nur eigene ganz persönliche
Interessen im Kopf.
Soll BILD doch einmal ihren Lesern erklären wie der Herr Prof. aus dem schwarzen Münsterland auf 1,1 Millionen Arbeitslose mehr gekommen ist, wenn ein Mindestlohn
eingeführt wird!?
Eine kleine erlebte Geschichte mit dem Hohepriester: Ich glaube es war in einem Stern-Interview des vergangenen Sommers. In dem Interview erwähnte er, dass die deutsche
Binnenkonjunktur sich ins Ausland verlagert habe. Da ich das nicht verstanden hatte, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Bundeskanzlerin nun ihre Milchprodukte - sofern sie überhaupt
welche zu sich nimmt - nun in Polen einkauft und der Arbeitsminister, der ja nun als sturer Sauerländer bekannt ist, nun seine Bananen - natürlich. sofern er welche mag - in Holland
einkauft, habe ich ihn gebeten (Sinn) mir doch einmal zu erklären, warum die deutsche Binnenkonjunktur sich ins Ausland verlagert habe. Daraufhin hat er mir am Beispiel des Tourismus (Ausland,
die Menschen kaufen dort ein!) versucht zu erklären, warum das so ist. Ich habe es bis heute nicht wirklich verstanden wie eine deutsche Binnenkonjunktur ins Ausland verlagert werden kann.Bisher
bin ich immer davon ausgegangen, dass die deutsche Binnenkonjunktur sich in Deutschland abspielt, aber nicht in Honolulu.
...ich habe ihre Seite seit einiger Zeit "wiederentdeckt", nachdem ich sie einige Monate nicht mehr aufgerufen und vergessen hatte, bis ein Freund mich darauf aufmerksam machte. Jetzt habe ich erstmal
einiges nachzuarbeiten. Ich muß mittlerweile auch sagen, dass Ihre Sicht zur Globalisierung realistischer ist als beispielsweise die von Albrecht Müller. Was halten Sie denn eigentlich von
der Sauga-Reihe auf Spiegel-Online? Viele Dinge, die er aufzählt, sind ja richtig und besser als Strunz und Konsorten ist das allemal. Aber
irgendwie verbeisst er sich dauerend in die Belastung des Faktors Arbeit und spielt Arbeitnehmer gegen Transferempänger aus.
Welcome back! Der SPIEGEL arbeitet wie üblich ziemlich
unsauber. Natürlich stimmt die Tendenz mit den fallen Realeinkommen. Doch wo ist der Vergleich mit dem horrenden Anstieg der Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen. Wie bei
BILD wird die Steuer verantwortlich gemacht (auch mit unterschiedlichen y-Achsen in den Grafien), obwohl das nur ein kleiner Teil der Misere ist. Schon die Bruttoeinkommen laufen weit auseinander und
mehr als in anderen Ländern. Die Rentner und Beamten als die großen Gewinner darzustellen, ist einfach Unsinn und bösartig. Da muß der SPIEGEL schon zwischen Renten und Renten
und Pensionen und Pensionen unterscheiden. Die deutschen Renten und Beamtenpensionen sind immerhin seit vielen Jahren eingefroren und der Auszehrung durch die Inflation anheimgegeben. Die Renten,
besonders bei kleineren Arbeitseinkommen (häufig das Schicksal der Frauen), fallen im internationalen Vergleich unten heraus. Sie finden vieles in meinen letzten Gedanken zur Zeit:
http://www.jjahnke.net/gedanken14.html#politik .
Wesen und Zukunft des SozialsstaatesTypisch für deutsche Medien: Die Armen gegen die Armen auspielen, statt auf Ackermann u.Co., d.h. die riesige Gruppe der Besserverdiener und
Kapitaleigner einzuschlagen (von wo natürlich der SPIEGEL seine Annoncen bezieht). Die sind es, denen die Wirtschafts- und Finanzpolitik dient und die sich den Produktivitätsfortschritt der
Volkswirtschaft allein unter die Nägel reißen und die soziale Marktwirtschaft kaputt-reformiert haben.
.. wer gestern Abend den Beitrag von Report Mainz zu "Hungerlöhne in der Postbranche - Welche Rolle spielt die Presse?" gesehen hat, sollte nun endgültig wissen, warum BILD so massiv unter
Missachtung journalistischer Sorgfallspflicht gegen den Mindestlohn polemisiert. Anfang September 2007 einigten sich die Tarifvertragsparteien der Postbranche auf einen Mindestlohn von 9,80 West /
9,00 Ost für Briefzusteller. Den Verbänden gehören allerdings nur wenige Unternehmen an. Mindestlöhne können allerdings nur dadurch Geltung verschafft werden, wenn das
Entsendegesetz auf die gesamte Postbranche ausgeweitet wird. Das aber fürchten die Konkurrenten der Post AG wie der Teufel das Weihwasser: Neben der TNT-Post auch die PIN-Gruppe, die zum
Springerkonzern gehört. Ähnlich wie die TNT Post, die ihren Angestellten einen Hungerlohn zwischen 400,00 - 800, 00 bei einem Vollzeitjob bezahlt, dürften die Beschäftigten der
PIN-Gruppe vom Springerkonzern ähnlich abgespeist werden.
Der Springerkonzern wird längst die Rechtsabteilung beauftragt haben, eine mögliche Klage vorzubereiten, falls die
verantwortlichen Politiker (Bundeswirtschaftsminister Glos) trotz massiver BILD-Propaganda gegen den Mindestlohn nicht im Sinne des Springerkonzerns funktionieren, nämlich den Mindestlohn
für Postzusteller nicht ins Entsendegesetz aufzunehmen.
Der BILD geht es also vordergründig gar nicht um den Verlust von Arbeitsplätzen wie sie ihren Lesern suggerieren will unter
Hilfestellung des Ifo-Instituts, die den Arbeitsplatzverlust bei Einführung des Mindestlohns genau ausgerechnet haben. Allerdings verraten sie dem Leser nicht wie sie es gemacht haben. Dem
Springerkonzern geht es allein um maximalen Gewinn zu Lasten und unter Ausbeutung ihrer Angestellten in der PIN-Gruppe, denen sie einen Hungerlohn zahlen, und der Steuerzahler, die für eine
Aufstockung der Löhne dieser und anderer Beschäftigten zahlen müssen.
Hätte ich die finanziellen Mittel dafür, würde ich zum Leserboykott dieses
"Massenverblödungsblattes" aufrufen.
.. mich ärgert es immer wieder maßlos, wenn von Medienvertreter wie von BILD, Stern, Die Zeit, Spiegel u.v.a. mehr, angeblich über "Reformen" diskutiert werden, in Wahrheit aber
überhaupt keine Reformen in Deutschland anstehen. Allenfalls kann von einem Paradigmenwechsel gesprochen werden. Reformen haben grundsätzlich etwas Positives zum Inhalt und kosten in der
Regel auch Geld. Im Hinblick auf die Beck'schen Forderungen nach Verlängerungszeiten der Auszahlung des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitnehmer ist natürlich Geld mit im Spiel.
Dieses Geld, von dem ich spreche, und Beck wohl auch, ist im Vorfeld von den Arbeitgeben und von den Arbeitnehmern in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt worden. Das Geld gehört also den
Arbeitslosen, Arbeitnehmern und Arbeitgebern - streng genommen. Der Arbeitslose und Arbeitnehmer mischt sich auch nicht in die finanziellen Angelegenheiten der neoliberalen Flüstertüten wie
z. B. Jörges vom Stern ein. Diesen Medienvertretern, denen wir das Studium erst durch unsere Steuergelder ermöglicht haben, sind weit weg von den realen Sorgen und Ängste einer
Vielzahl von Menschen. Diese Schreiberlinge merken offensichtlich nicht wie zynisch und arrogant sie sind und ihre Argumentationskette immer wieder allein zu Lasten der Arbeitslosen und Arbeitnehmern
geht, wenn vordergründig der Verdacht des "Missbrauchs" angeführt wird. In einem solchen Fall gehören immer zwei, nämlich derjenige, der die Absicht hat zu missbrauchen (in der
Regel ist das nach meiner betrieblichen und außerbetrieblichen Erfahrung der Arbeitgeber, der den Arbeitnehmer los werden will - aus welchen Gründen auch immer) und derjenige, der
"missbraucht " wird und keine andere Alternative hat als sich "missbrauchen" zu lassen.
Ist es denn wirklich gerecht, wenn ein älterer Arbeitnehmer, der 35 Jahre in das System eingezahlt hat,
arbeitslos wird und genau so lange Arbeitslosengeld erhält wie ein jüngerer Arbeitnehmer, der nur 10 Jahre in das System eingezahlt hat!? Ich glaube an dieser Stelle stimmt etwas nicht.
Kurt Beck will diese Lücke schließen. Und er hat recht damit. Schreiberlinge wie Jörges tun gut daran, ihre journalistische Sorgfaltspflicht neu zu interpretieren und nicht
ständig einseitig gegen die Betroffenen zu argumentieren. Es ist die Pflicht eines jeden Journalisten die Menschen ohne Polemik und falschen Argumenten zu informieren und nicht Stimmung gegen
ein Sachthema zu machen, dass Millionen Menschen auf den Nägeln brennt. Jörges und Komplizen sollen sich wichtigeren Themen öffentlich stellen. Ich könnte mir vorstellen, dass das
Thema "Bertelsmann-Stiftung" oder der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" - beides private Gründungen und durch Steuern subventioniert - für Jörges und Seinesgleichen sein
könnte. Aber da trauen sich diese Feiglinge nicht ran. So aber machen sie sich mitschuldig, dass Millionen von Menschen in die Armut gezwungen werden, und unser Gesellschaftsgefüge langsam
an sozialer Kälte zerbricht mit der Folge einer hohen Wahrscheinlichkeit eines "Aufstandes der Betroffenen und Sympathisanten". Ich wünsche diesen Schreiberlingen Hartz IV als Gehalt und
wenn sie parieren auch eventuell einen 1 Job.
In meiner Einschätzung ist auch zu berücksichtigen, daß Ältere viel schlechter einen neuen Job finden und daher erst recht
verdienen, nicht noch durch eine standardisierte Verkürzung von ALG I bestraft zu werden.
1. Sie schreiben (genauer jemand anders schreibt, aber Sie sehen dies ja sicherlich ähnlich) auf Ihrer Kommentarseite: "ich finde es sehr aufschlußreich, wie die große Mehrzahl
unserer Medien auf die Diskussion um die Verlängerung der ALG1-Zahlung für ältere Arbeitnehmer reagiert. Ganz im Gefolge der übrigen politischen "Großthemen" (Rente mit 67,
gesetzlicher Mindestlohn, Privatisierung der Bahn, militärische Auslandseinsätze der Bundeswehr) stellen sich diese gegen die Mehrheit der Bevölkerung."# Im heutigen Presseclub waren
sich alle(!) anwesenden Journalisten einig, dass Becks Vorschlag ökonomisch falsch ist. Dies ist umso bemerkenswerter, da nur Journalisten von Zeitungen bzw. Nachrichtenmagazinen eingeladen
worden waren, die ehemals(!) als links galten: Die Zeit, Der Spiegel, Frankfurter Rundschau, Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Früher wäre zumindest ein Journalist eingeladen worden, der die
Minderheitenmeinung vertritt.
