Ein Hinweis: In Elfi's Presseschau werden bewußt viele Stimmen aufgenommen, die nicht Mainstream sind. Natürlich heißt das nicht, daß deren Ansichten automatisch geteilt werden. Aber auch wenn man anderer Meinung ist, muß man sie ja nicht gleich unter den Tisch fallen lassen.


Für alle Anregungen und Rückfragen steht Elfi mit ihrem Briefkasten zur Verfügung.


Kritische Sammlung (mit Ausland) 257 vom 11. August 2014


INLAND und AUSLAND

Ukraine-Krise Moskau lässt nur noch Kindernahrung ins Land

Westen ist bereit, 90 Milliarden $ zu verlieren - Geniestreich der Schildbürger in Brüssel

Rote Karte für TTIP und Ceta

Portugal zeigt, dass die Bankenabwicklung eine frommer Wunsch bleibt.

Bau des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 beginnt

Die EU gibt Europa keine Chance

40 Prozent der Arbeitnehmer in Griechenland verdienen maximal 630 Euro

NSA: Erschreckende Erkenntnisse vom nächsten Insider

Privatkredite: Jeder Dritte Amerikaner von Inkasso-Firmen verfolgt

Goldman Sachs Adds U.S. Dark Pool to Regulatory Review List

Angriffe aus der Luft - Mit diesen Waffen will die USA Isis bezwingen

MH17: Wo bleiben die Fakten?

Schockierende Analyse zum Abschuss der Malaysian MH 017 - Nachtrag

Wir sind aus Ukraine zurück und hier unsere Erlebnisse

438 ukrainische Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten haben sich russichen Kräften ergeben

Schwere Verluste für ukrainische Armee: rund 3500 Militärs werden vermisst

Augenzeuge in der Ukraine: „Eine Kulturschande für Europa, was sich hier abspielt“

Boeing-Crash: Nato-Chef will Beweise für Schuld der „Separatisten“ haben

Amerikanische Ukrainer schießen auf Ukrainer

Kaddisch für Gasa

Jeremy Bowen's Gaza notebook: I saw no evidence of Hamas using Palestinians as human shields

Falsche Propheten: Die Globalisierung hat Hunger und Armut verstärkt


Sanktionen wegen der Ukraine-Krise Moskau lässt nur noch Kindernahrung ins Land(Quelle:FAZ)

Russlands Führung verbannt viel mehr ausländische Lebensmittel als gedacht...Das Ausmaß, indem Russland den von Präsident Wladimir Putin angeordneten Importstopp für westliche Agrargüter und Lebensmittel anwenden will, übersteigt die Erwartungen vieler Beobachter enorm. Wie der russische Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew ausführte, werden Produkte aus der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Norwegen würden ab sofort gesperrt. Betroffen sind Rindfleisch und Schweinefleisch, ferner Früchte und Gemüse sowie Geflügel, Fisch, Käse und Milch. Das umfasst den absoluten Großteil aller Agrarimporte aus diesen Ländern. Ausgenommen ist lediglich Kindernahrung. Der Einfuhrstopp könne nach Medwedews Worten überdacht werden, wenn die westlichen Länder, die ihrerseits Sanktionen gegen Russland verhängt haben, eine aus seiner Sicht „konstruktivere“ Haltung einnehmen Nach russischen Zollangaben führte das drittgrößte Schwellenland im vergangenen Jahr Lebensmittel und Agrargüter im Wert von 43 Milliarden Dollar ein, rund 13 Prozent seiner gesamten Importe. Von diesen Agrareinfuhren kam wiederum ein Großteil aus der EU, deren Umsatz mit Agrarexporten nach Russland sich 2013 auf umgerechnet knapp 16 Milliarden Dollar belief. Die Anteile der anderen sanktionierten Länder sind weitaus geringer, gleichwohl ergeben sich in einzelnen Sektoren deutliche Ausschläge: Rund ein Drittel seines importierten Fisches bezieht Russland aus Norwegen, für die Vereinigten Staaten ist Russland der zweitwichtigste Exportmarkt für Geflügel...

Manche Schätzungen führen die Hälfte des russischen Lebensmittelangebots auf Importe zurück. Für die bereits hohe russische Teuerung ist der Einfuhrstopp eine reale Gefahr. Die Inflation beträgt schon jetzt 7,5 Prozent und liegt damit weit oberhalb der von der Notenbank angestrebten Höchstgrenze von 6 Prozent. Wie Analysten der Alfa Bank ausführen, hatte bereits die aus vorgeblich gesundheitlichen Gründen seit Jahresbeginn eingeschränkte Einfuhr von Fleisch (unter anderem ein Verbot von Schweinefleisch aus der EU) gravierende Folgen und führte dazu, dass die Fleischpreise im Juli 11 Prozent höher lagen als noch vor einem Jahr. Die Regierung ist sich dieses Risikos offenbar sehr bewusst: Medwedjew warnte Einzelhändler am Donnerstag davor, wegen der Sanktionen die Preise zu erhöhen und sich an der Lage zu bereichern.

Mein Kommentar: Eine erstaunliche Entwicklung zeitigt sich in USA Ria Novosti teilt mit: "Mark Weisbrot, Ko-Direktor des Washingtoner Zentrums für ökonomische und politische Studien, am Donnerstag in einem RIA-Novosti-Gespräch:... Sanktionen gegen Russland sind im Hinblick auf (Regeln) der Welthandelsorganisation (WTO) gesetzwidrig...Auch Russland ist in der Lage, die finanziellen Interessen der anderen Seite zu beeinträchtigen. Eben deshalb hatten die US-Handelskammer und der Nationale Industriellenverband - die zwei größten Lobbyistengruppen in den USA - ganze Seiten in größten amerikanischen Zeitungen gekauft, um den Appell abdrucken zu lassen, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben“, betonte Weisbrot..."

Der Ukraine Konflikt schwelt schon lange, das Sanktionsgeschrei ebenfalls und Moskau hatte Zeit sich vorzubereiten. Erst vor 2-3 Wochen besuchte Putin lateinamerikanische Länder von Kuba bis Argentinien, war in China und Indien ect.. Verabredet wurde u.a. der zukünftige Import von Hähnchen aus Brasilien, Rindfleisch aus Argentinien.etc... Süddeutsche "An diesem Donnerstag soll es Gespräche mit den Botschaftern Ecuadors, Brasiliens, Chiles und Argentiniens geben, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf die Lebensmittelaufsicht. Die hat nach eigenen Angaben 91 brasilianische Lebensmittelhersteller für den russischen Markt zugelassen. Der brasilianische Branchenverband erklärte umgehend, man sei bereit zu helfen, um die dadurch entstehende Angebotslücke zu schließen. Brasilien könne 150 000 Tonnen Geflügelfleisch pro Jahr liefern. Aber auch Weißrussland hat seine Hilfe angeboten. Das Land wolle vor allem Milchprodukte nach Russland liefern, berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti."

All diese Länder litten unter der Abhängigkeit von und dem Diktat westlicher Geldgeber. Gemeinsam suchen sie nun neue Wege der Entwicklung ihrer Volkswirtschaften. Dieser Block (BRICS und die damit verbundenen kleineren Ökonomien) wird stärker, während Europa sich durch diese Sanktionspolitik ins Aus manövrieren lässt, angeführt wie immer von der Führungsmacht USA. Ob da nicht Hochmut vor dem Fall kommt? Oder ewige Gefolgschaft schadet? Den möglichen Verlust für die europäischen Produzenten schätzt der Vertreter der Europäischen Union in Moskau, Vygaudas Ušackas, auf bis zu zwölf Milliarden Euro. Wobei es verstärkt wieder exportschwache Länder wie Italien, Frankreich, Litauen, ect... trifft. Während die russische Bevölkerung das ganze mehrheitlich gelassen nimmt. Sie vertrauen, dass sie Ersatz im In-und Ausland finden werden.


Westen ist bereit, 90 Milliarden $ zu verlieren - Geniestreich der Schildbürger in Brüssel(Quelle:Einarschlereth)

Welch ein Schildbürger-Geniestreich! Die EU-Unterhändler mit den USA haben erreicht, dass Europa - und da natürlich vor allem die Völker und nicht Hollande/Merkel - die Last der Sanktionen trägt und die USA händereibend zuschaut. Am schlimmsten wird ja sein, wenn die Bürger sich den Arsch abfrieren, weil Russland entweder Kürzungen oder saftige Erhöhungen für sein Gas einführen wird. Auf das amerikanische versprochene Gas werden sie jedenfalls lange warten können, und wenn welches kommt, wird es noch teurer als das russische mit Erhöhung sein. Obendrein haben diese Schlauberger in Brüssel "übersehen", dass Russland der ganze Zirkus viel weniger treffen wird. Denn erstens hat Russland einen sehr, sehr finanzkräftigen Verbündeten - nämlich China. China hat bereits angeboten, entweder die Brücke über den Kertsch-Sund oder einen Tunnel mit zwei Gleisen, 6-spuriger Autobahn und Kanälen für Gas und Strom sowie den entsprechenden Verkehranschlüssen und Hafeninfrastruktur zu bauen. Noch ein Punkt. Putin hat bereits angekündigt, dass die Sanktionen Russland die goldene Gelegenheit bieten, die Importe durch Eigenproduktion zu ersetzen. Sie sind für die russischen Führer ein nützliches Signal, in die eigene Ökonomie zu investieren, statt russisches Kapital im Ausland arbeiten zu lassen. Der Gouverneur von Krasnodar Alexander Tkatschow sagt zu ria-novosti, dass sie "dem Land die Chance geben, ein ganz neues Niveau zu erreichen, auch wenn es eine schwerer Weg sein wird. Unsere 'Freunde' im Westen, EU und USA, erwarten, dass diese Sanktionen die ökonomische Kraft des Landes untergraben und die Selbständigkeit unseres Staates brechen wird. Für uns ist dies eine Chance, viele Prozesse in Gang zu setzen, viele Industrien zu bauen, die uns unabhängiger von ausländischen Märkten machen. ... Das ist eine Möglichkeit, die Wirtschaft auf ein ganz neues Niveau zu heben und neue Märkte zu entwickeln, nicht nur im Ölsektor, sondern durch kleine und mittelgroße Unternehmen." Dies ist letztlich seit langem das Ziel von Putin gewesen, aber seine Oligarchen hatten wohl wenig Interesse, sich mit Kleinkram zu beschäftigen. Jetzt werden die Umstände und er sie dazu zwingen. Und das an Rohstoffen so arme Europa wird das Nachsehen haben. Wie gesagt: ein Geniestreich der Schildbürger in Brüssel.

Mein Kommentar: Noch nicht eingepreist sind hier die allerneuesten Sanktionen bezüglich des Importstopps für Lebensmittel durch Russland.


Protest gegen TTIP - Rote Karte für TTIP und Ceta(Quelle:Süddeutsche)

Durch die Abkommen mit den USA und Kanada werden Jobs verschwinden. Die Europäer müssen aufwachen und aktiv werden... Umwelt- und Sozialstandards, Agrarpolitik, Gentechnik, Tier- und Verbraucherschutz, Energie- und Klimapolitik, Datenschutz, Kulturpolitik, Finanzdienstleistungen, öffentliche Dienstleistungen - alles dies steht bei den Verhandlungen direkt oder indirekt auf dem Prüfstand. Und das auch noch hinter verschlossenen Türen. Wen wundert es also, wenn der Widerstand gegen TTIP und das fast fertige Abkommen mit Kanada (Ceta) immer größer wird?...Was tatsächlich verhandelt wird, kann auch weiterhin nicht überprüft werden. Heerscharen von Juristen in Kommission und Lobbyverbänden arbeiten an der Formulierung von Vertragstexten, aber die Bürger Europas werden mit ein paar weichgespülten Positionspapieren abgespeist. Abgeordnete dürfen demnächst Dokumente in Lesesälen einsehen, keine Notizen machen und sie schon gar nicht mit ihren Wählerinnen und Wählern besprechen. Diese Vorgehensweise ist schon ein Skandal für sich. Und die bisher "geleakten" Texte bestätigen zudem die schlimmsten Befürchtungen. Aber vielleicht hat die EU-Kommission auch recht und europäische Standards werden wirklich nicht gesenkt, nur eben praktisch bedeutungslos - dann nämlich, wenn EU- und US-Standards wechselseitig anerkannt werden. Beispiel Zulassung von Chemikalien: Wer würde schon das aufwändige europäische Verfahren REACH beschreiten, wenn es auch nach dem einfacheren amerikanischen Verfahren ginge? ... Im Kern geht es darum, Staaten und multinationale Unterneh­men rechtlich auf eine Stufe zu stellen, damit diese über Schiedsgerichtsverfahren (ISDS) staatliches Wohlverhalten oder Schadensersatz einklagen können. Manches Gedankengut mutet an, als hätte es eine Finanzkrise und eine Bankenrettung mit Geld der Steuerzahler durch die Staaten nie gegeben!

150 000 Bürger haben sich an der Konsultation zu ISDS beteiligt. Der Kommission ist dazu bisher nicht mehr eingefallen, als dies als "Attacke und organisierten Angriff auf die Kommission" zu bezeichnen und Änderungen bei Ceta auszuschließen, wohl wissend, dass viele US-Unternehmen klagefähige Tochterunternehmen in Kanada haben. Die Bundesregierung hat bisher ISDS in Ceta und TTIP als nicht notwendig bezeichnet. Sie muss nun Farbe bekennen und ISDS in den Verträgen ausschließen. Dabei spricht sich immer mehr herum, dass TTIP eher Arbeitsplätze kosten als bringen wird. Selbst im besten Szenario bleibt das zusätzlich erreichbare jährliche Wachstum unter der Nachweisgrenze. Den neu entstehenden Jobs im Exportsektor stehen massive Arbeitsplatzverluste vor allem in der Landwirtschaft, aber wohl auch im Dienstleistungssektor und im Kulturbereich gegenüber.

Jetzt ist es an den Bürgern in Europa selbst, die Stimme zu erheben. Leider sehen die europäischen Verträge eine europäische Volksabstimmung nicht vor. Deswegen werden wir das Instrument der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) nutzen, das mit dem Lissabon-Vertrag neu in der EU eingeführt worden ist. Es ist zwar formal schwach, kann aber politisch mächtig werden, wie das Beispiel der EBI "right2water" gezeigt hat. Auf ihren Druck hin wurde die Wasserversorgung aus der Dienstleistungs-Konzessionsrichtlinie ausgenommen. Ab September werden wir mit unserer EBI "Stop-TTIP" daran arbeiten, TTIP und Ceta zu stoppen. Stop-TTIP wird das gemeinsame Projekt einer europäischen Bürgerbewegung, es soll den Widerstand gegen die bürgerferne und undemokratische Handelspolitik der EU in ganz Europa verankern.

Mein Kommentar: Die Süddeutsche will sich offensichtlich bei dieser Stopp-TTIP Aktion engagieren, werbewirksam zugleich für die Zeitung. Ob sie durchhält, oder wie bei den weltweit geleakten Steuerdateien klein beigibt und wie damals nach großer Ankündigung in befohlenes Schweigen verfällt?



Portugal zeigt, dass die Bankenabwicklung eine frommer Wunsch bleibt.(Quelle:Handelsblatt)

Habe ich da was verpasst? HRE und Commerzbank, IKB und Hypo Alpe Adria, Zypern und Spanien, Frankreich und Großbritannien, Brüssel und Berlin - in allen Geldhäusern Europas, in allen Ländern und in den europäischen Institutionen gab es in den vergangenen Jahren ein Thema. Ich könnte auch sagen: DAS Thema. Es lautet: Wie wickelt Europa eine kaputte Bank so ab, dass die Auswirkungen auf Anleger, Sparer und Steuerzahler überschaubar bleiben.

