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Einige Leserfragen und Meinungen zu den Rundbriefen und meine Reaktionen



3886 23-09-21: Wenn Erbschaften die Gesellschaft extrem ungleich machen - Was können die Bundestagswahlen ändern?

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1. Frage/Meinung: Das Erstaunlichste an der schrecklichen Entwicklung ist für mich als Soziologen und Kulturwissenschaftler, dass wir angesichts der Zahlen - und das heisst: angesichts der grossen Anzahl Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben - keine bürgerkriegsähnlichen Zustände sehen, die ich schon seit mindestens 15 Jahren erwarte. Anscheinend ist der Leidensdruck trotz der gigantischen Unterschiede bei Einkommen und Vermögen immer noch nicht gross genug, um auf die Strasse zu gehen und das Land lahmzulegen. Wieviel schlimmer kann und muss es noch werden, bis diese Zustände gewaltsam verändert werden? Haben Sie eine Erklärung? Mit interessiert auch in diesem Zusammenhang, was passieren wird, wenn Armin Laschet doch noch die Wahl zu seinen Gunsten entscheidet... mit welchen Mitteln auch immer... Sehen Sie da die Gefahr von gewalttätigen Reaktionen, nicht nur von abgrundtief enttäuschten Klimaschützern?

Antwort: Für mich ist diese Entwicklung nicht besonders erstaunlich, weil sie schon sehr lange und in kleinen Dosen stattfindet und die meisten Menschen die ökonomischen Mechanismen nicht begreifen und viele das konservative Narrativ aufgreifen, wonach jeder nach oben kommen kann und anderenfalls es die eigene Schuld ist. Deswegen kann es noch einige Zeit ohne größere Unruhe so weitergehen. Hinzu kommt in Deutschland, daß die Regierenden oder möchte-gern Regierenden immer wieder kleinere Konzessionen machen, um Druck herauszunehmen, und vor allem, daß ein großer Teil der Unzufriedenen zur AfD abgedriftet ist, die sozialpolitisch erzkonservativ ist. Ich würde eher erwarten, daß die Lage in Frankreich explodiert und dann eventuell - wie schon sehr viel früher einmal - auf Deutschland übergreift. Laschet wird jedenfalls so nicht gewinnen. Eine weitere "Revolution" kann kommen, wenn die schweren finanziellen Lasten der Klimapolitik zu verteilen sind und auch das sozial ungerecht erfolgen sollte.



3895 20-09-21: Unsere Kreditkarte für Euro- und EU-Partner ohne Limit und Zins

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2. Frage/Meinung: Wie lange kann solches fiskalisches EU System halten? Unsere Zukunft ist die EU, wie kann solches Konstrukt reformiert werden und durch wen? Was passiert, simpel gesagt : wenn der deutschen Regierung das Geld ausgeht?

Antwort: Die deutsche Regierung würde derzeit eher die deutschen Steuern oder die deutsche Verschuldung erhöhen, als die EU baden gehen zu lassen. Die meisten Deutschen verstehen ohnehin zu wenig davon und die Medien sind zu vorsichtig, um den Finger auf die Wunden zu legen. Das kann sich nur ändern, wenn eine der deutschen Parteien sich die deutschen Interessen auf die Fahne schreiben und damit Stimmen gewinnen würde.


1. Frage/Meinung: Vielen Dank für diese Zahlen und Ihre Einordnung. Zwar profitiert Deutschland vordergründig von den Exporten in die EU, doch wenn diese über zinslose Kredite finanziert werden, für die auch noch die Haftung übernommen wird, stellt sich die Situation schon ganz anders dar. Irgendwie assoziiere ich immer 'Reparationszahlungen', wenn ich sehe, in welche Rolle Deutschland bei der Finanzierung der EU gezwungen wurde... eine Rolle, die Angela Merkel noch vor wenigen Jahren kategorisch abgelehnt hatte... Die EZB spielt die Schlüsselrolle: sie kann den Leitzins gar nicht mehr erhöhen, ohne die die hochverschuldeten Länder in den Staatsbankrott zu treiben. Sehen Sie noch einen Hebel, der gegen die steigende Inflation noch etwas ausrichten könnte? Oder sehen wir hier zum ersten Mal konkret den Anfang des Endes des Finanzsystems?

Antwort: Von den Exporten profitiert Deutschland wirklich nur vordergründig, weil nach mehreren seriösen Berechnungen, der Gegenwert meist schlecht angelegt wird und die Profite der großen Exportkonzerne nur einem sehr kleinen Teil der Bevölkerung zufließen. Gleichzeitig bedeutet die sehr einseitige Exportstruktur extreme Verletzlichkeit (siehe z.B. China) und mangelnden Binnenkonsum - eine sehr ungesunde Situation. Die extreme Inflation, die auch in anderen Ländern derzeit registriert wird, ist teilweise dauerhaft, weil ganze Lieferketten zerbrochen sind, die ökologische Situation über die CO2-Bepreisung die Preise treibt und wegen der Risiken an den Börsen der wohlhabende Teil der Bevölkerungen in die Immobilien gestiegen ist und damit die Baupreise und am Ende die Mieten nach oben treibt. M.E. wird der EZB gar nichts anderes übrig bleiben, als den Fuß von der Zinsbremse zu nehmen und die Inflation so auf die klassische Weise, für die Notenbanken ja geschaffen sind, zu bremsen.



3893 06-09-21: Wie Deutschland einen großen Teil seiner Zukunft verspielt hat

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3890 19-08-21: Zur Zuwanderung aus Afghanistan und den Neoliberalen

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8. Frage/Meinung: Ich wundere mich schon, dass Sie, der für Deutsche sozial ziemlich engagiert ist und die schlimme soziale Entwicklung der letzten Jahrzehnte vielfach kritisiert hat, bei Flüchtlingen aller Art derartig kleinlich (milde formuliert) reagiert. Es geht ja nicht nur um Asyl für politisch Verfolgte nach Art. 16a, sondern zB. auch um die Duldung von Bürgerkriegsflüchtlingen u.ä., die Sie offenbar völlig ablehnen. Bei einer Kernfamilie die erwachsenen Söhne nicht einlassen zu wollen, obwohl auch sie wegen der Tätigkeit des Vaters gefährdet sein können, ist schon ziemlich engstirnig. Und wenn ein Cem Özdemir sich gegen Familientrennung ausspricht, was ihm als Politiker und Mensch zusteht, ihm sein Einkommen vorzuwerfen, ist eigentlich bei Ihrem Engagement und intellektuellen Qualität unter Ihrem Niveau. Ihre Verwendung des Begriffs "Neoliberale" stört mich irgendwie. Neoliberale "Reformen" auf Kosten der Ärmeren kann ich eigentlich nicht mit Leuten verbinden, die einer Willkommenskultur nahestehen. Wahrscheinlich sind viele der "Ortskräfte" besser qualifiziert als die bisherige afghanische Einwanderung und deshalb auch recht gut integrierbar.

Antwort: Für mich gilt das Grundgesetz, und die meisten Afghanen, die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind, haben nur ein zeitlich befristetes Aufenthaltsrecht oder nicht einmal das, obwohl der Bürgerkrieg dort schon sehr lange besteht, aber für ein echtes Asyl eben nicht ausreicht. Woher wissen Sie denn, daß erwachsene Söhne gefährdet sind? Woher wissen Sie überhaupt, daß alle sogenannten Helfer gefährdet sind, von denen doch sehr viele in sehr niedrigen Funktionen tätig waren? Es ist leider eine Erfahrung, daß sich die besser situierten Grünen in ihren noblen Vierteln nicht für das Schicksal der Landleute interessieren, die es mit der Konkurrenz der illegalen Migranten um billigen Wohnraum und Sozialleistungen zu tun bekommen. Woher wollen Sie wissen, daß Ortskräfte generell besser qualifiziert sind, als Afghanen, die schon lange bei uns leben. Es war immer primär das Bürgertum, daß sich auf die Reise in ein besseres Leben gemacht hat, zumal man auch dafür Geld braucht. Leider unterstellen Sie bei Ihren Mutmaßungen sehr viel. Übrigens ist meine Kritik an der Willkommenspolitik schon immer dagewesen.


7. Frage/Meinung: Diese Afghanen sind echte Asylanten, also Menschen die nicht einwandern wollten, sondern an Leib und Leben bedrohte echte Flüchtlinge. Da kann man nicht von neoliberalem Helfersyndrom reden - sondern muss die nicht nur moralische sondern auch juristische Verpflichtung des Asylrechts akzeptieren.

Antwort: Es gibt kein abstraktes Asylrecht. Nach Artikel 16a des Grundgesetzes genießen nur direkt politisch verfolgte Menschen Asyl. Notsituationen wie Armut, Bürgerkriege, Naturkatastrophen oder Perspektivlosigkeit sind damit als Gründe für eine Asylgewährung gemäß Artikel 16a GG grundsätzlich ausgeschlossen. Auf der falschen Seite eines Bürgerkrieges zu stehen, reicht jedenfalls nicht aus. Die Bedrohung muß konkret und auf die jeweilige Person bezogen nachgewiesen werden. Viele der Ortskräfte waren als Köche, Reinemachekräfte, für die Entwicklungszusammenarbeit und in ähnlichen Diensten außerhalb der militärischen oder geheimdienstlichen Funktionen beschäftigt und dürften relativ wenig bedroht sein. Ausgeschlossen nach Artikel 16a sind ausdrücklich auch Einreisen über ein sicheres Drittland. Keiner der jetzt aus Afghanistan Ausreisenden reist direkt nach Deutschland. Viele werden über Nachbarländer, wie Pakistan oder Tajikistan und weiter über Iran und Türkei kommen, wo sie nicht bedroht sind, jedenfalls nicht mehr als viele andere Bürger des Landes.


6. Frage/Meinung: Absolute Zustimmung. Viele Afghanen haben bei der BW u. anderen westlichen Organisationen gearbeitet, WEIL sie bezahlt, gut bezahlt wurden - u. nicht, weil sie die westl. Demokratie u. die Frauenrechte angeblich so schätzen, wie uns immer eingeredet wird. Dieses Land D. ist so dumm u. diese "Journalisten" betreiben häufig nur Propaganda für ihre links-grüne Sicht. Es kann auch nicht sein, dass ganze Großfamilien, die NICHTS für westl. Organisationen getan haben, jetzt nach D. kommen. Vor 2/3 Jahren habe ich von einem afghan. Volksschullehrer gelesen, der jetzt mit seiner Frau u. 4 Kindern hier lebt. Neben einer kostenfreien großen Wohnung, kostenfreien med. Versorgung, bezieht er 2000 Euro/Monat Sozialhilfe hier, in Afghanistan hat er als Lehrer umgerechnet 40 Euro/Monat verdient - er ist jetzt ein wohlhabender Mann!

Antwort: Danke!


5. Frage/Meinung: Die Afghanen die ich hier erlebt habe, sind i.d.R. hoch konservativ und meist religiös. Gleichberechtigung von Frauen ist für sie alles andere als selbstverständlich. Mich wundern entsprechende Überrepräsentationen in einigen Kriminaldelikten gar nicht (das jüngste extreme Beispiel: die beiden Brüder, die ihre nicht gehorsame Schwester töteten und wie Müll entsorgten). Das Sie die ZEIT als "neoliberal" bezeichnen hat mich allerdings überrascht. Zumindest nach außen hin identifiziert sich die ZEIT mit dem "selbstgerechten, modernen (!) Linksliberalismus" (zitiert nach S. Wagenknecht). Aber evtl. kommt das inhaltlich aufs selbe raus. Vielleicht könnten Sie dazu noch etwas schreiben.

Antwort: Für mich ist "neo-liberal" eine Haltung, die dem Linksliberalismus ähnlich ist. Sie ist extrem global ausgerichtet und tritt für Multikultur ein, betrachtet jedenfalls die traditionelle deutsche Bodenverbundenheit verachtend als kleinbürgerlich.


4. Frage/Meinung: Ihr Bericht liefert wie gewohnt gute Zahlen, Zahlen sind Fakten, die für eine fundierte Meinungsbildung genauso bedeutsam sind, wie zB. die Einbeziehung unseres Wertesystems in eine Gesamtbetrachtung. Für diese Informationsbereitstellung bedanke ich mich bei Ihnen, sehr geehrter Herr Jahnke. Alle Achtung für Ihren persönlichen Aufwand, den Sie hierfür regelmäßig betreiben. Zum Thema selbst habe ich mir folgende Meinung gebildet - Die Kriegszeit in Afghanistan steht kurz vor dem Ende. Afghanistan wird nun nicht von gemäßigten Moslems, wie bisher weiterregiert, sondern von extremen Moslembrüdern. Trotz gigantischem Einsatz des christlichen Abendlandes und den christlichen USA war dies nicht zu verhindern. Dies hat Ursachen, die möglicherweise im Willen der Volksmehrheit zu finden sind. ( Stichworte "Volkswillen" "Verteidigungsmoral der afgh. Streitkräfte mit modernst. Kriegsgerät") Thema Ortshelfer: Jeder von Ihnen hat jeweils vor vielen Jahren schon eine lebenswichtige Entscheidung getroffen, für kulturfremde Streitkräfte Dienste anzunehmen, die vergleichsweise gut bezahlt werden, oder eben dies nicht zu tun. Wohlwissend, daß dies aus Sicht von afghan. Mitbürgern "ein Geschäft mit dem Teufel" war, das gut enden kann, aber auch sehr böse, wie ja nun so eingetreten. Jeder Ortshelfer mußte doch wissen, wenn das USA-Unternehmen nicht erfolgreich zu Ende geht, für ihn persönlich und seine gesamte Familie große Gefahren lauern. Problem ist nur: Wenn z.B. Deutschland afghan. Ortshelfer bei uns aufnimmt, Teile von deren Familien in Afghanistan verbleiben, ist das eine familiäre Tragödie. Es drohen Erpressung, Inhaftierung u.U. Folter und Tod. Auf der anderen Seite ist es doch ein Riesenproblem, eine Großfamilie insbesondere die Älteren (z.B. Eltern ) hier ein adäquates Leben zu bieten - Kulturunterschiede sind nicht lösbar. Meine Überlegung: Kontrakte mit zwei oder drei Anliegerstaaten mit dem Ziel der Ansiedlung dieser Familien. Die Familien erhalten ggf. eine gut bemessene Einmalsumme für die Existenzgründung. Sie können dort unter Moslems leben und haben es vermutlich einfacher, ihre Wünsche und Lebensziele zu verfolgen.

Antwort: Zu Ihrem Vorschlag, der ja dem von Merkel angesteuerten Ziel ähnelt: Erstens, haben die Afghanen inzwischen so große Gemeinden in Deutschland, das sie bei uns dauerhaft in ihren Traditionen leben können. Auch gibt es hier genug Muslime und Moscheen für den Glauben. Hinzu kommt die gute Versorgung, besonders bei vielen Kindern, die bei Afghanen üblich sind. Zweitens, haben die Anliegerstaaten wenig Interesse, sich die Afghanen an den Hals zu holen, oder sie benutzen sie für exorbitante Forderungen an Deutschland, wie es Erdogan getan hat.


3. Frage/Meinung: Liegen die besonderen Hemmnisse der Integration von Afghanen in deren mangelhafter Bildung bzw. Bildungsabschlüsse oder sind es noch andere, die diese Gruppe von Asylsuchenden kennzeichnen? Und die Aufnahme von nur 5.000 Afghanen als Ortskräfte dürfte uns nicht Angst machen, vielmehr jedoch, wenn eine neue Flutwelle à la 2015/2016 entstehen würde. Für mich dazu die Frage, können die deutschen Behörden bei afghanischen Flüchtlingen sicher entscheiden, ob sie von den Taliban politisch verfolgt werden? Ist dies im Einzelfall überhaupt nachweisbar?

Antwort: Es ist nicht einmal geklärt, wie Ortskräfte abzugrenzen sind. In einer weiten Interpretation gehören auch Köche, Reinemache-Personal, Bewachung etc. dazu, die jedenfalls weniger Verfolgung befürchten müssen, als die militärischen Kollaborateure oder die die mit den westlichen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben. Und alle sogenannten Ortskräfte haben große Familien und werden auf Familiennachzug bestehen. Die Aufnahme einer großen Zahl von sogenannten Ortskräften wäre dann eine Signal für andere Afghanen, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen, zumal hier schon große Ansammlungen von Afghanen in entsprechenden Diasporen leben.


2. Frage/Meinung: Sehr geehrter Herr Jahnke, ich nehme mir das Recht, trotz allen Verständnisses für Ihre Haltung, zumindest einen, nämlich den letzten Punkt, nicht voll zu akzeptieren. Ich bin und bleibe nämlich auch immer ein optimistischer Idealist. Natürlich gibt es in meinen Augen eine, wenn auch nicht umfassende, grundlegende moralische Verpflichtung den "Ortskräften" (früher etwas hässlicher Kollaborateuren) gegenüber. Aber diese haben unsere Lebensweise zum größten Teil akzeptiert, sprechen (wohl fast alle mehr oder weniger) Deutsch, sind im Vorfeld identifiziert (falls unsere Botschaft das ausnahmsweise! mal hingekriegt haben sollte) was sie schon einer eventuellen Integration/Assimilation und vor allem einer kriminell unauffälligen Lebensweise näherbrächte. Ich möchte/würde deshalb eine "Umtauschaktion" in die Wege leiten: Diese Menschen zu uns unter strikt anzuwendendenAsylbedingungen (ohne! zwanghaft vorgetragene Integrationsversprechen), bei uns aufzunehmen, jedoch im Gegenzug alle!!! kriminell Auffälligen, die sie zu Recht benennen, ohne Rücksicht auf irgendwelche in diesem Deutschland möglichen juristischen Einspruchs-, rechtlichen Spitzfindigkeiten und Verzögerungsmöglichkeiten sofort und endlich mal konsequent abzuschieben. Ich weiß, dass das so nicht funktioniert, weil hier niemand mehr "die Eier hat"; aber diese Idee darf ich doch wohl entwickeln, oder? Ich finde, nur so können wir vor uns selbst wirklich moralisch bestehen. Und ein vernünftiges Einwanderungsgesetz, das ja immer noch aussteht, und das durch eine vom ganzen! Bundestag (auch den Christdemokraten) unterstützte entsprechende Gesetzesänderung ermöglicht, hätten wir endlich Regeln, an denen wir uns orientieren könnten. Wahrscheinlich reichte es allerdings auch schon aus, das Asylrecht konsequent und sinngemäß anzuwenden, was ja eben im Moment bei uns in Deutschland nicht möglich zu sein scheint.

Antwort: Der Begriff "Helfer" ist sehr schwammig und geht über deutschsprechende auf unserer Lebensweise Eingestellte weit hinaus. Oft sind es nur Hilfskräfte zum Kochen, Reinemachen, Bewachung etc. Und selbst, wer ein bißchen Deutsch gelernt hat, ist von unserer Lebensweise meist noch weit entfernt.


1. Frage/Meinung: Die Mission... oder besser die Missionierung vor Ort mit westlichen Werten - hat natürlich die afghanische Gesellschaft in Teilen verändert, vor allem Mädchen und junge Frauen durch den Zugang zu Bildung. Die damit verbundene Entfernung vom Islam bringt sie nun ziemlich sicher in Lebensgefahr. Auch wenn es keine moralische Verpflichtung für eine Aufnahme geben mag, so muss aus meiner Sicht doch die Möglichkeit geschaffen werden, dass sie ihr selbstbestimmtes Leben retten und in der Welt leben können, durch deren Werte sie geprägt wurden. Mir hat mal ein Nachhilfeschüler vorgehalten, dass ich ihm zwar zu einem sozialen Aufstieg aus einfachsten Verhältnissen verholfen habe, dass dieser ihn jedoch total von seiner Familie entfremdet habe und vieles zerstört habe. Mit einem ähnlich gelagerten Dilemma sehe ich nun die beteiligten NATO-Länder konfrontiert...

Antwort: Ich bin nicht sicher, ob wir Menschen wirklich helfen, die bei uns nur zu einem geringen Anteil wirklich integriert werden können und die dann hier oft in einer mittelalterlichen Parallelgesellschaft leben.



3899 20-07-21: "Klimaschutz für Dumme" oder "Die CDU und die Katastrophe"

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2. Frage/Meinung: Danke für die gut recherchierten Fakten. Bei der Darstellung wird stillschweigend transportiert, dass wir (D) das Klima retten könnten. Das können wir nicht. Sie wissen besser wie ich, welchen geringen Anteil wir verändern können. Wir können einen Anteil leisten, der aber wahrscheinlich von unseren Konkurrenten wieder missbraucht würde um sich selbst zu stärken. Es geht nicht nach dem Motto, wir machen's vor und die anderen kommen nach. Insofern ist das was dann Herr Laschek vorgibt, das momentan machbare und eben nicht die absolutistische Haltung von dem jetzigen Bundeskanzler die heisst, wir retten das Klima koste es was es wolle auch unsere Existenz (weil wir wohl die einzigen sind und bleiben).

Antwort: Natürlich bin ich nicht so dumm, wie Sie mir mit der deutschen Klima-Rettung unterstellen. Doch Deutschland ist das Führungsland der EU, die ihrerseits die drittgrößte Industrieregion der Welt mit entsprechendem CO2-Ausstoß darstellt. Hier dürfen sich auch die 83 Mio. Deutschen nicht verstecken, zumal ihre Kohlekraftwerke lange die größten Dreckschleudern der Welt waren. Niemand in der deutschen Politik hat vor, unsere Existenz zu beseitigen. Wir sind auch bei Weitem nicht die einzigen, die sich zur Beteiligung aus eigenem Interesse gezwungen sehen. Selbst China begreift das, wenn auch langsam.


1. Frage/Meinung: Argumente für einen menschengemachten und von Menschen wieder korrigierbaren Klimawandel klingen nur gut, wenn man stets nur die Klimaentwicklung von der kleinen Eiszeit (1850) an und damit nur 170 Jahre der 450 000 Jahre langen Menschheitsgeschichte ins Kalkül zieht. Aktuelle Rekorde verblassen allerdings wenn man berücksichtigt, dass in Grönland um 1000 n.Chr. auf etwa 620 Bauernhöfen Getreide angepflanzt wurde und auf dem Boden des Pasterzengletschers in der Jungsteinzeit ein Wald wuchs. Bei näherer Prüfung würde man nämlich feststellen, dass dies keine Einzelfälle waren. Es war tatsächlich in den vergangenen 12.000 Jahren meist wärmer als heute. Das wird zwar bei Nachfrage eingeräumt, aber mit dem Argument des einmalig raschen Temperaturanstieges relativiert. Dieses Argument ist wissenschaftlich auch nicht haltbar. Fazit: Die Unwetter in Deutschland sind statistisch (Häufigkeit, Stärke) gesehen keinesfalls auf "Klimawandel" rückführbar, sondern "Normalität". Bitte keine Panik !

Antwort: Sie vergessen leider, daß um 1000 n.Chr und in früheren Warmperioden die Erde sehr dünn bevölkert und der Meeresspiegel 7 Meter höher war, was heute bei dicht besiedelten riesigen Küstenstädten verheerend wäre. Mit Panik hat das wirklich nichts zu tun, sondern es wäre Leichtsinn, so falsch zu argumentieren. Im Übrigen steigt in der Tat die globale Temperatur derzeit dramatisch schneller und nicht mehr in Jahrtausenden. Und das schnelle Abschmelzen des Meereises, kombiniert mit starkem Mäandern des Jetstreams und dem Dauerregen sind nicht normal, sondern erklärbar keine Normalität, wie in dem Rundbrief geschehen. Bitte keine Verharmlosung!



3888 16-07-21: Die EU hat sehr viel Sympathie in Deutschland verspielt

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2. Frage/Meinung: Dem kann ich nur zustimmen. Ich fühle mich nach wie vor als ausgebeuteter Deutscher und nicht als Europäer. Alle halten sie die Hände auf, die schwachen und teils korrupten "Mitgliedsstaaten". So wurde die einstige Idee voll an die Wand gefahren. Sowjetunion und Jugoslawien sind nicht umsonst gescheitert, ein Zwang zum Zusammenschluß verschiedener Kulturen, Glaubensrichtungen und Identitäten kann niemals dauerhaft funktionieren.

Antwort: Es hätte funktionieren können, wenn erstens Deutschland nicht mit der Last aus dem NS-Regime hätte antreten müssen und als geteiltes Land, also praktisch schon damals aus einer Underdog-Position. Und wenn zweitens in einer kleingehaltenen EU die Aufgabe nationaler Souveränität ohne dauerhafte Zahlungsverpflichtungen erfolgt wäre. Leider ist es anders gekommen. Vielleicht muß Deutschland eines, hoffentlich nicht allzufernen Tages austreten, zusammen mit einigen Ländern von ähnlicher Wirtschaftskraft pro Kopf und eine neue Gemeinschaft begründen.


1. Frage/Meinung: Der Wohnungsmarkt mag auch durch die inflationäre Politik der EZB verursacht sein. Der Hauptgrund allerdings liegt in dem ungeheuren Zuzug den D erleidet. Ca. 10 Mill Menschen aus EU Ländern, durch besonders hohe und liberale Sozialleitungen eingeladen, weil man versäumte sich darauf zu einigen, diesen Menschen das an Sozialleistungen zu geben, was sie in Ihren Heimatländern bekommen würden. Dazu kommen noch mehrere Mill. > 5 Mill. von Migranten in D ungeprüft als Flüchtlinge bezeichnet. Es gibt dazu kaum Statistiken, aber die stetiger Zunahme, dessen was man nur auf der Straße in eigentlich allen größeren Orten beobachten kann, gibt es einen, nicht endenden ungeheuren Zustrom jetzt inzwischen aus Afrika, der wiederum auch direkt mit Dingen 2015 zusammenhängt.

Antwort: Natürlich führend niedrige Zinsen zu mehr Nachfrage am Wohnungsmarkt, vor allem von Menschen, die Geld anzulegen haben (das sind wirklich nicht die Migranten!). Der Zuzug aus der EU hat längst seinen Höhepunkt überschritten, die Zuwanderung seit 2015 auch (und natürlich gibt es dazu eine ausreichende Statistik, über die ich immer wieder berichte). Die Inflationierung am Wohnungsmarkt betrifft jedoch alle Wohngrößen, während Migranten auf Sozialwohnungen angewiesen sind und oft in abbruchsreifen Wohnraum in bestimmten Großstadtvierteln ziehen oder in Massenunterkünften hängen bleiben. Die Inflationierung der Haus- und Wohnungspreise hätten wir genauso ohne die Migration.



3887 13-07-21: Immer weiter gegen den Strom

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2. Frage/Meinung: ...Russland und vor allem China immer aggressiver. Ich empfinde Russland nicht agressiv und wenn schon, dann sind der Westen (Nato) weit aggressiver! Warum nur schlagen auch Sie in diese Kerbe? Von Ihnen erwarte ich schon etwas mehr Differenzierung und nicht nur das Getröde der MSM!

Antwort: Mit MSM habe ich nichts am Hut. Aber Rußland hat mit seinem Geheimdienst schon mehre Morde in Deutschland und Großbritannien am Hut, geht äußerst aggressiv gegen Kritiker im eigenen Lande vor, unterstützt den Tyrannen von Weißrußland und hat sich die Krim völkerrechtswidrig unter die Nägel gerissen, verbunden mit der militärischen Unterstützung für die Aufständigen in der Ukraine. Das reicht wohl für die Beschreibung mit "aggressiv". Entsprechende Aggressionen der Nato gegen Rußland sind mir nicht bekannt, schon gar nicht das Ermorden von Regimegegnern oder die Aneignung russischen Territoriums. Was wollen Sie noch von mir an ehrlichen Feststellungen?


1. Frage/Meinung: Die dumme aufgeheizte Mehrheit trägt heutzutage völlig wirkungslose Masken. Die europäischen Nachbarn überfallen - Ja, jedoch: Was Polen anging, blieb den Deutschen damals nichts anderes übrig, als endlich einzuschreiten. Die Massaker der Polen an uns Deutschen mussten gestoppt werden. Friedensangebote wurden abgelehnt. Spanische Grippe - ok. Aber: Mega-Pandemie? Corona? LÄCHERLICH! Mit Verlaub Herr Jahnke, aber Sie sind doch nicht ganz dicht!

Antwort: Hier eine anonyme Zuschrift, auf die ich sonst nicht reagieren würde. Sie zeigt die unverbesserlichen Nazis unter uns und auch die Verbindung zwischen den Corona-Leugnern und ihnen. Selbst das Warschauer Ghetto sagt diesem Menschen nichts!



3886 09-07-21: Die sozialen Auswirkungen der Wahlvorschläge: CDU/CSU/FDP zurück ins Kaiserreich?

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2. Frage/Meinung: Interessant: CDSU und FDP schaffen es anscheinend Wohlstand für alle zu schaffen... die obere Klasse gewinnt "überstproportional", aber auch die anderen bekommen Almosen. Die bösen und wirtschaftspolitisch natürlich völlig unfähigen (eher) linken Parteien können nur durch "Wegnehmen" trumpfen. So könnte man ironisch anmerken. Ohne die Studie gelesen zu haben, kommen mir erhebliche Zweifel. Haben die dort einfach die Versprechen der Parteien ausgewertet? Sprich, wenn CDSU und FDP versprechen, dass alle mehr bekommen, ist alles gut? Sehr blauäugig.

Antwort: Das ist eine relativ seriöse Untersuchung (soweit das bei Parteiprogrammen überhaupt möglich ist) unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Siegloch. Sie sollten die wirklich lesen, bevor Sie ein Urteil fällen. Das Ergebnis hat mich übrigens nicht überrascht und war für mich von vornherein plausibel.


1. Frage/Meinung: Die soziale Auswirkung einer verfehlten Politik kann nicht allein an der Besteuerung der Einkommen festgemacht werden, wie die letzten 20 Jahre zeigen.

Antwort: Mir geht es in diesem Rundbrief nicht um eine insgesamt verfehlte Politik. Sonst hätte ich ein ganzes Buch schreiben müssen. Schade, daß Sie die Auswertung der Wahlvorschläge zu Steuern-, Mindestlohn, Mini- und Midi-Jobs, Sozialversicherung und Familienpolitik nicht zu interessieren scheint.



3885 06-07-21: Deutschland braucht eine grüne Kanzlerchance, aber nicht Baerbock

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3. Frage/Meinung: Neben Merkel darf von der Leyen nicht vergessen werden, die auch schon ca. 16 Jahre auf verschiedenen Positionen ungeschoren Schaden anrichten durfte. Baerbock passt sehr gut als Generationswechsel in diese Frauenpowerliga. Falls jemand denkt, es kann nicht mehr schlimmer werden, dann wird er bestimmt mit Baerbock eines Besseren belehrt. Aber Baerbock ist nicht das eigentliche Problem, sondern die Grünen, deren Parteipolitik es genauso wollte und damit sich als Partei disqualifiziert. Wenn eine Position aufgrund eines Geschlechtes besetzt wird und nicht aufgrund der Qualifikation, dann spricht das Bände (siehe die Grünen im Saarland). Wenn in einer Partei Stimmen fordern, das Wort Deutschland aus dem Wahlprogramm zu entfernen, dann gehört diese Partei für die Bundestagswahl gar nicht zugelassen. Habeck bestimmt nicht Grünen-Politik und ist leider in der falschen Partei. Für die Bewahrung und den Schutz der Natur und unserem Lebensraum brauchen wir einen gesunden Menschenverstand und keine Grünen Blindgänger.

Antwort: Leider sind die anderen Parteien in Sachen Umwelt viel schlechter ausgerüstet, vor allem Laschets CDU, die von "Umweltwohlstand" schwafelt, dabei aber nur an die deutsche Industrie denkt, als brächte die unsere Umwelt automatisch in Ordnung.


2. Frage/Meinung: Um dem "Wähler" die Klimaproblematik nachdrücklich nahe zu bringen - sehr gut. Der politische Gegner hätte allerdings auf dem Niveau auch bei Habeck was gefunden. Obwohl ich Ihnen in Ihrer Abwägung Habeck - Baerbock zustimme, sind für mich die gegen Baerbock aufgefahrenen Geschütze fast alle auf Bild-Zeitungs-Niveau.

Antwort: Ich habe nur die Popularität der beiden grünen Spitzen verglichen. Das muß doch möglich sein. Dann habe ich noch die Selbstmontage von Baerbock erwähnt, wie es praktisch alle Medien und nicht nur BILD tun. Was ist da so schlimm?


1. Frage/Meinung: Leider ist Joachim Jahnke noch immer von der tödlichen Wirkung von CO2 überzeugt. So tödlich kann das Leben aber heute gar nicht sein, wenn gerade im angeblich hitze-, dürre- und pandemiegeplagten Afrika die Bevölkerungszahlen explodieren, während sich in der letzten Kaltzeit die Menschheit gerade mit ein paar Stämmen über die Kälte retten konnte. Die Zunahme von Extremwetterereignissen (Dürre, Unwetter, Starkregen, Überschwemmungen etc.) ist ein Märchen der Klimaaktivisten und wird nicht einmal vom IPCC mitgetragen. Nur wer das Klima stets bei der kleinen Eiszeit beginnen lasst kann immer wieder mit Begeisterung neue Rekorde melden, wie unsere Aktivisten. Wer zumindest 12.000 Jahre bis zur letzten Eiszeit zurückgeht wird jedoch erkennen, dass es während dieser Zeit meist noch wärmer war als heute. Jetzt apern sie gerade aus, die Wälder aus der Jungsteinzeit, die ein paar Jahrtausende unter Gletschereis verborgen waren. Wer jetzt der Hybris erliegt und glaubt mit Billionen das Klima auf seine Wünsche zurechtschneidern zu können, der wird das befördern, was hier immer wieder zurecht anprangert wird. Die steigenden Energiepreisen, die die meisten Produkte verteuern werden, werden wieder einmal jene treffen, die sie schützen wollen, die Ärmeren. Die können sich mangels Eigenheim keine Fotovoltaik aufs Dach schrauben und kein neues E-Auto leisten, auf das sie angewiesen sind, weil die Mieten in den Ballungsgebieten für viele Bürger unerschwinglich werden. Die meisten Sorgen mache ich mir über die explodierenden Bevölkerungszahlen in den Entwicklungsländern, sie sind hauptverantwortlich für den Raubbau an unseren Ressourcen, am Artensterben und den destabilisierenden Migrantenströmen. Habeck ist sicher besser als Baerbock, aber Laschet ist wohl jene Persönlichkeit, die weit eher als Garant für jenes Augenmaß gelten kann, dass wir nach der verheerenden Populistin Merkel wirklich brauchen.