2. Sie zitieren in "Gedanken zur Zeit 414": "So hat es Irland vom ärmsten zu einem der wohlhabendsten Länder Europas geschafft." Ist das denn wirklich
richtig? Sie sind ja meines Wissens häufiger in Irland: ist dort wirklich der Wohlstand ausgebrochen oder sind das nicht reine Zahlen, weil hohe Finanzinvestitionen in Irland eingegangen sind,
aber hiervon praktisch nichts beim einfachen irischen Bürger angekommen ist.
In der Tat, ich bin der gleichen Auffassung, wie der zitierte Besucher der Webseite. Meine eigene Meinung, auch
soweit Irland vom Stern als angebliches Beispiel gegen einen flächendeckenden Mindestlohn erwähnt wird, finden Sie
hier.
Es ist auch so, daß Irland heute nach einer
Fast-Verdreifachung in der Zeit seit 2000 eines der Länder mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt in Europa ist. Es wurde im vergangenen Jahr mit 34.300 Euro in Kaufkrafteinheiten nur von
Luxemburg und Norwegen übertroffen (Deutschland = 27.000). Natürlich hat es auch hohe Finanzinvestitionen gegeben, aber auch sehr viel High-Tech von Microsoft, Dell und anderen angefangen.
Daher hat Irland heute absolute Vollbeschäftigung und muß Arbeitskräfte importieren, auch übrigens aus Deutschland, doch vor allem aus Osteuropa. Und so ist auch sehr viel beim
irischen Bürger angekommen. Sie sehen das, wenn Sie nach Irland kommen, an der KfZ-Dichte, dem Immobilienboom mit sehr vielen Neubauten und den eleganten Geschäften. Es ist wirklich nicht
mehr das Irland von damals. Allerdings hatte Irland auch niemals die falsche deutsche Wirtschaftspolitiken mit schädlichen Reformen und gedrückten Real-Arbeitseinkommen zu ertragen.
ich finde es sehr aufschlußreich, wie die große Mehrzahl unserer Medien auf die Diskussion um die Verlängerung der ALG1-Zahlung für ältere Arbeitnehmer reagiert. Ganz im
Gefolge der übrigen politischen "Großthemen" (Rente mit 67, gesetzlicher Mindestlohn, Privatisierung der Bahn, militärische Auslandseinsätze der Bundeswehr) stellen sich diese
gegen die Mehrheit der Bevölkerung.
Die Argumentationslinie der Medien beim Nein zur Verlängerung der ALG1-Bezugsdauer für ältere Arbeitnehmer ist teilweise sehr hanebüchen.
Hans Ulrich Jörges versucht es in stern-online zur Abwechslung mal mit einem zumindest auf den ersten Blick rational daherkommenden Argument: "Ende 2002 hatten nur 35,5 Prozent der über
50-Jährigen einen Job, Ende 2006 waren es schon 39,8%. Die Verlängerung der Bezugsdauer auf 24 Monate hingegen macht die Frühpensionierung wieder reizvoll - für die Älteren
wie für die Arbeitgeber."
Meines Wissens hat sich die Beschäftigung im Zeitraum 2002 bis 2006 insgesamt
vermindert (lediglich in 2006 hat es gegenüber 2005 einen Beschäftigungsanstieg gegeben). Die Jörges-Argumentation würde daher bedeuten: Hätte sich die Beschäftigung der
älteren Arbeitnehmer tatsächlich erhöht, so wäre dies zu Lasten der unter 50-Jährigen gegangen.
Möglicherweise gibt es aus ihrem Kenntnisstand heraus weitere Fakten,
welche der Jörges-Argumentation zuwiderlaufen?
zu Beginn des kommenden Unisemesters werde ich in allen meinen Lehrveranstalungen im Fach VWL auf Ihr Internetportal hinweisen und bei dieser Gelegenheit die wirtschaftpolitische Tragweite der
Kontroverse zur Globalisierung darstellen. Besten Dank für Ihren großen Einsatz, eine derart aktuelle und hilfreiche Seite zur Verfügung zu stellen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Schoeller (Professor für VWL an der Uni Hamburg)
vielen Dank für Ihre stets aufschlußreichen Analysen, insbesondere die über die Rückverlagerungen. Wenn es so ist, daß, wenn überhaupt, dann aus Westeuropa
zurückverlagert wird, dann scheint sich hier der Stückkostenvorteil Deutschlands innerhalb der Eurozone durchzusetzen. M.a.W.: Deutschland ist zumindest innerhalb Europas inzwischen ein
Billiglohnstandort - das China der EU?:-). Das deckt sich ja, soweit ich sehe, mit Ihren zahlreichen Hinweisen auf den Rückgang der deutschen Reallöhne innerhalb der OECD-Staaten und der
EU.
Dank für Ihre freundlichen Worte. Ja, ich denke, daß Sie das richtig sehen. Aus Westeuropa wird wahrscheinlich zurückverlagert, weil Deutschland so etwas wie das China der EU
geworden ist (freilich mit dem Unterschied, daß wir bei weitem nicht die Investitions- und Wachstumsraten von China haben, auch weil wir uns mit der Kastrierung der Binnenkaufkraft die
Binnenkonjunktur kaputt gemacht haben.
... mich wundert Ihr Aufruf, Ihren Internetauftritt weiter zu empfehlen. Eigentlich muss ich meine Aussage klarer formulieren, mich wundert es vielmehr, dass Ihre Seite noch so wenige Besucher hat (was
wäre denn eine von Ihnen erwünschte Größenordnung?). Von meiner Seite können Sie sich auf jeden Fall auf breite Weiterempfehlung stützen: u.a. auch hochgradig
Interessierte wie einen VW-Betriebsrat als auch einen VWL-Professor, der dem Mainstream kritisch gegenüber steht. Bei diesen Lesern lässt sich davon ausgehen, dass sie Multiplikatoren sind
und Ihre Infos "weiterverarbeitet" werden. Ansonsten empfehle ich jeglichen Personen, mit denen ich mich über politische Themen unterhalte, Ihre mehr als interessanten Analysen. Vielleicht
ergeht es mir im Kleinen wie Ihnen im Großen: das Interesse überhaupt mal nachzudenken, dann noch politisch, erscheint mir im Allgemeinen nicht allzu stark. Des Weiteren wird eben vielen
Medien Glauben geschenkt, was die Leute Schwarz auf Weiß lesen genießt diese nicht immer gerechtfertigte Glaubwürdigkeit - grad im Wirtschaftsbereich, in dem so vieles hochgradig
voneinander abhängig ist, dass es in den oft eindimensionalen, wissenschaftlichen Modellen nur unzureichend abgebildet werden kann. Die aktuelle Hochschulpolitik fördert IMO diese
Instant-Wissenschaft eher als das kritische Denken.
Wie oft wünschte ich mir beim Lesen von Zeitungen eine Kommentarspalte von Ihnen, damit Leser auch mal "aufgeschreckt" werden. Wurden Sie
eigentlich schon mal in eine TV-Talkshow eingeladen? Sie als Teilnehmer an der Diskussion stelle ich mir sehr spannend vor - dann würde ich auch mal Fernsehen schauen. Aber für die Auswahl
der Talkgäste gibt es im "Mediensystem" wohl zu viele Filter. Ich wünsche Ihnen mit Ihrem Informationsportal auf jeden Fall alles Gute!
Vielen Dank für Ihre freundlichen Worte. Die
Webseite hatte zuletzt nach meiner Bitte um Weiterempfehlung häufiger einen registierten Besuch um etwa 2.000/Tag und viele versichern mir, daß der tatsächliche Besuch weit höher
liegt. Auch gibt es eine Menge an Mulitplikatoren, von denen Sie einige erwähnen. Ich habe das auch in der Antwort an einen anderen Besucher hervorgehoben.
Es können natürlich bei einem solchen Versuch der Gegenöffentlichkeit nie genug sein. Ich habe den Wirkungsgrad durch zwei Bücher
erhöht und hatte gelegentlich die Möglichkeit, mich bei WDR3 und dpa gezielt zu verbreiten. Bei talk-shows bewege ich mich nicht. Dazu bin ich in Deutschland zu unbekannt. Aber das ist
keine Tragödie, da das Internet inzwischen eine hervorragende Basis ist, zumal wenn sich der Besuch noch verbreitet. Vielleicht sollte ich bescheidener sein. Denn auch die bisher in 2 1/2 Jahren
registrierten fast 0,8 Millionen Webseitenaufrufe sind ja gar nicht so schlecht.
... auf Ihre Bemerkungen bei "Bitte weiterempfehlen" möchte ich kurz reagieren. Ich denke, dass die Zahl der Leser Ihrer Texte wohl weit höher liegen dürfte, als sich das beim Seitenaufruf
zeigt. Ich z.B. erhalte Ihre Texte über jemand anders und gebe sie meinerseits auch weiter. Ich habe mich bisher nicht direkt bei Ihnen angemeldet und habe auch Ihre website noch nicht
besucht, da ich diese Informationen zuverlässig von jemand übermittelt bekomme, der - wie ich weiß - diese und andere Informationen an hunderte weiterer Adressaten weitergibt.
Auf jeden Fall vielen Dank für Ihre erstaunliche und für die Empfänger sehr hilfreiche Arbeitsleistung!
Vielen Dank für Ihre freundlichen Worte. Ich vermute auch, daß der
Besuch höher liegt und habe dazu schon einen sehr spezifischen Kommentar bekommen (http://www.jjahnke.net/kommentare10.html#count ). Trotzdem hoffe ich natürlich, daß es noch mehr
wird und mein Aufruf zeigt sich schon in den gestiegenen Besucherzahlen.
... selbstverständlich verweisen wir regelmässig auf Ihr für die soziale Bewegung unverzichtbares Projekt hin. Tatsächlich sehe ich jedoch ein strukturelles Problem darin, dass die
Gegenöffentlichkeit, an der wir arbeiten, ein stark selbstreferenzielles und zudem subkulturelles Phänomen darstellt. .. zähle ..darauf, dass auch wenn die Dinge bleiben, wie sie sind,
Sie - wie auch viele andere - noch ein wenig länger den Don Quixote spielen. Dank für Ihre Arbeit ...
Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Seit meiner Bitte auf der Webseite ist
der Besuch noch etwas nach oben gesprungen und nun häufiger bei etwa 2.000 registrierten Besuchern pro Tag. Allerdings hat mich ein Besucher zurecht darauf aufmerksam gemacht, daß die
Registrierung nur ziemlich lückenhaft erfolgen kann und der Besuch sehr viel stärker sein kann, worauf mich auch mein System hinweist. Außerdem gibt es unter den
Rundbriefempfängern, deren Zahl sich nun 500 nähert einige Multiplikatoren (Journalisten, Gewerkschaftler, Wirtschaftsforscher, Beamte in den Bundesministerien, Volksvertreter ..) und
sicher werden auch Rundbriefe weitergeschickt, so daß die Zahl der Endempfänger noch wesentlich höher liegen kann.
Natürlich kann man sich damit noch nicht zufrieden geben,
deswegen auch meine Bitte um Weiterempfehlung. Trotzdem sehe ich mich bisher (noch) nicht als Don Quixote. Das wäre nur der Fall, wenn mich die Wirtschaftsentwicklung und die Globalisierung ins
Unrecht setzte und widerlegte. So aber wachen eine Menge Menschen langsam auf und es fällt eher leichter, Überzeugungsarbeit zu leisten. Das zeigen auch alle Meinungsumfragen zum Thema
Globalisierung. Hinzu kommt die Meinungsentwicklung in Frankreich und USA, die immer kritischer zur Globalisierung wird, und auch in Deutschland noch mehr Aufmersamkeit finden wird. Die derzeitige
Kreditkrise ist da ein weiterer wake-up call. Sollte der deutsche Export wegbrechen und die Binnenkonjunktur bis dahin nicht angesprungen sein, waqs durchaus möglich ist, wird die
Arbeitslosigkeit wieder steigen, schon wegen des hohen Anteils an Zeitverträgen. Dann wird es die Regierung und ihre Meinungsmacher, einschließlich BILD, sehr viel schwerer haben, die
Leute für dumm zu verkaufen. Derzeit fangen ja die Institute, Internationalen Organisationen und Investmentbanken schon an, die viel zu optimistischen Prognosen nach unten zu korrigieren. Siehe
dazu auch meinen Rundbrief vom Montag.
Ich fühle mich also eher bestätigt und ziehe daraus eine Menge an Motivierung. Natürlich bin ich nicht so
vermessen, mich mit BILD oder Bertelsmann zu vergleichen. Aber ich bin ja auch nicht allein mit meiner Arbeit am Internet. Wir alle müssen uns als Rädchen in einem größeren und
wachsenden Prozeß von Gegenöffentlichkeit verstehen. Es wird zudem leichter werden, wenn mit der Zeit der Breitbandzugang auch in Deutschland Normalität wird. Dass neuerdings auch die
Politik sich verstärkt dem Internet zuwendet, zeigt schließlich auch dessen wachsende Bedeutung.
bezugnehmend auf ihre "Gedanken zur Zeit" Nr 398 möchte ich befürchten, das Sie einem Irrtum unterliegen. Wie soll Ihr Webserver wohl die Benutzer, die schon mal da waren, identifizieren?
Erste Möglichkeit: über deren IP-Addresse. Fast alle Internetzugänge erhalten aber bei jeder Einwahl/Verbindungsaufbau zum/mit ihrem Provider eine neue, andere (dynamische) Addresse,
so daß dieses Kriterium ausfällt.
Zweite Möglichkeit: Mittels kleiner Datenpakete, die der Webserver beim Browser des Besuchers versucht zu speichern und beim Erneuten Besuch
versucht wieder zu lesen - bekannt als Cookies. Ihre Webseite benutzt solche Cookies nicht. Vernünftige Menschen - und die meisten Ihrer Besucher dürften diesem Kriterium genügen :-) -
sperren diese Spionagekekse allerdings sowieso. Ihr Webserver meldet also möglicherweise nur die Benutzer als "wiedergekommen", deren IP-Addresse er schon mal gesehen hat- und das sind die
wenigen, die immer von derselben Addresse kommen. 524 sind da wohl plausibel. Allerdings steckt hier der nächste Fehler, der allerdings nicht sehr groß sein dürfte: Alle Besucher, die
sich eine IP-Addreesse teilen, die sich zb. hinter einer gemeinsamen Firewall/Router verstecken, erscheinen als nur Einer. Kabel Deutschland betreibt zB. zum Teil Netze mit wohl hunderten Benutzern,
die einen Zwangsproxy oder einen NAT-Router als Austrittspunkt haben. Alle Benutzer aus diesem Netz sind auf Ihrem Webserver als nur Einer zu sehen.
Glauben Sie Ihrem Webserver nicht, der mauert.
.. gerne bin ich Ihrer Bitte nachgekommen und habe Ihre Seite empfohlen; dergleichen werde ich auch weiterhin.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen herzlich dafür danken, dass Sie (unbequeme)
Angelegenheiten unverblümt ansprechen. Meinungsäußerungen von Teilnehmer diverser Board's etc. lassen mich erahnen wie schwer es sein kann, gegen den Strom schwimmend, ohne positves
FeedBack, den roten Faden nicht zu verlieren; insbesondere wenn Dritte die eigenen Ansichten und Meinungen torpedieren.
In diesem Sinne: Behalten Sie bitte Ihre Darstellungsform bei.
Vielen Dank
für Ihre freundlichen Worte und die Empfehlung der Webseite. Ein bisschen Schulterklopfen tut immer gut!
.. das neue Buch von Heiner Flassbeck (zusammen mit Friederike Spieker) erscheint gerade. Ich habe einen Vorabdruck gelesen und will Ihnen eine schöne Stelle zu China nicht vorenthalten, die Ihre
alte Kritik an Flassbeck erneut bestätigt. Dort liest man nämlich (S. 182): "Dass China einen Anteil am amerikanischen Defizit hat, ist unbestreitbar und - wie in anderen asiatischen
Ländern - auf Unterbewertung nach einem Abwertungsschock Anfang der 1990er Jahre zurückzuführen. Aber anders als in Europa wird sich diese Unterbewertung angesichts der kräftigen,
über den Produktivitätsanstieg hinausgehenden chinesischen Lohnsteigerungen mittelfristig von selbst erledigen."
komme gerade von einem sehr gelungenen Vortrag von Dr. Müller hier in Hamburg, mit anschließender Diskussion zur Frage der Schaffung einer Gegenöffentlichkeit.
Möglicherweise
interessiert Sie zu erfahren, dass Dr. Müller während der Diskussion einmal indirekt und einmal direkt auf Sie Bezug genommen hat.
Einmal, als es um die Globalisierung ging, sprach er
derselben eine grundsätzlich neue Qualität ab, erwähnte aber, dass es da "eine andere website" gebe ...
Dann, als die Zwiste diskutiert wurden, die z.T. zwischen verschiedenen
Internetforen der sozialen Bewegung bestehen, sagte er, es gebe da einen, den Joachim Jahnke, der mache zwar sonst gute Sachen, beschäftige sich aber ständig nur mit ihm.
Die beiden
Grandseigneurs der deutschen Gegenöffentlichkeit nehmen also reges Inte- resse an einander - was ich persönlich für weitaus gedeihlicher erachte, als sich gegen- seitig zu
ignorieren.
Natürlich bin ich Ihrer Auffassung, daß man sich nicht ignorieren sollte, wie daß Nachdenkseiten seit einigen Monaten tun. Die Diskussion zur Globalisierung ist zu
wichtig, um nicht ausgetragen zu werden. Auch Müller wird noch begreifen, wieviel an der neoliberalen Globalisierung neu ist. Gerade in diesen Tagen sollte ihm dies leicht fallen.
.. überall ist er zu hören der Ruf nach mehr technisch-naturwissenschaftliche Fächer Studierenden und entsprechend qualifizierten Arbeitnehmern, um dem Fachkräftemangel auf den
zukunftsträchtigen Gebieten erfolgversprechend entgegentreten zu können und damit letztlich den Wohlstand in Deutschland zu erhalten. Nur fragt sich, ob und wie die Heerscharen von
künftigen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern soviel Neues und Innovatives hervorbringen werden, damit in den wirtschaftlich bereits heute weitgehend gesättigten alten
Industrieländern ein Boom ausgelöst und genügend Arbeitsplätze geschaffen werden. Wenn man im Anschluß an die Sättigungsthese dem Argument, daß das
ökonomische Problem der Knappheit - im Prinzip jedenfalls - gelöst ist, zustimmen kann, werden dann nicht andere Optionen als die stete Suche nach weiteren profitträchtigen
Wachstumsfeldern relevant? Und muß vor diesem Hintergrund wirtschaftliche Stagnation für die Menschen wirklich ein Übel sein? Ob eine "Wirtschaftsethik des Genug" mit der Kritik an
der neoliberalen Globalisierung vereinbar wäre?
Sie vergessen dreierlei. Erstens ist eine bessere Verteilungsgerechtigkeit nur aus dem Zugewinn der Volkswirtschaft erreichbar, weil die Mehrheit
nicht bereit ist, ausreichend von ihrem Wohlstand abzugeben und die steuerliche Umverteilung Grenzen hat. Zweitens haben wir immer noch Massenarbeitslosigkeit, der im Zeitalter der neoliberalen
Globalisierung vor allem über eine Höherqualifizierung der Arbeitsplätze zu begegnen ist (kombiniert mit handelspolitischem Schutz gegen Lohndumping). Dazu gehören heute die
Natur- und Ingenieruswissenschaften. Was uns andere erfolgreiche Volkswirtschaften vorführen, sollte auch in Deutschland möglich sein. Das ist am Ende eine Frage der Chancengleichheit in
der Bildung. Drittens: Eine stark alternde Bevölkerung, wie die deutsche, muß längerfristig den Ausfall an Arbeitskräften im Verhältnis zu den Rentnern durch mehr
technologischen Fortschritt ersetzen, d.h. technologievermittelte Produktivitätssteigerung. Auch dazu braucht man Naturwissenschaftler und Ingenieure.
.. Sie schreiben, die Nachwuchsquote unter Naturwissenschaftlern sei in Deutschland besonders ungünstig und belegen das mit einem Schaubild (12863), aus dem für meine ungeschulten Augen
hervorgeht, daß auf jeden ausscheidenden Naturwissenschaftler ca. 2 Nachwuchsleute bereitstehen. Das mag weniger sein als in anderen Ländern, aber ist es schlimm? Es heißt ja
immerhin, daß von den beiden bei sonst gleichbleibenden Bedingungen nur einer einen Job kriegt und der andere nicht. Was ist daran schlechter als in dem Land an der Spitze der Tabelle, wo
für jeden Abgänger 10 neue Bewerber bereitstehen - die Arbeitslosigkeit möchte ich nicht aushalten müssen! Ist es nicht so, daß das Bildungswesen eh immer dem Gesetz des
Schweinezyklus gehorcht, und daß die Friktionen bei einer Schwankung auf niedrigem Niveau noch relativ gering sind?