Sechs Jahre nach Lehman haben wir uns dieses Jahr schließlich auf einen Prozess verständigt. Und dann kommt diese portugiesische Bank, Espirito Santo mit Namen, und wird so selbstverständlich gerettet, als ginge es um einen Zweijährigen, der ins Sprungbecken gefallen ist. Der Staat stellt dazu bis auf weiteres Geld zur Verfügung, das er sich wiederum aus europäischen Rettungsprogrammen leiht. Der Mechanismus unterscheidet sich nur unwesentlich von dem, was wir in Sachen Rettung seit Jahren gewohnt sind. Man muss wahrlich kein Sherlock Holmes sein, um darin ein Indiz dafür zu sehen, dass die Bankenabwicklung in Europa ein Phantasiegebilde bleibt, das auf Dauer nur im Poesiebuch der EU-Kommission sein Dasein fristet. Da steht vermutlich: „Gesetze kommen, Gesetze gehen, europäische Banken bleiben ewig bestehen.“

Mein Kommentar: Ähnlich schreibt die FAZ Espirito Santa Wieder mit Steuergeld Noch einmal muss eine Bank mit Staatsgeldern gerettet werden, diesmal in Portugal. Und vieles spricht dafür, dass der Fall des Banco Espírito Santo (BES) nicht der letzte ist... Die BES-Rettung ist besonders unerfreulich, weil sie nicht einfach durch den portugiesischen Staat erfolgt. Vielmehr sind über die Kredite des Krisenfonds EFSF die europäischen – und damit auch deutschen – Steuerzahler involviert. Die Rettung ist zwar schon „eingepreist“, weil sie aus für diesen Zweck bestimmten Mitteln des internationalen Hilfsprogramms für Portugal finanziert wird. Dennoch bleibt die Frage, ob die Bankenrettungsgelder je zurückgezahlt werden...Portugals Führung und Notenbank hofften lange, die ins Strudeln geratene Espírito-Bank ohne Steuergeld zu erhalten. Doch kein privater Investor wollte Geld geben. Übrig blieb nur der Staat mit Steuergeldern.


Bau des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 beginnt(Quelle:Epochtimes)

Begleitet von Protesten beginnen heute die Bauarbeiten für den umstrittenen Tiefbahnhof in der Stuttgarter Innenstadt. Damit geht die Deutsche Bahn das zentrale Vorhaben für das Milliarden-Projekt Stuttgart 21 an. Dessen Gegner erwarten am Vormittag mehrere hundert Demonstranten im Schlossgarten - dem Ort, an dem vor rund vier Jahren der Streit mit den Bürgern tobte und ein Polizeieinsatz eskalierte. Von Ende 2021 an soll der Tiefbahnhof mit unterirdischen Gleisen den jetzigen Kopfbahnhof ersetzen.

Mein Kommentar: Wird das BER (Berlin Airport) Nr. 2 ?


Die EU gibt Europa keine Chance(Quelle:Geolitico)

Hinter den Kulissen steigt die Nervosität: Griechenland benötigt einen neuen Schuldenschnitt. Doch der würde voll auf die europäischen Staatshaushalte durchschlagen...Entgegen aller Beteuerungen, welche die griechische Regierung noch Anfang Juli von sich gab, benötigt das Land im Südosten Europas bald doch wieder frisches Geld... Die griechische Wirtschaft kommt nicht in Schwung, die Schulden steigen von Rekordniveau zu Rekordniveau (Primärüberschüsse sind halt keine echten Überschüsse), die Arbeitslosigkeit hingegen kommt von jenem nicht herunter (27 Prozent!) und nichts, wirklich gar nichts, deutet daraufhin, dass sich diese Situation irgendwann einmal bessern könnte. Entsprechend kommen aus dem Umfeld des griechischen Ministerpräsidenten Forderungen nach einem neuerlichen Schuldenschnitt in Verbindung mit (noch) längeren Laufzeiten und (noch) niedrigeren Zinsen für die verbliebenen Anleihen...Ungünstig ist dabei nur, dass inzwischen ein Großteil der griechischen Schulden von den Staaten der Eurozone, dem EFSF, der EZB und dem IWF gehalten werden – insgesamt rund 90 Prozent der Schulden Griechenlands sind in öffentlicher Hand. Mit anderen Worten: Ein Schuldenschnitt würde diesmal direkt auf die Staatshaushalte, insbesondere natürlich den der Deutschen durchschlagen. Zwar wurde uns seit Anbeginn der Rettungsmaßnahmen immer wieder versprochen, dass die Maßnahmen Deutschland nicht einen einzigen Cent kosten werden, sondern im Gegenteil die Republik auch noch davon profitieren würde, aber es gilt eben überall in „Europa“ das geflügelte Wort des neuen EU-Kommissionschefs Juncker: „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“

Einen drohenden neuerlichen Schuldenschnitt konterte nun das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) mit einem ganz neuen Vorschlag[1]. Anstatt eines Schuldenschnitts sollen die Anleihen in BIP-indexierte Kredite umgewandelt werden. Die Zinsen sollen also flexibel sein und von der BIP-Entwicklung des Landes abhängen. Wächst die Wirtschaft, hätte es steigende Zinsen zur Folge, schrumpft die Wirtschaft, sänken dementsprechend die Zinsen. Die Ökonomen um den Weltbankberater und Harvard-Absolventen Marcel Fratzscher kommen nämlich zu dem Schluss, dass Griechenlands Problem gar nicht die hohen Schulden, sondern die hohen Zinszahlungen sind. Allein diese „Erkenntnis“ ist schon reichlich wunderlich, denn schließlich sind hohe Zinszahlungen in der Regel eine direkte Folge von hohen Schulden. Es sei in diesem Zusammenhang auch daran erinnert, dass Griechenlands Zinssätze so niedrig wie noch nie in der Geschichte des Landes sind. Vor der Einführung des Euros waren Zinssätze jenseits von 20 Prozent die Regel für griechische Anleihen. Tatsächlich machte die Euroeinführung und die damit einhergehenden sinkenden Zinsen die Verschuldungsorgie in Griechenland (und Irland, Spanien, Italien, Portugal etc. pp.) überhaupt erst möglich. Heute, trotz Rekordschulden und wirtschaftlicher Depression, sind es gerade mal zwischen 1,25 und 5,25 Prozent Zinsen, die Griechenland zahlen muss. Zudem zahlt Athen auf einen guten Teil der Schulden gar keine Zinsen. Für den Großteil der Kredite der EU-Partner nämlich sind die Zahlungen bis 2021 ausgesetzt, getilgt wird ebenfalls frühestens ab 2020. Bei solchen Bedingungen und jahrzehntelangen Laufzeiten wäre es angemessener, von Geldgeschenken als von Krediten zu sprechen...Athen hingegen hat es seit dem EU-Beitritt 1981 nicht einmal geschafft, ein funktionierendes Katasteramt zu gründen, trotz hunderter Millionen an Fördergelder für genau diesen Zweck aus Brüssel. Und natürlich wären Griechenlands Schulden kein Problem, würde das Land einen Wirtschaftsboom erleben, Vollbeschäftigung herrschen und jeder seine Steuern zahlen. Aber das ist nicht der Fall, und das Land wird niemals einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben... Es ist, als würden die Angestellten eines Porzellanladens Erklärungen für all die Scherben liefern, ohne dabei auf den zwei Meter großen Elefanten einzugehen, der mitten im Geschäft steht.

Wäre Griechenland 2010 aus der Eurozone und in die Pleite entlassen worden, bestünden vier Jahre und wenigstens 240 Milliarden Euro später alle diese Probleme nicht – zumindest für Griechenland. Das Land hätte sich inzwischen weitestgehend saniert...Das Leben der Griechen wäre dann zwar bescheiden, aber die allermeisten hätten wieder ein Auskommen und die griechische Gesellschaft insgesamt wäre freier und könnte sich auf ihre eigenen Stärken besinnen. Vielleicht wäre es den griechischen Bürgern im Zuge eines echten Staatsbankrotts sogar gelungen, ihre Gesellschaft aus den Klauen jener zwei, drei Handvoll Oligarchenfamilien zu befreien, die Hellas seit dem 2. Weltkrieg beherrschen und nach Belieben ausplündern (Stichwort: Steuerfreiheit für Reedereien).... Solange aber das Land in der Eurozone verbleibt, wird ein Rettungsversuch den nächsten ablösen, ein Schuldenschnitt wird dem anderen folgen und zahlreiche Ökonomen werden mit sinnlosen Vorschlägen aufwarten. Jedes Mal wird es kurzfristig die Hoffnung geben, dass sich nun alle Probleme in Wohlgefallen auflösen und jedes Mal wird diese Hoffnung enttäuscht werden.

Mein Kommentar: Konkrete Daten im nächsten Link zu GRE bestätigen die obigen Aussagen. Da hilft es nur wenig, wenn die US-Ratingagentur Moody's Griechenlands Kreditwürdigkeit um zwei Stufen heraufgesetzt. Die Bonität des Landes werde nun mit "Caa1" statt mit "Caa3" bewertet und mit einem stabilen Ausblick versehen.


40 Prozent der Arbeitnehmer in Griechenland verdienen maximal 630 Euro(Quelle:Griechenlandblog)

Vier von zehn Griechen, die noch einen Arbeitsplatz auf dem privaten Sektor haben, werden auf Monatsbasis mit weniger als 750 Euro brutto bzw. ungefähr 630 Euro netto entlohnt. Der Anteil der Arbeitnehmer dieser Kategorie hat sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Wenn die Einkommensteuern und Versicherungsbeiträge berücksichtigt werden, ist in Griechenland der durchschnittliche Monatslohn mittlerweile auf 817 Euro gesunken. Abgesehen von den offensichtlichen Auswirkungen – Rückgang des Konsums, geringere Einnahmen aus Einkommensteuern für den Staat – berühren diese auch den größten Versicherungsträger des Landes. Nach dem Rückgang der Löhne auf dem privaten Sektor um 18% innerhalb der Periode 2010 – 2013 tendieren die durchschnittlichen Bezüge der Arbeitnehmer auf dem Privatsektor sogar auch unter die durchschnittlichen Bezüge der Rentner zu rutschen – mit allem, was dies natürlich für das Morgen der IKA mit sich bringt...

Die der “K” (Kathimerini) vorliegenden statistischen Daten für Dezember 2013 geben die kontinuierliche Verschiebung der Arbeitnehmer zu den unteren Einkommensstufen wieder: 39,3% der Arbeitnehmer des privaten Sektors (629.895 Beschäftigte) werden mit weniger als 750 Euro im Monat entlohnt. Der entsprechende Anteil für das Jahr 2012 betrug 31,1% (440.423 Beschäftigte) und für das Jahr 2011 gerade einmal 20,5% (306.861 Beschäftigte). Diese Bezüge sind Bruttobezüge. Wenn die Steuern und Versicherungsbeiträge berücksichtigt werden, ergibt sich, dass vier von zehn Arbeitsnehmern Ende 2013 weniger als 630 Euro netto in die Tasche bekamen. Es ist anzumerken wert, dass die konkrete Verteilung sich nur auf die gewöhnlichen Unternehmen und nicht den Bausektor beziehen, wo die durchschnittlichen monatlichen Bezüge noch niedriger liegen und logischerweise die Verteilungen entsprechend beeinflussen. Die Autoren des Berichts des vergangenen Jahres über die Einkommen für die Versicherten der IKA hatten spezieller bei dem Umstand verharrt, dass einer von vier Arbeitnehmern Ende 2012 mit niedrigeren Bezügen als denen des ungelernten Arbeiters entlohnt wurden. 2013 schoss dieser Anteil auf 33% empor, während er Ende 2011 gerade einmal 17% betrug. Auch dies ist ein Beleg für die immer schwerere Rezession, in welche die griechische Wirtschaft gelangte. Ebenfalls wurde im Bericht des vergangenen Jahres aufgezeigt, dass jeder Zweite weniger als 1.034,59 Euro (brutto) erhielt. Diese Grenze ist mittlerweile unter 950 Euro gesunken. Die durchschnittlichen Monatsbezüge der Arbeitnehmer sanken von 1.267 Euro gegen Ende 2009 auf 1.037 Euro gegen Ende 2013. Die Nettobezüge gingen von 1.014 auf 817 Euro zurück...

Einer von vier Versicherten der IKA ist inzwischen unter Teilzeitarbeitsbedingungen beschäftigt, also für einige Stunden in der Woche. Wie aus den offiziellen Daten des Sozialversicherungsträgers IKA hervorgeht, stieg innerhalb von gerade einmal zwei Jahren die Anzahl der – im Durchschnitt mit weniger als 440 Euro brutto bzw. 370 Euro netto entlohnten – Teilzeitbeschäftigten um 41,76% an: Gemäß der Bestandsaufnahme des Jahres 2011 betrug die Anzahl der unter Teilzeitarbeitsbedingen Beschäftigten 275.618 (98.993 Männer und 176.625 Frauen). Im Dezember 2013 erreichte die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten 390.740 Personen (158.579 Männer und 232.161 Frauen). Die Anzahl der teilzeitbeschäftigten Männer stieg also um 60,19% und der teilzeitbeschäftigten Frauen um 31,44% an. Die Anzahl der vollzeitbeschäftigten Versicherten blieb dagegen ungefähr auf den selben Niveaus erhalten, was beeindruckend ist, wenn man den Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Periode 2011 – 2013 berücksichtigt.

Mein Kommentar: Im Durchschnitt mussten alle Arbeitnehmer (Privatwirtschaft) mit 20 % weniger Lohn auskommen, wobei der Niedriglohnsektor in Form von Teilzeitarbeit enorm zunimmt. Die Einnahmen des Staates, Lohn- und Umsatzsteurer sinken damit wie oben erwähnt ebenfalls. Politik der Globalisierer vereint mit Euroland machen es möglich.


NSA: Erschreckende Erkenntnisse vom nächsten Insider(Quelle:Süddeutsche)

Die Geheimdokumente, die Dienstagnacht an die Öffentlichkeit gelangten, sind Dokumente der Maßlosigkeit: Die amerikanischen Sicherheitsbehörden halten demnach etwa eine Million Menschen für potenzielle Terroristen, eine Stadt im US-Bundesstaat Michigan, in der besonders viele Muslime leben, steht unter besonderer Beobachtung. Außerdem finden sich 280 000 Menschen auf einer Verdächtigenliste der US-Behörden, die selbst in den Augen der Ermittler gar keine bekannten Verbindungen zu Terrorgruppen haben. Wer hoffte, dass die amerikanischen Geheimdienste aus den jüngsten Skandalen gelernt haben, wird damit - erneut - eines Besseren belehrt... Demnach haben die US-Behörden eine Datenbank mit den biometrischen Daten von 130 000 Personen angelegt. 62 794 Menschen werden beobachtet, weil sie den Taliban nahestehen sollen, 21 199 der Hamas und 11 275 der kolumbianischen Guerilla. Waren es 2001 lediglich 16 Leute, die in Amerika keine Flugzeuge besteigen durften, sind es heute 47 000. Tendenz steigend.

