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18 Einlassungen zum Thema China vom Spiegel-Blog

» In den achtziger Jahren und davor waren das halt Japan und Korae, die ganzen "Tigerstaaten". Die Wirtschaft wird sich halt, wie immer, anpassen muessen. Einige schaffen das, andere nicht. Die Globalisierungsschraube wird sich einige Umdrehungen weiter drehen und einige Arbeitsplaetze werden natuerlich in Europa draufgehen.

» ...auf jeden Fall sollten jedwede "Entwicklungshilfegelder" gestoppt werden...

» Was können wir dagegen machen, dass durch China und Indien unsere hohen Löhne in Gefahr sind? Einerseits können wir versuchen, eben noch einen Tick besser zu sein als Inder und Chinesen. Also vermehrte Anstrengungen in Bildung/Forschung/Entwicklung (deutlich mehr als heute), kürzere Produktzyklen und anderes mehr. Als zweite Angriffsmöglichkeit sehe ich die Abwerbung guter indischer und chinesischer Kräfte zu uns. Können wir uns dem Ansturm der Asiaten nicht erwehren, sollten wir manche von ihnen wenigstens bei uns Steuern bezahlen lassen und so die Not (gute Ausbildung der Asiaten) zur Tugend machen:

» Der Westen muss sich wehren? Was ist denn das für eine komische Sicht der Dinge? Die Welt ist zum Glück nach dem kalten Krieg eine offene Gesellschaft geworden, in der alle ihr wirtschaftliches Wohlergehen selber in die Hand können. Dazu braucht es keine Abwehrmassnahmen irgendeiner Seite. Wenn man weiterkommen will, dann muss man auch auf gleicher Augenhöhe konkurrenzfähig sein und sich nicht auf einseitige Massnahmen seitens des Staates oder der EU verlassen. Ein chinesischer Fabrikant hat genau das gleiche Recht auf Wohlstand wie jeder andere auch. Des weiteren: Wenn man aktiv im globalen Spiel der Warenflüsse mitmischt, gewinnen immer beide Seiten (siehe David Ricardo, Komparative Vorteile). Also: Ärmel hoch, in die Hände spucken, das Hirn einschalten und ab auf die globale Bühne!

» Simple Frage, einfache Antwort: besser sein...

» Weshalb sollte man sich denn dagegen wehren, dass die anderen Nationen versuchen, günstige Waren zu produzieren und bei uns zu verkaufen? Hatten wir der ganzen Welt nicht immer den freien Handel gepredigt? Und Hilfe zur Selbsthilfe? Lieber sollten wir eher überlegen, in welcher Nische der globalen Wirtschaft wir in Zukunft erfolgreich sein wollen. Ist doch albern, sich im Land von "Geiz ist Geil" gegen billige chinesische Produkte wehren zu wollen: stattdessen mal überlegen, wie wir den jetzt schon etwa 100 Millionen reichen Chinesen unsere hochwertigen Luxusprodukte verkaufen wollen...

» Handelspolitik - und zwar durch Brüssel - ja, aber um Gottes Willen nicht in Verbindung mit den USA (der Blinde wird nicht dadurch stärker, dass er sich mit dem Lahmen verbuendet). Dann schon eher, wie ja laufend geschieht, durch verstärkten Einsatz der Osteuropäer (Billiglohn und niedrige Steuern) dagegenhalten. In Betracht könnte auch noch gezogen werden, sich mit Russland zu einem Wirtschaftsraum zu verbinden, die mit ihrem staatsgelenkten Kapitalismus im Kampf gegen die Asiaten schon "weiter" sind als die EU. Die Anwort kann also nur lauten: die Waffen der eigenen Handelspolitik (EU)zu schärfen und die Herausforderung der Asiaten anzunehmen.

» Die Chinesen klauen ihnen nicht die Butter vom Brot - sie sorgen vielmehr dafür daß noch eine Zeitlang Butter draufbleibt. Beim nächsten Klamottenkauf mal drüber nachdenken.