Antwort: Die Bevölkerungszahl ist es doch gerade, die zu mehr CO2 beiträgt. Da ist Ihre Argumentation unverständlich. Natürlich warnt auch IPCC vor extremen Wetterverhältnissen, was Sie doch im Rundbrief lesen können. Wenn es früher Warmzeiten gab, so war der Meeresspiegel viele Meter höher und die Welt dünn besiedelt, so daß die Menschheit - anders als heute - nicht leiden mußte. Natürlich muß Umweltpolitik mit Sozialpolitik zusammengehen und müssen die Wohlhabenden höhere Steuern zahlen, damit nicht eintritt, was Sie befürchten. Laschet ist nur Merkel in "weiter so". Einen Klimawohlstand wird des nicht geben. Wenn Sie das für Augenmaß halten, haben Sie nicht begriffen oder wollen nicht begreifen, was auf unsere Welt zukommt.



3883 28-08-21: Würzburg: Der Fluch der "bösen Tat"

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1. Frage/Meinung: "Die Kriminalitätsraten der Zuwanderer sind erschreckend hoch" Und dabei ist der Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Kriminalität noch größer als es uns die zur Verfügung stehenden Zahlen bzw. Statistiken vermitteln. Täter mit z.B. doppelter Staatsbürgerschaft- inklusive der Deutschen- werden regelmäßig nur als deutsche Täter aufgeführt. Die Entscheidungen zur Erleichterung des (auch automatischen) Erhalts der doppelten Staatsbürgerschaft (insbesondere 1999 u. 2014) dürften sozusagen sprunghaft eine Verschiebung zu Lasten des Merkmals "deutsche Täter", insbesondere bei jungen Straftätern hervorgerufen haben.

Antwort: Es ist sogar noch schlimmer, die Polizeiliche Kriminalstatistik erfaßt nur "Zuwanderer". Das sind die, die selbst nach Deutschland zugewandert sind, nicht aber deren in Deutschland geborene Kinder und Enkelkinder, die bereits im straffälligen Alter sind.



3881 14-06-21: Streit um das gigantische Anleihenkaufprogramm der EZB

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2. Frage/Meinung: Die Zusammenhänge sind sehr verständlich dargestellt. Sie macht klar, daß Europa finanziell die letzten Register zieht, um bankrotte Länder zu finanzieren, und damit den Anschein einer funktionierenden EU-Gemeinschaft aufrechterhält. Die EZB nimmt hierzu alle Mitgliedstaaten in Sippenhaft, Begründeter Einspruch des BVerG wird in einer unglaublichen Anmaßung zurückgewiesen dies sogar mit der Verhängung einer Strafe gegen die BRD wegen unerlaubten Aufmuckens. Diese finanziell aus eigener Kraft nicht mehr lebensfähigen EU-Mitgl.staaten ziehen damit die noch lebensfähigen in einen Finanzstrudel und dem unvermeidlichen Untergang. Die Titanic - Katastrophe hat uns leider gelehrt, daß selbst die Passagiere eher dem glauben, der den bevorstehenden Untergang am besten wegdiskutiert. Gnade unseren Kindern und Enkeln, die einmal den Europa-Trümmerhaufen durch Konsumverzicht und harte Arbeit wegräumen müssen. Ein zweites EU-Wunder wird auch dies nicht ermöglichen, denn wir werden wohl oder übel chinesisches Kapital benötigen und dies wahrscheinlich dankend annehmen, wenn es ein halbes Prozent unter den amerikanischen Zinsen liegt. Die Zeit ist jedoch nicht mehr fern, wo auch die Amerikaner auf chines. Kapital angewiesen sein werden, um die marode Infrastruktur der USA wenn überhaupt einigermaßen nochmals hinzubekommen. Ich hatte trotz meines Alters von 75 Jahren noch nie so große Sorgen um die Zukunft der übrigen Erdbevölkerung, denn deren Probleme sind noch weitaus größer als die der EU.

Antwort: Ja, so etwa ist es leider. Allerdings glaube ich nicht, daß wir mit chinesischer Hilfe rechnen sollten. China geht mit einer sehr negativen demographischen Entwicklung und enormen sozialen Brüchen selbst schweren Zeiten entgegen und stößt mit seiner Aggressivität immer mehr seiner Partner ab.


1. Frage/Meinung: Das Konstrukt EU war von Anfang an eine Totgeburt, weil jedes Land davon nur seinen eigenen Profit im Sinn hatte. Es wird von Jahr zu Jahr nur schlimmer und lächerlicher, wenn man dabei auch noch von westlicher Demokratie spricht. China ist mit seinem totalitären System ehrlicher, erfolgreicher und transparenter für die Bürger. Nachdem der Karren EU schon so tief im Dreck steckt und das ziehende Pferd schon tot ist, hilft nur noch absteigen und seine eigenen Wege gehen.

Antwort: Die EU mag eine Mißgeburt sein, ist jedoch alles andere als tot. Daher ist sie auch reformfähig. Das EU-Parlament muß endlich in seine Rechte eingesetzt werden. Der EuGH bedarf in seiner Zusammensetzung der Bestätigung durch das Parlament und die Präsidentschaft der Kommission muß auf einem Vorschlag des Parlaments beruhen. Die Satzung der EZB muß so geändert werden, daß die indirekte Finanzierung von Regierungen durch Aufkauf von Anleihen nicht mehr möglich ist. Die Stimmrechte in der EZB müssen in Einklang mit der Bevölkerungsgröße gebracht werden. Schon wenn das alles passierte hätten wir schon eine wesentlich lebendigere EU. China ist total unehrlich, weil es eine demokratische Wahl suggeriert, die nie stattfindet, und für seine Bürger total intransparent, weil die Medien der staatlichen Diktatur unterliegen. Ob das auf Dauer erfolgreich sein kann, wird sich noch zeigen müssen. Ein wirtschaftlicher Rückschlag ist durchaus möglich.



3880 07-06-21: Wer bezahlt die horrende Rechnung für den "Green Deal"?

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4. Frage/Meinung: Ich möchte zur Objektivierung der Klimafrage auch ein Buch empfehlen: Vahrenholt/Lüning: "Unerwünschte Wahrheiten". … Ja, bei den Kosten mogelt sich die Politik gerne vorbei, gerade im Wahljahr. Aber da kommen ja noch ganz andere Kosten auf uns zu nach der Pandemie. Überteuerte Masken, Test-Betrug und vor allem die kommenden Pleiten müssen finanziert werden. Es mag zynisch klingen, aber mit weniger Menschen auf diesem Planeten, wären zumindest die vom Menschen gemachten Anteile & Probleme geringer. Vielleicht brauchen wir nur die nächste Pandemie abwarten und es regelt sich von allein. Dumme und Arme werden dabei die ersten sein, die dann Ihren Beitrag leisten. Auch das ist eine unerwünschte Wahrheit, die niemand sagen mag aus der Politik.

Antwort: Der von Ihnen gegen die Klimawarnungen zitierte Fritz Vahrenholt war übrigen lange Jahre in verschiedenen Energiekonzernen tätig, so daß man seine Unabhängigkeit bestreiten sollte. Die pharmazeutischen und medizinischen Wissenschaften, aber auch die Regierungen werden einiges gelernt haben und auf künftige Pandemie mindestens etwas besser vorbereitet sein. Doch die eigentliche Krise droht von der globalen Erwärmung und da werden sich nur wenige, ob reich oder arm, verstecken können. Die Politik hat das fast überall begriffen, nur wagt sie noch nicht, nach der bitteren Wahrheit zu handeln.


3. Frage/Meinung: Sie haben sich (wieder) viel Arbeit gemacht. In meinen Augen wird auch deutlich, was man eh schon lange fühlt. Durch die hohen Kosten, die dem Bürger mit Umweltschutz-Argumenten aufgeladen werden, verschlechtert sich nur die Lebensqualität von Millionen. Am Weltklima ändern das gar nichts. Und wie viel deutsche Teile in den neuen chinesischen Kohlekraftwerken eingebaut sind, fragt man besser gar nicht.

Antwort: Die Kosten werden unvermeidbar sein und würden einer Klimakatastrophe nicht mehr bezahlbar sein. Man muß sie nur gerecht verteilen und sie nicht künstlich minimieren, um die Menschen nicht zu beunruhigen. Wenn man mit diesen Kosten die Volkswirtschaft klimaneutral macht, was durchaus noch machbar ist, zumal wenn man auch Ländern wie China mit Importverboten für ihre Produkte in die sofortige Einsparung von Emissionen zwingt (zur Zeit ist China noch sehr vom EU- und US-Markt abhängig). Durch Verweigerung deutscher Teile würden wir China nicht vom Bau von Kohlekraftwerken abhalten können.


2. Frage/Meinung: Die gleichgeschalteten Medien offerieren dieses Problem als ein alleinig deutsches, obwohl von hier aus nur 1,8% der weltweiten Emission beeinflusst werden. Man kann aber so schön von den Problemen der deutschen Gesellschaft ablenken, z.B. die weitere Vertiefung der Spaltung der Gesellschaft in arm und reich. Im Übrigen nützt das Herumschrauben an der Steuerschraube recht wenig, es müssen technische Lösungen her, an denen z.Zt. kräftig gearbeitet wird, und die explosionsartige Vermehrung der Menschheit sollte unterbunden werden (nicht mit Krieg oder Pandemie). China hat es vorgemacht mit der 1-Kind-Ehe.

Antwort: Es gibt sehr viele Länder mit jeweils um die 2 %, die zusammen sehr wichtig sind. Die globale Erwärmung ist weit mehr als ein Ablenkungsthema. An den technischen Lösungen, wie CO2-Abscheidung wird schon sehr lange ohne durchgreifenden Erfolg gearbeitet. Sie können die Einsparung von Emissionen in keiner Weise ersetzen. Wie die Vermehrung unterbunden werden soll, die besonders mit dem Islam zusammengeht, bleibt Ihr Geheimnis. China hat die 1-Kind-Ehe, die nur eine Notlösung wegen der Ernährungskrisen war, längst wieder aufgegeben; der Mittelklasse werden jetzt drei Kinder erlaubt; die Ärmeren könnten sich ohnehin kaum Kinder leisten. China geht schweren Zeiten entgegen, wenn die Jüngeren fehlen, um die Älteren zu versorgen.


1. Frage/Meinung: China hat erkannt, daß der CO2-Popanz nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auf einer Ideologie beruht, die einem Teil der Großen nützt, dem Kleinen schadet. Die Wissenschaft hat i.B. auf das Klima GANZ andere Erkenntnisse als vom IPCC vorgegeben: Die gegenwärtige Erwärmung ist temporär, wir kommen aus einem Klimaminimum. Das Klima wird maßgeblich nicht von einer CO2-Erhöhung bestimmt, sondern von den einander überlagernden Zyklen der Strahlungsintensität der Sonne. Die werden sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ungünstig auswirken und eine deutliche Abkühlung verursachen.

Antwort: Schön, daß Sie es besser wissen als alle Regierungen der Welt auf der Basis von fast allen Wissenschaftlern der Welt und es einen "CO2-Popanz" nennen. Es gibt in jeder Wissenschaft immer Außenseiter, die mit abweichenden Meinungen auffallen wollen. Beim Klima ist es Gott sei Dank nur eine sehr kleine Minderheit, auch wenn sie sich in den sozialen Medien verbreitet hat, und ihre Gläubigen mit Links um sich werfen.



3778 31-05-21: Die Schmarotzer an der Pandemie

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1. Frage/Meinung: Sie meinen "wer sich nicht impfen lässt ist blöd" Ich meine "wer für eine Vermögenssteuer plädiert ist auch blöd".

Antwort: Wer sich nicht impfen läßt und gegen eine Vermögenssteuer für Superreiche ist, wie Sie offensichtlich, schadet sich zweimal, denn er zahlt zweimal die Zeche: mit seiner Gesundheit und seinem Portemonnaie. Denn wenn die Superreichen nicht über eine Vermögenssteuer zahlen müssen, zahlt immer der Normalbürger den Ausfall nach Steuer-Einmal-Eins. Das ist eigentlich nicht neu und sollte auch Ihnen begreiflich sein.



3877 20-05-21: Migranten und Corona

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1. Frage/Meinung: Ich verstehe das plötzliche Vertrauen der Deutschen in die Pharmaindustrie nicht! Stellen sie sich mal vor, sie flüchten in ein Land, wissen überhaupt nicht ob sie gut gelitten sind und alle reden auf sie ein sie sollen sich eine Spritze geben lassen? Wenn sich Erwachsene mit so billigen "Anreizen" zur Impfung locken lassen ist das deren eigene Blödheit. Bei Kindern hört für mich der Spaß auf. Zum Thema Impfung und Beratung durch Hausärzte (Gebührenordung: Covid Impfung 20€ vs 9€ jegliche andere Impfung) Der Aspekt der totalen Digitalen Überwachung kommt noch obendrauf.

Antwort: Das ist doch nicht ein blindes Vertrauen, sondern eines, das sich auf amtliche Überprüfungen stützen kann und vor allem die nicht unwahrscheinliche Alternative einer sehr schweren Erkrankung bis Tod. Das ist weder billiger Anreiz noch Blödheit, wie sie meinen. Wer sich nicht impfen läßt, ist blöd, und wenn er in einer Familie wohnt unverantwortlich gegenüber dieser.



3776 17-06-21: China (Teil 1 und 2 von 3): Ein neuer "Kalter Krieg"?

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2. Frage/Meinung: Man muß differenzieren. China strebt zur Weltmacht, welche Großmacht eigentlich nicht?? Die USA einmal ganz bestimmt. Die Truppenstärke ist kein geeignetes Maß für die militärische Potenz und Aggressivität einer Macht. Also gilt es, allgemein anzuwendende Prinzipien zu beachten. China ist eine kommunistische Diktatur. Soll wirklich der Handel sich an der Staats- und Gesellschaftsform einseitig ausrichten? Unverschämtheiten einer Großmacht sind nach Kräften zurückzuweisen, das gilt für China, das gilt für die US-Interventionen (z.B. Nordstream), das sollte allgemein gelten. Die Souveränität der Mächte ist zu achten. Würde es der BRD gefallen, wenn ihr Gesinnungsstrafrecht von Russland, China oder Korea verurteilt würde?

Antwort: Natürlich sagt die Truppenstärke sehr viel aus, zumal zur Truppe immer entsprechende Ausrüstung mit Waffen aller Art gehört. Taiwan kann das bald zu spüren bekommen. Anders als die USA (!) erhebt China enorme Ansprüche auf fremde Land- und vor allem Seegebiete (siehe Rundbrief). Eine Staatswirtschaft mit viel Staatskneete kann Privatunternehmen aus Marktwirtschaften leicht verdrängen und genau das tut China. Deutschland hat kein Gesinnungsstrafrecht; wie kommen Sie denn darauf? Welchen Paragrafen im Strafgesetzbuch meinen Sie denn? Nicht nur die USA intervenieren gegen Northstream, auch viele EU-Länder. Es geht eben nicht, daß wir die USA für unsere Verteidigung in Anspruch nehmen und uns dann andererseits von Putin noch mehr abhängig machen. Die Kritik an dem Projekt ist deshalb keine Unverschämtheit, wie sie meinen, sondern unter Partnern gerechtfertigt. Das Projekt wird ebenso in Deutschland von vielen Seiten kritisiert, nicht natürlich von Schröder, der es eingefädelt hat und jetzt daran persönlich und unanständig verdient.


1. Frage/Meinung: Sehr geehrter Herr Jahnke, ich kann Ihren Artikel nicht bewerten, da ich ganz offenbar eine andere gesellschaftspolitische Einstellung als Sie vertrete. Ich gehe davon aus, dass wirtschaftliche Expansion grundsätzlich ohne militärischen Druck zu erfolgen hat (keine Kanonenbootpolitik) und verorte die USA als den Hauptschuldigen für die historische Fehlentwicklung. Die USA verfügen leider fast nur dem Namen nach über eine Demokratie und China nicht einmal dem Namen nach. Entwicklungsländer können sich nur unter unsymmetrischen Handelsbeziehungen aus der Armut befreien. Werden diese nicht gewährt, ergeben sich notwendigerweise Spannungen. Ein profitorientiertes kapitalistisches System mit einem zurückgedrängten Staat und weitgehend unregulierten Märkten kann die ökologische Krise nicht meistern. Eine gerechte Beurteilung ökologischer Anstrengungen setzt voraus, dass vom Ziel gleicher pro Kopf-Emissionen ausgegangen werden muss und historische Emissionen (die zum Großteil noch in unserer Atmosphäre vorhanden sind) nicht komplett unberücksichtigt bleiben dürfen. Aus dieser hier stichwortartig dargestellten (subjektiven) Perspektive ist Ihr Artikel für mich enttäuschend. Der Kurvenverlauf im Bild 21217 kann so nicht stimmen. Er stimmt weder mit den Zahlen in Ihrem Text (derzeit 1,44 Billionen) noch mit denen z.B. in https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157531/umfrage/laender-mit-der-hoechsten-bevoelkerungszahl/ überein.

Antwort: Die derzeit 1,44 Billionen Bevölkerung müssen 1,44 Mrd. sein, es war ein Übertragungsfehler aus dem Englischen (billion); der Text auf der Webseite ist entsprechend korrigiert. Zur künftigen Bevölkerungsentwicklung Chinas gibt es unterschiedliche Schätzungen, aber auch die von Ihnen aus Statista zitierte nimmt einen starken Rückgang von 1,46 Mrd. 2030 auf nur noch 1,06 Mrd. an, Wikipedia gibt unter Bezug auf UN 1,00 Mrd. an. Meine Quelle habe ich angegeben "Prognose des Instituts für Gesundheitsdaten der Universität von Washington (IHME)" (sie wird auch im Merkur https://www.merkur.de/welt/weltbevoelkerung-china-indien-deutschland-usa-macht-wirtschaft-kinder-studie-seattle-zr-90016062.html genannt, ebenso Tagesschau https://www.tagesschau.de/ausland/weltbevoelkerung-133.html). In der UN hat China großen Einfluß, was sich auf die dortigen Schätzungen auswirkt, weil die chinesiche Regierung einen noch dramatischeren Einbruch bisher nicht einräumt und dieser ihre Planungen sprengen dürfte.

Mir ist nicht klar, wo sich unsere gesellschaftspolitischen Einstellungen so dramatisch unterscheiden sollen, wie Sie das andeuten. China ist längst kein Entwicklungsland mehr, und die USA haben immerhin einen von der Bevölkerung (anders als in der chinesischen Diktatur) gewählten Regierungschef. Wollen Sie das wirklich bestreiten? Die Altlasten der hochindustriellen Länder wurden ja im Pariser Klimaschutzabkommen berücksichtigt. Nur daß deren Emissions-Einsparungen derzeit und noch für Jahrzehnte von China extrem überkompensiert werden, weil das kapitalistische Staatswirtschaftssystem Chinas nur auf Wachstum setzt, das dann sehr einseitig der ohnehin schon relativ wohlhabenden bürgerlichen und vor allem parteinahen Schicht zugutekommt.



3775 11-06-21: Wie eine Baerbock-Regierung Deutschland tief spalten würde oder "Die grüne Naivität" - Eine Analyse des grünen Wahlprogramms

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1. Frage/Meinung: Die Fakten stimmen wohl! Trotzdem ein subjektiv gefärbter Veriss! Es muss eine politische Kraft geben, die dem primitiven Egoismus, der sich in Rassismus und Krisenleugnung breit macht, etwas entgegensetzt. Sowohl das Steuerkonzept der Grünen als auch die ökologische Ausrichtung gehen wenigsten nicht in die falsche Richtung. Für das Wahlprogramm sollte man nicht mehr verlangen. Flüchtlingskrise und transatlantisches Vasallentum passen allerdings tatsächlich nicht zusammen und das macht Ihre Schlussfolgerungen diesbezüglich interessant. Also, wo machen wir im September unser Kreuzchen?

Antwort: Die Zahlen sprechen für sich und sind nicht subjektiv. Das Steuerkonzept ist eine Mogelpackung, die klar in die falsche Richtung geht (das hätten Sie im Rundbrief nachlesen können). Und die GRÜNEN sind nicht antirassistischer als fast alle anderen Parteien. Vom Wahlprogramm einer Partei, die erstmals den Regierungschef stellen will, muß man schon einiges verlangen dürfen. Wo Sie Ihr Kreuzchen machen, müssen Sie schon selber entscheiden.



3874 07-06-21: Der längst überfällige Alarm-Ruf des Bundesverfassungsgerichts zugunsten künftiger Generationen

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4. Frage/Meinung: 1.) Das Gericht ist zur Wahrung des GG aufgerufen, nicht, um politische Maßnahmen zu befehlen. 2.) Klima hat mit dem CO2-Gehalt wenig zu tun. Gegenwärtig steigen die Temperaturen, weil ein T.-Minimum hinter uns liegt. Das Klima wird im wesentlichen durch die Strahlungsintensität der Sonne bestimmt, die in Zyklen ihre Stärke ändert. In den nächsten Jahrzehnten überlagern sich mehrere Zyklen zu einem historischen Minimum, es wird erheblich KÄLTER! Auch die NASA geht von einer deutlichen ABKÜHLUNG aus! "Bald werden sie hüpfen, um sich warmzuhalten!"

Antwort: Was für eine Anmaßung, wenn Sie schlauer sein wollen als unsere höchsten Richter in der Interpretation des GG. Und wenn Sie mehr wissen wollen als die fast vollständige Welt der Wissenschaften.


3. Frage/Meinung: Lieber Herr Jahnke, damit wir uns richtig verstehen, ich bin als Fachwart für Obst- und Gartenbau selbstverständlich für Umweltschutz - für mich keine Frage seit Jahrzehnten. Doch dieses Thema zum 'Klimaschutz' zu machen - möglichst unter Einbeziehung der CO2-Reduktion ist für mich völliger Nonsens, denn CO2 ist das Grundnahrungsmittel für Pflanzen - wissen Sie doch, oder? Ich schätze Ihre Newsletter zu wirtschafts- und sozialpolitischen Themen! Nur, Ihre Meinung zu Klimaschutz und auch zum Corona-Hype teile ich absolut nicht und werde diese Newsletter deshalb künftig einfach nicht bewerten. Ihnen weiterhin alles Gute!

Antwort: Das CO2 ein Grundnahrungsmittel für Pflanzen ist, weiß doch jeder. Nur gibt es leider nicht genug Pflanzenwuchs, um die stark ansteigenden Emissionen zu kompensieren. Wissen Sie doch, oder? Daß Sie 85.000 Corona-Tote in Deutschland und schon 234.000 in Indien und 3,3 Millionen weltweit als "Corona-Hype" bezeichnen, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.


2. Frage/Meinung: Hallo, leider fehlt der Vergleich der CO2-Emissionen gemessen an der Bevölkerung. Da kommt Deutschland ganz und gar nicht gut davon weg. Bei den deutschen Emissionen müssen noch die schmutzige Produktion der Verbrauchsgüter im Ausland (China) noch eingerechnet werden. Dann sieht es sehr schlimm aus. Die Elektromobilität wird mit sauberem Strom aus der Windkraft unterstützt. In Schleswig-Holstein wird abgeregelt und 1/3 der Turbinen steht meistens still. Wenn ich nun eine elektrische Fußbodenheizung als Speicher benutzen will, erreiche ich für ein KfW55 Haus die Vorgaben nicht, da der Ökostrom mit einem Faktor 1,8 in die Berechnung eingeht. Für mein geplantes Haus verbrauche ich so viel Heizenergie wie für ein E-Auto. Das nervt.

Antwort: Mir ging es hier um den Gesamtbeitrag zum Anstieg der Emissionen. Pro Kopf liegt Deutschland auf dem 11. Platz hinter Katar, VAE, Australien, Kanada, USA, Saudi-Arabien, Südkorea, Rußland, Niederlande und Japan. Entscheidend ist aber nicht nur der Platz, sondern die Entwicklung der Emissionen, und da gehört Deutschland - anders als z. B. China, Indien und Rußland - zu den Ländern mit deutlichem Rückgang, auch pro Kopf. Bei der Verlagerung nach China haben Sie natürlich recht.


1. Frage/Meinung: Ich schätze ihrer Kommentare zum Weltgeschehen insbesondere auch jene, die Deutschland betreffen sehr und habe so gut wie alle ihre Broschüren erworben. Lediglich was das Klima betrifft kann ich ihre Ansichten nicht teilen. Sie sollten wenigsten eine einzige Gegenmeinung lesen. Mit Hochachtung für ihre unermüdliche Aufklärungsarbeit.

Antwort: Danke für die Hochachtung. Ich stelle immer nur das dar, was ich selbst nach gründlicher Analyse für richtig halte. Gegenmeinungen sind ja ausreichend in den sozialen Medien und Bestsellern vorhanden. Für mich gibt es zwischen Corona- und Klima-Leugner ziemlich viele Gemeinsamkeiten, indem Probleme verdrängt werden, wenn sie unbequem werden. Leider muß jeder von uns (oder müssen unsere Kinder) am Ende der Wahrheit in die Augen sehen und hoffentlich nicht, wenn es schon zu spät ist.



3873 03-05-21: Von Biden lernen: Wie man in der Pandemie über soziale Unterschiede nachdenkt und danach handelt

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5. Frage/Meinung: Ob wir von Biden lernen können, würde ich erst noch abwarten. Die Demokraten haben über viele Jahre vor Trumps Wahlsieg mit ihrer verlogenen Politik, hoher Arbeitslosigkeit und sozialer Inkompetenz (wie heute noch in Deutschland) das Land gespalten und den Boden für Trump bereitet. Biden ist verbraucht und hätte mit seiner gesundheitlichen Verfassung als Präsident gar nicht kandidieren dürfen. Aber das gehört auch zum Kalkül der US-Demokraten und viel entscheidender wird deshalb sein, ob in absehbarer Zukunft die Vizepräsidentin Harrison die Versprechen von Biden einlöst und wie es in der USA in 4 Jahren ausschaut. Ihre Sichtweise auf die deutsche Sozialpolitik, die eigentlich Unsozialpolitik heißen müsste, kann ich voll unterstützen. Das Geld, dass die deutsche Politik, zum Teil hirn- konzept- und sinnlos wegen Corona verschleudert, wäre sozialpolitisch wegen Corona besser angelegt gewesen und wird dem Land und dem Steuerzahler demnächst sehr weh tun. Auch die Unsozialpolitik der EU hilft uns dabei sicherlich auch.

Antwort: Woher wollen Sie, daß Biden nicht mehr zu gebrauchen ist? Er leistet derzeit mehr als ganze Generationen deutscher Politiker. Und was er macht, sind ja nicht nur Versprechen, die Harrison später einlösen müßte. Er setzt viele Entscheidungen derzeit selbst durch.


4. Frage/Meinung: Sie sind ein Freund Bidens. Deshalb verschweigen sie seine Klimarettungsphantasien, die geeignet ist die Gesamtbilanz ins Negative zu drücken. Sein Plan bis 2050 Strom nur mehr ohne CO2 -Emissionen und ohne Atommeiler (?) zu erzeugen wird grandios scheitern, nicht ohne beim Streben danach Billionen zu verbraten und in China zur Lachnummer zu werden.

Antwort: Sind Sie ein "Feind" Bidens? Ihre Reaktion ist schlicht polemisch. Sind Sie Experte für das, was bis 2050 nötig ist? Wissen Sie wie China immer noch für Jahrzehnte die Emissionen aus fossilen Energieträgern hochfährt und jetzt schon doppelt so viel emittiert wie die USA? Wer zuletzt lacht, wird sich zeigen. In China ist die Luft schon jetzt an vielen Plätzen giftig und produziert nach Einschätzung der Weltbank hohe Zahlen an Opfern. Auf die China und die Umwelt wird der übernächste Rundbrief zurückkommen.


3. Frage/Meinung: Die Unterstützung wegen der Pandemie soll auch in erheblichen Masse an illegale Einwanderer verteilt werden, so z.b. im Staat New York, was damit die Anreize für weiter illegale Einwanderung bildet. Die US Unternehmen, werden die nichtgewohnten Steuern mit Abwanderung quittieren, immer zum Vorteil Chinas. China wird nach der Pandemie die unangefochtenen Wirtschaftsnation sein Nr.1 sein. Letztlich werden die angezogenen Steuern bleiben, auch wenn die Pandemie Geschichte ist und missbraucht für ganz andere Zwecke. In diesem Falle scheint es, das die BRD der Vorreiter von vielen extrem fraglichen Entwicklungen sind und die USA jetzt unter Biden diesbezüglich aufholen. Diese Geschenke die jetzt aufgefahren werden, sind die schöne Verpackung für ganz andere Zielstellungen, die die amerikanische Vormachtstellung brechen werden.

Antwort: Bei uns bekommen die illegalen Einwanderer nach Grundgesetz und Bundesverfassungsgericht auch die gleiche Unterstützung (H4 entsprechend). Das Abwandern ist nicht so einfach, wenn US Unternehmen nicht den Firmensitz nach China verlagern, was sie sicher nicht tun werden. Wirtschaftlich hat China immer noch viele Schwächen. Von den nach Marktwert wertvollsten 20 Technologieunternehmen der Welt residieren immer noch 12 in USA und nur 3 in China, bei Biowissenschaften und Pharma sind es 11 für die USA und keine für China, bei den angesehensten 20 Universitäten 10 für die USA und nur 2 für China. Vor allem muß China wegen der langfristigen Folgen seiner 1-Kind-Politik mit einem erheblichen Bevölkerungseinbruch rechnen. Nach einer neuen Projektion wird die Bevölkerung von derzeit 1,44 Billionen auf nur noch 730 Mio. im Jahr 2100 einbrechen. Warum die erhöhten Steuern mißbraucht werden sollen, erschließt sich mir nicht. Am Ende müssen die Superreichen natürlich auch nach der Pandemie höhere Steuern zahlen. So verstehe ich jedenfalls soziale Gerechtigkeit.


2. Frage/Meinung (noch zu Rundbr. 3871): Ich ärgere mich dennoch über Ihre Antwort beziehungsweise über ihre Andeutung, dass Annalena Baerbocks Anspruch auf die Kanzlerkandidatur rein machtpolitischer Natur sei, sonst hätte sie Robert Habeck den Vortritt gelassen! Habeck ist weder beliebter noch wesentlich erfahrener oder gar eloquenter! Auch er hätte machtpolitisches Interesse an der Ernennung gehabt. Warum also sollte es geboren oder selbstverständlich sein, dass sie verzichtet und nicht er?? Sind Sie der Meinung, weil er ein Mann ist so sein Anspruch über den ihren zu stellen oder welche Schlussfolgerung bleibt hier? Wie gut, dass zumindest die Grünen diesbezüglich im 20 Jahrhundert angekommen sind.

Antwort: Ich habe doch nur darauf hingewiesen, daß auch Baerbock mit einer Portion an Opportunismus populistische Ziele verfolgt. Sie verkauft sogar Ihre mangelnde Regierungserfahrung als Vorteil. Wenn das nicht populistisch ist, dann weiß ich nicht, was Populismus sein soll. Und natürlich hat sie den in dieser Hinsicht erfahreneren Habeck verdrängt. Mit keinem Wort habe ich gesagt, daß eine Frau nicht für das höchste Regierungsamt kandidieren dürfte. Ich habe auch Merkel geduldig ertragen, ohne jemals an ihr als Frau Kritik zu üben. Ob die Grünen wirklich im 20. Jahrhundert angekommen sind (Sie meinen wahrscheinlich das 21.), wird sich noch zeigen. Ich wage das einstweilen zu bezweifeln und könnte das hier länger ausführen, wofür mir die Zeit fehlt. Außerdem ist das Programm dieser Partei derzeit ziemlich vage und - wie bei den anderen Parteien - auf maximalen Wählerfang hin orientiert.


1. Frage/Meinung: Der Automatismus der Vermögensanhäufung bei den höchsten Einkommen ist DAS soziale Defizit der BRD überhaupt. Wenn das Deutsche Volk nicht bereits durch die Geburtenlücke, die Migration oder durch EU-Euro zugrunde ginge, dann an diesem neoliberalen Skandal! Allerdings erscheint mir die uneingeschränkt positive Bewertung der Harris-Administration als einseitig. Die sozialen Wohltaten sind ja v.a. schuldenfinanziert, und das ist nur dem Herrn von Leitwährung und Petro-Dollar möglich, der seine Privilegien durch die größte Militärmacht aller Zeiten aufrechterhält.