Veröffentlicht hat die aufschlussreichen Dokumente das Enthüllungsportal The Intercept, das von Ebay-Gründer Pierre Omidyar finanziert und vom Snowden-Vertrauten Glenn Greenwald geleitet wird... Sie enthüllen, dass die CIA ein Programm namens "Hydra" nutzt, das im Verborgenen Datenbanken anderer Staaten durchsucht und absaugt. Es sind erschreckende Erkenntnisse... Dieses Mal ist aber lediglich von "einer Quelle in der Geheimdienstgemeinde" die Rede. Auf einem Dokument, das auf der Homepage von The Intercept einzusehen ist, steht außerdem ein Datum: August 2013. Zu diesem Zeitpunkt war Snowden schon längst auf der Flucht, er lebte bereits im Moskauer Exil. Als Quelle für die neueste US-Geheimdienst-Enthüllung scheidet er also aus.... Es handelt sich um Dokumente, die mit dem Label "Secret" versehen sind, viele der Abertausenden Dokumente aus dem Fundus von Edward Snowden dagegen waren noch geheimer: "Top secret". Was man schon jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen kann: Snowden ist längst nicht mehr der Einzige, der verräterisches Material aus dem Innersten der amerikanischen Geheimdienste an die Öffentlichkeit bringt. So berichtete der Spiegel Ende 2013 über eine NSA-Abteilung namens "Acess Network Technology", die geheime Hintertüren in Computer-Hardware, etwa Server, einbaue, um die Nutzer zu überwachen. Die Quelle für diese Enthüllung war dem Vernehmen nach nicht Snowden. Auch der Bericht des Spiegel, wonach das Handy von Angela Merkel abgehört wurde, soll nicht - oder nicht nur - auf Snowden-Material basieren, so jedenfalls wird es in Berlin gemunkelt... Womöglich müssten die amerikanischen Geheimdienste also nicht nach einem zweiten Edward Snowden fahnden, sondern bereits nach einem dritten - womöglich gar einem vierten.

Mein Kommentar: Diese Nachrichten können doch niemanden der regelmäßig liest noch erschrecken. Natürlich werden die abgesaugten Daten durchforstet und es werden Dateien angelegt.

Was in Syrien, Irak, Gaza, Berg Karabach, Afghanistan und der Ukraine derzeit geschieht ist aktuell m.E. erschreckender. Diese fleißigen Dienste schützen die Menschen nirgendwo vor all dem. Die Zusammenarbeit der Geheimdienst zwischen den Staaten ist bekanntlich funktionsfähig. Speziell bezahlt man dafür Geheimdienstkoordinatoren, die andere Staaten informieren, wenn es um Terror z.B. geht. Die Geheimdienste der Israelis, dar USA, England BND usw.: Wieso haben sie nicht gewarnt, dass eine bestens mit Fahrzeugen und modernen Waffen ausgerüstete ISIS Truppe sich vorbereitet den Irak zu erobern, wie einst die Taliban Afghanistan eroberten. Mit Macheten und Messern und ein paar Kalaschnikow geht so etwas nicht. Woher bekamen sie die moderne Technik, die Geheimdienste wissen, aber die Regierungen schweigen und kochen weiter ihre trüben Suppen.


Privatkredite: Jeder Dritte Amerikaner von Inkasso-Firmen verfolgt(Quelle:DWN)

In den USA werden 77 Millionen Bürger von Inkasso-Unternehmen verfolgt, weil sie fällige Rechnungen mehr als sechs Monate lang nicht bezahlt haben. Das ist mehr als ein Drittel aller Konsumenten. Der Bericht des Urban Institute analysierte die Kreditdaten von TransUnion, einer der größten Wirtschaftsauskunfteien der USA. Die Forscher ermittelten die Zahl der US-Bürger, die ihre Rechnungen nicht zahlten. Dabei suchten sie nach Kreditkartenrechnungen, Unterhaltszahlungen, Strom- oder Arztrechnungen, die so sehr überfällig waren, dass eine Drittpartei eingeschaltet wurde. Wenn Schulden mehr als 180 Tage überfällig sind, können sie an ein Inkassounternehmen übergeben werden. Dies bleibt dann über sieben Jahre in den Kreditdaten des Schuldners gespeichert. Rund 35 Prozent der US-Bürger mit Kreditdaten haben solche Schulden. Diese Zahl bestätigt eine Analyse der Federal Reserve aus dem Jahr 2004, wonach 36,5 Prozent der Amerikaner von Inkassounternehmen verfolgt werden.

Die Höhe der nicht bezahlten Rechnungen variiert zwischen 25 und 125.000 Dollar. Der mittlere Betrag (Median) liegt bei 1.350 Dollar. Vor allem Amerikaner im Süden der USA sind von dem Problem betroffen. In den Bundesstaaten Nevada und South Carolina steht knapp die Hälfte der Bürger in den Akten der Inkassounternehmen. Selbst wenn die Inkasso-Unternehmen das geschuldete Geld gar nicht eintreiben, ist der Schaden für die Betroffenen möglicherweise enorm. Denn ihre Kreditwürdigkeit, ähnlich der deutschen Schufa-Bewertung, ist über Jahre beschädigt. Dadurch gelangen sie schwieriger an neue Kredite, sogar die Job-Chancen sinken... Besonders betroffen von der Schuldenlast ist die junge Generation. Jeder zweite junge Amerikaner zwischen 22 und 33 gibt etwa die Hälfte seines Monatsgehalts zur Tilgung von Kreditkarten-Schulden, Hypothekenzahlungen und Studentenkrediten aus.

Mein Kommentar: Verzugszinsen und/oder Überziehungszinsen, auch das Inkassobüro schlägt seinen Obolus drauf - Pfändung erfolgt. Niemand wünscht sich wohl in eine solche Situation zu kommen, denn ohne eigenes zutun wächst und wächst dann der Schuldenberg.


Goldman Sachs Adds U.S. Dark Pool to Regulatory Review List(Quelle:Businessweek)

Goldman Sachs Group Inc. added its U.S. alternative-trading system to a list of items that are under review by governmental and regulatory bodies. Goldman Sachs made the disclosure today in its quarterly filing with the Securities and Exchange Commission. The New York-based firm didn’t specify who is investigating or what stage the process is in. New York Attorney General Eric Schneiderman has said he’s investigating the arrangements between alternative-trading systems, also known as dark pools, and high-frequency trading firms.

Mein Kommentar: Ausgerechnet Goldman Sachs erschien erstaunlich lange nicht im Visier der Staatsanwaltschaft. Bevor sich die Staatsanwälte an diese Machtzentrale heranarbeiteten, traf es bereits viele Investmentbanken, die um das Zentralgestirn Goldman kreisen. Möglicherweise hat nun die Staatsanwaltschaft Goldman genug eingekreist d.h. genug belastendes Material zusammengetragen-dank genug Aussagewilligen.


Angriffe aus der Luft - Mit diesen Waffen will die USA Isis bezwingen(Quelle:Bick)

Vor eineinhalb Monaten kündigte Barack Obama an, vor Luftschlägen im Irak nicht zurückzuschrecken. Nun hat die USA mit der Ankündigung ernst gemacht. Nachdem die US-Army bislang nur Aufklärungsflüge über dem Irak geflogen ist und Militärbeobachter die Bewegungen der vorrückenden Isis-Truppen beobachteten, haben gestern nun zwei Kampfflugzeuge einen ersten Angriff geflogen und Bomben über Stellungen der Isis nahe Erbil abgeworfen. Zum Einsatz kamen zwei Jets des Typs F/A-18. Sie waren auf dem Flugzeugträger USS George W. Bush stationiert, der seit Mitte Juni im Persischen Golf liegt. Die 220-Kilo-Bomben sind lasergesteuert und daher äusserst präzis. Die Geschosse werden auch als «intelligente Bomben» («smart bombs») bezeichnet, da die Flugbahn nach dem Abschuss gesteuert werden kann. Doch nicht nur F/A-18-Jets mit Bomben an Bord stehen auf dem Flugzeugträger im Persischen Golf zum Angriff bereit. Unter anderem befinden sich auch eine Staffel Boeing EA-18 Growler – Kampfflugzeuge zur elektronischen Kriegsführung –, Marinehelikopter und Frühwarn-Flugzeuge in Stellung. Über 6000 Menschen arbeiten an Bord des modernsten Flugzeugträgers der Welt. Bis zu 85 Flugzeuge finden auf dem 332 Meter langen Schiff Platz. Weiter sind die zwei Lenkwaffenkreuzer USS Philippine Sea und USS Truxtun im Persischen Golf stationiert. Die über 150 Meter langen Schiffe fassen zusammen über 200 Raketenabschuss-Zellen. Von ihnen können unter anderem Tomahawk-Geschosse mit einer Reichweite von bis zu 2500 Kilometern gefeuert werden. Die USA ist also bestens gerüstet, um die Luftangriffe auf weitere Artilleriegeschütze der Isis im Norden und Westen des Iraks auszuweiten.

Nebst den gezielten Luftschlägen, mit denen die Dschihadisten geschwächt werden soll, hat die USA gestern erstmals auch Hilfsgüter über den Luftweg verteilt. Sie warf diese über dem Sindschar-Gebirge im Norden des Landes ab, wo Zehntausende Jesiden eingekesselt sind – ohne Lebensmittel und Zugang zu Wasser. «Amerika kommt, um zu helfen», sagte Obama heute an einer Pressekonferenz. «Wenn Tausende unschuldiger Zivilisten in Gefahr sind, getötet zu werden und wir die Kapazität haben, zu helfen, werden wir aktiv.» Einzig den Einmarsch von Bodentruppen schliesst die USA weiterhin kategorisch aus.

Mein Kommentar: Im nordirakischen Kurdengebiet mit der Hauptstadt Erbil, sind noch US-Truppen stationiert und auch noch US Ölexplorer am Bohren und Schürfen. Hier muss natürlich Obama Schützenhilfe leisten.

Die Regierung Maliki dagegen hat die US Ölfirmen und das US Militär nicht mehr haben wollen. Hauptsächlich deshalb ist Maliki in Ungnade gefallen und US Hilfe hat er bisher kaum erhalten. Andere Nationen wir Iran und Russland haben Hilfe angeboten den Vormarsch der ISIS Truppen im Irak zu stoppen. Nun, wird auch Obama der Regierung in Bagdad helfen müssen, allerdings nicht mit Bodentruppen. Das hatte man ja 2003 durchgespielt und vom Ergebnis war man in der USA zuletzt nicht entzückt. Der ganze Irak Feldzug hat einzig Blackwater und die Waffenindudtrie bereichert. Strategisch und für die Ölexploration war das auf lange Sicht nicht rentabel. Die Iraker verweigerten das Mitspiel in dieser Liga.

Eine so gut gerüstete Truppe wie ISIS entsteht nicht von heute bis morgen, diese Dienste und ihre Regierungen konnten wissen, nur wir Normalbürger tappen im Dunkeln, wer hier sich was von dieser Truppe versprach - außer natürlich Syriens Bürgerkrieg am Laufen zu halten.


MH17: Wo bleiben die Fakten?(Quelle:MMNews)

Die Mainstream-Presse schießt auf Russland ein. Die entscheidenden Fragen werden jedoch bewusst ausgelassen: Wo sind die Fakten zu MH17 - werden die Daten etwa gerade zurechtfrisiert? Fast zwei Wochen ist es her, dass Malaysia Airlines MH17 abgeschossen wurde. Gleich nach dem Vorfall versprachen die USA einen "Berg von Beweisen". Angebliche Satellitenfotos sollten zeigen, dass Putin und seine Rebellen hinter der Tragödie steckt. Die Schuldfrage ist für SPIEGEL & Co. inzwischen längst geklärt - auch ohne Beweise.Das ist ein riesiger Skandal. Anstatt kritische Fragen zu stellen, betreiben die Medien eine nie Dagewesene Gehirnwäsche. Kritik der Leserschaft beantwortet DER SPIEGEL mit einem hetzerischen Leitartikel. Das ist eine völlig neue Dimension in der westlichen Presse...Entscheidende Fragen sind nach wie vor offen. Nicht auszuschließen, ja sogar wahrscheinlich ist, dass Kiew selbst MH17 abgeschossen hat. Genau dafür spricht jedenfalls im Moment die Faktenlage:

1. Warum hält Kiew die Fluglotsengespräche unter Verschluss?---- 2. Warum bombadiert Kiew die Absturzgegend und verhindert die Arbeit der Ermittler?---- 3. Warum zeigen die USA keine Satellitenbilder von angeblichen BUK-Raketensystem in den Händen der Rebellen?---- 4. Wieso haben die Rebellen die Blackbox übergeben?---- 5. Warum wurden Details der Blackbox ("Raketenabschuss") völkerrechtswidrig über die USA geleakt?---- 6. Warum gibt es immer noch keine offiziellen Veröffentlichungen zum Inhalt der Blackbox? Es gibt noch viel mehr Fragen. Auffällig ist, dass die Medien diese nicht stellen und stattdessen Russland mit emotionaler Propaganda überschütten. Zwei Wochen nach Abschuss von MH17 muss man nun das Schlimmste befürchten: Dass die entscheidenden Fakten und Daten entweder gar nicht mehr veröffentlicht oder dass sie entsprechend manipuliert werden. Wozu sonst braucht man so lange Zeit, Daten, welche mit Sicherheit vorhanden sind, freizugeben?

Für die Geheimhaltung westlicher Erkenntnisse in Sachen MH17 könnte es aber auch noch eine ganz andere Ursache geben, die bisher noch gar nicht diskutiert wurde: Russsische Rebellen und Kiew streiten bekanntlich jede Schuld ab. Vielleicht gibt es ja noch einen bisher unbekannten Dritten, der für den Abschuss verantwortlich ist? Ist das möglicherweise der Grund, warum die oben genannten Fragen bisher nicht beantwortet wurden?

Mein Kommentar: Die Auswertung einer Black Box zusammen mit den Untersuchungen am Wrack durch Experten braucht in der Regel Wochenoder Monate. Auch wurden die Daten nicht an England übergeben, sondern an die International Civil Aviation Organization, eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, die in England diese Daten auswertet. Dort gibt es eine spezielle Softwaretechnik speziell für die Auswertung einer Black Box. Im Falle derart großer Flugzeugunglücke findet immer eine internationale Untersuchung statt und an dieser Untersuchung nehmen im Falle der MH 17 auch russische Experten teil.

Trotzdem sind die meisten im Artikel genannten Fragen berechtigt. US Satelliten und Awac Flugzeuge waren in der Region. Jetzt (08. August) haben sich die Experten von der Absturzstelle wieder zurückgezogen, weil sie durch Beschuss gefährdet wurden. Die ersten OSZE Beobachter vor 2 Wochen waren noch unbehelligt geblieben und haben der Rebellentruppe ein gutes Zeugnis ausgestellt (dazu weiter unten einige Dokumentationen-Videos). Inzwischen zieht die ungarische Armee einen Ring um Donezk immer dichter, und damit die Fachleute in ihrer Arbeit behindernd. Verdächtig des bewussten Vertuchungsversuches macht sich so die Kiewer Junta.

Aus der USA hörten wir bereits, dass es sich beim Abschuss um ein Versehen handeln könne. Diensteifrig machten unsere Medien daraus, ein Versehen der Rebellen. Nur, welchen Vorteil sollen die sich davon versprochen haben? Heute weiß man aber, dass Putin in seiner Präsidentenmaschine zur selber Zeit über die Ukraine flog, nur 400 km hinter der abgeschossenen Airline Malaysisas.