Sie irren erheblich. Denn wo sollen denn die deutschen Jobs der Zukunft
sein, wenn nicht im technologischen Bereich (d.h. überwiegend in technologischen Dienstleistungen) ? Und da kommt die ausscheidende deutsche Generation aus Jahrgängen, in denen z.B IT
längst nicht die Rolle gespielt hat, wie sie sie nun schon spielt und in Zukunft noch mehr spielen wird und wo es in Deutschland schon jetzt Fachkräftemangel gibt. In dieser Hinsicht
dürfte 2,1 viel zu wenig sein.
Im übrigen ist auch die generelle Ersatzrate von Schulabsolventen in anderen Ländern in der Regel wesentlich höher und damit besser als bei uns.
Wollen Sie sich denn das Deutschland der Zukunft als ein Land vorstellen, das sich mit einem so hohen Anteil an unqualifizierteren und dafür schlecht bezahlten Jobs gegen China u.Co. behaupten
will, wie wir das schon heute bei hoher Arbeitslosigkeit versuchen? Wenn man in der Globalisierung überhaupt mitspielen will, dann nach meiner bescheidenen Meinung nur über die Technologie
oder die Billigstarbeit, und wenn die Gesellschaftssordnung das ohne Schutzmaßnahmen verkraftet (nicht die deutsche!), gar mit der Kombination von beiden, wie China. Der einzige Bereich, der
sich in den alten Industrieländern noch fortentwickelt, ist nun mal die Technologie mit Naturwissenschaftlern und Ingenieuren. Dazu rechne ich auch die Medizin.
ich kann Ihnen nur zustimmen, wenn Sie die Worte des Wirtschaftsministers Michael Glos hinsichtlich der Zeitarbeit anzweifeln. Auf welche Erkenntnis der Wirtschaftsminister die Behauptung aufstellt:
"Zeitarbeit sei oft ein Einstieg in eine Dauerbeschäftigung" (reines gesülzte und offenbar fundamentlos auswendig gelernt!) entzieht sich meiner Kenntnis. Was ich durchaus sagen kann, ist
folgendes: von Juni 2006 bis Juni 2007 wurden insgesamt 34 Leiharbeiter in unserem Unternehmen eingesetzt. Davon ist einer befristet für 1 Jahr übernommen worden.
Da ich an der Quelle
sitze, kann ich weiterhin bestätigen, dass die in unserem Unternehmen eingesetzten Leiharbier zwischen 6, 10 und 7,00 pro Stunde von dem jeweiligen Leihunternehmen erhalten. Mindestens 7 von 34
mussten staatliche Transferleistungen beantragen, um ihre Familien ernähren zu können. Die Leiharbeitsunternehmen haben zwischen 36, 00 und 47, 00 erhalten. Jetzt kann man sicherlich auch
etwas besser verstehen, wenn es Leiharbeitsunternehmen gibt, die 200 Millionen Euro im Jahr Gewinn vor Steuern machen.
Herr Wirtschaftsminister Glos kommen Sie einmal in die Betriebe und
Unternehmen und erkundigen Sie sich vor Ort. Ihr Gerede in Sachen Leiharbeit zeigt vielen Menschen, dass Sie fern sind von jeder Realität. Lassen Sie doch einfach Ihre "Einflüsterer"
beiseite und denken Sie doch einmal an die Zeit zurück als Sie den Beruf des Müllers ausübten. Vielleicht gewinnen Sie dann neue Erkenntnisse.
Zu ihrem Dauerdisput mit A. Müller habe ich noch einige wichtige Anmerkungen.
1. Er kritisiert u.a. die Vernachlässigung der Binnenkonjunktur,die Spaltung der Gesellschaft,die
Kommerzialisierung der Medien,politische Korruption (Ausplünderung der Staats u.Stadtkassen),Steueroasen,die Regierung täte nichts dagegen somit seien alle Probleme hausgemacht.
Er
hätte nun noch, was sie bemängeln, auf die Bedeutung des internationalen Wettlaufs nach niedrigeren Steuern,Löhnen,Sozialstandards sowie auf die unfairen globalen Spielregeln hinweisen
können.Jedoch ist auch hierfür unsere Regierung in der Pflicht.
2. Letztlich ist doch entscheidend wie jedes OECD Land mit ungefähr gleicher Ausgangsposition auf die alle treffenden
Herrausforderungen einer forcierten Globalisierung reagieren.Nicht die Schwierigkeiten und erhöhte Komplexität der Ereignisse sind somit ausschlaggebend,sondern der konstuktive Umgang mit
diesen um die selbstgesteckten -folgenschweren- Ziele zu erreichen. Insofern sind alle dabei bewirkten Ergebnisse letztlich hausgemacht.
3. Dänemark und Schweden bsw. haben, bezüglich
ihren Statistiken, immer noch eine Steuerquote von rund 50%, bei doppelten Unternehmersteuern,10 mal höheren Lohnsteigerungen in den letzten 6 Jahren, und dennoch damit eine 30% niedrigere
Arbeitslosenquote und ein über 2 mal höheres BIP Wachstum erreicht. Summa summarum sehe ich als Hautursache für das Nichtereichen ähnlicher Zahlen, eine profane übergrosse
Geldgier und Arroganz der Eliten in diesem Land. (Umverteilung).
Zu 1.: Auch ich kritisiere immer wieder die deutsche Wirtschaftspolitik, wie Sie meiner Webseite entnehmen können und tue dies
mit weit mehr statistischem Nachweis als Nachdenkseiten. Aber ich kritisiere auch die neoliberale Liberalisierung und die Rolle, die die Bundesregierung hier einnimmt, während das für A.
Müller nur ein "alter Hut" ist. Wenn man die Bundesregierung (und andere Regierungen) nicht wegen dieser Rolle angreift, trifft man nicht ins Schwarze und trägt am Ende konzeptlos nur zur
allgemeinen Frustration auf der Linken bei.
Zu 2.: Die Ergebnisse sind nicht einfach hausgemacht. Denn wenn man das Problem nicht an der Wurzel anpackt, und das ist nun mal bei der Rolle, die die
Regierungen in der neoliberalen Globalisierung spielen, ist alles nur ein Rumdoktern an Symptomen und ohne dauerhafte Erfolgsaussichten.
Zu 3.: Die Geldgier der Eliten in Dänemark oder Schweden
dürfte auch nicht viel geringer sein. Es gibt auch dort Dynastien, die Geld scheffeln. Bei Schweden habe ich gerade ausführlich auf die anderen Vorraussetzungen hingewiesen, die weitgehend
auch für Dänemark gelten und den Druck aus der neolberalen Globalisierung abfangen. Auch sind die Gewerkschaften dort wesentlich stärker, was den gleichen Ursprung hat:
http://www.jjahnke.net/rundbr32.html#schwed .
Ich habe ausdrücklich von einer "verbalen Überholung" gesprochen und angefügt: " Es wäre eine verkehrte Welt und in jedem Fall ein
raffiniertes politisches Spiel."
.. das Sie sich als Sarkosy Fan bekennen bleibt Ihnen unbenommen (global news 837 03-09-07: Von Sarkozy lernen). Viele Franzosen sehen das sicher anders. Aber das Sie die Fusion von EDF und GDF
bejubeln verwundert doch sehr. Wir haben in der BRD mit EON, RWE, Vattenfall und EnBW vier Energie Unternehmen die im Gleichklang die Bevölkerung über ihre Preispolitik bei Strom und Gas
abzocken. Eine Fusion dieser 4 in der Bundesrepublik mit tatkräftiger Unterstützung der Bundesregierung müsste jedem Verbraucher die Tränen in die Augen treiben. Viele Franzosen
befürchten zu Recht eine grandiose Abzocke durch den neuen Energieriesen. Davon war bei Ihnen nicht zu lesen!
Merkwürdig wenn Sie A.Müller als quasi "National"ökonomen
verketzern, sich selbst als "Global"ökonomen sehen und dann Sarkosy bewundern. Der FN teilt sicher Ihre Einschätzung.
So interessant Ihre Statistiken sind. Ich habe Sie nie als Teil der
Linken in der Bundesrepublik gesehen. Das hätten Sie nicht besonders betonen zu brauchen (Gedanken zur Zeit 364 05-09-07: In Reih und Glied?).
Sie irren sich. Ich habe mich zu Sarkozy nur
bekannt, wo er die neoliberale Globalisierung angreift, sonst nirgendwo. Wenn die deutschen voll privatisierten Konzerne abzocken, dann zeigt das doch eigentlich nur, daß das auch nicht der
richtige Weg ist. Die französische Regierung bleibt mit 40 % im Konzern und wird mehr Einfluß nehmen können und müssen (auch bei den Preisen) als die hilfslose Bundesregierung,
kann sich jedenfalls so leicht nicht die Hände waschen.
Es geht aber auch darum, dass der französische Superkonzern den deutschen Versorgungsunternehmen das Leben schwer machen wird, kaum
zum Nutzen Deutschlands, wenn er bei uns räubern kommt und hier auf zersplitterte, voll private Strukturen trifft, wo man sich über die Boerse einkaufen kann. Das kann ebenso passieren,
wenn die Heuschrecken antreten. In Sachen Industriepolitik darf man nicht so blauäugig sein. Im übrigen hat die französische Fusion den Sinn gehabt, ein Eindringen der italienischen
Enel bei Gaz de France, eines anderen Superkonzerns also, zu verhindern, was den französischen Wählern auch nicht gefallen hätte. Die Globalisierung treibt nun mal die Fusionen an, es
fragt sich dann nur welche?
Daß Sie mich nicht als Teil einer Linken in Deutschland sehen, die nicht begreift, was neoliberale Globalisierung bedeutet und wie man sich dagegen wehrt,
stört mich gar nicht. Was mich stört ist allerdings, dass eine solche Linke viele Wähler in die rechte Ecke treibt, wenn sie die
Sorgen mit der Globalisierung nicht endlich ernst nimmt. Mit der Front National können Sie mich sicher nicht zusammenwerfen. Sie finden auf meinen Webseiten keine einzige nationalistische
These.
Nett, dass Sie eine Lanze für Albrecht Müller brechen und Nachdenkseiten kopieren (ich tue das auch).
Nachtrag: Meiner Meinung nach kann man die Abwehr der schlimmen Folgen einer
neoliberalen Globalisierung ebensowenig in das normale sozialpolitische rechts-links-Schema packen, wie den Widerstand gegen die Umweltkatastrophe, die eng damit zusammenhängt. Sarkozy hat
jedenfalls in Frankreich weit nach links herüber den Menschen Mut gemacht. Auch das Zusammengehen von Gaz de France und Suez kann er damit verkaufen, daß das Land starke Unternehmen
braucht, um in der Globalisierung zu bestehen. Die eigentliche Frage ist, ob er liefern kann, oder alles nur Sprüche sind. Sollte es bei den Sprüchen bleiben, so werde auch ich meine
Meinung sehr schnell revidieren.