Antwort: Die sozialen Leistungen werden von Biden auch durch erhebliche Steuererhöhungen für die Wohlhabenden finanziert, die ich aufgelistet habe. Und auch eine Schuldenfinanzierung wäre noch besser als gar keine. Auch die Leitwährung leidet übrigens im Kurs gegen andere Währungen, vor allem seit es den Euro gibt, was Importe zu Lasten der USA verteuert. Die größte Militärmacht nach Truppenstärke ist inzwischen China und die USA werden uns am Ende gegen Putin und Xi schützen müssen, weil wir die Lasten unserer Verteidigung nicht voll tragen wollen. Das ist leider die Wahrheit.



3872 28-04-21:

3873 03-05-21: Wie lange kann die EU (i.e. der deutsche Steuerzahler) noch für Italiens Mißwirtschaft zahlen?

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1. Frage/Meinung: Laschet ist zu schwach und zu gestrig, Baerbock fehlt die Erfahrung... und Söder fehlen die charakterlichen Eigenschaften... Wenn das die Alternativen sind im Angesichte der ganzen Baustellen, dann ist fehlende Erfahrung vielleicht die geringste Schwäche. Sie lässt sich durch gutes Personal in einer Übergangsphase kompensieren. Ich bin nicht so sicher, ob Baerbock es in der jetzigen Konstellation von Optionen nicht doch schaffen kann, Kanzlerin zu werden. Aber ich bin froh, dass Söder verhindert wurde, dem seine eigene Karriere viel wichtiger ist als das Land. Zum Glück ist die Maske endlich gefallen... Solchen opportunistischen Selbstdarstellern traue ich überhaupt nicht zu, das Land in der Krise und aus der Krise zu führen. Die Union steigt vielleicht sogar in die Opposition ab..

Antwort: Es ist wahrscheinlich eine Frage des geringeren Übels. Sozialpolitisch steht Laschet noch rechts von Merkel, während Söder in Bayern sein Ohr an den Sorgen der Bevölkerung hat und deswegen die SPD dort kein Bein auf den Boden bringt. Für mich sind fast alle Spitzenpolitiker derzeit Opportunisten ohne große Unterschiede und verfolgen populistische Ziele, ohne wirklich Populisten zu sein. Baerbock ist da nicht besser als Laschet, sonst hätte sie Habeck drangelassen.


3771 21-04-21: Und nun das Laschet-Deutschland

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1. Frage/Meinung: Bewertung Laschets ohne Einbeziehung der parteieigenen und -externen Alternativen --> verkürzte Beurteilung!

Antwort: Es gibt immer Alternativen. Die zu beurteilen wäre ein anderes Thema. Laschet muß sich eine Beurteilung auf der Basis seiner eigenen Qualitäten gefallen lassen. Dafür ist er ja auch angetreten.



3870 19-04-21: Neue Kriminalstatistik zur Kriminalität von Zuwanderern

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2. Frage/Meinung: Warum nur wird nicht endlich etwas dagegen unternommen...

Antwort: Wenn man die Menschen erst einmal ungefiltert ins Land gelassen hat, ist es meist zu spät. Mindestens müßte man dann alle straffällig gewordene sofort abschieben, doch auch das geschieht meist nicht. So werden viele Zuwanderer zu Wiederholungstätern.


1. Frage/Meinung: haben Sie eine Idee, wie sich diese Kriminalfälle reduzieren liessen? Lässt man Bewerber ohne Papiere nicht mehr ins Land, trifft es vermutlich auch diejenigen, die am meisten schutzbedürftig sind. Was Frontex auf dem Mittelmeer veranstaltet, bedeutet das Ende des Asylrechts als Anspruch. Da geht es dann nur noch darum, die Zahl der Asylbewerber so niedrig wie möglich zu halten... Sind die Zahlen niedrig, verschwindet das Thema aus der Öffentlichkeit, was auch bedeutet: dass keine nennenswerte Ursachenbekämpfung stattfindet. Ich finde es schwierig, in dieser Problematik eine klare Position zu beziehen, so schrecklich jeder einzelne Fall hinter der Statistik ist...

Antwort: Wer seine Papiere vernichtet, weil er sich davon Vorteile im Asylverfahren verspricht gehört eigentlich nicht ins Land. Schutzbedürftig sind die meisten ohnehin nicht, weil sie ganz überwiegend reine Wirtschaftsverflüchtige sind. Nur 0,7 % haben 2015-2020 in Deutschland Asyl nach Grundgesetz bekommen, weitere 29,9 % lediglich die Anerkennung nach der Genfer Flüchtlingskonvention. Die wenigstens haben also ein Asylrecht. Bei Gewalttaten, wie Vergewaltigung, muß man eine klare Position beziehen (hochgerechnet seit 2015 schon mehr als 30.000 Frauen als Opfer!). Solche Täter gehören hinter Gitter und dann sofort abgeschoben. Sie haben bei uns nichts zu suchen. Papierlose sollten ebenfalls sofort abgeschoben werden, soweit sie nicht überzeugende Gründe für ihren papierlosen Zustand nennen können. Wir dürfen uns nicht mit jährlich 240.000 Straftaten durch "Gäste" unseres Landes abfinden (eine Erhöhung der Kriminalität um 12 %!).


3869 12-04-21: Deutschlands von der EZB gestützte Aktionärsklasse

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5. Frage/Meinung: Interessante Überlegungen! Ich sehe einen Ausweg auch darin, die unteren Einkommensschichten einschließlich Mittelstand zu stärken , z.B. durch Anheben und Durchsetzen von Mindestlöhnen und Steuerentlastungen, Harmonisieren der Sozialsysteme in den EU-Staaten...

Antwort: Diese Auswege sind keine, wenn die Einkommen so dramatisch auseinanderklaffen und die Pandemie noch dazu beträgt. Mindestlöhne werden in Deutschland paritätisch bestimmt und steigen immer nur langsam. Steuerentlastungen wirken bei niedrigen Einkommen nicht, da die Steuern dort gegen Null tendieren. Eine Harmonisierung der Steuersysteme in der EU wird es generell nicht geben und würde bei der Einkommensverteilung überhaupt nicht helfen.


4. Frage/Meinung: Bei der Forderung einer Mindeststeuer von 50% auf Aktiengewinne frage ich mich doch wie soll denn die stetig sinkende Rente durch eine private Altersvorsorge kompensiert werden? Sparen bringt dank Nullzinspolitik ja überhaupt nichts, nicht einmal den Inflationsausgleich (ach ich vergaß, haben ja keine...). Spekulantentum gehört sicherlich in die Schranken gewiesen, derjenige der einen Teil seines versteuerten Geldes zum Zwecke der Altersvorsorge in den Aktienmarkt steckt sollte da aber komplett anders behandelt werden.

Antwort: Sie sollten bitte noch einmal die Passage im Rundbrief lesen. Es heißt dort: "Es ist an der Zeit, alle an den Finanzmärkten seit Anfang 2020 erzielten Gewinne mit einer Sondersteuer von mindestens 50 % zu belegen. Es darf nicht sein, daß eine meist sehr wohlhabende Minderheit Dank öffentlicher Unterstützung an der Pandemie verdient, während andere schwer leiden." Es geht also nur um die Gewinne während der Pandemie. Im Übrigen lassen sich Spekulation und Altersvorsorge, die Sie auseinanderhalten wollen, nicht trennen. Außerdem hätten Sie aus Abb. 21211 entnehmen können, daß mehr als 75 % der Aktien- und Aktienfonds in deutschen Haushalten vom Volumen her bei den nach Vermögen reichsten 20 % gehalten werden und also dort kaum für die Altersvorsorge benötigt werden (bei den oberen 40 % sind es sogar fast 90 % der Aktien- und Aktienfonds) .


3. Frage/Meinung: Meine äußerst kritische Begründung will ich gerne vortragen. Die wohlfeile Art, wie Sie als Schlussfolgerung Ihrer ansonsten sachlichen Darstellung 50 % Steuern auf Aktiengewinne fordern, ist völlig kontraproduktiv und wird nur zum katastrophalen Zusammenbruch der Aktienmärkte führen. Die im Ausland gehaltenen Aktien können Sie sowie so nicht besteuern. Also wird eine Kapitalflucht ungeheuren Ausmaßes einsetzen, der zu einem Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft führen wird, da alles mit Allem zusammenhängt. Wenn Sie sich mit unklugen und vor allem undurchdachten Ratschlägen zurückgehalten hätten, wäre es ein guter Artikel geworden.

Antwort: Mich überrascht nur der schrille Ton ihrer Reaktion. Meine Darstellung beruht auf Fakten und ist daher nicht unklug, undurchdacht oder wohlfeil, wie Sie meinen. Mein Vorschlag zielt nur auf eine Besteuerung des zusätzlichen Gewinns aufgrund der EZB-Politik, die die EZB sogar selbst fordert, wenn sie den Regierungen die Verantwortung für notwendige soziale Korrekturen zuschiebt. Warum sollen Aktionäre aus der Krise einen Gewinn für sich machen? Darüber hätten sie nachdenken sollen. Eine Gewinnbesteuerung von 50 % liegt in der Nähe des Spitzensteuersatzes, der durch die sehr niedrige von der SPD ungerecht eingeführte Kapitalertragssteuer unterlaufen wird. Die wurde damals unter dem Vorwand einer sonst eintretenden Kapitalflucht eingeführt. So arbeiten auch Sie mit dem Argument einer "ungeheuren" Kapitalflucht und auch gleich dem Zusammenbruch der gesamten deutschen Wirtschaft (geht noch mehr?). Was soll solche grundlose Panikmache? Kein Gefühl für ein Minimum an Solidarität mit den vielen Verlierern in der schweren Krise??


2. Frage/Meinung: Interessanter Ansatz einer Sondersteuer. Aber schwer umzusetzen, da a) über 60% der dt Aktien Ausländern gehören, die nicht durch D besteuert werden b) Gewinne vorher realisiert wurden c) Grossteil der Vermögen in Firmen gehalten werden, die anderes versteuert werden (Töchter) d) lange Haltedauern für Alterssicherung spricht Gerechtigkeit geht anders.

Antwort: Es gibt bereits zahlreiche Länder, die Aktiengewinne von Ausländern besteuern. Auch wenn nur die 45 % in deutschen Händen besteuert würden, entspräche das meinem Verständnis von Gerechtigkeit in der Pandemie, zumal diese Gewinne praktisch durch die Politiken von EZB (und Bundesregierung) ermöglicht werden. Vermögenssteuern greifen immer auch auf Gewinne aus der Vergangenheit. Nur wenig Aktienbesitz dient der Alterssicherung, und wäre es so sollte er auch nicht ungerecht ausgerechnet in der Pandemie herbeigeführt werden können. Die Pandemie wird am Ende zu ähnlichen Verwerfungen führen können, wie nach anderen großen Umbrüchen (z.B. in Deutschland 1945). Das kann und darf man nicht so ungerecht laufen lassen. Wenn die EZB die sozialen Verwerfungen ihrer Politik offen einräumt, dann muß eben die staatliche Steuerpolitik kompensieren. Es wird immer Menschen geben, die dann - meist im Eigeninteresse -Haare in der Suppe entdecken. Die Solidarität in der deutschen Gesellschaft darf nicht aussterben, und schon gar nicht wegen des Egoismus von Zockern.


1. Frage/Meinung: Vielen Dank für die Daten und Grafiken des neuesten Rundbriefs (Aktien...). Können Sie den Brief auch wieder im pdf -Format verschicken? Das ist einfach für den Nutzer praktischer

Antwort: Pdf ist zusätzliche Arbeit für mich. Aber ich werde es tun, und zugleich testen, wie viel Interesse daran besteht.



3768 01-04-21: Palmers "Testen und Bummeln"-Projekt dürfte böse am Virus scheitern

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5. Frage/Meinung: Ob das Modell scheitert oder nicht ist meines Erachtens auch ein Teil der fehlenden Strategie, Corona in den Griff zu bekommen. Oder wie der Kurier am 16.2. geschrieben hat: Lügt sich Deutschland in die eigene Tasche? Den Ansatz möglichst viele Personen zu testen hilft mehr Fälle zu erkennen und damit Ansteckungen zu reduzieren. Das Bonbon, wie z.B. ein Biergartenbesuch, motiviert viele zu einem Test zu gehen und das finde ich gut. Und laut TU Berlin (Studie über das Ansteckungsrisiko) sind viele der aktuell geschlossenen Einrichtungen mit wenig Ansteckungsrisiko behaftet. Warum nicht diese - mit Testen - öffnen? Darüber hinaus fehlt mir auch eine Vergleichbarkeit der Zahlen: wie kann ich die Inzidenzzahlen einordnen? Österreich mit rund 9 Mio Einwohner testet pro Woche rund 1,3 Mio Menschen, nur unwesentlich weniger als Deutschland mit 9 mal soviel Einwohnern (lt. RKI rund 1,4 Mio Tests/Woche). Daher müssen in Österreich mehr Infektionen gefunden werden und mich würde interessieren, welche Inzidenz in Österreich mit einer Inzidenz von 100 in Deutschland vergleichbar ist. Es ist aktuell eine vergleichbare Anzahl an Intensivbetten Corona bedingt belegt (vorausgesetzt, es wird vergleichbar gezählt), würde dies nicht eine vergleichbare Inzidenz bedeuten? Um den Kreis zu schließen: Wäre Herr Palmers Inzidenz mit vielen Testes in Tübingen dann doch noch im Rahmen, trotz der geöffneten Läden?

Antwort: Die Inzidenz nach Test zeigt ganz überwiegend echte Erkrankungen an, und diese Zahl ist von unter 20 bei Beginn des Modellversuchs auf 89 vor Ostern gestiegen (die Ostertage haben zu weniger Tests geführt, auch wegen des Stopps der Tageskarten für Auswärtige). Der bis Ostern fortgesetzte Anstieg hat also sehr wenig mit mehr Tests zu tun. Man kann Tübingen vorher und nachher vergleichen, braucht also keine weiteren Vergleiche.


4. Frage/Meinung: Ich denke, daß Sie der Propaganda auf dem Leim gehen. Herr Palmer wird angegangen, weil er die bisherigen und völlig irrsinnigen Strategien ad Absurdum führen könnte. Mehrere Freunde wurde positiv getestet und in Quarantäne geschickt. Einer hatte leichte Sypmtome und der Rest hat NICHTS gespürt. Trotzdem gehörten Sie zur "2+3.Welle". Den Faktor Macht, 4 Landtagswahlen und die Bundestagswahl sowie und kritikloses Gelddrucken bis zum Abwinken scheinen gewichtige Triebkräfte zu sein.

Antwort: Ich habe Palmer kritisiert, weil seine Strategie versagt und die Infektionsrate in Tübingen so hochfährt wie überall. Das Beispiel Ihrer Freunde sagt nur, daß sie sich erstens sehr unvernünftig benommen haben und zweitens auch ohne oder mit nur leichten Symptomen durchaus ansteckend sind. Das sind im Übrigens die für ihre Mitmenschen Gefährlichsten, weil sie sich einbilden, nicht anstecken zu können, das doch aber tun. Dieser Leichtsinn erklärt einen großen Teil der dritten Welle und die absehbare Überfüllung der Intensivstationen. Daß ich der Propaganda nicht auf den Leim gehen, sollten Sie aus den Rundbriefen, die Sie nun schon seit mehr als drei Jahre beziehen kennen.


1. Frage/Meinung: Sehr geehrter Dr. Jahnke, gibt es überhaupt ein Virus SARS-CoV-2 oder wie das nun auch immer heißen mag?

Antwort: Menschen wie Sie sind leider nur durch die Intensivstation zu überzeugen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Leider sind diese Menschen auch noch eine Gefahr für alle anderen.


3. Frage/Meinung: Eine einseitige Betrachtung des Corona-Themas auf Basis der Infektionen bzw. Inzidenz bin ich von Ihren in früheren fundierten Statistiken nicht gewohnt. Infiziert ist nicht gleich krank. Wenn unser Gesundheitssystem die an Corona erkrankten Patienten bewältigen kann, ist m.E. eine Öffnungsstrategie durchaus denkbar und wird bereits z.B. in Florida sehr frei praktiziert. Ich befürchte, bei weiteren Lockdowns wirkt dann das Medikament tödlicher als die Krankheit. Wir bewegen uns schon viel zu lange auf dieser Basis ohne sichtbaren Erfolg: "insanity is doing the same thing over and over again and expecting different results". Für Sie als Vorschlag: Interessant wäre eine Betrachtung der Entwicklung der bereitstehenden Betten in Krankenhäusern in den letzten Jahren. Weiterhin wäre eine Gegenüberstellung Zahlen der behandelte Krebs-/Herz-/Schlaganfallerkrankungen der letzten Jahre interessant, diesbezüglich natürlich auch die Entwicklung der Mortalität in diesem Bereich. Auch die wirtschaftlichen Entwicklung der besonders gefährdeten Bereiche im Mittelstand (Hotel, Gastronomie, Eventmanagement, Kleingewerbe, ...) könnte interessante Tendenzen zeigen. Erst nach Inkrafttreten der Insolvenzantragspflicht ab Ende April 2021 (falls nicht wieder verlängert wird) kann das Ausmaß sichtbar werden.

Antwort: Nett, daß Sie mich belehren wollen. Die steigende Inzidenz ist immer noch der sicherste Indikator. Die meisten Infizierten sind tatsächlich krank, und die nicht oder noch nicht kranken können das Virus gut weitergeben. Der deutschen Wirtschaft insgesamt geht es, von Randbereichen abgesehen, bisher noch, auch Dank finanzieller Unterstützung durch den Bund, vergleichsweise gut, auch der bisher staatlich gestützten Gastronomie. Manche Menschen in Deutschland können sich nicht daran gewöhnen, daß das Leben Vorrang hat vor dem Profit. Steht sogar in unserer Verfassung! Ist Ihnen das Leben anderer Menschen Wurst, solange Sie nicht selbst intensiv behandelt werden oder dauerkrank sind (in Großbritannien gibt es schon eine Million "long-covit")?


2. Frage/Meinung: Sie sind der größte Angsthase des Universums. Das Regime hat Sie total im Griff. Verstecken Sie sich im Keller; falls vorhanden.

Antwort: Nur mal ein Beispiel für die - natürlich anonymen (hier: truth718@gmx.de) - Zuschriften, die man von geistig Unterbelichteten erhalten kann. Soll man solche Menschen in die Intensivstation wünschen?


1. Frage/Meinung: "Projekt dürfte böse am Virus scheitern" Eindeutig NEIN - das Virus scheitert nicht, auch das Projekt nicht. Das Projekt scheitert an und wegen unvernünftigen Menschen ...

Antwort: Ein Projekt, das naiv angelegt nicht mit der Unvernunft von Menschen rechnet, muß scheitern. Außerdem sind Schnelltests (bei totaler Öffnung von Kneipen, Kinos, etc.) keine sichere Hürde für das Virus und sind Ausbrüche in Schulen und Kitas unvermeidbar, wenn man die für den Virus öffnet und sich allein auf Schnelltests verläßt. Das ganze Projekt ist eine Mißgeburt!



3767 29-02-21: Wie korrupt ist Deutschland?

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2. Frage/Meinung: Die Beteiligung der Hausärzte an der Impfkampagne sehe ich nicht ganz so negativ. Wenn die Zusagen der Hersteller eingehalten werden, wird es in den kommenden Monaten große Mengen an Impfstoffen geben. Bei Privatpatienten ist eine Impfung zudem nicht sonderlich lukrativ für den Arzt.

Antwort: Die großen Mengen werden immer wieder versprochen, sind aber längst noch nicht da und sind, wenn sie denn kommen, mit dem großen deutschen Impfrückstand zu vergleichen und dem Risiko aus Mutationen, die den Impfschutz überspringen können und daher neuen, veränderten Impfstoff erfordern. Jubeln Sie nicht zu früh? Verbände, wie der Ärzteverband, drängeln immer nur, wenn es um Geld geht. Jede Impfung bringt Geld und beschäftigt die Assistentinnen, die sonst oft nicht ausgelastet sind. Dagegen sind die Impfzentren auf sehr hohe Kapazitäten ausgelegt und werden bei impfenden Hausärzten nicht mehr so ausgelastet sein. Kein Arzt verliert gerne die für ihn generell (nicht nur beim Impfen) besonders lukrativen Privatpatienten. Die können daher ihren Hausarzt in der Regel sehr schnell überzeugen, daß sie besonders früh geimpft werden müssen, also jenseits der derzeitigen Prioritätsordnung. Das ist wieder einmal unsozial, zumal es das Leben dann nicht rechtzeitig Geimpfter gefährdet.


1. Frage/Meinung: Ich finde Ihre Beiträge werden immer noch besser, vor allem werden Dinge erhellt, die im täglichen Informationsgeschehen so gut wie keine Rolle spielen, obwohl existenziell für unser Land sind. Derer gibt es Einige, und man ist schon von eigenartiger Betroffenheit ereilt, wenn man sieht wie sich diese Dinge extrem beschleunigen. Der Werteverfall ist dramatisch.

Antwort: Ja, so sehe ich das auch. Leider trägt die Pandemie noch zum Werteverfall bei, und zwar nicht nur über die Korruption. Die Aggressivität und Unverfrorenheit, mit der ich immer wieder Menschen beobachte, die den ganzen Bürgersteig behaupten und Abstand nur über die Straße zulassen, ist eine schlimmer Indikator. Auch die verbreitete Nachläßigkeit, mit der sehr bewußt Masken getragen werden, wenn überhaupt. Daß sich hunderte von Ärzten unter die Corona-Leugner einordnen auch. Und nun dürfte auch noch die Bevorzugung von Privatpatienten bei der Impfung durch deren Hausärzte hinzukommen.



3866 23-03-21: Neues von Corona

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2. Frage/Meinung: Wenn wir in dieser Corona-Pandemie Deutschland mit England vergleichen, so lässt sich feststellen, dass die deutsche Regierung zugunsten des eigenen Volkes das nicht durchsetzen konnte, was der englischen Regierung gelungen ist: 1.) Beschaffung größerer Impfstoffmengen 2.) Durchführung des Impfens. Ist es nicht ein Zeichen "deutscher Gründlichkeit" (besser: übertriebener Bürokratie), teure Impfzentren einzurichten, als diese sofort allen in Deutschland niedergelassenen Ärzten alle verfügbaren Kontingente an Impfstoff nach Auslieferung sofort zur Verfügung zu stellen. Dies zur sofortigen Verabreichung an jedermann/jedefrau. Damit könnten wir heute deutlich besser dastehen und die Regierung müsste sich nicht den Kopf zerbrechen über sinnige und unsinnige Lockdown-Maßnahmen?

Antwort: Sie vergessen beim Vergleich mit Großbritannien zweierlei. Erstens spielt Johnson falsch und kungelt mit der britischen AstraZeneca gegen die EU, von wo er bisher Impfstoff hat klauen lassen. Zweitens sind in UK die Ärzte im Rahmen des NHS Staatsdiener, die sich an Vorschriften und auch sehr strikt an die Impfpriorität halten. Außerdem wird dort hauptsächlich über zentrale Stellen geimpft, die in Kirchen, Versammlungsräumen und auch von der Armee eingerichtet sind und alles nach strikter Priorität! Das wird in Deutschland nicht der Fall sein, weil die Ärzte ihre Spezies bevorzugen werden und ohnehin wegen des zusätzlichen Profits an möglichst viel Impfkunden interessiert sind. Die Kosten für die Versicherung werden wesentlich höher sein als bei gut ausgelasteten Impfzentren. Das ist der Grund, warum die Ärzte-Lobby so drängelt. Der SPIEGEL titelt zurecht: "Wenn Hausärzte gegen Corona impfen: Die Impfpriorisierung ist Geschichte". Nun wird jeder versuchen, sich über seinen Hausarzt vorzudrängeln, was zu Lasten der stärker Gefährdeten und vieler Menschenleben gehen wird. Leider haben wir in Deutschland dieses verdammt starke Lobbysystem, das die Korruption fördert und in den meisten anderen Länder so nicht existiert.


1. Frage/Meinung: Meinungsmache durch ARD/ZDF ??? In welchem Land leben Sie eigentlich? Deutschland kann es nicht sein. Die Öffentlich/Rechtlichen sind in krasser Weise einseitig gegen die Kritiker der Corona-Maßnahmen nach dem Tenor "Covidioten" (Die Kritiker sind etweder wirr oder rechtsradikal). Keine Rede von der Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen, keine Rede von der Wirkungslosigkeit des Lockdown , keine Rede von der Entwertung des Parlaments, keine Rede von den ungeheuerlichen Einschnitten in unsere Freiheitsrechte !! Wie soll das weitergehen? Die Maßnahmen haben nicht gefruchtet, deshalb mehr davon ??

Antwort: In welchem Land leben Sie denn? Ich habe darauf hingewiesen, daß immer wieder geltend gemacht wird, wie schrecklich wir belastet sind. Das kommt z.B. in den Heute-Nachrichten des ZDF immer wieder und selbst die Politiker bis hinauf zu Merkel sprechen immer wieder ihr Mitleid aus. Dabei waren die Lockdown-Schritte bisher äußerst bescheiden. Wo leiden denn Ihre Freiheitsrechte? Sie können sich frei bewegen, die Läden sind offen, sogar der Friseur. Und auf einen Lokalbesuch oder das Fußballstadium werden sie für die Rettung vieler Menschenleben schon mal verzichten können. Welche Freiheit haben denn Menschen in der Intensivstation? Oder nehmen Sie deren Schicksal gar nicht war. Was ist das bloß für eine schreckliche Gesellschaft geworden, in der die Rücksichtnahme auf das Leben anderer Menschen für viele nicht mehr zählt? Gehören Sie auch dazu?



3865 18-03-21: Warum wir dringend einen neuen Gesellschaftsvertrag brauchen

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5. Frage/Meinung: Das ist der Weg, den auch ich sehe. Er wäre ganz sicher auch finanzierbar, weil neben den Einsparungen im Gesundheitswesen auch viel Bürokratie wegfallen könnte. Der Weg dahin wird allerdings schwierig durchzusetzen sein... weil er mit grossen Veränderungen für viele Menschen verbunden sein wird.

Antwort: Vielen Dank. Es wird einige Schritte und einige Zeit brauchen. Vor allem müßte die Erfahrung der Pandemie mit ihrer besonderen sozialen Ungerechtigkeit genutzt werden.


4. Frage/Meinung: Große Visionen sind sicherlich gut um in die richtige Richtung zu gehen, aber bezüglich der Realisierbarkeit bin ich bei bedingungslosem (!!!) Grundeinkommen und 4-Tage-Woche eher skeptisch. Wäre es nicht schon sehr hilfreich, wenn der existierende Gesellschaftsvertrag schrittweise ausgebaut wird? Ich könnte mir vorstellen, dass gesetzliche Regelungen, die Überstunden und Leiharbeit verteuern (und so die Einkommen der Arbeitnehmer erhöhen) genauso wie deutlich höhere Mindestlöhne zu mehr Verteilungsgerechtigkeit führen. Und solche Maßnahmen lassen sich graduell und stufenweise umsetzen.

Antwort: In kleinen Schritten ist in der Vergangenheit nie viel erreicht worden. Der Widerstand der ewig Gestrigen auf der Seite des Kapitals ist genauso groß wie bei großen Schritten. Wenn nach Umfragen Mehrheiten der Bürger für ein Grundeinkommen sind, ist die Zeit dafür gekommen. Und wenn selbst die Gewerkschaften für weitere Arbeitszeitverkürzung eintreten, dann auch dort. Außerdem lassen sich beide Schritte natürlich in Stufen umsetzen. Darauf habe ich in auch meinem Beitrag hingewiesen.


3. Frage/Meinung: Vielen Dank für die Einbringung - und den historischen Rückblick bezüglich - des Themas "neuer Gesellschaftsvertrag", was ich auch begrifflich sinnvoll gewählt finde. Die Arbeitszeitverkürzung halte ich für einen sehr wichtigen Baustein für mehr Gesundheit und Zufriedenheit. Letztlich wäre es das oberste Ziel, das die Arbeit selbst schon soweit als befriedigend empfunden wird, dass man in der Freizeit nicht den Druck verspürt, kompensieren oder nur "den Akku aufzuladen" zu müssen, nur um wieder arbeiten zu können. Beim BGE bin ich zwiegespalten: ganz persönlich würde ich auch davon profitieren, wenn der Arbeitsdruck sinkt bzw. die Arbeitgeber sich mehr Mühe geben müssen, dass Arbeit, gleich welchem Inhalts, attraktiv und mindestens nicht frustrierend ist. Mit Blick auf die Struktur der Gesamtgesellschaft befürchte, dass dieser (mögliche, nicht sichere) positive BGE-Aspekt des Wegfalls von Druck gleichzeitig auch negativ in andere Bereiche wirkt: Ich befürchte, dass u.a. dann auch die allgemeine Lern- und Arbeitsmotivation von Menschen - nicht nur, aber grade bei Heranwachsenden und Frauen aus bildunsgfernen Schichten - noch mehr absinkt, weil mit einem BGE - zwar ungewollt, aber als Nebeneffekt - die Notwendigkeit von Bildung und Selbstentwicklung noch weniger gesehen wird. Diese Phänomene gibt es bereits jetzt und es wurde über die damit einhergehenden Folgen (geringe soziale Mobilität, Desintegration, Kriminalitä) auch auf dieser Webseite berichtet. Am Ende muss man aufpassen, ob ein BGE nicht zu mehr Nachteilen führt als Vorteilen. Eine große Hilfe könnte schon sein, dass Arbeitnehmer ohne Sanktionen kündigen können, ohne sich vor der Bundesagentur oder dem JC groß rechtfertigen zu müssen. Demgegenüber sollten die Arbeitgeber strenger verpflichte werden, die Einhaltung von Standards einzuhalten und regelmäßig die Arbeitszufriedenheit ab zu prüfen, bei Auflage Misstände umgehend abzutellen. Und dann eben auch rasche spürbare Sanktionen für die Arbeitgeber bei Nichteinhaltung. Ich gebe zu Bedenken: dies alles wie auch die Arbeitszeitverkürzung wäre machbar ohne ein BGE und seine Unwägbarkeiten Davon abgesehen hat man ja das Gefühl, dass die neuen Aspiranten auf die nächste Bundesregierung - die GRÜNEN - ja schon genau wissen, wie die neue Gesellschaft aussehen soll. Vielleicht auch mit BGE oder Ähnlichem. Aber ob das auch auf Dauer insgesamt die Gesellschaft ist, die von der großen Mehrheit gewünscht wird, wage ich zu bezweifeln.

Antwort: Bitte vergessen Sie nicht, daß man mit dem Grundeinkommen, so wie es derzeit diskutiert wird, keine großen Sprünge machen kann. Die Menschen werden in der Regel mehr verdienen wollen und daher auch arbeiten. Sehr viele werden schon wegen des sozialen Kontakts am Arbeitsplatz arbeiten wollen. Das Grundeinkommen soll nur den Druck wegnehmen, bei Arbeitslosigkeit jede Arbeit annehmen zu müssen, was derzeit viele Menschen zwingt unter ihrer Qualifikation zu arbeiten. Auch würde es verhindern, daß angeschlagene Menschen mit "burn-out" etc. weiterarbeiten müssen. Ihre Vorschläge für ein anderes Verhalten der Arbeitgeber sind sicher gut gemeint, dürften aber so kaum durchsetzbar sein.


2. Frage/Meinung: Ein Europa weites einheitliches Grundeinkommen geht nur auf Kosten der wirtschaftlich und damit auch finanziell starken Ländern zugunsten der armen Länder. Leider wird dabei kaum auch ein Ausgleich des Leistungsdrucks sowie der Arbeitsbelasung vom Rücken der Arbeitnehmer in den reichen Ländern zur Mehrbelastung der Arbeitnehmer in den armen Ländern führen. Bei dieser Idee müsste vielmehr als nur ein Grundeinkommen vereinheitlicht werden. Ein uneinheitliches Grundeinkommen in der EU würde Menschenmassen bewegen. Weiterhin müsste nach dem aktuellen, deutschen Sozialverständnis auch jeder weltweite Witschaftsflüchtling, der durch die offenen Scheunentore willkommen geheißen wird, auch ein Grundeinkommen beziehen. Die Migranten in Deutschland und im Ausland lachen heute schon über die dummen Deutschen, aber sie lassen sich gerne versorgen.

Antwort: Es geht hier nicht um ein europaweites Grundeinkommen. Davon ist nirgendwo die Rede!


1. Frage/Meinung: Die 4-Tage-Woche wäre Klasse, auch z. B. unter ökologischen Gesichtspunkten. Sie hätte aber doch große Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, mir scheint, dass es dann viele Familien geben würde, die Kinder und Alte lieber daheim betreuen würden. Überhaupt würde eine Menge Dienstleistung dann überflüssig, was ja nichts grundsätzlich Schlimmes ist.- Anders sehe ich das Grundeinkommen. Von mir weiß ich es leider, dass ich das Arbeiten praktisch einstellen würde, wenn ich Geld ohne weitere Bedingungen bekäme, und ich frage mich, ob das nicht auch für andere Leute gilt.

Antwort: Bitte vergessen Sie nicht, daß man mit dem Grundeinkommen, so wie es derzeit diskutiert wird, keine großen Sprünge machen kann. Die Menschen werden in der Regel mehr verdienen wollen und daher auch arbeiten. Sehr viele werden schon wegen des sozialen Kontakts am Arbeitsplatz arbeiten wollen. Das Grundeinkommen soll nur den Druck wegnehmen, bei Arbeitslosigkeit jede Arbeit annehmen zu müssen, was derzeit viele Menschen zwingt unter ihrer Qualifikation zu arbeiten. Auch würde es verhindern, daß angeschlagene Menschen mit "burn-out" etc. weiter arbeiten müssen.