Schockierende Analyse zum Abschuss der Malaysian MH 017 -Nachtrag(Quelle:Andere Welt)

Immer wieder wird argumentiert, die SU 25 habe eine Dienstgipfelhöhe von 7.000 Metern und kann so die MH 017 nicht abgeschossen haben. Wer sich auf Wikipedia kundig machen will, wird das bestätigt bekommen. Wer sich aber die Mühe macht sein Wissen auf Fachseiten zu erweitern, der erhält eine ganz andere Dienstgipfelhöhe: 14.600 Meter. Zum Beispiel hier: http://www.fliegerweb.com/militaer/flugzeuge/lexikon.php?show=lexikon-50 Dazu ist sagen: Bis Anfang Juli 2014 wurde in Wikipedia, sowohl in deutsch als auch in englisch, die Dienstgipfelhöhe der SU 25 mit „ca. 10.000 Meter“ angegeben. Jetzt finden sich an denselben Stellen nur noch 7.000 Meter. Im Wikipedia-Dikussionsforum ist eine erbitterte Diskussion über die richtige Dienstgipfelhöhe entbrannt. Im Handbuch „Flugzeuge der Welt“ von W. Green aus 1984, S. 208, wird die Dienstgipfelhöhe der SU 25 mit 10.670 Metern angegeben. Dieses Handbuch ist ein Standardwerk und bezieht sich im wesentlichen auf die Daten der „Janes“-Handbücher, die auch NATO-Referenz sind. Seit 1984 ist die Leistung der SU 25 verbessert worden. Hier der Link zum Interview mit dem kanadischen OSZE-Beobachter, der von Spuren an den Wrackteilen berichtet, die auf Beschuss durch schwere Maschinengewehre hindeuten: Youtube

Mein Kommentar: Was hier auffällt, ist die pünktliche "Datenveränderung" bei Wikipedia über die Steigungshöhe der SU 25 von 10 000 m Steighöhe -(so hoch flog die malaysische MH 17)- Anfang July herabgesetzt auf 7000 m. Die SU 25 und eine zweite Kampfmaschine sind bekanntlich aufgestiegen zur Malaysia Boeing MH 17 und stehen im Verdacht diese durch Schüsse ins Cockpit zum Absturz gebracht zu haben. Dazu gibt es bereits einige ernsthafte Hinweise, die im Link oben nachzulesen sind.

Hinweise, dass Daten im Internet von Diensten umgeschrieben werden können, wissen wir bereits von Snowden. Auch besteht eine Vereinbarung, dass Wiki verpflichtet ist brisante Daten betreffend Staatsicherheit nicht zu veröffentlichen. Geben Staaten Wiki den Auftrag dazu oder machen sie die Änderung selbst ist zweitrangig. Wessen Staatsicherheit ist bedroht, wenn es sich herausstellt, dass tatsächlich Der Beschuss durch diese SU 25 war und der 2.Kampfjet der ukrainischen Armee zum Absturz der Malaysia Airline führte? Die Junta in Kiew und ihre Unterstützer wären in Bedrängnis darf man annehmen.

Wie unsere Medien Lügen ist der Titel dieser Doku am Ort mit den OSZE Beobachtern in Donezk: Youtube --- Zusätzlich eine Darstellung der bisher bekannten Bilder und Fakten, die einen Beschuss des abgestürzten Cockpits durch Kampfjets dokumentieren MH 17 nun also doch von Jets abgeschossen!? : Youtube--- Youtube Kanada MH17 Investigators Feel Very Comforatble and Very Safe Working With Separatists on Investigation---- Und hier noch einmal sehr interessant: Youtube UKRAINE - Pressekonferenz in Russlands Verteidigungsministerium zum Flug MH 17 Leider liegen keine Daten seitens des westlichen Bündnisses (der Awac Aufklärer und der US Satelliten) vor.


Wir sind aus UA zurück und hier unsere Erlebnisse(Quelle:Das gelbe Forum)

Wir sind wieder aus UA (Osten der Ukraine) zurück mit vielen Eindrücken und Erkenntnissen..Erstaunlicherweise hatten wir während unserer Reise und unseres Aufenthaltes keine Probleme....Im Nordosten des Landes sind die Polizeiposten normal besetzt, während in der Region Odessa die Polizeiposten jetzt vom Militär besetzt und dementsprechend ausgebaut sind (selbst die Magistrale M05 / E95 aus Kiew nach Odessa ist mit Sandsäcken auf eine Zickzackspur eingeängt worden und der Posten wurde mit Tarnnetzen überzogen, worunter sich die Militärtechnik befindet). Während unseres Aufenthaltes wurde die 3. Welle der Mobilmachung ausgerufen und in Kraft gesetzt. (Die 4. und letzte Stufe ist die allgemeine Mobilmachung und sieht vor, dass alle eingezogen werden, die „eine Waffe tragen und/oder die Munition zureichen können“.) Wie ich bereits berichtet hatte, werden jetzt die Ortschaften „durchkämmt“ um die Männer für den Krieg einzusammeln. Damals war es ein Bericht aus der Region Sumi, doch nur 2 Tage nach unserer Abreise wurde die Stadt, wo wir waren, umstellt und jetzt werden die wehrpflichtigen Männer eingesammelt. Der Sohn meiner Frau hat jetzt noch das Glück, nicht zu dem wehrpflichtigen Personenkreis dazuzugehören, da er gesundheitsbedingt ausgemustert ist. („Weiße Tiket“) Doch er konnte live erleben, wie von den „Militärs“ die Männer aus dem Baumarkt abgeführt wurden. Die Bevölkerung befindet einerseits durch die Anschläge (Odessa) in einer Art Schockstarre, jedoch andererseits steigt der Unmut über diese Entwicklung unaufhörlich. Diesen Eindruck bekamen wir bei unseren Aufenthalten in der Stadt und den Basaren... Kurz gesagt, die Menschen haben die „Schnauze“ gestrichen voll und wünschen sich sehnlichst, dass der Albtraum ein Ende hat. (ein positives natürlich) … sie wollen nur in Ruhe leben, ohne Ängste, Hass und Gewalt… Die Leute erleben Tag täglich, wie Angehörige in diesen Krieg abkommandiert werden und dass die Angehörigen davon nur in den Särgen zurückkommen.

Auf Grund der gestiegenen Kosten für den Lebensunterhalt auf der einen Seite, der gesunkenen Einkommen und der Abwertung der Währung auf der anderen Seite, ist die Kaufkraft nahezu eingebrochen... Meine Frau sagte mir, dass im letzten Jahr vor Menschenmassen (Bazar in Odessa) kein Durchkommen war, es war Drängelei. Und jetzt – Wir hatten keine Probleme an die Stände heranzukommen, von Drängelei keine Spur...Wer seine Reaktionsfähigkeit im „Schlaglochslalom“ testen möchte, dem kann ich eine Fahrt in die UA empfehlen. (solange die Schlaglöcher nicht größer als die gesamte Straßenbreite sind) Davon sind auch die Hauptverkehrsadern ( Europastraßen, Magistralen (z.B. M12) und die Nationalstraßen (z.B. H 02) betroffen. Die H 02 befuhren wir von Lviv nach Ternopil. Für diese ca. 110 km benötigten wir ca. 5 Stunden. Es gab Teilabschnitte, wo nur noch Schrittgeschwindigkeit möglich war. Die Straßenbaustellen, die letztes Jahr noch in Betrieb waren, sind jetzt verlassen und die halbfertigen Bauten sind dem Verfall preisgegeben. Woran liegt’s? Das Geld dafür wird jetzt anderweitig eingesetzt. ...In den Ortschaften funktionieren die Ampeln gerade so. Die Standorte der Ampeln sind schon sehr gewöhnungsbedürftig. Mal stehen sie vor der Kreuzung, manchmal dahinter und es sind einige Lampen kaputt, so dass man sich nur auf die allgemeine Verkehrslage verlassen kann oder nach anderen Hinweisen schaut, ob man nun weiterfahren kann oder nicht.

An der Situation, dass es fließend Wasser nur zu bestimmten Tageszeiten gibt, hat sich nichts geändert... Meiner Frau ist auf der Rückfahrt, bei der wir „freiwillig“ einen Umweg von 200 km für bessere Straßenverhältnisse in Kauf nahmen, aufgefallen, dass in der gesamten Nordwest Ukraine die Landwirtschaft, abgesehen von einigen Kleinbauern, brach liegt. In den Regionen, Zhytomyr, Rivne, Lviv, Ternopil sieht man kaum bestellte Felder … Erst in den Regionen Vinnytzia, Uman und Odessa sieht man noch aktive Landwirtschaft, wo auch die Bauern ihre Erzeugnisse an den Straßen und den Basaren verkaufen. Da stellt sich schon die Frage, wie sich die Situation im nächsten Winter weiterentwickeln soll, zumal noch dazukommt, dass die Männer in den Krieg abkommandiert werden…. Uns wird bei dem Gedanken jetzt schon schlecht… Tja, wie es nun weitergehen soll, das weiß kein Schwein. Fakt ist jedoch, dass dieses Land einen enormen Einbruch erlebt dessen Talsohle noch nicht erreicht ist. Wie tief diese Talsohle sein wird, hängt davon ab, ob dieses Gemetzel weitergeht und wie der nächste Winter werden wird. Besorgte Grüße in das geschätzte Forum Von Röhricht

Mein Kommentar: Männer die zum Wehrdienst eingefangen werden und Landwirtschaft die man brach liegen lässt, unbefahrbare Straßen, zu wenig Wasser und Elektrik – und das in der heute von Kiew regierten Ukraine. Kein Wunder, wenn hier eine Massenflucht der Bevölkerung einsetzt. Man schätzt diese bereits auf 800 000 und mehr.

Militärgruppen aus dem "Ring" der Armee um Donezk beklagen sich: Abgeschnitten von Nachschub an Waffen und Nahrung ergeben sie sich über die sicheren Korridore, die nach Russland eingerichtet wurden und viele davon wollen nicht schnell in die Ukraine zurück. Dazu auch die beiden nächsten Links:


438 ukrainische Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten haben sich russichen Kräften ergeben(Quelle:Saker)

Sie haben um sichere Passage gebeten, die ihnen gewährt wurde, haben ihre Waffen niedergelegt und die Grenze überquert. Sie waren erschöpft und schwach und wurden sofort gewaschen, mit trockener Kleidung versorgt, und wenn nötig, vom russischen Militär medizinisch versorgt. Die welche darum gebeten haben (bis jetzt um die 180) wurden mit Bussen in die Ukraine gebracht während der Rest als zeitweise Unterkunft in ein Zeltlager, welches vom russischen Militär aufgebaut wurde, gebracht wurden. Dem russischen Grenzschutz zufolge verhandeln noch viele andere ukrainische Kräfte ihre Waffenniederlegung auf ähnlicher Grundlage. Die russische Seite hat bereits erklärt, dass jedermann die Wahlmöglichkeit gelassen wird, in die Ukraine zurückgebracht zu werden oder in Russland zu bleiben, und dass niemand mit Gewalt repatriiert oder festgehalten wird. Ich habe vor kurzem in einem Beitrag geschrieben, dass ich fest daran glaube, dass diese Ukrainer es verdienen, mit Milde und Mitleid behandelt zu werden, weil sie als Kanonenfutter von der Junta in Kiew benutzt wurden. Es ist natürlich eine hübsche Ironie dass dieselben Leute die vor kurzen Ukie-Flaggen schwenkten und versprachen die bösen Moskals zu bekämpfen nun Zuflucht bei genau denselben Moskals suchen, aber die Russen tun gut daran das nicht auszunutzen. Sollen die Ukies ihre eigenen Schlüsse ziehen.

Mein Kommentar: Im nächsten Beitrag erfahren wir, dass die ukrainische Armee im Nordosten 3 500 Soldaten vermisst und vermutet sie seien tot.


Schwere Verluste für ukrainische Armee: rund 3500 Militärs werden vermisst(Quelle:Ria Novosti)

Rund 3500 ukrainische Militärs, die an der Grenze zwischen dem Gebiet Donezk und Russland eingekesselt worden waren, gelten als vermisst und sind möglicherweise gestorben, wie RIA Novosti von einem ranghohen Mitarbeiter des ukrainischen Verteidigungsministeriums erfuhr. „3427 Militärs gelten laut unseren Erfassungsunterlagen als vermisst und sind wahrscheinlich tot. Es besteht faktisch keine Hoffnung mehr, dass jemand aus der 72., 24. und 51. Brigade (mot.), der 79. Flugzeugbrigade und dem 3. Regiment der Spezialkräfte am Leben geblieben ist. In den vergangenen zwei Wochen sind nur vier Gruppen von sieben bis 18 Personen aus der Einkesselung ausgebrochen“, so der Gesprächspartner der Agentur. Der Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums bezweifelte, dass die auf den Gefechtsfeldern zurückgelassen Waffen vernichtet worden seien. „…In der vergangenen Woche haben wir Bewegungen zahlreicher SPz und Panzer mit ukrainischen Symbolen und Dienstnummern in Richtung Donezk und Schachtjorsk beobachtet“. Nach Meinung des Beamten sind die von den Militärs zurückgelassenen Waffen intakt und von den Volksmilizen übernommen worden.

Mein Kommentar: 3 500 Soldaten der Armee Kiews sterben nicht so einfach und verschwinden spurlos. Der ukrainische Außenminister möchte nicht sagen, dass die Truppen übergelaufen sind oder sich irgendwo vielleicht in Russland in Sicherheit brachten und ihre Waffen zurückließen?


Augenzeuge in der Ukraine: „Eine Kulturschande für Europa, was sich hier abspielt“(Quelle:DWN)

Einer der letzten westlichen Reporter in der Ostukraine hat mit scharfen Worten auf die Aufforderung der ukrainischen Armee reagiert, die verbliebenen 600.000 Bewohner von Donezk sollen wegen eines bevorstehenden Angriffs die Stadt verlassen: Christian Wehrschütz vom ORF sagt, dies sei eine Kulturschande für die ukrainische Armee, und auch eine Schande für Europa, das zu den Vorgängen schweigt. Der UNHCR-Chef in der Ukraine sagt, für die Versorgung der Flüchtlinge gäbe es 2 Millionen Dollar - für die politischen Beobachter von der OSZE dagegen 19 Millionen Euro (für je 6Monate)...Die Züge sind überfüllt, die Autobusse auch. Die Menschen versuchen aus Donezk rauszukommen. Das Zentrum ist menschenleer, aber auch in den Außenbezirken werden immer mehr Geschäfte geschlossen... Aber die Forderung der ukrainischen Armeeführung an die Bevölkerung, die Stadt zu verlassen, ist sehr interessant. 600.000 sind noch hier. Wo sollen die hin? Die Ukraine ist nicht vorbereitet auf Massenströme von Flüchtlingen. In welche Auffanglager sollen die Menschen gehen? Es gibt keine Auffanglager. Was ist mit Personen, die im Krankenhaus sind? Was ist mit alten Personen. Was ist mit behinderten Kindern? Also im Grunde genommen, halte ich diese Forderung für eine Kultur-Schande Europas... Es gibt im Großen und Ganzen zwei Routen, eine Richtung Dnipropetrowsk, die andere Richtung Hafenstadt Mariupol und über diesen Weg auch nach Russland. Bewohner anderer Teile des Kreises Donezk können auch über den Kreis Lugansk nach Russland flüchten. Doch viele Menschen fliehen nicht, weil sie Angst haben, alles zu verlieren. Sie haben Angst vor Plünderungen. Das Haus ist ihre einzige Habe, die lässt man nicht einfach so zurück. Viele Alte können oder wollen gar nicht mehr fliehen... Die Verwurzelung der Alten in ihre Umgebung ist viel größer, als wir uns das in Europa vorstellen können... Viele Firmen haben schon geschlossen und es werden immer mehr, das heißt natürlich auch, dass die Menschen hier ihre Arbeit verlieren... Über die Situation der Flüchtlinge hat Wehrschütz auch ein Interview mit dem Leiter der UNHCR, Odrich Andrysek, geführt: „Unsere Finanzlage ist nicht gut; der Flüchtlingshochkommissar hat aus den Reserven zwei Millionen US-Dollar bereitgestellt; das ist Geld für Syrien und andere Länder bestimmt war; doch wir bekamen zwei Millionen Dollar; das ist wie ein Sandkorn am Meer. Nur zum Vergleich: die OSZE-Beobachtermission für sechs Monate kostet 19 Millionen Euro; 19 Millionen Euro, während ich für sechs Monate zwei Millionen Dollar habe...Der Geldfluss ist auch deshalb wichtig, weil viele Flüchtlinge derzeit in Kuranstalten oder Ferienheimen untergebracht sind, die nicht winterfest sind; doch für die kalte Jahreszeit müsse Vorsorge getroffen werden, weil niemand wisse, wie lange der Krieg noch dauern und wie viele Flüchtlinge es noch geben werde… Hunderttausende Menschen ohne Arbeit, nur in Übergangsquartieren, und wenn es kalt ist, sind eine soziale Zeitbombe für die soziale Stabilität in diesem Land.“ (Lesen Sie das ganze Interview auf der Homepage von Christian Wehrschütz).