Nur als Korrektur an dem Kommentar: EDF ist - entgegen Ihrer Annahme - nicht Teil der Kombination mit Gaz de France sondern Suez, so daß im Strombereich die Konkurrenz mit EDF eher
stärker wird. Deshalb hatte die EU-Kommission auch keine Probleme, die Fusion zu genehmigen.
Gott wird mir schlecht. Was tun wir unseren Vätern und Müttern an? Was tun wir unseren Kindern an? Was tun wir uns selbst an? Wo ist das ganze Geld, welches die Menschen erwirtschaftet und
an die Gesellschaft weitergeleitet haben? Wo finde ich denn noch das „Soziale“ an unserem System? Mit „Liberalität“ hat das nichts mehr zu tun, dass ist krasser
Darwinismus. Eine wissenschaftliche Diskussion scheint mir in Anbetracht der gesellschaftlichen Situation nicht mehr angebracht. Hier gehört zunächst, dringend und ausschließlich eine
ethische und moralische Diskussion in das gesellschaftliche Forum.
so wie ich den Globalisierungsprozess (ganz allgemein und vereinfacht) immer verstanden habe und auch gegenwärtig verstehe, handelt es sich hierbei um eine weltweite wirtschaftliche
Veränderung, die es zwar schon immer in gewisser Weise gegeben hat (ich denke dabei an den Transport von Waren (z.B. Gewürze) zwischen den Kontinenten oder das Verlagern von Arbeiten (z.B.
Textilien) in Billiglohnländer, aber durch den Fall des eisernen Vorhangs an erheblicher Dynamik zugenommen hat, und Schwellenländer wie z.B. das kommunistisch regierte China weltweit in
Konkurrenz zu anderen Staaten neu hinzugekommen sind, also auch im Wettbewerb mit Deutschland stehen.
Ebenfalls als ein neues Phänomen im Globalisierungsprozess weltweit sind die seit einigen
Jahren bekannt gewordenen sogenannte "Heuschrecken", die Milliardensummen im Rucksack mit sich führen und durch die globalisierte Welt auf ihren Einkaufstouren auf dem Markt der (fasst)
unbegrenzten Möglichkeiten Ausschau nach Unternehmen halten. Gierige Investoren, die sehr schnell Rendite machen / sehen wollen und dabei nicht besonders zimperlich vorgehen, die also
Unternehmen (z.B. Grohe) billig aufkaufen, filitieren, auslagern und teuer weiter verkaufen. Das Nachsehen haben immer die Mitarbeiter und ihre Familien, sie werden entlassen und verlieren ihre
finanzielle Einkommensbasis, während Manager immer auf der sicheren Seite sind, und dabei ebenfalls Riesensummen "Provision" kassieren.
Und was unternehmen die Politiker in Berlin!? Sie
schieben es auf Brüssel, und wissen genau, dass auch sie dort vertreten sind. Sie sehen diesen Orgien teilnahmslos zu, während andere Staaten wenigstens Steuern erheben und
Mindestlöhne eingeführt haben. Und das schon seit Jahren. Und nun will uns die SPD-Troika erzählen, dass der Globalisierungsprozess uns mit Wucht getroffen habe. Armes Deutschland! Was
haben wir für eine Regierung, die nicht einmal rechtzeitig erkennt, dass wir in einer globalisierten Welt leben. Armer Steinmeier, armer Steinbrück, armer Platzeck, gebt eure Ämter ab!
Mit der "Öffnung" des eisernen Vorhangs ist ein riesiges Heer an Arbeitskräften "freigesetzt worden", dass vermutlich so noch nie in der Geschichte vorgekommen ist. Viele Industriezweige
dieser ehemaligen Ostblockstaaten waren marode oder konnten mit "westlichem Standard" nicht Schritt halten.
Unternehmer haben daher schnell begriffen, dass in diesen Ländern schnell eine
"Mark" zu verdienen ist, und haben ihre "Fühler" ausgestreckt und gleichzeitig in Brüssel und Berlin ihre politischen Beziehungen zu ihrem Vorteil spielen lassen. Das Europaparlament (in
dem Deutschland ja gar nicht vertreten ist) hat kräftig subventioniert. Milliardensummen sind allein unter der Kohl-Regierung geflossen. Helmut Kohl hat hier seinen Einfluss (und später
auch Schröder und nun durch Merkel) auf Brüssel schon mehr oder weniger geltend gemacht, und sich als Wirtschaftslobbyist stark gemacht wie einst für Leo Kirch.
Europa hat somit auch
den Abbau unzähliger Arbeitsplätze aus Steuermitteln finanziert und damit die Schraube des Lohndumpings mit geöffnet. Seither können Unternehmen mit Auslagerungen innerhalb oder
auch ausserhalb Europas von Abteilungen, ja ganzen Betrieben drohen, Druck auf die Löhne und Gehälter ausüben. Sehr zum Nachteil vieler Millionen Menschen und der Binnenwirtschaft, die
einfach nicht auf die Beine kommen will, weil durch die "Politik des Schreckens" in Berlin die Menschen verunsichert werden, und nicht durch Turbulenzen am Finanzmarkt. Waren in den vergangenen
Jahren auch Turbulenzen am Finanzmarkt!?
Die ständigen EU-Erweiterungen (zuletzt im Januar: Rumänien und Bulgarien) haben doch in erster Linie wohl eher damit zu tun, Unternehmen
Möglichkeiten zu schaffen, damit sie billige Produktionsstandorte erschließen können, und damit billige Arbeitskräfte, und damit die Schraube des Lohndumpings weiter drehen zu
können.
Wann endlich wacht Deutschland auf und steuert gegen? Wann endlich mobilisieren die Gewerkschaften die Menschen?
Sie nehmen A. M. sehr kritisch auseinander, aber kämpfen Sie nicht eigentlich "Seite an Seite" gegen die Ursachen (dies gilt besonders für Sie) und die Folgen (dies gilt auch für A.M.)
der Globalisierung?
Sie wollen offenbar die überstaatlichen Ursachen negativer Folgen beseitigen, A.M. offenbar diese Folgen durch nationale Politik eingrenzen. A.M. ist davon überzeugt,
dass die Möglichkeiten nationaler Makroökonomie nicht mehr ausgeschöpft werden und hebt auf die Änderung der deutschen Wirtschaftspolitik ab. Sie schauen fortwährend
über die Grenzen und heben auf die globalen Prozesse und ihre Ursachen ab, zielen gegen den einseitigen "Freihandel" der G8-Staaten usw.# Dabei erscheint das Denken von A.M. als zu engsichtig
und oder eindimensional, auf die nationalen Chancen und Prozesse gerichtet, während Sie immer wieder auf die Komplexität und Verflechtung in globaler Sichtweise verweisen, aber keine
national-wirtschaftspolitischen Forderungen erheben. Dabei mag auch das Problem der EU-Instanzen gewichtig auf die realen Möglichkeiten einwirken - eine Lücke in den gezielten Argumenten
beiderseits.
Der Streit untereinander geht offenbar heftiger zur Sache als der gemeinsame Kampf gegen den gemeinsamen Gegner - das globale Finanzmarktkapital und die globale
Enteignungsökonomie. Bisher sehe ich noch keine realen Möglichkeiten, die Eskalation des Finanzmarktkapitalismus in seinen modernsten Spielarten wirksam zu zähmen - darauf basiert m.
E. auch die Tragik von Oskar Lafontaine als gescheiterter Finanzminister unter G. Schröder. So gesehen kämpfen sowohl Sie als auch A.M. wie weiland Don Quijote "gegen die Windmühlen"
des Globalkapitals - jeder von einer anderen Seite her. Der eine fährt vorwiegend nationales, der andere vorwiegend globales "Geschütz" auf.
Die Preußen kannten den strategischen
Grundsatz: "Getrennt marschieren, vereint schlagen!" Das wäre m. E. zu überlegen. Die Kräfte zu bündeln, jeder nach seinen Fähigkeiten gegen den gemeinsamen Feind
kämpfen, das ist für anti-neoliberale Potenziale das Gebot des Erfolges.
Vielen Dank für Ihre Zuschrift, die mir die Möglichkeiten einer weiteren Klärung der Standpunkte
bietet. Natürlich erhebe ich ständig national-wirtschaftliche Forderungen, z.B. in der Steuerpolitik, der Arbeitsmarktpolitik, der Bildungspolitik oder beim Mindestlohn, um nur einige zu
nennen. Meine Webseite ist voll davon (vieles finden sie unter Was tun?). Aber ich kann da nicht stehen bleiben und alles auf die nationale Politik reduzieren, ohne das globale Umfeld
miteinzubeziehen.
Es wäre Illusion zu glauben - A.M. scheint dem anzuhängen -, als könnte man mit nationalen Hausaufgaben (so nennt er das) die deutschen Probleme lösen. Dazu
liegen zu viele Verantwortungen inzwischen bei der EZB, der EU-Kommission (Handelspolitik, Subventionen, Solidaritätspakt, etc.) oder in der WTO. Dies ist der Zusammenhang, in dem man die
Bundesregierung kritisch unter die Lupe nehmen muß, auch wenn es sehr mühsam ist. Weder A.M. noch die meisten Linken in Deutschland lassen sich allerdings darauf ein und betrachten die Welt
lieber nur vom deutschen Kirchturm. Man kann die Folgen nicht ausreichend eingrenzen, wenn man nicht an die Ursachen geht. Das einzusehen, gebietet schon die Logik.
Selbst das relativ gelungene
skandinavische Beispiel, nach dem sich deutsche Linke besonders sehnen, ist nicht etwa und nicht einmal in erster Linie nur das Ergebnis einer besseren Wirtschaftspolitik. Hier gelten Voraussetzung,
die derzeit nicht auf Deutschland übertragbar sind. Besonders wichtig: bis auf das sich weniger gut entwickelnde Finnland sind die skandinavischen Länder nicht im Euro und können
über die Währungspolitik eine Menge an globalem Druck abfangen. Der die Haushaltspolitik einschränkende Stabilitätspakt der Eurozone gilt ebensowenig. Sie haben mit der starken Konzentration auf Bildung, volle gleichberechtigte Integration der Frauen und eine protestantische
Arbeitsethik seit jeher eine andere kulturelle Basis für den Wirtschaftsprozeß, die man nicht einfach Deutschland überstülpen könnte. Außerdem haben sie nie im
deutschen Umfang eigene Konsumgüterindustrien aufgebaut und statt dessen High-tech und den Dienstleistungssektor weit stärker entwickelt. Billigsteinfuhren aus China z.B. treffen hier
bisher kaum eigene Arbeitsplätze und führen statt dessen zu einem Wohlstandsgewinn und weniger Inflation.