3864 10-03-21: Wolfgang Thierse: Der letzte Stand der alten SPD

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1. Frage/Meinung: "Angesichts des in diesem Rundbrief erneut belegten überwiegend niedrigen beruflichen Bildungsniveaus (oben Abb. 20145) der Migranten aus Asien inkl. Türkei und Afrika, um die sich die ZEIT immer sorgt und die in großen Teilen auch noch in der zweiten Generation von öffentlichen Leistungen leben (Abb. 20555)". .... Hallo Hr. Jahnke, Abb. 20555 zeigt aber den H4-Anteil nach Länderzugehörigkeit, dabei wäre eine Grafik die belegt, wie (schlecht) wirtschaftlich integriert die 2. und 3. Generation der Gastarbeiternachkommen sind, wirklich interessant und zukunftsweisend. Es wird in den ÖR ja immer von gelungener Integration geredet. Sie ist im Mittel eben nicht gelungen, das ist politisch inkorrekt, aber offensichtlich.

Antwort: Leider wird die Statistik nach Staatsangehörigkeiten sortiert und geht auch nur bis zur 2. Generation, obwohl bekannt ist, daß sich die jüngeren Generationen der Gastarbeiternachkommen aus der Türkei noch schlechter integrieren. Die meisten Türken in Deutschland sind auch den Gastarbeitern entstanden. Deswegen ist es schon sehr ungünstig, wenn fast ein Fünftel von öffentlichen Leistungen lebt. Nach dem Mikrozensus für 2019 beziehen nur 45 % der Türken in Deutschland ihren Lebensunterhalt überwiegend aus Berufstätigkeit, zu vergleichen mit 64 % der Portugiesen und 63 % der Italiener (Abb. 21195) und wird es bei den Türken in der 2. Generation etwas besser. Allerdings beruht der Mikrozensus auf einer Umfrage, wobei sich wahrscheinlich Türken als berufstätig ausgeben, die es gar nicht sind.




3863 04-03-21: Die deutsche Außen- und Außenwirtschaftspolitik

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6. Frage/Meinung: In der gegenwärtig angeheizten und aggressiven Polemik seitens des Westens sollten wir froh sein, dass wir auf Handelsbasis die Verbindungen aufrechterhalten, zumal wir uns an die eigene Nase fassen sollten bezüglich der Menschenrechte: regime change Politik : Chaos in vielen Ländern, Millionen Tote , Millionen auf der Flucht, Tausende Hungertote durch Sanktionspolitik, die Verletzung der sozialen Menschenrechte usw. Egon Bahr hat einmal gesagt: Wenn man Ihnen erzählt es geht um Menschenrechte und um Freiheit, vergessen Sie es, es geht nur um Interessen. Und diese Interessen sind die Rohstoffe (Russland :22% der weltvorkommen und um Weltherrschaft. Hierzu haben die USA allen 20 Kriege in den letzten Jahrzehnten zu verantworten. An einen Krieg seitens Chinas in den letzten Jahren kann ich mich nicht erinnern. Weiterhin ist zu erwarten, dass die Exporte nach China in den nächsten Jahren hart erkämpft werden müssen. Das land bildet jährlich 80000 Ingenieure aus und jährlich werden 7% mehr für die Forschung ausgegeben.

Antwort: Um die Menschenrechte ist es bei uns schon wegen einer unabhängigen Justiz dramatisch besser bestellt als in China oder Rußland. Man sollte das nicht geringachten. Wenn beispielsweise die Uiguren in China staatlich unterdrückt und "umerzogen" werden, so hat das gar nichts mit unseren wirtschaftlichen Interessen zu tun und ist ein Krieg im Inneren. Nach draußen droht China immer wieder Taiwan mit Krieg und rüstet in der südchinesischen See auf. Würden Sie lieber in China oder Rußland leben wollen oder ziehen sie die deutsche Menschenrechtssituation nicht doch vor? Egon Bahr hat seinerzeit die deutsche Ostpolitik nicht als Exportförderung betrieben. Daher taugt so ein Zitat wenig. Und wo sind die Tausende an Hungertoten, von denen Sie schreiben?


5. Frage/Meinung: Im Vordergrund steht die Dominanz der international aufgestellten Konzerne, die in erster Linie ihren Profit im Visier haben. Ein wenig Geplänkel vermittels Nawalny und Co. für die Öffentlichkeit mit unbewiesenen Behauptungen hochgepowert per gleichgeschalteten Medien muss dann eben als Alibi für eine durchgreifende Menschenrechtspolitik reichen. Auch sollte man nicht unterschätzen, dass der Trump-Leitspruch "Amerika first" auch von Biden verfolgt wird.

Antwort: Würden Sie gerne in der Haut von Nawalny sein, der fast ermordet wurde und nun nach einem politischen Schauprozeß im Straflager sitzt? Was ist da unbewiesen? Was hat die Menschenrechtslage in China und Rußland mit dem Profit der Konzerne zu tun? Warum sehen Sie keinen Unterschied zwischen Trump und Biden? Ich fürchte, Sie machen sich ihr Weltbild zu einfach.


4. Frage/Meinung: Bei den Menschenrechten und beim Umgang mit Leuten, deren Meinung nicht der gewünschten entspricht, kehre ein jeder vor seiner Tür. Da hat er Dreck genug dafür. - Julian Assange - Edward Snowden - Chelsea Manning - Guantanamo - Rassismus - Dronekills (und absolut NICHT in diesem Kontext und Grad zu sehen)

Antwort: Erstens bringt die ständige Aufrechnung nicht weiter. Zweitens geht es in dem Rundbrief um das deutsche Anbiedern für Exporte nach China und Rußland. Das ist ein ganz anderes Thema als unser nicht exportbestimmtes Verhältnis zu den USA, die im Übrigen im Unterschied zu China und Rußland demokratische Regierungswechsel wie jetzt mit Biden zulassen.


3. Frage/Meinung: Verglichen mit den (seit Jahrzehnten anhaltenden) weltweiten Verbrechen der USA sind die Verbrechen Chinas und Russlands nur das schwarze unterm Fingernagel. Das erwähnen Sie mit keinem Wort.

Antwort: Die Aufrechnung macht doch keinen Sinn. Außerdem ging es in dem Rundbrief um die deutsche Anbiederung bei undemokratischen Regimen und das deutsche Fressen. Die USA hat, wie die Wahl Bidens gerade gezeigt hat, eine demokratische Ordnung, und außerdem biedert sich die Bundesregierung dort nicht für mehr Fressen an.


2. Frage/Meinung: Ohne den notorischen antichinesischen Wahn wäre das brauchbarer. Vormachtanspruch inkl. dauernder Kriege machen nur die USA, China beansprucht Multilaterialismus. Und bei aller Kritik, "Völkermord" ist grober Unfug und die Zahlen übertrieben.

Antwort: Sie werden auch noch aus Ihrem China-Wahn von ganz-links aufwachen! Ich dachte, Sie würden wenigstens die Grafiken lesen können, oder hindert Sie Ihre rosa-rote China-Brille? Oder ein Fresstrieb als Funktionär einer deutschen Gewerkschaft? Selbst die ziemlich grausame Unterdrückung der Uiguren scheint Sie nicht zu kratzen. Soll man Ihnen da ein bißchen chinesisches "Bildungszentrum" wünschen?


1. Frage/Meinung: Während wir darauf vertrauen, dass das russische Volk sich schon selbst seines diktatorischen Regimes entledigen wird, ohne dass wir es effektiv dabei unterstützen, obwohl wir gerne davon profitieren möchten, haben wir in bezug auf China - mittlerweile - keine Handlungsspielräume mehr, weil die Abhängigkeiten mit Missbrauchspotential längst viel zu gross geworden sind. China hat alleine wegen seiner Grösse die besseren Karten... und wird diese auch ausspielen, um seine politischen Ziele zu erreichen. Und es wird seine Ziele erreichen. Sehen Sie noch eine Möglichkeit, die Chinesen daran noch zu hindern?

Antwort: Ich kann mir nicht vorstellen, daß wir dauerhaft unter der Knute Chinas in einer Vasallenrolle leben wollen. Es wird einen Knackpunkt geben, z.B. ein Krieg um Taiwan oder ein unerträglichen Abfluß an wertvoller Technologie, der die EU zusammen mit den USA zum Handeln zwingen wird bis zum Ausschluß Chinas aus der WTO und ihren Vorteilen. Hoffentlich begreift China vorher seine Grenzen.



3860 11-02-21: Alt und allein

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6. Frage/Meinung: Sie haben zwar Recht, aber es geht auch anders als einsam und arm. Voraussetzung: viel für die Gesundheit tun! - Ernährung (überwiegend vegetarisch), - Sport (im Verein!) und - immer interessiert bleiben, somit Chancen für Minijob, - Freundschaften pflegen! Mit diesen 4 Punkten kann sehr viel ausgeglichen werden.

Antwort: Natürlich gibt es Möglichkeiten, gegen die Einsamkeit anzukämpfen. Doch bei alten Menschen hilft die Gesundheit allein meist nicht, wenn Kinder und Enkel fehlen. Und mit Minijobs geht es dann auch bald nicht mehr. Der Sportverein ist für die meisten Alten ebenfalls keine Lösung mehr. Und Freundschaften kann man nur pflegen, wenn die Freunde nicht wegsterben, was aber auch leider mit steigendem Alter zunehmend passiert, während sich neue Freundschaften seltener auftun. In kaum einem europäischen Land ist der Rückzug der Familien so ausgeprägt wie in Deutschland. Das ist das eigentliche Problem, das der Rundbrief anspricht.


5. Frage/Meinung: Eine hervorragende Sammlung von Zahlen, die man so erstmal finden muss. Danke! Man darf gar nicht darüber nachdenken was passiert, wenn die "Boomer" alt werden und dann auch in die Pflege drängen - es ist deprimierend. Und was die jetzige Situation angeht, sollte jeder darüber nachdenken, ob sich nicht in seinem Umfeld alte und einsame Menschen befinden, denen man beim Impftermin behilflich sein kann. Man bricht sich kein Bein dabei, seine Hilfe anzubieten.

Antwort: Vielen Dank!


4. Frage/Meinung: Selbst in der Situation, darüber nachzudenken, wenn die Partnerin nicht mehr da ist, kommt auf einmal die Erkenntnis, dass man sein Leben nicht vorausschauend organisiert hat. Die Geschäftigkeit, mit der man die Erkenntnisse des Alterns zu übertünchen sucht, verhindert durch den Zeitkonsum, richtige Wege zu gehen.

Antwort: Bei vielen Menschen ist es in der Tat ein Verdrängungsversuch, da die Aussichten für sie nicht besonders gut sind.


3. Frage/Meinung: Vielen Dank für Aufbereitung dieses wichtigen Themas, dessen Brisanz noch dramatisch zunehmen wird, schon in naher Zukunft. Ich erwähne noch, dass ich vor einigen Jahren ein Pflegeheim besuchte, dass für Menschen zuständig war, die am unteren Ende der sozialen Leiter standen: teils lagen 2- 3 Leute auf einem Zimmer, diese und auch das gesamte Haus erinnerte eher einer Krankenhausstation. Es hatte kaum etwas Warmes, von den dort Arbeitenden abgesehen. Das war eine sehr bedrückende Erfahrung.

Antwort: Ja, traurig!


2. Frage/Meinung: Sehr interessanter Beitrag. Allerdings fehlen mir nachvollziehbare Rezepte zur Besserung/Änderung der Situation. Aber vielleicht gibt es die nicht. Interessant wäre noch eine Analyse, warum dieses drängende Thema bei den Politikern auf so gar kein Interesse stößt - oder liegt ein politisches Konzept dahinter? Denn im wohlhabenderen Österreich ist die Situation sogar noch ärger.

Antwort: Die Rezepte sind doch angesprochen: Mehr Kinder durch eine andere Familenpolitik, mehr Geld für die Pflege und Renten und vieles mehr.


1. Frage/Meinung: Sie haben wieder eine tickende Zeitbombe freigelegt, deren Gefährlichkeit erschreckend ist. Bleibt zu hoffen, dass Alleinsein in vielen Fällen nicht zwangsläufig auch Einsamkeit bedeutet. Dank der digitalen Kommunikationsmedien ist es heute doch viel einfacher, mit Menschen in Kontakt zu bleiben und den Kontakt wiederherzustellen. So bin ich etwa heute wieder mit Freunden in regelmässigem Austausch via Zoom oder WhatsApp Videocall, die mich zum Teil nach über 40 Jahren wiedergefunden haben. Auch in der Frage der Einsamkeit dürfte Bildung einen entscheidenden Unterschied machen...

Antwort: Leider sind alte Menschen wenig geübt im Umgang mit den sozialen Medien. In den höheren Altersstufen läßt auch die Fähigkeit zur sozialen Kommunikation nach, da fehlt wirklich die eigene Familie.



3858 01-02-21: Spahns (und Merkels) schwere Impffehler

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1. Frage/Meinung: Es ist ein alter Trick des Marketings, Knappheit zu suggerieren, um die Begehrlichkeit zu steigern. Falls die Knappheit aber zutrifft, sollten wir unseren Politikern dankbar sein. Möchten Sie es riskieren, zu den Opfern zu gehören? Zu den "nutzlosen Essern", die man nicht mehr braucht? Ich nicht!

Antwort: Leider sind Sie einer dieser verdammten Irreführungen aus dem Lager der verschworenen Impfgegner anheimgefallen. Wenn Sie der Virus in die Intensivstation bringt, sollten Sie sich bei denen bedanken, statt für sie hier Reklame zu schieben (Ihre Links habe ich deshalb hier nicht aufgeführt).



3857 25-01-21: Im Kampf um Menschenleben braucht es Notstandsgesetze

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6. Frage/Meinung: Das Gebaren der Medikonzerne ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Jedoch sind wohl einige (viele) Verantwortliche so in Zuckerwatte gepackt, das sie Erfahrungen im Umgang mit diesen Unternehmen nicht gelernt haben, oder dies auch nicht wollen. Frau v.d. Leyen hat meiner Meinung nach eigentlich überall wo sie verantwortlich war, versagt. Schon die Zeit als "Supernanny" in der Bundesregierung hatte dieses Versagensschema. Mir ist eh unbegreiflich, wieso sie in Brüssel auf diesem Sessel sitzt, gewählt worden ist sie ja nicht! Herr Spahn erinnert mich vielfach an den Guttenberg. Viel Nebel und dann ....! Etwas persönliches zu Corona: Letzte Jahr habe ich wegen Corona Monate auf eine dringende OP (Halswirbelsäule, 3 Wirbel versteift, neue Bandscheiben, etc.) gewartet. Ich hatte kaum noch auszuhaltende Schmerzen, bin aber wegen Corona und der damit verbundenen Bettennachfrage nicht operiert worden. Ist dann am 31.08. passiert. Seitdem hab ich trotz Reha und anderer Maßnahmen immer noch massive Nervenschmerzen, Auch da wird mit Verweis auf Corona fast nichts gemacht. Es gibt leider auch noch diese Seite von Corona. Verlegte und/oder nicht gemachte OP`s und die damit verbundenen Folgen. Wäre vielleicht auch einmal ein Thema. Ich persönlich habe in den letzten Monaten viele Menschen kennen gelernt, die genauso durch Corona zusätzlich beschädigt werden. Im Grunde kann man (ich) über die Unfähigkeit vieler Verantwortlicher nur noch verzweifelt den Kopf schütteln. Jedoch ist es damit nicht getan, denn durch diese Unfähigkeit leiden und sterben unnötig viele Menschen.

Antwort: Wie recht Sie haben!


5. Frage/Meinung: Sehr schön auf den Punkt gebracht. Eigentlich liegen die Fakten offen auf dem Tisch (die Sie zusammengetragen haben). Umso bedauerlicher, dass die "Qualitätsmedien" und die "Öffentlich Rechtlichen" es nicht hinbekommen, _das_ zur Prime-Time über die Kanäle zu bringen. Meine Interpretation: Es wäre wohl ein "Affront" gegen die "Informations-Geber" (Politiker), welche dann die "Qualitäts-Medien" mit Ausschluss vom inneren Zirkel bestrafen würden. Somit sind diese keine vierte Gewalt mehr...

Antwort: Ja, das ist wohl leider so.


4. Frage/Meinung: Notstandsgesetz klingt zwar fürchterlich und schafft Assoziationen mit früheren geschichtlichen Ereignissen in Deutschland. Aber so wie 9/11 die USA sich im Kriegszustand gegen Terrorismus erklärten, ist im Hinblick auf die weiteren Mutationen nicht das Ende der Pandemie zu erwarten, sondern ein weiteres "Hochschaukeln" zu befürchten. Und ein Zustand, der nun schon Monate dauert, sollte nicht in eine Art "Stellungskrieg" münden wie früher einmal. Insofern ist das Wort vom "Notstand" durchaus berechtigt!

Antwort: Ja, das Gesetz ist nicht die Not, sondern das was mit ihm vermieden werden soll.


3. Frage/Meinung: mRNA-Impfstoffe sind für mich keine Lösung!

Antwort: Das mag ja für Sie so sein. Warum Sie dann den ganzen Bericht verwerfen, ist mir allerdings nicht klar, zumal Sie auch nicht erklären, warum das keine Lösung ist.


2. Frage/Meinung: Hier ist zusammengefasst, was ich schon befürchtet hatte. Pharmafirmen wollen immer den höchst möglichsten Preis und das darf eben nicht sein, wenn der Staat schon so viele Unterstützung gegeben hat.

Antwort: Und dann noch eine unfähige EU!


1. Frage/Meinung: Guten Morgen aus Bern Sie liefern erschreckende Zahlen und Fakten, die auch mein Bild von Ursula von der Leyen bestätigen: sie redet und redet, ohne den Worten nennenswerte Taten folgen zu lassen. Schon vor ihrer Wahl zur Kommissionspräsidentin hatte ich sie in einem meiner Beiträge als Fehlbesetzung eingestuft. Der einzige Unterschied zu ihren vorherigen Jobs: nun produziert sie heisse Luft in drei Sprachen. Schade, dass wir nur noch so wenige Politiker haben... und so viele Politikerdarsteller... Kaum zu glauben, dass diese durch Wahlen... und nicht durch Castings... auf ihre Posten gekommen sind...

Antwort: Leider wahr.



p> 3856 21-01-21: Neue Vermögensdaten: Wie die Pandemie die soziale Ungleichheit hochtreibt

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2. Frage/Meinung: Die Diskussion ist notwendig! Aber uns fehlen wirklich gute Informationen: Wenn jemand ein Haus besitzt und dessen Wert steigt um x % ist er erst einmal nicht reicher geworden, solange er nicht verkauft. Nimmt er hingegeben die niedrigen Zinsen und kauft weitere Anteile hinzu, dann würde ich Ihnen zustimmen. In der Realität ist es ein Mix von beiden, die wir aber nicht wirklich sauber analysieren.

Antwort: Ich halte das für einen Irrtum. Wenn der Wert eines Hauses steigt, steigt natürlich der gesamte Vermögenswert. Das zeigt sich auch ohne Verkauf bei Beleihung, Vermietung und spätestens bei Vererbung. Im Übrigen ist es bei den Wohlhabenden oft schon das zweite Haus, weil es sich ja Dank EZB so billig finanzieren läßt. Das geht statistisch gar nicht anders und ist wie bei Aktien. Die gewinnen auch an Wert, selbst wenn sie nicht verkauft werden. Zusätzlicher Analysen bedarf es da nicht. Leider hängen Sie sich wieder an einem Nebenpunkt auf.


1. Frage/Meinung: Es dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu befürchten sein, dass eine neue Bundesregierung(schwarz-grün?) nach den Wahlen hinsichtlich der starken Neuverschuldung nicht den Weg der Steuererhöhung einschlagen wird, sondern den Weg der Ausgabenkürzungen. Skandalöser jedoch als die fehlende Korrektur in der Vermögensbildung durch die Politik ist die Duldung der miserablen Bezahlung durch Löhne knapp über dem Mindestlohn. Löhne, die in einer Industrienation der Würde des Menschen diametral entgegengesetzt sind.

Antwort: Leider kommen schon jetzt Steuer und Gebührenerhöhungen für alle. So planen schon jetzt nach Umfragen zwei Drittel aller Gemeinden höhere Steuern und Gebühren, darunter für Wasser, Straßenreinigung, Müllentsorgung, Parken, etc. sowie höhere Grundsteuern.


3855 14-01-21: Der EU-Impf-Skandal

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5. Frage/Meinung: folgendes zum Impfstoff: Unzureichende Erprobung, heftige Nebenwirkungen,ungeklärte Haftungsfrag en - die Corona-Impfstoffe bergen hohe Risiken.Noch dazu basieren viele von ihnen auf Zelllinien abgetriebener Babys (unter anderem die der Firmen Pfizer/BioNTech,Moderna,Oxford/Astra Zeneca und Johnson and Johnson)??? Covid-19 hat dieses Jahr Influenza verdrängt. Wir haben sonst jedes Jahr Influenza-Tote,die haben wir dieses Jahr nicht. Dafür haben wir Covid-19-Tote. Aber wir haben nicht mehr Tote als sonst. Und die, die sterben, sind krank und auch alt...Viele denken, dass die Zahlen immer mehr runter gehen, weil die meisten sich schon angesteckt haben, ein paar Symptone hatten und jetzt immun sind???

Antwort: Was Sie hier behaupten, stimmt m.W. nicht oder ist unbelegt. Bisher sind in Deutschland 50.000 Menschen an oder mit Corona gestorben, im Wochendurchschnitt sind es derzeit jede Woche über 6.000 mehr; weltweit beträgt die Zahl der Toten schon über 2 Millionen. Selbst unter diesem enormen Druck wurde der Impfstoff von BioNTech umfangreich getestet und sorgfältig in der EU vor Zulassung geprüft. Es gab bei uns, anders als in USA und UK, keine Notfallzulassung. Die Nebenwirkungen sind vertretbar und gibt es auch bei anderen Impfstoffen, zumal die Alternative für sehr viele Menschen Tod heißt. Wäre der Ihnen sympathischer? Mit Grippe-Toten ist das überhaupt nicht vergleichbar. Solche Versuche der Verharmlosung von schon jetzt über 2 Millionen Toten sind mir einfach unverständlich, und erst recht, wenn Sie die Toten als ohnehin dem Tode geweiht abschreiben. Wenn Sie eine bejahrte Mutter hätten, die jetzt an Covid-19 stürbe, würden Sie auch dann so herzlos urteilen?.


4. Frage/Meinung: Ojeh, verehrter Herr Jahnke. Sie glauben ans Milliardengeschäft der Impfindustrie. Dabei gibt es mit .. ein verteufeltes (All-)Heilmittel, das in Südamerika schon hunderten Ärzten und Tausenden Covid-19-Erkrankter hat genesen lassen. Für mich ist es nach wie vor unfassbar bzw. indirekt genozid, dass .. , dieses "natürliche" Allheilmittel mit offiziell ätzend-verlogenen Argumenten von allen Mächtigen dieser Welt abgeblockt wird und so der vorzeitige Tod bzw. schwere Erkrankungen mit Spätschäden in Kauf genommen werden. Danke, lieber Dr. Jahnke. Ich werde mich nie mehr impfen lassen, obwohl nebenwirkungsfrei.

Antwort: Sie haben leider einen ziemlich unverschämten und patronisierenden Stil mit Ihrer aus der Luft gegriffenen Unterstellung, ich glaubte an ein Milliardengeschäft. Ich glaube - wohl anders als Sie - an Fakten und dazu gehören bisher fast 50.000 Tote, die Sie in einer verlogenen Informationsblase offensichtlich gar nicht zur Kenntnis nehmen. Mitgefühle scheinen bei Ihnen längst gestorben zu sein. Genozid ist nicht der Impfstoff, sondern Ihre Aufforderung gegen das Impfen und Werbung für ein Desinfektionsmittel, von dem schon Trump geschwärmt hat. Ob Sie sich impfen lassen, ist mir übrigens Wurst. Ich bin nur der Meinung, daß Sie keinen Platz in der Intensivstation bekommen sollten oder freiwillig darauf verzichten sollten, wenn Sie das Virus erwischt. Für Ihr angebliches Allheilmittel werde ich hier natürlich keine Reklame schieben. Schade, Sie waren vor 10 Jahren oder länger, als Sie schon Leser der Rundbriefe waren, einmal ein vernünftiger Mensch.


3. Frage/Meinung: Kein Wort zum russischen Impfstoff, der gut sein soll. Kein Wort, dass die deutsche Regierung mit den Russen verhandelt. Warum dieses ignorieren?

Antwort: Wir haben m.E. derzeit größere Probleme, als an russischen Impfstoff zu kommen, der weit von einer Zulassung in der EU ist, und mit dem sich vermutlich die meisten Deutschen nicht impfen lassen würden.


2. Frage/Meinung: Danke für Ihre Arbeit! Muss ich allen Ihren Ausführungen zustimmen? Nein, sicher nicht, aber gerade die andere Meinung trägt zur Abrundung oder Verbesserung der eigenen Meinung bei. Deshalb noch einmal: Danke!

Antwort: Was bringt Sie auf den Gedanken, allen meinen Ausführungen zustimmen zu müssen? Wenn das nicht geschieht, würde ich jedoch in aller Bescheidenheit eine kurze Erklärung für einen Meinungsunterschied erwarten und geradezu erbitten.

Was mich allerdings mehr stört, und das trifft nicht auf Ihre freundlichen Zeilen zu, ist, wenn Menschen, die sich jahrelang auf eigene Bestellung mit meinen extrem arbeitsintensiven Analysen haben beliefern lassen, auf einmal gruß- und begründungslos abbestellen, wenn ihnen ein Rundbrief nicht gefallen hat. Ein solches "Türenknallen" ist auf der Basis meiner - zugegeben altmodischen - Erziehung einfach unhöflich. Bei diesem Rundbrief trifft das bisher auf zwei Leser zu, die schon seit 3 Jahren auf eigene Bestellung bezogen haben und wahrscheinlich zu den Corona-Leugnern zu rechnen sind. Ich weiß natürlich, wie rau und brutal in "social media" oft miteinander umgegangen wird. Doch bei diesen Rundbriefen wird mit der persönlichen Bestellung und der persönlichen Mailsendung ein direkter Kontakt aufgebaut, der etwas Höflichkeit vertragen kann. Ebenso sollte jemand, der einen Rundbrief mit der schlechtesten Note bewertet, wenigstens verraten, warum er das tut. Auch dafür gab es heute leider ein Beispiel.


1. Frage/Meinung: Herzlichen Glückwunsch für diesen hervorragenden Rundbrief, der sicherlich zu den Besten gehört. Es bleibt eine Frage in diesem Zusammenhang, die vielleicht auch nur spekulativ beantwortet werden kann: Warum gibt es innerhalb der EU-Länder, wie z.B. Dänemark oder Italien (siehe Grafik 21151), die deutlich mehr Impfdosen pro 100 der Bevölkerung verabreichen konnten, während in Deutschland Impfzentren mangels Impfstoff geschlossen blieben? An ein organisatorisches Problem glaube ich nicht. Wie ist der Verteilungsschlüssel der Impfdosen in der EU? Er sollte sich doch an der Bevölkerungszahl orientieren! Bekommt Deutschland nach dem Verteilerschlüssel weniger als z.B. Slowenien, obwohl diese ganze Aktion überwiegend von deutschen Steuergeldern finanziert wurde?

Antwort: Ich vermute, daß es nicht am Verteilungsschlüssel liegt, sondern an der Impfabfolge. Deutschland hat die Pflegeheime und das Krankenhauspersonal, die nur über mobile Einheiten erreicht werden können, vor die ab 80 Jahre Alten gezogen und damit die Öffnung der effizienten Impfzentren verzögert. Eigentlich war hier auch in Deutschland eine einzige Gruppe gleichzeitig zu Impfender vorgesehen, die aber später aufgeteilt wurde, weil nicht genug Impfstoffe für alle in der Gruppe verfügbar ist.



3854 11-01-21: Die große Sauerei: Wohnungsnot - Ein besonderer Fluch der unsozialen Marktwirtschaft

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6. Frage/Meinung: Alles richtig - schön wäre gewesen stärker auf Lösungsansätze einzugehen.

Antwort: Ist doch klar. Die Lösung ergibt sich aus der Rücknahme der aufgelisteten Fehlentwicklungen, vor allem beim sozialen Wohnungsbau und dem Ende der von der EZB angeheizten Spekulation auf Immobilien.


5. Frage/Meinung: In einer 60 qm großen Zweizimmer-Betriebswohnung für Arbeiter ohne Bad, eine Toilette je Stockwerk im Treppenhaus, Teil einer 4-köpfige Familie verbrachte ich die ersten 10 Jahre meines Lebens. 1962 der große soziale Aufstieg durch den Umzug in eine Doppelhaushälfte mit Bad inkl. Toilette und vor allem ein eigenes Kinderzimmer. Einfache Ausstattung für die Arbeiterklasse ohne Zentralheizung, sondern Einzelöfen für Holz und Kohle im Bad und Wohnzimmer. Immobilienpreis 22.000 DM, gebaut und gefördert durch eine staatliche Baugenossenschaft, staatliche Zuschüsse und Kredite mit reduzierter Rückzahlung und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. Wir waren glücklich, zufrieden und fühlten eine neue Freiheit im eigenen Heim. Vieles hat sich seitdem leider geändert. Neben der von Ihnen richtig beschriebenen unsozialen Sauerei, geschaffen durch die Regierungen sollte noch ein ganz wesentlicher Punkt in Bezug auf das sehr teurere Wohnen in Erinnerung gebracht werden. Die Verteuerung der Grundstücke, der Baupreise und der Baunebenkosten, die auch aber nicht nur von den zu hohen Ansprüchen verursacht werden. Zu nennen sind die Provisionen von Maklern und Banken, enorm gestiegene Gebühren für Notar und Behörden, Grunderwerbssteuer, im Vergleich zum benachbarten Ausland unnötig verteuernde Baumaßnahmen durch staatliche Auflagen und Bauvorschriften getrieben durch Lobbyisten und grünen Populisten. Die Baupreise der Immobilien steigen schneller wie die Löhne. Früher konnte ein Arbeiter ein bescheidenes aber eigenes Häuschen bekommen, heute kann sich ein durchschnittlich verdienender Ingenieur von seinem Gehalt keine neue Immobilie leisten. Erbt er ein Haus, kann er zumindest das Haus der Eltern von seinem Einkommen noch unterhalten. Der einfache Arbeiter kann von seiner Rente den Unterhalt für sein Häuschen nicht mehr aufbringen, weil auch die Wohn- und Wohnnebenkosten ähnlich der Baukosten durch politische Irrtümer in die Höhe getrieben werden. Neueste Ergebnisse krankhafter Vorschriftenpolitik sind die beschlossenen CO-2-Maßnahmen in Bezug auf Heizungserneuerung und Heizkostenverteuerung. Auch das hat Einfluss auf zukünftige und aktuelle Bau-, Wohn-, Miet- und Nebenkosten. Eine eigene Wohn- oder Vermietimmobilie als zweites Standbein zur Rente, eine Empfehlung unserer Politchaoten, wird in heutiger Zeit zum Kostenalptraum für Rentner. Wie unsere Vorzeige-unsozial-Partei SPD bereits vorschlägt, sollen die vermietenden Rentner von ihrer Mieteinnahme statt Rentenverbesserung die gestiegenen Heizkosten ihrer Mieter (aufgrund der CO-2-Bepreisung) mitfinanzieren. All das gehört heutzutage in die Betrachtung von Gründen der durch die Politik verursachten Wohnungsnot. Es liegt ein besonderer Fluch auf Deutschland und seinen gewählten Regierungen egal in welche Ecke man blickt.

Antwort: Sie haben recht mit Ihrer langen Aufzählung. Für mich am Wichtigsten ist aber die dramatische Schrumpfung des sozialen Wohnungsbaus, von der Sie wie ich in Ihrer Jugend noch profitieren konnten.


3. Frage/Meinung: In Abb. 21155 findet sich Griechenland an der Spitze derer die zu viel Geld zum Wohnen ausgeben müssen. Ich habe immer gelesen, dass in Griechenland die meisten Leute im Eigentum wohnen. Wie passt das zusammen?

Antwort: Auch Eigentum belastet, wenn die Kreditzinsen hoch sind, was besonders bei schlechtem Kreditstanding der Fall ist. Außerdem enthalten die Wohnkosten auch solche für Energie, Steuer und andere Nebenkosten, die bei Eigentum ebenso anfallen.


2. Frage/Meinung: Herzlichen Dank, wieder einmal sprechen Sie auch die kritischen Aspekte des Wohnraummangels an. Was ich noch sehe, sind die millionenfach extrem billig verkauften Wohnung aus städtischem Eigentum an amerikanische Hegefonds. Die Energie und Dämmungsverordnungen öffneten danach weit die Tore für Mietpreiserhöhungen, das konnte man in Berlin gut betrachten, die Wohnung wurden systematisch teurer aber es gab noch keine Wohnungsnot. Diese setzte erst 2016-2017 ein, unmittelbar nach dem Beginn der Grenzöffnungen. Als "Nichtflüchtig" bekommt man keinen WBS Schein mehr und damit keine städtischen Wohnungen, soweit vorhanden, es ist nur eine Frage der Zeit bis diese Wohnungen ausschliesslich von Zuwanderern bewohnt werden.

Antwort: Eine traurige Entwicklung, wenn sie so zutrifft (nach meiner Google-Prüfung gibt es die WBS-Scheine in Berlin noch).