Mein Kommentar: DWN empfiehlt: "Der Österreichische Rundfunk berichtet wesentlich nüchterner und mit deutlich größerer journalistischer Distanz über die Entwicklung in der Ukraine. Die Nachrichtensendung ZIB2 um 22 Uhr empfiehlt sich als Alternative für die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF, die im Propaganda-Getümmel den Überblick verloren zu haben scheinen."


Boeing-Crash: Nato-Chef will Beweise für Schuld der „Separatisten“ haben(Quelle:Ria Novosti)

Nach dem mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Boeing 777 über der Ost-Ukraine verfügt Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach eigener Aussage über „zahlreiche Angaben“, die eine Schuld der ukrainischen Milizen beweisen sollen.„Das ist eine menschliche Tragödie und ein Kriegsverbrechen. Wir haben zahlreiche Informationen, die davon zeugen, dass die Separatisten, die von Russland unterstützt, werden schuld sind“, sagte Rasmussen in einem Interview für die französische Zeitschrift Midi Libre...Ein Nato-Sprecher wollte auf Anfrage der RIA Novosti nicht präzisieren, was für „Angaben“ die Nato habe. „Wir kommentieren keine Aufklärungsdaten“, hieß es. Zuvor hatte die Nato RIA Novosti mitgeteilt, dass die AWACS-Radarflugzeuge des Bündnisses, die zum Zeitpunkt des Boeing-Absturzes über Polen und Rumänien patrouilliert haben, aufgrund der großen Entfernung kaum etwas registriert hätten. Aus US-Geheidienstkreisen hieß es, dass die Vereinigten Staaten es nicht wissen, wer den malaysischen Passagierjet abgeschossen hat, und keine Beweise für eine Verwicklung Russlands haben. Dennoch verhängten die USA und die EU neue Sanktionen gegen Moskau.

Mein Kommentar: Außer Behauptungen die Russen oder die Rebellen in Donezk hätten MH 17 abgeschossen, erfahren wir nichts von den westlichen Alliierten. Satellitenbilder, die nichts zeigen, AWACS Radarflugzeuge waren sie wirklich zu weit weg? 10 000 qm können letztere angeblich überblicken. Und eine ukrainische Armee, die die Absturzstelle bombardiert anstatt die Experten ihre Arbeit machen zu lassen. Was für ein trauriges Szenario bietet man uns hier? Rasmussen wird nicht müde zu hetzen und sich zu blamieren.


Amerikanische Ukrainer schießen auf Ukrainer(Quelle:Andere Welt)

Mittlerweile werden sie „grüne Männer“ genannt – die muskelbepackten Männer in paramilitärischen Anzügen, vermummt mit schwarzen Gesichtsmasken, wie sie gerne von Bankräubern getragen werden, und schwer bewaffnet. Sie treiben ihr Unwesen vor allem im Osten der Ukraine, waren aber auch schon auf dem Maidan präsent. Wer sind diese Hasardeure, die perfekt russisch oder ukrainisch sprechen, und mit ihrer rücksichtslosen Vorgehensweise den Konflikt schüren? – Ganz offensichtlich kann es sich doch nur um Männer aus Russland handeln, von Putin als Provokateure entsandt. Wirklich?Blicken wir zurück. In den 1990er Jahren waren die Armeen des ehemaligen Warschauer Pakts in einem jämmerlichen Zustand. Gerade in der Ukraine und Russland blieb der Sold oft monatelang aus und wurde sowieso von Inflation aufgefressen. In dieser Zeit haben viele junge Männer die Armee verlassen, sind reihenweise desertiert – zu Zehntausenden. Diese Männer haben nichts anderes gelernt als das Kriegshandwerk. Welche Alternative für ihren Lebensplan hatten sie also? Gut, dass es die USA gibt. Zeitgleich haben die USA in den 90ern „private Armeen“ aufgebaut, die sie für die ganz dreckigen Aufgaben brauchten. Teilweise für verdeckte Operationen, die der amerikanische Kongress nicht genehmigt hätte...Eine Vielzahl jener Ex-Soldaten des Ex-Ostblocks hat sich massenhaft als Söldner in den Dienst der privaten amerikanischen „Sicherheitsunternehmen“ gestellt. Besonders gefragt waren „Spezialisten“ wie zum Beispiel Scharfschützen....

Die ARD hat Anfang April 2014 mit einem Bericht in der Sendung „Monitor“ keinen Zweifel daran gelassen, dass die ersten Schüsse auf dem Maidan von Scharfschützen ausgegangen sind, die nicht, ich wiederhole, nicht zu Regierungstruppen gehörten. Wer diese Schützen waren, musste offen bleiben. Dass es ausgebildete Scharfschützen waren, stellte der Bericht außer Frage. Wer waren also diese Männer, in wessen Auftrag haben sie gehandelt, und wer bezahlt sie? Putin? Oder waren auch hier schon vermummte „Greystone“-Männer im Einsatz? Das erscheint inzwischen mehr als wahrscheinlich.... Nur ein krankes Gehirn kann die Befürchtung äußern, Russland, Putin könnte osteuropäische Länder militärisch angreifen... Der Unterschied ist offenkundig: Das amerikanische (und britische) Militär ist ausgerichtet für weltweite Einsätze. Einsätze, die mit dem „Krieg gegen den Terror“ fadenscheinig gerechtfertigt werden sollen... Ein Land wie Russland, noch dazu mit einem starken Präsident Putin, kann nicht direkt militärisch angegriffen werden, auch nicht offensiv ökonomisch. Das wäre zu offensichtlich. Also brauchte es einen Plan B, um Russland wirtschaftlich klein zu halten und so die Kontrolle des westlichen Kapitals wiederherstellen zu können... Der aktuelle Plan heißt: Putin, der Spielverderber, muss weg! Wie kann man also Putin an den Pranger stellen und isolieren? Ganz einfach: Söldner in die Ukraine schicken, mit dem Auftrag, das Land vom friedlichen Protest in den Bürgerkrieg zu führen. Und dann natürlich mit der Macht der Medien Putin zu beschuldigen, er hätte diese Söldner geschickt, und sie agieren unter seiner Kontrolle. Das ist genauso frech gelogen, wie damals vor der UNO der Krieg gegen Irak begründet worden ist...

Blick zurück: 1917 haben die USA Deutschland den Krieg erklärt. Die offizielle Begründung für den schon lange beschlossenen Kriegseintritt der USA war die Versenkung der Lusitania. Wie der amerikanische Kongress 1923 festgestellt hat, war die Versenkung der Lusitania „nicht zu beanstanden“, weil die Briten gegen das Kriegsrecht verstoßen hatten. Sie hatten auf dem als zivil deklarierten Schiff große Mengen an Waffen und Munition aus amerikanischer Produktion geladen. Das war der Grund, warum die Lusitania explodiert und so schnell gesunken ist und rund tausend Passagiere mit in den Tod gerissen hat. Selbstverständlich wusste die US-Regierung bereits 1917, dass die Lusitania Kriegsgerät geladen hatte. Schließich hatten die Amerikaner das Material selbst ans Schiff geliefert. Präsident Wilson hat diese Tatsache ignoriert, um Deutschland den Krieg erklären zu können, gegen den Willen der amerikanischen Mehrheit...

Mein Kommentar: Regierende weltweit sind keine Heiligen und solange wir sie wählen und sie dadurch Kontrolle über Militär und Waffen haben, wird aus Nichtheiligen auch mal bald Blutbefleckte. Natürlich immer im Interesse der eigenen Nation und zur Verteidigung, wird man uns erzählen. Solange, bis der Teufel Mitleid hat und die ganze Waffenschmieden weltweit zur Hölle schickt und damit auch unsere Politeliten davon befreit. Und wenn der Teufel nicht kommt, müssen wir es selber tun.


Kaddisch für Gasa(Quelle:Lebenshaus Alb)

Von Prof. Dr. Rolf Verleger - Rede auf der von der Deutsch-Arabischen Gesellschaft organisierten Kundgebung am 30. Juli 2014 vor Schloss Bellevue in Berlin. Mein Vater hatte Auschwitz überlebt, meine Mutter die KZs im Baltikum. Sie zogen mich in der Erkenntnis auf, dass es die Wahl zwischen Gut und Böse gibt und jeder Mensch für seine Taten verantwortlich ist: Sie erzogen mich in der Ethik der jüdischen Religion. Für weite Teile des heutigen Judentums gelten heute alternative Ethiken. Eine davon - das ist die für Deutschland kompatible Variante - lautet: Wir Juden seien vor allem eines: Opfer. Aktuell sei der Staat Israel das Opfer unverständlicher Hassausbrüche von Arabern und von Antisemiten. Ich würde gern all diese Leute, die so etwas sagen, Folgendes fragen

Die Tatsache, dass keiner meiner Großeltern das Dritte Reich überlebt hat, - gab sie 1947/48 den jüdischen Freischärlern und der israelischen Armee das Recht, Hunderttausende Araber aus Israel zu vertreiben? Die "Arisierung" des Berliner Grundstücks meines Urgroßvaters - gab sie dem Staat Israel das Recht, Anfang der 50er Jahre den Boden und Besitz der arabischen Vertriebenen zu konfiszieren? Die Ermordung meiner Onkel und Tanten durch die SS - gibt sie dem Staat Israel das Recht, seit 47 Jahren die Diktatur eines Besatzungsregimes auszuüben? Die Erschießung meiner Großmutter Hanna dafür, dass sie in Berlin ohne Gelben Stern zum Friseur ging - gibt sie dem Staat Israel aktuell das Recht, die Bevölkerung Gasas auszuhungern und zu massakrieren? Allgemein: Gibt die Tatsache, dass wir europäischen Juden Opfer eines großen Unrechts wurden, dem jüdischen Staat vor Gott und vor den Menschen das Recht, nun Anderen Unrecht zu tun?

Nun möchte ich noch zwei Dinge sagen: Erstens möchte ich auf eine Demonstration hinweisen, die heute um 18h am Heinrichplatz stattfindet, organisiert von Israelis. Eine der Forderungen ist "Ende der automatisch für die israelische Seite garantierten deutschen Unterstützung, sei es militärisch oder politisch". Zweitens möchte ich Kaddisch sagen, das traditionelle jüdische Totengebet. Ich sage es für die Toten in Gasa, und auch - im Tod sind alle gleich - für die toten israelischen Soldaten, auch wenn sie für eine ungerechte Sache gestorben sind.

Mein Kommentar: Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Netanjahus Israels die Lebensgrundlage der Palästinenser so unerträglich machen, so viel Zerstörung, Tod und Leid über die Menschen in Gaza bringen, damit die Palästinenser endlich verschwinden und irgendwo ins Exil gehen. Ihr Land können sie nicht mitnehmen, das behält Israel gerne, ihr Elend und ihre Armut können sie gerne mitnehmen.

Auf Einladung der israelischen Gewerkschaft fuhren wir, eine Studentengruppe aus Berlin, kurz nach dem 6 Tage Krieg für 4 Wochen nach Israel, um das Land kennenzulernen. Oft wohnten wir in den Familien unserer israelischen Gastgeber. Einer von ihnen überlebte als 16 jähriger das Ende des 2. Weltkrieges in einem deutschen KZ. Stolz erzählte er mir, dass Israel nun viel grösser geworden war und auch Öl besaß aus dem frisch eroberten ägyptischen Sinai. In Betlehem und im Westjordanland begegneten wir verängstigten und armen Palästinensern in ihren Bauernsiedlungen auf dem Land. Als ich ihn fragte, wie diese Menschen weiterleben sollen, zuckte er gleichgültig mit den Achseln: Das sei das Leben, wer stark ist der nimmt, der Schwache verliert. Für seine Kinder war er bereit zu sterben, der Rest der Menschen (einschließlich anderer Israelis) war ihm egal. Wie sollte ich ihn je vergessen, nicht einmal nach 40 Jahren. Natürlich hat er diese Einstellung auch an seine 2 Kinder weitergegeben und die wahrscheinlich wieder an Ihre. Seinen damaligen KZ Wärtern ist es nicht anders ergangen auch sie hatten Väter , die ihnen keine humane Orientierung mitgaben - wie sonst hätten sie dort ihren Dienst versehen können: Unmenschlichkeit erfährt man und gibt sie weiter. Was auch sonst, wenn man kaum anderes hat?

Schuld bleibt die Sache Gottes. Wir fragen nach Ursache und Wirkung. Den Lebenden bessere Voraussetzungen schaffen um zu wachsen und zu gedeihen, bleibt unsere Aufgabe. Was soll aus den palästinensischen Kindern werden. Ein Bericht des BBC Reporters für den mittleren Osten Jeremy Bowen im nächsten Beitrag endet mit der Feststellung: I saw no evidence of Hamas using Palestinians as human shields.


Jeremy Bowen's Gaza notebook: I saw no evidence of Hamas using Palestinians as human shields (Quelle:New Statesman)

The BBC's Middle East editor reports from Gaza...Missiles, rockets and threats, and another Israeli prime minister saying that this time military action would make his people safer. History shows that military action merely deepens the conflict. Only a proper peace deal will make Palestinians and Israelis safer. Netanyahu said Israel had warned people to get out. Some had taken the advice; others had been prevented from leaving by Hamas... But my impression of Hamas is different from Netanyahu’s. I saw no evidence during my week in Gaza of Israel’s accusation that Hamas uses Palestinians as human shields. I saw men from Hamas on street corners, keeping an eye on what was happening. They were local people and everyone knew them, even the young boys. Raji Sourani, the director of the Palestinian Centre for Human Rights in Gaza, told me that Hamas, whatever you think of it, is part of the Palestinian DNA.

When I left Gaza, Palestinian rockets were landing uncomfortably close to Erez crossing. When the alert sounded, our Israeli driver leapt out, leaving the engine running, and took cover behind a wall. It is very frightening to be caught up in a rocket attack like that... But it is wrong to suggest that Israeli civilians near Gaza suffer as much as Palestinians. It is much, much worse in Gaza. I defy anyone with an ounce of human feeling not to feel the same after ten minutes in Gaza’s Shifa Hospital with wounded and dying civilians. In the mortuary, it’s so overcrowded that the bodies of two children are crammed on to a single shelf. One day, they had only found enough of the remains of six women and children to fill a single stretcher. Before Gaza, I’d spent most of the past two months in Baghdad, Beirut, Jerusalem, Aleppo and Damascus. The Middle East is on fire. I haven’t seen anything like it since my first reporting trip to the region in 1990. I don’t think anyone knows how to put the fire out.

Mein Kommentar: US Parlamentarier sorgen sich, weil die weltweiten Proteste gegen Israel auch in USA zu bemerken sind und Teile der US Bevölkerung (besonders junge Amerikaner) ihre Israelfreundlichkeit verlieren: JTA "Ebbing support for Israel among key groups stirring alarm. In a Gallup poll conducted July 22-23, two weeks after the launch of the latest Israel-Hamas conflict in the Gaza Strip, older Americans were much likelier to say Israel’s actions were justified: 55 percent of those over 65; 53 percent of those aged 50-64; 36 percent of those 30-49; and just 25 percent of those 18-29. Just 31 percent of Democrats said Israel’s actions were justified; 49 percent said they were not." Älter US Bürger stimmten wahrscheinlich resigniert, in das lange anhaltende pro israelische Hohelied ihrer Obrigkeit ein. Niemand fühlt sich gerne in einem Dauerkonflikt mit der offiziellen Politik seiner Staatsmänner. Opposition als Individuum einer machtlose Minderheit kostet viel Kraft und schmerzt. Psychologisch angenehmer und beruhigender ist es sich der Obrigkeitsmeinung anzuschließen. Das bewahrt auch vor dem Schmerz durch die eigene Regierung betrogen zu werden. Vielleicht geht es Bodo Ramelow auch so (s. dazu nächster Link).