Man kann mit A.M. nicht "Seite an Seite" kämpfen, wie Sie erwarten, wenn
schon die Ausgangspositionen so unterschiedlich sind und er praktisch die Globalisierung mit der Vokabel vom „alten Hut" in unredlicher Weise verniedlicht. Ich bin auch kein Mitglied der Linkspartei,
das an Parteisolidarität gebunden wäre, während mir Nachdenkseiten und A.M. voll auf der Linie von Lafontaine zu operieren scheinen. Zu dessen populistischen Vereinfachungen
gehört eben die Konzentration auf die nationale Seite. Schauen Sie doch mal ins Programm der Linkspartei. Sie finden dort wenig, was sich überzeugend mit der Globalisierung auseinandersetzt
und z.B. kein Wort über eine Sozialklausel in der WTO, wie sie z.B. von den amerikanischen Demokraten und Sarkozy in Frankreich
gefordert wird.
Ich lasse bei den EU-Instanzen durchaus keine Lücken. Nur sind sie für mich nicht abstrakt außerhalb der deutschen
Verantwortung. Die Bundesregierung ist in Brüssel nicht irgendwer. Man könnte und müßte hier viel enger mit Frankreich und Italien zusammenarbeiten, wobei ich nun wirklich immer
wieder auf unseren Nachbarn jenseits des Rheines verweise. Man darf nicht zulassen, daß sich die Bundesregierung hinter Brüssel versteckt, während sie dort eine erste Geige spielt. So
habe ich immer wieder die überstürzte Erweiterungspolitik der EU kritisiert, die nicht einmal dem Steuerwettlauf nach unten einen Riegel vorgeschoben hat. Ich weise immer wieder darauf hin,
daß die jüngste Welle der Erweiterungen vor allem von der Exportindustrie gefordert wurde, die dort neue Exportchancen und die Möglichkeit von profitabler Auslagerung
sieht. Sie werden bei A.M. auch kein
böses Wort über die hohe deutsche Exportlastigkeit hören, was zu einer total einseitigen Allokation volkswirtschaftlich knapper Resourcen geführt hat und uns sehr von den
Konjunkturen unserer Handelspartner abhängig gemacht hat.
Wenn Sie meinen, daß ich gegen Windmühlenflügel kämpfe mit der Kritik am Finanzkapitalismus, dann vergessen Sie,
daß ich nur meinen kleinen Beitrag in einer viel breiteren internationalen Kampagne gegen Auswüchse der Globalisierung leiste, die sich immer wieder bei G9-Gipfeln und vielen anderen
Anlässen Gehör verschafft. Inzwischen hat selbst das Establishment Sorgen vor einem backlash gegen die neoliberale Entwicklung, vor allem in der Handelspolitik. Da sieht man die Folgen jetzt schon amtlich
in Frankreich und im US Congress. Die Anti-Globalisierungsbewegung ist derzeit in meiner Einschätzung eine viel wirksamere Entwicklung als der Versuch, mit internationalen Scheuklappen nur den nationalen Vorhof zu kehren.
Auch in Deutschland ist die Globalisierung inzwischen der Angstgegener Nr. 1 in der Bevölkerung, nur daß es einige Linken (wohl auch in der Memorandum Gruppe) nicht wahrhaben wollen.
Ich bin also nicht so pessimistisch wie Sie.
ich hatte meine Gegenüberstellung der Positionen von Müller-Jahnke bewußt etwas zugespitzt, um auf einen mir faßbaren Kern für den beiderseitigen Dissenz zu gelangen. Es
scheint, dass es möglich sein müßte, in den beiderseitigen Forderungen an die nationale Wirtschaftspolitik eine gewisse Schnittmenge oder breiteren Konsenz zu erreichen. Was die
EU-Seite und die globalen Aspekte betrifft, so halte ich Ihre erläuterte Position für überzeugender und souveräner.
Die globalen Aspekte der Wirtschaftspolitik sind in der Tat in
"der Linken" nicht so klar behandelt, wie Sie dies einfordern. Die Linkspartei ist programmatisch noch nicht voll ausgereift.
Insgesamt freue ich mich über Ihre Klarstellung, die nützlich
erscheint. Aber vielleicht denken Sie noch einmal darüber nach, wie bitter es für A.M. sein muß, Ihre polemischen Pillen zu schlucken. Der Leser fragt sich unwillkürlich "wird
hier A. M. von 'links aussen oder von rechts' kritisiert, oder geht es nur um graduelles Mißverstehen?"
Vielen Dank für Ihre verständnisvolle Reaktion. Leider ist A.M ein
großer Rambock, der sich einem korrekten Verständnis der Globalisierung auf der Linken in den Weg stellt. Er hat im übrigen selbst die Frage öffentlich und sehr polemisch
gestellt, welchem politischen Spektrum ich zuzuordnen sei. Das Rechts-Links-Schema paßt auf Fragen der Globalisierung ziemlich wenig, was Sie an Sarkozy in Frankreich oder den Demokraten in USA
(Clinton war nicht besonders links) sehen können. Wie in Fragen der Umwelt ist diese Thematik parteiübergreifend angelegt. Es gibt auch bei der CDU in Deutschland erhebliche und ehrliche
Sorgen mit einigen Erscheinungen der Globalisierung, ebenso natürlich bei der Mitte-SPD.
A.M. hat mich übrigens selbst sehr scharf angegriffen und die Kooperation aufgegeben, weil ich
nicht länger zuließ, daß er sich bei mir für Nachdenkseiten nur immer das herauspickte, was ohne Globalisierungkritik war. Am Ende glaubten viele schon, ich sei nahtloses
Mitglied der Linkspartei.
Die Webseite über den "Alten Mann" ist schon in zwei Tagen fast 400mal aufgerufen worden. Wahrscheinlich sind die meisten Besucher auch auf Nachdenkseiten und
verstehen nun besser, was ihnen da mit der Verharmlosung der Globalisierung vorgemacht wird.
...das ist eine wahre Frage, warum allerorten so eine hohe Naivität herrscht, bei uns in Deutschland, was die Fragen der Globalisierung angeht, China als Rechtstaat etc. Vielleicht ist es die
Sozialisierung unserer Führungseliten, das körperliche und geistige Alter dieser Menschen, die in gleichgesinnten Kreisen groß wurden, ausgebildet wurden und gar nicht verstehn
können wollen, das gute alte Traditionen nichts mehr gelten. Kommt das Problem der Wiedervereinigung dazu, wo undemokratisch sozialisierte Personen in hohe deutsche Ämter kamen.
Eine Dame
aus Asien, mit der ich letzt in Gespräch kam, die einen kleinen Laden in der Nähe betreibt, ist völlig fassungslos, wie gutgläubig unsere Manager und Politiker das Thema China
angehn und glauben, das gutes Zureden Plagiarismus verhindert, Umweltschutz und Menschenrechte durchgesetzt werden können. Jede Wirtschaft, die sich China öffnete wurde über kurz oder
lang chinesisch meint Sie, ich glaube das stimmt. Natürlich wird immer schon gesagt, Wirtschaft ist Krieg, aber unsere Leute glauben immer noch, es handelt sich um ein Ritterturnier, in dem
Ehrenregeln gelten...dabei ist es der dritte Weltkrieg.
Man muß sich die Namen der Verantwortlichen gut merken, es werden die Schimpfnamen der Zukunft sein, so wie Hartz. Ich seh grad den
Herrn Platzeck im Fernsehn, der glaubt ja noch an den Weihnachtsmann...
Der Herr Müller sieht zumindest, das vieles nicht in Ordnung ist, wie es läuft, es wär schön, wenn unsere
Politiker schon so weit wären! Vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ja, bei China haben wohl viele Illusionen. Habe gerade auf der Kommentarseite versucht, Illusionen auszutreiben.
Leider fördert Albrecht Müller bei allem Verständnis der Probleme am Ende auch solche Illusionen. Solche, nach meiner Auffassung ziemlich naive Einstellungen zur Globalisierung machen es den von
Ihnen angesprochenen Politikern einfacher, die neoliberale Globalisierung weiter voranzutreiben, im guten Glauben oder im bösen.
... vor wenigen Tagen erst habe ich Ihre Website entdeckt und finde sie sehr interessant. Gestatten Sie mir eine relativierende Bemerkung: Es wird nie so heiss gegessen wie gekocht. Vergessen Sie bitte
nicht wir durften schon die japanische und natürlich auch die amerikanische Herausforderung über uns ergehen lassen. Die japanische Herausforderung hat sich relativiert dahingehend, dass
von der japanischen Herausforderung die gleichmässig hochstehende Qualität der Produkte übrig blieb. Keineswegs abwertend gemeint. Die Fähigkeit gleichmässig hochwertige
Produkte in Millionenstückzahlen herzustellen, davon kann schliesslich die ganze Welt lernen. Die amerikanische Herausforderung, in den 80igern und 90igern propagiert, erschliesst sich mir
dagegen nicht so ohne weiteres. Gibt es irgendeinen Wert oder eine Erkenntnis die aus der amerikanischen Herausforderung entstanden, von Dauer ist? Ich kann sie nicht erkennen. O.k. Im Nachhinein
lässt sich immer besser urteilen als in der Gegenwart. Nur scheint mir, dass die amerikanische Herausforderung in der Herstellung innovativer Finanzinstrumente und dem besonders schnellen Lauf
der Gelddruckmaschinen, besteht!
Es ist allgemein bekannt mit welchen Mitteln die Chinesen versuchen eine Rolle auf dem Weltmarkt zu spielen und muss deshalb an dieser Stelle nicht nochmals
erwähnt werden. Nachdenkenswert erscheint mir jedoch der Umstand, dass nach Schätzungen diverser Stellen die Steigerung des Nationaleinkommens mit gleichen Kosten zu Lasten der Umwelt
bezahlt wird. Also letztendlich ein 0 -Summenspiel! Meiner Meinung nach wird die chinesische Herausforderung sich ähnlich relativieren wie die japanische. Damit soll nichts verniedlicht werden.
Eine Herausforderung ist oft genug auch eine Gefahr. Aber in zwanzig Jahren denken wir darüber anders. Dann wird China ein vermutlich ähnlich berechenbarer Mitspieler auf der Weltbühne
sein wie es heute Japan ist. Sollte bis dahin das Land sich noch demokratisieren, um so besser.