1. Frage/Meinung: Ich finde, man sollte noch etwas zur Entwicklung der Haushaltgröße sagen. Hier hat es doch eindeutig einen Trend zu kleineren Haushalten gegeben, was sicher auch wieder einen eigenen sozio-ökonomischen Hintergrund hat. Vielleicht ist dies eine zusätzliche Erklärung dafür, dass es in Deutschland so wenig Wohneigentum gibt?

Antwort: Vielen Dank! Habe das nachgetragen. Die Entwicklung zu kleineren Haushalten führt vor allem zu mehr Nachfrage nach billigerem Wohnraum und damit zu Wohnungsmangel und steigenden Mieten. Der von Ihnen vermutete negative Einfluß auf die Verfügbarkeit von Wohneigentum dürfte geringer sein, da die Deutschen - besonders in den Großstädten - immer schon auf stadtnahe Mietwohnungen konzentriert waren und da sehr viele Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden und auch viel Neubau solcher Eigentumswohnungen stattfindet, auch um dann vermietet zu werden. Ich sehe also die Haushaltsgrößen-Entwicklung vor allem als Ursache für Mangel an bezahlbarem Mietraum. Außerdem war der Trend zu kleineren Haushalten seit vielen Jahrzehnten voraussehbar und hätte zu einer anderen Politik führen müssen.



3853 04-01-21: China: Vom Freund zum Gegner?

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6. Frage/Meinung: Super analysiert und belegt. Ich seh' mit meinen laienhaften Augen irgendwie nicht so richtig den Unterschied zwischen dem Verhalten Chinas und - sagen wir - den USA?

Antwort: Es gibt einen sehr großen Unterschied: Nach Trump kehren die USA zu einer Form von Demokratie zurück, während sich China immer mehr zur Diktatur und entsprechender Aggression nach Innen und Außen entwickelt.


5. Frage/Meinung: wähnenswert wäre, dass ohne die Billigware aus China die wirtschaftlich Situation unseres Prekariats noch schlechter wäre.

Antwort: Ohne das China-Dumping und dessen Druck auf deutsche Löhne wären die höher und würde gerade die niedrigqualifizierte Arbeit, der ein Teil des Prekariats nachgeht, nicht verlagert worden sein. Wir hatten jedenfalls weit weniger Prekariats, bevor der Einfuhrboom aus China startete, an dem vor allem die Konzerne sich wärmen.


4. Frage/Meinung: China tut nichts anderes, als die Maximen des NEO-liberalen "Freihandels" konsequent umzusetzen. Natürlich, oh Schreck, zur Steigerung der eigenen Macht- und Profitinteressen. Wessen Interessen sonst sollten sie verfolgen? Das ist selbstverständlich schädlich und gefährlich. Nicht nur, wenn China das tut! Die BRD in ihrer begrenzten Souveränität sollte daher überlegen, wer denn eigentlich der "Patron" dieses offenkundig gefährlichen NEO-Liberalismus ist, wer ihn anschiebt, wer den Nutzen daraus zieht und was eigentlich das Ziel dieser Ideologie mit der Maxime "Tötet sie!" (BARNETT) ist. Ziel ist: Die Reichen werden immer reicher, die "andern" leisten die werteschaffende Arbeit. Wenn der NEO-Liberalismus gefährlich ist, ist er abwendbar? Wie? Was sind die Alternativen?? Alternative darf nicht im Kampf aller gegen alle gesucht werden, wie im 19.Jh., als der Riesenhai brit. Empire mit anderen Blöcken und Einzelstaaten mit härtesten Bandagen um die absolute Vorherrschaft kämpfte. Die Alternative sind Nationalstaaten, die nach fair (!!) ausgehandelten verbindlichen Regeln wirtschaftlich und politisch zusammenarbeiten. Waffenstarrende Kolosse und die Weltwirtschaft dominierende Finanzoligarchien wie die City of London sind ebenso gefährlich wie das chinesische Streben nach Dominanz.

Antwort: Sie haben das Ziel des Rundbriefes leider nicht richtig verstanden. Es geht nicht um die Wahrnehmung eigener Interessen durch China, sondern um die Vernachlässigung unserer Interessen durch die Bundesregierung. Und es geht vor allem um das aggressive neuere Verhalten der chinesischen Diktatur, die nach Innen immer mehr zum Polizeistaat geworden ist und sich nach Aussen immer mehr als Führungsmacht der Welt und auch uns als Vasallen betrachtet. Dagegen ist die City of London ein Popanz, der jetzt auch noch um den Zugang zum Finanzmarkt der EU kämpfen muß. Die Finanzoligarchien gibt es ohnehin überall, auch in China, und im Kapitalismus ohne Gegenmodell wird sie niemand beseitigen. Nationalstaaten sind da keine Alternative, zumal wenn sie gegenüber den Giganten und Atommächten zu klein sind, wie Deutschland.


3. Frage/Meinung: Im Machtbestreben unterscheidet sich China von den USA jedoch in einer Kategorie: Sie sind nicht für Millionen Tote durch militärische Einsätze verantwortlich.

Antwort: Sollte China Taiwan angreifen, wie immer wieder angekündigt, so wird es auch Millionen Tote geben. Und nach Innen hat die chinesische Diktatur schon sehr viele Menschenleben auf dem Gewissen, wenn auch noch nicht Millionen.


2. Frage/Meinung: Den Titel meinen Sie vermutlich eher ironisch, denn der chinesische Freund war wohl immer ein Feind, der sich durch Anwendung der 36 Strategeme gut zu tarnen wusste... Die Entwicklung ist aus meiner Sicht gerade wegen der eher bewusst geschaffenen als aus Profitgier einfach so entstandenen Abhängigkeiten so gefährlich. Dadurch steigt unaufhörlich das Erpressungspotential. Die Frage ist: wann kommt der Zeitpunkt und was sind die Voraussetzungen, um es im grossen Stil einzusetzen. Es ist bestimmt kein Zufall, dass vor allem die Politiker weithin die Lage noch nicht begriffen haben. Afrika wurde bereits komplett verschlafen... und nun müssen die Ressourcen nur in wirtschaftlich relevantem Ausmass knapp werden... dann wird die ganze Handlungsunfähigkeit, in die wir uns durch Nichtstun hineinmanövriert haben, schlagartig bewusst werden... Ich bin nicht davon überzeugt, dass es den chinesischen Freund je wirklich gab...

Antwort: Es geht mir um die offizielle deutsche Politik, und die war bis zu Xi's neuem Kurs auf eine Art von Freundschaft ausgerichtet, sonst wäre Merkel nicht jedes Jahr nach China gepilgert. In weiten deutschen Kreisen glaubte man an Freundschaft als Gegenpol gegen eine einseitige Abhängigkeit von den USA und deren wenig berechenbaren Kurs. Die Illusion von einem sich demokratisierenden China wurde viel zu lange beibehalten.


1. Frage/Meinung: Die Welt hat so viele Probleme. Ihre Existenz steht zur Debatte. Gegner, Feind sind da nicht die richtigen Begriffe. Die meisten Kriege in den letzten 40 Jahren haben die USA angezettelt. Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Wenn wir unsere Welt noch retten wollen, dann muß eine friedliche Zusammenarbeit organisiert werden. Und das mit allen Ländern. Sehr schwierig, aber wir haben keine Alternative.

Antwort: Es geht in diesem Rundbrief nicht um Schuldzuweisung, sondern um ein Ende der Illusionen, die sich für viele Menschen in Deutschland immer noch mit China verbinden. Mit "Appeasement" kommen wir da nicht weiter.



3752 29-12-20: Brexit-Abkommen: Die Mängel und viel vorprogrammierter Dauerstreit

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2. Frage/Meinung: Wer bei den beteiligten Oberverhandlern auf EU-Seite etwas anderes, z.B. einen funktionierenden Vertrag statt eines Streitpapiers erwartet hatte, ist ein Träumer. Die beiden, Merkel und von der Leyen, wissen wahrscheinlich nicht einmal, was ein Vertrag bedeutet. Sie haben ihr unfertiges Werk einfach so bezeichnet und es mit Blick auf den Kalender und nicht auf den Inhalt als fertig bezeichnet. Eines find ich dabei besonders verletzend für die bis dato agierenden EU-Verhandler, denen es nicht um ein schnelles Scheinergebnis ging. Ihre Bemühungen, um eine vertretbare gute Lösung für die EU, wurden lächerlich gemacht, obwohl sie das Rückgrat hatten, lieber die Tatsache eines nicht verhandelbaren Zustandes zu präsentieren, anstatt den äußeren Schein auf Kosten eines zukünftigen, zeitraubenden, spaltenden Dauerstreits zu wahren und dabei die Probleme auf andere abzuwälzen.

Antwort: An Ihren Worten ist viel Wahres dran.


1. Frage/Meinung: Klar wollen die Briten "Europäer" sein und bleiben, denn sie sind ja Europäer. Es geht um ganz etwas anderes, nämlich um das Monstrum EU, Euro und Brüssel. Die Briten meinen, dieser Leviathan verfolge nicht die Interessen Europas, sei zu teuer, korrupt und anmaßend. Sehr viele andere meinen das auch.

Antwort: Sie kennen die Briten offensichtlich nicht. Der Brexit-Teil betrachtet sich eben nicht als Europäer und spricht von Europa, wenn er den Rest ohne UK meint. Es geht den Brexit-Briten auch gar nicht so sehr um Mängel der EU, wie von Ihnen aufgezählt, sondern in einer nationalen und unsinnigen Überhöhung um absolute Souveränität, die es in dieser Welt auch für UK längst nicht mehr gibt. So sind sie jetzt von der EU abhängig, ohne dort mitreden zu können. Das ist die Wahrheit, nicht Ihre Munkelei. Übrigens ist die EU nicht korrupter als die meisten Regierungen in der Welt. Und Länder, wie China, Rußland, Türkei oder bisher Trumps USA, sind viel anmaßender. Ich lebe halb in UK und kenne mich daher in der britischen Mentalität und dem Brexitvorgang schon deshalb wahrscheinlich besser aus als Sie.



3851 15-12-20: Von der seit Jahrzehnten fortschreitenden Entsolidarisierung der deutschen Gesellschaft

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4. Frage/Meinung: Ihren Ausführungen über die fortschreitende Entsolidarisierung der Bevölkerung kann ich mich voll und ganz anschließen. Nur den Begriff fortschreitende Entsolidarisierung finde ich nicht so glücklich. Es ist doch wohl mehr eine fortschreitende und politisch gewollte Spaltung von widerstehenden Gesellschaftsformen bis auf die Ebene der Familien. Das Motiv: Widerstand ist unerwünscht, das Individuum ist biegsamer, ein Faden reisst leichter als ein Seil. SED- und STASI-Methoden in neuer Verpackung. Die Entsolidarisierung ist kein fortschreitender Prozess sondern ein Zustand, ein gewolltes Ergebnis der Individualisierung von Gesellschaften. Zum Zweck der Pandemie-Bekämpfung ist die Entsolidarisierung eine unerwünschte Frucht.

Antwort: Es ist nicht nur Spaltung mit unterschiedlichen Ansichten, was in jeder demokratisch organisierten Gesellschaft völlig normal wäre, sondern eine fortschreitende "Entsolidarisierung", die den Widerstand verhindert, der nur solidarisch stattfinden kann. Dieser Unterschied ist wichtig, entgegen Ihrer Meinung. Die von Ihnen kritisch angesprochene Individualisierung ist ebenfalls gut, denn wir sind nun mal Individuen und nicht eine unterschiedslose Masse. Es sind die autokratischen Regime wie in China, die das Individuum verbannen, um die Massen besser steuern zu können. Ich verstehe Ihre semantischen Beanstandungen wirklich nicht.


3. Frage/Meinung: Lieber Herr Jahnke Vielen Dank für das Bild, das Sie zeichnen und in dem sich viele Kreise schliessen, die Sie seit Jahrzehnten beschäftigen. Das ist genau auch mein Bild, das sind auch meine Kreise. Wenn es nach dem marxistischen Soziologen Pierre Bourdieu drei Arten von Kapital gibt, das ökonomische, das kulturelle und das natürliche, von denen sich vor allem die ersten beiden über 'feine Unterschiede' reproduzieren, dann sind in der kapitalistischen Gesellschaft die von Ihnen genannten Spaltungen immer schon angelegt. Sie zurückzudrängen wäre Aufgabe von Politik, indem sie eine soziale Marktwirtschaft durchsetzt und fördert und indem sie für ein hohes durchschnittliches Bildungsniveau sorgt. Und wir müssen beide festhalten, dass die deutsche Politik nach 1949 kläglich versagt hat, auch wenn sie mit der sozialen Marktwirtschaft und auch mit der Förderung von Bildung mal auf einem guten Weg war. Welche Rolle der Neoliberalismus dabei gespielt hat, erklären Ihre Bücher, welche Rolle die Ausblutung des Bildungswesens gespielt hat, versuche ich in meinem Blog aufzuzeigen. Bei mir schliessen sich die Kreise immer dann, wenn mangelnde Bildung als Ursache erkennbar wird. Wobei zusätzlich zu beklagen ist, dass der Bildungsbegriff selbst sich als Folge des sozialen Wandels in Form von immer mehr und immer tieferen Spaltungen ebenfalls gewandelt hat. Der Bildungsbürger, der noch über Wissen verfügte, das es ihm erlaubte, komplexere Zusammenhänge und Entwicklungen zu erkennen, ist gewichen dem 'Spezialisten' mit seinem Fachwissen für ein kleines Fragment der Gesellschaft, in dem der Blick für das grosse Ganze nicht mehr vorgesehen ist. Ein Prozess, der durch die Digitalisierung noch vorangetrieben wird. Welzer und Precht waren sich im letzten Gespräch einig, dass Überlegungen zur Zukunft nur noch um Technik und Technologien kreisen, abgekoppelt von der Frage, wie wir Menschen in Zukunft zusammenleben wollen. Empathie und Solidarität haben in der primär oder ausschliesslich technologisch definierten Zukunft unserer Gesellschaften keinen Platz mehr... Da schliesst sich der Kreis zu Ihren Beobachtungen und Analysen. Da besteht dann hochgradig die Gefahr eines Rückfalls in die Barbarei, der jederzeit möglich ist, wie Norbert Elias für den 'Prozess der Zivilisation' nachgewiesen hat. Dabei spielt der Mangel an Bildung eine entscheidende Rolle, vor allem wenn das ökonomische Kapital so ungerecht verteilt ist und nicht nur Aktien, sondern auch kulturelles Kapital kaufen kann. Dass es dem ökonomischen Kapital weithin nur um den Symbolwert des kulturellen Kapitals geht (etwa: Bücher stehen im Regal, werden aber nicht gelesen), muss der Kulturbereich unter Corona schmerzlich zur Kenntnis nehmen. Sie scheint doch nicht über den Status des Narren am Hof hinausgekommen zu sein. Wenn anderes wichtiger wird, kann man auch gut drauf verzichten. Das ist eine bittere Erkenntnis, aber auch Ergebnis eines abgewirtschafteten Bildungswesens. Kinder und Jugendliche sollen programmieren lernen, keine Bücher lesen. Der logische und geschichtslose Algorithmus verdrängt die (Zeit für die Beschäftigung mit) Geschichten, über die Empathie und Solidarität eingeübt wurden. Meine Weihnachtslektüre: noch einmal Aldous Huxley, Brave New World. Das Schlimme ist: das Wissen zur Verhinderung der schrecklichen Fehlentwicklungen, die wir in der Rückschau beklagen, ist schon lange in der Welt: nachzulesen etwa auch im Bericht des Club of Rome von 1972. Wären doch mehr Menschen in der Lage gewesen, ihn zu lesen, ihn zu verstehen und die Konsequenzen daraus zu ziehen... Während die von Ihnen beschriebenen Spaltungen von vielen Menschen als solche gar nicht wahrgenommen werden, obwohl sie eigentlich offen-sichtlich sind, erblicken dieselben Menschen in einem Jahreswechsel immer eine scharfe Zäsur, den Beginn von etwas Neuem... der er nicht ist und niemals sein kann... Wieder so eine Paradoxie, die wir wohl aushalten müssen...

Antwort: Vielen Dank!


2. Frage/Meinung: Bei allem Schmerz den Sie empfinden bei der Entsolidarisierung der Gesellschaft, so steht da als erstes das manipulieren und vorenthalten einer Geschichte unseres Volkes die uns nicht nur als Abschaum der menschlichen Gesellschaft deklassiert, der Verlust unseres Glaubens und der damit verbundenen Werte und der immer noch hohe Wohlstand, der die Normen unaussprechlich senkt. Was Corona betrifft, ist es schlicht schwierig bei dem Wirrwarr an Meinungen, den persönlichen Erfahrungen und dem was öffentlich mitgeteilt wird, einen klaren Weg zu finden. So kommt es zu Verhaltensweisen die nicht unbedingt eine Entsolidarisierung aufzeigen, vielmehr nur das Ergebnis unterschiedlicher Einschätzung der Gefahrensituation sind. Seitdem ich das so verstehe, fällt es mir leichter die tiefen Gräben in der Gesellschaft zu ertragen.

Antwort: Die Geschichte unseres Volkes im Dritten Reich ist so schrecklich, daß sie niemand manipulieren könnte, auch wenn die AfD es gelegentlich versucht. Die Vernachlässigung der besonderen Gefahrensituation für einen sehr großen Teil der Bevölkerung ist gerade ein schlimmer Akt der Entsolidarisierung. Sie machen sich etwas vor.


1. Frage/Meinung: Wenn die Familie als Kernpunkt einer Gesellschaft nicht mehr die notwendige Wertschätzung erhält, dann bleibt nur sich eine Gruppe zu wählen. Diese muß sich von anderen Gruppen trennen. Wie wäre es einmal die fehlende Übersterblichkeit in D und die geringere Sterblichkeit pro 100T Einwohner in Schweden anzusprechen. Bayern mit seinen lock downs hat die höchste Sterberate im Vergleich der Bundesländer. Was sind denn die Maßnahmen der Regierung, um die Risikogruppen zu schützen? Sie hat seit März auf Impfungen und nicht auf Prävention gesetzt.

Antwort: Was Sie als private Gruppen jenseits der Familie ansprechen, muß doch keine Entsolidarisierung der Gesellschaft herbeiführen. Natürlich gibt es jetzt eine erhebliche Übersterblichkeit in Deutschland und sie wird in den nächsten Wochen stark zunehmen. Sie haben ein total falsches Bild der Situation in Schweden: Die Infektionsrate pro Bevölkerung ist um ein Viertel höher als bei uns, die Sterberate mit Covid-19 fast achtmal höher! Auch bei Bayern liegen sie falsch: die Sterberate pro Bevölkerung ist in Sachsen und Saarland wesentlich höher und in Baden-Württemberg fast auf gleichem Niveau. Für Risikogruppen in Alten- und Pflegeheimen wird jetzt viel getan (wenn auch noch nicht genug).



3850 07-12-20: Die bösen gesellschaftlichen Folgen der Pandemie

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5. Frage/Meinung: Sorry, ich habe Ihren Text nicht zu Ende gelesen, nur überflogen. Denn ich wusste, was dann kommen würde. Deutschland hieß einmal, lange ist es her, das Land der Dichter und Denker. Und das Land von German Engineering. Wenn eine Maßnahme nicht greift, so sollte es jedem Selbst-denkenden dämmern, dass dann vielleicht die Diagnose falsch war, auf der die Maßnahme beruhte. Also geht man zurück ans Reißbrett und überprüft seine Annahmen und sein Vorwissen. Zeigen denn die Tests, was sie zeigen sollen? Wie groß ist ihre Fehlergrenze? Habe ich sie genau genug ermittelt? Bringen denn die Masken das, was von ihnen behauptet wird? Wie ist denn die Situation in anderen Ländern, wenn man deren Statistiken korrekt bereinigt? Nur die Zahlen vergleichen, ist, wie zumindest jeder naturwissenschaftliche Student gelernt haben sollte, überhaupt nicht ausreichend. Und welche Statistik ist die zuverlässigste und gibt es Widersprüche zwischen verschiedenen? usw. usf.. Aber bei ausbleibendem Erfolg immer nur das Gleiche zu tun, nur mit erhöhter Intensität, v. a. ohne eine Abschätzung der dann überhaupt nur möglichen zusätzlichen Ergebnisse, ist dasselbe, was ein Hund bei ausbleibendem Futter tut, wenn er gewohnt ist, nach dem Pinkeln am Baum gefüttert zu werden: er rennt immer wieder zum Baum und hebt das Bein. Aber unsere Politiker und nicht zu vergessen die Papageienschar genannt Journalisten verhalten sich so. Und dann wundern sie sich, dass man sie entweder nicht ernst nimmt oder ganz andere Absichten vermutet?

Antwort: Leider sind erst recht Sie nicht ernst zu nehmen, wenn Sie immer wieder solche Dummheiten verbreiten. Wenn Sie die Wahrheit nicht vertragen können, sollten Sie sich von den Rundbriefen verabschieden, statt sich wie ein Hund zu benehmen, der sein Bein hebt, um in Ihrem Duktus zu bleiben.


4. Frage/Meinung: Die Regierungen in Bund und Ländern einschließlich oppositioneller Gruppierungen haben ihre Bürgernähe schon vor Corona verloren. Gibt es überhaupt ein politisch beeinflusstes Thema in Deutschland, bei dem die Bevölkerung nicht gespalten ist? Merkel hat schon vor Corona das Land gespalten, wie kein anderer Regierungsverantwortlicher zuvor. Die Medien haben ihre Glaubwürdigkeit nicht grundlos auch schon ohne Corona verloren. Bleibt noch eine offene Frage: Bayern hat mit Söder immer am schnellsten Corona-Gegenmaßnahmen eingeführt und zusätzlich verschärft. Das ist durchwegs positiv. Aber warum hat Bayern die höchsten Ansteckungswerte und die heißesten Hotspots gegenüber allen anderen Bundesländern (außer den reinen Großstädten wie Berlin)?

Antwort: Der niedersächsische Ministerpräsident Weil hat eine umgekehrte Erklärung: Im Norden seien die Menschen etwas dröge und feierten weniger. Hinzu kommt sicher, daß Bayern Grenzen mit Ländern hat, die hohe Inzidenzen aufweisen. Dazu einen besonders engen touristischen Verkehr mit Österreich und über den Brenner mit Italien.


3. Frage/Meinung: Die VERMEINTLICHE pandemie ist LUG und BETRUG, also ein TOTALES LÜGENGEBÄUDE !!!!!

Antwort: Primitiver geht es nicht? Mögen Sie im Krankenhaus zur Besinnung kommen (wenn nicht früher).


2. Frage/Meinung: In der Sache, dass das Virus gefährlich ist und Abstand in Verbindung mit persönlicher Schutzausrüstung wichtig sind, bin ich bei Ihnen. Aber als Mitglied der Arbeiterklasse habe genug von Bevormundung, Gängelung, Geringschätzung, Bestrafung (the list goes on) durch Politik und Beamtenstaat. Das geht ja schon viele Jahre so.

Antwort: Ich finde es traurig, daß Sie zwischen der in der Tat unsozialen Behandlung zu Normalzeiten und den bei einer so schweren Seuche notwendigen Schutzregeln keinen Unterschied machen können. Wir haben auch keinen "Beamtenstaat", sondern einen, den sich die Bürger demokratisch gewählt haben, und so nun seit 71 Jahren. "Bestrafung" bei Regelverstößen gehört leider dazu, sonst können Staaten nicht funktionieren. Auch die Arbeiterklasse ist auf einen funktionierenden Staat angewiesen.


1. Frage/Meinung: Zu Grafik 20966 würde mir jedoch eher die folgende Interpretation einfallen: Die Deutschen verhalten sich im Schnitt vernünftiger (natürlich nicht alle) als die Bewohner der anderen gezeigten Nationen, so dass sie mit einem Soft-Lockdown ungefähr das gleiche Ergebnis erreicht haben, was die anderen Länder nur mit einem harten Lockdown erreichen konnten.

Antwort: Die Grafik zeigt, daß Deutschland mit seinem Lockdown bei höherer Inzidenz immer weiter hinter die anderen genannten Länder zurückfällt, die sehr erfolgreich die Infektionen drosseln konnten. Derzeit steigt die deutsche Inzidenz, während die der anderen fällt. Das ist die traurige Wahrheit.



3849 03-12-20: Noch mehr deutsche Euro-Haftung

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 96 %

3. Frage/Meinung: Die Sachlage ist sehr gut dargestellt. Die Lösung muss aber durch ein Solidarmodell gefunden werden. Dem steht die Konstruktion des Euro und die Macht der Profiteure dieses Systems entgegen. Für mich sieht es so aus, als propagiert Ihr Artikel als Lösung das Heraushalten der in der Grafik blau markierten Länder und ihrer Banken. Ob das wirklich Ihre Intention ist, wage ich aber nicht zu behaupten.

Antwort: Je mehr Risiko Deutschland von anderen übernimmt, desto höher die Neigung der anderen Länder, sich und ihre Banken zu verschulden, und dann kommt auch für Deutschland die Grenze näher. Schäuble hatte recht, erst eine Sanierung der Banken zu verlangen, bevor Deutschland für deren Schulden einsteht. Ein deutscher Finanzminister muß auch bereit sein, sich in Italien unbeliebt zu machen statt gleich den deutschen Geldbeutel zu öffnen. Was Sie "Solidarmodell" nennen, ist mir nicht klar. Wenn es bedeuten soll, für alle Schulden solidarisch und automatisch einzustehen, wie mit Eurobonds, wäre es Wahnsinn.


2. Frage/Meinung: Eine erstaunliche Entwicklung! Hatten sich früher nicht vor allem die deutschen Sparkassen gegen die Vergemeinschaftung der Schuldensicherung ausgesprochen, die nunmehr offenbar via Backstop durch den ESM erfolgen soll? Haben sie sich jetzt nicht mehr gewehrt? Oder hat Italien vielleicht mutige Zusagen gemacht, dass der hohe Anteil an gefährdeten Bankkrediten abgebaut werden sollte? Erstaunlicherweise hatte sich ja Italien zunächst gegen die Reform des ESM gewehrt, da diese Institution ggf. Druck auf die jeweiligen Schuldnerstaaten ausüben könnte, wenn sie den ESM in Anspruch nehem sollten (z. B. Schuldenschnitt). Kommt es jetzt zur ESM-Reform und damit letztlich möglicherweise zu einer Vergemeinschaftung der Schuldenhaftung der Banken, so kann sich - wenn ich recht verstehe - der europäische Bankensektor leichter grenzüberschreitend "reorganisieren". In Deutschland müssten sich dann allerdings die Banken warm anziehen, da sie z.B. im Vergleich zu F - eher zu den Übernahmekandidaten gehören. (Es sei denn, sie sind schon im französischen Händen, wie z. Bp. die Targobank.)

Antwort: Es geht einerseits schon seit Langem um die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung. Erklärtes Ziel des neugewählten Europäischen Parlamentes, der neu aufgestellten EU-Organe und der EZB mit ihrer Bankenaufsicht ist EDIS, das "European Deposit Insurance Scheme" für alle Sparer - zunächst für die heutigen Euroländer, ab 2025 für alle EU-Länder. Der deutsche Titel "Europäisches Einlagenversicherungssystem" verschleiert "Plan und Programm", nur das besagt "Scheme" im Deutschen. Wirtschaftlich gesehen ist EDIS keine Versicherung. Es soll allein ein Umverteilungsinstitut werden, auf das die schlecht geführten EU-Staaten mit ihren Banken jederzeit kostenlos zurückgreifen können. Die Verschleierung wird dramatisiert mithilfe von Angstbegriffen der Mediziner: EDIS solle die Schockresistenz des Systems erhöhen und Ansteckungen verhindern. Andererseits geht es um die Finanzierung von in Not geratenen Banken durch den ESM, der dem Bankenabwicklungsfonds SRF dann Kredite gewähren kann. Das ist vor allem wieder ein Griff auf deutsches Geld. Italien ist die treibende Kraft, will aber evtl. Reform-Auflagen des ESM nicht akzeptieren. Die Eurogruppe hatte schon 2018 beschlossen, den SRF vorzuziehen, wenn die Bankenrisiken genug gesenkt worden sind. Bisher wieersetzte sich Deutschland, weil viele Banken, vor allem in Italien, bisher die faulen Kredite nicht weggeräumt haben. Nach Einschätzung des Eurogruppenvorsitzenden Donohoe ist diese Voraussetzung nun erfüllt, da die Banken seither den Bestand an notleidenden Krediten erheblich reduziert hätten. Scholz hat sich dem Druck aus Italien nun gebeugt.


1. Frage/Meinung: Sehr guter Beitrag zur richtigen Zeit. Mich würde sehr interessieren, ob man den Stand der aktuellen deutschen Haftung bzw. Finanzrisiken in der Größenordnung darstellen kann. Das heißt u.a.auch die Nettokosten für die Rettungsschirme für die Banken ab 2008, für die Euro-Staat-Rettung, für die Targetschulden und die Flüchtlingsnettokosten (vom Transport nach Deutschland über Kosten der Unterkunft bis zu Ausreisekosten, natürlich einschl. der Kosten für den Aufenthalt in DE (Ämter, Justiz, Polizei, Kurse). Ich möchte meinen Kindern eine ehrliche Prognose ihrer zukünftigen Lasten aufgrund der jetzigen Situation erläutern.

Antwort: Leider sind die deutschen Euro-Opfer inzwischen total unübersichtlich geworden. Ich bräuchte wahrscheinlich Wochen um wenigstens ein teilweises Bild zu erstellen. Die Bundesregierung hält dieses Bild jedenfalls bewußt zurück, was viel Mißtrauen schürt. Wenn man die Euro-Lasten mit einer sich fortsetzenden Alterung der Bevölkerung und dem weiter zu erwartenden Migrationsdruck von nicht integrierbaren Menschen sowie den enormen Lasten aus der Klimaentwicklung in Beziehung setzt, kann man das eigentlich seinen Kindern gar nicht vermitteln, ohne sie fürs Leben zu Pessimisten zu machen.



3848 30-11-20: Der unaufhaltsame Aufstieg der deutschen Super-Reichen

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 100 %

3. Frage/Meinung: Treffende Analyse der Entwicklung bei den Vermögen und zeigt auf, wie das Ziel der gerechteren Einkommens- und Vermögensverteilung ganz weit hinten ansteht. Wenn man den Gini-Koeffizienten für Deutschland bei den Einkommen betrachtet, ausgewiesen von Eurostat mit 0,297 für 2019 nach Umverteilung durch Steuern und Transferleistungen, so liegt Deutschland noch in einem "Normalbereich" in Europa. Treffender ist schon der Gini-koeffizient für Markteinkommen, der bei 0,50 liegt und so richtig zeigt der Gini-Koeffizient für Vermögen mit 0,79 dass Deutschland im Konzert der ungleichen Vermögensverteilung in der Oberklasse mitspielt. Allerdings ist mir der Begriff von "öffentlichem Vermögen" in Abb. 21130 unklar in seiner Abgrenzung zum Nationaleinkommen, da ich Einkommen und Vermögen trenne. Das Brutto- oder das Nettonationaleinkommen ist ja nichts anderes als die monetäre Seite des BIP, das auf Wertschöpfung basiert.

Antwort: Öffentliches Eigentum im Sinne der Quelle ist Gesamtvermögen minus privates Eigentum.


2. Frage/Meinung: Eine wirklich erschreckende Entwicklung. Gibt es Statistiken, die die Sozialleistungen mit einbeziehen um ein gesamtes Bild zu bekommen.

Antwort: Ich habe ja die im Gesamtbild untergeordnete Rolle von Sozialleistungen erwähnt. Doch gibt es dazu immer wieder spezielle Rundbriefe, zuletzt im September hier: http://www.jjahnke.net/wb/rundbr135-l.html#3823 oder hier in dieser Grafik, die die gesamten verfügbaren Einkommen vergleicht http://www.jjahnke.net/index_files/20441.gif .


1. Frage/Meinung: Es ist schön, wenn mit Grafiken und Zahlen so nachdrücklich belegt wird, was man bei kritischem Nachdenken vermutet werden muss.

Antwort: Vielen Dank. Es liegt mir sehr am Herzen, mit Grafiken und Zahlen verständlich zu werden.



3847 25-11-20: Vom Unsinn der Länderzuständigkeit für den Seuchenschutz

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 79,2 %

p>1. Frage/Meinung: Die Infektionsrate ist wegen verschiedener Ausgangslagen zwischen den Bundesländern unterschiedlich hoch, z.B. u.a. auch wegen dem Pendlerverkehr über Ländergrenzen. Deshalb können durchaus auch länderspezifische strengere Regeln Sinn machen. Söder hat in Bayern sicherlich bundesweit die strengsten Regeln und eine konsequentere Strategie als z.B. NRW oder MVP. Trotz der strengeren Regeln hat Bayern mit die höchsten Infektionszahlen. Die Länderchefs suchen aktuell gemeinsam eine Bundesstrategie als Mindeststandard und jedes Bundesland kann nach eigenem Ermessen noch eine Schippe drauflegen. Wenn die Entscheidung über die Vorgehensweise zentral über alle Bundesländer von der Bundesregierung getroffen würde, hängt die Qualität der Entscheidung vom Elfenbeinturm in Berlin ab. Also einmal vielleicht perfekt und intelligent, bei der nächsten Pandemie regiert das Chaos oder der Lobbyismus. Ich hätte dabei kein gutes Gefühl und wenn ich mir die Zentralisierung noch eine Stufe höher vorstelle und vielleicht die Frau von der Leyen mit ihrem Team hätte die Entscheidungen auch für Deutschland getroffen, wäre das ein Desaster geworden. Deutschland ist im europäischen Corona-Ländervergleich nicht so schlecht gefahren und die EU-Regierung läuft daneben oder hinterher.