Never ask me about peace again(Quelle:AL Monitor)

Tears flowed until my body ran dry of them when I received a telephone call on Aug. 3, informing me that my family had been targeted by two F-16 missiles in the city of Rafah. Such was the fate of our family in a war that still continues, with every family in the Gaza Strip receiving its share of sorrow and pain. Summary? Print A first-hand account of the aftermath of an Israeli strike that killed nine members of the author's family. My father’s brother, Ismail al-Ghoul, 60, was not a member of Hamas. His wife, Khadra, 62, was not a militant of Hamas. Their sons, Wael, 35, and Mohammed, 32, were not combatants for Hamas. Their daughters, Hanadi, 28, and Asmaa, 22, were not operatives for Hamas, nor were my cousin Wael’s children, Ismail, 11, Malak, 5, and baby Mustafa, only 24 days old, members of Islamic Jihad, the Popular Front for the Liberation of Palestine or Fatah. Yet, they all died in the Israeli shelling that targeted their home at 6:20 a.m. on Sunday morning. Their house was located in the Yibna neighborhood of the Rafah refugee camp. It was one story with a roof made of thin asbestos that did not require two F-16 missiles to destroy. Would someone please inform Israel that refugee camp houses can be destroyed, and their occupants killed, with only a small bomb, and that it needn’t spend billions to blow them into oblivion?

If it is Hamas that you hate, let me tell you that the people you are killing have nothing to do with Hamas. They are women, children, men and senior citizens whose only concern was for the war to end, so they can return to their lives and daily routines. But let me assure you that you have now created thousands — no, millions — of Hamas loyalists, for we all become Hamas if Hamas, to you, is women, children and innocent families. If Hamas, in your eyes, is ordinary civilians and families, then I am Hamas, they are Hamas and we are all Hamas...

I saw corpses on the floor, some with nametags on their chests, while others remained unknown. We held our noses, for the stench was unbearable, as flies filled the air. Ibrahim Hamad, 27, removed his five-year-old son’s shroud-wrapped body from a vegetable freezer. Fighting back tears, he told Al-Monitor, “He died as a result of a reconnaissance drone missile attack. His body has been here since yesterday. The dangerous situation prevented me from coming to take him any sooner.” I thank God that my relatives were quickly buried, and that my cousins Mustafa, Malak and Ismail did not remain long in a freezer, lest their bodies freeze, and their souls now rest in peace, leaving us with nothing but the silence of death and bodies forever trapped in the postures of their passing...

Mein Kommentar: Rückgrat des Tages: Die Staatssekretärin im britischen Außenministerium, Sayeeda Warsi, gab heute ihren Rücktritt von ihrem Amt bekannt und verlässt somit die britische Regierung. Grund: Sie kann die Gaza-Politik der Regierung Cannon nicht länger mittragen. Sayeeda Warsi war die erste Muslimin die Mitglied einer britischen Regierung war. In ihrem Rücktrittsschreiben, schrieb sie, dass Ansatz und Sprache der britischen Regierung in der aktuellen Krise in Gaza moralisch nicht vertretbar sei, und nicht im nationalen Interesse Großbritanniens liege. Frau Warsi befürchtet auch langfristig negative Auswirkungen auf den "guten Ruf" Großbritanniens. Sowohl international, als auch im Inland. Nachtwandler

Auch die Regierung Netanjahu sollte zurücktreten (egal ob mit oder ohne Rückgrat), um weitern Schaden von Israel abzuwenden.


Falsche Propheten: Die Globalisierung hat Hunger und Armut verstärkt(Quelle:DWN)

Die Globalisierung hat große Teile der Weltbevölkerung in die Armut gestürzt. Ihre Vertreter stehen derzeit im Zwist mit Indien. Der indische Staat kauft Nahrungsmittel auf, um sie unter den Ärmsten der Armen zu verteilen. Ferner werden Bauern subventioniert. Doch US-Produzenten fordern den sofortigen Stopp aller staatlichen Subventionen oder Hilfsmaßnahmen. Oft, wenn man kritisch über die Globalisierung in ihrer heutigen neoliberalen Form mit den schweren sozialen Verwerfungen in den alten Industrieländern berichtet, gibt es von einigen Seiten einen belehrenden Aufschrei: Die Globalisierung habe doch hunderte von Millionen Menschen in den Entwicklungsländern aus Hunger und Armut befreit. Das ist jedoch ein weitgehend falsches Lob. Es wird nicht dadurch richtig, dass es von den Profiteuren der Globalisierung, vor allem den wohlhabenden Minderheiten, den Export-Konzernen und ihrer politischen Lobby ständig verbreitet wird. Zunächst einmal muss man einen wichtigen Unterschied zwischen der schon seit Jahrhunderten bestehenden Handelsverflechtung und der neuen neoliberalen Form der Globalisierung berücksichtigen. Erstere hat natürlich vielen armen Ländern im Entwicklungsprozess geholfen, darf aber nicht mit Letzterer verwechselt werden. Diese neuere und viel intensivere Form an Verflechtung geht weit über den Handel hinaus. Sie schließt vor allem den Finanzsektor ein, in dem die Entwicklungs- und Schwellenländer ihre Kapitalverkehrskontrollen abbauen mussten, was zu hohen Finanzströmen führte, die aber genauso schnell zurückfließen (Abb. 18434) und bittere Krisen auslösen konnten – wie in der asiatischen Finanzkrise von 1997. Nur China hat sich dem Abbau der Kapitalverkehrskontrollen entzogen.

Dabei beruht die neoliberale Globalisierung in ihren Anfängen auf dem so genannten Washington Consensus, einem Diktat der entwickelten Industrieländer unter Führung der USA. Er fand als Bibel seinen Eingang in die Grundsätze der Washingtoner Institutionen Internaler Währungsfond und Weltbank und fand in den Strukturanpassungsprogrammen des IWF und den Kreditauflagen der Weltbank seinen Ausdruck. Er schrieb zunächst in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts den lateinamerikanischen Länder nach der dortigen Schuldenkrise rigorose Wirtschaftsprogramme vor und fand später Anwendung auf viele andere Entwicklungs- und Schwellenländer und schließlich durch ideologische Verbreitung auch auf die Industrieländer selbst. Das Konzept kam aus der Ecke der “Neuen Rechten”, wie Reaganomics und Thatcherismus. Einzelmaßnahmen umfassten vor allem: Nachfragedrosselung und Kürzung der Staatsausgaben, Verbesserung der Effizienz der Ressourcennutzung in der gesamten Wirtschaft durch Rationalisierung und Kostenökonomie, Liberalisierung der Handelspolitik, Deregulierung von Märkten und Preisen einschließlich der Abschaffung von Preissubventionen für Grundbedarfsartikel, Privatisierung öffentlicher Unternehmen und Einrichtungen, Entbürokratisierung und Abbau von Subventionen. Die gleichen Rezepturen sind unter Kohl und dann vor allem Schröder nach Deutschland gekommen und werden nun von Merkel & Co. den Eurokrisenländern auferlegt, soweit das nicht schon längst geschehen ist.

Die neoliberale Globalisierung mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) hat sogar noch zum Elend beigetragen, indem Marktzugang für Agrarprodukte der reichen Industrieländer gegen die Interessen der armen Bauern in den Entwicklungsländern erzwungen wurde, Patentschutz zugunsten der Medikamente der Pharmaindustrien der reichen Industrieländer rigoros durchgesetzt wurde, und auf der Basis weltweiter Vermarktung niedrigst entlohnte und oft wegen der Umweltbedingungen gefährliche Arbeitsplätze geschaffen wurden..... In den meisten Ländern Afrikas und vielen anderen Entwicklungsländern sind diese Übel wie eh weit verbreitet und haben durch die starke Bevölkerungsentwicklung teilweise noch zugenommen. Immer noch sind mehr als ein Viertel der Kinder in den Entwicklungsländern unter 5 Jahren unterernährt (Abb. 18436), in ländlichen Gegenden Indiens fast die Hälfte. ... In Lateinamerika haben schon die Chicago-Boys des neoliberalen Papstes Milton Friedman in der zweiten Hälfte der 80er Jahre ihr Unwesen getrieben und in Chile mit Unterstützung durch die CIA Allendes sozialistische Bewegung blutig unterdrückt. Diese Region wurde dann das erste Experimentierfeld des Washington Consensus und hat damit sehr wohlhabende Oberschichten zementiert und die Massen in Armut zurückgelassen, wie sich gerade wieder bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien gezeigt hat. Ähnlich erging es vielen Staaten in Afrika, nur daß die Regime hier auch noch sehr oft korrupt sind und sich das ausländische Interesse auf die Ausbeutung der Rohstoffe konzentriert. Die bittere Armut in Afrika gibt dann vielerorts den Nährboden für einen extremen Islam ab. In Indien, dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt ist die Armut unverändert besonders weit verbreitet...

Das neueste Beispiel, wie die neoliberale Globalisierung gegen die Interessen der Entwicklungsländer verstößt bietet Indien. Dort gibt es ein System der staatlich geförderten Nahrungsmittelkäufe, um so den Ärmsten der Armen zu helfen. Vor allem in Krisenzeiten kauft der indische Staat damit Grundnahrungsmittel auf und verteilt sie an die Armen. Gleichzeitig wird eine generelle staatliche Nahrungsmittelreserve vorgehalten.Das System stützt auch die Bauern, denen die Regierung etwas höhere Preise zahlen kann als der Markt. Doch in den jüngsten Verhandlungen der WTO, der sogenannten Doha-Runde, nahm vor allem die USA daran Anstoß, weil es den Handel zum Nachteil amerikanischer Produzenten verzerre, und verlangten, die Subventionen stark einzuschränken. Am Ende hat die neue indische Regierung die Verhandlungen zum 31. Juli 2014, dem vorgesehenen Abschlußtag, platzen lassen. Doch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, dessen Vorgänger schon seit Jahren die WTO-Verhandlungen im Interesse der deutschen Exportkonzerne unterstützten, zeigt wenig Verständnis für die indische Entscheidung: „Die Bundesregierung bedauert sehr, dass in der WTO in Genf keine Einigung über die konkrete Anwendung des Abkommens für Handelserleichterungen erzielt werden konnte. WTO-Generaldirektor Azevêdo hat zu Recht darauf hingewiesen, dass diese Blockade vor allem zu Lasten der kleinen und verletzlichen Volkswirtschaften gehen wird. Gerade Schwellen- und Entwicklungsländer hätten von den in Bali beschlossenen Handelserleichterungen besonders profitiert.“

Soll man wirklich vergessen, dass der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in öffentlichen Erklärungen den möglichen Zuwachs auf mehr als 30 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt hatte, der deutschen Firmen im Auslandsgeschäft ins Haus stehen könnte, sollten wie von der Doha-Runde erhofft die Handelshemmnisse fallen? Ähnlich hatte der damalige Bundeswirtschaftsminister Michael Glos zur Doha-Runde verkündet, der Abbau bestehender Handelshindernisse schaffe Wachstum und neue Arbeitsplätze auch in Deutschland. Das und die entsprechenden Interessen der anderen Industrieländer waren die wahren Interessen hinter den neoliberalen Globalisierungsbemühungen in der WTO. Zur Bekämpfung von Hunger und Armut wäre wenig herausgekommen.

Mein Kommentar:Eine lesenswerter Überblick aus der Vogelperspektive über das unglückliche Ergebnis der Globalisierung a la Angelsachsen + EU. Ausführungen über die Globalisierung bezüglich China sind im Link zusätzlich nachzulesen.

Die BRICS Staaten versuchen als Antwort auf diese räuberische Globalisierung (immer deutlicher ausschließlich zum Profit von Großkonzernen) eine neue Form der Zusammenarbeit. Wie sie sagen zum Wohl der Schwachen und normalen Bürger. Das Experiment ist im Werden. Wie bekömmlich es sein wird, werden wir sehen. Möge es bessere Ergebnisse bringen, als heute da sind.


Berlin zweifelt erstmals an Kiew: Ukrainische Armee beschießt Absturzstelle (Quelle:DWN)

Erstmals äußert die Bundesregierung leise Kritik an der von ihr bisher bedingungslos unterstützten Regierung in Kiew: Nachdem die ukrainische Armee die Absturzstelle der MH17 massiv unter Beschuss genommen hat, sagte eine Sprecherin von Angela Merkel, dass die Regierung dies besser unterlassen sollte. Seit Sonntag ist es den OSZE-Mitarbeitern nicht gelungen, zur Absturzstelle zu gelangen. Die Beweissicherung an der Absturzstelle wird durch die anhaltenden Kämpfe immer schwieriger...„Hier ist auch die Regierung in Kiew gefragt, sich beim Vorgehen gegen die Separatisten zurückzuhalten.“ In den vergangenen Tagen hatte die ukrainische Armee die Absturzstelle der MH17 massiv unter Beschuss genommen.

Mein Kommentar: Laut russischen Luftfahrtexperten liefert die Blackbox der in der Ostukraine abgestürzten Boeing der Malaysia Airlines nur „indirekte“ Beweise. Erst nach einer Untersuchung des Flugzeugswracks könne sich ein Bild von der Flugzeugkatastrophe gemacht werden, schreibt die „Kommersant“ am Mittwoch. So hatten Experten nach dem Absturz des russischen Tu-154-Passagierflugzeugs im Jahr 2001 im Schwarzen Meer erst später festgestellt, dass die Maschine von einer Rakete des ukrainischen Flugabwehrsystems abgeschossen wurde, schreibt: Ria Novosti

Inzwischen musste eine US-Sprecherin in Washington einräumen, dass die Ukraine tatsächlich einen Kampf-Jet in Richtung von MH17 geschickt haben könnte, berichtet DWN Es gibt immer hörbarer Stimmen die davon ausgehen, dass dieser Kampf Jet die malaysische Passagiermaschine zum Absturz bracht. Mit Beweisen zu dieser Analyse befasst sich der nächste Beitrag.


Schockierende Analyse zum Abschuss der Malaysian MH 017(Quelle:Andere Welt)

Als Fachmann für Luftfahrt habe ich mir die Bilder der Wrackteile vorgenommen, die im Internet kursieren...Bei Sichtung der verfügbaren Bilder fällt eines auf: Alle Wrackteile der Sektionen hinter dem Cockpit sind weitgehend unversehrt, wenn man davon absieht, dass es sich um Fragmente eines Ganzen handelt. Nur der Cockpit-Teil ist wüst zerstört. Daraus lässt sich eines bereits schließen: Dieses Flugzeug wurde nicht von einer Rakete in der Mitte getroffen. Die Zerstörung beschränkt sich auf den Cockpit-Bereich. Nun muss man wissen, dass dieser Teil aus besonders verstärktem Material gebaut ist...Das Cockpit zeigt Spuren von Beschuss. Man kann Ein- und Austrittslöcher sehen. Der Rand eines Teils der Löcher ist nach ! innen ! gebogen. Das sind die kleineren Löcher, rund und sauber, etwa Kaliber 30 Millimeter. Der Rand der anderen, der größeren und etwas ausgefransten Austrittslöcher ist nach ! außen ! gebogen. Zudem ist erkennbar, dass an diesen Austrittslöchern teilweise die äußere Schicht des doppelten Aluminiums weggefetzt oder verbogen ist – nach außen! Weiterhin sind kleinere Schnitte zu erkennen, alle nach außen gebogen, die darauf hinweisen, dass Splitter die Außenhaut vom Inneren des Cockpits her durchschlagen haben. Die offenen Nieten sind nach außen aufgebogen...