Die USA waren total anders. Hier war es die starke Wirtschaftsentwicklung und das unzerstörte Kapital
nach dem 2. Weltkrieg. Die Angst war nicht vor einer Exportoffensive sondern dem Aufkauf.# Das Nullsummenspiel Chinas bei der Umwelt mag glauben wer will. Das ist doch nur die Frage, wie man
Menschenleben und menschliche Gesundheit bewertet. Wenn man 1,3 Milliarden davon hat und ein kommunistisches System, ist das alles nicht so wichtig. Außerdem wird vieles der Umweltschäden
um den Globus herum verfrachtet, wie die CO2-Emissionen.
Man soll China nicht unterschätzen, schon gar nicht aus Deutschland mit seinem schlechten Schulsystem, seiner schnell alternden
Bevölkerung, seinem seit 7 Jahren stagnierenden Binnenmarkt und viel zu wenig Investitionen.
Ihr Informationsportal finde ich sehr informativ, auch stimme ich in der Regel zum großen Teil mit Ihren Analysen überein. In den "Gedanken zur Zeit 358" jedoch glaube ich, dass Sie den
Beschluss des BVerfGs nicht korrekt gelesen haben. Der bei Ihnen als Zitat gekennzeichnete Text steht so nicht in dem Beschluss. Wäre das richtig, wäre es wirklich ein unglaublicher
Skandal. Tatsächlich lautet der Beschlusstext unter Rdnr. 62 jedoch:
"c) Es bedarf jedoch im vorliegenden Zusammenhang keiner Entscheidung, wo konkret der sozialpolitische Gestaltungsspielraum
des Gesetzgebers bei der Ausgestaltung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung seine Grenze findet, weil die Rente ihre Funktion als substantielle Alterssicherung verlöre. Denn es ist
offensichtlich, dass die vorliegend mit den Verfassungsbeschwerden angegriffenen Maßnahmen diese Grenze nicht erreichen. Sie führten lediglich zu einer zeitlich begrenzten, eher geringen
Entwertung der Rentenbeträge durch die zwischenzeitliche Steigerung der Lebenshaltungskosten."
Ich interpretiere
diesen Text so, dass das BVerfG der Auffassung ist, dass durch die Gesetzesänderungen die Rente ihre Funktion als substantielle Alterssicherung gerade noch nicht verliert und damit die Grenzen
des Art. 14 G noch nicht überschritten sind. Wie gesagt, das ist m.E. die Auffassung des BVerfGs, nicht meine.
Ich hoffe, dass ich mit dieser Interpretation des Beschlusses richtig liege,
sonst müsste man sich tatsächlich überlegen, wohin man noch auswandern kann.
Vielen Dank für den Hinweis. In diesem Fall bin ich mal nicht zum Original durchgedrungen, sondern
habe das Zitat von SPIEGEL-online uebernommen. Dort heißt es: „Die Maßnahmen seien auch verhältnismäßig
gewesen, befand das Gericht. Da die Renten ihre Funktion als substanzielle Alterssicherung verlören, sei keine Entscheidung nötig, wo konkret der Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei
der Ausgestaltung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung seine Grenze finde."
Ich stimme Ihnen allerdings zu, daß das Originalzitat für eine andere Interpretation spricht. Ich
habe daher den Text auf die korrekte Form umgestellt. Aber meine kritische Auffassung zur Entscheidung halte trotzdem aufrecht.
... ich bin wie immer begeistert auf Ihr Portal zu gehen und neben den zahlreichen Berichten über das Thema Globalisierung, Arbeitsmarktzahlen (wieder sehr gut gelungen!) und Gedanken zur Zeit lesen
zu können. Ohne Ihnen "Honig um den Bart schmieren" zu wollen, bin ich froh, dass es auch das unabhängige Informationsportal gibt. Durch Ihre angebotenen Informationen und auf das sich
bewusste Einlassen dieses Angebots, also sich Gedanken darüber zu machen, gewinnt man mehr und mehr die Erkenntnis, dass die deutsche Bevölkerung bewusst und wissentlich von zahlreichen
Medien und der Politik im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht hinters Licht geführt werden, ja an sehr vielen Stellen muss ich tatsächlich den unsauberen Ausdruck "verarscht" werden
gebrauchen.
Inzwischen habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, im Kollegen-, Bekannten- und Freundeskreis auf Ihr Informationsportal aufmerksam zu machen. Es lohnt sich für alle, die noch
nicht ganz durch die Medien und Politik infiziert wurden. Von einigen Freunden und Kollegen weiß ich, dass Sie ebenfalls öfter Ihr Portal besuchen. Mögen es noch viele mehr werden,
diesen Erfolg wünsche ich dem Informationsportal.
Vielen Dank fuer Ihre freundlichen Worte, die ich als sehr ermutigend empfinde. Es motiviert, wenn man weiss, dass man nicht an den Interessen
der Besucher vorbei arbeitet. Auch ist es derzeit relativ einfach, die Falschdarstellungen zu entblössen, weil sie so übertrieben dick kommen. Offensichtlich hält man uns für
sau-doof.
..leider gibt es manchmal zu viele Wolfgang Müllers auf einflussreichen Positionen innerhalb der Gewerkschaften, die zum Teil fernab der Realitäten Dinge in die Welt setzen, die bei
näherer Betrachtung sich als haltlos heraus stellen. Die zum Teil falschen Interpretationen kommen aber nicht dadurch zustande, weil sie dumm wären, nein, sondern weil sie sich in ihrem
politischen Denken sehr oft in einer Einbahnstraße befinden, oftmals noch im vergangenem Jahrhundert - als ihre Welt noch scheinbar in Ordnung war - befinden. Ein Land, dass die Menschenrechte
mit Füßen tritt, wird sich wohl eher nicht an ein Arbeitsgesetz halten, zumindest darf es bezweifelt werden. Gerade Sozialdemokraten sollten eigentlich aus ihrer Parteiengeschichte gelernt
haben, dass bei einer nach dem Kapital konsequent ausgerichtete Politik in der Regel fast immer die allermeisten Menschen auf der Strecke bleiben. Erinnert sei an dieser Stelle an die Handysparte von
Siemens. Ein Wolfgang Müller hat daran vermutlich mitgewirkt, dass sich der pure egoistische und auch erbarmslose Kapitalismus innerhalb des Siemenskonzern brutal und zum Nachteil tausender
Familien durchsetzen konnte. Was würde Wolfgang Müller wohl zur nachstehenden Meldung vom 22.08.2007 hinsichtlich des chinesischem Arbeitsgesetzes sagen? Umsetzung gelungen!
Shenzhen: Mehr
als 5000 (von insg. über 10 000) ArbeiterInnen der Feihuang Electronic Factory sind in den Streik getreten. Die Fabrik produziert Komponenten (Akkus, Ladegeräte) für Mobiltelefone,
u.a. für Nokia und Motorola. 90 Prozent der Beschäftigten sind Frauen aus den Inlandsprovinzen Sezhuan, Hunan, Hubei. Die Fabrik hatte von ihnen verlangt, pro Stunde 90 Ladegeräte mehr
zu produzieren. Falls sie das nicht schaffen, sollen sie die fehlende Stückzahl nach ihrer Schicht nacharbeiten, andernfalls wird ihnen der Grundlohn gekürzt. Einige der Streikenden sollen
auf das Fabrikgelände eingedrungen sein. Die örtliche Arbeitsbehörde hat sich eingeschaltet, aber die Verhandlungen brachten noch keinen Erfolg.
durch Zufall bin ich auf Ihre Webseite gestoßen und habe ein paar Fragen dazu. In den Schaubildern werden immer bereinigte Werte dargestellt. Wie groß wären Abweichungen von den
jetzigen Werten bei unbereinigten Zahlen und in welche Richtung (eher pro oder contra der Grundaussage Ihrer Webseite) gingen sie?
Gibt es Zahlen zur absoluten Kaufkraft der einzelnen Länder?
So könnte ich mir vorstellen, dass trotz des gesunkenen Einkommens in Deutschland trotzdem noch mehr Waren und Dienstleistungen als in den Vergleichsstaaten gekauft werden können. Oder
anders geschrieben: Nähert sich Deutschland dem europäischen Durchschnitt in punkto Wohlstand an, ist aber (noch) überdurchschnittlich?
Vielen Dank für Ihre wichtige Frage. Es
gibt dreierlei Bereinigungen: eine saisonale, die notwendig ist, um Monats- oder Quartalswerte einzuordnen (sie kommt vom Statistischen Bundesamt oder Eurostat, d.h. nicht von mir), eine
Preisbereinigung in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von nominal auf real (kommt ebenfalls vom Statistischen Bundesamt). Diese beiden Bereinigungen haben nichts mit Grundaussagen meiner
Webseite zu tun, sondern sind allgemein üblich, um Daten vergleichbar zu machen. Daneben bereinige ich die Einkommen aus Löhnen und Gehältern um die Verbraucherpreisentwicklung. Das
Statistische Bundesamt erwähnt hier oft die Verbraucherpreisentwicklung als Prozentsatz, ohne die Bereinigung selbst vorzunehmen. Natürlich zeigt erst die Bereinigung, was als Kaufkraft
wirklich zur Verfügung steht. Diese Bereinigung trifft konsequenterweise die Grundaussage meiner Webseite. Sie geht davon aus, daß die meisten Lohnabhängigen ihr Einkommen früher
oder später zum größten Teil zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten einsetzen müssen und daher der Verbraucherpreisentwicklung unterliegen.
Im internationalen Vergleich werden
neben den auf Währungswerten aufbauenden Daten oft Kaufpreiseinheiten verwandt, in denen sich die unterschiedlichen Inflationsraten besser als in den von der Spekulation abhängigen
Währungseinheiten ausdrücken (vor allem außerhalb der Eurozone). Solche Daten benutze ich oft bei meinen Ländervergleichen. Ich füge hier für sie die Abbildungen
12804 und 12805 bei. Sie zeigen, daß sich seit der Wiedervereinigung in 1991 unter 16 Vergleichsländern nur das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt in Italien schlechter entwickelt hat.
In Abbildung 04305 weisen Sie einen Anstieg der Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer um +0,6% aus.
Vielen Dank für Ihr Bohren. Die Fußnote in Abb. 04305 kam noch von der
Vorversion der Abbildung. Es geht hier um die Gesamtsumme der Nettolöhne und -Gehälter. Die Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer
sind inflationsbereinigt um 1,5 % gefallen.
Natürlich ist es schön wenn die !Null-steht! Es bleibt nur zu hoffen das bei aller Rhetorik hinter den Zahlen ein Nachdenken einsetzt. Was ich sehr bezweifle. Die Scherben der neoliberalen
Wirtschaftspolitik seit Schröder sind noch wegzufegen. Aber wer sich in der Regierung bedingsungslos vor den Karren einer politisch-medialen Elite spannen lässt(Neue Soziale
Marktwirtschaft), braucht sich nicht zu wundern wenn der Scherbenhaufen nöch höher wird.