Antwort: Die Frage ist dann, ob ein Elfenbeinturm der Bundesregierung schlechter ist als einer in jedem Bundesland. Außerdem sind die Länderregierungen viel stärker örtlichen Pressionen ausgesetzt als die Bundesregierung. Von der Leyen ist natürlich keine Alternative.


5. Frage/Meinung: Gesundheit und Bildung sind in Deutschland Ländersache - soweit mal zu den Fakten. Fakt ist aber auch, daß sich die Länder nicht einigen können auf gemeinsame Maßnahmen. Während das Berchtesgadener Land bei 260Fälle*7/100TE gelockt wurde, ist in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg mit heute 329Fälle*7/100TE nicht im Ansatz die Rede davon (ganz geschweige von der weitaus höheren Bevölkerungsdichte). Berlin möchte anschaffen, selber aber keine Maßnahmen ergreifen. Ähnlich offenbar im thüringischen Kreis Hildburghausen mit aktuell 526Fälle*7/100TE. Hab heute gehört, es sollen mit den europäischen Ländern jetzt beraten werden, ob man nicht EU-weite Vorgaben erlassen könnte ... die Vorgaben könnten bei so viel Einigkeit dann 2030 in Kraft treten. Ich würde mir wünschen, Steuerbescheide würden so lange dauern, bis sie in Kraft träten.

Antwort: Ein Trauerspiel!


4. Frage/Meinung: Info aus einer deutschen Uniklinik: 8 Coronapatienten auf Intensiv - 4 Franzosen, 2 Belgier, 2 Deutsche. Noch Fragen?

Antwort: Na und? Wahrscheinlich ein grenznahes Krankenhaus.


3. Frage/Meinung: Es sollte noch erwähnt werden wie viele ohne Covid täglich sterben! Es sind ca 2600!

Antwort: Jeder Covid-Tote ist einer zu viel. Gegen die natürlich am Alter Sterbenden zu rechnen, ist ein verharmlosender Unsinn.


p>2. Frage/Meinung: 1. PCR-Test ist nicht validiert. Ein positiv Getesteter muss nicht infiziert sein und muss auch andere nicht anstecken können. 2. Die Intensivbetreuungs- und Todeszahlen werden nur aussagefähig, wenn gleichzeitig die entsprechenden Zahlen von z. B. Krebs-, Herzinfarktkranken betrachtet werden, um so die Gesamtentwicklung beurteilen zu können, z.B. bzgl. einer Übersterblichkeit.

Antwort: Das ändert doch gar nichts am Gesamtbild, das Sie hier verharmlosen.


1. Frage/Meinung: Die Länderzuständigkeit für die Seuchenabwehr ist daher schon im Ansatz reiner Blödsinn. Kein anderes Land in Westeuropa leistet sich solchen gefährlichen Zirkus. Wie sieht es dann mit der Schweiz aus wo jeder Kanton unabhaengig entscheidet?

Antwort: Na gut, habe das in "kaum ein anderes Land" verändert.



3846 23-11-20: Die deutsche Steuerungerechtigkeit vertieft den sozialen Graben erheblich

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 97,3 %

3. Frage/Meinung: Diese Analyse zeigt einmal mehr die Ungerechtigkeiten der Besteuerung auf hinsichtlich der steuerlichen Belastung von Arbeit und Kapitalbesitz. Auch wenn es die Vermögenden sofort ins Mark trifft, wenn sie "Vermögenssteuer" hören, obwohl diese in vielen Ländern noch längst nicht abgeschafft wurde, die Statistiken über den Anteil verschiedener Steuern am Gesamtaufkommen zeigen deutlich die fundamentalen Ungerechtigkeiten. Und wer kann nachvollziehen, dass bei einem Bruttolohn von ca. 1.600 Euro der Staat in Steuerklasse I die Hand aufhebt und auch 2020 dafür fast 90 Euro an Lohnsteuer abverlangt? Wer, besser wie, kann man davon noch leben, nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen. Lohnt es sich, dann noch zu arbeiten? Oder wäre es besser 3 geringfügig bezahlte Nebenjobs anzunehmen ohne Steuerabzug? Oder besser gleich zu "harzen"?

Antwort: Wie Recht Sie haben!


2. Frage/Meinung: Es heißt, dass in Dänemark die Sozialversicherungen steuerfinanziert sind. Da sehen dann die Steuer gleich erträglicher aus. Hierzulande sind es gerade die Sozialversicherungskosten, die bei den ca. 3,5 Mio Werktätigen mit 2000 €/Monat brutto (Quelle: Spiegel und Welt) so weh tun. Bei Konzentration rein auf die Steuern kommt dieses reine "Arbeiterproblem" m.E. zu kurz.

Antwort: Die Sozialversicherungskosten sind ein anderes und von der in diesem Rundbrief behandelten Steuerpolitik zu trennendes Problem. Die in Deutschland besonders hohen Sozialversicherungskosten hängen mit der starken Alterung der Bevölkerung zusammen. Auch ist der Arbeitgeberbeitrag von 150 % der Arbeitnehmerbeiträge auf 100 % abgesenkt worden. Man kann dieses Thema nicht mir der Steuerfrage zusammenwerfen.


2. Frage/Meinung: Ich bin mir bei der Bewertung extrem unsicher. zB sind nicht die Spitzensteuersätze sondern der effektive Steuersatz wichtig. Bei 56% hatte ich mehr Abschreibungsmöglichkeiten als heute bei 45% und auf ein vergleichbares Einkommen zahle ich mehr Steuern. Rechnen Sie die Migration (von innerhalb und ausserhalb der EU) bitte bei den staatlichen Umverteilungsleistungen heraus, sind die Umverteilungsleistungen in der vergleichbaren Größenordnung vom BSP wie in den 60ern. Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer sind problematisch, da über 60% der Vermögen aus Unternehmensbeteiligungen besteht. Wenn Sie zB einen Handwerker nehmen, dann hat er leicht einen Unternehmenswert von mehreren Mio, die steuerlich als Privatvermögen dienen. Anstelle von 30% Körperschaft- und Gewerbesteuer zahlt er 45/48% und hat schon dadurch einen Wettbewerbsnachteil. Vermögenssteuer erfordert, daß Einzelunternehmen ihre Unternehmen steuerneutral in Kapitalgesellschaften überführen können. Oder wenn Sie heute 100 Aktien halten, die sich im Preis verdoppelt haben, scheint ihr Vermögen gestiegen zu sein ohne daß sich dieses wirklich vermehrt hätte. Der Wertzuwachs bei Verkauf wird sowieso versteuert Dies sind nur mehrere Beispiele wie teilweise ein falscher Eindruck geschaffen wird. Gleichzeitig müssen wir aber einen besseren sozialen Ausgleich führen aber mit Konzentration auf Fakten.

Antwort: Natürlich ist der Steuersatz wichtig. Die Senkung des Spitzensteuersatzes ist doch nicht erfolgt, damit Sie mehr Steuern zahlen. Ein Handwerker gehört in der Regel nicht zu den ultrareichen Multimillionären. Sie können nicht über Steuererhöhungen meckern und gleichzeitig nach einem besseren sozialen Ausgleich rufen. So geht das nicht. Und daß die Umverteilungsleistungen in der vergleichbaren Größenordnung vom BSP wie in den 60ern seien, wenn man die Migration bei den staatlichen Umverteilungsleistungen herausrechnet, werden Sie nicht belegen können.


1. Frage/Meinung: Im Ganzen gesehen sehr gut und richtig dargestellt! Zweifel bleiben jedoch bei Details: Wenn "Superreiche" sich bisher der Abgeltungsteuer entziehen können, warum sollten sie künftig von einem erhöhten Steuersatz auf Kapitalerträge betroffen sein? Zudem werden Dividenden ja aus dem bereits versteuerten Unternehmensgewinn (KSt, GewSt) gezahlt, und kommen durchgerechnet einschließlich AbgSt dann mit rund 48 % belastet beim Aktionär an. Das entspricht bereits dem Spitzensteuersatz mit "Reichensteuer". Die Abgeltungsteuer privilegiert nicht nur Reiche, sondern ermöglicht auch der Mittelschicht eine notwendige zusätzliche Altersvorsorge, weil ja leider von der gesetzlichen Rente nicht mehr viel zu erwarten ist.

Antwort: Sich der Steuer zu entziehen, ist inzwischen sehr schwer geworden, und diese Möglichkeit berechtigt nicht zum Steuerverzicht. Daß auch die Mittelschicht von der Abgeltungssteuer Vorteile hat, berechtigt ebenfalls nicht zum Steuerverzicht, schon gar nicht als Rentenersatz.



3845 19-11-20: Bei immer mehr Intensivbehandelten wird es Zeit, dem gemeingefährlichen "Querdenker"-Spuk ohne Abstand und Maske ein Ende zu bereiten

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 71,4 %

7. Frage/Meinung: Leider nehmen Sie nicht zur Kenntnis: Die Krankenhäuser sind nicht voller als zu dieser Jahreszeit üblich. Die Intensivbetten sind genauso belegt wie jedes Jahr. Und die Anzahl der Menschen, die in Deutschland sterben, unterscheidet sich nicht signifikant von den Vorjahren. Das Einzige was passiert: Seit März wird mit aller Gewalt in der Bevölkerung Angst und Panik verbreitet.

Antwort: Wenn Sie die Grafik lesen könnten, hätten Sie begriffen, daß es jetzt sehr viel mehr Intensivpatienten gibt, und um die muß es gehen, zumal das Personal knapp wird. Die Sterbezahlen zeigen sich immer nur mit erheblicher Verzögerung, weil erst die Infektion kommt und dann ca. zwei Wochen später die Krankheit ausbricht und wieder ein bis zwei Wochen danach die Einweisung ins Krankenhaus und dort mit weiterem zeitlichen Verzug in den schweren Fällen die Aufnahme in die Intensivstation. Bei negativem Ausgang vergehen in der Regel noch einmal zwei bis drei Wochen oder mehr. Die Bevölkerung muß doch um das Ausmaß an Risiko wissen, wenn man von ihr ein ausreichend vorsichtiges Verhalten erwartet, was allerdings bei den Querdenkern durchaus nicht erreicht wurde, so daß hier nur Verbotsregeln und die Polizei helfen können.


6. Frage/Meinung: Was bringt das überhaupt, an jene moralisch stark tönend zu appellieren, die zuvor unmoralisch an den Rändern der Gesellschaft geschliffen wurden oder zumindest erkannt haben, wie in diesem völlig versumpften System Moral und Ethik bestenfalls zu Marketingzwecken bemüht werden? Das nährt doch nur noch die Wut an den Fronten. Wenn nun so eine Seite derart ins Rampenlicht gezerrt und überproportional verunglimpft wird, dass es schon fast wie Werbung wirkt, dann muss es doch noch eine zweite Seite geben, oder sehe ich das schon zu verschwörerisch? Für das Scheitern des derzeitigen Kapitalismus kommt Corona und ein Sündenbock im Volk doch gerade recht.

Antwort: Es bringt sicher nichts, an die Querdenker zu appelliere, und ich tue das auch nicht. Wir wissen ja nicht einmal, ob es sich wirklich um den ärmeren Teil der Gesellschaft handelt, wie Sie vermuten. Angeblich sollen auch viele "Gutbürgerliche" darunter sein. Hetze und Dummheit sind jedenfalls kein ausschließliches Reservoir einer Unterklasse. Im Übrigen ist der Kapitalismus weit von einem Scheitern entfernt. Nach dem Untergang des Kommunismus und dem Verdorren der sozialistischen Parteien in W-Europa ist ohnehin keine Alternative zu sehen.


5. Frage/Meinung: 250000 seit März durch Intensivbehandlung?? Jetzt sind es aktuell 3500.Den Sommer über viel weniger. wie kommen Sie zu dieser Zahl? Die Liegezeiten sollen doch so 4 Wochen betragen. Schwedens PCR positiv Toten sind ca. 5 Jahre älter als die in Deutschland. Das sind nämlich etwa die 5 Jahre die ein Schwede länger lebt! Und da liegt der eigentliche Skandal!!! Eine Beobachtung noch. Die Akzeptanz der Maßnahmen mag nach außen hin groß sein. Das tatsächliche Verhalten sagt mir aber etwas anderes. Mehr Eigenverantwortung und weniger Verbote.

Antwort: Da hat sich leider ein bereits korrigierter Kommafehler eingeschlichen: es sollte 25.000 heißen. Dabei ist eine Intensivbehandlung von durchschnittlich 10 Tage unterstellt (dazu RKI: "Wo eine Intensivbehandlung notwendig war, dauerte sie im Median 5 Tage (IQR: 2-15 Tage), eine mechanische Beatmung dauerte im Median 10 Tage (IQR: 3-19)."). Wie wollen Sie denn zu mehr Eigenverantwortung kommen? Gerade die prekäre Lage Schwedens zeigt, daß das nicht funktioniert.


4. Frage/Meinung: Ein toller Artikel, der genau das aussagt, was ich denke. Endlich fühle ich mich damit nicht mehr allein. Denn ich merke seit einiger Zeit, wie sich die meisten in meinem Umfeld von mir distanzieren. Ungefähr die Hälfte meiner Blog-Leser habe ich verloren und nur weil ich eine eigene Meinung (durch wissenschaftliche Denkweisen, weil ich mich ein wenig auch in diesem Viren-Thema auskenne) vertreten habe und mich mit Querdenkern & Co. nicht identifizieren konnte, obwohl ich einen Teil der Meinungen auch verstehen konnte. Wenn die Argumentationen aber konfus werden (Bill Gates, der uns mit Impfungen chippen will, steckt dahinter & Co.) und die gestrigen Aktionen zudem gezeigt haben, dass diese Masse größtenteils gar nicht mehr zu ordentlichen Kommunikationen und Denkweisen fähig ist, nur noch übelst beschimpft wird (so wie ich auch zuletzt), dann reicht es auch mir.

Antwort: Diese Blogleser sind ohnehin mit Vernunft nicht mehr erreichbar. Man sollte auf sie verzichten und sich auf die konzentrieren, die Wahrheiten noch weiterreichen können.


3. Frage/Meinung: Danke für die klare und deutliche Stellungnahme zu dem Wahnsinn, der auf Deutschlands Straßen aktuell stattfindet. Es dürfte sich um ein Bildungsproblem handeln, dass sich seit zwei Dekaden entwickelt. Die Erkenntnis dieses Jahres ist, dass Intelligenz leider nicht ansteckend ist.

Antwort: Wie wahr!


2. Frage/Meinung: Die sogenannten Querdenker und andere mit ihnen auf gleicher Stufe stehenden nehmen billigenden in Kauf, dass andere Menschen, wie auch Sie und ich, kurz- und langfristig Schaden nehmen bzw. auch sterben. Das ist ein strafbarer Sachverhalt wie die illegalen Autorennen.

Antwort: Ja, beide nehmen den Tod anderer Menschen billigend in kauf.


1. Frage/Meinung: Auch ich, als AFD-Wähler, würde die Demos am liebsten verbieten. ABER dieses Verbieten würde uns wieder einen Schritt weiter von der Demokratie entfernen!

Antwort: Demokratie zu Lasten von Menschenleben ist keine Demokratie mehr. Auch das demokratische Grundgesetz macht den Vorbehalt zugunsten des Lebens.



3844 16-11-20: Zwischen Umweltzerstörung und Pandemie: Der Zusammenhang

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 100 %

4. Frage/Meinung: Die Behauptung der Kapitalismus würde die Bevölkerung generell in Armut stürzen ist statistisch nicht haltbar. Die Globalisierung hat viele Nachteile, aber sie hat die Ungleichgewichte im Einkommen weltweit zumindest etwas ausgeglichen. Hauptgrund der Armut ist in den Entwicklungsländern vor allem die rasend wachsende Bevölkerung für die es keine ausreichende Anzahl von Arbeitsplätzen gibt und die betroffenen Staaten im sozialen Bereich vor unlösbare Probleme stellt.

Antwort: Meine Aussage "Gleichzeitig hat der Kapitalismus in vielen Ländern für große Mengen armer Menschen gesorgt" trifft leider zu. Ein gutes Beispiel ist gerade China, wo der Kapitalismus eine besonders schlimme Form angenommen hat und besonders die Millionen an Wanderarbeitnehmer in Armut leben. Nach IWF-Diskussionspapier von 2018 entwickelte sich China von einem moderat ungleichen Land 1990 zu einem der ungleichsten Länder der Welt. Das chinesisches National Bureau of Statistics gibt für 2017 30,5 Mio. ländliche Bevölkerung unterhalb der Armutslinie von $1,90/Tag an. Auch in Südafrika oder Rußland und viele andere Länder gibt es viel zu viel Armut, wobei nicht die Bevölkerungsentwicklung die Armut treibt. Dazu gehört auch Indien, wo schon seit 1985 die jährliche Zuwachsrate der Bevölkerung auf jetzt noch etwas unter 1 % zurückgegangen ist. Die "rasend wachsende Bevölkerung" ist vor allem ein Problem muslimischer Länder. Mit weniger Kapitalismus und dafür mehr sozialen Überzeugungen ginge es den Menschen in China, Südafrika, Rußland, Indien, etc. weit besser.


3. Frage/Meinung: Alles sehr gut und richtig dargestellt Aber die Schlussfolgerung? Weder DE noch EU verbieten Import von Palmöl, Soja und Tropenholz. Die Millionäre in Asien werden auch noch ungestraft die letzten Tiger, Nashörner und Elefanten wegen Knochen und Horn töten lassen. Alles ist bekannt geht aber folgenlos weiter. Ein "Nachdenken" der Menschen wird es nicht geben solange wir das jetzige kapitalistische System haben.

Antwort: Das Thema der Zoonose kommt erst jetzt in das Bewußtsein der Menschen in den entwickelten Ländern und wird nicht so schnell verschwinden, besonders falls eine weitere Seuche auf diese Art zuschlägt. Irgendwann muß der Groschen fallen. Im Prinzip war der Menschen immer lernfähig (wenn auch nicht alle Menschen).


2. Frage/Meinung: vielen Dank für diesen erhellenden Bericht. In ähnlicher Weise dokumentiert Clemens G. Arvey in seinem Buch "Wir können es besser" sehr detailliert und mit nahezu 400 Belegstellen den Zusammenhang zwischen Umwelt, Pandemien und unserem Lebensstil und arbeitet aus biologischer Sicht besonders auch die verschiedenen Einflüsse auf unser Immunsystem (= einer der wichtigsten Aspekte in diesem Zusammenhang) heraus. Es ist eine der überzeugendsten Analysen und Darstellung von Zusammenhängen, die ich in letzter Zeit gelesen habe (und ich bin wahrlich kein Verschwörungstheoretiker, sondern als Mathematiker, Statistiker und Ökonom eher nüchtern und an Nachweisen und Belegen orientiert). Mit Ihrer Darstellung gibt es eine große Schnittmenge. Insgesamt ist die gegenwärtige Situation wohl nicht harmloser, sondern eher auf lange Sicht noch dramatischer als in den Medien dargestellt, weil es das zukünftige Auftreten aller Krankheiten und die generelle Schädigung unseres Immunsystems durch Umwelt- und Zivilisationsfaktoren betrifft. Die Frage: Wie wollen wir denn leben? spielt eine immer größere Rolle. Zurück zu Wachstum und Wohlstand (für einige Wenige) kann nicht die Lösung sein.

Antwort: Vielen Dank für die Ergänzung.


1. Frage/Meinung: Den Artikel finde ich gut. Umso mehr die Welt zusammenrückt, umso mehr werden Seuchen eine globale Bedeutung gewinnen. Ist die Konsequenz, daß jeder im eigenen Land bleibt und Flüchtige nicht mehr ausgenommen werden? Oder müssen wir lernen, mit Seuchen zu leben. zu Schweden: Es sind nicht die Zahl der Infizierten wichtig, sondern die Zahl der Todesfälle. Diese nehmen lt Wikipedia seit März stetig ab. Wenn ich eine Durchseuchung haben will, müssen die Infizierten auf ca 70% der Bevölkerung steigen. Pandemien leben immer im Spannungsfeld zwischen Freiheiten und Einschränkungen. Die Konzentration auf eines der beiden ist falsch.

Antwort: Der starke Anstieg der Infektionen in Schweden begann Mitte Oktober. Zwischen Infektionszahlen und Sterblichkeit liegt in der Regel ein Zeitraum von zwei bis drei Wochen. So zeigt sich jetzt seit Ende Oktober auch in Schweden ein starker Anstieg der Sterblichkeit und keine Abnahme, wie Sie unter Hinweis auf eine ältere Wikipedia Auskunft meinen. Die Sterblichkeit ist schon jetzt auf deutschem Niveau gemessen an der Zahl der Bevölkerung, obwohl sie später den Anstieg begonnen hat. Eine Durchseuchung kann Schweden nur zum Preis einer unerträglich hohen Zahl an Toten erreichen. Das räumen auch die Gesundheitsbehörden ein. Der Traum von der Durchseuchung ist in Schweden längst gestorben. Freiheiten in Zeiten der Pandemie kann nicht Massendemonstrationen ohne Abstand und Maske bedeuten. Es ist höchste Zeit, daß dieser gefährliche und rücksichtslose Spuk verboten wird (man könnte diese Art von Demonstranten auch hinten in die Schlange vor den Intensivstationen stellen, wenn diese voll sind).



3843 09-11-20: Zur neuen Herbst-Prognose der EU: Der Schock hält an

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 91,3 %

4. Frage/Meinung: Wie ist es möglich, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sich in US und Schweden weniger dramatisch auswirken soll als in D, wo die Maßnahmen dort weit weniger stringent sind und Infektionszahlen und Sterbeziffern dort das Vielfache von D sind, oder ist das die Folge gerade wegen der geringeren Stringenz der Maßnahmen.

Antwort: In USA und Schweden sind es die leichteren Maßnahmen. Allerdings laufen dort die Zahlen so hoch, daß sich dieser Kurs nicht wird halten lassen. Biden wird in USA mehr Bremsen als Trump hereinwerfen müssen.


3. Frage/Meinung: ...ach ja, Corona und das Sterben ist ja auch noch da. Infolge der Strategie der merkl-Gruppe wurde die Epidemie ja nicht besiegt, wie in Asien, sondern bloß auf Sparflamme gehalten.

Antwort: Die Schuld liegt wohl nicht bei Merkel, sondern bei dem großen Teil der Bevölkerung von ca. 30 %, der den Virus nicht ernst genommen hat, sowie einer starke Wirtschaftslobby - Widerstände, gegen die sich die Politik bisher nicht durchsetzen konnte.


2. Frage/Meinung: Ich stehe kopfschüttelnd vor dem Sachverhalt, dass viele Tausend Bürger gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straßen gehen, wir aber bei den Montagsdemos gegen die Hartz-Gesetze schon nach vier Wochen die Luft raus war.

Antwort: Das zeigt die bodenlose Dummheit der gegen die Corona-Maßnahmen Protestierenden, von denen ein sehr großer Teil besser für eine sozialere Gesellschaft demonstrieren sollte.


1. Frage/Meinung: Vielen Dank dafür, dass Sie die Rundbriefe weiterführen. Sie bedeuten mir sehr viel und haben mein Leben, verändert. Ihr Buch "Rückblick im Zorn" ist sensationell.

Antwort: Herzlichen Dank. Solche Worte motivieren mich stark.



3842 05-11-20: Droht das "Schwedische Modell" zu scheitern?

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 90 %

3. Frage/Meinung: Sie sind selbst manchmal etwas dünnhäutig und dagegen etwas öfter ziemlich rechthaberisch und dickköpfig für meinen Eindruck, das nehme ich Ihnen zwar nicht übel, bleiben Sie bitte aber auch bei offensichtlichen Irrtümern der Kritiker mehr auf der sachlichen Ebene.

Antwort: Ich kann erwarten, daß wer die Rundbriefe bestellt, sich zivilisiert benimmt und nicht mit altersdiskriminierenden Beleidigungen und anderen bösartigen groben Anwürfen kommt. Das gilt erst recht, wenn es sich um eine persönliche Mail an mich handelt und nicht um einen anonymen Blogbeitrag, in dem eher rau argumentiert wird. Wenn ich Ihre Ansicht nicht übernehme, bin ich deswegen nicht "dickköpfig" oder "rechthaberisch". Was sollen solche Unterstellungen? Wir haben alle ein Recht auf eine eigene Meinung. Übrigens hat der Schreiber noch einmal nachgetreten und mir ein "wirklich reduziertes unvernünftiges Weltbild, wodurch auch immer bedingt", vorgeworfen. Er hat sich dann - für mich glücklicherweise - von den Rundbriefen abgemeldet.


2. Frage/Meinung: Zwei Anmerkungen zu Schweden: 1) Das deutsche Modell kann nur funktionieren, wenn mittelfristig ein wirksamer Impfstoff in ausreichender Menge verfügbar wird. Dies ist aber spekulativ. Ohne Impfungen werden wir hier auch "Schweden" haben, nur eben in Zeitlupe. Das Virus anders "aus der Bevölkerung" zu bekommen, erscheint unmöglich. Daher wird es noch lange Zeit Infektionen geben. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in einem Land wird man erst nach Ende der Pandemie kennen, und erst dann wird man wissen, wer die bessere Strategie hatte. Zentrales Element sollte m.E. sein, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. 2) Die Kosten nur an der Veränderung des BIP festzumachen, halte ich für eine Verkürzung. In Deutschland führen die enormen Unterstützungsleistungen für die Wirtschaft zu einer Neuverschuldung gewaltigen Ausmaßes, was zu Lasten künftiger Generationen geht. In NRW haben Kommunen nun die Möglichkeit, Kredite zur Bewältigung der Corona-Kosten mit Laufzeiten bis 50 Jahren (!) in Anspruch zu nehmen. Hinzu kommen die immensen sozialen Kosten (Bildung, Kultur, Entwicklung von Kindern und Jugendlichen etc.). Die Corona-Opfer werden statistisch genau erfasst, viele Schäden und Nebenwirkungen durch "Lockdown" und andere Maßnahmen bleiben hingegen unsichtbar.

Antwort: Der schwedische Weg nimmt eine Überlastung des Gesundheitssystems und viel zu viele Tote oder langfristig gesundheitliche schwer Geschädigte in Kauf. Das hat sich bereits im Frühjahr unbestreitbar gezeigt und wird jetzt wahrscheinlich zu einem mindestens teilweisen Rückzug führen. Hätten wir die Todesrate Schwedens wären es bisher ca. 50.000 Tote in Deutschland statt "nur" 10.000. Die allein vertretbare Alternative, die - anders als in Schweden im Frühjahr eine Überlastung des Gesundheitssystems vermeidet - ist ein zeitweises Lockdown in den kalten Monaten, bis ein Impfstoff oder Medikamente vorhanden sind. Auf den BIP-Vergleich bin ich nur gekommen, weil der "schwedische Weg" natürlich der Wirtschaft Vorfahrt geben will.


1. Frage/Meinung: Ihr Leser aus Schweden ist doch nicht belehrend? Ich freue mich immer sehr über Berichte von Leuten die aus eigener Anschauung berichten!

Antwort: Dann haben Sie keinen Sinn für deutsche Sprache: "Ihre Einsichten sind zu sehr nur noch von Angst gekennzeichnet. Die Pandemie ist keine Pandemie - sondern der Reset der Finanzwirtschaft unter dem Vorwand einer Virusbekämpfung. Damit hoffe ich Ihr Spektrum ein wenig erweitert zu haben. Ihre Sicht ist in meinen Augen zu kleinlich, oder eben einfach altersgemäß zu beschränkt." Das ist schon ziemlich anmaßend belehrend.



3841 02-11-20: Die Pandemie macht unsere soziale Struktur noch ungleicher

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 91,3 %

2. Frage/Meinung: Da die Pandemie ein internationales Problem darstellt, wird sie sicherlich die soziale Struktur weltweit beeinflussen. Deutschland betreffend, wäre da auch eine EU-weite Betrachtung sinnvoll. Werden die Milliardenzahlungen von Deutschland in die EU zum sozialen Frieden EU-weit beitragen können oder das Pulverfass "Sozialen Unfrieden" noch weiter befeuern?

Antwort: Auch unsere Milliardenzahlungen werden die Ungleichheit in anderen Ländern nicht bremsen, da sie dafür zu gering sind und über die EU mit der Gießkanne verteilt werden, fast nur an Unternehmen und Unternehmer sowie damit deren Kapitaleigner.


1. Frage/Meinung: Wieweit wird die berichtete Verlagerung von Einkommen aus Arbeit zu Kapital der Krise oder des wirtschaftlichen Umbruches zur Digitalisierung verursacht? Bei der Digitalisierung wurden oft netto Arbeitsplatzverluste von 40-60% der Arbeitsverhältnisse vorhergesagt. Verwenden die Arbeitgeber nicht die Krise zur Anpassung. Gleichzeitig wird von KMU auf Konzerne verlagert. Würde diese Verlagerung nicht durch eine Vermögenssteuer beschleunigt werden. Gerade im Handwerk wird Betriebsvermögen als Privatvermögen geführt und die Mehrzahl der Arbeitsplätze geschaffen. Werden diese durch eine Vermögenssteuer belastet, könnten die Beschäftigten zusätzlich verlieren.

Antwort: In dem berichteten kurzen Zeitraum von einem Jahr zeigt sich zwar Corona nicht aber die Digitalisierung oder die Verlagerung von KMU weg. Eine Vermögenssteuer wird unvermeidbar sein, wobei man ja auf die Lage der KMU Rücksicht nehmen kann. Statt an der Vermögenssteuer zu mäkeln, sollten Sie verraten, wie die wachsende Ungleichheit anders gebremst werden soll.



3840 30-10-20: Corona: Zwischen Infektion und im schlimmsten Fall Tod - Wichtige Daten zur Entwicklung der Seuche

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 91,7 %

1. Frage/Meinung: Sehr informative Zusammenstellung, die Kurven und vor allem Projektionen eines möglichen zukünftigen Verlaufs illustrieren sehr schön die Gefahren bei einem weiteren exponentiellen Wachstum, danke! Ein Kritikpunkt: Sie schreiben: "Sie vergessen auch, daß die normale Maske zwar den Virus beim Ausatmen etwas zurückhält und damit begrenzt andere schützt, nicht aber den Träger selbst". Das stimmt so nicht Hr. Jahnke, siehe die Metastudie von Prof.Dr. Schünemann von der kanadischen McMaster Universität, Original: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31142-9/fulltext Das Risiko der Ansteckung beim Träger wird laut den Ergebnissen der Studie um ca. 80% gesenkt (wieder mal Pareto...). Anschauliches Interview mit ihm: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/der-effekt-ist-ueberraschend-gross-119389/

Antwort: Vielen Dank. Hier ist die Rede von "surgical masks or similar", aber in Deutschland weit verbreitet sind einfache Stoffmasken. Ich habe das mit einer surgical masks nachprobiert, und da kommt mein Atem an der Seite heraus. Man muß schon FFP2 tragen, wie es Merkel und die meisten Politiker tun. Die ist aber den meisten Deutschen zu teuer. Außerdem sagt Schünemann selbst: "Nur nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin reicht das, auch wegen anderer Schwächen der Studien, eben nicht, um von mittlerer oder hoher Sicherheit zu sprechen."


1. Frage/Meinung: aus praktischem Erleben usw. weiss ich, dass besonders Ende Februar/Anfang März und im November eines jeden Jahres die "normalen" Sterbefälle mehrfach höher sind wie in den anderem Monaten. Wäre es möglich Kurven zu ermitteln die Jahresvergleiche mitbringen, um so ganz augenscheinlich die Wirkung der Pandemie zu zeigen? Dies, so denke ich würde den Kritikern sicherlich die Argumente rauben.

Antwort: Die sogenannte Übersterblichkeit wird vom Statistischen Bundesamt bisher erst bis KW 39 (23. September) ausgewiesen.



3836 15-10-20: Die Entwicklung unserer Welt

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5. Frage/Meinung: Es ist traurig, dass auch sie in der allgemeinen Klimahysterie mitschwimmen. Vor 300 Millionen Jahren (Ende Karbon, Anfang Perm) gab es weniger CO2 auf der Erde als heute, mit dramatischen Folgen für das Ökosystem. Sonst gab es stets mehr. Mit sehr positiven Auswirkungen. So dominierten von 235 - 66 Millionen vor unserer Zeitrechnung die Dinosaurier unsere Ökosysteme. Mit Masse waren es Pflanzenfresser, die reichlich Nahrung fanden. Co2 ? Knappe 3000 (DREITAUSEND) ppm (statt runde 400 heute). Durchschnittstemperatur 22°C. Wie wollen sie diese Fakten vom Tisch wischen und "Kipppunkte" erklären ? Wieso setzt man in vielen Treibhäusern CO2 zu ? Weil die Pflanzen mehr CO2 vertragen könnten. Können sie mir erklären wieso aus den Alpengletschern laufend Bäume ausapern. Ist das kein klarer Beweis, dass es zur Jungsteinzeit einfach wärmer war als jetzt ? Sind Warmzeiten nicht immer die besseren Zeiten gewesen als Eiszeiten ? Bedeutet Wärme Dürre ? Nein. Wenns wärmer ist wird mehr verdunstet, es ist mehr Feuchtigkeit in der Luft. Das bedeutet mehr Regen. Der fällt natürlich nur dort wo der Wind die Regenwolken hintreibt. Also nicht überall. Aber er fällt öfter als sonst. Ohne Frage richtet die explodierende Weltbevölkerung Schäden an. Aber denken sie mal mehr über CO2 nach. Das schaffen sie ja auch so hervorragend in Wirtschaft und Politik.