Mein Kommentar: Wenn man bedenkt, dass selbst A. Merkel sich genötigt sah die Kiewer zu ermahnen, sie möchten doch bitte den Beschuss der Absturzstelle einstellen, damit die Aufklärer arbeiten können, die seit Tagen darauf warten, dass dort der Kampf eingestellt wird, und wenn oft nur die Wrackteile zusammen mit der Black Box ermöglichen die Unfallursache zu ermitteln, so bleibt die Frage: Hat Kiew etwas zu verbergen - und wenn was?

Inzwischen liest man immer wieder, dass die russische Präsidentenmaschine mit Putin an Bord ebenfalls zu dem Zeitpunkt wie die MH 07 über der Ukraine auf dem Weg nach Russland war. Der Abschuss galt –falls das stimmt- wohl eher dieser Maschine. Die MH 07 wäre demnach tatsächlich versehentlich getroffen worden.


Poroschenko will vorgezogene Parlamentswahl(Quelle:Süddeutsche)

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat für den Herbst eine vorgezogene Neuwahl des Parlaments versprochen. In einem Interview mit dem Parlamentsfernsehen sagte er am Freitag, er könne nicht mit einer Kammer zusammenarbeiten, die zur Hälfte die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk nicht als "terroristische Organisationen" ansehe. In der Kammer würden "ganze Fraktionen vom Ausland gelenkt". Poroschenko sagte, er hoffe auf eine "mächtige, wirksame und proeuropäische Mehrheit" im neu gewählten Parlament. Der "Mechanismus" für eine vorgezogene Parlamentswahl sei mit dem Auseinanderbrechen der Regierungskoalition in Gang gesetzt worden. Am 24. Juli hatten die Udar-Partei des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko und die rechtsextreme Swoboda-Partei von Oleg Tjagnibok das Bündnis mit der Vaterlandspartei von Regierungschef Arseni Jazenjuk aufgekündigt. Nach ukrainischem Gesetz kann das Staatsoberhaupt eine vorgezogene Parlamentswahl einberufen, wenn einen Monat nach dem Ende einer Regierungskoalition kein neues Bündnis gefunden wurde.

Mein Kommentar: Vom Ausland gelenkt ist mit Sicherheit die ukrainische Truppe in Kiew. In deren Militärzentrale hat seit Wochen schon die CIA und US Militär eine ganze Etage für sich besetzt. Von dort wird die ukrainische Armee gesteuert. Auch die Rebellen im Osten haben mit Sicherheit bereits logistische- und Waffenhilfe aus Moskau. Oligarchen wollten die bürgerbewegten auf dem Maidan loswerden, vertrieben hat man sie von dort, bekommen haben wir alle einen Krieg.

Moderne Kriegsführung wie eine Belagerung im Mittelalter: "Die ostukrainische Stadt Lugansk bleibt wegen des Dauerbeschusses durch die Kiewer Armee seit Tagen ohne Wasser und Strom. Das teilte der Stadtrat am Samstag auf seiner Internetseite mit. „Der Mobilfunk ist lahmgelegt, das Eisenbahn-Krankenhaus wurde durch sechs Volltreffer zerstört, stark beschädigt wurden die Gebäude einer Poliklinik und einer Kinderkrippe“, hieß es. In den zurückliegenden 24 Stunden wurden auch mehrere Wohnhäuser, zwei Kesselräume und eine Gaspipeline beschädigt. Angaben über Tote und Verletzte lagen zunächst nicht vor." Ria Novosti


US-Kongressabgeordnete beantragen Anerkennung der Ukraine als Militärverbündeter der USA(Quelle:Ria Novosti)

Zehn Abgeordnete der beiden Kongressparteien haben in das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf eingebracht, mit dem die Ukraine als Militärverbündeter der USA anerkannt werden soll, wie der Pressedienst des Republikaners Jim Gerlach, einer der Verfasser des Dokuments, mitteilte. Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte früher geäußert, dass Kiew möglicherweise die USA um den Status eines Hauptverbündeten außerhalb der Nato ersuchen könne...„Unser Gesetzentwurf ruft auch dazu auf, was wichtig ist, die Ukraine als einen Hauptverbündeten außerhalb der Nato anzuerkennen, um auf Interimsgrundlage die notwendigen Ressourcen bereitzustellen und die Sicherheit zu gewährleisten, die die Nato den Mitgliedsländern sichert“, sagte Gerlach, der Russland die Destabilisierung der Situation in der Ukraine vorwirft. Russland hatte früher mehr als einmal betont, dass es keine Seite des innerukrainischen Konflikts sei, und zu einer friedlichen Lösung der Krise aufgerufen.... „Wir wollen klar bestätigen, dass die USA das Volk der Ukraine unterstützen. Wir werden dem ukrainischen Volk helfen, sich vor den russischen Schritten zur Destabilisierung der Ukraine zu schützen“, so Levin.

Mein Kommentar: Zur Erinnerung: Noch als Janukowisch Präsident war, kam von Rußland die Einladung an den Westen bzw. die USA gemeinsam (Russland, USA, Ukraine) eine Lösung für die Probleme dieses Landes zu finden. Der Westen gab kein hörbares Echo. Allerdings hat Russland immer klar gestellt, es müsse eine militärisch neutrale Lösung gefunden werden. Der Wortbruch gegenüber Gorbatschow die NATO nicht in die Ostgebiete Europas zu erweitern wird in diesem Falle nicht mehr von Russland toleriert. Die Bürgerbewegung des Maidan die die Oligarchen der Ukraine los werden wollte, ist in den Untergrund gedrängt. Die Oligarchen an der Spitze wechselten, das war alles. Selbst unsere Presse zweifelt nicht daran, dass der Umsturz zuletzt von der USA-EU orchestriert wurde.

Prof. Dr. August Pradettos, der an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg arbeitet, gibt hier seine Einschätzung des Konfliktgemenges Russland, EU, NATO, Ukraine. Interessant seine Einschätzung wie wenig Russland an Krieg interessiert ist, wo Russlands Interessen wirklich liegen und seine Einschätzung von Putin: Dr. Christian Wipperfürth


Russland: Viceaußenminister Rjabkow erwartet keinen Neustart mit Washington – „USA zu weit gegangen“(Quelle:Ria Novosti)

Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow erwartet keinen neuen Neustart in den Beziehungen zwischen Moskau und Washington. „Die USA sind mit ihren Sanktionen gegen Russland zu weit gegangen, fast alle Formate der Kooperation sind eingefroren“, sagte Rjabkow am Montag in Moskau. „Selbstverständlich wird es keinen neuen ‚Reset‘ geben oder das, was vor einiger Zeit initiiert wurde und positive Resultate gebracht hat. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass jene Periode mit mehreren positiven Ergebnissen in den russisch-amerikanischen Beziehungen verbunden war. Jetzt ist damit nicht zu rechnen, weil Washington in seiner antirussischen Rhetorik und in dem Bestreben, uns für irgendetwas zu ‚bestrafen‘, zu weit gegangen ist und das alles nur schwer wiedergutgemacht werden kann“, fuhr der Minister fort. Es sei nur zu bedauern... Washington habe nur eine Antwort auf alles: Sanktionen, falls etwas nicht so gehe wie sie wollten. „Wir sind jetzt mit einem frontalen Rückgang der Kooperation konfrontiert – und zwar auf Beschluss der amerikanischen Seite.“ Seinerseits werde Moskau den Kurs darauf fortsetzen, die Partner von der Ansicht Russlands zu allen Fragen in einem Dialog und ruhig in Kenntnis zu setzen. „Russland wird bestrebt sein, das zu erhalten, was seinen Interessen Rechnung trägt“, sagte Rjabkow.

Mein Kommentar: Die USA werfen der Putin-Regierung vor, unerlaubterweise Mittelstreckenraketen getestet zu haben. Moskau habe zwar 2009 tatsächlich eine Interkontinentalrakete vom Typ „Topol“ mit einer Reichweite von 9000 Kilometern über eine kürzere Distanz getestet, sagte Generalleutnant Jewgeni Buschinski am Dienstag der Agentur Interfax in Moskau. Dies sei damals aber mit dem Einverständnis Washingtons geschehen. Der Vorwurf der USA sei Teil eines „Propagandakrieges“ vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts, meinte Buschinski. Ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des Generalstabs in Moskau sagte, die USA wollten den angeblichen Verstoß vermutlich als Argument dafür nutzen, eigene Raketen näher an der russischen Grenze zu stationieren, erfahren wir vom Handelsblatt


Anti-Terror-Kooperation: Russland kündigt Brüssel die Zusammenarbeit(Quelle:DWN)

„Die erweiterte Sanktionsliste ist ein klarer Beweis dafür, dass die EU-Staaten einen Weg beschreiten, der auf eine Abkehr von der Kooperation mit Russland in Fragen der internationalen und regionalen Sicherheit hinausläuft“, erklärte das Außenministerium in Moskau. Die EU hatte unter anderem die Chefs der russischen Geheimdienste und einzelne Unternehmen auf ihre Sanktionsliste gesetzt...Als „neues Instrument der US-Außenpolitik“ bezeichnet Victoria Nuland den Finanzkrieg gegen Russland. Zudem nennt sie die Verunsicherung der Märkte als „ein Skalpell … der europäischen und der US-Außenpolitik“.... Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte der Süddeutschen Zeitung. „Nach dem Tod von 300 unschuldigen Menschen beim Absturz von MH17 und dem unwürdigen Treiben marodierender Soldateska an der Absturzstelle lässt uns das Verhalten Russlands keine andere Wahl.“ Das angeblich würdelose Verhalten der Separatisten gegenüber der Opfer des MH17 gilt als eines der neuen Argumente zur Begründung von Sanktionen. Doch der Augenzeugenbericht eines ORF-Reporters zeigt: Die Separatisten haben im Umgang mit den Leichen völlig korrekt gehandelt...

Ein wesentliches Ziel der Sanktionen besteht offenbar darin, russischen Oligarchen gegen Putin aufzubringen. Der Bundesnachrichtendienst (BND) sieht nach einem Bericht des Spiegel Anzeichen für erste Brüche im Machtgefüge des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es sei möglich, dass einige der mächtigen Wirtschaftsführer bald schon wirtschaftliche über politische Interessen stellen und Putin zu bremsen versuchen, laute die Einschätzung des BND.

Mein Kommentar: Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel meint zu diesem Machtpoker: „Vor allem müssen wir die Oligarchen treffen“. Natürlich meint er die russischen Oligarchen und nicht die Ukrainischen - wie den wütenden Poroschenko und die ähnlich schiesswütige Julia Timoschenko. Letzteres sind ja unsere Verbündeten, weiss auch Sigmar Gabriel!


In Gaza wird das Wasser knapp(Quelle:FR)

Nach dem Angriff auf ein Kraftwerk im Gazastreifen sind viele Wasserpumpen vom Strom abgeschnitten... Israels Militär hat bei seinen schwersten Angriffen seit Beginn der Offensive gegen die radikalislamische Hamas das einzige Kraftwerk im Gazastreifen lahmgelegt. Die Stadtverwaltung von Gaza warnte am Dienstag vor einer Wasserknappheit, weil viele Wasserpumpen vom Strom abgeschnitten seien. Das Kraftwerk deckt bis zu zwei Drittel des Energiebedarfs von Gaza. In der Nacht zum Dienstag beschoss das Militär nach eigenen Angaben etwa 70 Ziele im Gazastreifen vom Land und vom Meer aus sowie aus der Luft...Die Stromversorgung für Gaza und viele andere Gebiete im Gazastreifen, in dem 1,8 Millionen Palästinenser leben, war nach dem Ausfall des Kraftwerks unterbrochen. Durch israelischen Panzer-Beschuss gingen den Angaben zufolge riesige Vorratstanks in Flammen auf, in denen etwa drei Millionen Kubikliter Diesel als Treibstoff für das Kraftwerk gebunkert waren. Die örtliche Energiebehörde erklärte, das Kraftwerk könnte für ein Jahr ausfallen. „Das Kraftwerk ist erledigt“, sagte sein Direktor Mohammed al-Scharif. Die Stadtverwaltung von Gaza rief die Einwohner auf, ihren Wasserverbrauch einzuschränken.

Mein Kommentar: Wie sich die Nachrichten gleichen: Ria Novosti teilt mit: : "Die ostukrainische Stadt Lugansk bleibt wegen des Dauerbeschusses durch die Kiewer Armee seit Tagen ohne Wasser und Strom… „Der Mobilfunk ist lahmgelegt, das Eisenbahn-Krankenhaus wurde durch sechs Volltreffer zerstört, stark beschädigt wurden die Gebäude einer Poliklinik und einer Kinderkrippe“…

In Gaza will Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weiter machen: „Wir werden diese Operation nicht vorher beenden, bis die Tunnel ausgeschaltet sind, deren einziger Zweck es ist, unsere Bürger und unsere Kinder zu töten“. Der Herr Ministerpräsident lügt. Die Tunnel wurden viel mehr dazu benutzt wichtige Waren für die Bevölkerung in Gaza zu beschaffen und die israelische Blockade des Gazastreifens - für Warenverkehr darunter auch Medikamente und medizinische Geräte sowie den Personenverkehr - erträglicher zu machen. Soweit bekannt wurden die Raketen, die jetzt erst wieder in Massen fliegen, im Gazastreifen selbst in Eigenproduktion gebaut.

Wer wissen will, was Netanjahu wirklich will, erfährt es hier auf der Pressekonferenz vom Freitag von ihm selbst: Niemals ein voll souveränes Palästina Nachtwandler


Palästinensischer UN-Botschafter kritisiert Weltsicherheitsrat (Quelle:Irib)

Der palästinensische Botschafter bei der UNO, Riad Mansur, hat den UN-Sicherheitsrat kritisiert...„Der UN-Sicherheitsrat hätte viel früher durch eine Resolution die Angriffe verurteilen und eine sofortige Waffenruhe fordern müssen“, sagte Mansur und bezeichnete die heute veröffentlichte Erklärung des Weltsicherheitsrats als unzureichend. In dieser Erklärung wird eine bedingungslose Waffenruhe gefordert. Der palästinensische UN-Botschafter betonte: „Wir hatten ernsthaftere Maßnahmen zur Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen von der UNO erwartet.“ Weiter hob er hervor: „Die aktuelle Situation im Gazastreifen kann nicht lange bestehen, die Blockade des Gazastreifens soll aufgehoben werden und der Zugang zum Ausland soll gemäß der Vereinbarung von 2005 ermöglicht werden.“

Mein Kommentar: Natürlich ist auch die Frage berechtigt, wo bleibt Obamas Herz und sein Einsatz für die Menschenrechte - wie von ihm und anderen westlichen Regierungsvertretern immer wieder behauptet?


Argentinien: Wer will was?(Quelle:Manager Magazin)

Der Countdown läuft. Wie zuletzt 2002 droht Argentinien per Ende Juli erneut die Staatspleite... Paul Elliott Singer ist die treibende Kraft hinter der aktuellen Eskalation der argentinischen Schuldenkrise. Der Jurist ist einer der Pioniere der Hedgefondsbranche, der 1977 gegründete Fonds Elliott machte ihn zum Milliardär. Seine Spezialität: Distressed Debt, also Anleihen von in Zahlungsnot geratenen Schuldnern billig aufkaufen und per Gericht doch noch die von anderen Gläubigern für unmöglich gehaltene vollständige Rückzahlung erzwingen. Das gelang schon gegenüber Entwicklungsländern wie Peru oder Kongo. Die Bezeichnung "Geierfonds" ist weit älter als der Streit mit Argentinien. Auch gegen deutsche Unternehmen wie Kabel Deutschland Chart zeigen, Celesio Chart zeigen oder Porsche Chart zeigen wettet Elliott teils um Milliardenbeträge. Singer ist ein Großspender der Republikanischen Partei und militärischer Vereinigungen in den USA.