Mir wäre lieber wir hätten ein moderates Defizit (1-2 % zum BIP), wenn ich genau
wüsste, dieses würde in Bildung, Umwelt, und wie Sie auch richtigen anmerken in die Infrastruktur gesetzt werden. Aber das Null-Defizit jetzt weiter, ich wiederhole mich, als Ziel
auszugeben, wird die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für mein Dafürhalten nur weiter in der Stagnation verharren lassen.
Zum anderen ist es doch jetzt sinnvoller, die Patina in
der Arbeits-und Tarifpolitik fortzuputzen. Mindestlöhne einzuführen. Eine Neu-Regulierung der Zeitarbeit. Die Subventionen im Niedriglohnbereich abzubauen, um diese Punkte nur zu nennen.
20.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 487 20-11-07: Nun endlich merkt es auch Fr. Merkel, merkt sie es wirklich? Die 74 Cents-Konjunkturrakete
20.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 487 20-11-07: Nun endlich merkt es auch Fr. Merkel, merkt sie es wirklich? Die 74 Cents-Konjunkturrakete
20.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 487 20-11-07: Nun endlich merkt es auch Fr. Merkel, merkt sie es wirklich? Die 74 Cents-Konjunkturrakete
16.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 477 13-11-07: Wie man das 500-fache Gehalt für den Chef rechtfertigt: Die Chefs und die Neidhammel
16.11.07- Kommentar
zu: Kooperation mit Nachdenkseiten
Reaktion:
16.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 479 15-11-07: Die Angst des Weihnachtsmannes vor dem Heiligabend
15.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 476 13-11-07: Koalitionsrunde: Mindestlohn als Dumpinglohn? Ältere Arbeitslose weiter diskriminiert
15.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 477 13-11-07: Wie man das 500-fache Gehalt für den Chef rechtfertigt: Die Chefs und die Neidhammel
12.11.07- Kommentar
zu: Kapitel 9: Kein Ende der Geschichte sondern immer neue Krisen
07.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 467 07-11-07: Die Reichen: in wenigen Jahren von der Hälfte zu zwei Dritteln des deutschen Vermögens
04.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 459 03-11-07: Spekulanten und das Gleichgewicht der Märkte
04.11.07- Kommentar
zu: 01.10.07- Kommentar zu: Sinn der Webseite
04.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 461 04-11-07: m3ko@gmx.de antwortet nicht
04.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 461 04-11-07: m3ko@gmx.de antwortet nicht
01.11.07- Kommentar
zu: Sinn der Webseite
Reaktion:
02.11.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 458 02-10-07: Umweltschäden in China: alle 30 Sek. ein Baby mit Fehlbildungen
Reaktion:
01.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 457 01-10-07: Die WELT und die 40 Millionen Arbeitsplätze
31.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 444 26-10-07: Spielen mit Zahlen: Einkommensentwicklung in Deutschland
29.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 451 29-10-07: BILD für "freie Fahrt"
Reaktion:
Kommentar
Die Frage [aus dem obigen Kommentar} schimmelt und ist hinlänglich unzureichend, da sie verallgemeinert, was Merkmal nur noch einiger ganz weniger Länder, nicht der Zivilisation per se ist. Wenn allen voran
Deutschland allerdings angesichts der drohenden Probleme nicht einmal mit einem vergleichsweise mickrigen Tempolimit ein Zeichen setzen kann, dann muß man sich schon fragen, welche der
anstehenden viel graviererenden Entscheidungen man der Regierung überhaupt zutrauen kann. Daß Dieselbe unter den gegebenen Umständen über die Bahnprivatisierung womöglich
samt Netz entscheiden wird, schlechthin der Logistik, die als entscheidende Mobilitätsgrundlage der nahen Zukunft angesehen wird, läßt einen erschaudern.
29.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 452 29-10-07: "Volkswirtschaft für Dumme"
Reaktion:
29.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 440 25-10-07: Klimakatastrophe: Kommt es noch immer schlimmer?
29.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 447 28-10-07: Was hat Pofalla mit seinen Sprüchen in Deutschland zu suchen?
Reaktion:
28.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 446 27-10-07: An meine vielleicht etwas naiven China-Freunde: Warum nicht eine CO2-Steuer auf Made in China?
Reaktion:
28.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 446 27-10-07: An meine vielleicht etwas naiven China-Freunde: Warum nicht eine CO2-Steuer auf Made in China?
Reaktion:
01.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 443 26-10-07: Sarkozy trifft einen Umweltnagel auf den Kopf
25.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 442 25-10-07: Alles kommt besser als erwartet, die Zukunft ist rosig (so unsere Medien)
25.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 438 24-10-07: 73 Prozent der Deutschen: Die SPD hat das Vertrauen der Arbeiter verspielt
24.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 433 22-10-07: Und nun die Inflationsangst
22.10.07- Kommentar
zu: Deutsches Lohndumping
01.10.07- Kommentar
zu: Bildung
Reaktion:
20.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 427 18-10-07: Endlich begreift die EU-Kommission die China-Realität
Reaktion:
01.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 421 12-10-07: BILD und der Lokführerstreik
01.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 427 18-10-07: Endlich begreift die EU-Kommission die China-Realität
Reaktion:
01.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 427 18-10-07: Endlich begreift die EU-Kommission die China-Realität
Reaktion:
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17.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 426 17-10-07: Die deutschen Kaffeesatz-Leser in den Wirtschaftsforschungsinstituten spielen wieder mit ihren Prognosen
Reaktion:
17.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 413 06-10-07: Eine kleine Linkswende in Deutschland und Frankreich?
Reaktion:
17.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 413 06-10-07: Eine kleine Linkswende in Deutschland und Frankreich?
Reaktion:
16.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 424 15-10-07: China: Tausche Weltumwelt und eigene Umwelt gegen Wirtschaftswachstum
Reaktion:
16.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 424 15-10-07: China: Tausche Weltumwelt und eigene Umwelt gegen Wirtschaftswachstum
Reaktion:
15.10.07- Kommentar
zu: Lohnniveau Deutschland/Dänemark
Reaktion:
Reaktion:
13.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 416 09-10-07: Wie lernfähig ist die deutsche Politik? Zwei Beispiele
Reaktion:
13.10.07- Kommentar
zu: Webseite
11.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 418 10-10-07: BILD-Sinn hetzt weiter gegen Mindestlohn
09.10.07- Kommentar
zu: Wesen und Zukunft des Sozialsstaates
Reaktion:
09.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 415 09-10-07: Wie kann man eine Zeitung kaufen, die sich Tag für Tag gegen die Interessen der meisten ihrer Leser wendet
08.10.07- Kommentar
zu: global news 879 08-10-07: Auch der Stern hetzt nun gegen den Abbau der Ungerechtigkeiten bei Hartz IV
Reaktion:
06.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 413 06-10-07: Eine kleine Linkswende in Deutschland und Frankreich?
06.10.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 413 06-10-07: Eine kleine Linkswende in Deutschland und Frankreich?
Reaktion:
Siehe hier.
06.10.07- Kommentar
zu: Kommentar zu Kommentaren
05.10.07- Kommentar
zu: global news 875 03-10-07: Entwarnung an der Verlagerungsfront?
Reaktion:
30.09.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 398 26-09-07: Bitte weiterempfehlen
Reaktion:
30.09.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 398 26-09-07: Bitte weiterempfehlen
Reaktion:
29.09.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 398 26-09-07: Bitte weiterempfehlen
Reaktion:
28.09.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 398 26-09-07: Bitte weiterempfehlen
27.09.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 398 26-09-07: Bitte weiterempfehlen
Reaktion:
01.08.07- Kommentar
zu: Diskussion zu Flassbeck und China
Reaktion:
Ja, viele deutsche Linke (wie alle Rechten) träumen weiter, auch bei
China. Siehe auch meinen morgigen Rundbrief in Auswertung der letzten Harris Poll-Umfrage. Kein Wunder, daß bei dieser Kombination von Links und Rechts plus weniger als mittelmäßge
Eliten und Medien das Land auf falschem Kurs segelt.
25.09.07- Kommentar
zu: Diskussion mit Albrecht Müller
Reaktion:
24.09.07- Kommentar
zu: Ruf nach mehr technisch-naturwissenschaftliche Fächer Studierenden
Reaktion:
21.09.07- Kommentar
zu: Bildungsschwach in die Zukunft
Reaktion:
16.09.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 380 15-09-07: Der Bundeswirtschaftsminister: Was schert mich mein Geschwätz von gestern?
11.09.07- Kommentar
zu: Der Alte Mann und die Globalisierung
Reaktion:
07.09.07- Kommentar
zu: Industriepolitik im Zeitalter der Globalisierung
Reaktion:
06.09.07- Kommentar
zu: Soziales Abseits
06.09.07- Kommentar
zu: Globalisierung
01.08.07- Kommentar
zu: Der Alte Mann und die Globalisierung
Reaktion:
Kommentar
Reaktion:
03.09.07- Kommentar
zu: Der Alte Mann und die Globalisierung
Reaktion:
03.09.07- Kommentar
zu: global news 767 30-06-07: Die chinesische Herausforderung: Und morgen kauft uns China
Reaktion:
Gern lasse ich Ihnen Ihren Glauben, daß die Integration von 1,3 Milliarden Chinesen in die
Weltwirtschaft, die meisten Billigstlöhner und Wanderarbeitnehmer, so ähnlich läuft wie bei Japan ein kleiner Bruchteil davon oder die seinerzeit befürchtete amerikanische
Herausforderung. Sie werden mir nachsehen, daß ich das unter heutigen kapitalistischen Verhältnissen, bei denen auch in China, wie seinerzeit im Manchestertum oder schlimmer noch,
ausgebeutet wird, für eine gefährliche Illusion halte. Die Japaner hatten immer hohe soziale Standards (mehr Gleichheit als in Deutschland) und sind relativ schnell zu einem Hochlohnland
geworden. Wann wollen Sie das bei China mit seinen 700 Mio Unterbeschäftigten oder Arbeitslosen erwarten? Japan hatte außerdem bei weitem nicht den Kapital- und Technologiezufluß,
den China verzeichnet, und längst nicht diese enormen Exportüberschüsse.
31.08.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 358 01-09-07: Das Gehalt eines Richters am Bundesverfassungsgericht
Reaktion:
38.08.07- Kommentar
zu: Arbeitslos im August
Reaktion:
27.08.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 347 26-08-07: Der Mann von der IG Metall mit den China-Illusionen
27.08.07- Kommentar
zu: den Schaubildern der Webseite
Reaktion:
26.08.07- Kommentar
zu: 2. Quartal 2007
Reaktion:
01.08.07- Kommentar
zu: Gedanken zur Zeit 344 26-08-07: Die „Schwarze Null" im Haushalt: Grund zum feiern?
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