» Der Westen wird sich schon wehren, wenn es wirklich "ernst" wird. Alte Arbeitsplätze verschwinden und neue enstehen. Dass war schon immer so. China, Indien und Co. haben erstens genug mit sich selbst zu tun (Umweltverschmutzung, zu wenige Rohstoffe, soziale Konflikt, v.a. zwischen den Städten und dem Land und v.a. in China die Überalterung aufgrund der Ein-Kind-Politik) und zweitens sind sie auch eine Chance: Absatzmarkt z.B.!! Europa wird seinen Wohlstand schon bewahren, nicht alles wird später importiert...Die Untergangspropheten übertreiben auch ein bisschen, um gehört zu werden!

» Das ist der groesste Unsinn (nicht ungewoehnlich in letzter Zeit fuer Spiegel Autoren (leider)). Wirtschaft ist kein Nullsummenspiel! Tatsaechlich werden wir von den dort entstehenden Maerkten profitieren (tatsaechliche tun wir dies bereits). Auch werden Produkte fuer die wir heute viel bezahlen billiger werden. Man sollte auch bemerken, dass die Globalisierung der effektivste Weg zur Verminderung der Armut weltweit ist.

» Vor Arbeitslosigkeit und Lohndumping kann uns nur ausreichend Bildung schützen. Der Westen sollte am besten Versuchen in Ostasien keinen Gegner zu sehen, sondern Geschäftspartner. Es ist doch besser durch Handel mit diesen Ländern Geld zu verdienen, als hier zu versuchen, künstlich einen potenziellen Konkurrenten klein zu halten. Außerdem gilt die alte Floskel, dass Konkurrenz das Geschäft belebt.

» Wir müssen uns nicht wehren gegen billigere Standorte, wir müssen einfach nur besser werden als die preiswerter produzierenden Standorte.

» Wir Europärer können Chinesen und Indern nicht vorschreiben, wie sie ihre Fabrikarbeiter zu entlohnen haben. Genausowenig können wir den Chinesen vorschreiben, wie sie die Menschenrechte einzuhalten haben. Die lachen - oder besser: lächeln - doch über uns und unsere Erziehungsversuche der letzten Jahrzehnte!

» Da kann man nichts machen. Es besteht nur noch die Hoffnung, daß im Westen nicht nur die Löhne, sondern auch die Preise nach unten gehen. Das sollte eigentlich so sein, denn die Leute kaufen weniger, weil die Arbeit knapp wird, aber das Angebot ist ja trotzdem da. Also sinken die Preise.

» Abgesehen davon, dass ein "Sich-Wehren" undurchführbar bzw. kontraproduktiv wäre (Deutschland = Exportweltmeister), besteht auch nicht die Notwendigkeit. Wenn der Faktor Arbeit für die Chinesen nicht so extrem billig wäre, dann wären ihre Produkte eben teurer. Dann würden die Leute hier in Deutschland vielleicht besser bezahlt, weil die Löhne nicht so runtergezogen würden, dafür wären die importierten Waren aus China aber auch teurer. Ergo könnte man sich von dem "Mehr" weniger leisten.

» Habe ich so einen Artikel nicht schon mal bez. der Tigerstaaten gelesen? Wieder macht der Spiegel den Fehler, eine rasante Entwicklung wider aller Vernunft einfach mal eine unzulässig lange Zeit fortzuschreiben und mit Prognosen für 2050 irgendwelche Drachen an die Wand zu malen.

» man braucht doch auch nur nach japan schauen um das alles im zeitraffertempo zu sehen. das problem mit euch leuten ist euere gedaechnisshalbwertszeit ist vielleicht 2 jahre alles was dahinter ist.. weiss nicht mehr... man wird noch mindestens 10 jahre mit der chinesischen dynamik direkt konfrontiert werden bis deren preise dann auch so hoch sind wie in europa.

» Aus wirtschaftlicher und somit auch aus europäischer Sicht ist das Wachstum in Asien keine Gefahr sondern eine Chance. Notwendige Veränderungen sind vor allem so wahrzunehmen.


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