1,2 Milliarden Dollar. So viel fordert die Elliott-Tochter NML von Argentinien, ein Großteil der aktuell verhandelten 1,5-Milliarden-Dollar-Klage, an der neben anderen Fonds auch private Anleihezeichner beteiligt sind. Gekauft wurden die Schuldscheine 2002, als Argentinien die Peso-Dollar-Bindung aufgeben und den Schuldendienst einstellen musste, weit unter Nennwert - angeblich für 48 Millionen Dollar. Der Einsatz würde sich also mehr als vertausendfachen. Die von Argentinien angebotene Umschuldung kam für ihn nie infrage. Lange sah es nach einem verlorenen Kampf aus, weil sich der Rest der Welt längst mit Argentiniens Zahlungsausfall abgefunden hatte. Doch in diesem Jahr schaffte Elliott den Durchmarsch vor US-Gerichten, unter deren Rechtsprechung die alten, in New York begebenen Dollar-Anleihen fallen. Die Urteile sind klar zu Singers Gunsten: Argentinien muss die volle Summe zahlen, und zwar bis Donnerstag, den 31. Juli. Für Singer wäre das ein historischer Triumph. Falls die Zahlung nicht wie vom Gericht angeordnet zustande kommt, könnte sich die zwölfjährige Wette allerdings als Fehlinvestition herausstellen - für Singer sicher verschmerzbar, politisch und wirtschaftlich wäre die Wirkung der Staatspleite jedoch enorm.

Mein Kommentar: Argentinien wird sich weiter wehren und nicht zahlen. Für Singers Hedgefond ein kleiner Verlust von 48 Millionen, für Argentinien und seine Bürger ein KO Schlag, würde das Land zahlen. Denn es geht um mehr als 1,5 Milliarden sondern um mehr als 100 Milliarden. Wieso? Den Vertrag den Argentinien mit seinen Gläubiger vor 5 Jahren geschlossen hat beinhaltet einen Schuldenschnitt. Gleichzeitig hat der Vertrag eine Klausel, der die Gleichbehandlung aller Gläubiger garantiert. Die vielen Gläubiger die den Schuldenschnitt akzeptierten, könnten (zahlt jetzt Argentinien den vollen Nominalbetrag an den Hedgefond Singers) darauf bestehen, dass sie nachträglich ebenfalls voll ausgezahlt werden müssen. Diese Gleichbehandlungsklausel ist nur gültig bis zum 1. July 1915

Argentinien wird logischerweise alles daran setzen die Zahlung an den Hedgefond bis dahin nicht zu leisten. Mit einem Kredit von 17 Milliarden den China letzte Woche gewährte kann sich Argentinien solange seinen staatlichen Verpflichtungen im inneren nachkommen.


Der Kampf um Afrika(Quelle:Lebenshaus Alb)

Die bundesdeutsche Wirtschaft verlangt von der Politik eine intensivere Unterstützung bei der Erschließung des "Chancenkontinents Afrika" gegen die Konkurrenz aus China und anderen BRICS-Ländern. Weil sie parallel zu den ersten globalen Einflussverlusten des Westens immer mehr Boden auf dem afrikanischen Kontinent verlieren, dringen deutsche Unternehmen auf eine größere Zahl an Hermes-Kreditversicherungen, mehr Doppelbesteuerungsabkommen sowie generell auf "eine stärkere politische Flankierung der deutschen Industrie in Afrika". Ein Bauwirtschafts-Verband fordert ausdrücklich, künftig die Vergabe von Entwicklungs-Geldern an Aufträge für deutsch-europäische Firmen zu knüpfen... 2012 beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen in Afrika insgesamt auf 50 Milliarden US-Dollar. Bundesdeutsches Kapital fließt jedoch nur spärlich dorthin. Der Marktanteil bundesdeutscher Unternehmen auf dem Kontinent beträgt gerade einmal zwei Prozent, während deutsche Firmen im globalen Maßstab auf acht Prozent kommen. "Das zeigt, dass es da eine Lücke zu schließen gilt. Andere Länder sind da schon viel präsenter", meint Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des "Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft".1 Besonders bei großen Infrastruktur-Projekten gehen deutsche Konzerne Kannengießer zufolge oft leer aus. 2012 beklagte der "Hauptverband der deutschen Bauindustrie" (HDB) ein Absinken des Geschäftsvolumens um 30 Prozent auf 460 Millionen Euro. "Der Kampf um Afrika ist gegen China weitgehend verloren", konstatiert HDB-Präsident Thomas Bauer.2

Darum mahnen die Interessensvertretungen intensivere Aktivitäten der Bundesregierung an. "Eine stärkere politische Flankierung der deutschen Industrie in Afrika würde sich positiv auf die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen auswirken", hält etwa der "Bundesverband der deutschen Industrie" (BDI) fest.3 Auf Kritik stößt vor allem die Praxis, wegen des hohen Ausfall-Risikos keine Hermes-Kreditversicherungen für direkte Geschäfte mit Ländern wie Nigeria zu gewähren, die in der Vergangenheit nur durch Schuldenschnitte vor einem Staatsbankrott bewahrt werden konnten. Ohne eine solche Absicherung schrecken die bundesdeutschen Unternehmen nämlich davor zurück, sich an Ausschreibungen für große Infrastruktur-Projekte etwa im Straßenbau zu beteiligen. Da die Konzerne zur Gewinnung von Aufträgen oft Tochterfirmen vor Ort gründen müssen, verlangen sie überdies die Einbeziehung "örtlicher Kosten" in die Zahlungsausfall-Rechnung. "Deshalb sollte die Gewährung der staatlichen Hermes-Deckung künftig stärker von einem ‘deutschen Interesse’ abhängig gemacht werden, das über die Kriterien ‘Lieferung aus Deutschland’ und ‘deutscher Anteil an der Lieferung’ hinausgeht", heißt es dazu in den "BDI-Forderungen zur 18. Legislaturperiode".4 Der Bauindustrie-Verband HDB tritt darüber hinaus dafür ein, die Umweltstandards nicht weiter zu verschärfen, auf deren Einhaltung sich die Konzerne verpflichten müssen, die Kreditausfall-Versicherungen in Anspruch nehmen. Ein solcher Schritt würde die wegen der Auflagen ohnehin schon bestehenden Wettbewerbsnachteile gegenüber China und anderen BRICS-Ländern noch vertiefen, warnt die Branche.5 Es stehen jedoch noch weitere Punkte auf der Agenda. So verlangt der HDB eine Dienstverpflichtung der Entwicklungshilfe-Politik: Er will die Vergabe bestimmter Gelder in Zukunft mit der Auflage verbunden sehen, deutsche oder europäische Firmen mit der Durchführung der Projekte zu betrauen.

Der BDI drängt zur Erschließung des "Chancenkontinents Afrika" auf den Abschluss weiterer Doppelbesteuerungsabkommen, die den weitgehend steuerfreien Rücktransfer von Gewinnen ins Heimatland ermöglichen sollen. Der "Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft" schließlich wünscht sich mehr Staatsbesuche bundesdeutscher Politiker auf dem Kontinent. Eine solche Reisediplomatie sei nötig, um dem Interesse der deutschen Wirtschaft an Afrika auch von politischer Seite her glaubhaft Ausdruck zu verleihen, betonte sein Hauptgeschäftsführer Kannengießer gegenüber der Deutschen Welle.6 Die Große Koalition signalisiert Handlungsbereitschaft. Die neuen "Afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung" erkennen bei den Hermes-Kreditversicherungen einen Reformbedarf und empfehlen in einem Abschnitt mit der Überschrift "Das Potenzial der afrikanischen Märkte für die deutsche Wirtschaft erschließen", auch für Geschäfte mit "Heavily Indebted Poor Countries" (HIPC) Garantien zu gewähren... Zudem gibt es Anstrengungen, die Finanzierungsmöglichkeiten für Afrika-Geschäfte auszuweiten. Die staatliche "Kreditanstalt für Wiederaufbau" (KfW) hat über die Ipex-Bank und die "Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft" (DEG) das Kredit-Volumen für entsprechende Transaktionen deutlich erhöht. "Bislang vergibt die DEG erst zehn Prozent ihrer Kredite an deutsche Unternehmen, das würden wir gerne verdreifachen, vervierfachen", sagt der KfW-Vorstandsvorsitzende Ulrich Schröder.8 Der DEG-Sprecher Bruno Wenn hält dabei Eile für geboten: "Wenn die deutsche Wirtschaft dort weiter wartet, werden diese Märkte von Unternehmen aus Schwellenländern besetzt."9....

Mein Kommentar: In den letzten Jahren haben viele staatliche Export Credit Agencys (ECAs) unter verstärkter Beobachtung der Öffentlichkeit gestanden, da teilweise Projekte im Ausland gefördert werden, die im Inland rechtlich oder politisch nicht umsetzbar wären wie AKWs, Legebatterien für Hühner ect.... Alles Dinge, die in DE selbst verboten sind. Gleichzeitig hat man aber den Anspruch umwelt- und soziale Standards zur Voraussetzung staatlicher Hermeskredite zu machen. Damit soll jetzt auch auf Wunsch unserer Industrie Schluss sein.


Ein neues ‘Saigon’: die Vereinigten Staaten von Amerika verlassen Libyen(Quelle:Antikrieg)

Heute vor einem Monat gratulierte Präsident Obama Libyen zu einer „Meilenstein”-Wahl ...„Ich gratuliere dem libyschen Volk zum Abschluss der Wahlen zu einem neuen Repräsentantenrat, einem Meilenstein ihrer mutigen Anstrengungen, nach vier Jahrzehnten Diktatur den Übergang zu einer vollen Demokratie zu erreichen.“ Heute gaben die Vereinigten Staaten von Amerika bekannt, dass sie ihr gesamtes Personal aus Libyen abgezogen haben. Dieses wurde in Fahrzeuge geladen und flüchtete nach Tunesien....

Als die Vereinigten Staaten von Amerika und die NATO Libyen im März 2011 überfielen, sprach Präsident Obama zum amerikanischen Volk, um seine Entscheidung für den Angriff zu erläutern. Gaddafi tötete seine eigenen Bürger, behauptete Obama. Das war eine Lüge. Er bekämpfte ausgerechnet die Aufständischen, deren anhaltende Gewalt die Vereinigten Staaten von Amerika gezwungen hat, aus dem Land zu flüchten. Das Eingreifen der Vereinigten Staaten von Amerika würde die Gewalt beenden, behauptete Obama. Das war eine Lüge. „Gaddafi ist noch immer nicht zurückgetreten, und bis er das tut, wird Libyen gefährlich bleiben,“ sagte Obama. Aber Gaddafi wurde gewaltsam gestürzt – geschändet und ermordet von Alliierten der Vereinigten Staaten von Amerika in Libyen. Das Land ist gefährlicher als je zuvor. Die Vereinigten Staaten von Amerika wurden gezwungen, sich zu verziehen.

Libyen sollte der nächste „Dominostein“ sein in der Fantasie eines „Arabischen Frühlings,“ wie von der Administration der Vereinigten Staaten von Amerika und deren gefügigen Medien übertrieben wurde. Stattdessen wird Ägypten beherrscht von einem von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützten Diktator, der eine gewählte Regierung gestürzt hat, und Libyen ist eine völlig zerstörte no-go-Zone.

Die Wirklichkeit hat Obama und die mörderische Rhetorik der Interventionisten und Neokonservativen eingeholt. Moskau steht als nächstes auf ihrer Abschussliste. Diejenigen in den Vereinigten Staaten von Amerika, die sich gegen die Lügen zur Wehr setzen, mit denen ein Krieg gegen Russland provoziert werden soll, werden als „Putins bester Freund“ und „russische Agenten“ bezeichnet. Nicht anders, als sie damals als „Saddams bester Freund“ und „irakische Agenten“ und genauso auch als „Gaddafis bester Freund“ und „libysche Agenten“ hingestellt wurden. Die Lügen sind die Gleichen, die Ergebnisse sind immer eine Katastrophe. Werden die Amerikaner draufkommen, was für Versager ihre Führer sind? Werden die Amerikaner ein Ende der katastrophalen Interventionen fordern? Lassen Sie das auf sich einwirken: Drei Jahre nach der Invasion Libyens durch die Vereinigten Staaten von Amerika, die das Land „befreien“ sollte, wurden die Vereinigten Staaten von Amerika gezwungen, ein weiteren Saigon-Erlebnis durchzumachen.

Mein Kommentar: Obama wird im Artikel zitiert: „Amerikas Verantwortung als Führungsmacht beiseite zu wischen und – noch tiefgreifender – unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen in einer solchen Lage, wäre ein Betrug an dem, was wir sind. Einige Länder sind vielleicht imstande, sich von Gräueltaten in anderen Ländern einfach abzuwenden. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind da anders.“ Ob Obama diese Ideologie selbst glaubt?


Inferno in Kabul - Raketen-Angriff! Taliban fackeln 400 Tanklaster ab(Quelle:Focus)

Eine Feuerwalze hat sich am Wochenende in einem Vorort von Kabul durch 400 Tanklaster gefressen. Verantwortlich sind die Taliban, die den Parkplatz einer Speditionsfirma gezielt mit Raketen beschossen hatten. Die Laster hatten Benzin geladen - die Folge war ein Inferno.

Mein Kommentar: In welchem Zustand bleibt Aghanistan zurück, wenn nun die "Demokratiebringer" abziehen:

Ria Novosti berichtet dazu: Thousands of guns unaccounted for by Afghan security forces

Information on nearly three-quarters of a million guns purchased by the US for the Afghan National Security Forces is either missing or duplicated, an audit of SIGAR inspectors revealed, sparking fears they could have ended up in Taliban hands.Both the US and Afghan authorities have failed to keep track of 747,000 weapons purchased for the Afghan National Security Forces (ANSF), the latest report from the Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR) reported on Monday. Now the US watchdog is expressing fear that at least some of these weapons could find their way into the hands of Taliban insurgents, to be used to kill ISAF and Afghan troops. The US Department of Defense’s OVERLORD database for Afghanistan has nearly half a million weapons registered, yet over 40 percent of the entries are either duplicated or simply missing.

Another database called SCIP, the inventory for the 700,000 weapons and auxiliary equipment (worth about $626 million) handed over by the US DoD to Afghan security forces since 2004, has also been found to be inconsistent by SIGAR investigators, who claim that tens of thousands of weapons are now unaccounted for because the data from the Department of Defense “is not very reliable.” In 2009 a quarter of a million weapons were sent to Afghan security forces. Of these, the serial numbers of 46,000 guns were unregistered, making all of them virtually untraceable, the General Accounting office said. On top of it all, the Afghan National Army has been supplied with so many arms that it now has in its possession 83,184 more AK-47 assault rifles than it needs according to US estimates. But it is not just assault rifles that the Afghan Army has in plenty. Kabul also has an excessive amount of RPK machine guns (9,710 units), GP-25/30 grenade launchers (5,834), RPG-7 antitank grenade launchers (3,223) and PKM machine guns (2,443), the US News informed. These Soviet-design weapons are enough to arm a 100,000-man army, while planned reduction of Afghan forces, due to take place after the majority of the ISAF troops leave the country by the end of 2014, suggests that even more weapons could possibly get into the wrong hands.