Antwort: Sie sind sehr arrogant und scheinen mich für dumm zu halten. Dabei habe ich mich mit diesem Thema weit mehr und weit länger als Sie beschäftigt. Es geht nicht um die Veränderung als solche, sondern um ihre einmalige Geschwindigkeit seit Beginn des industriellen Zeitalters, die es sonst nie früher gegeben hat, und darum, daß von den von Ihnen zitierten 300 Mio. Jahren nur sehr wenige Menschen auf der Erde lebten, während jetzt ein sehr großer Anteil der dramatisch gewachsenen Weltbevölkerung in tieferen Regionen lebt, die bei einer globalen Eisschmelze im Meer versinken werde (allein das Grönlandeis bedeutet einen Anstieg des Wasserspiegels global um 7 Meter, was auch deutsche Küstenstädte unter Wasser bringen würde). Außerdem leben jetzt dramatisch mehr Menschen in Afrika, wo die Erderwärmung für Hunger und Massen-Migration (besonders nach Europa) sorgen wird. Übrigens fällt der Regen nicht immer dort, wo der Wind die Wolken gerade hintreibt, sondern in einem globalen Modell bilden sich die Regenwolken vor allem regional oder lokal, oder eben nicht (die Dürre vor allem in Afrika). Sie sollten bei der Aufforderung zum Nachdenken bei sich anfangen. Das scheint mir bitter notwendig.


4. Frage/Meinung: Es ist durchaus nicht alles falsch, aber: Der Co2-Anstieg der letzten 200 (!) Jahre ist unerheblich, wenn man die letzten 11000 J. betrachtet https://www.eike-klima-energie.eu/2019/07/19/atmosphaerischer-co2-gehalt-der-letzten-15-000-jahre-bestimmt-aus-fossilien/). Bei der "Klima"-Rettung spielen USA, China, Indien, Afrika nicht mit. Sind die BRD-Politiker größenwahnsinnig? Schon jetzt ist der BRD-Strompreis EU-Spitze.

Antwort: Es geht um die Geschwindigkeit, mit der sich jetzt - anders als vor 15.000 Jahren - die Entwicklung vollzieht. Das letzte Mal, daß die Erde eine vergleichbare CO2-Konzentration erfuhr, war vor drei bis fünf Millionen Jahren. Nur die USA sind nicht mehr im Klima-Abkommen. Deutschland war beim Umweltschutz in der Vergangenheit eher "kleinsinnig" (auch jetzt laufen noch die Dreckschleudern mit der Braunkohle und die PS-Kisten auf der Straße und nur in Deutschland gibt es keine Tempobegrenzung auf der Autobahn und vieles mehr). Der Strompreis ist ein Ergebnis der vorzeitigen Abschaltung der Atomkraft, weil Merkel glaubte, damit nach Chernobyl verängstigte Wähler zu gewinnen, keine konsequente Umweltpolitik.


3. Frage/Meinung: Es ist in der Tat ein Trauerspiel mit Abgesang, was den Planeten betrifft. Natürlich ist die Natur nicht mehr im Gleichgewicht der Kräfte. Das allerdings nicht erst seit Greta, wie auch Ihr Rundbrief treffend darstellt. Schlimm ist die Hysterie in Deutschland vor dem Hintergrund, dass es sich um ein globales Problem handelt, das nur global gelöst werden kann. Das ist leider nicht der Fall. Die Welt ist ein Irrenhaus mit immer mehr Irren, aber ohne Therapeuten. Das ist die Erkenntnis, an der die Menschheit nicht vorbeikommen wird, und die Deutschen schon mal gar nicht. Was wird sich am Problem der blauen, kranken Kugel ändern? Nichts! Die globale Vernetzung/Trennung der politischen und wirtschaftlichen Systeme lassen einfach keine positiven Veränderungen zu. Noch nie lag in dem Spruch "Nach mir die Sintflut" so viel Wahrheit.

Antwort: Ja, leider!


2. Frage/Meinung: Es ist ein Segen, dass Richard Attenborough dieses Buch noch schreiben konnte. Hat er doch, wie kaum ein anderer, die rasante Entwicklung über einen sehr langen Zeitraum selbst akribisch beobachtet und nicht nur anhand abstrakter Daten, die nicht unwichtig sind, den Zustand des Planeten und die Zukunft unserer Art zusammengefasst. Aus seiner Feder wirkt das (auf mich) eindrücklicher als eine nüchterne Studie. Die Bücher und Fernsehbeiträge von Hoimar von Dithfurth aus den 70ern kommen in Erinnerung und Global 2000. Alles hat sich so entwickelt, wie es (nicht nur) mir damals durchaus plausibel erklärt wurde. Doch die Gier nach Gewinn und Macht, die ein wesentlicher Parameter des menschlichen Wesens ist, hat trotz besseren Wissens zur aktuellen Lage geführt und es ist stark zu befürchten, dass es so weitergeht. In Wirklichkeit sind auch nur relativ Wenige wirklich ernsthaft daran interessiert, da im eigenen Umfeld ja noch alles recht gut geht. Und diejenigen, denen es nicht gut geht, können im täglichen Kampf zu wenig dagegen ausrichten. "So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen, es ist so weit." Aber die Hoffnung ist mit uns und muss es auch weiterhin sein.

Antwort: Vielen Dank!


1. Frage/Meinung: die ethische zerstörung der deutschen gesellschaft-siehe lasche reaktion auf neue coronazahlen-ist auch bei der zerstörung dieser erde,durch die laschen klimaschutzgesetze weltweit und bei uns zu beobachten. es geht nur noch um ein weiter so.

Antwort: Ja, leider!



3835 12-10-20: Neuer OECD-Bericht: Das deutsche Bildungssystem schwächelt weiter

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4. Frage/Meinung: Ist es nicht eine verhängnisvolle Tradition in Deutschland, über den Geldbeutel der Eltern den Bildungsweg der Kinder zu definieren? Da gab es offensichtlich in den vergangenen Jahrzehnten kein grundsätzliches Umdenken und bestehende Talente und Fähigkeiten von Millionen Schülern wurden nicht gefördert, bzw. verschwendet. Das ist eine traurige Bilanz und schadet in letzter Konsequenz uns allen!

Antwort: Ja, so ist es leider.


3. Frage/Meinung: Einmal mehr ein Trauerspiel. Was liegt Deutschland noch an einer führenden Stelle? In den Zahlen für die Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen und in der Einzahlung in das EU-Budget (alles auf den Rücken der deutschen Steuerzahler).

Antwort: Ja, das ist wohl leider so, wobei die Wirtschaftsflüchtlinge dann auch noch das Bildungsniveau nach unten drücken.


2. Frage/Meinung: Es ist genauso, wie Sie es beschreiben. Doch neben den vielen von Ihnen aufgeführten Faktoren, die für das Bildungsdilemma verantwortlich sind, sehe ich noch ein weiteres, ein gesellschaftliches Problem, nämlich die mittlerweile in Sphären vorgedrungene Spaßgesellschaft, die in diesem Umfang für Leib UND Seele völlig ungesund ist. Sicher ein Thema, dass sich nicht in einem Satz formulieren lässt, dafür ist es zu schwergewichtig. Alle guten Ratschläge und monetäre Investitionen laufen meiner Ansicht nach ins Leere, wenn nicht bald moralisch/ethische Investitionen in Kinder und Jugendliche den monetären den Rang ablaufen. Oder mit anderen Worten: Wir brauchen dringend eine Umkehr der Werteumkehr. Und da sind in erster Linie die Eltern in der Verantwortung. Und da sehe ich, was die breite Masse angeht, ehrlich gesagt schwarz.

Antwort: Covid-19 und die Reaktionen darauf machen die enormen Defizite jetzt selbst beim Feiern auf den Straßen sichtbar.


1. Frage/Meinung: Dazu kommt dann noch eine Vielfalt an kulturellen Blindheiten des nicht Erfassen und Wahrnehmenwollens profunder Konzepte und Grundlagen. Wie auch mangelnde Grundlagenausbildungen in kultur- und wirtschaftsgeographischer und geschichtlicher Erweiterung. So haben wir weiterhin vor verhängten Vorhängen zu leben.

Antwort: Ja, auch diese Kriterien sollten überprüft werden.



3833 08-10-20: Corona-Tests: Das große Mißverständnis der "Querdenker"

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3832 05-10-20: 30 Jahre danach: Der dunkle Schatten von Kohl und Treuhand

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1. Frage/Meinung: Neben der hervorragenden Darstellung der Fakten wäre für mich ein größeres Gewicht der Erläuterung einer Alternativpolitik hilfreich gewesen. Was hätte damals anders gemacht werden können - mit welchen Konsequenzen.

Antwort: Die Alternativen ergeben sich - ohne Alternativprogramm - unmittelbar aus der Mängeldarstellung, z.B. längere Anpassungsfrist mit verzögerter Währungsumstellung (wie es auch die noch bestehende DDR-Regierung gefordert hatte), stärkerer Einsatz von Hilfsgeldern für die Sanierung noch nicht verschrottungsreifer Betriebe, bessere Kontrolle des Privatisierungsprozesses. Dann wäre die Arbeitslosigkeit nicht so hochgelaufen und hätte weniger Menschen zur Abwanderung gezwungen. Aber Kohl ging es vor allem um den Wahlsieg und den wollte er mit dem Wechselkursgeschenk erkaufen, während die wirtschaftlichen Nachteile erst nach den Wahlen sichtbar werden konnten. Auch wollte Kohl nicht die Kosten der hochlaufenden Verluste der Unternehmen auf die westdeutsche Kasse übernehmen und statt dessen die rasche Privatisierung mit dem dann unvermeidbaren enormen Verlust an Arbeitsplätzen.



3831 01-10-20: Die Wirtschaft in der Pandemie - Kommt die Eurokrise zurück?

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1. Frage/Meinung: Die Fakten sprechen wieder einmal für sich, keine Frage. Doch kehrt die Krise wirklich zurück oder war sie spätestens seit 2008 nie wirklich weg? Oder - war der Euro nicht von Beginn an ein totgeborenes Kind? Da helfen auch keine niedrigen Zinsen der EZB, im Gegenteil. Die bereits seit Jahren andauernde Strategie der Nullzinspolitik war doch der Anfang vom Ende der Wertschöpfung. Die Wahrheit ist doch am Ende die Lüge, die Kohl in die Welt gesetzt hat und die sich auf immer perfidere Art und Weise verselbstständigt hat. Das Kind ist in den Brunnen gefallen und ertrinkt. Das ist die Realität, vor der alle davonlaufen.

Antwort: Natürlich war von Anfang an der Wurm drin. Aber das wird mit jeder Krise deutlicher. Und wenn jetzt mit Corona die Probleme noch mehr zunehmen, kann es erstmals wirklich zum Bruch kommen.



3830 28-09-20: Migrationspolitik: Immer wieder deutsche Alleingänge

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6. Frage/Meinung: Ich frage mich: Wem nützt das, dass hier jetzt schon jahrelang "Die Tür macht hoch, die Tor' macht weit!" gesungen wird? Von uns "Normalos" wollen das nur wenige. Ich kenn' gar keine/n.

Antwort: Es gibt wohl immer noch zu viele Normalos, die den Medien und den tonangebenden Parteien auf den Leim gehen. Sie werden es erst merken, wenn auch bei ihnen um die Ecke der Muezzin über den Lautsprecher tönt. Viel zu spät dann. An vielen Orten werden Migranten schon die Mehrheit haben und gern auf Kirchglocken und deutsche Kultur (was davon noch übrig sein sollte) verzichten.


5. Frage/Meinung: vor einigen Tagen las ich in meiner Tageszeitung "Wiesbadener Kurier" in einem Kommentar den folgenden Satz: "Es mehren sich seriöse Studien, gemäß denen die hunderttausendfache Zuwanderung ab 2016 Deutschland mittlerweile volkswirtschaftlich massiv zu nutzen beginnt." Da ich das so noch nie gehört habe und mir auch nur schwer vorstellen kann, bat ich den Verfasser um Quellenangaben für seine Behauptung. Er nannte mir drei: 1. Eine Auswertung verschiedener Studien durch den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages 2019 zum "ökonomischen und fiskalischen Break-Even" in der Flüchtlingsfrage. 2. Eine Studie der UN vom Januar 2020 zur deutschen Flüchtlingspolitik (Wiley Library). 3. Eine 2019 veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. So klar, wie er das behauptet hatte, konnte ich das aber nirgendwo wiederfinden. Auch hier fühlt man sich als Bürger verschaukelt. Daher vielen Dank für Ihre Analysen, die immer wieder klare Antworten auf viele Fragen geben.

Antwort: Hier werfen die Migrationsfreunde immer absichtsvoll zweierlei durcheinander. Den Vorteil von qualifizierter Immigration einerseits, und in dieser Hinsicht ist es wichtig, daß der größere Teil der Migration aus der EU und vergleichbaren Ländern kommt, und andererseits die ganz überwiegend unqualifizierte Migration aus den sogenannten Asylherkunftsländern.


4. Frage/Meinung: Vollkommen richtig! Im Mai 2020 kamen ja schon angeblich besonders "Schutzbedürftige" an, Mädchen, Kranke und Kinder unter 14 Jahren - so wurde uns suggeriert! Aus dem Flugzeug stiegen dann junge, gut gekleidete Männer, ca. 16/17 J. alt und älter. Einer davon trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Istanbul 1453"! Die Deutschen hat das NICHT gestört! Auf Anfrage eines AfD-Abgeordneten teilte das Innenministerium mit: "Kranke konnten nicht identifiziert werden"! Man kann Schopenhauer in seinem Urteil über "die überschwängliche Dummheit der Deutschen" nur zustimmen!

Antwort: Nur ein Zusatz für die Unwissenden: "Istanbul 1453" weist auf die Eroberung von Konstantinopel durch ein etwa 80.000 Mann starkes Belagerungsheer des osmanischen Sultans Mehmed II. beendete das Byzantinische Reich. Die Verteidigung der Stadt oblag Kaiser Konstantin XI., der 7000 bis 10.000 Soldaten zur Verfügung hatte und aller Wahrscheinlichkeit nach während des letzten Sturms auf die Stadt fiel. Der Untergang des Byzantinisch-christlichen Reiches markiert zugleich den endgültigen Aufstieg des Osmanischen Reiches zur Großmacht. Sowohl in der türkischen als auch der westeuropäischen Rezeption kommt der Eroberung ein hoher symbolischer Wert zu; sie wird je nach Perspektive als Ausweis von imperialer Größe bzw. als Fanal für Zerfall und Untergang betrachtet. Das sind genau die Leute, die wir jetzt in unserem Sozialsystem aufnehmen.


3. Frage/Meinung: "Sie haben es geschafft", so die Überschrift in unserer regionalen Presse heute mit einem Bericht über 4 Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien, die 2015 nach Deutschland kamen. Eine positive Darstellung, die Einzelschicksale zeigt, jedoch keinerlei Fakten gibt für die finanziellen Lasten, die allen Kommunen aufgebürdet werden für die noch jahrzehntelang anhaltenden Integrationsleistungen. Und dank der heutigen Kommunikationstechniken über smartphones wird der Druck von zuwanderungswilligen Wirtschaftsflüchtlingen nach Deutschland anhalten. Für mich ist es Heuchelei oder sogar Verlogenheit, wenn unsere Politiker mit ihrer Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge jeder Art nicht in gleichem Atemzug der Bevölkerung klarmachen, dass in Zeiten gewaltiger Strukturveränderungen (Automobilindustrie)und Pandemiekosten die Kosten der Integration mit der "Portokasse" bezahlt werden können oder diese Kosten ganz und gar verschweigen.

Antwort: Ja, leider ist es so.


2. Frage/Meinung: Guter Artikel. Ist das Problem nicht zu isoliert dargestellt? Gehören Flüchtlinge, Schuldenkrise und wirtschaftlicher Einbruch wegen Corona nicht gemeinsam verstanden?

Antwort: Man kann Sie natürlich zusammensehen, weil die Pandemie die in der EU Migranten aufnehmende Volkswirtschaften schwächt.


1. Frage/Meinung: Erschreckende Wahrheiten rund um eine Problematik, für die es keine - humane - Lösung zu geben scheint... Die Schweiz hat gestern gerade noch einmal die Kurve bekommen und mehrheitlich gegen eine totale Abschottung gestimmt... Hier war das Boot ja auch schon öfter mal voll... ja, die Metapher ist nie ganz aus der Öffentlichkeit verschwunden... und sie lässt mich als Nachkriegsdeutschen nicht kalt. Ich sehe die Problematik nach wie vor als double bind situation... bei allen Optionen überwiegen die Nachteile... Und da ist es hilfreich, die von Ihnen veröffentlichten Wahrheiten zu kennen, um auszuloten, in welche Richtung Migrationspolitik gehen kann oder muss... ohne gleichzeitig unmenschlich zu werden, etwa durch eine massive Unterstützung bei der Beseitigung von Fluchtursachen. Eine europäische Abschottungspolitik geht immer noch eher in Richtung 'Aus den Augen, aus dem Sinn'... Das dürfte aber langfristig nicht funktionieren...

Antwort: Leider sehe ich keine Chancen für eine Beseitigung der Fluchtursachen. Dafür ist das Gefälle in den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen und die Korruption sowie die Geburtenrate in den meisten Herkunftsländern viel zu groß. Da bleibt wirklich nur - so bitter das ist - eine möglichst human gestaltete Abschottung. Sonst wird Europa von nationalradikalen Kräften übernommen werden, und das ziemlich bald.



3828 21-09-20: Große internationale Umfrage zum Vertrauen

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 72,2 %

4. Frage/Meinung: Wichtige Erkenntnis, die den Erfolg der Propaganda deutlich macht. Der hohe Wert der Zustimmung zu Merkel zeigt eines: Die Menschen lassen außer Acht, daß die BRD bez. Corona-Toter und Neuinfektionen tausendmal schlechter dasteht als Taiwan, Thailand, China, die im Januar Abwehrma0ßnahmen getroffen haben. Dort ist die Epidemie zu Ende, hier geht sie weiter, immer weiter, ad infinitum.

Antwort: Es gibt doch nicht nur Propaganda und nur Dumme, die die glauben! Merkel wird hier mit Trump, Xi, Putin und Johnson verglichen. Und an der Corona-Front ist sie weit besser als die meisten dieser Vergleichspersonen. Und vergleichen Sie doch Deutschland mit allen anderen Ländern in Europa. Ich verstehe Ihre Haltung wirklich nicht.


3. Frage/Meinung: ich versuche in Bezug auf Corona jede Meinung zu respektieren, vor allem auch die vorsichtigen. Ich habe bei Ihnen den Eindruck, dass ganz viel Angst rüberkommt verpackt als neutrale Information. Das sehe ich als Problem!! Die Problematik ist zu komplex, als dass irgendjemand die Wahrheit gepachtet hat. Ich persönlich orientiere mich nicht an Leuten wie Drosten, sondern wie Streeck, die die ganze Problematik mit viel Augenmaß angehen

Antwort: Angst wäre kein schlechter Ratgeber. Aber ich orientiere mich an den schlichten Daten, die für sich selbst sprechen, z.B. die jetzt über 1 Mio. Tote in der Welt; das reicht mir schon. Auch die Unvernunft sehr vieler Menschen, die nicht begreifen wollen, daß wir die bisher gute Situation in Deutschland nur der bisher geübten Vorsicht verdanken, sollte jeden vernünftigen Menschen besorgt machen. Wer sagt Ihnen denn, daß Drosten falsch und Streeck richtig liegt. Meiner Meinung nach sind gerade die ängstlich, die den Virus kleinreden wollen. Bei denen sehe ich schon Anzeichen von Panik.


2. Frage/Meinung: sagen die Zahlen für Deutschland nicht viel mehr über den Einfluss der Politik auf die Massenmedien und wiederum deren Rückkopplung in der breiten Masse? Wie unabhängig sind die Umfrage - Institute, mir scheint da viel Soros drinzustecken?

Antwort: Was sie "breite Masse" nennen, informiert sich doch täglich über Entwicklungen in Trumps USA oder Johnsons Brexit-UK, etc., die für sich selbst sprechen. PEW ist ein uraltes und sehr seriöses Institut. Wie kommen Sie da auf Soros, sehen Sie Gespenster? Im übrigen siehe vorherige Antwort.


1. Frage/Meinung: Ich bin sehr überrascht, ich kenne nur wenige die so urteilen würden wie diese Umfrage aussagt und sie entspricht exakt dem was unsere Gazetten so suggerieren. Schon alleine diese Tatsache verursacht bei mir einen tiefen Zweifel. Konform mit Ihnen gehe ich, das diese Herrscher nicht unbedingt sehr liebsam sind, tun die meisten von denen das, was Ihre Länder stärkt, was man beim deutschen Vertreter zumindest einigermaßen vermisst.

Antwort: Was die Medien meinen, muß ja nun wirklich nicht immer falsch sein. Was haben Sie da nur für Vorurteile? Würden Sie wirklich lieber unter Trump, Xi oder Putin leben? Und weder Trump, der große Spalter und Corona-Versager, noch Putin mit einer miesen Wirtschaft stärken derzeit ihre Länder, von Xi, der sehr viel soziale Ungleichheit hochwachsen läßt und sein Volk unter enormem polizeilichem Druck hält und Gedankenfreiheit kaum toleriert, oder Johnson, der sein Land in das Chaos von Brexit und Corona wirft, gar nicht zu reden. (Übrigens, die Bewertung soll sich auf die Qualität des Rundbriefs beziehen, nicht ober er Ihrer Meinung enspricht).



3827 18-09-20: Covid 19: Entwicklung von Infektionen und Tests

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 76,5 %

13. Frage/Meinung: Was die Zahlen von Corona angeht: Korreliert man die Zahlen der Positiven mit der Zahl der Tests (von KW27-KW37), dann ergibt das eine beeindruckende Korrelation von 0,92. Viel wichtiger in diesem Zusammenhang erachte ich aber die Positivenquote und deren Verlauf. Sie zeigt, wie viel Positive unter den Tests waren. Deren schwankender Verlauf zeigt mir eigentlich, dass die gemessenen Zahlen die Realität mal unterzeichnen, mal überzeichnen. Hätten wir in der Realität dramatisch steigende Zahlen an Positiven und halten die Zahl der Tests dabei in etwa gleich, müsste die Positivquote dramatisch steigen. Danach sieht es aber bis KW37 nicht aus. Natürlich sind alle Zahlen mit Haken & Ösen versehen, z. B. gibt es auch zahlreiche Doppeltests, d. h. die Zahl der Tests ist nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen - von daher ist die Positivenquote sicherlich nicht so simpel zu interpretieren, wie ich das hier recht plakativ tue. Jedenfalls sehe ich die Lage nicht so schrecklich dramatisch. Erst wenn die Zahl der Krankenhauseinweisungen deutlich zunimmt und die Zahl der Verstorbenen steigt, werde ich persönlich unruhiger. Man muss selbstverständlich weiter vorsichtig sein und Rücksicht auf andere nehmen, aber wir sollten alle den Ball flach halten.

Antwort: Es ist nicht so harmlos, wenn man die jüngste Entwicklung von Tests und Infektionen betrachtet. Seit Ende August ist die Zahl der registrierten Infektion weiter stark angestiegen, obwohl die Zahl der Tests kaum noch zunimmt (Abb. 20911). Außerdem müßte bei einem nur durch mehr Tests ausgelösten Anstieg der angezeigten Infektionen, der Anteil der positiven Ergebnisse pro Test fallen, wie das auch ab April von 9,3 % in KW14 bis 0.94 % in KW28 der Fall war (Abb. 20955). Doch seit Anfang Juli ist das Gegenteil der Fall: Der Anteil der positiven Ergebnisse fiel nicht weiter, sondern stieg von 0,59 % in KW28 auf derzeit 0,86 % in KW37 leicht an, und er steigt, weil eben die Zahl der Infektionen real zunimmt. Anders ausgedrückt: Auf dem Höhepunkt der Infektionszahlen Ende März, Anfang April musste man 11 Tests machen, um einen positiven zu finden. Anfang Juli brauchten wir schon 169 Tests für einen positiven Test, weil nicht nur die Infektionen zurückgegangen waren, sondern so viel mehr getestet wurde. Doch nach der letzten Meldung des RKI für KW37 ist wieder etwa einer aus 116 Corona-Test positiv. Nur mehr Tests können das nicht erklären, da deren Zunahme stark abgeebbt ist. Der starke Zuwachs der registrierten Infektionen ist also real.


12. Frage/Meinung: Was bedeuten Infektionen???? Und... haben sie schon mal etwas gehört von den Begriffen Validität und Reabilität in der Statistik und der empirischen Sozialforschung. Ich sehe eine vorausgesagte Krankenhausschließung von 10% und Kurzarbeit in Intensivstationen und bei Bestattungsunternehmen in BRD, ...und das während der 1. weltweiten Epedemie in der Menschheitsgeschichte. Ein intelligenter Spruch der letzten Tage: Bald wird jeder Deutsche einen anderen Deutschen kennen, der wirtschaftlich ruiniert ist, aber nach wie vor keinen, der an Corona gestorben ist. Mein Fazit: Nie mehr politische Parteien und schon gar nicht SPD, Grüne, Linke, FDP, CDU/CSU. Da ist die reine proklamierte Diktatur wenigstens kostengünstiger. Der Diktator muß dann nicht so viele mitverdienen lassen.

Antwort: Soll ich Sie auch für so blöd halten, wie Sie das mir gegenüber tun (wobei Sie nicht einmal Epidemie richtig schreiben können)? Für Sie scheint nur die AfD demokratisch zu sein und wenn Sie von Diktatur in Deutschland schwafeln, ist das nur noch irre.


11. Frage/Meinung: Sie haben in Ihrer Darstellung die Infizierten subsummiert und das dann mit der Anzahl der Teststeigerungsrate korrelieren lassen. Wäre es nicht ehrlicher und weniger Panik schürend gewesen, Sie hätten die Zahl der jeweils Genesenden von den Infizierten abgezogen?

Antwort: Die Panik ist doch nur bei Ihnen, weil ich ein dummes Argument gegen die Gefährlichkeit des Virus entwertet habe. Es geht hier um die Beurteilung der Entwicklung der Neu-Infektionen, die auch in den Medien jeden Tag dargestellt wird als die der jeweils neu Infizierten (und nicht um die Summe aller bisher jemals Infizierten). Diese Zahl ist wichtig, weil sie die Ausbreitung der Seuche beschreibt. Daß wir eine hohe Zahl an Genesenden haben, kommt in der Zahl der Toten zum Ausdruck, die bisher niedrig ist. Was Sie vorschlagen ist dagegen eine Manipulation der Darstellung der aktuellen Ausbreitung des Virus, der derzeit im wöchentlichen Durchschnitt fast fünfmal mehr Neuinfektionen verzeichnet als noch Mitte Juli, wobei der Anstieg immer stärker wird. Denken Sie bitte noch mal nach, bevor Sie so unsinnige Vorschläge machen. In Panik kann man nur verfallen, wenn man überrascht wird. Ich helfe Ihnen, das zu vermeiden!


10. Frage/Meinung: Ich bewerte jetzt mal nur den Corona-Artikel. Wie Sie zu steigenden "Infektionen" kommen ist mir rätselhaft. Lt. RKI-Lagebericht vom 2.9.2020 S.11 https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Sept_2020/2020-09-02-de.html wurden in der KW35 1.101.299 Tests durchgeführt und 8.178 positiv gefunden. Das sind nicht nur gewaltige Steigerungen der Tests in den letzten Wochen sondern auch keine steigende Positivquote, die in KW35 gerade einmal 0,74% betrug, also innerhalb der festgestellten Fehlerrate des PCR-Test liegt.

Antwort: Seit KW 28 bis zur letztgemeldeten KW 37 ist laut RKI die Zahl der Tests um 119,5 % (von 510.551 auf 1120.835) gestiegen, die der registrierten täglichen Infektionen dagegen im Wochendurchschnitt um 298,0 % (von 383 auf 1360), also weit mehr als doppelt so stark. Darum geht es mir in der Darstellung. Übrigens hat die Zahl der Tests zwischen KW 35 und 37 nur um 1,7 % zugenommen, die der registrierten Infektionen dagegen um 7,7 %, hat also wenig mit der Zunahme an Tests zu tun.


9. Frage/Meinung: Ich finde es mehr als daneben, dass Sie meinen Hinweis, sich bezüglich Klima und Covid doch auch mal in anderen Quellen informieren sollen, gleich mit der Nazikeule abschmettern. Immerhin sind Sie in diesem Rundbrief auf den Zusammenhang von Tests und Infizierten eingegangen, allerdings kann ich Ihre Zahlen nicht nachvollziehen. In der KW 22 liegen diese Daten vor: KW34 Tests:1.055.662 davon positiv:8.92 Quelle Statista. Woher kommen Ihre 220 Tests? Zum Vergleich KW13 (Hoch der Krise) 361515 Tests positiv 31414. Aus den Quoten sieht man deutlich, dass es keine zweite Welle gibt. Die 1,4% Fehlerquote lasse ich mal unerwähnt. Schade dass Sie in den Themen Corona und Klima so festgefahren sind und andere Meinungen, die mit der Mainstreammeinung nicht konform gehen gleich als rechts bezeichnen. zumal das eigentlich gar keinen Sinn macht. Mit einer rechten politischen Einstellung haben weder Klima noch Corona etwas zu tun, es sei denn man ist als Nonkonformist und Selberdenker schon rechts. Ihre Briefe zur wirtschaftlichen Lage fand ich bisher alle in Ordnung.

Antwort: Sie haben eine völlig unqualifizierte Kritik angebracht, indem Sie mir arrogant andere Quellen zur Lektüre vorschreiben wollen. Es ist meine Erfahrung, daß die Verharmlosung der Seuche besonders aus dem rechten Randlager betrieben wird, mit der AfD angefangen, die einzige Partei im Bundestag auf dieser Linie. Die Daten in meiner Grafik beschreiben Entwicklungen auf der Basis der Werte vom Mitte Juli gleich Hundert. Damals gab es laut RKI 510.551 Tests in der KW 28; dagegen waren es in der letztgemeldeten KW 37 1120.835 Test, was dann eine Verdoppelung oder genau den Wert 220 verglichen mit 100 für KW 28 ergibt. Das sollte doch zu verstehen sein. Übrigens hat die Zahl der Tests zwischen KW 35 und 37 nur um 1,7 % zugenommen, die der registrierten Infektionen dagegen um 7,7 %, hat also wenig mit der Zunahme an Tests zu tun.


8. Frage/Meinung: Ich finde diese Kurve als ersten Schritt gut. Was bei der Analyse vergessen wird, ist daß sich die Teststrategie verändert hat. Am Anfang wurden nur Menschen mit Symptomen getestet. Inzwischen werden nach anderen Kriterien getestet. Wenn Sie berücksichtigen, daß es zwischen Infizierten mit und ohne Symptome eine Relation von 20:80 besteht (Heimsberg), dann sind die Infektionszahlen zurückgegangen. Dazu kommt eine Fehlerrate der Tests um ca 1%. Den methodischen Fehler von ca 1,5% kann man durch retests reduzieren. Aber den Fehler durch andere Corona Viren (weitere 1%) lassen sich nicht ausblenden. Deshalb muß man von den Fallzahlen noch 1% der Tests als false positiv abziehen. Aber man kann die Zahlen auch anders interpretieren. Meine Meinung ändere ich bei nachvollziehbaren Argumenten.

Antwort: Seit Mitte Juli oder jedenfalls Anfang September mit dem Wiederanstieg der registrierten Infektionen hat sich die Teststrategie nicht mehr geändert. Heimsberg war schon Ende Februar. Auch ihre kleinen Differenzen von Fehlerraten etc. ändern nichts. Trotzdem werden Sie Ihre Meinung nicht ändern oder doch?


7. Frage/Meinung: Ja, ja, jeder Test zeigt mehr als einen Infizierten. Danke

Antwort: Wieder ein Fall von einem, der erst im Krankenhaus zur Besinnung kommen wird und dem auch eine Million weltweit Tote Wurscht sind. Armes Deutschland mit so vielen Verirrten/Verwirrten!


5. Frage/Meinung: Das ist schon mal gut, dass nun teilweise Klarheit einzieht. Es müsste aber noch weiter gehen. Was misst der PCR-Test wirklich? Wie ist die Fehlerquote? Wo sind die Kranken und die Toten, die man bei den steigenden Zahlen von Positiv-Getesteten (tatsächlich auch Infizierten?) zu erwarten hätte? Und falls jemand stirbt, woran ist er wirklich gestorben? Ein überfahrener Radfahrer ist ja wohl nach RKI-Lesart auch ein Corona-Toter, falls er Spuren vom Virus im Blut hat. Das sind so die Fragen eines lesenden Zeitgenossen.

Antwort: Ich bin nicht das RKI, bei dem Sie sich selbst informieren können. Mit diesem Rundbrief habe ich nur auf einen unberechtigten Vorwurf reagiert, wofür Sie dankbar sein sollten. Wenn Sie wirklich ein lesender Zeitgenosse sind und die Rundbriefe lesen, haben Sie in der Vergangenheit schon viele Antworten auf Fragen erhalten, wie z.B. warum bisher nicht mehr Tote gezählt werden. Ihr Beispiel mit dem Radfahrer und die Unterstellung beim RKI ist schrecklicher Blödsinn: Wenn er tot im Krankenhaus ankommt, wird ihn niemand auf einen Virus testen. Das zeigt nur Ihre Verbissenheit in eine der unsinnigen Theorien von der Harmlosigkeit des Virus,dem schon global1 Mio. Menschen zum Opfer gefallen sind (oder zählen die für Sie nicht?).


