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Von http://www.jjahnke.net/immigra.html, Version 6.8.08

Nach der heutigen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamt haben schon fast ein Drittel aller minderjährigen Kinder in Westdeutschland einen Migrationshintergrund (Abb. 14508).


In vielen deutschen Großstädten sind Immigrantenkinder unter fünf Jahren bereits in der Mehrheit (Abb. 13280).


Im internationalen Vergleich hat Deutschland einen relativ hohen Immigrantenanteil, der - neben Österreich und der Schweiz - nur von einigen klassischen Einwanderungsländern überboten wird (Abb. 13285). Hauptherkunftsland der Zuwanderung ist mit mehr als 14 % die Türkei, gefolgt von Rußland, Polen und mehreren Balkanländern (Abb. 13283).



Um die Ausbildung und damit die Integration der Immigrantenkinder sieht es sehr schlecht aus und viel schlechter als in anderen Ländern. Unter den Hauptschulabschlüssen beträgt der Ausländeranteil mehr als 19 %, dagegen unter den Abiturienten weniger als 4 % (Abb. 14080). Der Abstand in der Leseleistungen von Immigrantenkinder der 2. Generation ist nirgendwo so groß wie in Deutschland (Abb. 13355). Auch bei den mathematischen Leistungen sieht es in Deutschland vergleichsweise ziemlich schlecht aus (Abb. 13320).




Die Mehrheit derer mit Immigrantenhintergrund hat keinen beruflichen Abschluß, während es bei denen ohne diesen Hintergrund nur 27 % sind (Abb. 13281). Auch hier sieht es im internationalen Vergleich sehr schlecht aus (Abb. 12989). Die Wahrscheinlichkeit von Immigrantenkindern der 2. Generation, einen Hochschulabschluß zu erreichen, ist in Deutschland am geringsten unter den Vergleichsländern (Abb. 13319).




Das Ergebnis dieser mangelnden Bildung und Ausbildung kann eigentlich nicht mehr überraschen. So sind erwerbslos oder stehen dem Arbeitmarkt nicht zur Verfügung 38 % derjenigen mit Immigrationshintergrund, dagegen nur 27 % derjenigen ohne (Abb. 13282). Als einfache Arbeiter tätig sind fast die Hälfte derer mit Immigrationshintergrund, dagegen nur weniger als ein Viertel derjenigen ohne (Abb. 13286).



Auch die Kriminalitätsstatistik zeigt auffällige Spuren der sich sehr ungünstig entwickelnden Situation. Unter den tatverdächtigen Erwachsenen haben Ausländer vor allem bei schweren Verbrechen hohe Anteile, die weit über dem Anteil an der Gesamtbevölkerung liegen (Abb. 14037). Unter den tatverdächtigen Ausländern kommen die Türken auf fast ein Drittel (Abb. 14038).



Fazit: Deutschland braucht dringend wesentlich größere Anstrengungen in der Integration von Ausländern, und vor allem Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Anders als in klassisischen Einwanderungsländern fehlt eine gezielte Immigrationspolitik, die in jenen Ländern seit jeher auf ein bestimmtes Bildungsniveau der Eltern achtet, bevor die Einwanderung erlaubt wird. In Deutschland sind dagegen Ausländer aus bestimmten Ländern jahrelang gezielt im Interesse der deutschen Industrie als besonders billige Arbeitskräfte ins Land geholt worden.