4. Frage/Meinung: Dass durch den Beginn des Herbstes und der Anzahl der Feiern (im in und Ausland) die Anzahl der Infektionen steigt ist logisch. Was mir fehlt, sind Informationen zur Hospitalisierung im Vergleich zum Frühjahr. Denn für mich ist das die kritische Stelle, wenn zur Überlastung im Krankenhaus durch zu viele Fälle kommt. Haben Sie eventuell dazu Zahlen?

Antwort: Derzeit sind die Krankenhäuser nicht besonders belastet, weil sich vor allem Jüngere anstecken, die keine Krankenhausbehandlung brauchen oder jedenfalls keine intensive. Das kann sich aber in einigen Wochen ändern, wenn Jüngere die Älteren anstecken.


3. Frage/Meinung: Ihren Rundbrief schätze ich im Allgemeinen sehr, dafür an dieser Stelle einmal herzlichen Dank! Aber bei den Meldungen Covid-19 sollte man Kritik an den von Politik und Medien undifferenziert verwendeten Begriffen üben. Das fängt bei der abgeschwächten "Pandemie"-Definition der WHO (2009) an und endet nicht bei "Infizierten" und "Fällen". Korrekt wäre von Test-Positiven zu reden statt von "Infizierten". Außerdem wäre zu unterscheiden "infiziert" -- "erkrankt" -- "infektiös" usw.

Antwort: Mir geht es in diesem Rundbrief nur um das falsche Argument, der derzeitige Anstieg der registrierten Infektionen (welche auch immer) sei das Ergebnis von mehr Tests.


2. Frage/Meinung: leider falsch interpretiert!

Antwort: Wenn Sie sich nicht einmal die Mühe machen, Ihren Vorwurf zu erklären, nehme ich Sie nicht ernst, sondern nur für verbohrt.


1. Frage/Meinung: Ihre Korrelationen stimmen in keiner Weise mit den Daten von "Statista" überein.https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1107749/umfrage/labortest-fuer-das-coronavirus-covid-19-in-deutschland/#professional Auch Statista bezieht seine Daten vom RKI. Können Sie das bitte erklären! Ansonsten bleibe ich genauso schlau als wie zuvor.

Antwort: Meine Zahlen stammen von RKI und Statista. Das sollte Sie ausreichend schlau machen. Hier nochmal nach KW: KW 28 510.551; KW 29 538.701; KW 30 572.967; KW 31 581.037; KW 32 733.99; KW 33 891.988; KW 34 1055.662; KW 35 1101.299; KW 36 1051.125; KW 37 1120.835



3826 16-09-20: Kurven zum Nachdenken: Klima, Artenvielfalt und Covid-19

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 73 %

7. Frage/Meinung: Die Relation der Todesfälle vermisse ich. Wir habe e.g. 95 000 Todesfälle durch Sepsis jedes Jahr, angeblich 40 000 Tote durch Krankenhausinfektionen, viele andere durch Selbstmord: da müsste man Corona in Relation setzen.

Antwort: Sie vergessen leider, daß nur die deutsche Vorsicht und die guten Krankenhäuser bisher die Zahl der Toten nicht in die Größenordnung anderer Länder haben steigen lassen. Wer jetzt die Seuche mit solchen Argumenten wie Sie verharmlosen will, trägt zu mehr Toten bei. Im Übrigen ist jeder Tote, gleich von welcher Krankheit einer zu viel (oder wollen Sie derjenige sein?), und auch Erkrankungen ohne Tot haben oft schwere Verläufe und nachbleibende Schäden. Warum vergleichen Sie nicht mit Verkehrstoten, von denen es noch mehr gibt. Den Vergleich mit Selbstmorden halte ich für obszön, weil sich die meisten Selbstmorde nicht verhindern lassen und Selbstmorde vielleicht teilweise eine gesellschaftliches Krankheitssymptom sind, nicht aber ein medizinisches. Mit einem solchen Vergleich sollte man sehr vorsichtig umgehen.


6. Frage/Meinung: Einseitige Berichterstattung auch zum korrupten IPCC. Die steigenden Zahlen der unkorrekten Berichterstattung (Der unpräzise politisch erwünschte PCR-Massentest liefert nur Indizien, weil auch alte Coronaspuren erfasst werden.) in den Massenmedien und bei Ihnen sind m.E. Panikmache. Bitte propagieren sie auch die geringe Zahl der in der BRD an C19 Verstorbenen seit April 2020. Sie hat sich seit Wochen so gut wie nicht erhöht.

Antwort: Wenn sie den IPCC für korrupt halten, dann fassen Sie sich mal selbst an die Brust, bevor Sie solchen Blödsinn unbegründet hier verbreiten. Das gilt auch für den Vorwurf von Panikmache: Wie viele Tote brauchen Sie denn bei bereits 1 Million weltweit, bevor Sie die Realitäten dieser Seuche wahrnehmen? - zumal Sie bei Ihrer Einstellung wahrscheinlich zu der kleinen Minderheit gehören, die gegen die deutschen Vorsichtsmaßnahmen polemisiert, obwohl gerade die die Zahl der Toten bisher niedrig gehalten hat. Und der starke Anstieg der deutschen Infektionen auf das April-Niveau wird sich erst in einigen Wochen in der Zahl der Toten zeigen, da die jetzt vor allem infizierten Jüngeren den Virus auf die Älteren übertragen müssen.


5. Frage/Meinung: Die heutigen wissenschaftlichen Ergebnisse zeigen ebenso wie unser "gesundes Menschenempfinden" auf, dass sich das Klima deutlich verändert und dramatisch verschlechtert. Das kann nicht verleugnet werden und damit sind die apokalytischen Vorhersagen durchaus kein "Humbug". Die Frage im Rückblick auf die letzten 100-200 Jahre Erdgeschichte: ist daran letztlich nicht das starke Anwachsen der Erdbevölkerung die Hauptursache, dass unsere Umwelt "kaputt" geht? Durch den drastischen Abbau der Ressourcen bei gleichzeitig ständiger "Wohlstandssteigerung" und dem Zurückdrängen der Natur?

Antwort: Sicher trägt das Bevölkerungswachstum zum Klima bei. Aber die CO2-Werte steigen weit stärker als die Bevölkerung und die armen Länder, die die Weltbevölkerung antreiben, verbrauchen wenig Kohlenwasserstoffe und erzeugen relativ wenig CO2. Es ist die Industrialisierung der reichen Länder, die über die letzten 100-200 Jahre entscheidend war, zuletzt vor allem die Chinas mit einer sehr hohen Zahl von Kohlekraftwerken.


4. Frage/Meinung: " … unsolidarische Jüngere auf der einen Seite und ängstliche Ältere auf der anderen, was auch für einen erheblichen Anteil an total kaputten Familien spricht, in denen es kein Mitgefühl zwischen den Generationen mehr gibt." … wohl war, das entspricht auch meinen Beobachtungen, denn ich wohne in einer kleinen Siedlung die in der Nachbarschaft einer Hochhaussiedlung liegt. Dort sollte man besser nicht ins Einkaufszentrum gehen und seinen persönlichen Bedarf einkaufen. Aber nach Jahrzehnten der neoliberalen Indoktrination, in der asoziales Verhalten als Selbstverwirklichung gefeiert wurde, ist das auch nicht verwunderlich.

Antwort: Danke!


3. Frage/Meinung: Als Infektion bezeichnet man den Eintritt von Mikroorganismen (beispielsweise Viren, Pilze oder Bakterien) in einen Organismus sowie ihre Ansiedlung und Vermehrung. Das ist aber bei den meisten der gemeldeten "Infektionen" nicht der Fall.

Antwort: Woher wollen Sie das wissen? Danke für den untauglichen Nachhilfe-Versuch.


2. Frage/Meinung: Gute Punkte. Klimareferenzkurve: Werden hier nicht zwei Modelle gemischt? Im forecast wird die Erwärmung auf CO2 zurückgeführt, während die früheren Wärme- und Kälteperioden unabhängig von Co2 verlaufen (wenn man die CO2 Konzentration aus Eisbohrkernen überlagert). Corona: Ich wundere mich immer wieder, warum die Zahl der nichts sagenden positv Tests gezeigt werden, und dabei kein Fehler eingezeichnet wird. Bei 850T PCR Tests pro Woche und ca 1,2 Fehlerrate müssen wir ca 10-12T false positive Tests haben. Die Rate ist in der Größenordnung des Rauschens. Daraus lassen sich keine Aussagen treffen. Positive Ergebnisse sind immer im Zusammenhang mit der Anzahl der Tests und der Fehlerrate zu sehen. Alles andere ist Manipulation.

Antwort: Der Unterschied bei der globalen Temperatur ist, daß es früher um Millionen Jahre ging, während jetzt die Prognose von nur wenigen hundert Jahren seit Beginn der Industrialisierung und zunehmend steigend eine unnatürlich steile Entwicklung zeigt, die nur auf die parallel steigende CO2-Konzentration zurückgeführt werden kann.

Bei den Infektionen ist in letzter Zeit die Zahl der Tests in Deutschland nicht besonders gestiegen, die positiven Raten dafür aber sehr. Auch der Anstieg im Juli war im Wesentlichen noch vor der Zunahme der Tests. In den meisten Ländern, in denen viel weniger getestet wird, steigen die Infektionsraten noch steiler. Man kann es also nicht nur auf mehr Tests zurückführen. Und die jetzt anlaufende zweite Welle hat mit der Zahl der Tests kaum noch etwas zu tun. Wir sollten uns auf die Realitäten einstellen. Und zu denen gehören eine starke Zunahme der privaten Feiern, von Reisen in Hochrisikogebiete und abnehmende Disziplin bei der Hygiene und dem Abstandhalten.


1. Frage/Meinung: Sowohl in Sachen Klima als auch Corona sollten Sie sich vielleicht auch aus anderen Quellen informieren.

Antwort: Sie sollten sich daran gewöhnen, andere Meinungen zu tolerieren oder auf die Lektüre der Rundbriefe zu verzichten. Leser vom rechten Rand, die die Wahrheit nicht vertragen und auf Trump machen, brauche ich nicht.



3825 14-09-20: Deutschland wird ärmer

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 98,1 %

8. Frage/Meinung: Sie übersehen dabei die bisher getroffenen Massnahmen der Eindämmung. Obwohl die sozialstaatsabhängigen Erst-Migranten mittlerweile rund ein Drittel ausmachen, finde ich es doch erstaunlich, dass die hohen Ausgaben von etwa 20 Mrd. pro Jahr, keine Staatsdefizite ergaben, sondern Überschüsse von 60 Mrd. 2018 und rund 50 Mrd. Für 2019!

Antwort: Der Staatshaushalt setzt sich aus so vielen Positionen zusammen, daß es keinen Sinn macht, dessen Bilanz mit der Migration zu verbinden. Wo Sie die angeblichen Eindämmungsmaßnahmen hernehmen wollen, erschließt sich mir nicht.


7. Frage/Meinung: Ja es ist kaum zu glauben, dass vor dem Hintergrund dieser Migrationszahlen immer noch Politiker / innen vor die Kameras gehen und für die Aufnahme / Integration von Moria-Flüchtlingen werben? Man muss wohl oder übel feststellen:" … leider nichts gelernt !" Wenn ich mir die Zahlen hinzunehme, die Sie in Ihrem Beitrag aus "ohne Worte" zusammengestellt haben, die die sozialökonomischen Baustellen unserer Gesellschaft sehr gut beschreiben, dann wird mir angst und bange hinsichtlich der Stabilität unserer Demokratie !!! … das kann nur schief gehen ! … wer hat daran Interesse?

Antwort: Die Politik wird in dieser Frage, wie in vielen anderen, weitgehend von den Medien bestimmt, und die treten ganz überwiegend für mehr Migration ein, als sei 2015 nie gewesen. Dieses Verhalten grenzt schon an Bösartigkeit und mehr als nur Dummheit. Wahrscheinlich würde nur ein Wiedererstarken der AfD Medien und Politik zur Besinnung bringen.


6. Frage/Meinung: Die Migranten werden dafür belohnt, dass sie ihr Lager abgefackelt haben. Wann zünden sie hier Häuser an, wen ihnen etwas nicht passt? Unsere Regierung unterstützt scheinheilig das Chaos im Nahen Osten mit! Warum bemüht sich niemand ernsthaft, wie man den Grund für die Migration beseitigen kann?

Antwort: Wirtschaftsmigranten, und das sind die meisten, kann man nur durch Abschottung weghalten. Denn das Gefälle zum Deutschen Wohlstand und besonders zu den deutschen Sozialleistungen (inkl. Kindergeld) ist einfach zu groß. Um dieses Gefälle wirksam einzuebnen, dafür werden uns immer die Mittel fehlen. Auch die Auswüchse des extremen Islam mit Bürgerkriegen und extrem hohen Kinderzahlen können wir nicht beseitigen, solange nicht der gesamte Islam durch eine tiefgreifende Aufklärung geht. Diese bitteren Wahrheiten sollten endlich auch in Deutschland begriffen werden. Sonst wird sich 2015 immer wiederholen.


5. Frage/Meinung: Wieder einmal zeigt sich, dass in Deutschland die verantwortlichen Politiker, vornehmlich bei den Grünen, der SPD und den Linken, und wohl auch bei den OB´s der aufnahmebereiten Städte die makroökonomische Sichtweise und der Blick aufs Gemeinwohl völlig untergeht und dem Mainstream der Presse und der Bilder (Moria) vorbehaltlos gehuldigt wird. Spätestens nach den Wahlen 2021 muss die neu gewählte Regierung dem Volk wohl "reinen Wein" einschenken und klar machen, dass die Kosten der Pandemie mit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen einhergehen werden. Und Kürzungen bei den Sozialkosten für die Integration der Flüchtlinge (auch derer, die noch kommen) werden bei einer schwarz-grünen Koalition, die sich anzubahnen scheint, wohl nicht durchsetzbar sein. Und viele Politiker übersehen ebenso wie die "Gut-Menschen", dass in Deutschland die Arbeitsproduktivität seit einiger Zeit im Sinkflug ist und durch die strukturellen Veränderungen im Industriesektor der durch Arbeit geschaffene Wohlstand wegbricht und das "so reiche Deutschland" gar nicht mehr so reich ist, wie es die Medien (und viele Politiker) dem Volk vorgaukeln.

Antwort: Danke!


4. Frage/Meinung: es freut mich, dass Sie sich in dieser Frage so klar äußern, die für einen sozial gesinnten, freilich mit Vernunft begabten Menschen einzig vertretbare Position einnehmen. Die Geschwindigkeit, in der Deutschland daran arbeitet, seine Industrie, sein Bildungssystem, sein Sozialsystem und seinen sozialen Frieden zu zerstören, macht einen fassungs- und ratlos. Fragt sich denn nicht einer unter den selbsternannten Eliten, wie das alles noch zu kontrollieren sei, falls die schwelende Corona-Wirtschaftskrise in eine schwerwiegende Krise der Staatsfinanzen und der Euro-Währung umschlägt?

Antwort: Danke!


3. Frage/Meinung: Gestern wurde das Thema "Moria" bei Anne Will mit 5 Gästen diskutiert. Ausser dem Europaabgeordneten Manfred Weber gab es praktisch niemanden, der einen kritischen Blick auf die Forderung nach mehr Zuwanderung richtete. Und selbst Weber sah sich - ganz offensichtlich unter dem auch medial gesteigerten moralischen Druck- veranlasst zu sagen, dass man ja bis zu 200.000 Zuwanderer jährlich in De aufnehmen könnte und das für die Gesamt-EU eine Millionen Aufnahmen jährlich möglich wären. Im Grunde gibt es keine wirksame oppositionelle Haltung mehr zu der aktuellen Zuwanderungspraxis. Mit dem zu erwartenden Einzug der Grünen in die Bundes-Regierung ab 2021 wird die Öffnung für mehr Menschen aus der Nicht-EU eher weiter steigen. Die im aktuellen Rundbrief dargestellte Lage der Armutsgefährdung inklusive hohem und langanhaltendem Anteil an Sozialtranfers durch Flüchtlinge - aber auch durch Armutszuwanderung aus der EU (Rumänien, Bulgarien) - wird sich entsprechend verstärken. Ich arbeite im sozialen Bereich in einem strukturell schwachen Gebiet. Migrationanteil mindesten 80 %, viele, vor allem die Frauen sind ALG II-Empfänger. Die Belastungen der dortigen Arbeitnehmer eben auch durch die Folgen der Zuwanderung sind jetzt schon sehr hoch, das Erreichen der Ziele insbesondere hinsichtlich Bildungsmobilität und Chancengleichheit unter den Arbeitsbedingungen völlig illusorisch. Wir befinden uns jetzt schon in einer permanenten Überforderungssituation. Und habe keinen Anlaß festzustellen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird.

Antwort: Danke!


2. Frage/Meinung: Angeblich wird durch die UN (UNHCR?) jeder unter 18 Jahren als "Kind" eingeordnet. / Sie schreiben, die Bürger wurden nicht gefragt. Nicht direkt, das stimmt, aber insbesondere die Wahlergebnisse der Grünen bei der gestrigen Kommunalwahl in NRW lassen mich zweifeln, ob es im Fall eines Volksentscheides nicht sogar ein Mandat für die Moria-Aufnahmen geben würde...

Antwort: Der stärkste Fürsprecher für Aufnahme aus Moria war die SPD-Spitze unmittelbar vor den Wahlen, die sie bitter verloren hat; die Grünen reiten auf einer anderen Welle. Ich glaube nicht, daß eine solche Abstimmung gewonnen würde.


1. Frage/Meinung: Psychiater sprechen von einer Double Bind-Situation... bei allen Alternativen in Bezug auf die Flüchtlinge überwiegen die Nachteile. Dabei sind wir in jedem Fall in der Pflicht: entweder aus humanitären Gründen, wollen wir unsere Werte noch glaubhaft vertreten, oder weil wir für die Fluchtursachen mitverantwortlich sind, denn unser Wohlstand ist zum Teil auf der Ausbeutung der Länder der sogenannten Dritten Welt aufgebaut, die auch nach dem offiziellen Ende der Kolonialherrschaft bis heute nicht aufgehört hat. Wenn wir uns also vor der Einwanderung von Flüchtlingen in unsere Sozialsysteme schützen wollen, auch weil die Kulturen und das Niveau der gesellschaftlichen Entwicklung meist religionsbedingt oft komplett inkompatibel mit unserer sind, dann muss das eingesparte Geld zur Bekämpfung der Fluchtursachen eingesetzt werden. Leider zeigt sich gerade darin die Hypokrisie der Ersten Welt... Bei unübersehbaren Bildern des Elends sieht man sich zum Handeln gezwungen, doch jenseits der Bilder passiert so gut wie nichts. Sich auf die Abschottung zu beschränken, anstatt sich der historischen Verantwortung zu stellen, ist für jeden Menschen mit einem Rest an ethischen Werten unerträglich. Das jetzige Lavieren der EU-Politiker löst weder das akute Problem auf Lesbos, noch beendet es die Double Bind-Situation. Und die Ausbeutung geht munter weiter so wie bei der Bekämpfung der Fluchtursachen effektiv nichts geschieht, das die Bezeichnung verdient... Ich denke, das sehen Sie nicht anders...

Antwort: Allerdings sind 75 % der Migranten auf Lesbos aus Afghanistan und der Rest weitgehend aus Afrika, wo Stammeskriege die Menschen vertreiben, die mit westlicher Ausbeutung wenig zu tun haben. Wie sollen wir die Fluchtursachen in Afghanistan beseitigen? Es gibt an vielen Plätzen ein Armutsgefälle, das mit örtlicher Korruption und dem extremen Islam und damit verbunden einer viel zu hohen Geburtenrate zusammenhängt, vor allem in Afrika.



3824 10-09-20: Ein Volk von Mietern mit oft bösen Folgen

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 100 %

5. Frage/Meinung: Es gibt bezüglich der steigenden Mietkosten und des sinkenden Wohneigentümeranteils noch weitere staatlich verursachte Gründe die gerne übersehen werden. Steigende Mietnebenkosten, die nicht der Vermieter verschuldet aber der Mieter tragen muss, machen in einem bekannten Fall 20% der Bruttomiete aus. Diese Nebenkosten beinhalten z.B. Grundteuer, die aufgrund der Kostensituation in den Kommunen wieder massiv steigen wird. Weiterhin gibt es steigende Nebenkosten aufgrund immer neuer gesetzlicher Auflagen in der Wasser- und Stromversorgung, der Gebäude- und Haftpflichtversicherungen, Müllentsorgung, Kontrollen/Feuerschau durch Kaminkehrer usw. Jede neue Idee eines Staats- / EU-Beamten in dieser Richtung macht das Wohnen teuerer, trotzdem geht es fleißig weiter, aktuell 2021 mit CO2 Bepreisung bei den Heizkosten. Wen interessieren dabei schon die Mieter? Auch das ganze Thema Wohnen und Immobilien ist in Deutschland ein großer "Sau"haufen von Abzockern auf Kosten der normalen, einfachen Bevölkerung. Aber das Spiel kennen Sie ja auch bei anderen Themen.

Antwort: Danke!


4. Frage/Meinung: Wenn unsere Sozialpolitiker, insbesondere diejenigen in den Kommunen, sich in den letzten Jahren ernsthaft um das Problem des "Sozialen Wohnungsbaus" gekümmert hätten, wäre es angebracht gewesen, dass sie sich am "Modell Wien" orientiert hätten. Aber welcher unserer Politiker, egal ob im Bund oder im Land oder in den Kommunen tätig, lenkt seine Blicke dorthin, wo es besser funktioniert?

Antwort: Danke!


3. Frage/Meinung: Danke, dass Sie das Thema Wohnen mit in den Fokus gerückt haben. Ich ergänze noch persönlich, dass meine Gesamt-Miete (ich bin Mieter bei einer kommunalen Wohnbaugesellschaft, der Bau dieser Wohnungen wurde durch den jetzt immer mehr zur Kasse gebetenen Steuerzahler ja schon selbst finanziert) einen rasanten Anstieg hingelegt hat, seit die Mietpreisbindung nach Ablauf einer Frist aufgehoben ist. Seit meinem Einzug Ende der 90er Jahre hat sich die Gesamt-Miete um ca. 120 % erhöht, bei lange Zeit sinkenden Löhnen. Auffällig auch die regelmäßigen Steigerungen durch die Anhebung der Nebenkosten seit Beginn der Jahrtausendwende. Die schon oft gelesene Bezeichnung "Zweite Miete" trifft es da auf den Punkt. Wohngeld ist für nur wenige erhältlich, da die dafür "erlaubten" Einkommenshöhe sehr niedrig angesetzt ist. Wohnungen des "freien" Marktes in beliebten Wohnlagen sind - insbesondere für Familien - nur noch mit entsprechend hohen (Doppel-) Einkommen zu finanzieren. Große Teile der Mittelschicht dürften sich dies kaum noch bzw. nur unter Verzicht auf Kaufkraft in anderen Lebensbereichen leisten können. Oder mittels Unterstützung durch diejenigen (Groß-) Elterngenerationen, die über Vermögen und/oder gute Alterseinkommen verfügen. Das bekommt man aber kaum durch Statistiken mit.

Antwort: Danke!


2. Frage/Meinung: Ob die niedrige Eigentumsquote eher Ursache oder eher Folge der wirtschaftlichen Situation der privaten Haushalte ist, bleibt m.E. offen. Gegenbeispiel ist immer die Schweiz mit einer geringeren Eigentumsquote gegenüber Deutschland - bei deutlich höherem Wohlstand.

Antwort: Anders als Deutschland hat die Schweiz einen gut funktionierenden Mietwohnungsmarkt, um den sie von vielen Ländern beneidet wird. Auch ist die Schweiz pro Kopf wesentlich reicher als Deutschland und sind die schweizer Renten erheblich höher, so daß die Menschen nicht so auf Wohneigentum angewiesen sind. Es gibt außerdem viel weniger um preiswerten Wohnraum konkurrierende Migranten


1. Frage/Meinung: Ich könnte mich als Beispiel anführen wie mein Vermieter jetzt brutal seine Ellbogen ausfährt, um mich aus der Wohnung zu drängen. ich versuche - so lange es geht - dies zu verhindern.

Antwort: Danke!



3823 07-09-20: Deutschlands Misere

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 98.2 %

2. Frage/Meinung: Danke, dem gibt's nichts hinzuzufügen. Was das Ganze noch drastischer macht, sind unsere Höchststeuern und Abgaben, welche eine private Altersabsicherung sehr untergraben was so in den USA und UK nicht der Fall ist, die auch niedrige Renten bekommen

Antwort: Deutschland hat eine der niedrigsten Steuerquoten in W-Europa (Abb.). Die Sozialversicherungsabgaben müssen dagegen wegen des hohen Durchschnittsalter der Bevölkerung (das höchste nach Italien) hoch sein.


1. Frage/Meinung: Was die Armutsgefährdung betrifft würde es mich interessieren wie viele davon Einwanderer ins deutsche Sozialsystem sind.

Antwort: 4,1 Mio. oder 31,5 % der Armen in Deutschland sind Menschen mit eigenem Migrationshintergrund und auf Sozialleistungen angewiesen. Mit den Menschen mit Migrationshintergrund im weiteren Sinne sind es sogar fast 6 Mio. oder 45,4 %.



3822 03-09-20: 5 Jahre nach Merkels "Wir schaffen das"

Anteil der Bewertung mit 5 und 4 derzeit: 97,4 %

4. Frage/Meinung: Merkel hat 2015 - die Grenzen eben nicht im Alleingang geöffnet, es gab Abstimmungen mit anderen EU-Ländern, v.a. Österreich und auch Ungarn(!) - ihr Hauptmotiv war vermutlich das erwartete Wirtschaftswachstum, eben durch die Unterstüzungszahlungen und weitere Effekte. Da sich Merkel hier, wie so oft, nicht weiter erklärt hat, ist das allerdings genauso Spekulation wie Ihre Unterstellung der "Geschichtsbücher" Dazu kam - der Krieg in Syrien wurde damals massiv von Dritten befeuert, die rücksichtlos ihre Interessen durchpressen wollten (USA, Rusland, Iran, Saudi-Arabien usw.). - Kurz vor der Massenbewegung hatten UNO, WFP, Unicef und weitere noch dringend um weitere Geld- und Hilfszusagen gebettelt, da die Situation in den von Ihnen beschriebenen Lagern, v.a. in Libanon, Jordanien usw., immer schlimmer wurde. Die BRD und die EU sowie weitere Staaten haben darauf nicht reagiert oder sogar tlw. die Gelder gekürzt! Hätten Ihrer Meinung nach die Flüchtlinge weiter warten und sich den Bomben oder dem Hungertod aussetzen sollen? Erst nach den o.g. Entwicklungen haben sich mehr und mehr Syrer zur Flucht entschlossen. Das Afghanistan, Irak usw. kein Paradiese sind, ist glaube ich unstrittig. Die von Ihnen regelmäßig kritisierten Fotos und "Willkommenszeremonien" zu Beginn, haben dann noch "angeschoben", waren aber nicht alleine entscheidend! Das waren 10 bis 20 Jahre Wegschauen und Politikversagen!

Antwort: Sie irren. Es war ein Alleingang. Über die deutschen Grenzen konnte allein Merkel entscheiden. Österreich hatte keine Wahl, als die Migranten durchzuleiten, was einen schweren Konflikt mit Kurz nach sich zog, und Ungarn hat die Migranten auf den Weg nach Deutschland geschoben und dann prompt seine Grenzen geschlossen (mit starker Kritik von Merkel). Ohne Merkels Alleingang wären weder Österreich, noch Ungarn in diese Situation gekommen. Die meisten dieser Wirtschaftsmigranten kamen aus den Lagern in der Türkei und im Libanon und nicht aus Syrien und hat mit den Pressionen dritter von Ihnen zitierter Länder nichts zu tun. Ihr Argument mit den Bomben und dem Hungertod ist Quatsch. Niemand war in den Lagern verhungert! Aber das Leben auf Einladung in Deutschland war natürlich attrativer. Wo sie die 10 bis 20 Jahre hernehmen, erschließt sich mir nicht.


3. Frage/Meinung: Vielen Dank für den kompakten Artikel zum Thema. Zitat: "Die Bundesagentur für Arbeit meldet in ihrem neuesten Migrationsmonitor für Mai 2020 eine Quote der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung für alle Asylherkunftsländer von nur 28,9 % und für Syrer von nur 24,1 %. Dabei handelt es sich meistens um schlechtbezahlte und sehr unsichere Helferjobs." Allein diese Zahlen veranschaulichen, wie schlecht die Integration der Flüchtlinge (Ältere Migrantengruppen sind teils nicht besser integriert, das kommt oben drauf) funktioniert und lassen auf die ebenfalls angesprochenen Folgeprobleme schließen. Die erwähnte Wochenzeitung DIE ZEIT hat mir die Angabe von nur zwei Zahlen aus dem hier vormals schon erwähnten Bericht der Bundesagentur d. Arbeit im Diskussionsforum nicht gewährt.

Ich teile den im letzten Absatz ihres Textes gemachten, pessimistischen Ausblick voll und ganz. Ich lebe in einer sehr multikulturellen Stadt: ein Großteil Ihrer Zahlen, Statistiken und Beschreibungen sind für mich konkret erlebbar, bis ins nahe Wohnumfeld. Auch ich fühle mich in meinem Wohnumfeld zunehmend fremd. Beispiel aus meiner Lebensrealität: in den öffentlichen Verkehrsmitteln fallen überwiegend junge Männer mit Migrationshintergrund auf, die keine Maske tragen, die Drogenszene ist migrantisch dominiert, 80 bis 90 % aller Sozialwohnungen sind werden von Migranten belegt und die Stadt gibt Millionen für die Unterbringung weiterer Migranten in Hotels aus, übrigens auch für solche aus der EU (Südosteuropa und Osteuropa). Die Zahl der Bettler, inklusive diesbezüglich organisierter Banden, hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen u. sich von der Stadtmitte in die Randbezirke ausgeweitet, wo der Mittelstand lebt, (aber nicht der Teil der oberen Zehntausend, die in ihren Villen davon unberührt bleiben). Die gesellschaftliche Zerfaserung vollzieht sich nach meiner Wahrnehmung schon seit gut 3-4 Jahrzehnten, wurde durch die Merkel'sche Politik beschleunigt u. wird voraussichtlich unter der Beteiligung einer zukünftigen der GRÜNEN, womöglich in einer RRG-Koalition, einen weiteren Schub erfahren, mindestens beim Thema Zuwanderung. Gleichzeitig reagieren die Befürworter der o.a. Politik und ihrer Folgen selbst auf die sachlichste Kritik fast nur noch aggressiv und polemisch, die Gleichsetzung mit AfD-Anhängern, "Nazi"- oder "Rassist"-Etikettierungen sind schon fast Standard. Zitat: "Die nächsten 5 Jahre werden davon bestimmt sein." Ich denke, dass die nächsten 30-50 Jahre davon bestimmt werden. Übrigens: die gesellschaftliche Struktur wird sich mit dem Ableben der geburtenstarken Jahrgänge noch einmal verstärkt in die von Ihnen bereits dargestellten Richtungen und Tendenzen verändern. Das ist vielen noch gar nicht so bewusst.

Antwort: Danke!


2. Frage/Meinung: Wie soll sich etwas ändern, wenn alle Parteien - bis auf eine, die man wegen ihrer rechten Gesinnung nicht wählen kann - die beschriebene Entwicklung fördern und unterstützen? Wenn in der Zukunft der "Wohlstand" aufgegessen sein wird, ist es bestimmt für ein Umsteuern zu spät. Der Erklärung, es handele sich um Wiedergutmachung wegen der Nazi Verbrechen kann ich nicht folgen, gerade wegen der Problematik zwischen Moslems und Juden. Worum geht es bei der Migration wirklich? Den Vorwurf einiger meist am Rande des politischen Hauptfeldes stehenden Migrationskritikern, die von einer gewünschten oder geplanten "Umvolkung" sprechen, kann ich erst recht nicht folgen. Folgte etwa Merkel der Pressemeinungen, dies kann ich mir auch nicht vorstellen. Was für ein Rätsel?

Antwort: Für mich ist das kein Rätsel. Ein großer Teil der Bürgerlichen hat die Vernunft ausgeschaltet und wollte der Welt das gute Deutschland vorführen. Solche Rauschhaften Zustände hat es immer wieder in der deutschen Vergangenheit gegeben (anders als z.B. in Frankreich oder erst recht Großbritannien). Merkel hat sich diese Situation politisch zu Nutze machen wollen, wie schon bei ihrer einsamen Aufgabe der Atomenergie, und dachte wohl so in die Geschichte eingehen zu können.


1. Frage/Meinung: Die demographische Katastrophe kann nicht durch eine Migrations-Katastrophe bekämpft werden, sie potenzieren sich. Letzte mögliche Rettung: Rückkehr-Politik (modifizierter) SACHS-Plan und erdrutschartige Verbesserun der Familienpolitik für Einheimische.

Antwort: Vor allem müßte das Kindergeld drastisch verkürzt werden, den aus vielen Asylherkunftsländern leben viermal und mehr so viele Kinder in den Haushalten wie in Familien ohne eigenen Migrationshintergrund (Abb. 20932). Die private Seenotrettung mit immer größeren Schiffen müßte verboten und durch staatliche EU-Seenotrettung bei Rücktransport nach Nord-Afrika ersetzt werden.




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